Gießener Leichtathleten unter den Vesten Hessens
Die Bilanz des ersten Arbeitsjahres des Gaufachamtes für Leichtathletik in Hessen (Gau XII), das in jeder Hinsicht als ein Erfolg der Gemeinschaftsarbeit angesprochen werden kann, führt unter den Ergebnissen der Deutschen Vereinsmeisterschaft und der Gaubestenliste an hervorragender Stelle auch Gießener Leichtathleten an. Hinter dem starken Kasseler Aufgebot marschiert neben Fulda auch Gießen mit gleich zahlreich erfolgreichen Sportlern. Gießen kann stolz auf seine Leichtathleten sein.
In der Liste der Vereinsmeisterschaft steht die Spielvereinigung 1900 Gießen am dritten Platz der ^-Klasse und bleibt mit 7249,87 Punkten nur knapp hinter der Kasseler Turngemeinde mit 7440 Punkten und dem VfB.-Kurhessen Marburg mit 7572,78 Punkten zurück. In der L-Klasse nimmt der Männer-Turnverein Gießen mit 3990,35 Punkten noch einen beachtlichen 8. Platz ein.
Unter den besten Fünf ist Gießen mit 13 Mann vertreten, die mit 4 ersten Plätzen gleich hinter Kassel kommen, das nur 7 erste Plätze belegen konnte. Die Spieloereinigung 1900 Gießen, die von den 4 ersten Plätzen allein 3 für sich buchen kann, steht damit gleich hinter den der Sonderklasse angehörenden Hessen-Preußen Kassel, die mit 6 ersten Plätzen die Liste anführen.
Die 13 Gießener Mann belegten neben den 4 ersten, 1 zweiten, 2 dritte, 3 vierte und 3 fünfte Plätze.
1 9 0 0: 3 erste, 1 dritten, 2 vierte, 1 fünften Platz.
D f B.- R.: 1 ersten, 1 dritten, 1 vierten, 2 fünfte Plätze.
M tv.: 1 zweiten Platz.
Die Leistungen.
200-Meter-Lauf: 2. Hill (Mtv.) 22,1 Sek. 8 0 0 - Mete r-L auf: 4. Peters (1900) 2:02,5 Sek. 4 0 0 Meter Hürden: 1. Fung (1900) 59,2 Sek. Stabhochsprung: 1. Jung (1900) 3,50 Meter. Kugelstoßen: 1. Luh (VfB.-R.) 14,78 Meter; 5. Gugel (1900) 13,25 Meter. Diskus: 1. Kilo (1900) 45,42 Meter; 3. Gugel (1900) 40,60 Meter; 5. Luh (VfB.-N.) 39,70 Meter. Speer: 3. Jakob (VfB.-R.) 53,70 Meter. Hammer: 4. Mohl (VfB.-R.) 33,12 Meter; 5. Luh (VfB.-R.) 32,60 Meter. 4X400-Meter-Staffel: 4. 1900 Gießen 3:39,7. 4 X 1 5 0 0 - M e t e r - S t a f f e l: 2. 1900 Gießen 18:31 Minuten.
Bei den Frauen sicherte sich Frl. Röhmig vom Mtv. im Diskus einen 4. Platz mit 30,67 Meter. In der 4X100-Meter-Staffel steht die Frauenstaffel der Spielvereinigung 1900 mit 56,4 Sek. auf dem 5. und die des Männerturnoereins mit 58 Sek. auf dem 9. Platz.
Wirtschaft.
Oie Industne- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
1212: Einfuhr aus Belgien-Luxemburg, Anmeldung des Exportbedarfs.
1213: Erleichterter Versand von Spenden für die Winterhilfe durch die Deutsche Reichspost.
1214: Bekanntmachung KP 49 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise.
1215: Schweizerische Regelung der Einfuhr von Büchern und Zeitschriften aus Deutschland.
1217: Stockung in der Auszahlung der Nebenkosten im deutsch - französischen Verrechnungsverkehr behoben.
1218: Bekanntmachung KP 50 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise.
1219: Französische Kontingentserschöpfungen, u. a. für Hüte aus Wollfilz.
