Ausgabe 
2.3.1935
 
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Uhr, im Hotel Hindenburg: Bunter Abend. Ar- s tillerie-Verein, 20.30 Uhr, imHess. Hof": Monats­versammlung. Bauerscher Gesangverein E. 23., im Klub, Sonnenstraße: Maskenball. Sänger­vereinigung Liederkranz - Heiterkeit, Liebigshöhe: Maskenball.

Tageskalender für Sonntag. Stadt­theater, 19 bis 22 Uhr:Der goldene Pierrot". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Prinzessin Turan- dot". Astoria-Lichtspiele, Selterswea:Der blaue Diamant". Oberhessischer Kunstverem, Turmhaus am Brandplatz: 11 bis 13 Uhr 3. Jahresausstellung. 20 Uhr: Vortrag von Pfarrer Becker in der Stadtkirche.

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Samstag, 2. März, von 20 bis 23 Uhr, außer Abonnement, die Karnevals-Operette: Der goldene Pierrot", acht lustige Bilder aus dem Kölner Fasching: Musik von Walter W. Goetze; Leitung: Wrede-Cuje-Ra benau-Plank. Sonntag, 3. März, von 19 bis 22 Uhr, außer Abonnement, vorletzte AufführungDer goldene Pierrot". Dienstag, 5. März, von 20 bis 23 Uhr, außer Abonnement, die letzte Aufführung der Kar­nevals-Operette:Der goldene Pierrot". Mitt­woch, 6. März, zum letzten Mal die Lanner-Ope­rette:Alt-Wien"; Leitung: Wrede-Cuj6- B ä u l k e. Freitag, 8. März, die heitere Be­gebenheit in vier Tagen:Frischer Wind aus Ka­nada", von Hans Müller-Nürnberg. Leitung: In­tendant Hanns König und Albert Krämer; Spieldauer von 20 bis 22.30 Uhr. Sonntag, 10. März:Frischer Wind aus Kanada": außer Abonnement: Spieldauer von 19 bis 21.30 Uhr.

Vortrag in der Stadtkirche. In un­serem heutigen Anzeigenteil wird zu einem Vortrag in der Stadtkirche am moraigen Sonntagabend ein­geladen. Näheres in der Anzeige.

Der Oberhessische Kun st verein veranstaltet in der Zeit vom 3. bis 24. März seine dritte Jahresausstellung im Turmhaus am Brand­platz. Man beachte die heutige Anzeige.

Daten für den 2. März.

1481: der Ritter Franz v. Sickingen auf der Ebernburq bei Kreuznach geboren, (1523 gestorben); 1824: her Komponist Friedrich Smetana inLeito- mischl geboren (1884 gestorben).

Daten für den 3. März.

1861: Alexander II. von Rußland hebt die Leib­eigenschaft auf: 1918: Unterzeichnung des Frie­dens von Brest-Litowsk; 1932: der Pianist und Komponist Eugen d'Albert in Riga gestorben (1864 geboren).

Gießener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 2. März. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Matte 25 Pst, Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 11, Wirsing, das Pfund 18 bis 22, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 15, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 18 bis 20, Unterkohlrabi 8 bis 9, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 70 bis 90, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 20 bis 30, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,40 bis 3,50 Mark, Aepfel, das Pfund 18 bis 25, junge Hähne 90 Pf. bis 1 Mark, Sup­penhühner 75 bis 90 Pf., Tauben, das Stück 60 bis 70, Blumenkohl 30 bis 60, Salat 20 bis 25, Endivien 10 bis 20, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35 Pf.

*

**Jn den Ruhestand. Mit dem gestrigen Tage ist der Reichsbank-Obersekretär Wilhelm Maisch in Gießen, Bückingstraße 3, nach Er­reichung der Altersgrenze in den Ruhestand getre­ten. Herr Maisch, der als pflichttreuer und tüch­tiger Beamter die volle Wertschätzung seiner Vor­gesetzten und Mitarbeiter genoß, trat 1904 in den Kassendienst der Reichsbank ein und arbeitete sich durch seine ausgezeichnete Diensttätigkeit zum Reichs­bank-Obersekretär herauf. Dem Beamten wurde bei seinem Uebertritt in den Ruhestand wohlverdiente Anerkennung zuteil.

