Ausgabe 
1.11.1935
 
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Arbeiter -er Stirn

vereinigt euch im Reichsberufswellkampf mit den Skbeilern der Faust. Hitler-Jugend, Mr« beitsfront und Fachschulfchafl gingen voran; ihnen folgt jetzt die Studentenschaft mit dem

HeichSleistungskampf

der deutschen Studenten.

Student! Beweise durch wortlose £ e i ff u n g deine Verechkigung in der Volksgemeinschaft. Das ist Sozialismus der Tat! Auf zum Kampf gegen dich selbst. An die Arbeit.

Rlelde dich sofort bei der Studentenschafts­leitung (Studentenhaus).

Für den Durchführungs- und Wetlkampfausfchuß: Der Leiter des Reichsleistungskampfes: gez. Kissel. Der komm. Studentenschaftsleiter und Hochschul­gruppenführer des RSDStB.: gez. Friedrich. Der Rektor der Landesuniversität: gez. Pfähler.

Der Führer des Bannes 116 der Hitler-Jugend: gez. Schreiber.

Der Kreiswalter der Deutschen Arbeitsfront: gez. Wagner.

Zu

den Jungjuristen im ,Schulungslager des

über

gen, mit dem scheidenden Dekan einige Stunden noch

Völker Grund

Gauinspekteur und Adjutant des Gauleiters pg. Heyse

Es gelte heute in erster Linie für die Bewegung, sich umzustellen auf die neuen Kampsmethoden ge­tarnter politischer Gegnerschaft. Jeder Parteigenosse müsse ein Propagandist der Bewegung werden, der aus eigener innerster Ueberzeugung aus seine Um­welt im nationalsozialistischen Sinne wirke. Letzten

in der Geschichte entschieden haben. Der für diese Entwicklung, die uns durch das

Unfall. Mit Verdacht auf Schädelbruch mußte er durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Klinik gebracht werden.

Endes werde die Erhaltung der Dynamik der Bewe­gung den Erfolg garantieren.

Einsatzbereitschaft und Einfachheit, wie sie der Führer pflege, müßten die hervorstechendsten Eigen­schaften jedes Parteigenossen werden. Die alte Garde der Bewegung habe in diesem Geiste die Bewegung groß gemacht, und sie allein sei deshalb berufen, aber auch verpflichtet, in diesem Geiste die deutsche Jugend für die Zukunft ouszurichten.

Wenn heute noch kleinliche Menschen die Größe unserer Zeit noch nicht erkannt hätten, dann sei es die Aufgabe der Bewegung, auch den letzten Volks­genossen von der nationalsozialistischen Idee zu über­zeugen, die letzten Reste liberalistischer Weltanschau­ung zu erkennen und zu überwinden.

Zum Schluß seiner Ausführungen richtete Pg. h e y s e an die Lagergenossen den Appell, durch Bei­spiel, Charakter und innere Ueberzeugungskraft drau­ßen im Leben im nationalsozialistischen Sinne zu wirken.

Schicksal der alten Kulturvölker veranschaulicht werde, seien drei Erscheinungen: 1. der Rückgang der Beoölkerungszahl-, 2. das Ueberhandnehmen erblich untauglicher Elemente und 3. die Rassen­mischung. Damit sei auch der nationalsozialistischen Bevölkerungspolitik der Weg vorgeschrieben: näm­lich diese drei Erscheinungen aufzuhalten.

Dr. Finger erläuterte dann im einzelnen die wichtigsten, bisher auf bevölkerungspolitischem Ge­biet erlassenen Gesetze und belegte insbesondere durch eingehende und erschütternde Zahlen die Not­wendigkeit, aber auch die Möglichkeit, noch in letzter Stunde der drohenden Gefahr entgegenzu­treten und durch eine wesentliche Erhöhung der Kinderzahl (innerhalb des erbgesunden Nachwuch­ses) den Bestand des deutschen Volkes zu erhalten und zu vermehren. Maßnahmen seien nicht nur in quantitativer, sondern auch gleichzeitig in qualita­tiver Hinsicht zu treffen: beiden Anforderungen ent­spreche die bisherige nationalsozialistische Gesetz­gebung.

