Ausgabe 
2.5.1935
 
Einzelbild herunterladen

Als dann die Kliniken der Universität aus der alten Kaserne in der Liebigstraße auf das jetzige Gelände verlegt wurden, ergab sich wegen der zu weiten räumlichen Entfernung die Notwendigkeit, das Pharmakolobifche Institut in das Gebäude des Beterinäranatomischen zu verlegen, in dem es bis zur jetzigen grundlegenden Aenderung geblieben ist.

Den stetig wachsenden Anforderungnen der mo» dernen Wissenschaft konnte aber dieses vollkommen unzulängliche Gebäude auf die Dauer nicht ge­nügen. Ich hatte bei meiner Berufung von der Me­dizinischen Akademie in Düsseldorf nach Gießen deswegen die Forderung stellen müssen, daß inner­halb von wenigen Jahren ein grundlegender Wan­del geschaffen werden müsse. Dies war mir von der damaligen Regierung fest ungesichert worden, aber die finanziellen Verhältnisse des Hessischen Staa­tes zeigten von Jahr zu Jahr eine fortschreitende Verschlechterung, so daß irgendwelche großzügigen Pläne, auch wenn sie noch so notwendig waren, nicht ausgeführt werden konnten. Mit der Macht­ergreifung unseres Führers änderte sich dies, und ich bin mir voll bewußt, daß, wenn ich als Direk­tor des Instituts heute an dieser Stelle in einem schönen neuen Hörsaal stehe, ich dies letzten Endes unserem Führer zu verdanken habe.

Durch das großzügige Arbeitsbeschaffungspro­gramm konnte an die Verwirklichung des Planes, dem neuen Pharmakologischen Institut ein geeignetes heim zu geben, herangegangen werden.

So entstand der Dian, die frühere städtische Cholera­baracke so umzuoauen, daß sie den Anforderungen für ein modernes Pharmakologisches Institut ge­nügen würde. Gemeinsam mit dem Hessischen Hoch­bauamt wurden die Pläne für den Umbau ent­worfen, und schon nach kurzer Zeit konnte nach Ge­nehmigung dieser Pläne mit dem Bau begonnen werden. Herr Baurat Kuhlmann, der mit der Bauleitung betraut wurde, wird Ihnen anschlie­ßend kurz über die Baupläne, die Schwierigkeiten und die Lösung derselben berichten. Ich darf, ohne Herrn Baurat Kuhlmann vorgreifen zu wollen, hier nur das Grundsätzliche sagen. Universitäts­institute haben einen zweifachen Zweck: sie dienen einerseits dem Unterricht der Studierenden in dem betreffenden Fach und anderseits haben sie die Auf­gabe, Forschung zu betreiben. Aus prinzipiellen Gründen erstrebt man hierbei nach Möglichkeit eine räumliche Trennung für Unterricht und Forschung. Dies ist auch hier durchgeführt, denn

der Hörsaal als Unterrichtsstatte ist räumlich vollkommen von dem eigentlichen Institut als Forschungsstäkte abgetrennt.

Die wissenschaftliche Forschung arbeitet heutzutage mit so verfeinerter und komplizierter Methodik, daß für ihre Zwecke eine Reihe von Spezialeinrichtungen notwendig ist, die in verschiedenen Räumen unter­gebracht werden müssen. Der Grundriß und die Einteilung des vorhandenen Gebäudes mußten so ausgenutzt werden, daß ohne allzu große Aenderung eine günstige Lösung gefunden werden konnte.

Im Erdgeschoß liegen das Spülzimmer, die Mechanikerwerkstatt, ein großer physiologischer Ar­beitsraum, ein Tierbeobachtungszimmer, ein wei­terer physiologischer Arbeitsraum, in welchem die Thermostromuhr des Physiologen Rein in Göt­tingen aufgestellt werden soll, eine Apparatur, die äußerst kompliziert ist, aber für moderne Kreislauf­untersuchung unbedingt notwendig ist. Weiter liegen noch im Erdgeschoß das Direktorzimmer mit Privat­loboratorium, ein Assistentenzimmer und ein kleiner Vüroraum, an den sich ein Vorbereitungszimmer für die Vorlesung und ein Raum für Aufbewah­rung von Wandtafeln und pharmazeutischen Präpa­raten und Drogen anschließt, der die Verbindung zum Hörsaal darstellt.

