Ausgabe 
2.7.1935
 
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nmrer jjt, den Jahresbericht erstattet.

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Mittenwald feiert in diesen Wochen das 250. Jubiläumsfest des deutschen Geigen- baues. Unser Mitarbeiter besuchte das kleine, weltbekannte Gebirgsdörfchen und hatte Ge­legenheit, sich mit den alteingesessenen Mitten­walder Geigenbauern über dieses alte Hand­werk zu unterhalten.

Mittenwald, Ende Juni 1935.

Aus aller Welt.

General von Arz f.

Am 1. Juli verstarb im Alter von 79 Jahren in Budapest Generalober st a. D. Arz von Straußenberg, einer der bekanntesten Heer­führer der verbündeten österreich-ungarischen Ar- mee im Weltkrieg. In den ersten Kriegsjahren war der Verstorbene Kommandant des 6. Ungarischen Armeekorps, an dessen Spitze er im Verbände der von Mackensen geführten 11. Armee an der großen Durchbruchsschlacht von Gorlice teilnahm. Nach dem Rücktritt des Feldmarschalls v. Conrad wurde er Chef des G e n e r a l st a b s der ge­samten K. und K. Armee unter Kaiser Karl bis zu deren Zusammenbruch. General o. Arz war seiner Abstammung nach Siebenbürger Sachse, also de^t- schen Blutes. Er gehörte unzweifelhaft zu den tüchtigsten Heerführern Oesterreich-Ungarns, und als solchen lernten wir deutschen Frontsoldaten ihn im Weltkriege, zumal in den Siegestagen in Ga­lizien, kennen und hoch achten, und als solchem erweisen wir auch ihm an seiner Totenbahre unsere Ehrenbezeugung.

Schwedischer Kriegsschiff-Besuch im Kieler Hafen.

Im Kieler Rathause wurden 25 Offiziere und Mannschaften des im Kieler Hafen eingetroffenen schwedischen KüstenpanzerschiffesOs- k a r II." empfangen. An dem Empfang nahm auch eine aus 25 Offizieren und Mannschaften bestehende Abordnung des KreuzersKönig s b e r g" teil. Bürgermeicher Menzel hieß die Gäste willkom­men und wies auf die freundschaftlichen Beziehun­gen zwischen Schweden und Deutschland hin. Als Vertreter der schwedischen Marine dankte Kapitän zur See von Arbing in deutscher Sprache für den der schwedischen Besatzung zuteil gewordenen liebenswürdigen Empfang. Eine kameradschaftliche Aussprache beschloß die Empfangsfeierlichkeiten. Tags darauf hatten die vier Kutter des Küsten- PanzerschiffesOskar II." Gelegenheit, an den auf der Kieler Förde stattfindenden Standortsegelwett­fahrten teilzunehmen. Bei der Preisoerteilung gab der Chef der Marinestation der Ostsee Vizeadmiral Albrecht seiner Freude über die Beteiligung der fremden Gäste an der Wettfahrt Ausdruck. Ein vom Kommandanten des schwedischen Kriegsschiffes gestifteter silberner Becher für den besten Kutter fiel an die Mannschaft des SegelfchulschiffesGorch Fock". Don den vier schwedischen Kuttern konnte em Boot einen Sieg erringen. Die siegreiche Mann- schäft erhielt einen Preis vom Stationschef.

Deukfcher Apothekertag in Breslau.

ist ein Stück majestätischer deutscher Land- schäft, dieser Gebirgsflecken Mittenwald, der so ver­träumt sein Dasein zu den Füßen des Karwendel-

Und der Himmel hängt voller Geigen

Besuch bei den Geigenbauern in Mittenwald.

Die diesjährige Jahres-Hauptversammlung der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst^findet vom 26. Juli bis 3. August in Frankfurt a. M. statt. Die Gesellschaft fördert in weitestemSinne die Garten­kunst und Gartenkultur. Sie erfüllt diese Aufgaben durch Erörterung und Förderung öer au'

dem Gebiete der Garten- und Landschaftsgestaltung,

eigentliche Form erhalten, die noch heute üblich ist. Aber erst zwei Jahrhunderte später räumte man ihnen den richtigen Platz in der Musik ein. Es war zu der Zeit, da die weltberühmten italienischen Meister wahre Triumphe feierten. Die Namen Stradivari, Amati und G u a r n e r i be­saßen Weltruf, ihre Instrumente ließen Völker lachen und weinen, Schmerzen erleiden und Glück­seligkeit erleben.