OieOeutscheReichsbahn im September
Fwd. Die Deutsche Reichsbahn erzielte im September Betriebseinnahmen von insgesamt 315,63 (August 328,56) Millionen Mark. Sie waren um rund 22,2 Mill. Mark höher als im entsprechenden Monat des Vorjahres. Der Personen- und Gepäckverkehr brachte eine Einnahmesteigerung gegenüber September 1934 von 4,7 Mill. Mark. Im Güterverkehr ergab sich für die gleiche Zeit ein Zugang von 17,2 Mill. Mark. Die Gesamtausgabeoerpflichtungen des September 1935 betrugen 329,1 (August 321,7) Mill. Mark. Da sie um 13,5 Mill. Mark höher waren als die Einnahmen des Berichtsmonats, stieg die im Geschäftsjahr 1935 bisher fest- gestellte Mehrausgabe auf rund 117 Mill. Mark an. Der Personalbestand der Reichsbahn betrug im September 667 407 Köpfe gegen 665 487 im August.
Oie Reichsauiobahnen Ende September.
Fwd. Bei den Reichsautobahnen wurden im September 57 Kilometer neu in Bau genommen, so daß nunmehr insgesamt 1700 Kilometer im Bau sind. Bei den Unternehmern wurden im September 106 431 Köpfe beschäftigt, gegen 110 772 im Vormonat. Die Zahl der geleisteten Tagewerke stellte sich auf 2 682 873, seit Baubeginn insgesamt auf 30 562125. An Ausgaben für den Bau der Kraft- fahrbahnen sind im September 44,6 Millionen Mark verrechnet worden. Der Personalbestand bei den Geschäftsstellen der Reichsautobahn betrug im September insgesamt 6090 (August 5892) Köpfe. Unmittelbar wurden im September 112 521 (Vormonat 116 664) Kövfe beschäftigt. Die Abnahme ist auf den Abschluß der Arbeiten in einigen Teilabschnitten zurückzuführen.
Bhein-Mainische Börse.
INittagsbörse fester.
Frankfurt a. M., 31. Okt. Bei im Gesamtausmaß noch kleinen, gegen die Vortage aber etwas lebhafteren Umsätzen.setzte die Börse chre in den letzten Taaen begonnene Befestiaung fort. Die anhaltende Nachfrage der Kundschaft nach Renten hat auch den Aktienmarkt günstig beeinflußt. Für die festere Haltung, waren nicht nur die täglich sich mehrenden vorteilhaften Wirtschaftsnachrichten maßgebend, man wollte auch in der außenpolitischen Lage eine bessere Stimmung erkennen. Die ersten
Kurse zeigten zumeist Erhöhungen von durchschnittlich 0,25 bis 0,50 v. H. und im Verlaufe waren vielfach weitere Befestigungen im gleichen Ausmaß festzustellen. Lebhaftes Geschäft hatten IG. Farben mit 149,75 bis 150 (149,65), dagegen gingen Scheideanstalt bei kleinem Angebot wieder etwas zurück auf 213 (213,50). Don' Elektroaktien waren Siemens mit plus 1,50 v. H., Licht & Kraft und Gesfürel mit je plus 1 v. H. über den Durchschnitt erhöht. Etwas niedriger lagen nur Lahmeyer (— 0,40 v. H.). Montanwerte zogen durchweg 0,25 bis 0,50 v. H. an, Stahlverein stiegen auf 81 bis 81,50 (80,75). Sonst eröffneten Reichsbank 1'v. H. Cement Heidelberg, Zellstoff Waldhof und Deutsche Linoleum je 0,75 v. H. höher. Von Schiffahrtsaktien gaben Nordd. Lloyd 0,50 v. H. nach. Maschinen-, Metall-, Motoren- und Kunstseideaktien waren vernachlässigt und zunächst ohne Notiz.
Am Rentenmarkt entwickelte sich besonders in der Kommunalen Umschuldungsanleihe mit plus 0,13 v. H. größeres Geschäft, ferner gewannen späte Schuldbuchforderungen 0,13 o. H. auf 97,75, Zins- oergütungsscheine 5 Pf. auf 90,90 und Altbesitz erhöhten sich auf 113 45 (113,40). Wiederaufbauzuschläge lagen heute ruhiger und mit 68 unverändert. Lebhaftere Umsätze verzeichneten außerdem zertif. Dollar-Bonds und Gulden-Obligationen bei Erhöhungen von 0,25 bis 0,50 bzw .0,50 bis 1 v. H. Don Umtausch-Obligationen des Stahlvereins ließen 5prozentige auf 98 (98,25 v. H.) nach. Aus- landsrenten lagen still, 4 o. H. Ungarn Gold unv. 9,85 v.H.
