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2.7.1935
 
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> Berlin, 2.Juli (DNB.) Auf dem früheren Vorworts-Gelände in der Lindenstraße stieß man bei Umbau- und Ausschachtungsarbeiten auf meh­rere Kisten, die mit Waffen und Munition gefüllt waren. Nach und nach förderte man zwei Maschinengewehre, 50 Karabiner, 4 Maschinen- Pistolen, 40 Parabellum-Pistolen, eine Kiste Hand- granaten, eine Kiste Seitengewehre und etwa 10 000 Patronen zutage. DerVölkische Beobach- ter" schreibt: Diese Funde sind ein neuer Beweis dafür, daß die nationalsozialistische Bewegung noch rechtzeitig an die Macht gekommen ist, um den Bürgerkrieg zu verhindern. Sonst wäre auch dieses Material, wie das in vielen Fallen früher durch die Roten geschehen ist, gegen das Leben deutscher Volksgenossen verwendet wor­den.

Waffenfunde im früheren Vorwärts-Selünde.

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Amerikas Rüstungsverstärkung zur Gee Ueberlegene Kampfkraft der neuen amerikanischen Schlachtschiffe.

zusammen eine begrenzte Lösung zu suchen. Man müsse nicht rückwärts, sondern vorwärts blicken.

Laßt uns England verstehen."

Verenger für direkte Verhandlungen.

Deutsche Außenhandelspolitik,

Direktor Brinkmann

Deutsch-französische Frontkämpfer- besprechunqen.

Paris, 1. Juli. (DNB.) In Paris begannen die Besprechungen zwischen deutschen und französi­schen Kriegsteilnehmern. Die deutschen sind vertre­ten für den nationalsozialistischen Kriegsopferoer­band durch O b e r I i n b o b e r, von Cossa und Dr. Dick, für den Kyffhäuserbund durch von Hornann - Heinhofen und für den national« sozialistischen Deutschen Frontkämpferbund (Stahl­helm) durch von Bar y. Der Nationalverband der französischen Kriegsteilnehmer UNC. ist durch Lebecq, den Abgeordneten Jean Goy, durch B o u l a r d und durch T a u l i e r d vertreten.

50 deutsche Kriegsteilnehmer aus Stuttgart, die vom französischen Verband der Lungenverletzten nach Frankreich eingeladen worden sind, wurden auf der Durchreise in Lyon, nachdem sie am Ge­fallenendenkmal einen Blumenstrauß niedergeleat hatten, im Rathaus von Minister 5) e r r i o t i empfangen, der Bürgermeister von Lyon ist. Anschließend besuchten die deutschen Kriegsteilneh- mer die Gräber ihrer deutschen Kameraden, die wahrend der Gefangenschaft in Lyon und Umge­bung gestorben sind.

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Anstagen.

Nach ber Erklärung Edens fragte der Opposi­tionsführer Lansbury, wann die Regierung mit« teilen könne, welche weiteren Schritte sie unternehmen wolle,um auf die italienische Regie­rung in ber Angelegenheit bes Streits mit Abessinien einen Druck auszuüben, wie ihn bie öffentliche Meinung Europas ausüben könne. Niemanb im Unterhaus wünsche eine Po­litik bes Hinauszögerns, wie sie im fer­nen Osten zu ber teilweisen Eroberung Chinas burch Japan geführt habe."

Außenminister Hoare erroiberte, baß er bie außerorbentliche Dringlichkeit biefer Fragen burch- aus einsehe. Er könne jeboch nicht bestimmt sagen, wann bie Regierung bem Unterhaus wei­tere Einzelheiten mitteilen könne. Sie wolle näm­lich nichts tun, was geeignet sei, bie von ihr ge­wünschte Entwicklung ber Dinge nachteilig zu be­einflussen.

Lansbury erroiberte, zwar müsse man ber Re­gierung alles in weitem Ausmaß überlassen, aber er wünsche zu verhinbern, baß in ber abessinischen Frage roieber einmal ohne vorherige Befragung bes Unterhauses, bes Völkerbunbes ober anberer Leute eine oollenbete Tatsache zustanbekommt.