Besonderen Beifall ernteten die Ausführungen des Redners zum Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses. Aufgabe jedes einzelnen sei es, gegen die weitverbreitete irrige Meinung Stellung zu nehmen, als ob dieSterilisation" eines Erb­kranken die nichts zu tun hat mit der ins strafrechtliche Gebiet gehörendenEntmannung" für den betroffenen Volksgenossen auch nur irgend­wie eine Strafe fei; dieser bringe im Gegenteil als Einzelner ein Opfer für die Gesamtheit, für das deutsche Volk der Zukunft.

nicht sang- und klanglos vorübergehen zu lassen. Der Jubilar nahm im Ehrensessel am Kopf der fesllich geschmückten Tafel Platz. Nach kurzen, warmen Worten des Dankes und Scheidens wurde ihm im Namen der 14 landeskirchlichen Pfarrer seines Deka­nats, sowie der befreundeten Amtsbrüder des De­kanats Friedberg ein kleines Erinnerungsgeschenk überreicht, was ihn sichtlich rührte und freute. Zu schnell verliefen die letzten Stunden mit ihm, und es wurde manchem schwer, von diesem aufrechten Manne, der nicht nur ein verständnisvoller Vor­gesetzter, sondern vielmehr ein gütiger Amtsbruder allen war, zu scheiden. Mögen ihm noch recht viele Jahre vollverdienter Ruhe im Kreise der Sei­nen gegönnt sein.

Zeichen dieser Art können im Monat Januar 1936 bei den Pollanstalten gegen andere Postwertzeichen gebührenfrei umgetauscht werden.

D l e Prüfung für Gesanglehrer an höheren Schulen findet nach einer Bekannt­machung der Landesregierung Abteilung II im Januar 1936 statt. Der genaue Zeitpunkt wird noch bekanntgegeben. Die bisher eingegangenen Meldungen behalten ihre Gültigkeit.

A u f g e h o b e n e Straßensperre. Die

Der am 3. November fein Scherflein für das DHW. beisteuerk, hilft armen und bedürftigen Volksgenossen!

Die Opferbereitschaft entscheidet!

kein Deutscher darf dies am 3. November vergeffen!

Kleine Sirallammer Gießen.

Der Jude Vogel Wertheim, wohnhaft in Lauterbach, hat am 25. Juli drei zum Transport aufgeladene Kälber auf einem zu kleinen und un- vorschriftsmäßigen Wagen eingepfercht, so daß beim x $lc<S,en ^es Fuhrwerks ein Kalb zweimal über den Wagenaufbau stürzte und an dem am Hals befestigten Strick hängen blieb, wodurch das Tier unnötig gequält wurde. Vom Amtsgericht Lauter­bach wurde der Angeklagte wegen Vergehens gegen das Tierschutzgesetz zu einem Jahr Gesäng-

Die unterstützende Mitarbeit des NSLB. ist hierbei besonders hervorzuheben. Allein zwei dieser Lehr­gänge wurden wirtschaftlich von ihm getragen, ein Ergebnis, das nur gezeitigt werden konnte durch die Tatsache, daß der Leiter des hessischen Schulwesens, Ministerialrat Ringshausen, gleichzeitig Füh­rer der Erzieherschaft im Gau Hessen-Nassau und somit von zwei Seiten her zur Förderung des Luft­fahrtgedankens in der hessischen Lehrerschaft in der Lage ist.

Zur roeiferen Schulung der Erzieher und zur Erfassung der Jugend im fliegerischen Sinne werden im November und Dezember dieses Jahres, sowie Ende Januar 1936 weitere

Maßnahmen zur Durchführung gebracht.