Im er st en Stock liegt ein großer Raum, der zum Teil zur Aufbewahrung von Sammlungen dient, aber auch als Kurssaal für die Studierenden oder auch als Arbeitsraum für physiologische Zwecke dienen kann, ferner die Bibliothek, ein Assistenten­zimmer, ein Raum für Gasanalysen, Wägezimmer, Dunkelkammer, Vorratsraum und weiter ein großer chemischer Arbeitsraum für chemische Untersuchungen und daran anschließend ein Spezialraum für Unter­suchung giftiger Gase mit den entsprechenden Exhaustoren und Kompressionspumpen.

Die ganze Einteilung und die Lösung der Raumfrage dürfen nach meiner Ueberzeugung als sehr glücklich gelöst angesehen werden.

Ich möchte nicht versäumen, an dieser Stelle auch den Herren vom Hessischen Hochbauamt herzlichst zu danken. Die Zusammenarbeit mit Herrn Baurat Kuhlmann, mit Herrn Baupraktikant Schwarz war von Anbeginn an eine außerordentlich erfreuliche. Die Herren vom Hochbauamt sind allen Wünschen, die ausgesprochen wurden, und allen Anregungen mit größtem Verständnis und größter Bereitwillig­keit entgegengekommen. Auch allen Bauhandwer­kern und Arbeitern, die am Bau und an der In­

neneinrichtung beschäftigt waren, sei an dieser Stelle der herzlichste Dank ausgesprochen."

Der Redner dankte weiter allen seinen Mit­arbeitern im Institut, die sich mit unermüdlichem Eifer in den Dienst der Sache stellten und betonte, nur durch diese kameradschaftliche Zusammenarbeit sei es ermöglicht worden, alles bis ins kleinste so vorzubereiten, daß

das Gesamtwert als in jeder Richtung glück­lich gelungen bezeichnet werden darf.

Zum Schluß umriß er noch kurz die Aufgaben eines Pharmakologischen Instituts; er sagte: Die Pharmakologie lehrt die Wirkung der Arznei­mittel und Gifte auf den Körper. Arznei­mittel und Gift sind ja lediglich ein Quantitäts­bebriff, denn jedes Arzneimittel kann bei unzweck­mäßiger Anwendung, oder in zu hoher Dosis zum Gift werden. Bis zur Mitte des letzten Jahrhun­derts hatte sich die Pharmakologie darauf be­schränkt, Arzneipflanzen und Drogen zu beschrei­ben, ohne überhaupt auf die Wirkung der Arznei­mittel, oder gar auf die Zusammenhänge zwischen Krankheit und Wirkung eines Heilmittels einzu­gehen. Als erster erkannte B u ch h e i m die Not­wendigkeit, die Pharmakologie nicht mehr als einen Zweig der praktischen Medizin zu betrach­ten, sondern als eine Experimentalwissenschaft, die sich, da sie eine Physiologie mit klinischer Frage­stellung ist, der gleichen Methode wie die Physio­logie bedienen muß. So bemüht sich die Phar­makologie für das, was auf empirischer Grundlage, sei es in der Volksmedizin, oder auf Grund ärzt­licher Erfahrung als Heilmittel angewandt wird, die rationelle Grundlage zu schaffen.

Es ist ein rein biologisches Denken, das in der Pharmokologie angewandt wird, und es wird die wissenschaftliche Vetrachlungsform alle Zeit das Rückgrat der ärztlichen Tätigkeit bilden müssen. Der Studierende soll beim Pharma­kologen das Verständnis für die Wirkung der Arzneimittel lernen. Die Bereicherung unse­res Arzneischahes in der Forschungsrichtung soll nicht nur darin liegen, neue Arzneimittel, die vom Chemiker synthetisch dargestellt wer­den, zu finden, sondern auch darin, für eine Reihe in der Volksmedizin angewandte Arz­neimittel und Pflanzen die wissenschaftliche Grundlage zu geben, um ihren Wert beur­teilen und ihre Indikation klar Herausstellen zu können.

In diesem Sinne wird Forschung und Unterricht auch in diesem Institut betrieben werden, und ich hoffe, daß auch dieses neue Institut unserer Alma mater Ludoviciana zur Zierde gereichen wird.