Hoare entgegnete:Das Unterhaus muß ber Re» gierung in biefer Hinsicht vertrauen. Der britische Vorschlag war ein Versuch, eine Regelung für eine Lage zu finben, bie kritisch ist unb überall f ata - ftropbafe Folgen haben könnte, wenn sie nicht richtig-Oehanbelt wirb. Der provisorische Vorschlag Englands war nicht annehmbar und ich glaube daher, baß er wegfällt." Damit hatte bie Aussprache ihr Enbe erreicht.

Das Echo in Paris.

Die Meinung in Aom.

Warum Italien Edens Vorschlag ablehnte.

Rom, 1. Juli. (DNB.) In Rom wurde barauf hingewiesen, baß sich ber italienische Regierungschef gegenüber Eben amtlich ebenso freimütig wie be­stimmt gegen einen Zugang Äbessi - mens zum Meer über ben Hafen Zeila in Brtisch-Somalilanb ausgesprochen unb eine Erörte­rung biefes Vorschlages abgelehnt habe. Eine An­nahme bieses englischen Vorschlages würbe nach italienischer Ansicht bebeuten, baß enblich ber jahrzehntelange Wunsch Abessiniens nach einem Zugang zum Meer in Er- ullung ginge, ein Wunsch, ben Italien selbst 'chon wieberholt ab gelehnt hat. Ein Zu­gang Abessiniens zum Meer wäre nach Ansicht italie- mscher Kreise geeignet, nicht nur Italiens B e - lange unb Wünsche zu ft ö r e n, fonbern mufete auch Frankreich wegen ber Entwertung französischen Hafens Djibuti unb ber Du- butibahn verstimmen. Darüber hinaus glaubt man

, berechtigte Zweifel an ber späteren f 1 'n a£! ° n ber DOn Eden erwähnten gebiet- lichen Zugeständnisse durch das Unterhaus haben ^ müssen, da erfahrungsgemäß auch kleinste terri- tonale Zugeständnisse im englischen Parlament immer auf größten Widerstand zu stoßen pflegen. Der für Italien ohnehin u n z u l ä n g - Vo? t .Vorschlag Edens sei daher ungenügend vor­bereitet worden.

-bifle bevorstehenden großen Sommer- manover des ttallemschen Heeres in Süd- l\L° XCr m?üdnber "Sera" an. Während hnh>n500 °?° ^onn kriegsmäßig ausgerüstete Sol- daten an den militärischen Uebungen in den ver- m terit ten Italiens teilnehmen, würden

?er Truppen nach mna Q".-1 r e.n ort gang nehmen, bie man zur ßojung einer nicht mehr erträglichen Lage

Versailles ben falschen Frieden schuf, aufrichtig bie Hanb entgegen st reckte. Im Februar 1919 erschien eine Aborbnung bes norbamerifa« Nischen Heeres unter Oberst (Songer ber spä­ter mehrere Jahre in Berlin Militärattache war unb legte unserem G e n e r a l f e l d m a r s ch a l l v. H i n b e n b u r g chie Bewunberung und bie Verehrung', bie Freunbschaft von zwei Millionen amerikanischer Solbaten zu Füßen, bie gegt Deutschlanb gestanben unb uns ben Enbsieg öi Weltkrieges aus ben Händen gerungen hatten! Es war ein wundervoller Augenblick, als ber ernste, hochgestraffte, zumeist sehr zurückhaltenbe General- felbmarschall schließlich, als ihm auch eine beson­dere Einlabung bes amerikanischen Heeres nach Norbamerika übermittelt würbe, um in ihm bort brüben ben siegreichen Führer des sieghaften deutschen -Heeres zu feiern und zu ehren, tiefbewegt in die bargebotene Freunbschafts- hand e i n s ch l u g. Das war aber nur ein Anfang. Das Kriegsministerium in Washington lud bann später Oberst v. Bötticher (jetzt General unb beutscher Militärattache in Washington) zum B e - f u ch bes amerikanischen Heeres ein, unb 1927 sogar ben Chef ber Deutschen Heeresleitung. Ich habe als solcher fast alle Hauptlager unb Garnisonen unseres einstigen Geg­ners kennengelernt. Ueberaü wurde ber Taten bes beutschen Frontsolbaten wundervoll ehrend in ben Ansprachen unb Unterhaltungen gebacht, unb oft | auch offen bekannt, auf falscher Seite gekämpft zu haben! Tiefbewegt würbe ich burch die Fragen amerikanischer Knirpse:Do you know Hinden­burg? Do you know Richthofen? (Kennen Sie Hindenburg und Richthofen?) mit der stürmischen Aufforderung, von diesen Helden zu erzählen. Unb noch großartiger wirkte 1931 auf mich, als ich Panama, bas norbamerikanifche Kanalgebiet, besuchte, unb mein beutsches schönes Schiff ber Hapag von ben Forts bes Panama-Kanals mit einem Salut ber Geschütze begrüßt würbe, ber aus« brücklich ,b e m beutschen Frontsolbaten' galt. Es folgten bann auch Gegenbesuche pon brüben, unb etwas später konnte auch ber jetzige Reichskriegsmini st er, Generaloberst v. Blomberg, burch feinen Besuch brüben bie gegenseitige Freunbschaft stärken. Wir alten Sol­daten bes Weltkrieges grüßen heute nun auch auf­richtig und herzlich die tapfere englische Armee zu Wasser, zu Lande und in der Luft! Wir erstreben ihre Freundschaft."

