Ausgabe 
2.8.1935
 
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Ritter, Oberbürgermeister.

den neuen Kurdirektor persönlich in sein Amt

ein-

dem

Fliegende Feuerwehrgegen Maldbränd«

bereinigten Staaten schon seit

in einer Ge- man als Gie-

Heute, Freitag-^. Gaufesttag

Der Auftakt der Veranstaltungen.

18.15 Uhr: Antreten aller Vereine des Reichsbundes für Leibesübungen der Ortsgruppe Gießen an der Turnhalle, Steinstraße 1.

19.30 Uhr: Festeröffnung, Vannerwelhe und Van- nerübergabe auf Oswaldsgarten. Sodann ge- meinschaftticher Marsch zur volkshalle. Unter­wegs Kranzniederlegung am Gefallenen^ Ehrenmal auf dem Landgraf-Philipp-Plah, ferner Jahn-Gedenken am Zahnstein, Berg­straße.

20.45 Uhr: Begrüßung-- und Sameradschafirabenb in der Volkshalle.

. LPD. Bad-Nauheim, 1. Aug. Am Mittwoch übernahm Freiherr von Wechmar die Lei­tung des Staatsbades Nauheim. Gau­leiter und Reichsstatthalter Sprenger war aus diesem Anlaß nach Bad-Nauheim gekommen, um

Der Gemeindediener lächelte schlau:Nichts ist mit ihnen! Alle 132 Stück hab' ich ausbewahrt, die liegen unversehrt im Spritzenhaus!"

So war die Arbeit des ersten Tages nutzlos ver­tan, und die Vermessungsleute begännen ihr müh­sames Werk von neuem, begleitet von dem schaden­frohen Hohngelächter des Dorfes. Und am zweiten Tag erlebte der Geometer ein neues Abenteuer.

Er betrat die Wiese des Bauern Jochen Knuschke, um den künftigen Bahndamm zu vermessen. Als- bald fuhr Jochen zornvoll aus seinem Hause:Wat will he in min Wies?"

Herr Mielmann zog seinen von der Regierung ausgestellten Ausweis aus der Tasche und hielt ihn dem Bauern unter die Nase. Der blickte kurz hinein, murmelte einen gesalzenen Fluch und ging wortlos wieder ins Haus.

Der Geometer setzte seine Vermessungen fort. Plötzlich riß ihn ein gewaltiges Brüllen aus der Arbeit. Sich umwendend, erblickte er einen riesigen Bullen, der sich von der entfernt weidenden Kuh­herde losgelöst hatte und in rasender Wut auf den Geometer zustürmte.

Eilens sprang Herr Mielmann auf und eilte dem Hause zu, dicht hinter ihm der Bulle. Der Geometer schrie aus Leibeskräften um Hilfe. Da öffnete sich die Haustur, Jochen Knuschke steckte den Kopf her- aus und rief vergnügt:Wis' ihm doch den Schin! ®15. wm doch bin Schin!" (Zeig ihm doch deinen Schem). Als der Geometer seine Arbeiten in diesem Dorf beendet hatte, beantragte er einen Erholungs­urlaub ...

Das paHierte, wie gesagt, In den fünfziger Jahren! 10

in den Bahngraben gestürzt war, mit Schrecken davon.

Staatsbad Nauheim unter der neuen Leitung. Einführung Freiherrn von Wechmars durch den Gauleiter.

An dieBevölkerung derStadtGießen

Ich rufe die Bevölkerung der Skadk Gießen aus, aus Anlaß des 1. Gaufestes des Reichsbundes für Leibesübungen, Gau 12 Hessen, vom 2. bis 4. August dieHäuser zu beflaggen. In Anbetracht der aus Anlaß des Todestages des Reichspräfl- denteu Generalfeldmarschall von Hindenburg am 2. August für die Behörden an- geordnete Beflaggung auf Halbmast ersuche ich, die Beflaggung der Gebäude an diesem Tage nachmittags 18 Uhr vorzunehmen.

Gießen, den 1. August 1935.

Kleine Anzeigen vor hundert Jahren.