Der alte Klotz hatte in Italien gelernt. Als er nach Mittenwald kam, gründete er die Geigen­bauerzunft, die bis heute noch besteht. In­zwischen sind viele wahre Meister in Mittenwald in die Geheimnisse des Geigenbaues eingedrungen und vererben die in vielen Jahrzehnten erworbenen Erfahrungen vom Vater auf den Sohn.

Wie entsteht eigentlich so ein Meisterstück des deutschen Handwerks? Der alte Wörnle spricht nicht gern darüber, er läßt sich nur schwer bitten, uns etwas über die Entstehungsgeschichte der Geige mitzuteilen. Dann tut er es aber doch, und seine Augen erfüllt der Glanz ewiger Jugend, sein weißes Haar umsäumt sein gutmütiges Handwerkergesicht, in das das Leben tiefe Falten eingegraben hat.

Aus Ahorn- und Fichtenstämmen wird die Geige geboren. Fichte für die Geigendecke, Ahorn für den Boden. Dann leimt man um ein Modell die Seiten-

ehrengerichtsordnung, bie der Reichs- führer-SS., Diplomlandwirt H. Himmler, als Führer des Reichsbundes Deutscher Diplomland­wirte dem RDL. mit nachstehenden Begleitworten gegeben hat:Der Ehrbegriff des germanischen Bauerntums ist das wertvollste Erbgut wahrer deutscher Menschen. Das Ehrbewußtsein des Einzel­nen und die Wertung des Ehrbegriffes bilden den Maßstab für die Wertschätzung jeder Gemeinschaft. Die höchste Gemeinschaft aber ist das Volk, und ihm zu dienen oberste sittliche Verpflichtung. Psticht- erfüllung gegen sein Volk wird damit dum messer der Ehrbarkeit des Einzelnen. Der Reicks- bund Deutscher Diplomlandwirte e. D., als Die Gemeinschaft der im Dienst des Bauerntums arbei­tenden deutschen Diplomlandrvirte hat die »ßflidjt, über ernste Berufsauffassung und strenge Wah- runq der Berufsehre zu wachen. Deshalb schreibt seine Satzung vor, daß die Berufsehrengerichtsbar- keit des RDL. durch eine vom Reichsführer RDL. oder dessen Beauftragten zu erlassende Berufs- ehren^erichtsordnung geregelt wird. Auf Grund dieser Bestimmung erlasse ich hiermit die Berufs­ehrengerichtsordnung des Reichsbundes Deutscher Diplomlandwirte."

Es folgte dann die Bekanngabe des Abkom­mens des RDL. mit dem NS.-Lehr er- bund, nach dem die ReichsfachgruppeUnterricht und Beratung im RDL" zugleich korporativ d,° FachgruppeBäuerliches Schulwesen gruppe 4) der Reichsfachschaft Berufs- und Fach­schulen im NSLB. bildet.

Pfarrer Fischer freigesprochen.

Wien, 1.Juli. (DNB.) Dor dem Linzer Schnell­schöffengericht wurde der evangelische Pfarrer der oberösterreichischen Gemeinde Thenmg, Gerhard Fischer, von der gegen ihn erhobenen Anklage wegen Verbreitung beunruhigender Druckschriften freigesprochen. Der Staatsanwalt erklärte zur Begründung der Anklage, daß Pfarrer Fischer vor dem Untersuchungsrichter zugegeben habe, daß er in seiner Kritik übertrieben habe. Der Angelegte erklärte, daß seine Schrift drei Fassungen gehabt hätte, und daß er die letzte Fassung in acht C$em= vlaren hergestellt habe, von denen er sechs an ihm bekannte Personen weitergab. Seines Wissens sei diese Weitergabe mit einer möglichen Ausnahme vor dem 3 Februar 1935 erfolgt, also vor dem Inkraft­treten'des Gesetzes zur Bekämpfung staatsfeindlicher Druckwerke. Auf die Bemerkung des Vorsitzenden, 7s falle ihm auf, daß sich Fischer immer aui ferne deutsche Abstammung berufe und dabei vergesse, daß er öfterreid>ifd)er Staatsbürger fei, erwiderte der Angeklagte, daß er sich leinet be u t f ch e n 21 b_- Das"'Gericht begründete °d?n" Frefsprüch ° mit der