**D i e Museen im Alten und im Neuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.

** Lieferungsvergebung für das Wohlfahrtsamt. Im heutigen Anzeigenteil befindet sich eine Bekanntmachung der Bürgermei­sterei (Wohlfahrtsamt) über die öffentliche Verge-

f Einspaltige j werden zum ermäßigten

. . . Grundpreis von 5 Pf. für die

Kleinanzeigen Millimeterzelle veröffentlicht!

Gewinnauszug

5. Klasse 44. Preußisch-Süddeutsche (270. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr _____________Nachdruck verboten

Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II

19. Ziehungstag l- März 1935

In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

2 Gewinne zu 10000 ®.

10 Gewinne zu 6000 M. 332933 386886

10 Gewinne zu 3000 JJi.

342226 363909

14 Gewinne zu 2000 oK- 236500 262754 282229

32 Gewinne zu 1000 3K. 166686 169501 188240 262407 287387 333728

162635 45140

166328

54734

362772

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190098

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228063

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16992 26080 61741 62379

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57883

135448

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203753

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37098

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147964 167284

183742 200306

203504 217380

228689 238744

251434 261461

274743 298426

313422 325822

334559 358471

369701 374773

383062 388074

146240 164877 183156

193211

203463 215675

225997 236774

248129 261098

271149 290573

313390 322056

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364465 372941

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143216 163106

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141031 161113 178843

187977 201676 212626 222844 234650 245763 257177 264243 280804 308656 315982 330937 338261

364281 370717

378669 385781 396204

279814 298005 299159 31o 'o

352437 368544 393609 399161 4655 6303

374 Gewinne zu 300 M. 1743 2992 2 29938

152699 169732 183786 201289 204307 217743 231086 240561 251924 262262 275604 299290 314227 329826 337090 361615 369991 374852 383186 389114

393946 15992 25080 51741 62379

78 Gewinne zu 500 M l 599^ 140857 152341

99198 109189 116048 126661II40 / / o 87647

------ 160849 163478 167689 " 242566 210839 222712 226514 267780

261.795 262636 265237 26^ 349029

374 Gewinne ju 300 3K. 22620 24868 28938

8353 9236 21949 22076 22357 22b2u g5767

31809 33962 34086 34418 3482/ 47002

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Das Edelweiß aus dem Odenwald!

Vertretung Grafenhausen sind zu einem erfolgreichen Ende gebracht worden.

Bereites Opfer freudiger Verzicht!

Macht deines Bruders Not dir stets zur Pflicht!

Harte Wintermonate liegen hinter uns. In allen deutschen Landen wurde mit vereinten Kräften hartnäckig und verbissen gegen die Widerwärtig­keiten der kalten Jahreszeit angekämpft, die für die vielen Volksgenossen ohne Arbeitsstätte zu einer schier unerträglichen Qual werden mußte, wenn nicht aus dem Wort vom völkischen Zusammenge­hörigkeitsgefühl und vom Gemeinschaftsgedanken die Tat wurde. Die bitterste Not konnte gestillt und das Härteste und Schwerste konnte abgewendet werden.

Vor allem waren es gerade die monatlichen Pla­kettensammlungen des ganzen Volkes, die für den deutschen Heimarbeiter, der durch die nicht voraus- znsehende, geradezu vernichtende Wirtschaftsentwick­lung unverschuldet plötzlich vor dem Nichts stand, eine Hilfe und Hoffnung für kommende Tage wur­den In diesem Bewußtsein trug die ganze Nation mit freudiger Selbstverständlichkeit und mit dem Wissen von einer eisernen Notwendigkeit an den Sammeltagen dieses Winters. Die Bernsteinnadel von der Ostsee, die kunstseidene Aster aus Sebnitz in Sachsen, die Plauener Spitzenrosette und die Gala­lithnadel aus Schmölln in Thüringen. So half das ganze Volk den besonders durch die Ungunst der Wirtschaftslage bedrängten Gebieten in den weiten Grenzen des Reiches.

Doch noch ist der Winterdienst der 7t$B. nicht beendet, sondern gerade unser Gau ist an dem Endkampf und dem endgültigen Sieg Über den sich bereits geschlagen gebenden Winter doppelt beteiligt.