In diesen drei vierzehntägigen Lehrgängen treffen sich insgesamt 70 Lehrer an der g e in e r b I i ch e*n Berufsschule in Offenbach und erhalten eine Ausbildung im Bau von Flugmodellen, damit sie im Rahmen des Werkunterrichts und besonderer Modellbaugruppen an ihren Schulen die Jugend an» zullten und zu führen vermögen. An zahlreichen Schulen bestehen bereits derartige Arbeitsgemein­schaften. Es liegt auf der Hand, daß durch solche breit angelegte Schulungswege eine sichere Auslese der besonders veranlagten Kräfte sich verwirklichen läßt und letzthin für den Flugdienst im Heer und Verkehr wertvolle Vorarbeit geleistet wird. Um diese bereits bestehenden Arbeitsgemeinschaften noch lei­stungsfähiger zu machen, und weiterhin ihre Ver­breitung zu steigern, wurde

zur Beseitigung finanzieller Schwierigkeiten eine Beihilfe des Reichs eingesetzt, die dorthin ge­geben wird, wo die Gewähr einer sachgemäßen

Arbeit besteht.

Die geschilderten Maßnahmen zur Förderung der Luftfahrt in den Schulen konnten in einem solchen Ausmaß und mit solcher Gründlichkeit nur dadurch getroffen und verwirklicht werden, weil zwischen der hessischen Landesregierung und der Luftsport-Landes­gruppe XI, Darmstadt, eine in jeder Beziehung völ­lig befriedigende Zusammenarbeit besteht.

pflege und Förderung des Lustsahrtgedankens in den hessischen Schulen.

BNSDJ. sprach ebenfalls am Mittwochvormittag der

das ThemaAus der Praxis der Par­tei". Der Redner führte eingangs aus, daß er nicht ausschließlich von den Aufgaben und der Arbeit der Gauinspektion sprechen, sondern damit auch den heutigen Aufgabenbereich sämtlicher Gliederungen der Bewegung auszeigen wolle.

Aus der Praxis der Partei

Schulungsvortrag vor jungen Juristen.

Postwertzeichen werden außer Kurs gesetzt.

Mit Ablauf des 31. Dezember 1935 verliert eine Anzahl Postwertzeichen die Gültigkeit zum Frei- machen von Postsendungen. Es sind" dies: Die Frei­marken mit dem Hindenburq-B r u st bild zu 5, 12, 25, 40, 50 und 80 Npf. der Ausgabe 1928, 80 Rpf. (1930), 4 Rpf. (1931), 12 Rpf. (1932) und zu 15 Rpf. mit dem Aufdruck 30.6.30, sowie die Post- karten mit dem gleichen Bild zu 5, 15 und 15 + 15 Rpf. (Antwortkarten), ferner die Freimarken zu w P u-?\25 Npf. (1933) und die Postkarte zu 6 Rpf. mit dem Bildnis Friedrichs des Großen, die Kolonialgedenkmarken 1934 zu 3, 6, 12, 25 Rpf., Die Saar-, Neichsparteitag- und Schillermarken zu 6 und 12 Rpf. (1934), sowie die Reichsparteitag- Postkarte 1934 zu 6 Rpf., die Hindenburg-T rauer- marken zu 3, 5, 6, 8, 12 und 25 Rpf., sowie die Hindenburg-T rauer- Postkarten zu 5 und 6 Rpf., die Goethe-Karten zu 6 und 15 Rpf. (1932), die Lu- norJar^e (1933), die Gedenkkarte zum 30. Januar 1934 mit dem Doppelbild des Führers und Hinden­burgs, die Postkarte zum 1. Mai 1934 und die den Losbriefen des Winterhilfswerks 1934 beigefügten Postkarten zu 6 Rpf. und endlich die Rohrpostkarte (1928) mit dem Hindenburq-B rüst bild auf den Freimarken zu 5 1- 50 Rpf. Nicht verbrauchte Wert-

einmalig. Bobby Hausmann, der Ansager des großen Programms. Wir finden noch Grace Horse und Lady, ein Scharfschützenpaar und Wildwestszene von Format. In einem so guten Pro­gramm darf natürlich auch der Tanz nicht fehlen; er wird uns von den Geschwistern Dorsay in allen Stilarten vorgeführt.