Im Verlaufe schrumpfte das Geschäft am Aktienmarkt stark zusammen, die Kurse blieben auf dem erhöhten Stand nicht immer voll behauptet. Die später notierten Papiere zeigten gegen gestern nur geringe Veränderungen, wobei Erhöhungen überwogen. Am Kassamarkt gingen von Versicherungswerten Bad. Assecuranz auf 40 (43) zurück.
Auch das Rentengeschäft ließ merklich nach, doch konnten sich hier die Kurse gut behaupten. Kommunal-Umschuldung lagen noch etwas fester, auch zertif. Poung-Gulden waren weiter befestigt auf 83,50 nach 83. Schwächer lagen späte Schuldbuchforderungen mit 97,40 nach 97,75. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen lagen unverändert, Liquidationspfandbriefe teilweise 0,13 v. H. höher. Stadtanleihen befestigten sich durchweg um 0,25 bis 0,50 v. H. Von Auslandsrenten waren Ungarn Gold auf 10 (9,85) erhöht auch Rumänen und Mexikaner lagen etwas fester.
Im Freiverkehr waren Ufa-Aktien angeboten zu 65 Brief (67).
Tagesgeld war gefragt und stellte sich auf 3,25 nach 3 v. H.
Abendbörse knapp behauptet.
An der Abendbörse herrschte allgemein starke Zurückhaltung und Geschäftsstille, am Aktienmarkt bröckelten die Kurse im Anschluß an den Mittagsschlußverkehr überwiegend weiter leicht ab. So IG. Farben auf 149,50—149,25 (149,50), Harpener auf 109,75 (110), Deutsche Erdöl auf 103 (104), Gesfürel auf 122,50 (123), Schuckert auf 117,75 (118,50). Etwas fester lagen nur Scheideanstalt per Kasse mit 214,75 (214). Auch der Rentenmarkt konnte sich infolge der Geschäftsstille nicht ganz behaupten.
11. a. notierten: Altbesitzanleihe 113,40, 6proz. Stahlverein 102,40, 4,5proz. Rumänen 8,40, 4proz.
Rumänen 4,90, Commerzbank 85,50, DD.-Bank 85,25 Harpener 109,75, Stahlverein 80,75, Aku 54, Bekula 141,75, Bemberg 105,75, Conti Gummi 158, Deutsche Erdöl 103, Deutscher Eisenhandel 104,25, Deutsche Linoleum 142, Scheideanstalt 214,75, Licht & Kraft 131, Eßlingen Maschinen 80, IG. Farben 149,50—149,25, Gesfürel 122,50, Goldschmidt 106, Lahmeyer 133, Schlickert 117,75, Zellstoff Waldhof 111, Hapag 16,13.
Schweinemarkt in Butzbach.
* Butzbach, 31. Oktober. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 326 Ferkel aufgetrie- ben. Es wurden bezahlt für bis zu sechs Wochen alte Ferkel 16 bis 18 Mark, sechs bis acht Wochen alte Tiere 18 bis 22 Mark, für über acht Wochen alte 22 bis 26 Mark. Der Handel war flott, es wurde ausverkauft.
frankfurter Schtachtviebmarkt.
Frankfurt a. M., 31. Okt. Auftrieb: 69 Rinder gegen 94 am letzten Donnerstagmarkt), darunter 57 Kühe und 12 Färsen. Zum Schlachthof direkt: 1 Kuh, 692 (654) Kälber, 271 (221) Schafe, 260 (142) Schweine. Notiert wurden pro 1 Zentner
Lebendgewicht in Mark: Kälber andere a) 71 bis 75 (am 24.10. 72 bis 76), b) 65 bis 70 (66 bis 71), c) 58 bis 64 (60 bis 65), d) 50 bis 57 (52 bis 59); Lämmer und Hämmel b2) 47 (47), c) 46 (45 bis 46), d) 44 bis 45 (42 bis 44); Schafe e) 40 bis 42 (40 bis 42), l) 34 bis 38), g) 27 bis 33 (25 bis 34); Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), b) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51), e) 51 (51), gl) 57 (57), g2) 57 (57). — Marktverlauf: Kälber mittelmäßig, ausverkauft; Hämmel und Schafe lebhaft, ausverkauft; Schweine wurden zugeteilt. Ueberftand: 9 Kühe.
Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung des Fleischgroßmarktes: 914 Viertel Rindfleisch, 131 ganze Kälber, 15 ganze Hämmel, 545 halbe Schweine, 3 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 76 bis 80, c) 68 bis 76; Bullenfleisch b) 74 bis 78, Kuhfleisch b) 68 bis 74, c) 58 bis 68; Färsenfleisch b) 76 bis 80, c) 68 bis 76; Kalbfleisch b) 84 bis 94, c) 74 bis 84; Hammelfleisch b) 90 bis 95; Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren: Speck hie- siger Schlachtung, roh, unter 7 Zentimeter 77 bis 80, Flomen 76 bis 80. — Marktoerlauf ruhig.
Sängertagung des Kreises Ohm-Lumdatal.
x» Flensungen, 30. Okt. Zum drittenmal seit seiner Neugründung versammelten sich in der Wirtschaft Reitz die Vertreter und Chorleiter des Sängerkreises Ohm-Lumdatal zur diesjährigen ordentlichen Sängertagung. Der Tagung ging eine Dorstandssitzung in der Wirtschaft Weisenbach (Mücke) voraus. Die Vorstandssitzung sowie auch die Haupttagung standen unter dem Einfluß der Tatsache, daß Kreisführer Geng- nagel (Grünberg) von seinem Amte zurücktrat und eine Bestätigung von feiten des Gaues 12 (Hessen-Darmstadt) bereits unter Aussprechung von Anerkennung und Dank in Händen hatte.
Zur Einleitung brachte der Gesangverein „Liederkranz" Flensungen den einstimmigen Chor „Heilig Vaterland" unter trefflicher Leitung seines Dirigenten Lehrer Dönges (Merlau) zu Gehör. Der- einsführer Deubel (Flensungen) hieß die Vertreter der Vereine, die Chorleiter und den Vorstand willkommen. Der Gesangverein „Liederkranz" brachte noch den Chor „Regiment fein Straßen zieht" zum Vortrag.
Kreisführer Gengnagel eröffnete sodann die Tagung.
Aus dem Tätigkeitsbericht
sei folgendes erwähnt: Das Jahr 1934 war das Jahr des Aufbaues der deutschen Sängerorganisation. Diese Aufgabe wurde im Jahre 1935 fortgesetzt. Es aibt heute feinen „Hessischen Sängerbund" mehr, sondern nur noch den „Gau 12 im Deutschen ^än- ßerbunb". Der Kreis wurde am 5. November 1933 in Ruppertenrod mit 45 Vereinen gegründet. Vier Vereine haben ihre Tätigkeit eingestellt. Der Kreis besteht zur Zeit aus 41 Vereinen mit 1316 Sängern und Sängerinnen. Weitere drei Kreisvereine haben im Laufe des Geschäftsjahres ihre Sangestätigkeit noch einstellen müssen, werden aber noch als Mitglieder geführt. Die Haupttätigkeit der Vereine im vorigen Winter konzentrierte sich auf die Vorarbeiten zum diesjährigen Wertungssingen in Homberg und Lehnheim. Liederkranz Lehnheim hatte mit der Kreisveranstaltung fein 50jähriges Jubiläum verbunden. Beide Veranstaltungen nahmen einen schönen Verlauf. „Eintracht" Rein- hardshain weihte im Juli seine neue Fahne. In einfachem Rahmen und in würdiger Art beging der „Männergesangverein" Maulbach fein 25. Stiftungsfest. Eine Chorleiter- und Vereinsführerfitzung fand im Dezember in Grünberg statt. Der Führerrat tagte im Februar. Beide Sitzungen hatten als Hauptziel, die Vorbereitungen zu den Wertungs- fingen zu treffen. Ehrungen konnten im Geschäftsjahr eine ganze Reihe vorgenommen werden. Den Sängerbrief des DSB. sowie die goldene Nadel mit der Aufschrift „50" erhielten die Sangesbrüder Heinrich D i ck h a r d t, Ludwig Schmidt und Wilhelm Schmidt in Lehnheim. Für 40jährige Sangestätigkeit erhielten die goldene Nadel mit der Zahl „40" die Sangesbrüder PH. K o r m a n n - Nordeck, Heinrich Rohrbach- Londorf, Johannes Appel- Lehnheim. Für 25jährige Vorstandstätigkeit erhielten die Nadeln „Für Verdienste" die Herren Hch. Dietz- Beltershain, Karl Pabst- Nieder-Ge- münden, Karl Muhly - Reinhardshain.