Diesmal gilt es, die um ihre stark gefährdeten Arbeitsplätze kämpfenden Heimarbeiter im

Gau Hessen-Nassau in ihrem Existenzringen zu unterstützen. Mit verzehnfachtem Eifer muß es sich daher an den beiden Märztagen jeder Volks­genosse aus dem Gau angelegen sein lassen, mit allen seinen Kräften mitzuhelfen, damit die Plaket­tensammlung gerade in diesem Monat zu einem Erfolg ohnegleichen wird.

Seit fünf Wonalen sind die Betriebe und die Arbeiter in Lrbach im Odenwald damit beschäf­tigt, 12 Millionen Edelweißnadeln aus Kunst­elfenbein herzustellen.

1 440 000 Arbeitsstunden sind nötig, um den großen Auftrag des WHW. zu erledigen, da das Abzeichen nur in elf rein handwerklichen Arbeitsgängen an» gefertigt werden kann.

Es wird ganz aus deutschen Produkten herge- stellt. Neben 1500 Arbeitern aus unserer engeren Heimat finden die Arbeiter von fünf großen chemi­schen Fabriken, die allein etwa 15 000 Kilogramm hochwertiges Kunstelfenbein herstellen, Arbeit und Brot. Außerdem wird die Nadel-Industrie im Not­standsgebiet Iserlohn beschäftigt.

So wird das handgeschnitzte Edelweiß zum Glücks­bringer vieler schwer kämpfender Volksgenossen.

Darum versäume auch du nicht, am 2. und

3. März das schöne, durch deutscher Hände Kunstfertigkeit und Fleiß entstandene Dinter- hilfsabzeichen aus dem Gau zu erwerben.

Nicht Wohltat darf es sein,

Noch Spende, was du gibst?

Ein Opfer muß es sein, wert dem, das jener bringt, Denn schuldlos ist die Arbeitskraft gelähmt!

Opfer ist Gotteshilfe! Almosen leicht beschämt!

bung der Jahreslieferungen an Schuhen, Anferti­gung von Schuhen, Schuh-Instandsetzungen, Ar­beitsanzügen, Wolldecken, Strohsäcken und Särgen. Angebote werden bis 13. März erwartet. Interes­senten seien auf diese Bekanntmachung besonders hin­gewiesen.

** Der nächste Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt in Gießen findet am Dienstag, 5. März; der nächste Schweinemarkt am Mittwoch, 20. März, statt. Auf die heutige Bekanntmachung sei auf­merksam gemacht.

** Gründung einer Damen - Alters­vereinigung 18 8 5 19 3 5. Verschiedene Damen des Jahrganges 1885 hatten für den Don­nerstagabend zu einer Versammlung in das Caf6 Paul, Bahnhofstraße, zum Zwecke der Gründung einer Damen-Altersvereinigung 18851935 ein ge­laden. Eine größere Anzahl Damen waren dem Rufe gefolgt. Nach einer kurzen Aussprache wurde die Bereinigung gegründet und als Vereinsführsrin einstimmig Frau Elisabeth Becker, Bergstraße 20, gewählt. Die Vereinsführerin bestimmte zur Mit­arbeit im Vorstand Frau Johanna Paul, Bahn­hofstraße 68, als Rechnerin, Frau M. Schmoll, In Löbershof, als Schriftführerin, Frau Dina Simon, Crednerftraße 19, und Frau Elisabeth Rühl, Grabenstraße 11, als Beisitzerinnen. Nach­dem noch verschiedene Formalitäten erledigt waren, fand die Versammlung mit freundschaftlicher Unter­haltung ihr Ende.

** Eigenartiger Unfall. Bei Ausschach­tungsarbeiten am Klingelbach ereignete sich ein sel­tener Unfall. Ein Pferd sank dort in das weiche Erdreich ein. Je mehr es sich aus der mißlichen Lage befreien wollte, desto tiefer geriet es in den Schlamm hinein. Schließlich stak das Tier bis an den Leib in der Erde, so daß der Hilfswagen der Feuerwehr gerufen werden mußte. Die Feuerwehr befreite mit dem Hebegerät das Tier aus seiner un­angenehmen Lage

Rundfunkprogramm

Sonntag, 3. März.

