Ausgabe 
2.9.1935
 
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Pernambuco. Nach der letzten Meldung stand das Luftschiff um 18.54 Uhr MEZ. bet Victoria, das an der brasilianischen Küste auf etwa 21 Grad Süd­breite liegt.

Deutsche Segelflieger fahren nach Japan.

Unter Führung von Wolf 5) i r t h begibt sich auf Iapanische Einladung eine deutsche Segel- lugexpedition in den nächsten Tagen nach Zapan.

Lastauto vom Güterzug überrannt.

In einer der letzten Nächte wurde ein Lasttkraft- wagen von einem Eilgüterzug auf einem beschrank­ten Bahnübergang der Strecke BebraGöttingen zwischen Albungen und Bad Sooden-Allendorf überfahren und zertrümmert. Der Wagenführer Georg Ditscher aus Ludwigshafen wurde bei dem Zusammenstoß getötet. Der mitfahrende Besitzer des Lastkraftwagens, Wilhelm Schwarz aus Mannheim, und die Braut des Ditscher, Ma­ria Hartung aus Schwetzingen bei Mannheim, wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Zugunfall im Bahnhof Ansbach.

Am Sonntag stieß im Bahnhof Ansbach bei einer Rangierbewegung die Lokomotive des Nebenbahn- guges AnsbachBechhofen mit der Lokomotive des einführenden D 87 MünchenHamburg zusammen. Beide Lokomotiven entgleisten. Von den Rei­fenden des D-Zuges wurde eine größere Anzahl leicht verletzt. Zwei Reisende und der Lokomo­tivführer der Nebenbahnlokomotive wurden etwas schwerer verletzt. Untersuchung ist eingeleitet.

Tödlicher Absturz im Gebirge.

Im Ortler-Gebirge stürzte der 50jährige Militär- arzt Dr. Trussi aus Mailand zusammen mit einem 14 Jahre alten Begleiter ab. Beide wollten ohne Führer den Angelo Alto besteigen. Dr. Trufft wurde von einem Hüttenwart tot, sein kleiner Begleiter verletzt aufgefunden und geborgen. Im Drei-Zinnen-Gebiet wollte ein Bergsteiger mit seiner Begleiterin, den Spuren einer Fuhrerpartle folgend, die Kleine Zinne über die Nördwand be­steigen. Die erstgehende Touristin glitt aus und riß ihren Begleiter am Seil mit, so daß beide etwa 40 Meter tief abstürzten. Der Bergsteiger erlitt schwere Verletzungen, während seine Ge­fährtin nur leicht verletzt wurde.

Rauchwaren im Werte von 80 000 Mark gestohlen.

In einer ber letzten Nächte sind durch Einbruch bei der Rauchwaren-Versteigerungs A.-G. Leipzig große Posten roher Edelfüchse im Gesamtwert von etwa 80 000 Mark gestohlen worden, und zwar etwa 475 Silberfüchse, 122 Blaufüchse, 212 Nerze, 7 Weißfüchse, 2 Kreuzfüchse und 40 gefärbte SW.- Persianer. Für die Wiederherbeischaffung des ge­stohlenen Gutes hat die Versicherungsgesellschaft eine Belohnung von 10 v. H. des wiedererlangten Gutes ausgesetzt.

Sechzig oberfchlesische Bauernhäuser durch ein Riefenfeuer eingeäschert.

Von einem riesigen Feuer wurde die Ortschaft Ujesce in der Nähe von Bendzin (Dombrowaer Revier, Oberschlesien) heimgesucht. Infolge eines schadhaften Schornsteines brach in dem Hause eines Bauern Feuer aus, das bald das ganze Anwesen erfaßte. Ein heftiger Wind trug den Brand dann über das ganze Dorf. In kurzer Zeit standen 60 Bauernhäuser mit allen Nebengebäuden in Flammen. 16 Feuerwehren aus dem ganzen Revier und auch aus dem benachbarten Ostober- schlefien eilten zur Hilfe herbei, waren jedoch dem rasenden Element gegenüber machtlos. Nach mehr­stündiger aufopferungsvoller Arbeit konnte wenig­stens ein Teil des Dorfes vor den Flammen ge­rettet werden,

Zwei Tote beim Absturz eines polnischen Flugzeugs.