Regierungsbaurat Kuhlmann

als Vorstand des Hessischen Hochbauamtes Gießen dankte der Staatsregierung für die Uebertragung dieser Bauaufgabe, dem Direktor des Pharmakolo­gischen Instituts, Prof. Dr. Hildebrandt, für sein Vertrauen und seine Unterstützung bei der Lösung dieser Aufgabe, sowie allen Mitarbeitern bei diesem Werk. Dann gab er eine Uebersicht über die mannigfachen Schwierigkeiten, die bei den beson­deren Verhältnissen dieses Umbaues und bei der nicht erweiterungsfähigen Kreditsumme zu über­winden waren. Er teilte in diesem Zusammenhänge mit, daß als Baukredit 100 000 RM. und ein vor­handenes Gebäude mit Gelände, die ehemalige Seuchenbaracke, zur Verfügung standen. Hierauf schilderte er die Ausführung des Baues in den wesentlichen Einzelheiten, wobei er mitteilte, daß die gesamte Bauanlage in knapp zehn Monaten abgeschlossen werden konnte, eingerechnet eine er­hebliche Pause infolge Frost- und Regenwetter. Die Inneneinrichtung bezeichnete er als neuzeitlich und auf die vielseitigen Erfahrungen im Instituts- und Kliniksbau gegründet. Zum Schluß beschrieb er ein­gehend den Horsaal-Kuppelbau und schilderte dabei die Gründe, die für diese Bauform ausschlaggebend waren. Seine Ansprache ließ er ausklingen in dem Wunsche, es möchte das Pharmakologische Institut und sein Leiter, Prof. Dr. Hildebrandt, in diesem neuen Heim eine befriedigende Stätte finden zur Förderung der Wissenschaft und zum Wohle unseres Vaterlandes.

M Klostermann

übermittelte zunächst den Dank des Gauleiters für die Einladung, der er infolge dringender Ver­hinderung durch wichtige politische Arbeiten leider nicht Folge leisten konnte. Der Gauleiter ließ des­halb durch den Redner seine Grüße und besten Wünsche für dieses neue Werk übermitteln. Der Redner sagte dann u. a. weiter: Wenn heute, am Vorabend des 1. Mai, diese Einweihungsfeier statt­findet, dann drängen sich uns Gedanken auf, die morgen wiederum als Gemeingut des ganzen deut­schen Volkes bekundet werden: die Gedanken des Geistes und des Willens zur Ge­meinschaft.

Möge dieser Geist der Gemeinschaft auch von diesem Institut, von der stillen Arbeit der For­schung über die Industrie in das Volk hinaus- sirahlen, weil nur aus diesem Geist herc as die Arbeiter der Stirn und der Faust durch ge­meinsame Arbeit das Veste für das deutsche

Volk herausholen können.

Wenn in der kommenden Zeit dieser Ge.st der Ge­meinschaft Richtschnur alles Handelns ist, dann wird auch in diesem neuen Institut ein wertvoller Baustein beigetragen zur Wiedererhebunb unseres Volkes, zur Achtung des deutschen Arbeiters und der deutschen Wirtschaft in der ganzen Welt und zur Mehrung des deutschen Ansehens. Das soll unser Wunsch für dieses neue Institut, sein.

Der Rektor pros.Dr.psahler erinnerte in seiner Ansprache an mancherlei Raum­nöte der Universität und hob dann hervor, daß durch die Schaffung dieses Instituts ein Teil der Raumsorben von der Universität genommen sei. Hierfür sprach er der Regierung den herzlichen Dank der Universität aus. Er wies dann auf die vielfachen Verzichte der Universität in früheren Jahren hin und bat die Regierung um tatkräftige weitere Förderung der Universität bei ihrem Be­streben zur Ueberwindung der Raumnot. Den Vor­abend des Tages der nationalen Arbeit bezeichnete er als den richtigen Tag zur freudigen Uebernahme dieses Werkes als eine wertvolle Bereicherung der Universität. Weiter sprach er dem Direktor des Pharmakologischen Instituts, dem Baumeister und

allen Mithelfern bei der Errichtung dieses Werkes den Dank der Universität aus, mit dem er zugleich die herzlichsten Wünsche für ein segensreiches Wir­ken in den neuen Räumen zum Wiederaufstieg Deutschlands verknüpfte.

