Ausgabe 
2.7.1935
 
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Meter: 2. R. Fischer, DfBR.. 9,07 Meter: 8. Mlllln, Post Gießen, 8,58 Meter.

Männer über 36 Jahre.

50 Meter: 1. Setterie Frankfurt, 6,5 Sek.-, 2. Schmidt, Limburg, 7,6 Sek.

Weitsprung: 1. Setterie, Frankfurt, 4,47 Meter; 2. Schmidt, Limburg, 3,60 Meter.

Kugelstoßen: 1. Setterie, Frankfurt, 9,29 Meter: 2. Schmidt, Limburg, 8,31 Meter.

Die Gesamtleistung der Vereine setzt sich wie folgt zusammen. (Es sind nur die drei besten Vereine angegeben.)

1. VfB.-Reichsbahn, Gießen, 154 Punkte (30 I., 23 II. und 18 III.)

2. Reichsbahn, Frankfurt, 51 Punkte (10 I., 8 II. und 15 III.)

Z. Reichsbahn, Betzdorf, 31 Punkte (6 I., 4 II.

und 5 III.)

Rotweiß Frankfurt VfBR. I 7:6 (3:2).

Beide Mannschaften traten mit Ersatz an. Das Spiel begann mit beiderseitigen schnellen Angriffen. Obwohl Langenohl für Gießen den ersten Erfolg buchen konnte, sah man manche ungenaue Abgaben und Deckungsfehlcr. Durch diese konnte Rotweiß nicht nur ausgleichen, sondern den hervorragenden Gießener Tormann bis zur Halbzeit (3:2) noch zweimal schlagen.

In btt zweiten Halbzeit zeigten die Stürmer­reihen manche schöne Leistung. Nachdem Frankfurt auf 4:2 erhöht hatte, gingen die DfBRer zum An­griff über. Zeiler, Klaß und Petri waren es, die ihre Mannschaft in Führung brachten. Acht Minuten vor Schluß führte VfBR. 6:4. Trotzdem konnten die Gäste, durch große Deckungsfehler der Platzbesiher, in kurzen Abständen den Sieg für Reichsbahn Rot­weiß sichern. Für ein Freundschaftsspiel war die Spielweise beider Mannschaften etwas hart.

Limburger Regatta.

Gießener Rudergefellschaft 1877 gewinnt überlegen den Großen Einer und nach hartem Borb-an-Borö- kampf den Großen Vierer.

Am 29. Juni startete Friedel I ö d t von der GRG. 1877 im Großen Einer gegen drei Mitbewerber. Da nur drei Boote gleichzeitig starten können, waren Vorläufe nötig. Es gelang Jödt, seinen zweimali­gen Bezwinger Rolf Schneider vom Kölner Klub für Wassersport zu schlagen und im Entscheidungs­rennen gegen Happ (Bayer Leverkusen) mit mehre­ren Längen zu siegen.

Am 30. Juni starteten die Dierermannschaften gegen den vorzüglichen Vierer des Limburger Ru­derklub 07. Im ersten Rennen (Preis der Stadt Limburg) war die Meister-Mannschaft, auf dem Außenbogen liegend, stark benachteiligt und unter­lag mit IV2 Längen.

Im zweiten Rennen (Adolf-Hitler-Dierer) star­tete die Mannschaft: 1. Friedel Iödt, 2. Georg Herbann, 3. Eugen Euteneuer, 4. Karl Timge (3.Komp.RI. 15); Steuer: Heinz Loh. Am Start übernahm Limburg sofort die Führung, doch zog Gießen bei 300 Meter gleich und lag bei 600 Meter leicht in Führung; an der sogen. Im- big (1000 Meter) versuchte Limburg mit erhöhter Schlagzahl die Führung zu übernehmen, doch konnte Gießen mit langen, wuchtigen Schlägen seinen Vorsprung behaupten. Auf den letzten 1000 Meter entspann sich ein mörderischer Bord-an- Bord-Kampf, den die Gießener Mannschaft mit Luftkastenlänge für sich entscheiden konnte.

Eine Iugendmannschaft des RuderklubHassia" sich'erte sich in einem flott gefahrenen Rennen einen guten zweiten Platz. Br.

Spielvereinigung 1900 (Sielen.

1900 (Liga) 1. FL. Frankfurt-Rödelheim (Liga) 1:1 (0:0).