Sicher wurde jedoch noch nicht auf freien Fuß ge- M d° u. unter,uchung auch in der Richtung des Hochverrats geführt werden soll,

Kleine politische Nachrichten.

Die Deutsche Apothekerschaft hielt in Breslau eine Reichstagung ab, zu der 3000 Mitglieder dieses Berufsstandes nach Schlesien ge- kommen sind. Reichsinnenminister Dr. Frick hat der Tagung folgende Begrüßungsworte gewidmet: Ich begrüße die Deutsche Apothekerschaft anlaß- lich Ihrer zweiten Tagung in Breslau. Tag und Nacht bereit, die Heilkräfte, die uns die Natur in den mannigfachsten Bindungen darbietet, zum Nutzen und in der rechten Form den Kranken zu­zuleiten, übt der Apotheker seinen anstrengenden Beruf in dem Bestreben aus, pflichttreu, gewissen­haft und unter Wahrung der wissenschaftlichen Er- kenntnisse den Aerzten als Helfer im Kampfe um die Erhaltung und Förderung der Volksgesundheit zur Seite zu stehen. Dieser Dienst ist mit mancher Entsagung verbunden, stellt aber die Deutsche Apothekerschaft in Reih und Glied mit allen denen, die, unserem großen Führer unwandelbar ergeben, das eine Ziel verfolgen, Deutschlands Krast und Stärke wieder auf die Höhe zu bringen. Möge die Deutsche Apothekerschaft sich ihrer wichtigen Auf- gäbe bewußt bleiben." Der Apothekertag wurde mit geschlossenen Arbeitstagungen eingeleitet, an denen 90 Bezirks- und Unterbezirksführer aus dem gan­zen Reich teilnahmen. Diese Tagungen befaßten sich mit wissenschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und organisatorischen Fragen. Reichsapothekenführer Schmierer eröffnete eine Ausstellung, die von der Apothekerschaft und den interessierten Firmen durchgeführt wird.

Tagung des Verbandes der Turnerfchaften auf deutschen Hochschulen.

- Die Vertreter der Turnerfchaften auf deut- scheu Hochschulen fanden sich in Bad Blankenburg (Thür.) zu ihrer alljährlichen Tagung zusammen. Den Auftakt bildete die Flaggenhissung vor dem Turnerschaftshaus. Als Vertreter der jungen Mannschaften betonte cand.-jur. Erb (Marburg), daß es gelte, stets bereit zu fein, gegen das Gros der politisch Trägen, der ewig Gestrigen und der Gleichgültigen anzurennen und die weltanschauliche Reaktion zu überwinden. Mit einer Kundgebung auf dem Greifenstein, bei der nach der Gefallenen­ehrung Dr. Otterbeck-Göttingen dem Dank der Turnerfchaften an den Führer für die Wieder- Herstellung der deutschen Wehrhoheit Worte verlieh, und einem unter Beteiligung aller Organisationen der Bewegung durchgeführten Fackelzug zum Marktplatz schloß der erste Tag.

Der Führer hatte folgendes Telegramm geschickt: Dem zu seiner Jahrestagung versammelten Ver­band der Turnerfchaften auf deutschen Hochschulen spreche ich meinen Dank aus für das Gelöbnis der Gefolgschaft und das Versprechen zur mibe- dingten Weiterarbeit an der körperlichen und charakterlichen Erziehung der akademischen Ju- gend." In einem Telegramm von Staatssekretär Dr. Lammers heißt es:Für das übermittelte Gelöbnis zur kameradschaftlichen. Mitarbeit bei der Erringung der Ziele der Gemeinschaft studen- tischer Verbände danke ich aufrichtig. Helfen Sie weiterhin mit, insbesondere durch den unbeding­ten Einsatz Ihres Turnbetriebes." Mit großer Ein­mütigkeit gelobte die Gefolgschaft dem Verbands- führer Rechtsanwalt Vogelsang (Hannover) treue Mitarbeit. Der Tagung schloß sich em Schu­lungslager der Turnwarte an.