Während der politische Teil der Zeitung für die Nachwelt eine wertvolle Chronik der Weltereignisse lst, sind die kleinen Anzeigen ein lebendiges Kul­turdokument über den Alltag; denn auch in die allerkleinste Notiz, sei es eine Verkaufsanzeige, eine Familiennachricht oder ein Heiratsgesuch, fällt etroas von dem Geist jener Epoche, und wer es ver- steht richtig darin zu lesen, dem bietet sich ein an- hpauudjes Bild der kleinen Freuden und Leiden der Vorfahren. In England waren die kleinen Anzeigen schon vor mehr als hundert Jahren als eine Fund­grube des Witzes und der Einfalt bekannt, und neben jenen Lesern, die sich den Inhalt der An- ZElgen allen Ernstes zunutzen machen wollten, gab es Witzbolde die daraus ihre Scherzworte schöpften. Eme der ersten Anzeigen im London Chronicle vom Jahre 1610 lautete:Der junge Mann, der am 3. dieses Monats von einer jungen Dame es

oo Lan sdorf, 1. Aug. Der Ackersmann WilhelmRothI. und seine Ehefrau Christin- Justine geb. K r a u s ch, begingen dieser Tage ihr goldenes Ehejubiläum. Beide Ehegatten erfreuen sich noch großer geistiger und körperlicher Frische, obwohl der Mann im 80., die Frau im

Die ersten gelieferten Hennen legen bereits feit drei Wochen und sind zur Zufriedenheit ausgefallen. Der Verein hatte in rassezüchterischer Hinsicht gut- Erfolge aufzuweisen; so wurden in diesem Jahr- viele Zuchttiere und Bruteier nach allen Gauen Deutschlands gefanbt. Der Verein hat eine Jugend­gruppe gegründet, der 12 Mitglieder beitraten. Nachdem der Zuchttverbewart Zweck und Ziele der Jugendgruppe dargelegt hatte, forderte er auf, den jungen Züchtern mit Rat und Tat beizustehen. Ferner wurde beschlossen, einen Ausflug nach dem Tierzuchtinstitut in Gießen zu unternehmen. Mit -Sieg-Heil!", auf den Führer wurde die Versamm­lung geschlossen.

0 Ober-Hörgern, 1. Aug. Als Nachfolger ür unseren pensionierten Lehrer Ratz wurde Schul« lerwalter Andrees aus Kaichen, seither in (Sie- jen tätig, bestimmt.

** Aus fallende poliklinische Sprech­stunden. Die Direktton der Medizinischen Uni­versitäts-Poliklinik (Prof. Dr. H a a s) gibt bekannt, daß die poliklinischen Sprechstunden und die Privat­sprechstunden wegen Umzugs in die neue Poli­klinik am heutigen Freitag und morgigen Sams­tag ausfallen. Auf die gestrige Anzeige sei beson­ders hingewiesen.

** D i e Glyzine blüht. Jedem Blumen­freund wird es auffallen, daß gegenwärtig in ver­schiedenen Teilen der Stadt an Häusern und Ve­randen die Glyzine ihre herrlichen lichtblauen Blü­tentrauben entfaltet, während sie doch normalerweise als Frühlingsblüher anzusprechen ist. Die starken Frühjahrsfröste in der Nacht zum 2. Mai hatten die zarte Blütenanlage in den Knospen vernichtet und auch dem in Entwicklung begriffenen Laubwerk der­art stark zugesetzt, daß mancher Naturfreund mit dem Eingehen des an sich winterharten Schlingge­wächses rechnete. So ist denn doch noch, wenn auch um mehrere Monate verspätet, der Blütentrieb zum Durchbruch gelangt.

Oberhessen.