Auf dem Fluge von Warschau nach Kattowitz stürzte ein Flugzeug des Warschauer Aeroklubs ab und wurde vollständig zertrümmert. Der Flieger und der Beobachter waren auf der Stelle tot.

Hinrichtung durch Giftbecher in Estland.

Im Revaler Hauptgefängnis wurde in einer der letzten Nächte der Raubmörder Karl Otz durch Gift hingerichtet. Dies ist im Verlauf von wenigen Wochen bereits die zweite Hinrichtung durch Gift in Estland. Die eftländifche Strafprozeh­ordnung stellt dem zum Tode Verurteilten frei, zwi­schen dem Giftbecher und der Hinrichtung durch Er­hängen zu wählen. Die Vergiftung erfolgt durch eine Mischung von 0,005 Gramm Zyankali, dem ein Zusatz beigegeben ist, der die Geruchs- und Ge­schmacksnerven lähmt.

Internationaler Devisenschmuggel in Budapest aufgedeckt.

Der Devisenabteilung der Budapester Polizei ist es gelungen, einen großangelegten internatio­nalen Devisenschmuggel aufzudecken. Die Ermittlungen ergaben, daß durch Flugpostsendun­gen und postlagernde Briefe ausländische Wert­

papiere In Höhe von Über 200 000 Pengö aus der Schweiz nach Ungarn gebracht wurden, die den De­visenstellen nicht angemeldet worden waren und deren Gegenwert in ausländischen Valuten aus ille­galem Wege ins Ausland geschafft wurden. Die Polizei nahm zahlreiche Verhaftungen vor; weitere Verhaftungen werden noch erfolgem

Sieben Schwerverletzte bei einem Autounglück in Frankreich.

Ein schwerer Kraftwagenunfall ereignete sich in der Nähe von Royan in Frankreich. Zwei Kraftwagen stießen an einer Straßenbiegung in voller Fahrt zusammen, wobei einer der Wagen vollkommen zertrümmert wurde. Sieben Personen wurden in hoffnungslosem Zustande tn ein Krankenhaus gebracht.

Vier Tote bei einem Autobusunglück in USA.

Bei Willcox (Arizona) schwemmte eine drei Meter hohe Flutwelle, die durch Dammbrüche infolge eines Wolkenbruchs hervorgerufen wurde, einen mit 28 Personen besetzten Ueberlandautobus fort und schmetterte ihn gegen einen Hochspan­nungsmast. Vier Personen ertranken, drei wurden schwer verletzt

Verlobung im englischen Königshaus.

Der Duke of Gloucester, der dritte Sohn des englischen Königs, hat sich mit der Lady Montagu - Douglas - Scott, der Tochter des Herzogs von Buccleuch in Queenberry, verlobt.

Kunst und Wissenschaft.

Der nassauische Landschaftsmaler Oskar Achenbach f.

Oskar Achenbach, ^iner der bekanntesten Landschaftsmaler des Nassauer Landes, ist im Alter von 60 Jahren nach schwerem Leiden in Limburg gestorben. Besonders im Lahntal bei Runkel fand er viele Motive für sein künstlerisches Ge­stalten. Mehrere Jahre hindurch leitete Achenbach vertretungsweise eine Berliner Malerschule, die sich in den Sommermonaten zu Studienzwecken im Lahntal aufhielt.

Theaterreife englischer Schüler durch Deutschland.

Eine Anzahl englischer Schüler trat jetzt eine drei­wöchige Reise nach Deutschland an. Die Reise wird von der internationalen Studenten-Theater- Gruppe durchgeführt. Die englischen Schüler werden in Berlin das StückRichard von Bor­deaux" aufführen. Die englischen Gäste werden dann in München, Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart, Mann­heim und in Frankfurt (am 19. September) spielen. Neue volksdeutsche Preise für Literatur und Kunst.