Prof. Dr. Fischer

als Dekan der Medizinischen Fakul­tät brachte deren herzliche Wünsche für das neu­geschaffene Pharmakologische Institut zum Ausdruck, er beglückwünschte aber auch die Medizinische Fakul­tät, weil dieses neue Heim für die Fakultät einen Wertzuwachs, eine Mehrung ihres Ansehens und eine Steigerung ihrer Arbeitsmöglichkeiten bedeute. Zum Schluß dankte er allen staatlichen Stellen und den hochherzigen Förderern aus der Industrie herz­lich für ihre Mithilfe bei diesem Werk.

prot.Dr. Hildebrandt

als Hausherr und Leiter des Instituts dankte für die Glückwünsche und erklärkte, dgß in dem Insti­tut immer alle Kraft darangeseht werden solle, um die Wünsche und Hoffnungen zu verwirklichen. So­dann brachte er dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, dessen Kämpfen und Wirken auch dieses neue Heim zu verdanken sei, dreimalige Siegheil-Rufe dar, die von der Versammlung freu­dig ausgenommen wurden. Damit fand die Ein­weihungsfeier ihren Abschluß.

Hierauf folgte ein Rundgang durch das neue Heim, bei dem die Besucher alle Einrichtungen mit starkem Interesse besichtigten.

Wirtschaft.

Rindermarkt in Gießen.

Auf dem Rinder-Nutzviehmarkt in Gießen am vorigen Dienstag standen 743 Stück Großvieh, 243 Fresser und 191 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 400 bis 520 Mark, 2. Qualität 280 bis 360, 3. Qualität 160 bis 210; Schlachtkühe a) 280 bis 410, b) 110 bis 200; Rinder, bis ^jährig, 90 bis 140, bis zweijährig 140 bis 210, tragend 200 bis 400 Mark; Kälber, das Pfund Lebendgewicht 30 bis 40 Pf. Ausgesuchte Tiere über Notiz. Marktverlauf: leb­haft, geräumt.

Rhein-Mainische Mittagsbörse.

Uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 30. April. Bei wieder sehr stillem Geschäft setzte die Börse in uneinheit­licher Haltung ein, die Veränderungen erreichten in­dessen nach beiden Seiten kein größeres Ausmaß. Die Kulisse übte weiterhin stärkste Zurückhaltung und nahm verschiedentlich noch kleine Abgaben vor, auch seitens der Privatkundschaft erfolgten noch einige Verkäufe, denen nur geringe Aufnahmebereit­schaft gegenüberstand. Die Unterbrechung des Ge- scyäftes durch den morgigen Feiertag blieb auf das geringe Ausmaß der Umsätze nicht ohne Einfluß. Infolgedessen vermochten sich auch einige vorteil­hafte Wirtschaftsmeldungen nicht auszuwirlen, im­merhin verliehen sie der Gesamthaltung eine gute Stütze.

Am deutschen Rentenmarkt bestand etwas Nachfrage, und auch das Geschäft in manchen Wer­ten war etwas größer. Altbesitz lagen mit 113,40 unverändert, während Zinsvergütungsscheine auf 89,65 (89,50), späte Reichsschuldbuchforderungen auf 97,13 (96,90) und 6 v. H. Stahlverein auf 101,40 (101,13) anzogen. Kommunal-Umschuldungen blie­ben aber angeboten und bröckelten weiter ab. Von fremden Werten lagen Mexikaner kaum behauptet.

Am Aktienmarkt eröffnete IG. Farben ex Dividende mit 138 (minus 0,65)), Scheideanstalt ge­wannen 0,25 v. H. Von Elektrowerten lagen Schuckert und Siemens je 0,75 v. H., Gesfürel 0,25 o. H. fester, AEG. blieben behauptet, während Licht & Kraft 0,50 o. H. verloren. Am Montanmarkt zogen Klöckner 0,90 v. H., Harpener 0,25 v. H. an, Stahlverein, Rheinstahl und Mannesmann bröckel­ten bis 0,75 v. H. ab. Von sonstigen Werten eröff­neten Daimler 0,50 v. H., Moenus 0,25 v. H., Ce- ment Heidelberg 0,25 v. H., Zellstoff Waldhof 0,25 v. H., Reichsbank 0,40 v. H. und Schiffahrtswerte bis 0,25 v. H. freundlicher. Westdeutsche Kaufhof, Hanfwerke Füssen gaben bis 0,25 v. H. nach, Deut­sche Linoleum, AG. für Verkehrswesen und Metall- gesellschaft lagen gut behauptet.