41. Deutscher philatelistentag in Mainz.

In den Tagen vom 16. bis 19. August d. J. findet in Mainz der 41. Deutsche Philatelistentag und 12. Bundestag, verbunden mit einer Bries­markenausstellung in Wies bad en statt. Am 17. August beginnt vormittags die Handlerborse in der Stadthalle, in der auch am gleichen Tage der Bundestag abgehalten wird. Am 18. August

gebirges fristet. Schwer haben es die Männer hier, denen Musik zum Lebensinhalt wurde, deren höchstes Ziel war, den deutschen Gei­genbau zu fördern und ihn gegen die Erzeugnisse des Auslandes konkurrenzfähig zu machen.

Strahlender Sonnenschein liegt über den bunten Bauernhäusern mit ihren spitzen Giebeln. Es ist ein herrlicher Sommermorgen mit einem strahlend blauen Himmel, mit einem überschäumenden Er­wachen der Landschaft, in deren Hintergrund kraft­voll schneebedeckte Berge in die endlose Weite des vorüberziehenden Wolkenmeeres hineinragen. An Wiesen und Feldern geht der Weg vorbei, der Weg zu all den Häusern und Gärten, in denen in der frischen, gesunden Gebirgsluft die unzähligen Geigen zum Trocknen hängen.

Die Zauberer von Mittenwald sind Meister der Töne, deren Hände Holz singend machen können. Manchmal, wenn man abends an Den kleinen Bauernhäusern vorbeispaziert, kann man es hören, wie sie die Geige,ihre" Geige zur Hand nehmen, sanft mit dem Bogen darüber streichen und wunder­bare Melodien erklingen lassen: träumerisch und sehnsuchtsvoll, lachend und leiderfüllt. Die Fremden, die hier in den Ferien ein paar Tage oder Wochen Erholung suchen, bleiben dann gebannt durch so viel eingeborene Musikalität stehen und lauschen den zauberhaften Geigen der Meister von Mittenwald.

1762: Diese Zahl steht an dem Haus des alten Wörnle geschrieben. Dieser Johann Wörnle 79 Jahre ist er jetzt geworden ist der älteste Geigenbauer unserer Zeit. Unser Besuch gilt diesem Veteranen des deutschen Geigenbauhand­werks, das seine Jünger so unendlich und wahrhaft lieben, daß sie es nie aufgeben werden. Nie, heute nicht und morgen mag kommen was will, die Mittenwalder sind nun einmal dazu auserkoren, Geigen zu bauen. Geigen, deren Klang dem der alten berühmten italienischen Instrumente gleich­kommt. Und selbst wenn die Maschinenfabrikate noch billiger und serienweiser auf den Markt ge­schleudert werden Mittenwald wird fein Hand- werk festhalten, sein Handwerk, das vor nun­mehr 250 Jahren seinen Einzug in Deutsch­land hielt.

Matthias Klotz hieß wohl der Mann, der da­mals nach Mittenwald kam und sein Leben dem Geigenbau widmete. Heute kann man ihn in Denk­malsgestalt auf dem Marktplatz bewundern, den alten Klotz, dessen Urenkel heute noch hier lebt und einst das Erbe seiner Vorfahren angetreten hat...

Erst um 1500 herum haben die Geigen ihre

Denkmalspflege usw. Im Mittelpunkt der dies­jährigen Tagung stehen Landesplanung, Stadtplanung und die damit zusammen­hängenden Aufgaben des Grünflächenwesens. Namhafte Städtebauer und Gartengestalter werden in Vorträgen zu den damit zusammenhängenden Fragen Stellung nehmen. Rundfahrten durch öffent­liche Grünflächen, Besichtigungen von Gärten und Ausstellungen ergänzen die Vorträge.

mung durch den Pressechef der Reichsregierung, Staatssekretär Funk, überbringen lassen.

