Ausgabe 
2.5.1935
 
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Mein Führer! Nicht nur auf dem Tempelhofer Feld, sondern im ganzen Reich steht zu dieser Stunde Ihr Volk vor Ihnen versammelt. Es hat Schnee und Wetter nicht gescheut. Es ist gekommen, um Ihnen am Ende eines an Mühen und Sorgen reichen Arbeitsjahres den Dank der Nation abzustatten. Denn dieses Volk weiß, mein Führer, daß Sie nicht nur der Erste in der Füh­rung, sondern auch der Erste in der Arbeit und der Erste in der Sorge um die Nation sind. Es weiß, daß Sie im vergangenen Jahr manche schweren und verantwortungsvollen Entschlüsse auf Ihre Schultern nehmen mußten. Dieses Volk ist gekommen, mein Führer, u m Ihnen dafür zu danken.

Denn wir haben dem deutschen Arbeiter nicht nur Arbeit, sondern wir haben dem deut- scheu Volke auch seine Ehre zurück- gegeben. (Heil-Ruse!) Wir haben dieses Volk befreit aus der Schmach und aus der Demüti­gung und haben dafür gesorgt, daß das große nationale Aufbauwerk, das wir unter Ihrer Führung schufen, nun nicht mehr der Willkür der Welt preisgegeben ist (Heil-Rufe!), sondern daß dieses nationale Aufbauwerk nun wieder überschattet wird vom Schwert einer neuerstan­denen deutschen Armee (Erneuter Beifall!), daß Sie diese Armee nicht aufbauten, um Kriege zu führen, sondern um unsere Arbeit zu

Der Mer spricht zum deutschen Volke:

Deutsche Volksgenossen und Volksgenossinnen!

Der 1. Mai einst der deutsche Festtag des Früh­lings und wieder ein 1. Mai Ta^ des Streites und des Haders, Tag der Klassenzerreißung unseres Volkes. Und wieder ein 1. Mai Tag des Frühlings der Nation! Tag der Soli­darität eines Volkes in der Arbeit! Eine große Zeit ist damit wieder für Deutschland angebrochen. Wenn wir dies aussprechen, dann wissen wir, daß die Größe der Zeit in der Größe der Aufgaben liegt, die ihr und damit uns gestellt sind. Große Ausgaben, wie sie geschichtlich nur ganz wenigen Generationen über­geben werden.

Gestern noch waren wir ein Volk, ohnmächtig, weil zerrissen, in innerem Hader sich auflösend in Streit, zerfallen in hundert Parteien und Gruppen, in Verbänden und Vereinigungen, in Weltanschau­ungen und Konfessionen ein Reich, auf diesem zerfallenen Volk bauend, ebenso schwach und ohn­mächtig, ein Spielball fremder Willkür. Kleinstaaten verhöhnen es, Kleinstaaten entrechten und knebeln Menschen dieses Volkes. (Stürmische Entrüstungsrufe.) Die Wirtschaft lag im Sterben. Ueberall Zerfall und Ruin. Alle Prin­zipien waren umgestoßen. Was früher gut schien, wurde schlecht; was verächtlich war, plötzlich ver­ehrungswürdig. Was früher dem Leben einen höhe­ren Sinn geben sollte und konnte, wurde nun als Belastung der Menschen ausgegeben und empfun­den. Ein Schriftsteller faßte die Eindrücke dieser Zeit zusammen in einem Buch, das er betitelte:U n - tergang des Abendlande s".

Soll also das wirklich das Ende unserer Ge­schichte und damit unserer Völker fein? Nein! Wir können daran nicht glauben! Nicht Unter­gang des Abendlandes muh es heißen, sondern Wiederauserstehung der Völker dieses Abendlandes! (Ungeheurer Bei­fall.) Nur was alt, morsch und schlecht war, stürzt. Und es möge sterben! Aber neues Leben wird entstehen. Der Dille findet den Glauben. Dieser Wille aber liegt in der Führung, und der

Glaube liegt im Volke!

Eine Erkenntnis allerdings ist dann notwendig für alle. Wer diese große Neugestaltung in Angriff nehmen will, muß im Volke selb st begin­nen. Er st ein neues Volk und damit die neue Zeit! Große Aufgaben sind stets nur von starken Führungen geleistet worden, allein die stärkste Führung muß versagen, wenn hinter ihr nicht ein gläubiges, in sich gefestig- tes, wahrhaft starkes Volk steht. Es ist das Unglück der Menschheit, daß ihre Führungen nur zu oft vergessen, daß die letzte Stärke über­haupt nicht in Divisionen und Regimentern, nicht in Kanonen und Tanks begründet ist, sondern daß die größte Stärke für jede Führung im Volke s e l b st liegt, in seiner Einmütigkeit, in seiner inne­ren Geschlossenheit und in seinem idealistischem

Was haben wir? - Mr Volk!