Schweres Verkehrsunglück bei Laubach

< Laubach, 2. August. Der mit Klee be- ladene Wagen des hiesigen 51 Jahre allen Land­wirts Georg Christian Jäger wurde gestern abend gegen 9.30 Uhr an dem Bahnübergang am Rothenberg von dem aus Richtung Mücke kommen­den Personenzug erfaßt und überfahren. Jäger erlitt dabei schwere innere Ver­letzungen und Kopfverletzungen. Der bedauerns­werte Wann verstarb bald nach seiner Einlie­ferung ins Laubacher Krankenhaus. Die Ehe­frau Jäger wurde von der Lokomotive noch etwa 30 Meter weit milgeschleift, blieb aber zum Glück wie durch ein Wunder unver­letzt. Ebenso kam bas vier Jahre alle Kind, das

Die Bolschewiken legen in ihrer Presse Wert dar­auf, die Welt wissen zu lassen, zu welchen tech­nischen Spitzenleistungen die Sowjetunion es ge­bracht habe. Dazu gehört u. a. die Bekämpfung von Bränden. Rußland ist von jeher wohl das Land der Brände gewesen, denn die Städte und Dckrfer bestehen zum größten Teil aus Holzhäusern, dazu kommen die riesigen Waldungen, die häufig von Bränden heimgesucht werden. An Löschen ist in den meisten Fällen nicht zu denken. Welche Wert- jährlich an Waldbränden verloren gehen, mag man daraus ersehen, daß die Bolschewiken selbst den Schaden auf 600 000 bis 800 000 Hektar Waldver- lüft schätzen. In der Zeit von vier Jahren wurden 140000 Waldbrände gemeldet. Man schätzt etwa 3 Prozent Brandstiftungen, ebensoviel auf Funken- flug von Lokomotiven und etwa 1 Prozent wird auf Blitzschläge zurückgeführt. Die Bolschewiken haben nun großzügige Versuche mit Lösch- bomben angestellt, die von Flugzeugen aus auf Oie brennenden Stellen geworfen werden. Angeb- lich sind die Ergebnisse zuftiedenstellend und man i/eht die einzig wirksame Bekämpfung von Wald- branden in der Bildung einer fliegenden Feuer­wehr, die nicht nur von oben mit Bomben arbeitet, sondern auch mit Fallschirmen abspringt, um schnell £um Brandherd zu gelangen, ehe er zu große Aus­dehnung erfahren hat. Die Ueberwachung der Wal­dungen soll ebenfalls durch Flugzeuge erfolgen, da man von einer Höhe von mehreren tausend Meten» em weites Gebiet überblicken und durch Rundfunk die Luftfeuerwehr sofort verständigen kann. Damit befolgt man allerdings nicht einen ganz neuen Weg, denn, was die Bolschewiken als ihre Idee aus« posaunen, ist in den Vereinigten Staaten schon seit Jahr und Tag bewährte Tatsache.

Williams hätte sich die Ankündigung, die er geftent hier drucken ließ, ersparen können. Er braucht nicht zu befürchten, daß man mir im Hinblick auf seins Person Kredit einräumt. Da er seine eigenen Schulden nicht bezahlt, wird niemand damit rech­nen, daß er für die meinen aufkommt." Am merk« würdigsten aber ist doch wohl die Anzeige eines Ir­länders, der im Jahre 1800 sein Geld damit ver­diente, daß er auf offenem Markt einen lebendigen Hund verzehrte. Er ließ nämlich im folgenden Jahre die Anzeige in die Zeitungen rücken:Der Irländer, der voriges Jahr unter größtem Beifall des Publikums einen lebendigen Hund verzehrt hat, wird am 15. April am selben Ort eine junge ein­jährige Katze verspeisen, beginnend mit dem Kopfe."