Der Saisonbeschluß war auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe im Fußball im Gegensatz zum Handball ein recht magerer. Es wurde am Samstagabend vor nur wenigen Zuschauern reiner Sommerfußball geboten. Die Kampfkraft der Gäste und deren Können war auch nicht dazu angetan, dem Spiel einen besonderen Reitz zu geben. Bei den Blauweißen spielte man so sorgenlos sein Pensum herunter, so daß der Gesamteindruck kein erfreulicher war. 1900 hatte wieder eifimal nur eine Behelfs­mannschaft zur Stelle. Besonders schwach war das Spiel der Läuferreihe. Der Angriff spielte zu­nächst ganz gut zusammen, brachte aber, trotz stän­diger Offensiven, kein Tor zu wege, obwohl sich fortgesetzt günstige Situationen dazu darboten.

Nach der Pause wechselte das Bild. Die Gäste hatten sich etwas mehr gefunden und ritten einige schöne Attaken gegen das Tor 1900s. Die Gießener Schluhleute ließen sich aber nur einmal bei einem schnellen Durchlauf des Mittelstürmers bluffen. Gegen den scharfen Flachschuß war der Gießener Ersatztorhüter machtlos. Nachdem Schmelz einen

Foulelfmeter (Heilmann war In aussichtsreicher Stellung zu Fall gebracht worden) auf den Mann geschossen hatte, war man sich im Lager der Blau- weißen darüber klar, daß auch dieses Treffen wie- der mit einer unverdienten knappen Niederlage enden würde, da sich, wie immer in den letzten Spielen, die Stürmer vor dem gegnerigen Tor an Hilflosigkeit direkt Überboten.

Durch die Gießener Reihen wehte erst wieder ein frischer Zug, als auch noch Lippert mit nach vorne ging. Diesem Spieler blieb es denn auch vorbehal­ten, noch gerade vor Torschluß durch eine fabel­hafte Leistung, die ganzen Einsatz erforderte, den lange erwarteten und dem Spielverlauf nach auch nicht mehr als verdienten Ausgleich zu erzielen. Hoch wandert der Ball von Links über Heilmann und Koch zur Mitte. Wie der Blitz war Lippert mit einem mächtigen Satz hochspringend am Ball. Mit der Brust nahm er ihn dem gleichzeitig eingreifen­den Frankfurter Verteidiger weg und lenkte ihn dann

geschickt, über den herausstürzenden Torhüter, zum Remis ins Netz. Bis zum Abpfiff ereignete sich dann nichts mehr, obwohl die blauweiße Angriffsreihe jetzt lebendiger war. Der vorzüglich amtierende Schiedsrichter Post (Wieseck) pfiff versehentlich das Spiel eine Viertelstunde zu früh ab.

Rüdbingshaufen I. 1900 1. Jgb. 1:3.

Am Sonntag bestritt dann die Jugend chr letztes Spiel. Mit einer wirklich guten Leistung blieben selbst Rüddingshausens Senioren geschlagen. 1900s erste Jugendelf rückt nunmehr aber auch fast ge­schlossen zur Seniorenklasse auf.

Zungführer-Appell im DFB.

Der Bundes-Jugendsportlehrer G a b r'i e l aus Berlin hatte sich für kommenden Donnerstag an« gesagt, um hier in Gießen Appell mit sämtlichen Oberjungführern und Jungführern abzuhalten. Die­ser Appell ist jedoch auf höhere Anordnung auf einen späteren Zeitpunkt verlegt worden.

Handball im Gan XII (Lahn-Dillkreis).

Gew.

also Tv. Garbenheim

In die 1. Kreisklasse steigen

Tore 53:39 57:39 42:35 22:38 22:41

Pkte. 17:3 14:6 14:6 8:12 7:13 0:20

8

7

7

4

3 0

Verl.

1

3

3

6

6

10

Tv. Garbenheim

Tv. Dorlar

Tv. Burggemünden

Tv. Katzenfurt

Tv. Herborn Mtv. Gießen II

Unentsch.