Zu den Aussprachen zwischen englischen und deut­schen Frontsoldaten liefert der frühere Chef der Heeresleitung, Generaloberst a. D. Heye, in einer Zuschrift an dieDeutsche Allgemeine Zeitung" einen bemerkenswerten Beitrag aus feinen eigenen Erfahrungen. Auch er tritt als Soldat unter Hinweis auf die Worte bes Prinzen von Wales bafür ein, daß ein starker, ganz offener Meinungsaustausch zwischen ben beiben unb möglichst auch anberen Nationen unter Ausnutzung ber Frontsolbaten statt« finbet. Aus seiner eiaenen Erinnerung erzählt er bann ein Beispiel bafür, wie freunbschaftlich einst englische unb beutsche Frontsolbaten zum Wohle ber Nationen zueinanber ftanben, unb wie es roieber werben kann:

i W 29. Juni. (DNB.) Auf einer Veranstaltung ber Außenhanbelsstelle für Sübwest- Sa9en sprach vor 3000 Führern ber füb- westfalischen Wirtschaft ber Direktor ber Golbbis- kontbank unb Generalreferent im Reichswirt- schaftsministerium, Dr. Brinkmann.

Nachbem, so führte ber Vortragenbe aus, ber Einsatz von Mitteln zur Exporthilfe, wie sie burch bie Rückkaufstätigkei 1 von 4u5lanbsfd)ulbtiteln gewonnen würben, geringer geworbener Barbevifeneingänge sucht mehr in ausreichenbem Umfange zu Gebote 65 aus der Hanb, baß bie gewerbliche Wirtschaft, unb zwar Gruppe für Gruppe, aus eigener Kraft Mittel einsetzt, bamit bie zur Ausfuhr gelangenben Güter einen für ben auslän- | Züchen Abnehmer möglichen Preis auch weiterhin erhalten. Wie oft begegnen wir bem Einwanb bes faufbereiten auslänbifchen Abnehmers, er könne emfad) bie beutfche Ware, fo gern er möchte, nicht raufen, weil sie bei weitem zu teuer ist. Wenn mir nun, wie wir es bisher getan haben, von ber uns umgebenben allzu hohen Preismauer wenige steine fortnehmen, um ber beutschen Ware einen gewissen Ausgang in bas Auslanb zu verschaffen, um bamit ben nun einmal für eine Wirtschaft er- forberlichen Rohstoff hereinzuholen, so finb mir bei einem solchen Vorgehen boch wohl weit bavon entfernt, zu bumpen unb was auch für Die Zukunft gilt Methoben einer Ausfuhrsteige, rung, wie sie viele Konkurrenzlänber zur Anwen- bung bringen, nachzumachen. Wir können mit ehrlichem Gewißen nur wieberholen, baß es uns völlig fern liegt, bas ohnehin in bebrohlicher Weife zerrüttete internationale Preisniveau zum Schaden aller Völker noch weiter zu zerstören Deutschlanb würbe es nur begrüßen, wenn bie in­ternationalen Waren- unb Kreditmärkte in eine für alle Volker bessere Form allmählich roieber ubergefuhrt mürben. Einem solchen Ziele kommt man aber nicht näher, roenn man fortfährt, burch Ausbau von Clearing-Systemen bie Entthronung bes Gelbes im internatio­nalen Smne zu betreiben; vielmehr muß angestrebt werben Clearingsysteme a bzu bauen unb ba- "ut auch von biefer Seite her ben Hanbel schritt- roeife oon ben ihm auferlegten Fesseln zu befreien unö Dem Gelbe auch roieber feine ihm gebührenbe internationale Geltung unb ftabile Wertmessung zu verschaffen. Man kann es uns aber, fo wie bie Dinge einmal liegen, nicht oerargen, baß wir auch unsererseits biejenige Ak- troität entwickeln, bereu wir zur Behauptung un­serer Existenz bebürfen. Wir nehmen wirtschaftlich bas gleiche Recht für uns in Anspruch, wie wir es anberen Nationen ebenfalls zubilligen.