folgt eine genaue Beschreibung ihrer Kleidung bemerkt wurde, ist keineswegs verheiratet, und seine Wünsche wären erfüllt, wenn die liebenswürdige Person sich herabließe, ihn durch ein Wort an die Adresse ... wissen zu lassen, an welchem Ort und wann er die Ehre haben kann, ihr seine Huldigung darzubringen." Im selben Jahr ließ ein alter Offi­zier das erste Heiratsangebot veröffent­lichen:Ein Militär, der bereits ein gewisses Alter erreicht hat, aber einen hohen Rang in der Armee einnimmt und ein ziemliches Vermögen besitzt, hat sich entschlossen, eine Frau zu nehmen, die ihn von allen häuslichen Sorgen befreit und ihm hilft, den Rest seiner Tage angenehm zu verbringen. Da er hauptsächlich aus diesem Grunde heiraten will und kein Mißtrauen liebt, macht er die jungen Damen, die nach der Ehre streben, seine Witwe zu werden, darauf aufmerksam, daß sie sich jede Mühe sparen können. Er zieht eine Frau im reifen Alter vor, die besonders durch ihr Benehmen gefällt und sanften Charakter besitzt." Im Jahre 1800 tauchte in den Londoner Zeitungen mehrmals eine Anzeige auf, in der ein Engländer sich erbot, Leuten beiderlei Geschlechts Unterricht in der Kunst des Lachens zu geben. Er versicherte selbst über ein melodisches Lachen zu verfügen, dessen Wohlklang er gegen entsprechende Vergütung jedermann gern Mitteilen wolle. Ob er damit großen Erfolg hatte, ist allerdings nicht mehr festzustellen. Zeitweise waren die Londoner so fromm, daß sie auch bei der Auswahl ihrer Dienstboten religiöse Bedingungen geltend machten, die recht ungewöhnlich waren. So heißt es in einer Anzeige derEoening Post" von 1803:Man sucht einen Koch, eine Wirtschafterin und ein Stubenmädchen, sie werden aber nur an­genommen, wenn sie schwören können, daß sie an Gott glauben." Eine recht merkwürdige Anzeige gab ein Herr Wilson aus Glasgow auf, der eine be­sondere Vorliebe für das Studium des Sternen­himmels hatte. Er bat nämlich durch die Vermitt­lung der Zeitung feine Mitbürger, die Feuer in ihren Kaminen zu löschen, damit er nicht durch den Rauch in feinen Beobachtungen gestört würde. Tat­sächlich sollen die Bürger seinen astronomischen For­schungen soviel Hochachtung gezollt haben, daß sie zur besttmmten Stunde diesem Wunsch Rechnung trugen. Eine Anzeige, die besonders durch die dar­auf folgende Antwort belustigend wirkte, gab im ^hre 1811 ein unzufriedener englischer Ehemann auf:Ich wünsche, daß niemand Mary Williams, meiner Frau, Kredit einräume, weil ich ihre Schul- den nicht bezahlen werde. Thomas Williams". Am nächsten Tage fand man In demselben Blatt eine A^eige, auf die der Ehemann wohl kaum gefaßt gewesen sein mochte. Sie lautete nämlich: Thomas

Aus der Frühzett der Eisenbahn.

Von Oskar (9. Koerster.

Das war so in den fünfziger Jahren, als vor dem Gafchaus eines kleinen pommerschen Dorfes zwei Wagen hielten. Der Wirt trat vor die Tür und be­grüßte die Reisenden. Ein stattlicher Herr sprang aus dem ersten Wagen, gefolgt von zwei Männern in blauen Arbeitsblusen.

Ich möchte bei Ihnen ausspannen," sagte der Fremde, ,chabe hier zu tun. Ich bin der Geometer Mielmann und muß im Gelände dieses Dorfes die geplante Eisenbahnstrecke abstecken."

Dem Wirt verging alle Lust zur Antwort. So wurde es nun also Wirklichkeit, was man feit Iah- ren erregt im Dorf diskutiert hatte: die Eisenbahn wird gebaut! Das ganze Dorf war sich einig in der Ablehnung dieses Projektes, der Gemeinderat hatte mehrmals geharnischte Proteste versandt, in denen nachdrücklich und ausführlich erklärt wurde: Wir brauchen keine Eisenbahn, und wir wollen auch keine.

Der Geometer aber kümmerte sich nicht weiter um den wortkargen Wirt und ging mit seinen Leu­ten daran, den zweiten Wagen auszuladen. Eine Menge weißgestrichener Orientterungspfühle und allerlei merkwürdige Apparate und Schnüre kamen zum Vorschein.