Gibt es eine herrlichere Aufgabe auf dieser Welt, als diesem Volke zu dienen?

Dvrch alle Meller hindurch

suchen wir den Weg für unser Volk.

Wie im eigenen Volk wollen wirFrieden mit derWelt,aber einen Frieden in Ehren.

So sind wir an diesem Tage jufammengefom- men, um einmal symbolisch zu dokumentieren, daß wir mehr sind als eine Sammlung einzel­ner auseinanderstrebender Wesen, daß keiner von uns zu stolz, keiner von uns zu hoch, keiner zu reich und keiner zu arm ist, um nicht vor dem Antlitz des Herrn und der Welt zusammenzu- stehen in der unlöslichen, verschworenen Ge-

meinschaft.

(Stürmische, sich immer wiederholende Heilrufe) Und diese einige Nation, mir brauchen fie. Denn wann ist jemals einer Führung eine schwe­rere Aufgabe gestellt worden als unserer deutschen Führung? Bedenken Sie, meine Volksgenossen, was unser Deutschland ist, und vergleichen Sie es mit anderen Ländern. Was haben wir schon? 137 Men­schen auf den Quadratkilometer, keine Kolonien, keine Rohstoffe, keine Devisen, kein Kapital, keine Auslandsguthaben mehr, nur schwere Lasten, Opfer, Steuern und kleine Löhne. Was haben wir, gemes­sen am Reichtum anderer Staaten, am Reichtum anderer Länder, am Reichtum anderer Völker, an ihren Lebensmöglichkeiten? Was haben wir? Nur etwas allein: Unser Volk haben wir. Es ist entweder alles ober es ist nichts. Nur mit ihm allein können wir rechnen. Auf es allein kön­nen wir bauen. Alles, was wir bisher geschaffen haben, verdanken wir nur seiner Güte, seinem Lei­stungsvermögen, seiner Treue, seiner Anständigkeit, seinem Fleiß, seinem Ordnungssinn. Und wenn ich das alles abwäge, dann scheint es mir mehr zu sein als alles, was die übrige Welt uns bieten könnte.

Unb das, glaube ich, können wir wohl den an­deren Völkern an diesem 1. Wal hier verkün­den: Ihr braucht keine Angst zu haben, daß wir von Luch etwas wollen. Dir find stolz genug, ju bekennen, das höchste, was Ihr uns gar

beschützen und um ein Garant zu fein eines besseren Friedens als der, den der Ver­sailler Vertrag uns gebracht hat (Heil-Rufe!).

In diesem Sinne, mein Führer, grüßt S i e die Nation. Sie weiß, daß, wie zu dieser Stunde, wo Regen, Schnee und Wetter auf uns herniedergehen, auch in den kommenden Wochen und Monaten die Winde uns um die Ohren pfeifen werden. Sie weiß aber auch, daß, wenn Sie an unserer Spitze stehen, die Nation jeden Sturm und jedes Ungewitter überstehen wird. (Erneute Heil-Rufe!) Dieses Volk, mein Führer, wartet nun auf Ihr Wort und weiß, daß Ihr Wort der Nation Vertrauen und Zuversicht geben wird. Der Führer spricht zum deutschen Volke. (Stürmische Heil-Rufe!)

Noch während Dr. Goebbels spricht, zerfetzt mit einem Male ein Windstoß die dichten Schneewolken, und in wenigen Minuten sind weite Teile des Himmels blau u nd klar, und in dem Augen­blick, als der Führer seine Füße auf die Stufen setzt, die zur Rednertribüne hinaufführen, bricht die Sonne durch. Nicht einer hat während des Schneegestöbers das weite Feld verlassen. Sie harren genau so aus, wie jene 300 000 am 6. Januar auf dem Wackenberg in Saarbrücken, die ebenfalls in dichtestem Schneegestöber ein Bekenntnis ablegten zum einigen deutschen Volk und sich durch Wind und Wetter nicht abhalten ließen, ihren Willen zu Deutschland zu demonstrieren. In atemloser Stille hören die Millionen ihren Führer.