Ein amerikanischer Stifter, der für deutschspra­chige Literaturpreise der Reichsschrifttumskammer und einer Reihe deutscher Universitäten eine erheb­liche Summe zur Verfügung stellte, hat nunmehr nach Verkündung des österreichischen und sudeten­deutschen Preises verfügt, daß aus der Restsumme drei jährlich zu verteilende Preise gebildet werden, und zwar: 1. ein Herder-Preis jährlich 5000 Mk. für preußisch-baltische Dichtung; 2. ein Görres- Preis jährlich 5000 Mk. für die rhein-fränkische Landschaft; 3. ein Erwin-von-Steinbach- Preis jährlich 10000 Mk. für die alte Stammes- landfchaft der Alemannen. Die Preisträger wer­den jährlich bestimmt durch die Universitäten Kö­nigsberg, Bonn und Freiburg i. B. In den Preis­gerichten ist die Reichsschrifttumskammer vertreten als Beauftragte des Stifters wie auch als autonome Rechtskörperschaft des deutschen Schrifttums.

Offenbacher Kommunisten vor Gericht.

LPD. Darmstadt-, 31. Aug. Vor dem Straf­senat des Hessischen Oberlandesgerichts wurde gegen 25 Kommuni st en aus Offenbach a. M. verhandelt, die sich hochverräterisch betätigt hatten.

Der Hauptangeklagte, der 41 Jahre alte Christian Schwarz, erhielt acht Jahre Zuchthaus. Zu je 7 Jahren Zuchthaus wurden der 33- jährige Karl L ö f f e r t und der 30jährige Ludwig Degenhardt verurteilt, zu 6 Jahren Zucht­haus der 25 Jahre alte Anton Huhn, zu je 5 Jahren Zuchtha u s der 33jährige Fritz Stender und der 30 Jahre alte Karl Lücke. Ihnen wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von je 10 Jahren aberkannt.

Die weiteren Strafen lauteten: Karl Schütt­ler, 31 Jahre alt, 4Vr Jahre Zuchthaus, Heinrich Laux, 41 Jahre alt, Hermann Hagen­dorn, 29 Jahre alt, Philipp Weigel, Wilhelm Muzenhardt und Friedrich Ebinger je 4 Jahre Zuchthaus, Heinrich Diehl und Friedrich Riedel je 3Vt Jahre Zuchthaus, Heinrich Schmitt 3V< Jahre Zuchthaus, Heinrich Sauer und Johannes Hagendorn je 3 Jahre Zuchthaus, Richard A l i ck e , Ernst (Stierte, Hermann Henrich und Karl Fröhlich je 2V2 Jahre Zuchthaus und der 35 Jahre alte Ferdinand Stenger 2 Iahre Zuchthaus. Ihnen allen werden die bürger­

lichen Ehremechte auf die Dauer von 8 Jahren aberkannt und Stellung unter Polizeiaufsicht an- geordnet.

Drei weitere Angeklagte tarnen mit Gefängnis­strafen von 3 Jahren davon.

Steuersteckbrief.

LPD. 5r antfurt, 31. Aug. Gegen den Wäsche- fabritanten Chaim Hirsch Eisenberg und dessen Ehefrau Regina geb. Z i t r 0 n e n b a u m^ zuletzt wohnhaft in Frankfurt a. M., Rhönstraße 4, zur Zeit in Straßburg (Elsaß) ist vom Finanzamt Frankfurt a. M. (Außenbezirk) wegen Reichsflucht- steuer von 27 115 Mark ein S t e u e r st e ck b r i e f erlassen worden. Es ergeht hiermit die Aufforde- rung, die Genannten, falls sie im Inland betrof­fen werben, vorläufig festzunehmen und sie unver­züglich dem Amtsrichter des Bezirks, in welchem die Festnahme erfolgt, vorzuführen.

170000 Besucher auf der Ausstellung ,©ie Nhein-Mainische Wirtschaft.

' Frank, urt a. M 1. Sept. Di- erste Woche der großen AusstellungDi- Rhein-Mainische Wirt- schäft", die bis zum 8. September 1935 auf dem Festhallengelände zu Frankfurt a. M. durchgeführt wird, brachte eine täglich steigende Besucherzahl. Am Samstag wurden etwa 35 000 Besucher ge­zählt, und am Sonntag über 50 000. Damit beläuft sich der gesamte Besuch während der ersten Woche auf etwa 170 000 Besucher. Bemerkenswert ist, daß die Höhe des Anteils der auswärtigen Besucher am (Sonntag allein etwa 20 000 betragen haben dürfte. Damit ist der Beweis erbracht, daß die Ausstellung eine starke Wirkung auf das gesamte Rhein-Main- Gebiet ausübt Nach Schluß der Leipziger Messe wurden auch viele Messebesucher in Frankfurt ge­zählt: Außerdem dürsten etwa 2000 Ausländer in der ersten Woche auf der Ausstellung gewesen sein. Die Ausstellerschaft ist mit dem Ergebnis der ersten Woche außerordentlich zufrieden.

