Ausgabe 
2.3.1935
 
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beheckungen der indischen Sekten, den Turban, mit bunten und geschmackvoll aussehenden Tüchern be­kleidete Frauen, die um Handgelenke und Fesseln Silber- und Goldschmuck, mit Edelsteinen besetzt, tragen, es vergeht kein Augenblick, der nicht ein neues Bild bringt. Daneben lebt der Schwarze. Ich sehe einen kleinen Negerjungen, der aus einer Abfallkiste das nach seiner Ansicht noch Brauchbare heraussucht; mein Begleiter sagt mir, daß er es dann später zu verkaufen sucht. Dieser kleine Hin­weis möge die Kontraste, die es auch in dieser farbigen Welt gibt, zeigen.

Und noch eins stört das Gesamtbild: Man sieht in dieser orientalischen Welt des Basars kaum orientalische Waxen, jedenfalls nicht das, was wir uns darunter vorstellen. Man handelt mit Konserven, europäischem und japanischem Porzellan letzteres 21 Stücke für 2,50 Mark mit Eisen- waren usw. Indische Kunstgegenstände oder Einge­borenenarbeiten irgendwelcher Art findet man an dieser Stelle, wo man es am ehesten vermutet, nicht, man kauft sie meist im Europäerviertel. Der Be­such dieser Geschäfte ist immer wieder schön, ob­wohl bei weitem nicht das geboten wird, was man

auf Sansibar oder in Indien sehen kann. Aber auch in diesen Läden gibt es manche hübsche Dinge und wir alle drehen unsere spärlichen Devisen recht oft herum, bis wir uns für einen Kauf entschließen. Ueberall stehen unsere Seeleute und handeln. Brocken englischer Sprache fliegen hin und her und schließlich wird man nach langwierigen Manövern handelseinig, denn man muß sehr aufpassen, daß man nicht von den tüchtigen indischen Kaufleuten übervorteilt wird. Daß sie auf diesem Gebiet sehr viel verstehen, muß schon zugegeben werden; erst eben haben wir es gesehen, als wir im Basar einen ganz kleinen Laden betraten. Nur ein paar Qua­dratmeter Fläche hat er, aber dennoch vergibt sein Inhaber Aufträge bis zu einer Höhe von etwa 5000 Pfund Sterling des öfteren nach Amerika.

Hier muß ich schließen, damit mein Bericht noch rechtzeitig den nächsten Postdampfer nach Deutsch­land erreicht. Ich hoffe noch dieses und jenes aus Mombassa später erzählen zu können, aber es wird lange dauern, denn bald geht es nach den weit von allem Weltgetriebe gelegenen Seychellen und nach einer einsamen Stätte auf Ceylon, nach Trincomalee.

Aus den Beschlüssen des Reichskabinetts ist neben der Derreichlichung des Bergwesens vor allem das Gesetz über die Einführung eines Ar­beitsbuches hervorzuheben. Jeder Schaffende bekommt damit einen amtlichen Ausweis, der über feine Borbildun-g und seine fachliche Befähigung Auskunft gibt, und damit sehr wesentlich die Be­rufsgliederung erleichtert. Die überfüllten Berufe werden dadurch entlastet. Wir stehen überhaupt im Zeichen einer strukturellen Verschiebung, die z. B. die Landwirtschaft wieder als erstrebenswert er­scheinen läßt, und damit ist auch das Gesetz zur Befriedigung des Bedarfes derLand- wirtschaft an Arbeitskräften verbunden, denn künftighin wird es dadurch möglich, Arbeits­kräfte aus überfüllten Berufen der Landwirtschaft zuzuführen. Zur Erleichterung der Wirtschaft dient

auch die neue Vergleichsordnung, nach der es keinen Offenbarungseid mehr gibt, aber die Gläu­biger einen erhöhten Prozentsatz ihrer Forderungen erhalten müssen. Gegenüber böswilligen Schuldnern sind die Vorschriften verschärft worden. Ferner wurden die Bestimmungen über das Ausver- kaufswesen verbessert. Schließlich sind auch die Gerichtsferien beseitigt worden, die aus einer Zeit stammen, als das wirtschaftliche Leben noch nicht so intensiv war, wie es heute ist. Die Erfahrungen haben gezeigt, daß auch ohne die Sommerpause bei den Gerichten die Rechtspflege nicht leidet, sondern besser funktioniert als es durch die große Unterbrechung möglich war. Alle diese Ge­setze sind ein neuer Beweis dafür, daß ohne große parlamentarische Redereien die Gesetze sich elastisch der Wirtschaft anpassen lassen.