Kartenverkauf: Musikhaus Challier, Neuenweg, Schokoladenhaus Huntemann, Seltersweg, Kreis- dienststelle der NSG.Kraft durch Freude", Gießen, Schanzenstraße 18.

SportamtKraft durch Freude".

henke folgende Kurse:

Allgemeine Körperschule (für Frauen und Männer): Don 20.30 bis 21.30 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26.

Schwimmen: Von 20.30 bis 21.30 Uhr (für Frauen und Männer), Dolksbad; von 21.30 bis 22.15 Uhr (nur für Frauen).

Fröhliche Gymnastik und Spiele (nur für Frauen): Von 20.30 bis 21.30 Uhr, Lollar, Kan­tine der Firma Buderus.

Ski-Trocken: Von 21 bis 22 Uhr, Reitschule Schömbs. (Anmeldungen werden noch entgegenge­nommen.)

Reiten: Von 20 bis 21 Uhr, Reitschule Schömbs. Hallentennis.

Am kommenden Samstag beginnt der erste Kur­sus um 16 Uhr in der Volkshalle. Wir bitten alle Interessenten, die sich bisher gemeldet haben, zu dieser Zeit zwecks Einteilung anwesend zu sein. Neuanmeldungen können auf dem Sportamt, oder in der Volkshalle abgegeben werden. Bei genügen­der Beteiligung findet der zweite Kursus am Sonn­tag um 9 Uhr statt.

Vorträge in der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde.

Das Dortragsprograrnrn der Gesellschaft für (Hrb- und Völkerkunde für das Winterhalbjahr 1935/36 bringt im November zunächst einen Vor­trag des ehemaligen Leiters der Deutschen Aethio- Pien-Expcdition Max Grühl, Neu-Babelsberg, überAbessinien, Land und Volk". Ferner wird man im November einen Vortrag von Prof. Dr. Karl Troll, Berlin, hören, der über das Thema "Die europäischen Kolonisationsmethoden in Ost- afrifa mit besonderer Berücksichtigung des ehema­ligen Deutsch-Ostafrika" (auf Grund einer For­schungsreise 1933/34) sprechen wird. Im Dezember wird Dr. Paul Rohrbach, Berlin, einen Vor­trag über das ThemaKampf um Raum im Pazi­fik halten. Der Januar bringt einen Vortrag des Privatdozenten Dr. Siebert, Frankfurt a. M., über das ThemaLandeskunde von Siebenbürgen und Forschungen im Bihargebirge". Sämtliche Dor­trage werden mit Lichtbildern ausgestattet.

Einschränkung der Gahneschokoladen-Herstellung.

allgemeinen Versorgungslage mit Milchsetten Rechnung tragend, hat der Vorsitzende der Wirtschaftlichen Bereinigung der Deutschen Sußwarenwirtschaft bis auf weiteres die Herstel- hing von Sahneschokoladen verboten. Dagegen kön­nen Milchschokoladen nach wie vor hergestellt wer- £n- Um einen gewissen Ausgleich für besondere chlnacksnchtungen zu treffen, ist in einzelnen . »allen die Herstellung von Bitteroollmilchschokola- 1 Den mit Genehmigung der Wirtschaftlichen Vereini- gung freigegeben worden. Damit die Versorgung aller Verbraucher mit Milchpulver sichergestellt ' wird, werden die verschiedenen Milchpulver wie Sahnepuloer, Kondenzsahne, Blocksahne u. a. in ! ihrer Verteilung einer besonderen Regelung unter­worfen. Dazu sind zunächst die statistischen Er- Hebungen und einige Einschränkungen im Verkehr ( angeordnet. Ferner sind durch eine Bekanntmachung Die am Rohkakao-Handel beteiligten Kreise ver­pflichtet, jeweils bis zum 4. des Monats den Be­stand und die Warenbewegung des Vormonats in Rohkakao der Wirtschaftlichen Vereinigung der Deutschen Süßwarenwirtschaft zu melden.

