vorstellen kann, wie die Gegensätze noch überbrückt werden können. Die jungen nationalistischen Kräfte Finnlands haben sich nunmal eindeutig auf eine Linie mit dem Hauptprogrammpunkt „Kampf allem Schwedischen" festgelegt. Und damit stellen sie sich natürlich in schärfsten Gegensatz zu den skandinavischen Einheitsfrontbestrebungen, deren Verfechter schon beginnen, Finnland als „nichtskandinavisch" zu betrachten. —
Ser Bischof von Berlin Or. Ba res f
Berlin, 1. März (DNB.) Der Bischof von Berlin, Dr. theol. Nicolaus Bares ist am Freitag um 22.15 Uhr im St. Hedwigs-Krankenhaus verstorben. Bischof Berning von Osnabrück, der sich gegenwärtig in Berlin aufhält, konnte ihm noch die letzte Oelung spenden. Bischof Bares war seit einigen Tagen erkrankt und mußte Freitag infolge einer ernsten Verschlimmerung in das Krankenhaus übergeführt werden.
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Dr. Bares wurde 1871 in Idenheim (Bezirk Trier) geboren. Nach Absolvierung des Gymnasiums lag er von 1891 bis 1895 dem philosophisch-theologischen» Studium im Priesterseminar in Trier ob. Er promovierte 1909 zum Dr. theol. an der Universität Breslau. Von 1909 bis 1929 war er Professor der Theologie und Regens am Priesterseminar in Trier. 1929 wurde er Bischof von Hildesheim und 1933 Bischof von Berlin.
Immer wieder politische Morde in Gowjetrustland
Moskau, 2. März (DNB.-Funkspruch.) Amtlich wird gemeldet, daß in der Nacht vom 28. Febr. zum 1. März in der Nähe von Noworosisk der Kommuni st Truchschumow ermordet wurde. Die eingeleitete Untersuchung hat ergeben, daß Truchschumow von ehemaligen reichen Bauern getötet wurde. Die Beweggründe sollen rein politische sein. Der oberste Staatsanwalt hat telegraphisch angeordnet, daß die Untersuchung gegen die Verhafteten in zehn lagen abgeschlossen werden soll, damit die Aburteilung sofort erfolgen kann. Im Februar 1935 wurden nach den bisherigen Mitteilungen 18 politische Morde festgestellt.
Macdonald bittetLloydGeorgeumVor- lage seiner Arbeitsbeschaffungspläne.
London, 2. März. (DNB.-Funkspruch.) Das innerpolitische Ereignis des Tages ist die briefliche Einladung des Mi n ft e r p r ä s i.d e n- ten Macdonald an Lloyd George, der englischen Regierung genaue Berechnungen über seine „New-Deal"- Pläne zur Arbeitsbeschaffung und zur Verringerung der Arbeitslosigkeit in England vorzulegen. Macdonald erklärt, daß der Plan Lloyd Georges vom Kabinett
einer sofortigen Prüfung unterzogen werden würde. Lloyd George teilte dem Ministerpräsidenten nach Erhalt des Briefes fernmündlich mit, daß er dem Wunsch der Regierung mit Vergnügen nachkommen werde. Er wird wahrscheinlich während des Wochenendes oder zu Beginn der nächsten Woche auf den Wunsch der Regierung ausführlich eingehen. — In politischen Kreisen wird bereits von der Möglichkeit einer baldigen Zusammenkunft zwischen Macdonald und Lloyd George im Zusammenhang mit der Prüfung des „New Deal" gesprochen. Die Vermutungen über eine Zuziehung Lloyd Georges zum englischen Kabinett haben dadurch neue Nahrung erhalten.
Kunst und Wissenschaft.
Friedrich Velhge Landesleiter der Reichsschrift, tumskammer für Hessen-Rassau.
Der Präsident der Reichsschrifttumskammer, Dr. Hans Friedrich B l u n ck , hat den Gauabteilungsleiter für das gesamte Schrifttum des Gaues Hessen-Nassau, den Dichter und Chefdramaturgen am Frankfurter Schauspielhaus, Friedrich B e t h g e, zum Landesleiter der Reichsschrifttumskammer für Hessen-Nassau ernannt.
Aus alter Wett.