Eine halbe Stunde später erschien der Gemeinde­vorsteher. Der Geometer wies ihm die Verfügung der Regierung vor. Da war nichts zu machen. Das Schicksal nahm seinen Lauf. Und die Vermessungs- leute gingen an ihre Arbeit. Bauern und Kinder sahen ihnen zu und würzten ihnen ihr Werk mit spöttischen Bemerkungen und boshaften Scherzwor­ten. Am Abend standen über hundert weiße Pfähle, schön ausgerichtet wie eine Kompanie Soldaten, auf den Wiesen und bezeichneten den Verlauf der Eisen­bahnstrecke. Der Geometer und seine Helfer begaben sich ins Wirtshaus; am anderen Tag sollte die Ar­beit fortgesetzt werden. Doch ehe die Dunkelheit her- niedersank, ließ der Geometer den Gemeindeschulzen holen.

Ich mache Sie dafür verantwortlich," sprach der Geometer, ,^) die aufgestellten Orientierungspfähle weder beschädigt noch versetzt werden."

Der Schulze holte den Gemeindediener.Kri- schan!" befahl er streng,wenn den weißen Stan­gen da draußen was passiert, mußt du brummen!"

Am nächsten Morgen ging der Geometer wieder an_ sein Werk. Doch als er nach feinen weißen Pfählen Ausschau hielt, erblickte er auch nicht einen einzigen mehr. Wütend schickte er nach dem Schul­zen. Der rief den Gemeindediener.Krischan, was ist mit den Pfählen?"

zuführen und somit gleichzeitig die Bedeutung des Staatsbades hervorzuheben.

In seiner Ansprache wies Gauleiter Sprenger darauf hin, daß es die höchste Aufgabe fei, die Schätze der Natur, die uns in Form von beoeuten- den Heilquellen gegeben worden feien, der leidenden Menschheit zugänglich zu machen, besonders aber den werktätigen deutschen Volksgenossen.

Freiherr von Wechmar dankte dem Gauleiter für das ihm durch die Berufung bewiesene Ver­trauen und gab die Versicherung ab, daß er alles tun werde, um das Staatsbad in jeder Beziehung zu fördern.

Landkreis Gießen.

§ Mainzlar, 1. August. Heute nachmittag fand im Wohlfahrtsgebäude der hiesigen Didier­werke ein Betriebsappell statt. Mit dem Einmarsch der Bannerabordnung unter der Lei­tung des Betriebsgemeinschastswalters O. Mer- k e l fand der Appell seinen Auftakt. Der stellver­tretende Betriebssichrer Kamerad Töppler hieß alle Teilnehmer willkommen. Der deutsch-öster- reichische Kamerad W e i n r i ch sprach sodann in fesselnder Weise über den Kampf des Auslands­deutschtums um seine Existenz. Er wies besonders

die verhältnismäßig schmale Drücke bei dem stets zunehmenden Autoverkehr immer mit Gefahren ver» knüpft war. Die zweite Stelle mit Kleinvflaster, die Gießener Straße vorn Denkmalsplatz bis zur Göbelnröder Straße, ist seit einigen Tagen auch in Angriff genommen worden. Hier wird inner« t)alb der Stadt auch erhöhter Fußsteig angelegt, es ist nur noch nicht entschieden, in welcher Form dies geschehen soll. Die dritte Stelle mit Klein­vflaster, der Anstieg zum Gießener Wald, ist soweit fertiggestellt.

(D Grüningen, 1. Aug. Seit der vor einigen Jahren erfolgten Versetzung des Pfarrers Weber ist unsere Pfarrstelle verwaist. Sie wurde seit« her durch die Pfarreien der Gemeinden Eberstadt, Watzenborn - Steinberg und Leihgestern vertreten. Nunmehr wurde Pfarrverwalter Launhard (Holzheim) beauftragt, die verwaiste Pfarrstelle mit­zuversehen.

