Ausgabe 
2.5.1935
 
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wurde Eberhard Wolfganq Moeller für eine beiden GedichtsbändeBerufung der

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Die Wehrmacht schützt die deussche Arbeit

General Göring spricht auf der Schlußkundgebung im Lustgarten.

ben ßen mit

Mit dem Finale aus der 4. (L-Moll-) Symphonie oon Johannes Brahms, gespielt von der Staats- kapelle unter Leitung von Staatskapellmeister Prof. Heger fand die weihevolle Festsitzung der Reichs- kulturkammer einen würdigen Abschluß

Auch auf dem Gebiete der Buchproduktton konnten wir manche große Leistung mit Freuden registrieren. Auch hier standen in erster Reihe junge namenlose Menschen, die schöpferisch vorwärts drangen. Ueberragend in dieser Gesamtproduktion ist ein Name: Der nationale Buchpreis 1934/35

Wieberaufrichtung unseres Volkes, das ist und muß. meine deutsche Jugend, dein größtes Erlebnis sein! Generationen ist keine ähn­lich große Aufgabe gestellt gewesen, und Ge­nerationen konnten keine gleiche Aufgabe erfüllen. Dem heutigen deutschen Volk wurde es gegeben, eine Arbeit wohl für viele Jahr­hunderte zufammengeballt in wenigen Jahren zu leisten. Ihr. meine deutsche Jugend. Ihr erlebt diese Arbeit an Euch und unserem Volke Und diese Arbeit der deutschen Volkswerbung lst zugleich Eure Aufgabe für die deutsche Zu­kunft. Sie ist Eure Pflicht!

Als der große Kampf um das neue Deutschland begann, da habe ich mich bemüht, die deutsche Jugend den Parteien wegzunehmen und sie Deutsch- and zu neben. Heute sollt Ihr Deutsch- VQ nJLa Ve Chören! So wie Ihr aber Deutschland gehört, muß Deutschland auch stolz sein können auf Euch, und zwar nicht nur auf Euch als Gesamtheit, sondern auf Euch als einzelne. Deshalb habt Ihr die Aufgabe, nicht nur Euch als Gesamt­heit zu gestalten, sondern Euch auch als einzelne in lene Form §u bringen, die Deutschland mit Stolz auf jeden einzelnen von Euch sehen und schauen laßt. Jeder deutsche Junge, jedes deutsche Mädchen sie müssen durchdrungen sein von dem heiligen Pflichtbewußtsein, Reprä­sentanten unseres Volkes zu werden! Sie müssen durchdrungen sein von der Empfindung daß sie alles das in sich zu verkörpern haben, was Deutschland mit Recht auf fein Volk stolz sein lassen kann. Das ist die Erwartung, die die deutsche Gegenwart an Euch als die Träger der deut­schen Zukunft richtet. Und dies ist auch d i e g r o ß e Hoffnung, die ich heute vor Euch ausfpreche.

Groß ist das Geschehen der Gegenwart. Ls würde aber vergeblich fein, wenn Ihr nicht eine dauerhafte deutsche Zukunft garantiert. Ihr seid ein Glied in der deutschen Schicksalskette. Sorgt dafür, daß es stark wird, auf daß nicht an Luch diese kette reiht und damit das Leben unseres

Volkes endet.

benöäthecn pfej^

Der Festakt her Reichskulstirkammer in her Staatsoper.

fern Biefenstahl erhält den nationalen Mmpreis, Wolfgang Eberhard Möller den nationalen Buchpreis für 1934/35.

Hgen Sott (Stürmischer Beifall.) Es ist nicht wahr, daß diese Jugend ohne Ehrfurcht sei. Schaut auf den ^K^erusswettkampf und erkennt in ihm die ehr­furchtsvolle Verneigung der ganzen jungen Genera- Deutschlands kst" bie rugl°"ch die Idee

o2Qlber Rede des Reichsjugendführers fang der 3000 nÄann ftarfe Chor der HI., des DJ. und des n r 2Xn B^leb DOn dem Arbeiterdichter Heinrich & r komponiert von Fritz S o t k e,Tritt heran, Arbeitsmann", das ein eindrucksvolles Be- Sanntrat^ bcut^cn ^ugenb 3ur Arbeit darstellt.

