Ausgabe 
2.8.1935
 
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Der Soldat als Tamer and Sportler.

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In klarer Erkenntnis der Bedeutung der Leibes- Übung für die Kräftigung des Körpers hat die Wehrmacht schon stets den Soldaten eine intensive turnerische und sportliche Ausbildung angedeihen lassen. Sport wird heute mehr denn je in der Wehrmacht gepflegt. Der Soldat erfährt hierbei so­gar eine ziemlich universelle Ausbildung. Lauf und Wurf, Stoß und Sprung, Boxen und Ringen, in neuester Zeit auch Jiu-Jitsu werden als Leibes- vbung an den jungen deutschen Menschen herange­

bracht. Bodengymnastik, wie sie das Bild oben erkennen läßt, als eine besonders lebendige Uebung wird sehr viel und gern betrieben. Auch im Geräte­turnen sollen die Soldaten einiges Können aufzu- weisen haben. Die Uebung am Pferd, die im Bild unten gezeigt wird, läßt erkennen, daß auch hier Vorbildliches geleistet wird.

Turnen und Sport erfahren gerade in der Webr- macht ihre höchste und letzte Sinngebung für die Nation.

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Oer Militärsportverein »Feldmarschall von Hindenburgs Gießen gegründet.

Dieser Tage wurde in unserer Garnison der Mlli- lärsportvereinFeldmarschall von Hindenburg" ge­gründet. 350 Mitglieder traten dem Verein sofort bei. Die neugegründete Organisation ist dem Reichsbund für Leibesübungen angegliedert.

Segelflieger Oeltzschner tödlich abgestürzt.

Im Verlaufe des diesjährigen Rhönwettbewerbes lst es bedauerlicherweise zu einem tödlichen Unfall gekommen, dem ersten, den der deutsche Segelflug seit längerer Zeit erlitten hat. Der Segelflieger Oeltzschner ist, als er von seinem Langstrecken­

flug von Brünn zurückkehrte, über Selb abge­stürzt. Heber die Ursache des Absturzes ist noch nichts bekannt geworden.

Halbmast für Oeltzschner.

Seit dem späten Nachmittag wehen die Flaggen vor dem Ursinus-Hause auf halbmast. Tiefe Trauer herrscht über den jähen Fliegertod Oeltzschners, der sich im Kreise seiner Kameraden stets großer Be­liebtheit erfreut hatte. Der 36jährige Merseburger Pilot war nicht nur ein sympathischer Seaelslieger, sondern auch einer der hervorragendsten Vertreter der deutschen Seaelsliegerei, der in der Wertungs­gruppe der Fernflüge mit an der Spitze stayd.

Bei einem Ehrenappell gedachte Fliegerkapitän Roehre, der Wettbewerbsleiter der16. Rhön", des viel zu früh Heimgegangenen. Ihr Beileid drückten u. a. aus der Reichsluftsportführer Oberst L o e r z e r und die auf der Wafferkuppe anwesen­den Vertreter der italienischen und französischen Luftfahrt.

Staatssekretär Milch. Udek und Christiansen aus der Wasserkuppe.

Fliegerlager Wafferkuppe, 1. August. Am Don- nerstagmorgen traf der Staatssekretär im Lust- fahrtmmisterium, Generalleutnant Milch, in Be­gleitung des Obersten Übet und C H r ist ian - sen an Bord einer dreimotorigen JunkersJu 52" auf der Wafferkuppe ein.

Generalleutnant Milch überbrachte den Fliegern die Grüße des Führers und betonte, daß Adolf Hitler täglich mit lebhaftem Interesse die Vorgänge aus der Wasserkuppe verfolge. Das schon allein sei der beste Lohn für die Leistungen der Segel­flieger.

Rur wenige Starks am Donnerstag.

Die Sonneneinstrahlung zerriß erst gegen Mit­tag die geschlossene Wolkendecke und ließ dann bei schwachen östlichen Winden einige Wettbewerbs­flüge vom Osthang aus zu. Unter den 14 Fliegern, die starteten, befanden sich Peter Riedel und der Berliner Bergens, die in Richtung Fulda auf Strecke gingen.

Kurze Sportnotizen.

Nordhesfenund Bayern tragen den schon seit längerer Zeit fälligen Fußball-Rückkampf nun­mehr am 25. August im Rahmen eines Kreisfestes des Kreises Fulda in der Bischofsstadt aus.

Die alte Garde der Hitler-Jugend!

An dem Kampf um die Erringung der Macht durch den Nationalsozialismus war zum großen Teil auch eine fanatische Jugend beteiligt, die in der HI. zusammengeschlossen war. Damals war es nur ein kleines Häuflein von Jugendlichen, die, alle Ge­fahren mißachtend, sich zu einer Idee bekannten, die von der großen Masse des Volkes abgelehnt oder verachtet wurde.