Oer tlttrakurzwellensender Wihleben.
lieber den Ultrakurzwellensender der Reichspost in Berlin-Witzleben und seine Verwendung für den Rundfunk find vielfach irreführende Ansichten verbreitet. Das Anwendungsgebiet der ultrakurzen Wellen (unter 10 Meter Länge) ist nicht so neu, wie es nach verschiedenen Veröffentlichungen den Anschein haben könnte. Praktische Versuche über die Eignung von Ultrakurzwellen für den Sende betrieb sind von der Reichspost schon seit 5 Jahren an verschiedenen Orten (besonders in Großstädten wie Berlin, Chemnitz usw.) mit Erfolg durchgeführt worden. Ihre weitere Ausdehnung in der Öffentlichkeit war aber in der Hauptsache dadurch behindert, daß geeignete Empfänger noch nicht am Markte waren. Das Ergebnis der jahrelangen Versuche führte, vor allem im Hinblick auf die Bedeutung der Ultrakurzwelle für die Fern- se hübertragung zur Inbetriebnahme eines Ultrakurzwellen -Versuchs senders in Witz- leben auf einer Welle von etwa sieben Meter im August 1932. Der Sender diente in der ersten Zeit ausschließlich zu Fernsehversuchen. Im August 1934 wurde ein zweiter Sender am gleichen Ort aufgestellt. Damit war die Möglichkeit zu gleichzeitigen Tonsendungen geschaffen. Im Einvernehmen mit der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft wurde Vorsorge getroffen, daß auch laufende Rundfunkprogramme auf der Ultrakurzwelle verbreitet wurden, um weiteren Kreisen Gelegenheit zur Erprobung von Ultrakurzwellenempfängern zu geben. Das geschieht seit dem 1. Januar d. I. täglich von 16 bis 2 4 Uhr. Es handelt sich also hierbei nicht um
einen neu eröffneten Sender, sondern um den schon seit 1932 in Betrieb genommenen Ultrakurzwellensender der Reichspost in Witzleben.
Der Sender ist in den früheren Räumen des Berliner Rundfunksenders im Hause der Funkindustrie (Halle IV) auf dem Messegelände untergebracht. Als Stützpunkt für die aus technischen Gründen sehr hochgelegte Dipol-Antenne wird der bekannte große Funkturm benutzt. Seine Aussendungen können in Groß-Berlin und Umgebung auf Entfernungen bis zu 50 Kilometer und mehr fast störungsfrei ausgenommen werden. Die von den Mitgliedern funktechnischer Verbände seit Anfang dieses Jahres ausgeführten Empfangsbeobachtungen bestätigen im wesentlichen die seit 1930 vom Reichspostzentralamt in Verbindung mit dem Physikalischen Institut der Universität Jena (Professor Dr. Es au) erzielten Ausbreitung s- und Störungs-Meßergebnisse. Sie erwähnen allerdings nicht die schon bei den früheren Versuchen der Reichspost beobachtete Erscheinung, daß der Empfang der normalen Rundfunkwellen durch den Ultrakurzwellenbetrieb in der näheren Umgebung des Senders nicht unerheblich gestört wird. Hiergegen müssen noch wirksame Schutzmaßnahmen gefunden uno erprobt werden.
Wieder ein Doppelselbstmord aus dem Flugzeug.
Freitag abend meldeten sich zwei Passagiere a u f dem Flugplatz Basel zu einem Rundflug über die weitere Umgebung von Basel. Bei dem Rückflug sprangen die beiden Passagiere über dem Ort Lausen aus dem Flugzeug, ohne daß der Pilot sie daran hindern konnte. Die beiden Körper schlugen östlich der Ergolz auf dem Boden auf und wurden schrecklich verstümmelt. Es handelt sich um einen Lehrer und seine Begleiterin. Ueber die Gründe, welche zur Tat veranlaßten, fehlen noch jegliche Anhaltspunkte.
Tagung der Ortsbauernführer.
D Wetzlar, 1. März. In der „Alten Post" fand gestern eine Schulungstagung der Ortsbauernführer und Ortsbäuerinnen statt. Die Leiterin der Kreisfrauenbauernschaft Frau Wiehler (Wetzlar) leitete die Tagung. Abteilungsleiter Diemas von der Landesbauernschaft Hessen-Nassau hielt dann ein Referat über die grundlegenden nationalsozialistischen Agrargesetze, das Reichsnährstandsgesetz, Gesetz über die Marktregelung und Festpreise, Gesetz zur Neubildung deutschen Bauerntums und das Reichserbhofgesetz. Im Besonderen verbreitete er sich über die Siedlungsfragen. Nach einer regen Aussprache hielt Stabsleiter Fischer von Der Kreisbauernschaft Wetzlar das zweite Referat. Er sprach über die Marktregelung im nationalsozialistischen Staat.