Reichsmimster Dr. Goebbels

an die Rampe und sührte u. a. folgendes aus: Deutsch- Jungen und Mädels! heute am frühen Morgen hatte es den Anschein, als sollte unter I.-Mai-Tag em Winterfest werden. Nun aber ist ib/e ,$SoI.ten. gegangen und Hit. ler..Wetter liegt wieder über Berlin kein Uall, daß wir dieses große National- fts des deutschen Volkes im neuen Staate gerade mit derIu gen d beginnen. Denn der Staat, den wir errichteten, wurde für bie Iuaend

Die Jugend ist die Avantgarde un> serer kämpfenden Formationen gewesen und sie hat em Anrecht darauf erworben, daß dieser ?t°°t l be£ ein StaatderJuaendist und bleibt^ em Staat mit jungen Ideen und h?e?f*maSnern geführt. In diesem Staat, meine deutschen Jungen und Mädels, müßt ihr hineinwachsen. Ihr müßt diesem Staat die Tugenden der Zusammengehörigkeit, der Kamerad­schaft, des Mutes und der Treue pflegen

Dann trat

,ro tztuiunu o e r ungen Zeit" undDie Briefe der Ge- allenen" zuerkannt. Es bereitet mir eine be­endete Freude, damit einen Dichter aus der jungen Generation mit dem höchsten staat- lichen Literaturpreis auszeichnen zu können. Eine ,unge Begabung, die zu besonderen Hoffnungen be­rechtigt und der den diesjährigen Nationalpreis an­zuvertrauen mir eine Ehrenpflicht der kämpfenden Bewegung gegenüber ist. Das ganze Volk spricht den beiden Preisträgern seine herzlichsten Glück- wünsche aus. An der Spitze des Reiches steht wie- der e i n künstlerischer Staatsmann. Wir empfinden das alle mit tiefer innerer Beglückung Darum vor allem ist das geistige Deutsch- land bei ihm, und in Treue und Verehrung zollt es ihm an diesem festlichen Tage den Tribut semer Dankbarkeit. Faust und Stirne stehen vereint m edlem Streben, in Gehorsam seinen Aufgaben zu dienen. Möge aus dem Segen feines Werkes die Kraft entspringen, die unser ganzes Volk de- scelen muß im Verfechten der großen Ideale des Friedens, der Ehre, der sozialen Wohlfahrt und der ^lute Dt?n und Wissen, die uns mit allen wahrhaft edlen Menschen dieser Erde auf das Tiefste verbinden."

Die Sicherheit unseres Volkes wollen wir nicht mehr in feigen Kompromissen in Genf aus» und verhandeln lassen. Deutschland war müde geworden, Amboß zu sein, auf den die Hämmer der anderen niedersausten; da griff mit nerviger Faust Adolf Hitler an den Hammer. Deutschland schmie­det nun sein Schickfa l selbst, auf eigene Straft bauend. Wir wollen die anderen Staaten nicht antasten, sie mögen selbst ihr Schicksal gestalten, wie wir es auch für Deutschland wollen. Wahnwitz aber ift es, zu glauben, Europa könnte leben, wenn das Herz Europas, Deutschland, vernichtet wird. Wir wollen die anderen in Frieden lassen, wir wollen aber auchseldstinFriedengelassenwer- den. Der Deutsche hat jetzt seine Sicherheit, er kann wieder ruhig schlafen, weil nicht mehr Feiglinge, sondern Männer über Deutschland wachen. Jetzt ist der deutsche Arbeiter wieder in seiner deutschen Hei- mat zu Hause.

Der Ministerpräsident schloß seine mit stürmischem Beifall aufgenommene Ansprache mit dem Dank an Gott, der Deutschland in schwerer Zeit den Mann schenkte, dem es zuzuschreiben ist, daß die tausend­jährige Geschichte des Deutschen Reiches nicht in Schande endete. Begeistert stimmten die Massen ein in das dreifache Sieg-Heil auf Adolf Hitler, unseres Deutschen Reiches Führer und Kanzler.

Wir gehen einer harten Zeit entgegen. So wie der Wind heute um uns die Fahnen flattern läßt, fo wird er vielleicht die nächsten Jahre um Deutsch­land manche Wolken und Gewitter aufziehen lassen Es soll uns nichts furchtsam machen kön­nen auf dieser Welt! Ihr, meine deutsche Jugend, sollt em Garant sein für die Sicherheit der Existenz und damit der Zukunft unseres deutschen Volkes. (Unbeschreiblicher Jubel.) WennichEuchgrüße so grüße ich damit Deutschland! Das Deutschland der Ehre und des Fleißes, der Arbeit und der Treue, das Deutschland des Friedens, aber auch der Tapferkeit. Deutschland Sieg Heil! Nach der Rede des Führers brandeten die Heilrufe minu­tenlang immer wieder zur Schloßrampe empor. Das Lied der HitlerjugendVorwärts, Vorwärts!" und ein Heil auf den Führer, das Baldur von Schirach ausbrachte, beendeten die Jugendkund­gebung.