Heule ist die Hitler-Jugend die einzige vom Staate anerkannte Jugendbewegung geworden. Millionen marschieren in ihren Reihen und er­halten hier die erste Ausrichtung ihrer Welt­anschauung im nationalsozialistischen Geiste. Ls ist heute eine Selbstverständlichkeit, daß alle Jugendliche durch ihre Reihen gehen und somit schon ihr Teil an der Verwirklichung der Volks­gemeinschaft im Sinne unseres Führers bei­tragen.

Aber der Hitler-Junge aus den Jahren des Kampfes war ein anderer Jungentyp. Er war der jüngste Soldat Adolf Hitlers und feine Haltung zeigte schon alle die Merkmale einer Soldatennatur. In seine frühe Jugend war schon jene Erkenntnis gebrochen, die ihm Die Verpflichtung auferlegte, für ein hohes Ziel zu kämpfen. Während viele andere ein faules und träges Leben satter, bürgerlicher Behaglichkeit lebten, kannte er keine Ruhe und Scho­nung. Ihn trieb ein inneres Feuer vorwärts und riß ihn hinein in den Kampf gegen Reaktion, gegen Kommunismus und bürgerlichen Liberalismus.

Er war der unermüdliche Fackelträger einer Idee, die ihn voll und ganz beherrschte. Bei Tag und Nächt war er bereit, in unermüdlicher Kleinarbeit, in entbehrungsvoller Aufopferung der Idee zum Siege zu verhelfen. Da gab es kein langes Fragen, kein großes verstandesmäßiges Ueberlegen, da gab es nur ein tatkräftiges Hanseln.

Und das ist es gewesen, was jene junge Schar von den vielen anderen grundsätzlich unterschied, nämlich: ihre stete Einsatzbereitschaft. Wohl war der Kampf oft rauh und hart und manche Derbheit mußte mit in Kauf genommen werden, aber der blanke Schild der Ehre wurde hochgehalten.

Stuf und Ehre waren die kiese Symbolik dieses Kampfes! Ein freies Deutschland aber die att- umfassende Sinngebung.

Gerade weil es eine noch so junge Schar war, die die neuen Gedanken einer Weltanschauung ver­trat, mußte der Widerstand besonders groß sein. Und zwar schon aus dem einen Grunde, weil man ihr heiliges Streben und Wollen nicht ernst nahm. Junge Fanatiker, Besessene, das waren die Bezeichn nungen für eine junge Kämpfergarde, die nicht von ihrem Glauben lassen konnte.

Am Anfang verlacht und verspottet, dann gehaßt und schließlich bekämpft und verfolgt, ist der Weg immer gleich und kompromißlos geblieben. Aus den Schulen geworfen, aus Fabriken und Kontoren ver­trieben und verjagt, arbeitslos in finsteren Größ­stadtstraßen hungernd, so hat die alte Garde der HI. ihren Kampf geführt, um Adolf Hitler und dem Nationalsozialismus zum Siege zu verhelfen und ein Deutschland der Ehre und Freiheit zu schaffen.

So ist die alte Garde der HI. auch heule noch dieselbe geblieben, junge, geistige Revolutionäre, Kämpfer und Führer zugleich, Wegweiser für alle diejenigen, die später kamen, und die heute ihr nacheifernd am Aufbau des Vaterlandes helfen.

Wir wollen immer daran denken, daß viele junge Kameraden ihr blühendes Leben Hingaben und somit alles opferten, damit die anderen in einem freien Deutschland leben konnten. Das ist eine heilige, mah­nende Verpflichtung für alle, die heute noch das Glück haben, für eine große Sache kämpfen zu dürfen. Deshalb muß nach wie vor die Parole lauten:

Weg mit aller Geisteslauheit! Weg mit aller Schwere und Trägheit!

Wir wollen wach fein und weiter vorwärts schreiten, wollen verhindern, daß unsaubere Elemente, die heute wieder frecher als je ihr Haupt erheben, unser Werk stören und unsere Arbeit sabotieren. Die Jugend marschiert im Geiste ihrer gefallenen Kame­raden ...

*

Wie bereits kurz bericht, findet am Mittwoch, 7. August, in Gießen für den Bann 116 der Hit­ler-Jugend, wie überall im Reich, die feierliche Ver­leihung der HJ.-Ehrenzeichen für die alte Garde der Hitler-Jugend, statt.

Hitler-Jugend, Bann 116.

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Schwerer Verlust des Berliner Zoo.

Der Riesengorilla G o b b y aus dem Berliner Zock ist Donnerstag abend nach einer schon einige Stun­den vorher eingetretenen Agonie einer heimtückischen Krankheit erlegen. Die Art der Krankheit und die genaue Ursache seines Todes kann erst die Oeffnung

ergeben, die in einem Berliner Krankenhaus statt­findet. Eine genaue Feststellung der Krankheit schei­terte trotz Hinzuziehung erster Spezialisten an der Gereiztheit des Tieres, die eine Untersuchung un­möglich machte. Gobby verweigerte seit einigen Tagen jegliche Nahrung und die Einnahme von Medi­zin. Der Tod des etwa elfjährigen Tieres, das 252^ Kilo wiegt, ist ein schwerer Verlust, da noch niemals ein Gorilla von dieser Größe in Gefangen­schaft gehalten werden konnte.

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