Auch in der zweiten Börsenstunde herrschte starke Geschäftsstille, lediglich in mexikanischen Anleihen wurde das Geschäft bei wieder leicht befestigten Kursen etwas belebter. Deutsche Anleihen lagen sehr ruhig, aber voll behauptet, Auch Kommunal-Um- schuldung. Pfandbriefe und Stadtanleihen wiesen nur geringfügige Veränderungen auf. Anatolier Eisenbahn lagen fest und erhöhten sich auf 34,55 (34).

Aktien erfuhren gegen den Anfang keine Verän­derungen, Schiffahrtswerte, die nach dem ersten

Kurs leicht anzogen, bröckelten noch unter das Er- öffnungsnioeau ab. Etwas fester notierten Reichs­bank mit 159 nach 158,90 und Scheideanftalt mit 213 nach 212,50, dagegen gaben IG. Farben auf 137,75 v. H. nach. Der Kaffamarkt lag still.

Togesgeld war zum Ultimo gesucht und zog auf 3,25 (2,75) v. H. an.

Abendbörse ruhig.

Die Abendbörse nahm einen sehr ruhigen Ver­lauf, die Kurse lagen im Vergleich zum Berliner Schluß in den meisten Fällen nur knapp gehalten. Schwach waren Th. Goldschmidt mit 97 (98,65). Großbankaktien notierten gegen die Mittagsbörse unverändert.

Am Rentenmarkt entwickelte sich bei noch leicht anziehenden Kursen auf feste Pariser Meldungen in mexikanischen Anleihen etwas lebhafteres Ge- fchäst, ferner vermochten sich ungarische Staats- paptere noch über den festen Schluß der Berliner Börse hinaus bis zu 0,15 v. H. zu befestigen. Deutsche Anleihen lagen ruhig und unverändert.

Es notierten: Altbesitzanleihe 113,30, 6 v. H. Stahlverein 101,25, 6 v. H. Daimler-Benz 103,50, 4,50 v. H. Franks. Pfandbriefbank Gold R. 17,96, 5 v. H. äußere Goldmexikaner 13,90, 5 v. H. innere Silbermexikaner 6,20, 3 v. H. do. 5,30, 4,50 v. H. Ungarn von 1913 7,50, 4,50 v. H. do. 1914 7,50, 4 v. H. do. Goldanleihe 7,75 bis 7,65 bis 7,70, Bekula 135,25, IG. Chemie Basel volle 172,50, Conti Gummi 147,25, Deutsche Erdöl 105, Scheide­anstalt 213, Deutsche Linoleum 152, Licht & Kraft 120,75, IG. Farben 137,75, Gesfürel 121,50, Gold­schmidt 97, Harpener 102,75, Holzmann 88,50, Kali Aschersleben 112,75, Klöckner 88,25, Mainzer Braue­rei 80,50, Mannesmann 76,50, Rheag Stamm 122,75, Rheinstahl 102,50, Siemens 149, Stahlver- ein 77,50, Bank für Brauindustrie 115, Commerz­bank 92,25, DD.-Bank 94, Dresdner Bank 94, Reichsbank 158, Reichsbahn-VA. 122,65, Hapag 32.

Schweinemarkt in Schotten.

< Schotten, 30. April. Der heutige Schweine- markt war mit 550 Ferkeln und Läuferschweinen beschickt. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel bis zu 22 Mark, 8 bis 10 Wochen alte Tiere bis zu 26 Mark, 10 bis 12 Wochen alte bis 30 Mark, Läuferschweine 40 Mark pro Stück. Der Handel war flau, es verblieb Ueberftanb.

Rundiunkproqramm.

Samstag, 4. Mai.