*

Das Gesetz über die Bestellung eines Reichskommissars für Preisüber­wachung vom 5. November 1934 laust am 1. Juli 1935 ab. Bis zur Entscheidung über eine Verlängerung des Gesetzes werden die Geschäfte des Reichskommissars durch die hierfür zuständigen Stellen f o r t g e f ü h r t. Die Geschäftsstelle bleibt Berlin W 9, Vohstraße 8. *

Einer vor längerer Zeit ergangenen Einla­dung der deutschen Regierung folgend, trifft der polnische Außenminister Oberst Beck am Mittwoch, dem 3. Juli, zu einem zweitägigen Besuch in Berlin ein.

Kunst und Wissenschaft.

Lin Heidelberger llniversitätsheim im Odenwald.

Mit 'finanzieller Unterstützung privater Freunde hat die Heidelberger Theologische Fa­kultät in engster Zusammenarbeit von Dozenten und Studenten ein Eigenheim erbaut, dessen Richtfest zu einer Universität und Landvolk wahr­haft verbindenden Feier sich gestaltete. Das Haus steht an einem der schönsten Punkte der Wilhelrns- felder Gegend und bietet eine herrliche Fernsicht von Heiligkreuzsteinach bis weit in die Rheinebene. Im Untergeschoß enthält es einen geräumigen Dor- traqssaal, das Obergeschoß des Fachwerkhauses um­faßt die Schlafkammern mit 48 Betten, Im Dach­geschoß ist ein Massenlager für 40 bis 50 Ma­tratzen vorgesehen.

Aktuelle Veleuchtungsfragen.

Aus Anlaß der zur Zeit in Berlin tagenden 9. Vollversammlung der Internationalen Beleuchtungskommission veranstaltete die Deutsche Lichttechnische Gesellschaft tn der Technischen Hochschule eine Fest,itzUM Pros. Dr Weigel begrüßte die ausländischen Gaste aus der Partei. Als erster Redner sprach Professor Dr. 18 Ländern, die Vertreter des Reiches, des Staates, K r o h Übermenschenkundliche Grundlagen der Lichttechnik". Dann gab Prof. Dr. Weigel Unter­suchungen des von ihm geleiteten Lichttechmschen Instituts Über die Sehfähigkeit im Natrium- und Quecksilber-Licht bekannt. Dr. W. Arndt sprach überDie Grenzen der Sichtbarkeit von Lichtern . Dr.-Jng. Adolph sprach überDie Befriedigung des Lichtbedürfnisses als Wirtschaftsfaktor . Der Vorkämpfer der Lichtwirtschaft, Bruno Seeger erörterte die Bedeutung und Entwicklung des elek­trischen Lichtverbrauchs in Europa. DipÜ-Jng. H. Müller hielt einen Vortrag über den JStanD der Straßenbeleuchtung mit Gas und ihren Einfluß auf die Wirtschaftlichkeit der Gaswerke".

Tagung der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst in Frankfurt a. 211.

teile der Geige, die Zargen, und setzt Decke und Boden auf sie. Ist das Instrument so weit fertig, wird es mit einem Geigenhals, der mit einem Griff­brett und Eschenholzwirbeln versehen ist, kombiniert. Dann kommt noch der Saitenhalter, Steg und schließlich im Innern der Geige der Stimmstock.

In etwa 120 bis 150 Arbeitsstunden ist dieweiße Geige" fertig, dann muß sie lackiert werden. Dieses Lackieren dient nicht nur der Ver­schönerung des Geigenäußern, sondern trägt einen großen Teil zur K l a n g s ch ö n h e i t bei. Es gibt Lackmethoden, die viele, viele Monate in Anspruch nehmen.

Das Holz, das zur Herstellung der Geigenboden und Decken benutzt wird, muß mindestens 15 bis 20 Jahre alt fein. Instrumente, die aus etwa 50jährigem Holz bestehen, sind Prunkstücke der Geigenwerkstätten.

