Als dann die Kliniken der Universität aus der alten Kaserne in der Liebigstraße auf das jetzige Gelände verlegt wurden, ergab sich wegen der zu weiten räumlichen Entfernung die Notwendigkeit, das Pharmakolobifche Institut in das Gebäude des Beterinäranatomischen zu verlegen, in dem es bis zur jetzigen grundlegenden Aenderung geblieben ist.
Den stetig wachsenden Anforderungnen der mo» dernen Wissenschaft konnte aber dieses vollkommen unzulängliche Gebäude auf die Dauer nicht genügen. Ich hatte bei meiner Berufung von der Medizinischen Akademie in Düsseldorf nach Gießen deswegen die Forderung stellen müssen, daß innerhalb von wenigen Jahren ein grundlegender Wandel geschaffen werden müsse. Dies war mir von der damaligen Regierung fest ungesichert worden, aber die finanziellen Verhältnisse des Hessischen Staates zeigten von Jahr zu Jahr eine fortschreitende Verschlechterung, so daß irgendwelche großzügigen Pläne, auch wenn sie noch so notwendig waren, nicht ausgeführt werden konnten. Mit der Machtergreifung unseres Führers änderte sich dies, und ich bin mir voll bewußt, daß, wenn ich als Direktor des Instituts heute an dieser Stelle in einem schönen neuen Hörsaal stehe, ich dies letzten Endes unserem Führer zu verdanken habe.
Durch das großzügige Arbeitsbeschaffungsprogramm konnte an die Verwirklichung des Planes, dem neuen Pharmakologischen Institut ein geeignetes heim zu geben, herangegangen werden.
So entstand der Dian, die frühere städtische Cholerabaracke so umzuoauen, daß sie den Anforderungen für ein modernes Pharmakologisches Institut genügen würde. Gemeinsam mit dem Hessischen Hochbauamt wurden die Pläne für den Umbau entworfen, und schon nach kurzer Zeit konnte nach Genehmigung dieser Pläne mit dem Bau begonnen werden. Herr Baurat Kuhlmann, der mit der Bauleitung betraut wurde, wird Ihnen anschließend kurz über die Baupläne, die Schwierigkeiten und die Lösung derselben berichten. Ich darf, ohne Herrn Baurat Kuhlmann vorgreifen zu wollen, hier nur das Grundsätzliche sagen. Universitätsinstitute haben einen zweifachen Zweck: sie dienen einerseits dem Unterricht der Studierenden in dem betreffenden Fach und anderseits haben sie die Aufgabe, Forschung zu betreiben. Aus prinzipiellen Gründen erstrebt man hierbei nach Möglichkeit eine räumliche Trennung für Unterricht und Forschung. Dies ist auch hier durchgeführt, denn
der Hörsaal als Unterrichtsstatte ist räumlich vollkommen von dem eigentlichen Institut als Forschungsstäkte abgetrennt.
Die wissenschaftliche Forschung arbeitet heutzutage mit so verfeinerter und komplizierter Methodik, daß für ihre Zwecke eine Reihe von Spezialeinrichtungen notwendig ist, die in verschiedenen Räumen untergebracht werden müssen. Der Grundriß und die Einteilung des vorhandenen Gebäudes mußten so ausgenutzt werden, daß ohne allzu große Aenderung eine günstige Lösung gefunden werden konnte.
Im Erdgeschoß liegen das Spülzimmer, die Mechanikerwerkstatt, ein großer physiologischer Arbeitsraum, ein Tierbeobachtungszimmer, ein weiterer physiologischer Arbeitsraum, in welchem die Thermostromuhr des Physiologen Rein in Göttingen aufgestellt werden soll, eine Apparatur, die äußerst kompliziert ist, aber für moderne Kreislaufuntersuchung unbedingt notwendig ist. Weiter liegen noch im Erdgeschoß das Direktorzimmer mit Privatloboratorium, ein Assistentenzimmer und ein kleiner Vüroraum, an den sich ein Vorbereitungszimmer für die Vorlesung und ein Raum für Aufbewahrung von Wandtafeln und pharmazeutischen Präparaten und Drogen anschließt, der die Verbindung zum Hörsaal darstellt.
