Hr.229 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (Seneral-Anzetger für Gberyeffen)
vienstag, f. Oktober (935
I I I
ML ei
W..
/ - ■■
tpw WD
<> - 'Mct
Der Berliner Besuch des ungarischen Mnisterprasidenien
berg und der Oberbefehlshaber des Heeres General der Artillerie Freiherr von Fritsch. Der Führer und Reichskanzler wurde bei seinem Eintreffen in Landsberg (Ostpreußen) von dem Kommandierenden General des 1. Armeekorps und Befehlshaber im Wehrkreis I Generalleutnant von Brauchitfch und dem Oberpräsidenten und Gauleiter Erich Koch empfangen und begrüßt. Der Führer wohnte zunächst einer Felddienstübung des Infanterieregiments Königsberg südlich Landsberg bei. Er begab sich sodann nach Beendigung der.Üebung gegen Mittag
Führer gegebene Linie hier wie im ganzen Reich mit gleicher Disziplin und gleicher Konsequenz innegehalten wird. Jedoch zeigt der Stil des ganzen Artikels, daß es dem eigenen Korrespondenten ggr nicht um eine sachliche Darstellung geht. Wer heute von chaotischer Disziplinlosigkeit und von einem organisierten Angriff auf die jüdische Bevölkerung nach Verkünden der neuen Judengesetze spricht, verfolgt damit nur heute votn Ausland her die Taktik, die früher in Deutschland' selbst von unseren Gegnern versucht wurde. Und so wenig die Lügen über gesprengte Synagogen, umgeworfene Grabsteine und ausgerissene Judenbärte von nachhaltiger Wirkung waren, so wenig wird heute ein Schmierfink in der ausländischen Presse auf die Dauer die anderen Völker verdummen können. Mit Stolz hat Hessen- Nassau für sich von jeher in Anspruch genommen, daß es sich an Disziplin von niemanden über treffen laßt, und daß es seine Ehre nicht in einer lauten, sondern in einer erfolgreichen Arbeit sieht.
Königsberg, 30. Sept. (DNB.) Am Mittwoch, 2. Oktober, dem Geburtstage Hindenburgs, findet die feierliche Ueberführung der Lerche des verewigten Generalfeldmarschalls und Reichspräsidenten in die Gruft des Tannenberg- Nationaldenkmals statt. Der Führer und Reichskanzler hat sich bereits nach Ostpreußen zur Teilnahme an dieser Feier begeben. Er stattete heute der o st preußischen Wehrmacht und ihren Einrichtungen einen Besuch ab. In der Begleitung des Führers befinden sich der Reichskriegsminister Generaloberst von Blom-
liner Reise erzähle, seien in die Luft gesprochene Vermutungen. Der Berliner Besuch habe k e i n e geheimnisvollen Zwecke. Er, Gömbös, fei schon viermal in Rom gewesen, gehe oft nach Wien, sei aber bisher nur einmal seit Errichtung des nationalsozialistischen Regimes nach Berlin gekommen. Es sei nur natürlich, daß er sich für das interessiere, was die neue deutsche Regierung in zwei Jahren habe verwirklichen können. Er habe zu seiner Freude eine bedeutende Festigung d-er innerdeutschen Lage festgestellt
Der Führer in Ostpreußen.
Besuch der Wehrmacht. - Teilnahme an der Hindenburg-Feier.
Hand zahlreicher fügungen nachweisen, daß die durch den
Dienstmädchen vorweisen müßte. Wir können a n Reden und Ver-
Berlin, 30. Sept. (DNB.) Ministerpräsident Gömbös stattete Montag dem Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, einen längeren Besuch ab. An der Unterredung nahm Botschafter v. Ribbentrop als Mitglied des Stabes des Stellvertreters des Führers teil. Mittags besuchte Ministerpräsident Gömbös den beauftragten Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht. Anschließend stattete er Reichsminister Dr. Goebbels einen längeren Besuch ab. Im Hau^e des Reichsministers des Auswärtigen Freiherrn v. Neurath fand zu Ehren des ungarischen Gastes ein Frühstück statt, an dem von deutscher Seite zugegen waren: Ministerpräsident Göring und Frau Göring, Reichsbankpräsident Dr. Schacht und Frau Schacht, Staatssekretär Meißner und weitere Herren' des Auswärtigen Amtes und der Reichsbehörden.