Früher ging das Geschäft ganz gut, meinen die Mittenwalder, da reiften die ©eigen nach England und Amerika, wurden gut bezahlt und ernährten ihren Mann. Dann kamen Krieg und Inflation. Geigen wurden maschinell hergestellt, das alte deutsche Handwerk lag in den letzten Zügen. Heute geht es wieder etwas besser, man hofft auf gesunde Tage, wo die Leute wieder Freud und Lust am Musizieren haben. Die Mittenwalder lassen den Kops nicht hängen, und wenn sie nur ihre Geigen für sich ganz allein bauen würden, wurden sie diesen Beruf doch den schönsten aller Berufe

Vielleicht unterhalten sie sich manchmal mit ihren Geigen darüber, manchmal, wenn nachts irgendwo in einem kleinen Bauernhaus eine Geige leise schluchzt und ein verträumtes Schlummerlied zu fingen beginnt ... R- E-p-

<j\pr Rührer und Reichskanzler hat am

Montag, Dem läge ihr-- «jWl -'! der Landes- und Stadtplanung, des gemelnnüfcigen

LLLWa'Igi&MS. L.LA».

Memeldank!

Helft unseren deutschen Brüdern im Memelland.

Mit folgendem Aufruf treten VDA. und Kyffhäu- erbunb an die Öffentlichkeit:

Memelland ist hilflos fremder Gewalt über* entwertet. Das durchsichtigen politischen Zwecken ienenbe grausame Urteil bes Kriegsgerichtes in (orono ist ein entsetzliches Fanal ber Rechtlosigkeit eutscher Volksgenossen jenseits ber Grenzen. Eine beUe der Empörung geht durch Deutschland. Un- ere Memelländer dürfen unterdrückt und gemür- ert durch fremdländische Gewalthaber nicht c l b st ihre Stimme erheben. Darum muß ganz > Deutschland ihre Stimme fein! Was haben 1 | ie getan? Sie sind ihrem deutschen Volks- i um treu geblieben. Deswegen sollen sie nun j terben oder in Zuchthäusern zugrunde gehen? 'eutsche Männer und Frauen! Im Memelland ist ! uch unser deutsches Herz getroffen. Die 1 iechtsgrundlagen werden erschüttert, um das Deutschtum mit Gewalt aus bem ßanbe zu reißen, las immer deutsch war. In langer Reihe stehen die ' deutschen Männer, die das Blutgericht in Kowno vernichten will; in unendlicher Zahl bleiben hinter ihnen die Frauen und Kinder. Zahllose von denen, die dort von härtesten Urteilen getroffen wurden, sind deutsche Frontsoldaten. Sie haben keinen Frieden seit 1914. Denkt dar­in, Männer des soldatischen Reiches, baß es um ein ßtück deutschen Volkstums, deutschen Bodens, deut­scher Ehre geht! Denk daran, deutsche Jugend, baß man euren Kameraden die deutsche Schule, die deutsche Sprache nehmen will!

Der größte deutsche Solbatenbunb und der Volks- tund für das Deutschtum im Ausland rufen hier gemeinsam alle Deutschen zur Spende gegen das Elend unserer Brüder, unse­rer Schwestern, unserer Kinder im Memellande auf. Hebt Geld, damit wir die Not lindern! Opfert, da- ' mit alle wissen, daß die Blutsgemeinschaft unseres Lölkes über alle Grenzen hinweggeht! Helft! Leden einzeln en geht es an! Einzahlungen ouf bas Postscheckkonto Berlin 40 500 des Deutschen LeichskriegerbundesKyffhäuser" (Kyffhäuserbund) ,Memeldank" ober auf bas Postscheckkonto bes Lolksbunbes für bas Deutschtum im Auslanb, ; Dauptfaffe, Berlin 88 467, mit bem KennwortMe- melbanf". Auch alle ßanbesDerbanbsbienftftellen bes LDA. nehmenMemelbank"-Spenben entgegen.

Volksbunb für bas Deutschtum im Auslanb. gez. Dr. Steinacher.

Deutscher ReichskriegerbunbKyffhäuser" (Kyffhäuserbund) E. V. gez. R e i n h a r b. Eine Rede Rosenbergs.