Im er st en Stock liegt ein großer Raum, der zum Teil zur Aufbewahrung von Sammlungen dient, aber auch als Kurssaal für die Studierenden oder auch als Arbeitsraum für physiologische Zwecke dienen kann, ferner die Bibliothek, ein Assistentenzimmer, ein Raum für Gasanalysen, Wägezimmer, Dunkelkammer, Vorratsraum und weiter ein großer chemischer Arbeitsraum für chemische Untersuchungen und daran anschließend ein Spezialraum für Untersuchung giftiger Gase mit den entsprechenden Exhaustoren und Kompressionspumpen.
Die ganze Einteilung und die Lösung der Raumfrage dürfen nach meiner Ueberzeugung als sehr glücklich gelöst angesehen werden.
Ich möchte nicht versäumen, an dieser Stelle auch den Herren vom Hessischen Hochbauamt herzlichst zu danken. Die Zusammenarbeit mit Herrn Baurat Kuhlmann, mit Herrn Baupraktikant Schwarz war von Anbeginn an eine außerordentlich erfreuliche. Die Herren vom Hochbauamt sind allen Wünschen, die ausgesprochen wurden, und allen Anregungen mit größtem Verständnis und größter Bereitwilligkeit entgegengekommen. Auch allen Bauhandwerkern und Arbeitern, die am Bau und an der In
neneinrichtung beschäftigt waren, sei an dieser Stelle der herzlichste Dank ausgesprochen."
Der Redner dankte weiter allen seinen Mitarbeitern im Institut, die sich mit unermüdlichem Eifer in den Dienst der Sache stellten und betonte, nur durch diese kameradschaftliche Zusammenarbeit sei es ermöglicht worden, alles bis ins kleinste so vorzubereiten, daß
das Gesamtwert als in jeder Richtung glücklich gelungen bezeichnet werden darf.
Zum Schluß umriß er noch kurz die Aufgaben eines Pharmakologischen Instituts; er sagte: Die Pharmakologie lehrt die Wirkung der Arzneimittel und Gifte auf den Körper. Arzneimittel und Gift sind ja lediglich ein Quantitätsbebriff, denn jedes Arzneimittel kann bei unzweckmäßiger Anwendung, oder in zu hoher Dosis zum Gift werden. Bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts hatte sich die Pharmakologie darauf beschränkt, Arzneipflanzen und Drogen zu beschreiben, ohne überhaupt auf die Wirkung der Arzneimittel, oder gar auf die Zusammenhänge zwischen Krankheit und Wirkung eines Heilmittels einzugehen. Als erster erkannte B u ch h e i m die Notwendigkeit, die Pharmakologie nicht mehr als einen Zweig der praktischen Medizin zu betrachten, sondern als eine Experimentalwissenschaft, die sich, da sie eine Physiologie mit klinischer Fragestellung ist, der gleichen Methode wie die Physiologie bedienen muß. So bemüht sich die Pharmakologie für das, was auf empirischer Grundlage, sei es in der Volksmedizin, oder auf Grund ärztlicher Erfahrung als Heilmittel angewandt wird, die rationelle Grundlage zu schaffen.
Es ist ein rein biologisches Denken, das in der Pharmokologie angewandt wird, und es wird die wissenschaftliche Vetrachlungsform alle Zeit das Rückgrat der ärztlichen Tätigkeit bilden müssen. Der Studierende soll beim Pharmakologen das Verständnis für die Wirkung der Arzneimittel lernen. Die Bereicherung unseres Arzneischahes in der Forschungsrichtung soll nicht nur darin liegen, neue Arzneimittel, die vom Chemiker synthetisch dargestellt werden, zu finden, sondern auch darin, für eine Reihe in der Volksmedizin angewandte Arzneimittel und Pflanzen die wissenschaftliche Grundlage zu geben, um ihren Wert beurteilen und ihre Indikation klar Herausstellen zu können.