1 0

0

0

1

0

und Tv. Dorlar auf. Die 2. Mannschaft des Mtv. Gießen, die bis auf eins, alle Spiele zum Teil recht hoch gewonnen hatte, steht am Schluß, weil alle Spiele für verloren gerechnet werden mußten. Eine derartige Maßnahme war notwendig, da in allen Fällen nicht spielberechtigte Spieler mitgewirkt hat­ten. An den zweiten Platz rückte Tv. Dorlar, weil er das bessere Torverhältnis bei der gleichen Punkte­zahl gegenüber der sympathischen Mannschaft von Burg-Gemünden hat.

Tv. Münchholzhausen Tv. Wetzlar 6:8 (4:3): Obwohl die Gäste mit Ersatz antraten und auch Münchholzhausen nicht komplett zur Stelle war, entwickelte sich ein technisch feines Spiel, in dem die Platzbesitzer wider Erwarten stets leicht überlegen waren. Erst im Endspurt konnten die Wetzlarer nicht nur den Rückstand aufholen, son­dern noch einen knappen Sieg erringen, der aller­dings nicht ganz dem Spielverlauf entspricht.

Tv. Münchholzhausen Tv. Wetzlar Jgd. 17:5: Es gibt zur Zeit keine Jugendmann­schaft, die im Kreis VIII an das Können der Jun­gens aus Münchholzhausen heranreicht. Es ist eine Freude, ein Spiel dieser Jugendlichen zu beob­achten, die nicht nur technisch hervorragend, sondern

Aufsttegspiele.

Nachdem inzwischen alle Spiele beendet sind, ge­ben wir nachstehend die Schlußtabelle bekannt:

vor allem auch in der Schnelligkeit kaum zu über­bieten sind. Unter diesen Umständen ist die hohe Niederlage der Gäste, die sich tapfer wehrten, zu verstehen.

Tv. Grüningen Tv. Dornholzhau- fen 8:13 (4:6): Beide Mannschaften zeigten gutes Stürmerspiel, während die Hintermannschaften etwas versagten. Obwohl die Hitze den Spielern sehr zusetzte, war ein sehr schönes, teilweise etwas hartes Spiel zustande gekommen, das die Gäste ver­dient gewannen.

To. Grüningen Jgd. Tv. Dornholz­hausen Jgd. 7:13 (1:4): Auch der Sieg der Ju­gendmannschaft der Gäste ist verdient.

To. Großen-Buseck Tv. Heuchel­heim 3:5: Das Ergebnis ist recht schmeichelhaft für die Einheimischen und zeigt deutlich, daß sie wieder im Kommen sind. Kleinere Umstellungen in der Mannschaft und etwas mehr Durchschlagskraft des Sturmes sollten ihr Teil dazu beitragen, daß Großen-Buseck bald wieder der Gegner von vor Jahren wird.

Tv. Staufenberg Tv. Wißmar 4:16 (3:6): Das Ergebnis kommt überraschend. Wer an ein offenes Spiel geglaubt hatte, sah sich schwer ge« täuscht. Bis zur Pause konnten die Einheimischen noch etwas Stand halten, um dann aber vollständig auseinanderzufallen. Ganz anders die Gäste. Sie spielten wie aus einem Guß und hatten keinen schwachen Punkt in der Mannschaft.

Tv. A l l e n d o r f (Lahn) Tv. Dutenhofen Jgd. 2:16: Für die Allendörser wird es Zeit, daß sie etwas ruhen. Sie haben von ihrer vor einigen Wochen noch gezeigten Spielstärke nichts übrig be­halten. Die Niederlage ist auch in dieser Höhe voll­kommen verdient.

Oberheffen.

Fahnenweihe der Ortsgruppe Lich der NSDAP.