Der Kreisführer gab fodann zur Kenntnis, daß er zum letzten Male als verantwortlicher Führer vor der Versammlung stehe,
und somit auch "den letzten Tätigkeitsbericht zur Aussprache stelle. Er gab ferner noch die Gründe bekannt, die ihn bewegten, fein Amt zur Verfügung zu stellen. Schriftführer Becker (Kesselbach) drückt fein Bedauern darüber aus, daß der Kreisführer, der schon 12 Jahre im Dienste der Deutschen Sängersache stehe, endgültig aus seinem Amte ausscheiden wolle. Für den neuen Kreiswalter wurden
zwei Vorschläge eingebracht und zwar Lehrer Roth (Geilshausen) und Lehrer Flath (Rüd- dingshausen). Letzterer lehnt ab.
Lehrer Roth (Geilshausen) entschloß sich, das gewiß nicht leichte Amt zu übernehmen.
Er hofft auf die tatkräftige Mitarbeit feines Vorstands und appelliert auch an die Vereinsführer, ihm fein Amt in jeder Richtung erleichtern zu helfen. Seine Ausführungen werden mit Beifall begrüßt.
Hinsichtlich der Wertungssingen wurden verschiedene Wünsche geäußert. Die öffentliche Kritik soll zukünftig nur mit den Vereinsführern stattfinden. Für das
Wertungssingen 1936
lagen drei Anträge vor: „Germania" Lauter anläßlich seiner Fahnenweihe, „Jugendmut" Geilshausen möchte das Wertungssingen mit seinem 60. Stiftungsfest und „Frohsinn" Londorf mit feinem 75. Stiftungsfest verbinden. Geilshausen trat mit Rücksicht auf die räumliche Zusammengehörigkeit mit Londorf von feinem Antrag zurück. Mit den Veranstaltungen der beiden anderen Vereine sollen dann die Kreiswertungssingen stattfinden, dergestalt, daß der Kreis geteilt wird in Linie Saasen, Atzenhain, Burg-Gemünden. Der nördliche Teil erscheint zum Wertungssingen und Fest in Londorf und der südliche Teil in Lauter. Beide Veranstaltungen sollen in möglichst gleichmäßiger Form ausgestaltet werden. Als Pflichtchor wird den Vereinen der sehr zeitgemäße Chor „Für Deutschland" von Hermann Grabner (Verlag Kistner 6r Siegel, Leipzig, Sammlung „Fackelträger") aufgegeben. Die Wahl des freien Chores soll jedem Verein freigeftellt werden. Die Partituren hiervon müssen dem Kreischormeister bis zum 15. Dezember zugestellt werden. Als Termine wurden für Londorf der 28. Juni und für Lauter der 12. Juli ins Auge gefaßt.
Als Rechnungsjahr gilt zukünftig das Kalenderjahr. Infolgedessen wurde zur vorjährigen Rechnung bis zum 31. Dezember ein Anhang gemacht, der auf feine Richtigkeit hin geprüft wurde. Dem Rechner Schliffer (Nieder-Ohmen) wurde Entlastung erteilt. Die Rechnung 1934 schloß mit einem lieber» schuß. Aus dem Vorbericht für 1935 ergibt sich ebenfalls ein Ueberschuß. An Beiträgen wird je Sänger und Jahr 1,20 Mark erhoben.
lieber die Bundestagung in Darmstadt berichtet der Kreisführer Gengnagel. Hakenkreuzwimpel sollen bezogen und bei den nächstjährigen Veranstaltungen mit geweiht werden. Grundsätzliches über Theateraufführungen berichtet dann der Kreisfübrer.
Der stellvertretende Kreisführer Dietrich (Lardenbach) sprach dem scheidenden Kreisführer Gengnagel für feine aufopfernde, selbstlose Arbeit im Dienste der deutschen Sangessache in bewegten Worten den Dank der Versammlung aus.
Kreiswalter Gengnagel schloß die Tagung in üblicher Weise. Er gab dem Wunsche Ausdruck, daß der bisherige Geist auch unter neuer Führung im Kreise Ohm-Lumdatal weiterleben möge.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
W. G. in T. Em Ausgleich zwischen Arbeitsdienst und Heeresdienst dergestalt, daß Ihr Sohn länger als ein Jahr beim Militär bleibt und dafür entsprechend kürzer im Arbeitsdienst steht, ist nicht möglich. Die Dienstpflicht im Arbeitsdienst und im Heere ist gesetzlich fest umgrenzt und muß entsprechend diesen Bestimmungen von den einberufenen Mannschaften geleistet werden.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
Datum
Banknoten.