In diesem Sinne wird Forschung und Unterricht auch in diesem Institut betrieben werden, und ich hoffe, daß auch dieses neue Institut unserer Alma mater Ludoviciana zur Zierde gereichen wird.
Regierungsbaurat Kuhlmann
als Vorstand des Hessischen Hochbauamtes Gießen dankte der Staatsregierung für die Uebertragung dieser Bauaufgabe, dem Direktor des Pharmakologischen Instituts, Prof. Dr. Hildebrandt, für sein Vertrauen und seine Unterstützung bei der Lösung dieser Aufgabe, sowie allen Mitarbeitern bei diesem Werk. Dann gab er eine Uebersicht über die mannigfachen Schwierigkeiten, die bei den besonderen Verhältnissen dieses Umbaues und bei der nicht erweiterungsfähigen Kreditsumme zu überwinden waren. Er teilte in diesem Zusammenhänge mit, daß als Baukredit 100 000 RM. und ein vorhandenes Gebäude mit Gelände, die ehemalige Seuchenbaracke, zur Verfügung standen. Hierauf schilderte er die Ausführung des Baues in den wesentlichen Einzelheiten, wobei er mitteilte, daß die gesamte Bauanlage in knapp zehn Monaten abgeschlossen werden konnte, eingerechnet eine erhebliche Pause infolge Frost- und Regenwetter. Die Inneneinrichtung bezeichnete er als neuzeitlich und auf die vielseitigen Erfahrungen im Instituts- und Kliniksbau gegründet. Zum Schluß beschrieb er eingehend den Horsaal-Kuppelbau und schilderte dabei die Gründe, die für diese Bauform ausschlaggebend waren. Seine Ansprache ließ er ausklingen in dem Wunsche, es möchte das Pharmakologische Institut und sein Leiter, Prof. Dr. Hildebrandt, in diesem neuen Heim eine befriedigende Stätte finden zur Förderung der Wissenschaft und zum Wohle unseres Vaterlandes.
M Klostermann
übermittelte zunächst den Dank des Gauleiters für die Einladung, der er infolge dringender Verhinderung durch wichtige politische Arbeiten leider nicht Folge leisten konnte. Der Gauleiter ließ deshalb durch den Redner seine Grüße und besten Wünsche für dieses neue Werk übermitteln. Der Redner sagte dann u. a. weiter: Wenn heute, am Vorabend des 1. Mai, diese Einweihungsfeier stattfindet, dann drängen sich uns Gedanken auf, die morgen wiederum als Gemeingut des ganzen deutschen Volkes bekundet werden: die Gedanken des Geistes und des Willens zur Gemeinschaft.
Möge dieser Geist der Gemeinschaft auch von diesem Institut, von der stillen Arbeit der Forschung über die Industrie in das Volk hinaus- sirahlen, weil nur aus diesem Geist herc as die Arbeiter der Stirn und der Faust durch gemeinsame Arbeit das Veste für das deutsche
Volk herausholen können.
Wenn in der kommenden Zeit dieser Ge.st der Gemeinschaft Richtschnur alles Handelns ist, dann wird auch in diesem neuen Institut ein wertvoller Baustein beigetragen zur Wiedererhebunb unseres Volkes, zur Achtung des deutschen Arbeiters und der deutschen Wirtschaft in der ganzen Welt und zur Mehrung des deutschen Ansehens. Das soll unser Wunsch für dieses neue Institut, sein.
Der Rektor pros.Dr.psahler erinnerte in seiner Ansprache an mancherlei Raumnöte der Universität und hob dann hervor, daß durch die Schaffung dieses Instituts ein Teil der Raumsorben von der Universität genommen sei. Hierfür sprach er der Regierung den herzlichen Dank der Universität aus. Er wies dann auf die vielfachen Verzichte der Universität in früheren Jahren hin und bat die Regierung um tatkräftige weitere Förderung der Universität bei ihrem Bestreben zur Ueberwindung der Raumnot. Den Vorabend des Tages der nationalen Arbeit bezeichnete er als den richtigen Tag zur freudigen Uebernahme dieses Werkes als eine wertvolle Bereicherung der Universität. Weiter sprach er dem Direktor des Pharmakologischen Instituts, dem Baumeister und
allen Mithelfern bei der Errichtung dieses Werkes den Dank der Universität aus, mit dem er zugleich die herzlichsten Wünsche für ein segensreiches Wirken in den neuen Räumen zum Wiederaufstieg Deutschlands verknüpfte.