Glauben. Das ist die Kraft, die am Ende Berge des Widerstandes versetzen kann! Dazu ist aller­dings nötig eine Idee, die ein Volk versteht, eine Idee, die es begreift und die es liebt.

Als wir im Jahre 1919 zum er st en Male als Prediger der nationalsozialistischen Idee aus­zogen, da war es ein ganz kleines Häuf­lein damals verlachter Idealisten oder, wie man sagte, Phantasten. Die Kritiker sind heute widerlegt. Was seitdem wurde, das mögen manche von ihnen vielleicht auch angestrebt haben, aber sie konnten es nicht durchführen.

Geschichtlich ist entscheidend für die Richtigkeit eines Prinzips am Ende doch der sichtbare Erfolg. Und das hier ist ein Dokument dieses Erfolges, das niemand fälschen kann: Ein Volk in einem Reich! (Gewaltige Bei­fallskundgebungen.) Alles, war wir geschaffen haben, wäre unmöglich gewesen, alles, was wir taten, hätte nie gelingen können, es hätte nie einen 30. Ianuar, nie einen 21., nie einen 16. Wärz gegeben, es wäre nie der äußere Auf­stieg erfolgt, wenn nicht das deutsche Volk eine innere Wandlung durchgemacht hätte. Daß es uns gelang, dem deutschen Volke eine neue Idee zu geben und dieses Volk in dieser Idee zu einer neuen Lebens­form zu führen, dies ist die größte Tat dieses Jahrhunderts für unser Volk. Die größte Leistung, die alles weit überdauern wird, was an Tagesarbeit dank dieser einzigen Leistung vollbracht werden kann.

Und so sehen wir im 1. Mai ein Symbol dieser Leistung. Es ist ein Tag, der nicht umsonst von uns gewählt und in dieser Form organisiert wurde. Es mag manchen geben, der sich, vielleicht auch heute noch seitwärts stehend, die Frage vorlegt: Warum an einem solchen Tage, warum selbst bei einem so schlechten Wetter hinausgehen, Auszüge machen, warum sich zu Millionen hier vereinen? Um einmal symbolisch zum Ausdruck zu bringen, daß wir nicht Stadt und Land sind, nicht Arbeiter, Angestellte, Handwerker, Bauern, Studenten, Bürger, nicht irgendwelche Anhänger irgendwelcher Weltan­schauungen, sondern daß wir Angehörige eines Volkes sind (Stürmische Heilrufe), daß wir vereint das sind, was uns alle einen muß in der gemeinsamen Pflicht, unser Werk zu tun auf dieser Welt mit den Kräften, die uns der allmäch­tige Gott gegeben hat, jeder an seinem Platze, jeder dort, wo er steht und stehen muß. Und wir wissen dabei: Diele sind unersetzlich, alle aber sind unentbehrlich, ganz gleich, ob sie aus der Fabrik, aus dem Kontor, vom Konstruktionsbüro, vom Geschäft oder vom Acker kommen: Ein Volk in einer einzigen großen Gemein­schaft und in der Erfüllung einer ein­zigen großen Ausgabe.

nicht geben könnt, wir selber haben: Unser Volk. (Brausende Heilrufe.) Ich könnte mir als Füh­rer keine herrlichere und keine stolzere Aufgabe auf dieser Welt denken, als diesem Volke zu dienen. Wan könnte mir Weltteile schenken und ich würde lieber ärmster Bürger in diesem Volke fein. (Die Massen jubeln dem Führer zu.) Und mit diesem Volke muh und wird es uns gelingen, auch die kommenden Aufgaben zu erfüllen.

Es ist etwas Großes, was in den drei Jahren geleistet wurde. Bedenken Sie: 6,5 Millionen Er­werbslose in Wahrheit sind es über 7,5 Millio­nen gewesen und heute kaum mehr 2,25. Be­denken Sie die Lage anderer, viel größerer Staa­ten mit großen Reichtümern, mit gewaltigen Natur­schätzen, mit wenigen Menschen auf einen Quadrat­kilometer. Und es ist ihnen bas nicht gelungen!