für notroenbig halte. Vorschläge, von benen man in ber englischen Presse gesprochen habe, seien weit davon entfernt, eine Lösung ber Schwierigkeiten herbeizuführen. Es gebe nur noch eine r a« bifale ßöfung Der abessinischen Frage, unb ju einer solchen Lösung sei Italien vorberei­tet. Die großen militärischen Uebungen zeigten, daß bie Vorbereitungen für Afrika in nichts bie Kräfte bes Mutterlandes geschwächt haben. Alle, ... .. m . ------ ------

die sich Italien in den Mea stellen oder Uver vlePreisbildung auf dem Weltmarkt, einen Handstreich versuchen sollten in Der Meinung, daß es vollkommen burch die abessinische Angelegen- heit in Anspruch genommen fei, würben Italien nicht unvorbereitet finben.

neralftabsbube" am Königsplatz ohne Änmelbung täglich aus unb ein. Wir waren eben Freunbe!"

Generaloberst Heye weist bann auf ein a n b e » res Beispiel hin, wobei bie Frontsoldaten bei­der Nationen die Brücke der Freundschaft zwischen dem deutschen und einem anderen großen Volke, und zwar den ebenfalls stammverwandten angel­sächsischen Nordamerikanern geschlagen haben. Er schreibt hierüber:Das nordamerikanische Heer, ebenfalls uns stammverwandt, war der erste Gegner, der uns Deutschen, bevor noch

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Buenos Aires, 2. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die lateinamerikanische Friedenskonferenz wurde im Weißen Saal des Regierungspalastes in Buenos I ^lires durch den argentinischen Präsidenten General I u st o feierlich eröffnet. In einer kurzen Ansprache wünschte General Justo der Konferenz vollen Erfolg bei ihrer Arbeit. An der (Eröffnungsfeier nahmen Die Außenminister von Bolivien, Paraguay, Argen- tinien, Chile, Peru und Uruguay, ferner die Bot­schafter von Brasilien, Chile, Peru, Uruguay und Den Vereinigten Staaten von Nordamerika so­wie ein Vertreter bes Staatsbepartements ber Ver­einigten Staaten teil. Die Anwesenheit ber sechs fubamerikanischen Außenminister verleiht ber Kon- »erenz eine über ihren eigentlichen Zweck hinaus- gehenbe Bebeutung. Die Konferenz wirb bestrebt sein, nicht nur ben Chaco-Krieg zu beenben, fonbern aud) neue formen ber Friebenserhal- tung unb internationaler Zusammen­arbeit in Sübamerika zu entwickeln.