Prof. Dr. Fischer
als Dekan der Medizinischen Fakultät brachte deren herzliche Wünsche für das neugeschaffene Pharmakologische Institut zum Ausdruck, er beglückwünschte aber auch die Medizinische Fakultät, weil dieses neue Heim für die Fakultät einen Wertzuwachs, eine Mehrung ihres Ansehens und eine Steigerung ihrer Arbeitsmöglichkeiten bedeute. Zum Schluß dankte er allen staatlichen Stellen und den hochherzigen Förderern aus der Industrie herzlich für ihre Mithilfe bei diesem Werk.
prot.Dr. Hildebrandt
als Hausherr und Leiter des Instituts dankte für die Glückwünsche und erklärkte, dgß in dem Institut immer alle Kraft darangeseht werden solle, um die Wünsche und Hoffnungen zu verwirklichen. Sodann brachte er dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, dessen Kämpfen und Wirken auch dieses neue Heim zu verdanken sei, dreimalige Siegheil-Rufe dar, die von der Versammlung freudig ausgenommen wurden. Damit fand die Einweihungsfeier ihren Abschluß.
Hierauf folgte ein Rundgang durch das neue Heim, bei dem die Besucher alle Einrichtungen mit starkem Interesse besichtigten.
Wirtschaft.
Rindermarkt in Gießen.
Auf dem Rinder-Nutzviehmarkt in Gießen am vorigen Dienstag standen 743 Stück Großvieh, 243 Fresser und 191 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 400 bis 520 Mark, 2. Qualität 280 bis 360, 3. Qualität 160 bis 210; Schlachtkühe a) 280 bis 410, b) 110 bis 200; Rinder, bis ^jährig, 90 bis 140, bis zweijährig 140 bis 210, tragend 200 bis 400 Mark; Kälber, das Pfund Lebendgewicht 30 bis 40 Pf. Ausgesuchte Tiere über Notiz. — Marktverlauf: lebhaft, geräumt.
Rhein-Mainische Mittagsbörse.
Uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 30. April. Bei wieder sehr stillem Geschäft setzte die Börse in uneinheitlicher Haltung ein, die Veränderungen erreichten indessen nach beiden Seiten kein größeres Ausmaß. Die Kulisse übte weiterhin stärkste Zurückhaltung und nahm verschiedentlich noch kleine Abgaben vor, auch seitens der Privatkundschaft erfolgten noch einige Verkäufe, denen nur geringe Aufnahmebereitschaft gegenüberstand. Die Unterbrechung des Ge- scyäftes durch den morgigen Feiertag blieb auf das geringe Ausmaß der Umsätze nicht ohne Einfluß. Infolgedessen vermochten sich auch einige vorteilhafte Wirtschaftsmeldungen nicht auszuwirlen, immerhin verliehen sie der Gesamthaltung eine gute Stütze.
Am deutschen Rentenmarkt bestand etwas Nachfrage, und auch das Geschäft in manchen Werten war etwas größer. Altbesitz lagen mit 113,40 unverändert, während Zinsvergütungsscheine auf 89,65 (89,50), späte Reichsschuldbuchforderungen auf 97,13 (96,90) und 6 v. H. Stahlverein auf 101,40 (101,13) anzogen. Kommunal-Umschuldungen blieben aber angeboten und bröckelten weiter ab. Von fremden Werten lagen Mexikaner kaum behauptet.