Nun haben wir uns die Aufgabe wieder zu stellen: Sie heißt Fortsetzung dessen, was wir begonnen haben. In diesem Jahre, meine Volksgenossen, da greifen wir d i e zweite Million Der Erwerbslosen an. (Stür­mische Heilrufe.) Nicht mit Redensarten, sondern wir werben sie fassen und wir werden unter diese Million heruntergehen. Ich weiß nicht, was wir erreichen, aber das eine weiß ich: Im nächsten Jahre werden wir den Rest, der noch verblieben ist, wieder angreifen solange, bis wir endlich das Ziel erreicht haben, jedem Deutschen, der sich ehrlich sein Brot verdienen will, die Möglichkeit dazu zu geben. Denn wir sind überzeugt, daß die Millionen unseres Vol­kes, die bis jetzt arbeitslos waren, unter nichts mehr gelitten haben, als unter dem Zwang, um Almosen zu bitten, während sie doch nichts anderes wollten, als durch ihre Mitarbeit sich ihr tägliches Brot zu verdienen.

So ist der 1. Wai für uns zugleich der Tag des Enlfchluffes: des Entschlusses, durch alle Sorgen, durch alle Schwierigkeiten, durch alle Unwetter hindurch den Weg für unser Volk zu suchen (große Be­geisterung), des Entschlusses der Führung immer mit dem Blick auf dieses Volk ihre pflicht und Schuldigkeit zu tun, und der Entschluß des Volkes mit dem Blick auf die Führung ihr z u folgen, hinter sie zu treten und mit ihr den Kampf gemeinsam aufzunehmen. Was wir wollen, liegt klar vor uns: Nicht Krieg und nicht Unfrie­den. So wie wir den Frieden im eige­nen Volke hergestellt haben, wollen wir nichts anderes als' den Frieden mit der Welt. Denn wir alle wissen, daß die große Arbeit uns nur gelingen kann in einer Zeit des Friedens. Allein fo wie die Führung der Nation im Inneren niemals Ver­zicht geleistet hat auf ihre Ehre dem Volke gegenüber, fo kann sie auch nie Verzicht leisten auf die Ehre des deut­schen Volkes gegenüber der Welt.

(Stürmische Zustimmung der Massen.)

Wir wissen, was wir der übrigen Welt schuldig sind. Mag sie begreifen, was sie einem stolzen Volke niemals verweigern kann, und mag sie dabei vor allem eines verstehen: Das Deutschland von heute ist nicht das Deutschland von gestern; so we­nig als das Deutschland von gestern das Deutsch­land von heute war. Das deutsche Volk von jetzt ist nicht das deutsche Volk von vorgestern, sondern das deutsche Volk der hinter uns liegenden 2000 Jahre deutscher Geschichte.

So bitte ich Euch, an diesem Tag, meine Volks­genossen: hier und über das ganze Deutsche Reich hinweg das Band der Gemeinschaft enger z u binden. So wie Sie hier versam­melt sind vor mir, mögen Sie alle vergessen, was das Leben im einzelnen aus Ihnen gemacht hat. Mögen Sie sich erinnern, daß Sie. über alle diese Trennungen hinweg Angehörige eines Vol- k e s sind, nicht nach menschlichem, sondern nach Gottes Willen. Er ließ uns diesem Volke zugehören. Er gab uns unsere Sprache. Er senkte in uns

Berlin, 1. Mai. (DNB.) Am nationalen Feier­tag des deutschen Volkes empfing der Führer um 17 Uhr im Hause des Reichspräsidenten, wie in jedem Jahre, hundert Vertreter der deutschen Arbeiterschaft aus allen Gauen Deutschlands und die 38 Sieger und Siege­rinnen im Reichsberufswettkampf. Der Führer begrüßte jeden Arbeitervertreter mit Handschlag und verweilte oft im längeren Gespräch mit den einzelnen, erkundigte sich nach ihren und ihrer Berufskameraden Sorgen und fragte nach ihren Familien. All die hundert Arbeiter gaben dem Führer frank und frei Antwort und sprachen ungeniert von all dem, was fie berührt, oder etwa bedrückt. In den vielfältigen Uniformen der na­tionalsozialistischen Gliederungen und im blauen Anzug der Arbeitsfront, oft geschmückt mit dem goldenen Parteiabzeichen, mit dem Abzeichen der Arbeitsopfer ober der Kriegsbeschädigten, waren sie erschienen: Landarbeiter aus Ostpreußen, Pommern und Mecklenburg, Bergleute aus allen deutschen Kohlenrevieren, Bauarbeiter von Talsperren, Metalldreher aus großen deutschen Werken, Schlosser vom Leunawerk, Arbeiter von den Reichsautobahnen, Bäcker, Mau­rer, Stanzer, Schmelzer, Steinarbeiter, Transport­arbeiter, Hamburger Hafenarbeiter, Seeleute, Fen­sterputzer, Schiffsbauer, Färber, Spinner, Schrei­ner, Textilarbeiter, kurz fast alle wichtigsten Be­rufsgruppen waren auf diesem Empfang vertreten.