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Paris, 1. Juli. (DNB.)Laßt uns England verstehen", schreibt in berAgence Econvmique et Finanoiere" ber Dvrsitzenbe bes Auswärtigen Aus­schusses bes Senats Senator Verenger: In Stresa sei man übereingekommen, sich über alle aufgeführten Fragen zu beraten, bevor man hanble. Aber es sei nicht bestimmt worben, baß man nicht hanbeln bürfe. Die Engländer hätten nun einmal in ihrer Art gehandelt. Sie hätten bas beutsche Angebot interessant genug gefunben, Verhandlungen mit Herrn von Ribbentrop aufzu­nehmen. Am 7. Juni hätten sie Frankreich im einzelnen schriftlich Unterrichtes. Frankreich habe aber er ft am 17. Juni g e - antwortet. Nachbem also bie britische Regie­rung Frankreich ohne Ergebnis in Kenntnis gesetzt habe, habe sie es als vorteilhaft angesehen, b i e Gelegenheit nicht vorübergehen zu lassen, die deutsche Flotte auf 35 v. H. der bri­tischen beschränkt zu sehen. Das fei alles. Wie könne man darin, fo fragt Verenger, Verrat, Kehrt­wendung ober Unkorrektheit erblicken? Frankreich habe ein Maul gezogen. Aber bas fei keine biplomatifche Haltung, unb auf keinen Fall werde bas Englanb ben Franzosen näher­bringen. Die französische Regierung habe das sehr wohl begriffen. S)at Frankreich nicht, so fragt Be- renger, bie (Englänber seit einigen Jahren ein wenig geärgert mit feiner ewigen Manier, alle Fragen miteinanber verbinden zu wollen, um keine zu lösen? Diese Vielheitsideologie habe zu nichts geführt. Man müsse daher anerken- nen, daß England wohlberaten gewesen sei, indem es von seinem Recht als Großmacht Ge­brauch gemacht habe, im allgemeinen Interesse zu handeln. Frankreich möge versuchen, es Eng­land gleichzutun und ohne Vermitt­lung zu diplomatisch gen überzugehen.

London, 2 Juli (DNB. Funk,pruch).Daily Telegraph meldet, die geplanten neuen Schlacht- idjiffe der Vereinigten Staaten würden a n Kampfkraft allen bisher vorhan- denen Kriegsschiffen überlegen fein unb befonbers bie Schiffe ber Nelsonklasse, also bie ftarfften britischen Schlachtschiffe, m rrb e,,n S,cha11en ft e 11 e n. Währenb bie Utelfon mit 9 Geschützen zu je 40,6 cm Kaliber bewaffnet fei, mürben bie amerikanischen Schlacht- »ch.ijje 12 Geschütze bes gleichen Kalibers aber von größerer Traaweite haben. Auch würben sie mit einer großen Anzahl kleinerer Geschütze ausgerüstet werben. Währenb bie größten bisher im Dienst befmblichen amerikanischen Schlachtschiffe einen Brennstoffvorrat von 4570 Tonnen auf-1 nehmen konnten, werbe ber neue Typ-Behälter für i ungefähr 7000 Tonnen besitzen, was eine un­unterbrochene Reise um bie ganze Erbe ermöglichen würbe. Diese Schlachtschiffe würben bie ersten fein, bie im Falle eines in weiter Entfernung von ber amerikanischen Küste ausgefochtenen Krieges alsschwimmenbe Stutzpunkte" bienen konnten. Die Kosten wür- den auf 12 Millionen Pfunb Sterling je Schiff veranschlagt, gegen 6 412 000 Pfunb Sterling für ein Schiff ber Nelson-Klasse. Großbritannien beabsichtige, ben Bau von Schlachtschiffen sm 2ahre 1937 roieber aufzunehmen. Der Kriegsschiffbau-Feiertag, ber burch ben Was- hmgtoner Vertrag eröffnet worben war, sei aber bereits zu Enbe, benn in Frankreich feien Zwei Schlachtschiffe von je 35000 Tonnen unb zwei von je 26 500 Tonnen im Bau bzw bestellt, unb auch Italien t)abe zwei Schlachtschiffe oon je 35 000 Tonnen auf Stapel gelegt.

DieFrage einerZusammenarbeit mitDeutsch- land im Vordergründe des Interesses.