Am Aktienmarkt eröffnete IG. Farben ex Dividende mit 138 (minus 0,65)), Scheideanstalt gewannen 0,25 v. H. Von Elektrowerten lagen Schuckert und Siemens je 0,75 v. H., Gesfürel 0,25 o. H. fester, AEG. blieben behauptet, während Licht & Kraft 0,50 o. H. verloren. Am Montanmarkt zogen Klöckner 0,90 v. H., Harpener 0,25 v. H. an, Stahlverein, Rheinstahl und Mannesmann bröckelten bis 0,75 v. H. ab. Von sonstigen Werten eröffneten Daimler 0,50 v. H., Moenus 0,25 v. H., Ce- ment Heidelberg 0,25 v. H., Zellstoff Waldhof 0,25 v. H., Reichsbank 0,40 v. H. und Schiffahrtswerte bis 0,25 v. H. freundlicher. Westdeutsche Kaufhof, Hanfwerke Füssen gaben bis 0,25 v. H. nach, Deutsche Linoleum, AG. für Verkehrswesen und Metall- gesellschaft lagen gut behauptet.
Auch in der zweiten Börsenstunde herrschte starke Geschäftsstille, lediglich in mexikanischen Anleihen wurde das Geschäft bei wieder leicht befestigten Kursen etwas belebter. Deutsche Anleihen lagen sehr ruhig, aber voll behauptet, Auch Kommunal-Um- schuldung. Pfandbriefe und Stadtanleihen wiesen nur geringfügige Veränderungen auf. Anatolier Eisenbahn lagen fest und erhöhten sich auf 34,55 (34).
Aktien erfuhren gegen den Anfang keine Veränderungen, Schiffahrtswerte, die nach dem ersten
Kurs leicht anzogen, bröckelten noch unter das Er- öffnungsnioeau ab. Etwas fester notierten Reichsbank mit 159 nach 158,90 und Scheideanftalt mit 213 nach 212,50, dagegen gaben IG. Farben auf 137,75 v. H. nach. Der Kaffamarkt lag still.
Togesgeld war zum Ultimo gesucht und zog auf 3,25 (2,75) v. H. an.
Abendbörse ruhig.
Die Abendbörse nahm einen sehr ruhigen Verlauf, die Kurse lagen im Vergleich zum Berliner Schluß in den meisten Fällen nur knapp gehalten. Schwach waren Th. Goldschmidt mit 97 (98,65). Großbankaktien notierten gegen die Mittagsbörse unverändert.
Am Rentenmarkt entwickelte sich bei noch leicht anziehenden Kursen auf feste Pariser Meldungen in mexikanischen Anleihen etwas lebhafteres Ge- fchäst, ferner vermochten sich ungarische Staats- paptere noch über den festen Schluß der Berliner Börse hinaus bis zu 0,15 v. H. zu befestigen. Deutsche Anleihen lagen ruhig und unverändert.
Es notierten: Altbesitzanleihe 113,30, 6 v. H. Stahlverein 101,25, 6 v. H. Daimler-Benz 103,50, 4,50 v. H. Franks. Pfandbriefbank Gold R. 17,96, 5 v. H. äußere Goldmexikaner 13,90, 5 v. H. innere Silbermexikaner 6,20, 3 v. H. do. 5,30, 4,50 v. H. Ungarn von 1913 7,50, 4,50 v. H. do. 1914 7,50, 4 v. H. do. Goldanleihe 7,75 bis 7,65 bis 7,70, Bekula 135,25, IG. Chemie Basel volle 172,50, Conti Gummi 147,25, Deutsche Erdöl 105, Scheideanstalt 213, Deutsche Linoleum 152, Licht & Kraft 120,75, IG. Farben 137,75, Gesfürel 121,50, Goldschmidt 97, Harpener 102,75, Holzmann 88,50, Kali Aschersleben 112,75, Klöckner 88,25, Mainzer Brauerei 80,50, Mannesmann 76,50, Rheag Stamm 122,75, Rheinstahl 102,50, Siemens 149, Stahlver- ein 77,50, Bank für Brauindustrie 115, Commerzbank 92,25, DD.-Bank 94, Dresdner Bank 94, Reichsbank 158, Reichsbahn-VA. 122,65, Hapag 32.