Kirchenräuber gefaßt.

LPD. Worms, 31.Aug. Im Wormser Dom wurde dieser Tage ein unverschämter D i e b ft ahl ausgeführt. Man mußte feststellen, daß das äußerst wertvolle, hundert Jahre alte Elfenbeinkreuz entwendet worden war. Der abgebrochene Fuß lag auf dem Altar. Es gelang dem Kirchendiener, einen Ma n n in dem Augenblick z u fassen, als dieser fluchtartig das Gotteshaus verlassen wollte. Obwohl man das Kreuz nicht in seinem Besitze fand, konnte er später vor der Kriminalpolizei überführt werden. Das Kreuz hatte er in einem Beichtstuhl versteckt.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

V W i ß IN a r, 31. Aua. Am vergangenen Don­nerstag wurde hier der ^jährige SA.-Mann Otto Bittendorf zu Grabe getragen. Der junge Mann war am Dienstagvormittag auf dem Wege zu seiner Arbeitsstelle im Wißmarer Weg verun­glückt. Außer dem SA.-Sturm 4/88 gab auch das SA.-Hilfswerklager Braunfels dem verstorbenen Kameraden das letzte Geleit. Nach dem Besuch der SA.-Sportschule in Hanau gehörte der Verstorbene fast ein Jahr dem SA.-Hilsswerklager in Braunfels an. Der Sturm 4/88 verliert in Otto Bitten- d o r f einen lieben Kameraden, der allezeit feine Pflicht treu erfüllte, Ein ehrendes Andenken wird ihm gewahrt.

* Rodheim a.d. Bieber, 31. Aug. Gestern wurde, in Gießen der Rektor i. R. Georg Helwig zu Grabe getragen. Ein altes Leiden hatte sich in den letzten Wochen verschlimmert und den jugend­lichen Alten, den man eigentlich nie müde sah, hin­weggerafft. Herr Helwig stand rund ein Jahrzehnt an der Rodheimer Volksschule als Lehrer und Er­zieher und steuerte die Schule so, daß wohl nur Freunde und Trauernde an seinem Grabe standen. Neben feiner Tätigkeit als Schulleiter und Lehrer hat sich der Verstorbene einen Namen gemacht, der auch nach feinem Tode stets mit Achtung und Re­spekt genannt werden und der besonders in Rodheim und unserer engeren Heimat stets einen guten Klang haben wird. Herr Helwig hat sich mit großem Interesse und mit erstaunlicher Sach­kenntnis um die Erforschung unserer an geschieht» lichen Denkmälern so reichen Heimat bemüht, trug in zäher und gewissenhafter Forscherarbeit einen reichen Schatz von geschichtlichen Tatsachenberichten und Heimatsagen zusammen. Leider ließ es seine Bescheidenheit nicht zu, daß seinHeimatbuch von Rodheim u. U." in weitere Kreise Eingang fand, aber diejenigen, denen er in seine Arbeit Einblick gestattete, waren erstaunt und begeistert von der reichen und gründlichen Arbeit dieses Heimatfor­schers. Aber damit war seine Forschertätigkeit noch nicht erschöpft. Des Verstorbenen ganzes Herz galt seinen Blumen und Pflanzen der Heimat. Mit einer geradezu bewundernswürdigen Energie bemühte

sich Herr Helwig zunächst hier In Rodheim, dann nach seiner Emeritierung in Gießen um die Erfor« chung der heimatlichen Flora, und der alte Herr mit einem Strauß teils seltener, dem Durchschnitts- Menschen unbekannter Pflanzen, war eine ständige Erscheinung auf unserer heimischen Flur. Bekannt war Herr Helwig auch als Führer durch Feld und Wald der Heimat, deren geologischer Aufbau ihm eine tiefe Sachkenntnis erschloß, und durch btt Sammlung der heimischen Flora im Gießener Bo- tonischen Garten dürfte sich Herr Helwig auch den Dank und die Anerkenung weiter Kreise der Gieße­ner Bevölkerung und besonders der Freunde der Heimatflora gesichert haben. Daß Herr Helwig sich auch als Erforscher des heimischen Dialekts ver­dient gemacht hat, sei nur der Vollständigkeit we­gen erwähnt.