Mit Freude, höchstem Interesse und mit gläubigen Gesichtern lauschten die Arbeiter den Worten des Führers. Hier gratuliert der Führer einem Berg­arbeiter vom Niederrhein zu seinem 25jährigen Berufsjubiläum, das er gerade am 1. Mai feiern konnte. Auf die Frage an einen Maurer aus Wup­pertal, wieviel Kinder er habe, gibt dieser zur Antwort, daß die Geburt des siebenten Kindes demnächst zu erwarten sei, und sofort übernimmt der Führer die Patenschaft. Lange und ausführlich pricht der Führer auch mit den Hafen- und Trans­portarbeitern. Es aibt nette Episoden, wenn der Führer in seiner herzlichen Güte und dem ihm eigenen Humor auf persönliche Aeußerungen ein­zelner eingeht. Reichsminister Kerrl und Reichs- orgamsatlonsleiter Dr. Ley notieren auf Anord­nung des Führers alle von den Arbeiteroertretern

Strahlende Sonne brach durch die Schneewolken, als um Uhr Fanfarensignale die traditionelle Kundgebung der deutschen Jugend im Lustgarten einleiteten. In fast unübersehbaren Glie­dern drängte sich Kopf an Kopf die Jugend der Relchshauptstadt. Auf der Hauptterrasse vor dem Schloß sieht man die Arbeiterabordnungen aus dem Reiche und die Reichsberusswettkampssieger, das Diplomatische Korps unter Führung des Nuntius Orfemao, ferner u. a. den Stellvertreter des Füh- rers die meisten Reichsminister und zahlreiche Reichsleiter. Nach einem Fanfarensignal trat

Der Reichsjugendsijhrer

an die Schloßrampe, um die Kundgebung zu er­öffnen- Er führte u. a. aus:

Jugend Adolf Hitlers! Ich begrüße die Jugend am Tage der Arbeit 1935. Ich begrüße weiter die Sieger unseres Reichsberufswettkampfes. D'e er Reichsberufswettkampf war die große sozia- listi che Demonstration des jungen Deutschland für

hinein das Wesen, das uns erfüllt, dem wir ge­horchen müssen, wenn wir mehr sein wollen auf der Welt als wertlose Spreu.

$o bitte ich Euch denn: Erneuert an diesem Tage dieser größten und stolzesten Demonstra­tion der Wett Euer Bekenntnis zu Eurem Volk, zu unserer Gemein­schaft und zu unserem national­sozialistischen Staat!

Wein Wille das muß unser aller Bekennt­nis sein ist Euer Glaube!

Wein Glaube ist mir genau wie Euch alles auf dieser Welt!

Das Höchste aber, was mir Gott auf dieser Wett gegeben hat, ist mein Volk! In ihm ruht mein Glaube. Ihm diene ich mit meinem Dillen und ihm gebe ich mein Leben!

Das sei unser gemeinsames heiliges Bekennt­nis am Tage der deutschen Arbeit, der so recht ist der Tag der deutschen Nation.

Unser deutsches Volk der Arbeit, Sieg-Heil! Sieg-heil! Sieg-Heil!

(Die letzten Worte des Führers gingen unter in un­geheuren, sich immer wiederholenden Beifallsstür­men.) Immer und immer wieder werden feine Worte von jubelnden Heilrufen, die sich wellenartig über das gewaltige Feld fortpflanzen, unterbrochen. Als er bekennt:Das Höchste aber, was mir Gott auf dieser Welt gegeben hat, i st mein V o l k", da setzt ein Jubelsturm von wahrhaft un­geheueren Ausmaßen ein, der sich am Schluß der Rede wiederholt, bis die Musik das Horst-Wes- s e l - L i e d anstimmt, das von den Millionen als Gelöbnis unwandelbarer Treue mitgesungen wird.