**25Jahre im Dien st derStadt. Ober­werkmeister Philipp Meininger im städtischen Schlachthof Gießen feiert am heutigen 1. November ein 25jähriges Dienstjubiläum. Seit dem Jahre 1912 tcht Herr Meininger ununterbrochen der Maschinen­anlage vor, die sich durch den Neubau des Schlacht- Hofes bedeutend erweiterte. Durch feine hervor­ragende Sachkenntnis und feine Gewissenhaftigkeit hat er sich das Vertrauen feiner Mitarbeiter er­worben.

** Polizei - und Gendarmerieperso­nalien. In den dauernden Ruhestand versetzt wurde der Hauptwachtmeister der Schutzpolizei Wilhelm Naumann in Gießen auf Grund des Art. 14 des Polizeibeamten-Gesetzes vom 31. März 1928 mit Wirkung vom 1. Januar 1936 unter An­erkennung feiner dem Reiche geleisteten treuen Dienste. Ernannt wurde unter Berufung in das Beamtenverhältnis der Gendarmeriehauptwachtmei- ster auf Probe Heinrich Lampp in Gießen mit Wirkung vom 1. Oktober 1935 zum Gendarmerie­hauptwachtmeister.

Nationalsozialistische Bevölkerungspolitik

Vortrag im Zungjuriften-Schulungslager auf dem Gleiberg.

Auf dem Gebiete der Leibesübungen gilt nicht das Wort, sondern die Tat, nicht Schein, sondern Sein. Und da die Tat die stärkste Formungskraft besitzt, muß es jedem Einsichtswilligen klar seist, daß die Leibesübungen in vorderster Linie stehen müs­sen, wenn es um die Formung des Menschen, um feine körperliche und charakterliche Beeinflussung geht. Allem, was aus dem großen Gebiet der Leibes­übungen nicht mit überwiegend rein muskulärem Einsatz zu schaffen ist, was vielmehr besondere Wil­lenskraft, Entschlossenheit. Mut, Ein- und Unterord­nung innerhalb einer Gemeinschaft und für eine Sache erfordert, muß in der Reihe der leibeserziehe- rifchen Mittel ein bevorzugter Platz eingeräumt werden.

Es bedarf keiner weiteren Begründung, warum gerade das fliegerische Schaffen aus solch bevor­zugtem Platz anzutreffen ist. hier herrscht Tat- Schulung in ausgeprägtestem Sinne, hier kommt man nicht durch mit schönen Absichten und guten Vorsätzen. Zur rechten Zeit das richtige handeln hat hier allein Geltung. Wenn auf solcher Basis die tatfrohe Jugend eine ebensolche tatenwillige und -fähige Führerschaft sieht, dann kann es nur fruchtbarstes Schaffen und Formen am jungen deutschen Menschen geben.

Von solchen Tatsachen ausgehend, wurden neben den andern Maßnahmen zur Förderung der körper­lichen Erziehung in der Schule auf fliegerischem Ge­biet für die Schulung der Erzieher allein in diesem Jahre bereits drei vierwöchige Segelfluglehr­gange in Riede r-O f I e i b e n durchgesührt. Ein vierter Lehrgang hat in dieser Woche/seinen An­fang genommen, dem im Frühjahr 1936 die für die- fes Haushaltsjahr abschließende fünfte vierwöchige Schulung folgt.

Das Reich und die hessische Landesregierung, und nicht zuletzt der RSLV., haben die erforderlichen Millel bereitgestellt um weit über hundert Er­zieher für den Luftfahrtnedanken zu beaeiftern und sie wertvoll praktisch fliegerisch zu schulen.

n i s verurteilt. Aus die Berufung des Angeklagten wurde das erstinstanzliche Urteil aufgchoben und Der Angeklagte wegen Uebertretung nach §§ 2 Ziffer 1 und 9 Absatz 3 Ziffer 1 Des Tierschutz, gesetzes zu vier Wochen Haft und in die Kosten beider Instanzen verurteilt.