Rundfunkprogramm.

Dienstag, 3. September.

6 Uhr: Choral Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. Nachrichten 8.10: Gymnastik. 8.30: Frühkonzert. 9.15: Unterhaltungskonzert. 10.15: Schulfunk. 250 Meter tief! Aus einem stillgelegten Bergwerk. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Bauernfunk. 12: Mittagskonzert L 13: Nachrichten; anschließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nach­richten, 14.10: Mitten im Werktag. Sozial- und Wirtschaftsdienst in bunter Folge. 15: Nachrichten. 15.15: Für die Frau. 16: Kleines Konzert. Kompo­sitionen von Hans Kummer. 16.30: Kampf um das Reich. Reichsform vor 500 Jahren. 16.45:Lockend- Ferne". Der verhängnisvolle Traum vom Gold- land. Das Schicksal der deutschen Conquistadoren in Venezuela (Dalfinger, Jedermann, Hohermuth, v. Hutten). 17: Nachmittagskonzert. 18.30: Nor­disches Lebensgefühl im altsächsischen Heliand. 18.45: Zeitgenossen gibts ... 19: Unterhaltungskonzert. 19.50: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frank­furt. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der Nation. Eignes Heim und eigner Herd!" Ein Dolksstück für den Funk. 21: Musikalische Gefahrzonen. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sende­bezirk, Sportbericht. 22.20: Funkbild vom histo­rischen Festzug der Stadt Kusel. 22.35: Schön- Volksmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert.

Die Zndustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

1084: Verzeichnis der in unserem Wirtschaftsgebiet tätigen gewerblichen Aufarbeitungsanlagen für Altöle.

1085: Keine Zahlungsmittel mehr für deutsch« Reisende nach der Schweiz.

1086: Erläuterungen zu den Bestimmungen über den Transithandel.

Wetterbericht

de» Relchswetterdiensles. Ausgabeort firanffurt

Die außerordentlich rasche und kräftige Erwär­mung am Sonntag hatte weiteren erheblichen Druck­fall im Gefolge. Demgemäß konnten erneut kühlere vom Meer stammende Luftmassen rasch auf das Festland vorstoßen und gaben seit Montag früh bei ihrem Eindringen in die vorgelagerte warme Lust Anlaß zu außerordentlich verbreiteter Gewittertätig­keit. Voraussichtlich wird sich rasch wieder Witte, rungsbesserung, doch keine volle Beständigkeit Her­stellen.

Aussichten für Dienstag: Veränderlich, mit häufiger Aufheiterung und vereinzelten Schau­ern, mittags Temperaturen bei etwa 20 Grad, süd­liche und westliche Winde.

Aussichten für Mittwoch: Voraussicht­lich weitere Witterungsbefserung.

Lufttemperaturen am 1. September: mittags 26,3 Grad Celsius, abends 17,4 Grad; am 2. September: morgens 15,3 Grad. Maximum 27,3 Grad, Mini­mum 12,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. September: abends 19,8 Grad; am 2. Septem­ber: morgens 17,3 Grad. Sonnenscheindauer 6,6 Stunden.

Hauptschristleiter: Dr. Fr. W. Lange; stellvertretender Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik: i. V. Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Emst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck; verantwort­lich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VII. 35: 9945. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

im 76. Lebensjahre von uns gegangen.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Gießen, den 30. August 1935.

Die Einäscherung hat auf Wunsch des Verstorbenen in der Stille

statt gefunden.

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Klein-Linden, den 2. September 1935

Die Beerdigung findet am Dienstagnachmittag 2 Uhr von Dammstraße 16 aus statt

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