, V a-r l s, 2. Juli (DNB. Funkspruch). Die Unter» haus-Erflarungen Ebens werben in Frankreich mit sehr gemischten Gefühlen auf- genommen. Man ist ber Ansicht, sie seien zu zwei- Deutig gehalten unb ließen bie erneute Versicherung oon ber Gültigkeit ber in Lonbon unb Stresa ver- funbeten Formel recht zweifelhaft erscheinen.Ge- wiß,. chreibtPetit Journal", wirb die fran- zosisch. englisch - italienische Zusam- men arbeit wieder betont, aber gleich- jethg geht aus den Worten des englischen Ministers hervor, daß England die Front oon Stresa Durch Hereinnahme Deutschlands er- weitern mochte."Oeuvre" wirft Eben vor, bie hXUL*-fira9e V/ öOtreift zu haben. Eben habe bei feinem Besuch in Paris Laval gebrängt, unmittelbar mit Deutschlanb über ^nhirr.\Lak Ux-n 9 e? 3U verhanbeln. natürlich habe er bie wahren Grünbe nicht preis- aeben wollen. Sie ließen sich jeboch mit den Wahl- forgen ber englijcfjen Regierung erklären.L'Orbre" wirst Englanb vor in seine frühere egozentrische Haltung zuruckgefallen zu sein. Man könne sich fragen, ob unter bem Deckmantel zweiseitiger Ab- kommen Europa praktisch nicht balb vor einem

E 9 schen Zweier - Abkommen fteben rourbe, bas ben D i e r e r - P a k t, ber übri- l?,ons9e^eiterrt,Jei' entthronen werbe. DerAmi bu Peuple" meint, baß Englanb Frank- rei^ öteber für ben Vierer-Pakt burch Herein- nähme Deutschlanos gewinnen mochte unb zu die« Zweck eine beutsch-französische An- nah er ung ähnlich ber deutsch-englischen An- Näherung, m bie Wege zu leiten versuche. Die Ge« fahren einer solchen Auffassung brauchten nicht her- ttÄrCn F.e1rben\?lur die rabikalsozialistische bsqUe 5a? es sur zwecklos, über bas für unb roiber zu streiten unb rät beshalb, mit England

Enbe ber 80er Jahre bes vorigen Jahrhunberts mußte ich als Bataillonsabjutant von Saarbrücken jebes Jahr ben Schülern bes englischen Staffcollege (Kriegsakabemie) in Camberley bei Lonbon auf ben Schlachtfelbern von 1870/71 (Spi­elern, Forbach, Metz) Vorträge hatten. Natur­gemäß entwickelte sich baraus ein reger, freunbschaft- kicher Verkehr ber besten englischen Offiziere (auch aus ben englischen Kolonien) mit ben beutschen Gar­nisonen, ber zur Folge hatte, baß auch wir beutschen Offiziere Einlabungen nach Englanb er» hielten. Wunbervolle Erinnerungen habe ich an bie herrlichen Wochen in bem Staffcollege in Camberley mit ben alltäglichen Pferbejagben über Hecken unb Gatter, mit ben feffelnben Truppen­übungen. auf bem größten englischen Uebungslager A 1 b e r s h o t, mit ben frohen Abenbstunben im Ka° merabenfreife in benMessen", mit ben ernsten Ge­sprächen über bie Zukunft ber ganzen Welt, mit ben sonntäglichen Besuchen auf ben englischen Lanbsitzen unb mit ben vielgestaltigen Vergnügungen in ber stolzen Hauptstabt. Wie fühlten wir uns eines Urstammes, wie verstauben wir uns unb waren ber gegenseitigen Freunbschaft sicher! Damals ginge die englischen Attaches in Berlin in berroten G

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Spannung im Kernen Osten

scharfe sowjetrussische Protestnote in Tokio

Moskau, 2. Juli. (DNB. Funkspruch.) Wegen einer Reihe von Zwischenfällen an ber manbschurisch-sowjetrufsischen Grenze hat ber sowjetrussische Botschafter Jurenew im Auftrag seiner Regierung Außenminister Hirota eine längere Note überreicht, in ber in zum Teil scharfen Worten gegen bas Verhalten ber japanisch- manbschurischen Behorben protestiert wirb. Die Sowjetregierung hoffe, baß bie japanische Regie­rung, bie mehrfach ihren Wunsch nach freunbschaft- lichen Verhältnissen an ber sowjetrussischen Grenze bestätigt habe, nunmehr schnelle unb energi­sch e Maßnahmen zur Abwenbung her- ausforbernbenHanblungenber japanisch- manbschurischen örtlichen Militärbehörben treffen werbe, unb biefe auf bie Unzulässigkeit und Ge­fährlichkeit ber von ihnen an ber Grenze burchge- führten Methoben Hinweise.