= ß i cf), 1. Juli. In der festlich geschmückten Turn­balle wurde am vergangenen Samstagabend die feierliche Weihe der Fahne der hiesigen Orts- iiruppe der NSDAP, durch Kreisleiter Pg. K lo­te r m a n n vorgenommen. Nach dem Einmarsch ier Fahnenabordnungen und Gliederungen der Partei, der SA., SAR., Motorsturm, HI., BdM. und JV. ertönten mit Begeisterung vorgetragene Lieder und Sprechchöre des Jungvolks, denen sich die Eröffnung der Kundgebung durch den Orts­gruppenleiter Pg. Kuhn anfchloß. Das gemeinsam gesungene KampfliedVolk ans Gewehr" leitete über zur Weiherede des Kreisleiters Pg. Kloster- m a n n. Nach einem allgemeinen Rückblick über die Parteipolitik und einer Gegenüberstellung von gestern und heute, bei der der Redner das bisher von der Regierung Adolf Hitlers in den zwei Jahren ihres Wirkens Geleistete und Errungene ins rechte Licht zu fetzen wußte, nach der allen Zuhörern leicht faßlichen Erklärung des Wesens der national­sozialistischen Weltanschauung, des Leistungs- und Führerprinzips und anderer Hauptziele der Bewe­gung, ging Pg. Klostermann über zu einer Betrach­tung über die Fahne. Er erklärte u. a., daß jede große Bewegung in der jahrtausendealten Geschichte der Welt ihre besonderen Symbole hatten. Unser Führer hat uns in seinem jahrelangen Kampf ein neues Symbol geschaffen: die Hakenkreuzfahne. Das Hakenkreuz, das Symbol des ewig Unvergänglichen, ist das Zeichen der nationalsozialistischen Bewegung und ist heute das Symbol für unser ganzes Vater­

land. Weil dieses Zeichen so leicht verständlich ist, deshalb muß jeder zu uns kommen, der deutsch ist und deutsch geboren wurde. Wenn wir unter diesem Zeichen einig sind und Zusammenhalten, wird nie­mand in der Welt uns etwas anhaben können. Wir müssen unter diesem Zeichen Disziplin halten, treu fein und in unbedingtem Gehorsam dem Führer folgen. Dem Führer gegenüber müssen wir nur eins haben: Vertrauen. Fanatisch mssen wir an seine Mis­sion glauben, und die Ehre solle uns hierbei Richt­schnur sein. Unter dem Zeichen des Hakenkreuzes kämpfen wir um unser geliebtes Deutschland, für unser ganzes Volk. So solle diese Fahne geweiht werden, im Gedenken daran, daß es dies Zeichen war, das Deutschland gerettet (jat, daß die besten Deutschen für sie ihr Leben gaben. Die Fahne soll das Heiligtum der Ortsgruppe und damit der Ge­meinde sein, sie soll uns verpflichten, zu arbeiten und nicht müde zu werden im Kampf um Deutsch­land. Sie ist die Fahne des Sieges, des Kampfes und wird es bleiben auch für kommende Geschlechter. Unter diesem Banner verschreiben wir uns ganz dem Führer, für dieses Banner leben wir und, wenn es fein muß, wollen wir auch unser Leben lassen. Unser Führer hat unter diesem Banner Deutschland ge­rettet und wird Deutschland in alle Zukunft führen. Dem Führer rufen wir inbrünstig und aufrichtig zu: Sieg-Heil!

Lebhafter Beifall wurde dem Redner zuteil. Orts­gruppenleiter Kuhn nahm die Fahne in den Schutz der Gemeinde und sprach das Schlußwort. Nach dem Gesang der nationalen Hymnen fand der offizielle Teil seinen Abschluß. Im Anschluß verbrachten die Teilnehmer bei Konzert der Feuerwehrkapelle noch

einige Stunden fröhlichen kameradschaftlichen Bei­sammenseins.

Landkreis Gießen.

00 Klein-Linden, 1. Juli. Am Sonntag­nachmittag feierte die Christliche Gemein­schaft unter den Linden des Hofes der Klein­kinderschule ihr I a h r e s f e st, das auch aus den Nachbarorten Großen - Linden, Leihgestern und Allendorf (Lahn) rege besucht war. Der Posaunen­chor von Allendorf (Lahn) leitete mit schönen Vor­trägen die Feier ein. Prediger Ebner (Gießen) behandelte ein Wort aus dem 1. Korinther und Pre­diger E i n h ä u s e r (Gießen) sprach auf Grund des Evangeliums Johannes 15 über Christus als den Weinstock. Prediger Meng (Gießen) legte sei­ner Besprechung den Psalm 33 zugrunde. Zwischen den einzelnen Ansprachen erfreuten der Gemischte Chor von Gießen und der Mädchen- und Frauen­chor unserer evangelischen Kirchengemeinde die Zu- Hörer mit dem Vortrag geistlicher Lieder. Zum Schluß dankte Prediger Meng allen Mitwirken- den und der gastfreien Gemeinde, die die auswär­tigen Festteilnehmer zum Kaffee einladen hatten. Der Allendorfer Posaunenchor ließ die Feierstunde mit Chorvorträgen ausklingen.