Schweinemarkt in Schotten.
< Schotten, 30. April. Der heutige Schweine- markt war mit 550 Ferkeln und Läuferschweinen beschickt. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel bis zu 22 Mark, 8 bis 10 Wochen alte Tiere bis zu 26 Mark, 10 bis 12 Wochen alte bis 30 Mark, Läuferschweine 40 Mark pro Stück. Der Handel war flau, es verblieb Ueberftanb.
Rundiunkproqramm.
Samstag, 4. Mai.
6 Uhr: Bauernfunk. 6.15, 6.30: Gymnastik. 6.55: Morbenspruch, Choral. 7: Frühkonzert. 8.15: Gymnastik. 9: Nachrichten. 9.15: Konzert. 10: Nachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Die besten Schallplatten der Woche. 15: Jugendfunk. 16: Nachmittagskonzert. 18: Stimme der Grenze. 18.20: Stegreifsendung. 18.35: Wir schalten ein! Das Mikrophon unterwegs. 19: Präsentier- und Parademärsche ehem. deutscher Regimenter. 20: Nachrichten. Anschließend: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15: Bunter Abend. In der Pause 22: Nachrichten. 24 bis 2: Nachtkonzert.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter
Frankfurt a.M.
den Papieren
Berlin
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n die Höhe dc Frankfurt 0. M
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ofienen Dividende an. —
Reichsbankdis Frankfurt a. M.
tont 4 0 H., £
Berlin
.ombardzinsfuß 5 v. H.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
Schlußkurs
Schlußk. Abend»
Schlußkurs
Schlußk.
Mittag-
Schluß- kurS
Schlußk. Abmdbörse
Schluß« lurS
Schlußk. Mittag- börse
Schluß- kurs
Schlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Swlußk. Mittagbörse
Buenos Aire Brüssel .... Rio de Jan.
Sofia ......
Kopenhagen. Danzig .... London .....
HelstngforS.. Paris ......
Holland .... Italien.....
Iavan ......
Jugoslawien
Lsto..... :
Wien.......
Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag.......
Budapest ... Reuyork ...
29.April
30. April
Oatum
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Neichsanl. von 1934 6\t% Voung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös>Schuld mit
AuSlos.-Rechten .............
4*/,% Deutsche Reichspostschahan- Weisungen von 1934, I.......
6% el)cm.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............
4yt% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........
6*/i% ehem. Hess. Landes.Hypo. lhekenbank Darmstadt Lloui ...
4V.% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverickr. R.6 Oberhessen Provtnz-Anlethe mit
Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar biS 1935
6/2% ehem. 4/2% Franks. Hhp.- Bank-Liqu.-Pfandbriefe.......
6/2% ehem. 4/r% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....
**/*% ehem. 8% Pr. Landespfandbriesanstalt, Psandbriefe R. 19 4/*% ehem. 7% Pr. Landespfand- briefanst., Gold Komm. Obl.VI
Steuergutsch.verrechnungSk. 35-39
4% Oesterrelchische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4/2% desgl. von 1913..........
6% abgesi. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie l.....................
29 4-
100,13
97,4 102,5
113,4
100,4
98
96,25
100,5
92
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96
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96,25
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26,75
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7,6 7
l ,25 13,65
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30-4
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97
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113,3
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7
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7,55
13,8
Datum
4% desgl. Serie 11 .............
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
4!4%Rumän.vereinh.Rentev.lgl3 4% Rumänische vercinh. Rente ..
214% Anatolier ..............
Hamburg-Amerika-Paket .....0
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Norddeutscher Lloyd .........0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 5
Commerz, und Prioat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................0
Dresdner Bank........ 0
Reichsbank ................ 1-2
A.E.G......................0
Bekula.................... 10
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5
Licht und Straft ........... 6/,
Felten & Guilieaume.........0
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5
Rheinische Elektrizität ........5
Rhein. Wests. Elektr..........6
Schuckert L Co............... 4
Siemens L Halske............7
Lahmeyer « Co.............. 7
Buderus ....... 0
Deutsche Erdöl..............4
Gelsenkirchener.............. 0
Harpener...................0
Ewesch Eisen—Köln-Neuessea .. 0
Ilse Bergbau ............... -
Ilse Bergbau Genüsse........6
Klöcknerwerke .............