6 Uhr: Bauernfunk. 6.15, 6.30: Gymnastik. 6.55: Morbenspruch, Choral. 7: Frühkonzert. 8.15: Gym­nastik. 9: Nachrichten. 9.15: Konzert. 10: Nachrich­ten. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nach­richten. 14.30: Die besten Schallplatten der Woche. 15: Jugendfunk. 16: Nachmittagskonzert. 18: Stim­me der Grenze. 18.20: Stegreifsendung. 18.35: Wir schalten ein! Das Mikrophon unterwegs. 19: Prä­sentier- und Parademärsche ehem. deutscher Regi­menter. 20: Nachrichten. Anschließend: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15: Bunter Abend. In der Pause 22: Nachrichten. 24 bis 2: Nachtkonzert.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter

Frankfurt a.M.

den Papieren

Berlin

angeführten Ziffern gebe

n die Höhe dc Frankfurt 0. M

r zuletzt be|d)

Serlin

ofienen Dividende an.

Reichsbankdis Frankfurt a. M.

tont 4 0 H., £

Berlin

.ombardzinsfuß 5 v. H.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Schluß­kurs

Schlußk. Abend»

Schluß­kurs

Schlußk.

Mittag-

Schluß- kurS

Schlußk. Abmd­börse

Schluß« lurS

Schlußk. Mittag- börse

Schluß- kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Swlußk. Mittag­börse

Buenos Aire Brüssel .... Rio de Jan.

Sofia ......

Kopenhagen. Danzig .... London .....

HelstngforS.. Paris ......

Holland .... Italien.....

Iavan ......

Jugoslawien

Lsto..... :

Wien.......

Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag.......

Budapest ... Reuyork ...

29.April

30. April

Oatum

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Neichsanl. von 1934 6\t% Voung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös>Schuld mit

AuSlos.-Rechten .............

4*/,% Deutsche Reichspostschahan- Weisungen von 1934, I.......

6% el)cm.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............

4yt% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........

6*/i% ehem. Hess. Landes.Hypo. lhekenbank Darmstadt Lloui ...

4V.% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landesb.Goldschuldverickr. R.6 Oberhessen Provtnz-Anlethe mit

Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar biS 1935

6/2% ehem. 4/2% Franks. Hhp.- Bank-Liqu.-Pfandbriefe.......

6/2% ehem. 4/r% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....

**/*% ehem. 8% Pr. Landespfand­briesanstalt, Psandbriefe R. 19 4/*% ehem. 7% Pr. Landespfand- briefanst., Gold Komm. Obl.VI

Steuergutsch.verrechnungSk. 35-39

4% Oesterrelchische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4/2% desgl. von 1913..........

6% abgesi. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie l.....................

29 4-

100,13

97,4 102,5

113,4

100,4

98

96,25

100,5

92

115,5

96

100,8

100,75

96,5

96,25

105.9

26,75

1,15

7,6 7

l ,25 13,65

8.5

30-4

100,25

97

102

113,3

98

96,25

100,4

92

116

96

100,75

100,75

96,5

105,9

26,75

1,15

7,7

7,15

7

13,9

8,5

29 4

100,25

97,13

102

113,3

100,5

98,25

115,75

101

96,25

96,25

105.9

27

1,2

7,6

7

7,3

13,8

30 4

100,25

97,13

102

113,3

100,4

98

116,4

100,75

96,25

105,9

26,25

1,2

7,65

7,4

7,55

13,8

Datum

4% desgl. Serie 11 .............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

4!4%Rumän.vereinh.Rentev.lgl3 4% Rumänische vercinh. Rente ..

214% Anatolier ..............

Hamburg-Amerika-Paket .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 5

Commerz, und Prioat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................0

Dresdner Bank........ 0

Reichsbank ................ 1-2

A.E.G......................0

Bekula.................... 10

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5

Licht und Straft ........... 6/,

Felten & Guilieaume.........0

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........5

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert L Co............... 4

Siemens L Halske............7

Lahmeyer « Co.............. 7

Buderus ....... 0

Deutsche Erdöl..............4

Gelsenkirchener.............. 0

Harpener...................0

Ewesch EisenKöln-Neuessea .. 0

Ilse Bergbau ............... -

Ilse Bergbau Genüsse........6

Klöcknerwerke .............