6.35 Uhr: Hafenkonzert. 8.20: Gymnastik. 8.45: Choralblasen. 9: Katholische Morgenfeier. 9.45: Deutsches Schatzkästlein.Kraft aus der Stille , Adalbert Stifter in seinen Briefen. 10.15: Chor-

gesang. 11: Bekenntnisse zur Zeit!Das Theater als Spiegel der Volkswerte", von Hanns Gobfch. 11.15: Jugend packt an! Eine Feierstunde mit dem Arbeiterdichter Heinr. Lersch. 12: Mittagskonzert I. 13: Ein Arbeiter erzählt aus seinem Leben. 13.15: Mittagskonzert II. Schall und Platt machen Offerte. 14: Kinderfunk. 15: Stunde des Landes. 16: Nach­mittagskonzert. 17: Fremdensitzung des Mainzer Carneval-Vereins. 18.40: Der Bajazzo, Oper von R. Leoncavallo. 20: Sportbericht. 20.11:Wir können es auch!" Kölner Karneval in Frankfurt am Main. In der Pause: 22: Nachrichten. 22.10: Der Zeitfunk bringt den Sportspiegel des Sonn­tags. Ausschnitte aus dem 17-Kilometer-Lauf und dem Holmenkollen-Spezial-Sprunglauf vom inter­nationalen Skirennen in Holmenkollen bei Oslo. 24 bis 2: Lumpe-Ball bei Schall und Platt!

Wontag, 4. Wärz.

6 Uhr: Bauernfunk. 6.15 und 6.30: Gymnastik. 6.55: Morgenspruch. Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 9: Werbekonzert. 10: Nach­richten. 10.15: Schulfunk. Bei den Fledermäusen im Winterquartier. Funkbericht aus einem 300 Jahre alten Bergwerk. 10.50: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11: Werbekonzert. 11.45: Sozial­dienst. 12: Unterhaltungskonzert. Als Einlage: Hör­berichte vom Rosenmontagszug in Mainz. 15.15: Kinderfunk. 15.30: Neue deutsche Dichtung. 16: Nachmittagskonzert. 18: Jugendfunk. 18.15: Der nordische Mensch: Weltbild und Lebensraum (III). 18.35: Katechismus für Sprachsünder. 18.45: Das Leben spricht! 19: Unterhaltungskonzert. 20: Nach­richten. Anschließend: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15: Rosenmontagsball im Frank­furter Sendehaus. 22: Nachrichten. 22.15: Nach­richten aus dem Sendebezirk. Rosenmontagsball im Frankfurter Sendehaus. 1 bis 2: Film-Ball bei Schall und Platt.

Das Ohly-Schlößchen wird HZ.-Heim.

D a r m st a d t, 1. März. (LPD.) Den Bemühun- aen der Hitlerjugend ist es gelungen, daß das sog. Schlößchen des Schulgebäudes im Ohly- Stift bei Gräfen hausen, der HI. als Heim überlassen wird. Die Verhandlungen mit der Stadtverwaltung Darmstadt und mit der Gemeinde-

Oberhessen.

Oie Beisetzung von Bürgermeister peter-Lauierbach.

& Lauterbach, 1. März. Am gestrigen Don­nerstag wurde unter großer Anteilnahme aller Bevölkerungskreise Bürgermeister Peter vom Rathaus aus bei der Kriegergedächtnisstätte bei­gesetzt. Am Abend zuvor wurde die sterbliche Hülle von Kameraden des Sturmes R 3/116 nach dem Rathaus überführt und im Saale feierlich auf­gebahrt. Kameraden des Sturmes des Ver­storbenen hielten die Ehrenwache. Die Häuser der Stadt hatten zum Tage der Beerdigung Halbmast geflaggt. Unter dem Trauerwirbel des Spielmanns- zuges trugen die Kameraden den mit der Haken­kreuzfahne bedeckten Sarg heraus auf den Markt­platz, auf dem eine stattliche Trauergemeinde war­tete. Schier unendlich war das Trauergefolge, das den toten Bürgermeister zum Friedhof geleitete. Stadtpfarrer Dotzert legte feiner Predigt das Bibelwort zugrunde:Es ist der Herr, der tue was ihm wohlgefällt!" Er schilderte den Verstorbenen als einen guten Christen und als den Bürgermei­ster der Stadt, der alle guten und gemeinnützigen Werke fördern half. Zahlreiche ehrende Nachrufe und Kranzniederlegungen ließen nochmals ein Bild des Lebens des Dahingeschiedenen erstehen. Die hessische Staatsregierung ließ durch den Staats­pressechef Dr. Mahr einen Kranz niederlegen. Mit dem Horst-Wessel-Lied fand die Trauerfeier ihren Abschluß.