> Holzheim, 1. Aug. Der Kaninchen- und Geflügelzuchtverein Holzbeim hatte zu einer außerordentlichen Generalversamm­lung eingeladen. Der Vereinsfuhrer Heinrich Alles teilte mit, daß nach einer Anordnung des Reichs­fachgruppenleiters des Reichsverbandes Deutscher Kleintterzüchter eine Vorstandsneuwahl stattzuftn« den habe. Der seitherige Vereinsführer Heinrich Alles wurde von der Versammlung einstimmig wiedergewählt. Dieser ernannte zu feinem Stell­vertreter den Untererheber Theodor Sander. Ferner wurden ernannt: Heinrich Jung I. zum Schriftwart, Karl Reitz zum Kassenwart, Zucht- werbewart Wilhelm Jung IX., Tätowiermeister Heinrich Muller II. Die diesjährige Lokalschau findet am 29. Dezember statt. Der Schriftwart und Ortsberater für bäuerliche Leistungszucht gab so­dann bekannt, daß in zwei Abteilungen größere Mengeir Junghennen vom Tierzuchttnstitut in Gießen an die Landwirte geliefert worden sind.

bei densteifen" Norddeutschen, ober bei den leben­digen Schwaden, die Bevölkerung fchlossenheit teilgenommen hat, daß

(jener nur den Wunsch haben kann, es möge hier genau so werden.

dem Sportamk, Schanzenstraße 18, Zimmer 7, Tele­phon 2919.

Für Anfängerkurse werden Bälle und Schläger vom Sportamt gestellt.

Schwimmen.

Für Frauen und Männer gemeinsam.

Montags von 18 bis 19.15 Uhr: Badeanstalt des Männerbadevereins. Mittwochs von 20 bis 21 Uhr: Lolksbad. Mittwochs von 21 bis 22 Uhr: Volksbad.

Ab Dienstag, den 6. August, von 19.30 bis 20.45 Uhr: Hallenbad Wetzlar; von 20.45 bis 22 Uhr: Hallenbad Wetzlar.

Samstags von 16 bis 17.30 Uhr: Lahnbad Lollar.

NSV., Ortsgruppe Gießen-Nord.

Lebensmittelopferring.

Am Dienstag, 6., und Mittwoch, 7. August, findet die Einziehung des Lebensmittelopferringes statt. Die Hausfrauen werden gebeten, die Pfundpakete bereitzuhalten und den Inhalt auf den Umhüllun­gen angugebcn.

Landschastsbund Volkstum und Heimat.

Orlsring Gießen.

Wir bitten alle unsere Mitglieder in Stadt und Land um regen Besuch des Gaufestes des RfL., be­sonders aber des Festspiels unseres Kreisringführers Georg Heß, das am Samstag um 20.30 Uhr in der Volkshalle veranstaltet wird. Zehn Trachten­gruppen unseres Landschaftsbundes wirken u. a. da­bei mit. Eintritt 50 Pf., für Jugendliche 30 Pf., zu­züglich des Sportgroschens.

Gießener Mitbürger nehmt am Gaufest herzlichen Anteil!

Aus dem Kreise der Gießener Turnerschast wird uns geschrieben:

Große Veranstaltungen, ganz gleich von welcher Vereinigung deutscher Menschen sie getragen wer­den, sind immer zugleich ein Aushängeschild für eine Stadt und ihre Einwohner. All die vielen Gäste, die aus dem weiten Umkreis in die Feststadt zu­sammenströmen, werden auf Jahre hinaus ihre Ein­stellung für die betreffende Stadt ganz danach tref­fen, wie sie gelegentlich des Festes ausgenommen wurden. Es darf daher auf keinen Fall nur der Menschenkreis, der zu den eigentlichen Veranstaltern gehört, und allenfalls noch die, die einen direkten oder indirekten Nutzen daraus ziehen, den Gästen die Einwohnerschaft der Feststadt darstellen, nein, auch alle die anderen sollten die Festtage dazu be­nutzen, ihre Volksverbundenheit in jeder Form kundzugeben.