Wegen Pfandverschleppung wurde der A. S. aus Butzbach vom dortigen Amtsgericht zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt. Gegen dieses Urteil legte der Angeklagte Berufung ein, die jedoch mit der Maßgabe zurückgewiesen wurde, daß an Stelle der erkannten Strafe eine Geldstrafe von 140 Mark tritt, Die im Uneinbringlichkeits. falle mit einem Tag Gefängnis für je 10 Mark zu verbüßen ist. Der Angeklagte verkaufte und lieferte etwa 5000 Drainageröhren, Die von der Allge­meinen Ortskrankenkasse Friedberg für rückständige Beiträge gepfändet waren.

Oberhessen.

Erste Sitzung der neuen Gemeinderäle in Grünbera.

+ Gründ e-rg, 1.Noo. Bürgermeister Wag­ner hatte die neuen Ratsherren Der Stadt zur ersten Beratung zusammengerufen: Die sieben Mitglieder des Rates sind: Leonhstrd Großhaus, Landwirt und Händler; Heinrich Spengler, Schuldiener; Hermann Gehringer, Arbeiter. Diese drei Ratsherren gehörten schon dem seitherigen Gemeinderat an; neu eingetreten sind: Gg. Kreu » der, Landwirt; Heinrich Lang, Steuersekretär; Friedel Hofmann, Kaufmann; Hermann Pfef­fer, Uhrmacher.

Der Bürgermeister verpflichtete die neuen Ratsherren auf gewissenhafte Ausführung ihres Amtes und vereidigte sie auf Den Führer. Anschlie- zend machte er grunDsätzliche Ausführungen über die Aufgaben Der Ratsherren. U. a. wies er auf die anbersgeartete Tätigkeit Der Ratsherren hin, Die als

seineBerater" ihm Anregungen, Erläuterungen, ja selbst Warnungen für seine Entscheidungen geben sollten. Weiterhin erwähnte er Die einschneidenDen Veränderungen in der Leitung und Verwaltung un­serer Stadt in den letzten neun Monaten: Bürger­meisterwechsel am 1. Februar, das bald Darauf er­folgte AusscheiDen Des BeigeorDneten Möller in­folge Tod, sowie jetzt Die Berufung Des neuen Ge- meinDerates. Hierbei sprach er Dem seitherigen Ge- mrtnDerat, Dem ersten nationalsozialistischen, Den Dank für seine geleistete Arbeit aus. Mit einem Sieg-Heil" auf Den Führer schloß Bürgermeister Wagner seine Ausführungen.

Der Gerneinderat trat Dann in Die Beratung Der Tagesordnung ein. Zunächst beschäftigte man sich mit Dem Erlaß einer Satzung über die B er­geb u ng städtischer Aufträge. Gegen Den vorn Bürgermeister vorgelegten Entwurf, Der die Bevorzugung von MitglieDern Der Deutschen Ar­beitsfront und NS.-Bolkswohlfahrt bei Bergebung städtischer Aufträge vorsieht, wurden keinerlei Be­denken erhoben.

Bei Der Regelung Des Gemeinschaftsemp­fanges im RunDfunk, Der in einem Aus­schreiben des Kreisamtes gewünscht wird, sprachen sich die Ratsherren Dafür aus, daß Der Gemein- fchaftsempfang im RunDfunk versuchsweise so ge­regelt- werDen soll, Daß ein geeignetes Empfangs­gerät von Der Stadt gemietet wird.

Zur Förderung des Seidenbaues durch Heckenpflanzungen wurden verschiedene Anregungen gegeben. Ratsherr Großhaus erklärte als Orts- bauernführer. Daß sich in der Bauernschaft noch nie­mand für Den Seidenbau gefunden habe. Eine Ent­scheidung des Bürgermeisters erging zunächst nicht.

Auf ein Gesuch des hiesigen Geflügelzucht­vereins wegen Stiftung von Preisen für die Kreisgeflügelausstellung am 16. und 18. November in Der hiesigen Turnhalle wurden 30 Mark be­willigt.