Neues aus dem Norden.

Von unserem B.-Berichierstaiter

Wie sieht es in der,

irisch ast aus?

Der Sieg der deutschen Arbeit ist in sinnfälliger Form auf der Berliner A u t o Mobilaus­stellung derart zum Ausdruck gekommen, daß oas Ausland bedingungslos den neuen Geist in der deutschen Wirtschaft anerkannte und Bestellungen auf deutsche Wagen in erhöhtem Ausmaße vornahm. Die Technisierung des Verkehrs erfolgt unter der neuen Staatsführung durchaus nach gemeinnützigen Grundsätzen. Die Zeiten sind vorbei, da der Kraft­wagen ein Luxusgegenstand war, und für die brei­ten deutschen Massen ist es wichtig, zu wissen, daß im Sommer mit der Prüfung des Volkswagens be­gonnen wird und daß, wenn er auf den Markt gelangt, hier der breiten Masse ein Gebrauchs­gegenstand geboten wird, der allen Ansprüchen auf Dauerhaftigkeit usw. genügt und das Gegenteil einer Blechkiste sein wird. Die Automobilausstellung hatte verlängert werden müssen, weil die Besucherzahl viel größer war als in früheren Jah­ren. Gleichzeitig wurden Steuererleichterungen für Nutzfahrzeuge erlassen. Die Nutzfahrzeuge sind bisher von der Kraftfahrzeugsteuer im Gegensatz zu neuen Personenwagen, nicht befreit gewesen. Zunächst werden alle Nutzfahrzeuge, also auch die Omnibusse usw., aber immer nur neu zugelassene Fahrzeuge, von der Steuer teilweise befreit. Alle Wagen mit über 2,5 Tonnen Gewicht erfahren eine steuerliche Erleichterung um 662/s Prozent. Gleichzeitig ist indirekt eine Förderung ein­heimischer Treibstoffe dadurch erzielt wor­den, daß die Steuer halbiert wird, wenn nichtflüssige Treibstoffe benutzt werden, also Holzgas, das durch Generatoren im Fahrzeug selbst erzeugt wird, durch Speichergas, durch Dampf und Elektrizität. Damit wird also der Benutzung der Kraftfahrzeuge ein wesentlicher Auftrieb gegeben.

*

Nach den bisher vorliegenden Anmeldungen für die Leipziger Frühjahrsmesse wird sie ihre Vorgängerin erheblich übertreffen. Man rechnet mit 8000 Ausstellern (i. V. 7400). 20 000 Ausländer werden erwartet, aus Paris haben sich 2000 Einkäufer angemeldet. Auch als Aussteller wird das Ausland stärker vertreten sein, so sind z. B. aus Japan 180 Aussteller mit 8000 Mustern angekün­digt. Diese Messe wird zeigen sie ist das beste Wirtschaftsbarometer welchen Aufschwung die deutsche Industrie im letzten Jahr genommen hat, sie wird über die Entwicklung der Weltwirtschaft wertvolle Deutungen zulassen und soll vor allen Dingen der deutschen Ausfuhr neuen Antrieb verschaffen. Die Richtungsänderung in der deutschen Warenanfertigung wird in diesem Jahr schon deutlich wahrzunehmen sein, besonders bei den Werkzeugmaschinen, bei den Antriebs­maschinen (Umstellung auf heimische Treibstoffe), ferner bei Gießereimaschinen, Textilmaschinen usw. Man rechnet mit dem Abschluß vieler A u s t a u sch- g e s ch ä f t e , wofür die Leipziger Messe in der Tat der denkbar beste Platz ist. Man hat dort Ausfuhr­beratungsstellen geschaffen, zahlreiche Ausfuhrhäuser der deutschen Häfen haben in Leipzig Büros und Vertreter, somit ist alles aufgeboten, die deutsche Ausfuhr zu steigern. Den ausländischen Einkäufern ist es gestattet, bei Einkäufen auf der Messe eigene Sperrguthaben bis zu 50 v. H. des Rechnungswertes zu verwenden. In 17 Hallen und 31 Meßplätzen wird man sich über den Stand der Wirtschaft von J2 Staaten unterrichten können. Es gilt unbedingt