Das japanische Auswärtige Amt hält mit seiner Stellungnahme noch zurück, ba man einen Bericht über bie Vorfälle aus Hsingkiang erwartet. Im­merhin wirb amtlich schon jetzt erklärt, baß bie Zwischenfälle auf bie mangelhafte Grenz- festsetzung zurückzuführen seien unb beshalb eine klare Grenzziehung bie wichtigste Aufgabe für Die Zukunft fei. Die Tatsache, baß bie Note gleich­zeitig mit ber Ueberreichung in Tokio auch in Moskau veröffentlicht worben sei, wird hier als unfreundlicher propagandistischer Akt an» gesehen. Anscheinend beabsichtige die Sowjetregie­rung, bie Aufmerksamkeit von der schwierigen Lage im Westen auf ben Fernen Osten abzulenken. Das lapanische Auswärtige Amt werbe auf jeben Fall eine beutliche Antwort geben.

Das Ende des Chaco-Krieges.

Feierliche Eröffnung der Friedenskonferenz

in Buenos Aires.

DeuM-angelsächWeSoldaienfreundschast

Generaloberst Heyg erinnert an Besuche in England und Amerika.

wei^rhln für die europäische Vefriedung im

Einklang mit der im Londoner Protokoll und

in der Stresaer Entschließung niedergeleglen

Richtlinien zu arbeiten. Es ist auch Grund zu

der Hoffnung, daß die beste Verhand­lungslinie in Kürze gefunden werden wird, lleberdies kann ich nicht daran zweifeln, daß obwohl drei Regierungen mög­licherweise all den verschiedenen Problemen des Programms nicht dieselbe Bedeutung oder die- selbe Dringlichkeit beimessen es möglich sein könne, sich über eine Methode einig zu werden, wodurch sie sich in freien und gleichen Verhandlungen mit anderen Regierungen vereinigen, um

zu der Lösung dieser Probleme beizutragen.

Eben roanbte sich bann ber italienisch- abessinischen Streitfrage zu unb er­klärte: Ich teilte Mussolini bie ernste Besorg­nis ber englischen Regierung über bie Wenbung des Streites zwischen Italien unb Abessinien mit. Ich wies barauf hin baß sich bie britische Außen­politik auf ben Dölkerbunb grünbet unb vaß infolgebeffen bie britische Regierung Ereignissen gegenüber, bie bie Zukunft bes Völkerbunbes roeit» gehenb beeinflussen könnten, nicht gleichgültig bleiben könne; außerdem habe bie öffentliche Meinung Eng« lanbs über biefe Frage sehr ausgesprochene Ansichten. Die englische Regierung habe bes­halb sorgenvoll geprüft, ob sie irgenbeinen konstruk­tiven Beitrag zu einer Losung liefern könne. Mein provisorischer Vorschlag ging bahin:

Zugunsten einer endgültigen Regelung des ifa- tienifch-abeffinischen Streites wurde die britische Regierung bereit sein, Abessinien einen Gebiets st reisen In Britisch- SomaN- tand für einen Zugang z u m Meere zu geben. Dieser Vorschlag sollte gebiets­mäßige und wirtschaftliche Zuge­ständnisse Abessiniens an Italien erleichtern, wie sie möglicherweise im Rahmen einer Regelung zusiandegekommen wären. Die britische Regierung würde als Gegen­leistung für diese Abtretung kein Zu­geständnis verlangen, mit Ausnahme der Meiderechle für ihre Stämme in denjenigen Gebieten, die an Italien abgetreten würden. Dieser Vorschlag wurde nicht leichten Herzens gemacht, und nur der Ernst der Lage konnte die Abtretung britischen Gebiets ohne eine gleichwertige Gegenleistung rechtfertigen. Ich bebaute es sehr, daß Mussolini nicht in der Lage war, diesen Vorschlag als eine Grundlage für die Lösung ber Streitfrage an- zunehmen.

Nach meiner Rückkehr nach Paris gab ich Laval einen Bericht über meine Besprechungen mit Musso­lini.