Mannesmann-Röhrea........ 0
29 4
8,5
4,4
6,25
4,13
32,25
34
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8,5
4,05
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34,25 84,13
109,5
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94
94
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27 33,75 84,25 110,25 92,25
94,25 94,25 158,5
37,65 136,25
104,5
121 89,25 121,9 122,75
103,5 149,9 121,5
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89
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105
103,25
91,13
147,75
118,65
88,5
76,25
Datum
Mansselder Bergbau......... g
Kokewerke .................. 5
Phönix Bergbau............. 0
Rheinische Braunkohlen ..... 12
Rheinstahl ................ ßi/2
Bereinigte Stahlwerke........0
Otavi Minen ............... 0
Kaliwerke Aschersleben........5
Kaliwerke Westeregeln........ 5
Kaliwerke Salzdetfurth.....7%
I. G. Farben-Jndustrie.......7
Scheideanstalt............... 9
Goldschmidt ......... 0
Rütgerswerke ......... 4
Melallgeiellschaft..............
Philipp Hott mann...........0
Zementwerk Heidelberg ...... 6
Cementwerk Karlstadt......... 4
Schultheis Payenhofer ....... 4
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg................... 0
Zellstoff Waldhof ............0
Zellstoff Aschaffenburg .......0
Dessauer Gas ...............7
Daimler Motoren....... 0
Deutsche Linoleum........... ß
Lrenstein & Koppel ..........0
Westdeutsche Kaufhof.........0
Chade......................0
Accumulatoren-Fabrik.......12
Contt-Gummi ............. 8
Gritzner....................0
Mainkraftwerke Höchst a.M..„ 4
Süddeutscher Zucker...... 9
29 4
104,25
211 104,25 77,75
17 113,13 112,75
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144,9 212,25
99,65
97
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52,9
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36,25
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30 4
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210 102,75
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17 112,75 112,75
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112,5 80,25
91,75
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34,5
159
147,25
36,5
92,5
166,25
29 4
104,75 111,13
210,75
104,13
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17.13
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160
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97
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53,13
114
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80,5 123,65
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1 167
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208,5 102,5
77,25
17,13
113 112,75
160
138
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109
97
89
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112 112,25 80,13
123 91,25
152,75
85,5 34,13 247,5
159,75
147
167
Geld 0,658 41,98 0,201 3,047 53,47 81,10 11,975 5,285 16,38 167,68 20,68 0,704 5,649 60,19 48,95 10,87 61,75 80,72 33,92 10,35
2,478
Brief
0,662
42,06 0,203
3,053
53,57
81,26
12,005
5,295
16,42
168,02
20,72 0,706
5,661
60,31
49,05
10,89
61,87
80,88
33,98
10,37
2,482
Banknoten
Geld
0,658 41,98 0,201 3,047 53,42
81,10
11,965 5,285 16,38
167,83 20,68 0,703
5.649 60,12 48,95
10,86 61,69
80,72 33,95 10,35
2,476
lorierunq Aries
0,662 42,06 0,203 3,053 53,52 81,26
11,995 5,295
16,42
168,17 20,72 0,705
1,661 60,24
49,05 10,88
61,81 80.83
34,01 10,37
2,480
____________Lerlin,30. April__________
Amerikanische Roten..............
Belgische Roten..................
Dänische Roten .................
Englische Roten .................
Französische Roten...............
Holländische Roten...............
Italienische Roten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch L esterreich, i 100 Schilling
Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
Spanische Noten.................
Ungarische Noten ...............
Geld 2,428 41,82 53,21 11,93 16,32 167,41 20,66 59,91
61,48 80,24 '
33,48
Lries 2,448 41,98 53,43 11,97 16,38 168,09
20,74 60,15
61,72 80,56 33,62