£ Wieseck, 2. Juli. Gestern Abend fand bei Gastwirt Ludwig Reuter die Generalversamm­lung der Spar- und Darlehnskasse e. G. m. b. H. Wieseck statt. Geschäftsführer Karl Werner er­stattete den Geschäftsbericht. Erfreulicherweise konnte er von einer Aufwärtsentwicklung berichten. Der Gesamtumsatz betrug im Berichtsjahr 2 000 000 Mark. Der Kassenumsatz 1934 528 420 Mark, das bedeutet einen Mehrumsatz von 240 000 Mark ge­genüber 1933. Die Spareinlagen betragen 217 000 Mark. Eine gute Entwicklung hat die Schulspar­kasse genommen. Insgesamt wurden 1934 87 neue Sparbücher ausgestellt. Die Bilanz weist in Aktiva 453 579,18 Mark und in Passiva 453 267,08 Mark auf. Der Reingewinn kommt dem Reserve­fonds und der Betriebsrücklage zugute. Dem Vorstand und Aufsichtsrat wurde einstimmig Ent­lastung erteilt. In der allgemeinen Aussprache konnten noch einige Aufklärungen gegeben werden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates schloß die Ge­neralversammlung in der üblichen Weise.

cf Allendorf a. d. Lda., 30. Juni. Der hiesige Turnverein 19 07, der seit geraumer Zeit das Turnen nicht mehr gepflegt hatte es war seither nur noch eine Hand- und Fußballmannschaft tätig hat nunmehr feit April d. I. die Turntätigkeit, besonders mit der Schuljugend wieder ausgenom­men. Heute fand nun das Anturnen statt. Es nahmen hieran 35 Knaben im Alter von 8 bis 14 Jahren teil. Trotz der verhältnismäßig kurzen Uebungszeit waren die Ergebnisse überraschend gut, so daß jeder Teilnehmer mit einem Diplom bedacht werden konnte. Das volkstümliche Turnen fand auf dem Sportplatz statt, während das Ge- räteturnen im Turnsaal abgehalten wurde. Vor der Verteilung der Diplome fand ein Fußballspiel der hiesigen Turnjugend mit der Jugendmannschaft Londorf statt, das mit 2:0 Toren für Allendorf endete und anschließend ein Handballspiel der hie­sigen ersten Turnermannschaft mit der ersten Mann- fchaft des Turvereins Treis, dessen Ergebnis 9:3 Tore zugunsten Allendorfs ausfiel. Nach Beendi­gung dieser Spiele fand die Verteilung der Diplome durch den Vereinsführer, Lehrer Heil, statt. In einer Ansprache wies der Vereinsführer auf die Wichtigkeit und Nützlichkeit des Turnens, das zur Ertüchtigung unserer Jugend unbedingt notwendig sei, hin und forderte zur treuen und gewissenhaften Mitarbeit auf. Bemerkt fei noch, daß feit kurzem der Turnunterricht auch mit der Heranwachsenden Jugend wieder aufgenommen worden ist und daß die regelmäßigen wöchentlichen Turnstunden von einer größeren Anzahl junger Leute pünktlich be­sucht werden.

1 Aus dem südlichen Kreise Gießen, l.Juli. Die Heuernte ist begünstigt durch das heiße Wetter in der Hauptsache beendet. Nach Menge und Qualität kann man von einer guten Mittelernte sprechen. Die letzten Regen, kurz vor dem Schnitt, hatten doch noch für genügend Untergras gesorgt. Der Stand der Winter- und S o m m e r f r u ch t ist ein ausgezeichneter. Die letz- ten schweren Gewitter haben ja stellenweise das Getreide etwas niedergelegt, doch ist das nicht von Bedeutung. Wenn kein böses Wetter oder kein Hagelschlag mehr kommen, können unsere Bauern auf eine sehr gute Getreideernte rechnen. Das wird auch von allen Seiten betont. Leider hat aber das Unkraut auf manchen Kartoffeläckern fo überhand genommen, daß man kaum die Kar­toffelsträucher erkennen konnte. Das waren in der Hauptsache solche Aecker, die nicht gleich nach dem Legen der Kartoffeln vorschriftsmäßig geeggt und bearbeitet wurden, und da nun die Heuernte alle Hilfskräfte in Anspruch nahm, konnte sich das Unkraut so stark ausbreiten.

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