Landkreis Gießen.

= Wieseck, 1. März. Der Obst- und Gar- tenb auoerein hielt gestern abend im Saal von Dorfeld seinen dritten Schulungs­abend ab, zu dem sich eine stattliche Zahl Mit­glieder und Freude des Obstbaues eingefunden hatten. Nach der Begrüßung ergriff der Leiter der Hauptstelle für Pflanzenschutz, Dr. Tempel (Gießen) -das Wort zu seinem VortrageDie Schäd­lingsbekämpfung im Obst- und Gartenbau im Rah­men der Erzeugungsschlacht". Leider ist es noch so, führte der Redner aus, daß wir das ernten, was uns das Heer der Schädlinge übrig läßt. Alljährlich werden nach sorgfältigen Schätzungen etwa 20 v. H. des Ernteertrages in Feld- und Gartenbau minder­wertig gemacht oder völlig vernichtet, wodurch ein volkswirtschaftlicher Verlust von zwei Milliarden Mark entsteht. Bei Brotgetreide könnten 4000 Güter­wagen mehr geerntet werden und im Kartoftelbau mehren sich die Krebsherde in den letzten Jahren bedenklich. Obstbäume, Beerensträucher und Ge­müsepflanzen werden dann leichter gegen tierische und pilzliche Feinde anfällig, wenn sie schlecht ge­pflegt und ungenügend ernährt werden. Kränkelnde Bäume werden vom Borken- und Splintkäfer be­fallen. Um den Krebs des Kernobstes vorbeugend zu bekämpfen, ist gute Wundpflege vonnöten, damit keine Eingangspforten für diesen Pilzfeind entstehen. Anders ist es mit dem Gummifluß des Steinobstes, der auf Störungen in der Ernährung zurückzufüh­ren ist. Gegen die saugenden Vaumschädiger ist die Winterspritzung mit gutem Obstbaumkarbolineum am besten wirksam. Der Kampf gegen die beiden Hauptobstverderber, den Schorf und die Obstmade, ist möglichst in einem Spritzgange mit Arsen und Kupferkalk durchzuführen. Diese Sommerspritzungen sollten, um einwandfreies Obst auf den Markt zu bringen, mehrmals vorgenommen werden. Gegen die sich stark vermehrende Wühlmaus soll mit Fal­len und Ködergiften vorgegangen werden. Unge­mein wichtig ist der Schutz der nützlichen Vögel, so­wohl der Höhlen- als auch der Heckenbrüter. Da das biologische Gleichgewicht der Natur durch Massenanbau einzelner Kulturpflanzen gestört sei, müsse für Nistgelegenheiten gesorgt werden. Eine rege Aussprache schloß sich an. Der Vorsiitzende gab noch bekannt, daß die auf Grund der Polizeiverord- nung betr. Schädlingsbekämpfung im Obstbau gebil­dete Obstbaukommission ihre Besichtigungen durch­geführt hätte. Falls die Säumigen bis zum fest­gesetzten Termin die Pflegearbeiten nicht selbst ausführen, werden sie durch die Baumwarte auf Kosten der Baumbesitzer getätigt. Am 10. d. M. soll die planmäßige Vorfrühjahrsspritzung mit Mo-

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324650

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15476 ; 23795 48924

70675 I 88859

99526 116663 144087 148286 155211 175362 180805 202717 207070 214352 225143 237731 257013 284018 296625 326091 355877 378608 395127

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166288 178146

191750 205043 209867 219080 233513 255506 279462

292274 307618 344589 366679 390559

161700

245131

324331

387015

19313 27938

62962 74182

92531

114959 130463 145921

152075 163489 177096

190024 204665 209820 218263 228323

252393 277236

291387 303363 343002

366531 386929 399088

11272

20836

43369

64471

85751

97446

111143 130457

144741

150094 162725

175921

187004 204521

208086 218228 228162

250611

269208 284514

299904 337932

364379 385941

397289

152564 236869 314125

384417

Tdtbiwu i

Ergrauen

11310 85807 111213 113771 198198 239632

275648 360721 371138 383918

318706 341969 392824

66 Gewinne zu 500 M. 1266 16893 32819 49193

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276890 380431

6 Gewinne zu 3000 M. 70773 ---- ----39448

16 Gewinne zu 2000 M.

126288 159092 166295 185107 320171

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