Wenn man die Berichte der bisher stattgefunde- nen Gaufeste liest, kann man mit Bewunderung feststellen, daß überall, ob in Nord oder Süd, ob

Darum liebe Mitbürger, die ihr vielleicht heute noch abseits steht, tragt dazu bei, daß der gute Ruf Gießens gewahrt bleibt. Es gibt genug Möglichkeiten, eure Verbundenheit zum Aus- druck zu bringen. Wer keine Lust hat, sich die Wett­kämpfe auf dem Trieb anzusehen, kann zum min­desten dazu beitragen, daß der Festzug und über­haupt all die vielen Fremden, die an den Festtagen durch die Straßen unserer Stadt ziehen, durch den Schmuck der Häuser in ihrer Festfreude auch durch diese Aeußerlichkeit noch gehoben werden. Werft dem Festzug Blumen zu, und vielleicht rafft ihr euch doch auf, dem Zug zu folgen und euch die Kämpfe anzusehen. Ihr spürt dann vielleicht auch einen Teil der Stimmung und der Freude, die die Turner und Sportler immer wieder zu ihren Festen ziehen läßt!

Erstes Schulungslager

-es Hessischen Sängerbundes.

LPD. Gauführer Ministerialrat Ringshausen hat für das Gebiet des Gaues 12 des Deutschen Sängerbundes ein Schulungslager nach dem Muster des DSV. angeordnet. Das Lager wird am Sams­tag, 21. September, unter Leitung des DSB.-Schu- lungsleiters R o s e n t h a l - H e i n z e l im Jugend­

heim der NSDAP. Brandau eröffnet und dauert bis einschließlich 28. September. Die Lagermannschaft nimmt anschließend geschlossen an dem Gausängertag des Gaues in Darmstadt teil.

Vornotizen.

Tageskalender für Freitag. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Ein Walzer für dich". Gaufest: 18.15 Uhr Antreten der Vereine auf Os­waldsgarten zum Abholen des Gaudanners; 19 Uhr Abholen des Gaubanners, Festeröffnung auf Os­waldsgarten, Gefallenenehrung und Jahngedenken. Marsch nach der Volkshalle.

auch auf den Kampf im Memelland hin und be­tonte, wie wichtig es fei, daß sich das ganze Mut­terland für die Ausländsdeutschen einsetze. Der stellvertretende Führer des Betriebes dankte dem Redner für feine aufschlußreichen Worte. Mit dreifachemSieg-Heil" auf den Führer Adolf Hitler und mit dem gemeinsam gesungenen Horst- Wessel-Lied klang der Appell aus.

wg. Großen-Buseck, 1. August. Die Ar- beit auf den Getreidefeldern geht ihrem Ende entgegen. Roggen und Gerste sind bereits eingefahren. Weizen und Hafer werden jetzt ge­schnitten. Der Körnerertrag ist mittelmäßig. Zum Teil wird bereits im Freien gedroschen.

+ Grünberg, 1, August. Die Instand» setzungsarbeiten an der Reichs st raße Gießen Alsfeld sind jetzt hier in vollem Gange. So ist seit einigen Tagen eine zweite An­lage für die Herstellung des Asphaltbelages am Bahnhof Mücke in Tätigkeit, die den Belag für die Teilstrecke GrünbergMücke liefert, während die Anlage am hiesigen Bahnhof, die schon drei Wochen arbeitet, den Belag für den Straßen­teil GrünbergLindenstruth bis zur Abzweigung nach Queckborn herstellt. An drei verschiedenen Stellen wird gleichzeitig an der Herstellung des Kleinpflasters gearbeitet. Am Dftausgang der Stadt ist die Strecke vom Eingang zum Schwimm­bad bis an die Alsfelder Brücke fertig. Die Pflaste­rung über die Brücke soll Anfang nächster Woche möglichst rasch durchgeführt werden, um das Ein­bringen der Ernte nicht zu lange aufzuhalten. Da das Kleinpflaster hier die ganze Breite der Brücke erfaßt, ist eine Verbreiterung derselben vorgesehen, um dadurch einen Weg für die Fußgänger zu schaffen. Dieser erhöhte Fußsteig, der in einer Breite von 1,50 Meter vorgesehen ist, bedingt die Entfernung der einen Einfassungsmauer und eine Ausfüllung des Dammes. Es ist geplant, den Fußsteig auf die Seite nach dem Brunnental zu legen. Die Anlage dieses Fußsteiges bedeutet die Erfüllung eines schon jahrelang geäußerten Wun- ____v. .... uv v.c u

sches der Fußgänger, da für diese der Gang über 83. Lebensjahr steht. Allerdings entstammen beids