eineExportmüdigkeit", wie sie sich hie und da bei uns zeigt, zu überwinden und neue Anstrengungen werden dabei nicht zu vermeiden sein.

Als vor fünf Wochen das Gesetz über die Pfand- briefkonversion veröffentlicht wurde, war es klar, daß die Z i n s k o n v e r s i o n , die sich nur auf Pfandbriefe, Kommunalobligationen und Hypo­theken erstreckte, weitergeführt würde. Denn das Ziel war die Politik eines gesunden Zinses, und dieser Zinssatz, 4,5 v. H., entspricht durchaus den Verhältnissen auf dem Kapitalmarkt, da die Zeiten vorbei sind, da Kapitalbesitzer für ihr Geld Zinsen fordern konnten, die unter normalen Ver­hältnissen gar nicht herauszuwirtschaften waren. Jede Zinsverbilligung entlastet die Wirtschaft in höchstem Maße; wenn sie nach und nach für alle Gebiete des Leihgeldes durchgeführt wird, kommen wir zu einer blühenden Wirtschaft, wobei der Ka­pitalgeber die Gewähr hat, daß die Zinszahlungen prompt erfolgen. Denn er hat nicht so sehr ein In­teresse an einem hohen Zins, in den er eine Risikoprämie einkalkulieren muß, sondern an einem gerechten Zins, der ohne Stockung und ohne Risiko ihm zufließt. Die Pfandbriefkonversion umfaßte etwas über 8 Milliarden Mark und der Erfolg war überraschend gut. Das Gesetz über die Zinsermäßigung bei den öffentlichen An­leihen ist durchweg dem über die Pfandbrief­konversion angepaßt worden. Der deutsche Kapitalist hatte genug Einsicht in die Nützlichkeit der Zinsver­billigung, wie schon die Tatsache zeigte, daß nur 0,23 v. H. der Gläubiger vom Umtauschrecht keinen Gebrauch machten. Das neue Gesetz für die öffent­lichen Anleihen wird durch die öffentliche Bekannt­gabe dieses Gesetzes für alle Schuldner maßgebend. Bis zum 1. April dieses Jahres werden die Zinsen der Schuldverschreibungen der öffentlichen Hand von 6 oder mehr Prozent auf 4,5 gesenkt, dabei wird eine Konversionsprämie von 2 v. H. gewährt, die bei den Reichsschuldbuchforderungen am 15. April, bei allen anderen am 30. Juni mit den Zinsscheinen ausbezahlt wird. Es handelt sich im ganzen um einen Betrag von 2 Milliarden Mark, darunter entfallen auf die Reichsschuldbuchforderun­gen etwa 1 Milliarde, auf die Länder 0,4. auf die Provinzen 0,2 und auf die Städte 0,44 Milliarden Mark. Für die Gesamtheit beträgt die Z i n s e r - sparnis jährlich etwa 30 Millionen Mark, während die zweiprozentige Konversions­prämie nur eine einmalige Aufwendung, und zwar von rund 40 Millionen Mark erfordert. Die dauernde Entlastung ist also sehr erheblich. Unter das Gesetz fallen alle 6prozentigen oder yohec oet zinslichen Anleihen und Schatzanwestungen Der Länder, der Gemeindeverbände, der Gememden und der Zweckverbände. Ausgeschlossen sind Die Auswer­tungsschuldverschreibungen, die Auslandameihen und die Anleihen, die zu mehr als 50 o. H. im Jahre 1935 und den folgenden Jahren fällig sind. Ebenso fallen die Stücke aus der Gemeindeumschui- dung nicht unter das Gesetz. Von den Reichs- anleihen werden nur die Reichsschuldbuchsorderun­gen, soweit sie nach dem 31. Dezember 1937 fällig werden, vom Gesetz betroffen. Während die Pfand­briefkonversion die Wirtschaft erleichterte, wird diese Konversion der öffentlichen Anleihen die Finanz­kraft des Staates stärken, und damit dürfte auch dieser Konversion ein voller Erfolg beschieden sein.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Kopenhagen, Mitte Februar 1935.