feststellen, das mit echter Gesinnung und gro- künstlerischen Mitteln zu Werke ging, und da- sichtbar über die Gesamtproduktion des Jahres hmausragte. Ich nenne dabei nur die beiden Filme Der alte und der junge König" und be- sondersDas Mädchen Johann a". Es mußte daher schwer fallen, den Träger des Film- Preises zu ermitteln bis die überragende Leistung des nationalsozialistischen Parteitag- f 11 m sTriumph des Willens" dem Kopf­zerbrechen ein Ende machte. Der nationale Film- Preis 1934/35 wurde Leni Riefenstahl für Den Film vom Reichsparteitag zuerkannt. Dieser Film ist zeitnahe, weil er die Zeit darstellt. Er bringt in monumentalen, niegesehenen Bildern das hinreißende Geschehen unseres politischen Lebens.

klingt das eherne Lied des nationalsoziali­stischen Aufbruchs wider. Der Held dieses Filmes ist unser deutsches Volk, verkörpert durch die einzig­artige Erscheinung des Führers.

und handfestes Theakermlk einem anständigen, künstlerischen Spiel- plan. Dir warten auf die monumentalen Filme, die zum Teil schon fertig, zum Teil in Arbeit, zum Teil noch im Projekt find. Wir arbeiten an einem zeit- und wirklich­keitsnahen Funk, der das ganze deutsche Volk erfassen soll. Wir hoffen auf eine cha­raktervolle, plastische und male­rische Kunst, die sich auf die Kräfte der Zeit besinnt und ihnen lebendigen Ausdruck verleiht. Wir sehen im Geiste schon Riesen­bauten erstehen, die den großen schöpfe- rischen Geist unserer Epoche in unvergäng­lichem Stein verewigen. Wir wissen, daß eine edle Dichtung als große Zeitge- sialtung im Anbruch ist, und sehen heute schon diesen ganzen geistigen Reubauprozeh be­gleitet von einer deutschen Presse, die in Wahrheit und Wirklichkeit Sprachrohr der

Ration und des Volkes ist.

Er kann nur von neuen Menschen mit neuen $öe al en praktisch durchgeführt werden. Er ist die große Aufgabe der Jungen, die hinter uns stehen und eines Tages mutig zu einer eine« nen Gestaltung vorstoßen werden. Die Wort­führer des Liberalismus können nie» m als bie Wortführer des neuen Reiches fein. Wo wir sie gewahren ließen, da haben sie u n f e r e © r o z u g i g f e i t vielfach mißverstanden, unö roeil sie sie als Schwäche auslegten, wagen sie sich heute wieder hier und da nach vorne, um ihr ©lurf aufs neue zu versuchen. Die ganz Klugen unter ihnen haben unsere eigene Flagge aufgezogen, UM unter ihrem Schutz die Konterbande ihrer überlebten Ideale über die Zollgrenzen unserer Wirksamkeit, einzuschmuggeln. Sie tarnen sich als Moderne weil sie auch uns von der Anast des Sp eßers erfüllt glauben, als unzeitgemäß verhöhnt zu werden. Die Modernen lagern zu dieser Stunde in den Fähnlein der Hitlerjugend oder in den Aufmarschzügen des schas- enden Volkes irgendwo auf den Maifeldern un- erer großen Demonstrationen, und ihr heißes Herz schlagt stürmisch im Rhythmus der Massen mit. Ihre seelische Kraft ist so stark, daß sie den Hyper- mobermsmus ebenso spielenb leicht überwinden wird, wie die muffige Reaktion, die sich ungerufen unö nur lästig fallend an unsere Rockschöße zu hän­gen versucht. Damit komme ist zur

Verkündung der beiden Nationalpreise für Film und Buch,

die für bas Jahr 1934/35 von der Reichsregierung ausgeteilt werben. Wir konnten auf bem Gebiete bes Films auch in biefetn Jahre manches eble Bestre-

Berlin 1. Mai. (DNB.) Den Abschluß ber offiziellen Veranstaltungen zum Nationalen Feier­tag bes deutschen Volkes bildete in der Reichs­hauptstadt am späten Abend ein von Angehörigen Der Wehrmacht und Mitgliedern der verschiedensten Verbände, insgesamt 10 000 Mann, gebildeter u ,o ck? lzUg, der sich vom Westen her gleich einem mächtigen Feuerstrom durch das nächtliche Berlin, die Innenstadt und die Linden bewegte, um bann mi Lustgarten den eindrucksvollen Rahmen für die Schlußkundgebung abzugeben.