28
28,75
9,65
9,7
5 0. -.
9,85
9,65
9,6
10,5
4% Oesterretchische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente .......
4% Ungarische Staalsrente v. 1910 4y2% desgl. von 1913..........
6% abgest. Goldmexikaner von SS 4% Türkische Baadadbahn-Anlei-e
Serie |.....................
29,4
1,3
9,9
9,8
9,8
10,6
6% Deutsche Retchsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 V/2% Doung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.»Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
<*/,% Deutsche ReichSpostschatzan- Weisungen von 1934, I.......
6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929 trückzahlb. 102%) ............
4yt% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........
6%% ehem. Hess. LandeS-Hypo- thekenbank Darmstadt Liaui ...
4y,% ehem. 8% Darmst. Komm
Landesb.Goldschuldverschr. R.6
Oberhessen Provtnz-Anlethe mit
Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Eammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
<y,% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
l’/j% ehem. 4/t% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbriefe.......
6’/»% ehem. 4yt% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe.....
iVi% ehem. 8% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 19
4y>% ehem. 7% Pr. Landespfand.
briefanst., Gold Komm. C61.VI kteuergutsch.Berrechnungsk. 85-39
9,85
9,6
9,75
10,5
29,5
1,4
10 9,75 9,75 10,65
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlofsenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o H.,
Frankfurt a. M
Berlin
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß« turs
Schluß!. Abend« börse
Echluß« lurs
Schlußk. Mittagbörse
Schluß« fürs
Echlußt. Abend« börse
Schluß» turs
Schlußk. Mittag» börse
Datum
30 10.
31-10.
30-10.
31.10
Datum
30.10.
31.10.
30.10.
31.10.
4% desgl. Serie ll ............
9 5
_
9 9
9,7
Manstelder Bergbau......... g
5% Ruinän. vereinh. Rente v. 1903
5,8
_
5,9
6
Kokswerke .................5
114^65
114,5
4y,%Rumän.vereinb.Renlev.l913
8,5
8,75
8,7
8,65
Phönir Bergbau............. ö
——
—
4% Rumänische vereinh. Rente ..
4,8
4,9
4,8
4,9
Rheinische Braunkohlen ..... 12
218
216,5
215,75
216
2y*% Anatolier ...............
—
39,5
39,5
39,5
Rheinstahl ...............814
106,25
106,25
106
106,25
Bereinigte Stahlwerke........0
80,75
80,75
80,65
81
Hamburg-Amerika-Paket .....0
16,13
16,13
16,13
16,13
Olavi Minen ........... 0
18,9
18,75
18,75
18,9
28,5
17,13
Kaliwerke 'Aschersleben........ 5
£23
129
129
Norddeutscher Lloyd ......... 0
18
17,5
17,75
Kaliwerke Westeregeln ........ 5
—
124
124
123,9
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
78,25
79
78,9
79,13
Kaliwerke Salzdetfurth.....?y.