Der Führer begibt sich dann mit seiner Beglei­tung und Reichsminister Dr. Goebbels zum Wagen und fährt unter dem Jubel der Massen durch das dichte Spalier auf dem gleichen Wege in die Reichs­kanzlei zurück. In der gleichen. mustergültigen Disziplin, in der sich der Aufmarsch der 1,7 Millio­nen vollzogen hatte, ging auch der Abmarsch vor sich. Knapp eine halbe Stunde nach Schluß der ge­waltigen Kundgebung war das riesige Aufmarsch­gelände, das noch soeben der Schauplatz eines gro­ßen unvergeßlichen Erlebnisses gewesen war, fast vollständig geleert.

vorgebrachten Wünsche, und die drei Erwerbslosen unter den Arbeiteroertretern können beglückt die Aussicht auf das nahe Ende ihrer Not mit nach Hause nehmen.

Der Führer wandte sich dann an die 38 Berufswettkampfsieger. Er ließ sich von den einzelnen ihre Aufgaben erzählen, unterhielt sich mit ihnen über ihre Berufsaussichten und sprach ihnen seine Anerkennung für ihre Lei­stungen aus. Man sah den frischen Jungen unter den Wettkampfsiegern die ungeheure Freude an, die sie beseelte, weil sie diese Stunde erleben durften, und die Mädel hatten vor Freude und Erregung hochrote Gesichter.

Aus einem kleinen Tischchen waren Gaben aufgebaut, die die Arbeiterabordnungen dem Füh­rer mitgebracht hatten, kleine Kostbarkeiten, aber dafür mit um so größerer Liebe gegeben: Gr- Zeugnisse iyrer eigenen Handfertig- k e i t. Da sah man zwei Tischläufer mit dem Dan- Ziger Wappen, geschmackvolle Metallarbeiten, Frank­furter Würstchen, Bilder, Bleistifte, Kerzen, einen Nürnberger Lebkuchen, Stoffe, Steinarbeiten und Holzschnitzereien. Der Reichsjugendführer überreichte dem Führer eine in Wildleder gebun­dene Mappe mit der AufschriftOlympiade der A r b e i t", die Photographien und Bilder vom Reichsberufswettkampf enthielt. Der Führer dankte den Arbeiterabordnunaen und den Berufswett­kampfsiegern als den Vertretern der Jungarbeiter­schaft dafür, daß sie nach Berlin gekommen seien und ihm die Grüße der deutschen Arbeiter über­bracht hätten. In feinen zu Herzen gehenden Wor­ten zeigte er ihnen das deutsche Schicksal auf und gab seiner tiefen inneren Verbundenheit mit der deutschen Arbeiterschaft Ausdruck, aus der er selbst hervorgegcmgen sei. In seinen weiteren packenden Ausführungen gab der Führer Antwort auf so manche Frage, die die Arbeiter bewegt hatte, gab ihnen einen Ueberblick über das, was bisher geleistet und einen Ausblick auf all die großen Aufgaben, die das deutsche Volk und insbesondere auch die deutsche Arbeiterschaft zu losen haben. Der Führer wünschte den Arbeitern noch einen recht frohen Tag in Ber­lin und bat sie bann, noch einige Zeit seine Gäste im Hause des Reichspräsidenten zu sein.

die Ehre der Arbeit und für die deutsche Arbeiter­schaft. Möge dieser friedliche Wettkampf der deut­schen Jugend immer ein Symbol bleiben dafür, was durch Kameradschaft, durch Einigkeit und Ent­schlossenheit erreicht werden kann. So wollen wir diese Aktion der Jugend sehen in einer Zeit, da auch unsere Einigkeit angegriffen wird von Menschen und Einrichtungen, die sich absondern wollen von dem großen gemeinsamen Werk der Nation. (Stür­mischer Beifall.) Wir wollen auch an diesem 1. Mai unserem Führer als Gelöbnis geben, unseren Kampf um die Einigung fortzusetzen und vor nichts, aber auch gar nichts, haltzumachen, was sich unseren Plänen entgegenstellt. Sie sagen, sie hätten größere Güter zu predigen. Es gibt kein größeres Gut als unser ewiges deutsches Vaterland. Sie sprechen von der Notwendigkeit ihres Sonderbundes und ihrer Sonderinteressen. Wir sind die Jugend Adolf Hit­lers, die keinen anderen Bund kennt als den Bund der HI. Wenn Ihr der deutschen Einigkeit dient, so wie Ihr es tut, dient Ihr zugleich Eurem allmäch-

Der Glich des Arbeiters.

Hundert Vertreter der deutschen Arbeiterschaft und die Sieger im Reichsberufs- wettkampf werden vom Führer empfangen.

Die deutsche lugend der Garant für eine deutsche Zukunst. Oer Führer auf der Kundgebung der HZ. im Berliner Lustgarten.