Ueber die Bedeutung des Flachsbaues referierte anschließend Direktor Trautmann von der bäuerlichen Werkschule. Nach einer Mittagspause wurde die Nachmittagstagung mit einem Gedicht einer Jungbäuerin eröffnet. Stabsleiter Fischer zeigte dann im Lichtbild unsere engere Heimat und
ihre Trachtengruppen. Fachwerkbauten, ßanb, Leute und Landschaften. Frl. Schreiner von der bäuerlichen Werkschule Wetzlar sprach über die Auf. gaben der Hauswirtschaft im Reichsnährstand, über die Werkausbildung, die bäuerliche Lehrlingsausbildung, die bäuerliche Beratung und über Fragen des weiblichen Arbeitsdienstes. Ferner behandelte sie die Plege des Hausgartens, Gerätekunde, Milchoerwertung und Milchbehandlung, sowie die Geflügelzucht. Frl. Johanna Bopp von der Lan-- desbauernschaft Hessen-Nassau sprach dann über die Arbeit der Frau im Reichsnährstand und Kreisobmann Langsdorf über die Viehverwertung und über den bevorstehenden Kreisbauerntag. Bezirksbauernführer De sch 'behandelte in feinem Schlußwort die in den verschiedenen Referaten auf- geworfenen Fragen und schloß mit einem „Sieg- Heil!" auf den Führer und das Deutsche Reich.
^Lochenbericht
vom Frankfurter Produktenmarkt.
Das Getreidegeschäft nahm auch in der letzten Februarwoche einen sehr stillen Verlauf. Obwohl im nächsten Monat die Festpreise eine Erhöhung um 1,50 Mark pro Tonne erfahren, blieb das An- gebot in Brotfrucht sehr reichlich. Weizen wurde in verschiedenen Qualitäten offeriert, ohne daß die Mühlen sich veranlaßt sahen, etwas stärker zuzu- greifen.
Das Roggenangebot trat besonders stark in Erscheinung, da hierfür die Mühlen kaum Interesse bekundeten. Sie begründeten es damit, daß sie noch so große Bestände an Mehl auf Lager hätten, daß sie für die nächsten Wochen kaum Rohmaterial auf« nehmen könnten. Besonders die Großmühlen zeigen sich schlecht aufnahmefähig, während die Landmühlen für den laufenden Bedarf zuweilen etwas kauften. Auch hier blieb die Erhöhung der Vermahlungs- quote von 4 auf 6 v. H. ohne Einfluß.
Das Futtergetreidegefchäft hat im wesentlichen keine Veränderung gebracht. Hafer war weiterhin kaum angeboten, auch Futtergerste war nach der am 7. Februar in Kraft getretenen Neuordnung des Gerstenmarktes noch nicht zu haben. Wie man hört, beabsichtigt die Reichsstelle eofinierten Futterweizen und Futterroggen an den Markt zu bringen. Hierdurch würde die Versorgung mit Futtergetreide wesentlich besser werden.
Kraftfuttermittel blieben stark gefragt, da aber im hiesigen Bezirk noch keine nennenswerten Freigaben erfolgt sind, blieb das Angebot sehr gering. Treber sind nicht angeboten, auch Zuckerschnitzel waren kaum vorhanden. Desgleichen kamen nur ganz geringe Mengen Kleie an den Markt, die meist nur im Verband mit Mehlbezug abgegeben wurden. Etwas stärkeres Angebot bestand in Melasse-Mischfutter, das auch in Ermangelung anderer Futtermittel gekauft wurde. Für Kartoffelflocken bestand angesichts des hohen Preises kein Interesse. Ra uh futter war ohne Geschäft.
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Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß von obigen Lieferungen ausgeschlossen sind: Warenhäuser und Filialgefchäfte, sowie außerhalb von Gießen ansässige Gewerbetreibende. Gemäß Kundgebung des Hessischen Staatsministers im März 1934 sind außerdem Sammelangebote von Innungen usw. vom Zuschlag auszuschtiehen.
Gießen, den 28. Februar 1935 .
Bürgermeisterei Gießen (Wohlfahrtsamt).
Dr. Ham m.
In tiefer Trauer:
Heinrich Arnold
Familie Friedrich Arnold Familie Karl Arnold Familie Heinrich Fink und Verwandten
Rödgen, den 1. März 1935.