Die Abordnung der Wehrmacht, an der Spitze des Zuges, fetzte sich aus 600 Mann zusammen, , Infanterie, Marine und Fliegern.

Voran marschierten die vereinigten Musikkorps des Wachregiments Berlin, des Infanterie-Bataillons Doberrtz und der Nachrichtenabteilung Potsdam. Die Marineabordnung bestand aus 100 Mann der ersten Marine-Unteroffizier-Lehrfchule Kiel-Fried- richsort, während die ebenso starke Abordnung der Flieger von der Flakabteilung Döberitz gebildet wurde. Die stärksten Verbände stellten die SA der Arbeitsdienst, die SS. und das NSKK. Kleinere Abordnungen entsandten die Landespolizei, die Schutzpolizei, das Feldjägerkorps, die politische Organisation, Bahnschutz, Technische Nothilfe der NSDFB. (Stahlhelm), der Deutsche Luftsportver^ band, die Feuerwehr und das Rote Kreuz.

Trotz des frostkalten Abends hatte sich rings um wese traditionelle Stätte der politischen Massenver­sammlungen Berlins eine ungezählte Menschen­menge m Erwartung des Fackelzuges eingefunden, die den riesigen Platz ebenso wie die Straße Unter den Linden dicht umsäumte. Der Lustgarten bot ein phantastisches Bild. Schon von weitem hoben sich die festlich illuminierten Kuppeln von Dom und Schloß mit dem dunklen Grün ihrer Patina leuch­tend gegen den nachtschwarzen Himmel ab. Inmit­ten bes Platzes leuchtete ber von mehreren Schein­werfern angestrahlte riesige Maibaum mit sei­nem Kranz von Hakenkreuzfahnen unb seinem bun­tem fümmernben Festschmuck. Von ber Schloßfront grüßte weithin sichtbar eine über bie ganze Schloß­hohe gespannte und zwei ebensolchen Hakenkreuz­fahnen flankierte schwarzweißrote Fahne mit dem gewaltigen Eisernen Kreuz in der Mitte, bas Symbol ber wieberer­st a n b e n e n Wehrmacht. Kurz nach 22 Uhr fünbigten Marschmusik unb Heilrufe von ben Lin­den her bas Herannahen bes Fackelzu - ges an. Inzwischen hatten sich auf bes Schloß­rampe bie vielen Ehrengäste eingefunben, unter ihnen ber Bunbesführer der NSDFB. (Stahlhelm) Reichsminister S e l b t e, Reichsminister Kerrl' Generalleutnant D a l u e g e, Polizeipräsibent von Levetzow, Obergruppenführer von Jagow, General ber Lanbespolizei Wecke.

her Führer

an bie Rampe, stürmisch umjubelt von ber Jugenb, b GinJ1 'u ?u x2öorte kommen ließ,

ihr e5,j° ^aQte ber Führer, bie

iht erlebt. Was Generationen oft nicht beschie- mlWk*$ Das Reich, bas ihr nicht

uns in feiner Größe aber unver- gleichlick ist, liegt weit hinter uns. Die Zeit trau» riger Zerrissenheit aber, bie es ablöste, ist zum größten Teil bei euch noch in junger unb frischer ^en\rF°6en Reiche folgte bie trau- ngfte Epoche Deutscher Geschichte. Der beutsche Storch ^,n,Oncn ^"schen auf bas Tiefste er- Auttert hatte, gab uns allen ben Befehl zum Mampf f ü r e i n neues junges Deutsch- ÄaiJPf begann im Inneren unseres !«5' mußten bie Voraussetzungen ge- ^affen merben für ben Wieberaufstieg ber beüt» fäen Nation. Erst mußte im Innern bas So f selbst für eine neue Staats- unb V fuhrung gestaltet werben, bann erst, nach dieser großen Arbeit ber Regeneration im 9"nJ r," * kann bie Wieberaufrichtung bes Ansehens bes Reiches nach außen erfolgen.