Ministerpräsident Gömbös erklärte dem Berliner Vertreter des „Az Est": Ein besseres Erlebnis fei für ihn das Zusammentreffen mit dem Führer und Reichskanzler Adolf Hit- l e r gewesen. Die Vermutungen, die in einer gewissen Presse an seine Berliner Reise geknüpft würden, seien zweifellos bewußt böswillig aus- qeftreut worden. Ein Berliner Blatt habe bereits treffend festgestellt, daß Auslandsreisen der Minister der Klemen Entente stets als durchaus natürlich angesehen würden, jedoch über eine jede Reise eines Staatsmannes der im Weltkriege unterlegenen Staates sofort Alarm g e jd) I a gen würde. Es sei allgemein bekannt,
daßein europäischer Außenminister sozusagen das ganze Jahr im Ausland verbringe. Dies werde als durchaus natürlich betrachtet. Als nichtnatürlich gelte es jedoch, wenn der ungarische Ministerpräsident auf Einladung des preußischen Ministerpräsidenten in Rominten jage oder in Berlin Besuche mache. Ministerpräsident Gömbös erklärte zum Schluß der Unterredung: „In Wirklichkeit aber kann nichts natürlicher sein als meine Deutschlandreise, weil biD Freundschaft Zwischen Ungarn und Deutschland nicht heutigen Datums ist." — Ministerpräsident Gömbös erklärte ferner dem Berliner Havasvertreter, alles, was man sich über feine Ber-
Links: Der Führer und Reichskanzler empfing den ungarischen Ministerpräsidenten Gömbös im Beisein des Ministerpräsidenten General G 8 r t n g — (Presse-Illustration Hoffmann-M.) — Rechts: General Göring, die Gattin des preußischen Ministerpräsidenten und Ministerpräsident Gombos m der Berliner Staatsoper. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
lm Kraftwagen zum Truppenübungsplatz Stablack, wo er an dem Scharfschießen eines Bataillons teilnahm.
Der Führer traf gegen 17 Uhr an der Stadtgrenze von Königsberg ein. Auf der ganzen Fahrt bereitete die ostpreußische Bevölkerung dem Führer einen überaus herzlichen Empfang. Von nah und fern waren die Volksgenossen in den festlich geschmückten Dörfern zusammengeströmt, um den Führer auf der Durchfahrt zu begrüßen. Im Königsberger Stadtgebiet waren die Straßen schon lange vor dem Eintreffen der Absperrkommandos von einer erwartungsfreudigen Menge dicht besetzt. Der Führer fuhr den 7 Kilometer langen Weg vom Stadtrand bis zum Hotel im Innern der Stadt durch ein Spalier von jubelnden Menschen. Am Abend war der Führer Gast des Kommandierenden Generals des 1. Armeekorps und Befehlshabers im Wehrkreis I, Generalleutnant von Brauchitfch.
Englische Frontkämpfer an den Führer.
Berlin, 30. Sept. (DNB.) Eine Abordnung der Ortsgruppe Brighton des englischen Frontkämpferverbandes „British Legion" ist zur Erwiderung eines Besuchs in Deutschland einge- troffen, den eine Gruppe deutscher Frontkämpfer vor einigen Monaten in Brighton und London auf Einladung dieses Verbandes gemacht hatte. Der Führer dieser Abordnung hat aus M ü n st e r in Westfalen an den deutschen Reichskanzler folgendes Telegramm gerichtet: „Tiefbeeindruckt von der freundlichen Aufnahme, welche die erste Abordnung alter Soldaten einer Ortsgruppe der British Legion in Deutschland findet, bitten wir ehrerbietigst den Führer und das deutsche Volk, unsere auf» richtige Wertschätzung und Dankbarkeit für die große Freundlichkeit entgegenzu-- nehmen, die wir herzlich errpidern.
Schmierfinken in der Auslandspreffe.
Frankfurt a. M., 29. Sept. (LPD.) Der „Daily Telegraph" läßt sich von seinem eigenen Korrespondenten aus Frankfurt a. M. am 17. 9. 1935 melden, daß ein neuer Ausbruch
der Judenhetze stattgefunden hat, daß die Juden- gefetze nicht beachtet werden und in manchen Teilen Nazi-Deutschlands, z. B. in unserem Gau, eine chaotische Disziplinlosigkeit eingerissen sei. Die Juden seien in großer Erregung und müßten feststellen, daß die Autorität des Führers nicht ausreichte, um die Fortsetzung ungesetzlicher Verfolgungen zu verisinbern.
Der „Daily Telegraph" wäre in peinlichster Verlegenheit, wenn er die eingeschmissenen Fensterscheiben und die aus den Betten gerissenen arischen
©er Film „Episode".
Lichtspielhaus.
senkursen, um die Existenz der alten Frau und um ihr eigenes Dasein aufzunehmen .. und so zu tun, als ob nichts geschehen wäre.