Sitzung derGemeinderäteinLauterbach

& Lauterbach, 31. Oft. In der jüngsten G e m e i n d e r a t s f i tz u n g beschäftigte man sich zunächst mit einem Gesuch des Turnvereins um Erhöhung Der Miete für Die Durch Die Schulen benutzte Turnhalle des Bereins. Dem Antrag wurde stattgegeben. Die Hundesteuer für das nächste Zahr wurde für einen Hund auf 12 Mark, für einen zweiten Hund auf 24 Mark und für einen Dritten Hund aus 48 Mark festgesetzt. Für Die im Laufe Des Jahres 193 7 vorgesehenen Märkte wurden folgende Tage festgestellt: 3. Mittwoch im Februar: Biehmarkt; 3. Mittwoch im März: Viehmarkt und Krämermarkt; 4. Mittwoch im April: Viehmarkt (verbunden mit einer Bullen- und Zuchteberver- fteigerung); 4. Mittwoch im Mai: Viehmarkt; 2. Mittwoch im Juli: Biehmarkt; 2. Mittwoch im August: Bieh- und Krärnerrnarkt; 2. Mittwoch im September: Viehmarkt: 1. Mittwoch im Oktober: Vieh- und Krämermarkt mit Bullenoersteigerung; 1. Mittwoch im November: Biehmarkt. Ferner wurde zur Kenntnis gegeben, daß die Segel- fliegerortsgruppe am 10. November auf dem Fluggelände an Der Maar ein Drittes Segel- stugzeug weiht. Die Ratsherren sind zur Ein­weihungsfeier eingeladen.

Abschied von Dekan Engel.

In dem Jungjuristen-Schulungslager auf der Burg Gleiberg sprach am Mittwochoormittag Der Assistenzarzt pg. Dr. Finger, Gießen über das Thema:N a t i 0 n a l s 0 z i a l i st i s ch e Beoölkerungspoliti k". Der Redner ging aus von der fast unermeßlichen Fülle der Auf­gaben, die bei der Machtübernahme durch die NSDAP, ihrer Lösung harrten, und von Denen Die Erhaltung Des Deutschen Boltes in seinem bluts­mäßigen BestanDe an allererster Stelle gestanden habe. Zwar sei eine dem Aderlaß des Weltkrieges und dem beispiellosen Rückgang unserer Geburten­ziffer entsprechende Abnahme der Gesamtbeoölke- rung zunächst noch nicht sichtbar gewesen, weil Durch Das gleichzeitige Sinken Der Sterbezahlen gewisser­maßen eine Stauung Der alten Bevölkerung, also eineBergreisung" Des deutschen Boltes eingetre­ten sei.

Als Basis für alle bisherigen und kommenden bevölkerungspolitischen Maßnahmen seien zwei grundlegende Erkenntnisse anzusehen, nämlich ein­mal die neue Erkenntnis über Das Wesen Des Be­griffesBolf"; Denn Das Bolk sei für uns heute mehr als einfach Die Summe aDDierter, vereinzelt gedachter JndiviDuen, wie es Der vergangenen libe- ralistifchen Epoche erschienen sei, sondern Bolk sei der Bolkskörper", eine organische und biologische Einheit. Das zweite sei die Erkenntnis der treiben­den Kräfte, die über das Leben und Sterben der

Friedberg, 28. Okt. Heute nachmittag fand in dem kleinen Zimmer des Wartesaals Friedberg eine Abschiedsfeier für den in den Ruhestand Stragenfperre auf her £

ÄuÄnr9t»o^n 'st SanbesfirJ

** Unfall» Ärf«. @,if,r o.,. 8'?' mit bcm Ödenden Dekan einige Stunden nach n n * e r f .L®8«® b ?ufammen Zu fein und den Abschied des hachnerdien-

Unfall. Mit ihLS*f t.VLU.nb h°ch°-rehrten Vorgesetzten und Amtsbruder-