Hannover, 29. Juni. (DNB.) Auf bem ©autag Sübhannover-Braunschweig fetzte sich Leichsleiter Rosenberg mit ben Gruppen aus* tinanber, von benen Minierarbeit gegen bie nationalsozialistische Bewegung ausgehe. Der Führer habe keinen Zweifel baran gelassen, daß ber Nationalsozialismus zwar eine politische, aber ebenso sehr eine weltanschauliche B e - B e g u n g sei unb daß die weltanschauliche Er­ziehung eines jeden Deutschen die vornehmste und größte Aufgabe der Bewegung fei. Es verstehe sich von selbst, daß es infolgedessen kein Pri­vileg bestimmter Religionsgemein­schaften geben könne. Gegenüber dem Versuch (proiffer schädlicher Gruppen, Andersdenkende als unchristlich ober gar atheistisch hinzustellen, betonte der Rebner ben Grunbsatz bes Nationalsozialismus ' von ber religiösen Gewissensfreiheit. Der Führer habe allen Bekenntnisgruppen von Anfang an mit menschlichem Verstänbnis gegen* übergeftanben. Aus biesem Verstänbnis heraus müsse er aber auch erwarten, daß sie Achtung vor dem Ringen der neuen Gruppen um eine neue seelische unb kirchliche Einstellung aufbringen. Sobann roanbte sich Reichsleiter Ro­mberg dem Kapitel Kultur und Wissen- ch a f t zu und wies darauf hin, daß man auch in diesem Lager Versuche zum Annägen bes natio­nalsozialistischen Gedankens feststellen könne. Zu­letzt fetzte sich Rosenberg noch mit der Minier- arbeit des W e l t j ud e n t u m s auseinander, bas heute zwar etwas von der Oberfläche zurück- gedrängt, aber in allen Staaten nach wie vor tätig fei. Wenn Deutschland in. der Behandlung ber Judenfrage darum laxer würde, würde es keinen Dank sondern nur verstärkten Druck ernten.

Kundgebung der Oiplom- landwirte in Goslar.

Reichsführer Himmler spricht zu seinen Berufskameraden.

1 Goslar, 30. Juni. (DNB.) Das Reichstreffen ideutfcher Diplomlandwirte fand am Sonntag mit , einer Kundgebung vor der Kaiserpfalz sein Ende.

9m Mittelpunkt der Kundgebung, auf der Vertre­ter der Ministerien, der Wehrmacht, des Reichs­nährstandes unb bes öffentlichen Lebens sowie ber Stabt Goslar teilnahmen, stand eine Ansprache de s Reichsführers-SS. Diplomland- tt irt Himmler. Don ber Menge stürmisch be« , grüßt, erinnerte Himmler an die geschichtliche Be­deutung der Stätte der Kundgebung und ging ba* ! bei aus die Rolle Heinrichs des Löwen ein, der

Loslar zum Inbegriff deutscher Art, heiligen deut­schen Glaubens und deutscher Sitte gemacht habe. ? Auf die Bedeutung der R a f f e n f r a g ez eingehend

erklärte der Reichsführer-SS., gerade der deutsche Diplomlandwirt 'sei auf Grund feines Herkommens unb seiner Vorbildung dazu berufen, d e n Mythos von Blut und Boden in die breite Masse zu tragen. Mit besonders starker Betonung wandte sich Himmler dann an seine Berufskameraden unb s mahnte sie, sich nicht im Technischen zu erschöpfen, fonbern jeber auf seinem Posten buflir zu kämpfen, daß nicht nur der Bauer, son- o rn auef) ber Städter wieder die notwen-

b ge Verbindung mit dem heiligen deutschen Boden finde. ri r

Als Vertreter von Reichsminister Rust sprach . i Professor Meyer, der vor allem die Bedeutung der Neuordnung des landwirtschaft- || li chen Studiums für den Stand der Diplom­landwirte unterstrich. Mit einem stürmisch auf ge­nommenen Sieg-Heil auf Volk unb Führer fand iJ das Reichstreffen der deutschen Diplomlandwirte 1935 seinen Abschluß.

Dem Reichsbundestag des Reichsbundes Deut­scher Diplomlandwirte (RDL.) hatte^ Reichsgeschafts* führer Dr. Kraemer i rt, tn hör N

Bull rieh Salz

Gegen Durst.