Nachdem der Prinz von Wales vor einigen Jahren durch sein Beispiel gezeigt hat, daß eine flott durchgeführte Weltreise nicht nur den betref­fenden Angehörigen des Königshauses Vergnügen und Abwechslung, sondern auch den handelstreiben­den Kreisen der Nation erheblichen wirtschaft­lichen Nutzen bringen kann, sind solche Reisen offenbar in Mode gekommen. Jetzt gerade ist das schwedische Kronprinzenpaar von einer halbjährigen Reise durch den Orient zurückgekehrt, und aus der Umgebung der Reisegesellschaft wurde den Journalisten mitgeteilt, daß das Unternehmen einen außergewöhnlich guten Erfolg gehabt habe. Allein in Bagdad seien nach dem Besuch des Königs­paares 4 0 0 Autos schwedischen Fabri­kats verkauft worden...

Die Kopenhagener Zeitungen knüpften an diese Mitteilung sofort einen etwas derben Spaß: sie fordern den sehr populären dänischen Kron­prinzen Frederik auf, sich schnell auf die Beine zu machen und die dänische Wirtschaft durch eine kleine Reise um die Welt zu unterstützen. Tat­sächlich ist es ja so, daß solche Repräsentanten, die nicht direktin Geschäften" erscheinen, gerade auf die Geschäftswelt großen Eindruck machen. Die Weltreise des Prinzen von Wales hatte riesige Auf­träge für die englische Wirtschaft zur Folge, die Orientfahrt des schwediischen Kronprinzenpaares hat zu ähnlichen Resultaten geführt. Wird daraufhin in den europäischen Königshäusern ein allgemeines Kafferpacken einsetzen?

Ueber einem sehr ernsten Problem zerbrechen sich Regierung und Wissenschaft in Schweden die Köpfe: den katastrophalen Rückgang der Ge­burten. Ein hervorragender Sachverständiger, der verschiedentlich von der Regierung zur Mitarbeit an wirtschaftlichen Projekten herangezogen worden ist, hat jetzt allen Ernstes oorgeschlagen, in einiger Zeit Dänen, Norweger und Schwedisch-Finnen i n Schweden anzusiedeln, um der Bevölkerung neues Blut zuzuführen. Es bestehe nämlich die Gefahr, daß in wenigen Jahren nicht mehr genü­gend arbeitsfähige junge Männer vorhanden sind, und daß dadurch Schwedens Fabriken und Pro­duktionseinrichtungen bedroht werden. Die Situation ist im Augenblick so, daß nur 70 v. H. der Anzahl Kinder geboren werden, die nötig ist, um die Be- völkerungszahl gleichbleibend zu halten. Am schlimm­sten sieht es in Stockholm aus, wo die ent­sprechende Zahl nur 40 v. H. beträgt. Der schwedische Professor fordert dringend staatliche Maßnahmen, um diesen ständigen Perfall aufzuhalten. Als ein Mittel dazu bezeichnet er weitgehendes Entgegen­kommen gegenüber allen Eltern, die durch ihre Kinder so gut wie keine Unkosten haben dürfen. Jedenfalls wird der schwedische Staat in absehbarer Zeit eine großzügige Aktion ins Werk setzen müssen, damit dieser in europäischen Ländern wohl einzig­artige Rückgang aufgehalten und die Nachfolge des gesunden und tüchtigen schwedischen Volkes gesichert wird.