Dies alles, was wir heule erleben, ist kein Zufall, ist nicht ein Geschenk bes Himmels, sondern das Ergebnis unermeß­licher Anstrengungen, dauernder Arbeit, größter Opfer. And diese

orbnungen ibealer Art, bie wir auf bem Gebiete Der ftuHur burchgeführt haben. Das Reichs- kn/ t uj kämme rge fetz gab bie Grunblage für «Hefe ftanbifrfje Glieberung aller geistig fchaffenben Menschen. Der P r e f f e b e r u f ist als Stanb öffentlicher Wirksamkeit geehrt unb geabelt worden. Die Förberung bes Opern- unb The- ateHebens führte zu Neuinszenierungen, bie als musterhaft unb unerreicht von ber internatio­nalen Kunstkritik anerkannt würben. Durch bie Mil­lionenauflage eines neuen billigen Volksemp­fänger s haben wir bie Basis bes Runbfunks ms Ungeahnte ausgeweitet unb bamit ben Anfang 3U einem Volksfunk im besten Sinne bes Wortes gemacht. Die große ibeelle unb materielle Forderung, bie wir ber revolutionierenben techni- \ä)en Neuerung bes Fernsehens angebeihen lassen, wirb in kurzer Zeit auch hier zu heute noch gar nicht übersehbaren Resultaten führen.

Durch bie von uns geschaffenenTheater bes Solle s" haben wir ungezählte Millionen arbei­tender Menschen hinburchgeschleust unb ihnen bie Möglichkeit gegeben, große beutsche Kunst aus erfter unb bester Hanb zu empfangen. In einigen Spitzenfilmen haben wir ben Versuch gemacht, bem filmischen Schaffen von obenher neue Initiative zu geben unb ihm hohe künstlerische Ziele zu stecken.

Richt in laufen Programmen, aber in Har­ker, mühevoller und opferreicher Arbeit haben wirdiekunstdemvolke gegeben und erleben dabei das beglückende Wunder, daß, wie das Volk zur Kunst, so auch die Kunst zum Volke zurückfindet.

Wir verschließen unsere Augen nicht vor Ge­fahren unb Mängeln. Wo Organisation zum Zwang zu werben brvhte, ber bie künstle­rische Entwicklungsfähigkeit einengte, haben wir sofort und radikal eingegriffen. Was in ber Gesetzgebung richtig gemeint war, würbe, je tiefer man nach unten ging, vielfach kurzsichtig unb engherzig ausgelegt unb burchgeführt. Die General­reinigung bes Personenkreises wirb bann enbgültig burchgeführt werben können, wenn aus ber Sugenb neue Kräfte nachwachsen. lieber allebem aber, was heute noch unvollkommen bleibt, steht bie Klarheit ber Zielsetzung unb bie unerbittliche Zähigkeit in ber Verfechtung nationalsozialistischer Prinzipien.

Dies sind nun die großen berechtigten Hoff­nungen, die wir für das kommende Jahr geistiger Arbeit in Deutschland hegen: Wir wünschen und erstreben, nicht nur in Berlin, son­dern in allen großen und mittleren Städten des Reiches ein gutes, brauchbares

General Göring

erschien in Begleitung bes Kornrnanbeurs ber Ber­liner Wachtruppe Generalmajor Schaumburg. Nachdem er bie Front abgeschritten hatte, eröffnete er, begrüßt von ben Heilrufen ber Tribünenbesucher, die Kundgebung. Zum brüten Male, so führte er u. a. aus, stehen wir auf bem alten ruhmreichen preußischen Forum angetreten, um ben Ehrentag der beutschen Arbeit festlich zu begehen. Solba- ten, Arbeiter un b Bauern finb bas

Die Erneuerung bes beutschen Kunst- unb Kultur­lebens gehört zu ben bebeutungsooüften Erscheinun­gen bes nationalsozialistischen Umbruchs. Als sicht­bares Zeichen biefer beutschen Kulturerneuerung hat Reichsminister Dr. Goebbels ben 1. Mai für' eine Festsitzung ber R e i ch s k u 11 u r k a m m e r bestimmt, in ber bie Verteilung bes nationalen Buch- unb Filmpreises vorgenommen wirb. In ber Staatsoper Unter ben Linben sah man bekannte Vertreter von Kunst, Literatur, Presse, Runbfunk, Musik unb Film. Besonbers bemerkt würben zahl­reiche auslänbische Teilnehmer bes Internatio­nalen Filmkongresses. Der Führer unb Reichskanzler, von ber Versammlung stehend empfangen, nahm, umgeben von sämtlichen Reichs­ministern, ben Reichsleitern unb Staatssekretären in ber ersten Reihe bes Parketts Platz. Mit bem festlichen Prälubium für großes Orchester von Ri- charb Strauß eröffnete bie Staatskapelle unter Lei­tung von Clamens Krauß bie Festsitzung, bereu Höhepunkt bie Ansprache bes Präsibenten ber Reichs­kulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels, bildete.