Die Beerdigung findet am Montag, dem 4. März, nachmittags 2.30 Uhr statt.
Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Lina Wehrum, geb. Mootz Ernst Koller und Frau Helene, geb. Mootz Ernst Hosch jr. und Frau Marie, geb. Mootz und Enkelkinder.
Gießen (Wetzlarer Weg 80), Wetzlar, den 2. März 1935.
Die Beei digung findet am Montag, dem 4. März, nachm. 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.
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Lieferungsvergebung.
Folgender Bedarf des Wohlfahrtsamts im Rechnungsjahr 1935 (1. April 1935 bis 31. März 1936) für den Kreis der Fürsorgeempfänger soll im Wege des öffentlichen Wettbewerbs vergeben werden:
schneidet auch welches Brot wunderschön glatt. Ueberhaupt müßten Sie einmal bei mir die vielen neuzeitlichen Stahlwaren sehen die Ihre Küchenarbeit so sehr erleichtern.
A. REINIG
Inhaber: W. Georg Stahlwarenspezialgeschäft
Ferrspr. 3369 iä5d Seltersweg 30
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben, treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel
Christoph Mootz
Oberbahnwärter i. R.
nach einem arbeitsreichen Leben, im 75. Lebensjahr, in die Ewigkeit abzurufen.
Halbjahr vom 1. April bis 30. September 1935 zur Lieferung vergeben werden. Die in Anlage A oes Erlasses der Hessischen Ministerien vom 16. Juni 1893, das Verdingungswesen betreffend, enthaltenen Bedingungen für die Bewerbung um Arbeiten unh Lieferungen sowie die hiesigen Lieferungsbedingungen liegen nur vom 4. bis 6. TNärz 1935, vormittags von 9 bis 12 Uhr, bei uns offen. 1193D
Die Angebotsformulare können gegen Erstattung
Marmelade usw.),
Verbrauchsgegenständen (Reinigungsmateria, lien, Seifenflocken usw.), Rauchwaren
im Wege des öffentlichen Anerbietens für das
Danksagung
Für die so zahlreichen und wohltuenden Beweise herzlichster Teilnahme, die uns bei dem unvergeßlichen Verluste unserer innigstgeliebten Entschlafenen durch Wort, Schrift, Kranzspenden und ehrendes Geleit entgegengebracht wurden, sagen wir hierdurch unseren herzlichsten Dank
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Erich Lehmann und Kind Familie Heinrich Schmidt Familie Max Lehmann
Gießen, den 1. März 1935
LMes-MM MseMalt Wen
Der Bedarf an:
1. Fleisch-, Wurst- und Fettwaren,
2. Backwaren,
3. Verzehrungsgegenständen (Del, Essig, Zucker, Reis, Erbsen, Linsen, Bohnen, Margarine,
Ferner werden einige Festmeter Fichtenabschnitte ausgeboten. Händler sind von der Versteigerung ausgeschlossen.
Die Zusammenkunft ist am Waldeingang der Kreisstraße Beuern—Allertshausen.
Beuern, den 1. März 1935.
Hessische Bürgermeisterei Beuern.
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Sonntag, 3. März, abends 8 Uhr: Vortrag v. Pfarrer Becker über die Neicbstagung des Gustav Adolf- Vereins in Königsberg (Christentum u. deutsches Volkstum in der Ostmark) mit Lichtbildern v. einer Fahrt durch Ostpreußen (Ostsee, Masuren, Tannenberg, Marienbg., Danzig ).Musikal.Darbietungenv. Frl.Martha «.Waltraud Schüttler u. Stadtkirchenorganist H. Simon. Cintritt frei. Jedermann herzlich eingeladen! Gesangbuch mitbring.
Dienstag, dem 19. TNärz 1935 vormittags 10 Ahr
hierher einzureichen. In den Angeboten sind die B« dingungen anzuerkennen.
Die einzureichenden Warenmuster müssen aetrennt von den Angeboten verpackt und mit der Aufschrift „Muster zum Ausschreiben vom 27. Februar 1935* versehen sein.
Gießen, den 27. Februar 1935.
Direktion
der Landes-heil- und Pflegeanstalt bei Gießen.
Nutzholz-Versteigerung.
Aus den Waldungen der Gemeinde Beuern, Forstort Heegwald und Mark, wird am 4. TNärz 1935, um 10 Uhr vormittag», folgendes Nutzholz versteigert: 1223V
Buchenslämme 5. Kl. 18 Stück 23,80 km
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Eichenstämme
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