Mannesmann-Röhrea........ 0

29 4

8,5

4,4

6,25

4,13

32,25

34

84

109,5

92,25

94,25

94,25

158,5

37,5

136

104,25

121

89,5

121,5

103

149

121 25

96

105,25

103

119

88

77

30-4

8,5

4,05

34,55

32

34,25 84,13

109,5

92,25

94

94

158

37,5

135,25

104,5

120,75

89

121,5

122,75

149

121,25

95,75 105

102,75

118,65

88,25

76,5

29 4

4,55 6,35 4,13 34,13

32,25

27 33,75 84,25 110,25 92,25

94,25 94,25 158,5

37,65 136,25

104,5

121 89,25 121,9 122,75

103,5 149,9 121,5

95,75 105,65

103,4 91,25 148,5 118,65

88,5 76,9

30.4-

4,5

6,5

4,05

34,4

32,13

34,13

83,75

109,25

92,4

94

94

158,5

37,25

135,4

105,25

120,5

89

122

103,75

149

121

95,65

105

103,25

91,13

147,75

118,65

88,5

76,25

Datum

Mansselder Bergbau......... g

Kokewerke .................. 5

Phönix Bergbau............. 0

Rheinische Braunkohlen ..... 12

Rheinstahl ................ ßi/2

Bereinigte Stahlwerke........0

Otavi Minen ............... 0

Kaliwerke Aschersleben........5

Kaliwerke Westeregeln........ 5

Kaliwerke Salzdetfurth.....7%

I. G. Farben-Jndustrie.......7

Scheideanstalt............... 9

Goldschmidt ......... 0

Rütgerswerke ......... 4

Melallgeiellschaft..............

Philipp Hott mann...........0

Zementwerk Heidelberg ...... 6

Cementwerk Karlstadt......... 4

Schultheis Payenhofer ....... 4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg................... 0

Zellstoff Waldhof ............0

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas ...............7

Daimler Motoren....... 0

Deutsche Linoleum........... ß

Lrenstein & Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade......................0

Accumulatoren-Fabrik.......12

Contt-Gummi ............. 8

Gritzner....................0

Mainkraftwerke Höchst a.M.. 4

Süddeutscher Zucker...... 9

29 4

104,25

211 104,25 77,75

17 113,13 112,75

160

144,9 212,25

99,65

97

89,5 120,75

52,9

112,25

80,5

91,25 152,5

34,75

147,25

36,25

167

30 4

104,5

210 102,75

77,5

17 112,75 112,75

160

137,75

213

97

110

97

88,5

]21

52,75

112

112,5 80,25

91,75

152

34,5

159

147,25

36,5

92,5

166,25

29 4

104,75 111,13

210,75

104,13

77,65

17.13

113,25

112,5

160

144,4

99,9 110.75

97

89,5

106

53,13

114

112,5

80,5 123,65

91,65

152,25

86,5

112,5

147,25

I 36,65

1 167

30.4

104,75

111.4

208,5 102,5

77,25

17,13

113 112,75

160

138

98,65

109

97

89

105,75 52,75

112 112,25 80,13

123 91,25

152,75

85,5 34,13 247,5

159,75

147

167

Geld 0,658 41,98 0,201 3,047 53,47 81,10 11,975 5,285 16,38 167,68 20,68 0,704 5,649 60,19 48,95 10,87 61,75 80,72 33,92 10,35

2,478

Brief

0,662

42,06 0,203

3,053

53,57

81,26

12,005

5,295

16,42

168,02

20,72 0,706

5,661

60,31

49,05

10,89

61,87

80,88

33,98

10,37

2,482

Banknoten

Geld

0,658 41,98 0,201 3,047 53,42

81,10

11,965 5,285 16,38

167,83 20,68 0,703

5.649 60,12 48,95

10,86 61,69

80,72 33,95 10,35

2,476

lorierunq Aries

0,662 42,06 0,203 3,053 53,52 81,26

11,995 5,295

16,42

168,17 20,72 0,705

1,661 60,24

49,05 10,88

61,81 80.83

34,01 10,37

2,480

____________Lerlin,30. April__________

Amerikanische Roten..............

Belgische Roten..................

Dänische Roten .................

Englische Roten .................

Französische Roten...............

Holländische Roten...............

Italienische Roten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch L esterreich, i 100 Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Noten ...............

Geld 2,428 41,82 53,21 11,93 16,32 167,41 20,66 59,91

61,48 80,24 '

33,48

Lries 2,448 41,98 53,43 11,97 16,38 168,09

20,74 60,15

61,72 80,56 33,62