Dänemark wird zur Zeit von einem heftigen Meinungsstreit bewegt, der einer Frage gilt, die wir in Deutschland seit langem glücklich gelöst haben. Es geht um die gefährliche Konkurrenz, die das private Transportwesen den Staats­bahnen bereitet. Die besserbeweglichen und schneller einsetzbaren La st automobile schnappen der Eisenbahn die besten Aufträge weg, und die Direk­tion der Staatsbahnen versucht sich zu revanchieren,

indem sie den privaten Gesellschaften alle nur mög­lichen Hindernisse in den Weg legt. Jetzt wird der groteske Plan erwogen, den Lastautomobilen zu verbieten, in die großen Städte einzufahren. Sie sollen vielmehr gezwungen werden, in einem ge­wissen Abstand vor der Stadtgrenze Halt zu machen und dort ihre Lasten auszuleeren.

Diese überspitzten Monopolisierungsversuche haben in der Öffentlichkeit einen Sturm der Entrüstung hervorgerufen. Man attestiert dem Generaldirektor der Staatsbahnkn, daß er ein tüchtiger Mann sei, ; aber man ersucht ihn gleichzeitig, diese Tüchtigkeit : nicht zu übertreiben. Es wird dabei auf das Bei­spiel Deutschlands verwiesen, in dem eine >mustergültige Zusammenarbeit zwischen den 1 modernen Verkehrsmitteln, dem Flugzeug, der Eisenbahn und dem Auto erreicht worden sei, und wo eine gesunde Konkurrenz der drei Verkehrs­träger die Lei st ungen verbessere.

Der allgemeine Zorn gegen die Staatsbahnen hat überdies noch Nahrung gefunden in recht un­glücklichen Bemerkungen des Generaldirektors über die Einrichtung innerdänischer Fluglinien. Die Dänen wollen nämlich Kopenhagen und Seeland i mit Nordschleswig durch Flugzeuglinien verbinden ' und außerdem längs der jütländischen Küsten einen ! regelmäßigen Passagieroerkehr einrichten. Hier denkt I man vor allem an einen Anschluß an das «große deutsche Verkehrsnetz nach Süden und an eine Verbindung mit England > und Holland. Diese großzügigen Pläne sind «ebenfalls auf den wütenden Widerstand der Eisen­bahn gestoßen, die es nicht gerne sieht, daß man ohne Benutzung ihrer neuen, teuren Brücke über den Kleinen Belt schneller nach Schleswig kommen soll, als mit den Blitzzügen, die über diese Brücke rasen sollen.

Der ewige Sprachen st reit in Hel sing - fors hat jetzt eine gefährliche Zuspitzung bekom­men. Seit Wochen wird die finnische Hauptstadt von Studentenkundgebungen beunruhigt, zu denen sich jetzt noch gleichgerichtete Demonstrationen der be­rühmten Lappo-Bewegung gesellen. Tausende von finnischen Studenten haben die Universität Helsing- fors verlassen und sind aufs Land gefahren, wo sie Demonstrationen gegen die Regierung und gegen Schweden veranstalten. Die Vorlesungen wurden in der letzten Zeit mit Gewalt unterbrochen, mehr­fach mußte die Polizei einschreiten, um im Bestehen befindliche Unruhen zu unterdrücken. Der aktuelle Anlaß desewigen" Streits ist die Protest- a d r e s s e, die vor einigen Monaten eine Reihe schwedischer Wissenschaftler der finni­schen Regierung überreicht haben. Darin wurde völ­lige Gleichberechtigung der schwedischen Sprache als Universitätsfach gefordert und in recht scharfen Wor­ten gegen die Behinderungsversuche von finnischer Seite Stellung genommen. Wenngleich die finnische Regierung hierauf eine Antwort in versöhnlichem und beruhigendem Tone gab, war der schwedische Ein­spruch das Signal zu stürmischen Protesten von echt finnischer" Seite.Echt finnisch" nennen sich die Nationalisten Finnlands, die jetzt ihre Protest­aktion gegen Schweden zu einem Sturmlauf gegen Regierung und Parlament erweitert haben. Der finnische Reichstag war vorübergehend völlig hilf­los, da die Lappo-Männer ihn durch Dauerreden überwältigten und so eine Behandlung der Sprach­frage verhinderten. Ein Lappo-Abgeordneter hatte allein eine 30stündige Rede in Aussicht gestellt ...

Die Auseinandersetzungen haben einen solchen Grad der Schärfe erreicht, daß man sich jetzt kaum

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