Dr. Goebbels

führte u. a. aus:Man lese heute wieder deutsche Zeitungen, besuche deutsche Theater unb Konzertsäle, betrachte beutsche Filme unb wirb es nicht überheblich finben, wenn wir be­haupten, baß nirgendwo in der Welt fleißiger gearbeitet, ehrlicher gerungen unb künstlerischer geftaltet wirb, als unter ber Aegibe bes Nationalsozialismus, von bem feine Gegner behaupteten, er fei der Anbruch des ©elftes» Verfalls unb ber Barbarei. Wir haben ben orga­nischen Umbau bes beutschen Kulturgebäubes burch­geführt, ohne alles zu begraben. Nun beginnt tnieber neues Wachstum im Rahmen ber gezogenen Grenzen blühenb sich zu entfalten. Die bange Wartezeit scheint ihrem Enbe zuzugehen. Die er st en Knospen aus ber Saat, bie wir legten, fangen an zu sprießen. Wir haben für Zwecke bes , Neubaues bes beutschen Theaters im Etatsjahr 1934/35 8,5, im Etatsjahr 1935/36 12 ; Millionen RM. aus Reichsmitteln zur Verfügung : gestellt. Wir haben im Etatjahr 1935/36 für bie , Zwecke ber Förberungbes Films unb ber i bilbenben Künste 3,6 bzw. 1 Million RM. ; bereitgestellt. Wir haben zur Förberung bes Bühnen- < unb Filmschaffens zwei große bramatur- gische Büros eingerichtet, bie bas gute Neue förbern unb ihm hilfreich ben Weg in die Oeffent- lichkeit bahnen sollen. Wir haben ben bilbenben Künstler in ben Arbeitsprozeß ber umfang­reichen vom Reich geplanten Neubauten mit ein» bezogen. Daneben gehen bie funbamentalen Neu-

Fundament unseres Reiches, und das Begluckenbe ist, baß ber ©olbat heute fester Denn je im Volke wurzelt, mit bem Volke selbst oerbunben, b e s o l f e s eigenes Fleisch un?-? ? t1? Beglückt sind wir darüber unb stolz Sugleid), daß heute bes beutschen, bes germanischen Mannes edelstes Recht, Waffen zu tragen, zum Schutze ber Heimat, wieber ein Ehrenrecht unb eine Ehrenpflicht eines jeden d e utfchen Mannes geworden ist. Die Jahre der Schmach unb Schanbe finb getilgt unb aUsqe- lofdjt, da auch die deutsche Wehrmacht dem Volk entfremdet werden sollte. Mit Stolz, Freude unb unerhörter Dankbarkeit gebenfen mir jenes Tages da auch äußerlich bie Schanbe von Versailles ge- loscht würbe in der klaren, eindeutigen unb stolzen Erklärung bes Führers, baß wieber bie allge- Wehrpflicht in Deutschlanb herrschen saute. In ben verflossenen anberthald Jahrzehnten konnten wir erkennen, was es heißt, wehrlos zu sein. Wir würben wehrlos gemacht unb bie Folge davon war, baß wir ehrlos würben. Das Volk wurde friedlos und der Nation wurde der Friede gestohlen. Da erschien inmitten der Nacht ber Skla- oerei wie eine Fackel ein namenloser beutscher Mann unb Solbat, ber gigantisch unb gottbegnadet m die Sterne griff unb bem beutschen Volk ein neues Ibeal unb bamit bie Fackel eines ^^^-GlaubensanbieZukunft schenkte. 2lbolf Hitler zeigte uns, baß nur bie Arbeit ge- deihlich ist, bie geschützt werben kann. Wenn Die anderen heute sich über Deutschlands Aufrüstung entrüsten, dann haben sie jahrzehntelang geschlafen. Deutschland hat nicht in diesen Jahren aufgerüstet, in denen die Waffen hergestellt wurden, sondern m den Jahren, als durch Adolf Hitler die Her- den wieber fest würben, als bas beutsche Fühlen unb Denken wieber grablintg würbe. Sicherheit heißt für uns Friede.