180
—
—
180
Berliner Handelsgesellschaft ... 5
110.65
110,75
111,5
111
Conimerz- und Privat-Bank ... 0
85
85,5
85
85,5
I. G. Farben-Industrte....... 7
149,65
149,25
149,5
149,5
Deutsche Bank und Disconto-
Scheideanstalt............... 9
213,5
214,75
Gesellschaft................0
84,5
85,25
84,5
85,25
Goldschmidt .............. 0
106
105
106
Dresdner Bank..............0
85
85,25
85
85,25
113 75
113 75
113.9
Reichsbank ................ 12
173
174
173
174,25
Metallgeiellschaft............. 4
104,75
105
104.5
A.E.G......................0
3fi 75
37
36 65
37
Philipp Holzmann........... 0
90,25
90,5
90,75
90,5
Bekula.................... io
141,95
141,75
141,9
142
Zementwerk Heidelberg ...... 6
116,25
117,5
-
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6
109,5
109,5
109,13
109,5
Zementwerk Karlstadt......... 4
130
130
-
Licht und Kraft .......6y,
130
131
130
131
Felten & Guilleaume......... 0
104
104-5
104
104,4
Schultheis Payenhoser ....... 4
<*>
102,25
103,75
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5
122,5
122,5
122,5
123
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0
54
54
54,13
54
Rheinische Elektrizität ........ 5
129
129,5
—
131,5
Bemberg...................0
104,5
105,75
104,5
105,75
Rhein. Wests. Elektr.......... 6
122,25
122,13
121,75
122
Zellstoff Waldhof ............0
110,5
111
111
111,5
Schuckert L Eo............... 4
118
117.75
118
118,5
Zellstoff Aschaffenburg ...... 0
78,5
77,65
78,25
Siemens L Halske........... 7
165
166 5
164,25
165
Dessauer Kas ........ 7
126.5
126,5
LahmeyerLEo.............. 7
133
133
133
133,13
Daimler Motoren ............ 0
94 25
94
94,25
93,25
Deutsche Linoleum ........... 6
142
142
142,5
141,5
«uderui ........... .... 0
Deutsche Erdöl ............ 4
—
101,75
101,9
102,25
Lrenstein L Koppel .......... 0
Westdeutsche Kaufhof.........0
24,5
25,25
79,5
24,5
80,4
25,25
Cdade......................0
292
292,5
293
292,5
Accum ulatoren-Fabrik....... 12
169
169,25
Hoesch Eisen—Köln-Neuesse» .. 0
*9M
109,94
93/75
93^65
Lonti-Gumml .............. 8
156,5
158
156,5
158
9>le Bergbau .............. g
158
159
157,5
Ilse Bergbau Genüsse........ z
125,75
126,75
126,25
126,5
Grtyner.................... 0
28.25
29
29,4
Klöcknerwerke .............|ü
Mannesmann-Röhre» ........ 5
83
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91'm
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Süddeutscher findet t
1 *210
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210,25
210,25»
Frankfurt S.M.
Berlin
Schluß» kurs
Schlußl. Abendbörse
Schluß« fürs
Schlußk. Mittag- börse
30 10.
31.10
30.10.
31-10.
100,4
100,4
100,4
100,5
97,9
97,75
97,9
97,75
102
102
—
—
113,4
113,4
113,4
113,13
100,2
100,1
100,2
100,13
96,5
96,5
96,4
96,65
96
96
—
—
100,5
100,5
—
—
91,25
91,5
—
—
—
—
—
—
113,3
113,25
113,3
113,4
96,25
96,25
—
—
100,75
100,9
-
—
100,9
100,9
100,75
100,75
97
97
97
97
97
97
97
97
107,5
107,5
107,5
107,5
zg. Oktober
31 -Oktober
Amtliche Dotierung
Amtliche Geld
Dotierung
1 Bries
Geld
Bries
Buenos Aire-.
0,675
0,679
0,675
0,679
Brüssel.....
41,84
41,92
41,84
41,92
Rio de Jan.
0,140
0.142
0,140
0,142
Sofia.....
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,60
54,70
54,57
54,67
Danzig.....
46,33
46,93
46,82
46,92
London .....
12,225
12,255
12,22
12,25
Helstngfor»..
5,395
5,405
5,39
5,40
Paris ......
16,375
16,415
16,375
16,415
Holland ....
168,68
169,02
168,71
169,05
Italien.....
20,20
20,24
20,20
20,24
Japan ......
0,715
0,717
0,714
0,716
Jugoslawien.
5,654
5,666
5,654
5,666
Oslo..... :
61,39
61,51
61,36
61,48
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon...
11,09
11,11
11,09
11,11
Stockholm...
63,04
63,16
63,01
63,13
Schweiz ....
80,80
80,96
80,76
80,92
Spanien....
33,96
34,02
33,95
34,01
Prag.......
10,27
10,29
10,27
10,29
Budapest ...
--
Reuyork...
2,486
2,490
2,486
2,490
Berlin,31 .Oktober
Geld
Briet
Amerikanische Note»...... .......
2,438
2,458
Belgische Noten..................
41,72
41,88
Dänische Noten ...............
54,36
54,58
Englische Noten .................
12,185
12,225
Französische Note» ...............
16,325
16,385
Holländische Noten ...............
168,29
168,97
Italienische Noten................
19,46
19,54
Norwegische Noten ..............
61,20
61,44
Deutsch Oesterreich, 1 100 Schilling
—
—
Rumänische Noten...............
——
—
Schwedische Noten ...............
62,84
63,10
80,58
80,90
Spanische 9?nt«n_____T.T.
33,59
33*73
Ungarische Noam . . .