Maskerade" ... „So endete eine Liebe" ... Episode" ... das ist nun der dritte Film mit der fast über Nacht berühmt gewordenen jungen Schau- pielerin Paula W e s s e l y, und sie kehrt mit dem dritten, nach einem Zwischenspiel im napoleonischen Kostüm und vor geschichtlichen Hintergründen, an den Ausgangspunkt zurück: in eine zum großenTeü schon erloschene oder vergessene bürgerliche Welt, ganz ohne welthistorische Kulissen, aber dennoch ur uns schon historisch geworden. Wien 1905 - Wien 1922; der Schauplatz ist geblieben, aber welche Abstände, welche Abgründe tun sich auf Zwischen damals ...unb damals, getrennt durch siebzehn armselige Jahre. Wien im Jahre 1922 ist eine sterbende Stadt mit versinkender Kultur, ein garender, bro- delnder Hexenkessel der Inflation; die Menschen in dieser Stadt sind von einem fieberhaften Tempo besessen, von einer ungesunden Erregung angetrieben, sie tanzen nach einer kreischenden, plärrenden Jazzmusik mit irrsinnigen Synkopen, sie kämpfen um ihr bißchen Geld mit astronomischen Zahlen, um chre Existenz, die vom Barometer des täglichen Kursberichtes auf eine hoffnungslose und zermürbende . Weise regiert wird. Das ist die Welt dieses Films, und aus solcher uns heute schon sehr fernen Welt schneidet die Kamera ein kleines und im Grunoe nicht einmal belangvolles Schicksal heraus, eine Cpi* sode, wie es sie damals wohl zu Tausenden gegeben hat. #
Was uns, heute noch, an der Episode interessieren kann, ist einmal die Erkenntnis, wie manchmal der bloße, dumme Zufall mit Menschen und Schicksalen spielt; so nämlich, daß es eigentlich „nicht möglich ist, und daß einer, der solche Zufälle aufzählen und niederschreiben würde etwa in Gestalt eines Romans, sich schon bei den ersten Kapiteln wie in einer üblen Kitschfabrik Vorkommen müßte. Daß es im Film durchaus nicht kitschig wirkt, das macht die Verzauberung durch die Kamera und die Vermenschlichung durch die überragende, das heißt hier eine schlechthin überzeugende Darstellung.
In einem Tanzlokal erschießt sich ein Bankier. Am andern Morgen ist die Bank erledigt und viele kleine und durchschnittliche Existenzen haben ihr Geld verloren Auch eine freundliche, alte, ahnungslose Kennerin in Salzburg, deren Tochter in Wien auf der Kunstgewerbeschule ihr Studium zu beenden ver- sucht- der wildgewordenen Zeit zum Trotz Zwar kann sie es nicht beenden, wohl aber verhindern, daß die Mutter erfährt, wie arm sie nun ist. Die junge Dame, Wien 1922, Valerie Gartner, wagt es, den Kampf mit dem Leben, mit den tanzenden Bor-
Ei n paar von den vielen Menschen um sie herum im Wirbel der Stadt wachsen dabei zu entscheidender Wichtigkeit; der Zufall spielt, wie er tausendmal spielt (aber man merkt es vielleicht nur ein einziges Mal), und beschert dieser kleinen, unbedeutenden Kunstgewerblerin ein „Weihnachtsmärchen" — nachdem sie sich erst einmal Dagegen ge«
a
Paula Wessely.
wehrt hat, läßt sie es über sich ergehen, und Der Kampf um Die Existenz ist viel schneller gewonnen, als sie selber geglaubt hat.
Aber aus Dem Kampf um Das nackte Dasein rotrD unversehens ein Kampf um ihre eigene Persönlichkeit um ihre menschliche Würde und um Das Gluck ihres Lebens. Denn Durch Den feinen älteren Herrn, welcher ein reicher Mann unD ein leidenschaftlicher Kunstsammler ist, Der ihr ihre Arbeiten mit guten Schecks bezahlt ... und Darüber hinaus keine Gegenleistung fordert, wie sie gefürchtet hatte, — durch diesen Mann lernt sie, wieder ganz zufällig und völlig glaubhaft, einen andern kennen, einen jungen oder doch jüngeren und jedenfalls den richtigen. Jetzt handelt es sich auf einmal nicht mehr um Den DollarstanD, sondern um Die Liebe.
Aber Das Fräulein Valerie hat Diesen Einen kaum gefunDen, Da Droht er ihr auch schon roieDer verloren zu gehen, weil jene erste rettende Beziehung aus Die Dauer nicht zu verschweigen ist; und kann der Mann, Den sie liebt, ernstlich glauben. Der anDere, Der ihr nur geholfen hat, nichts weiter, habe auf eine — damals, Wien 1922 — besonders naheliegende Geaenleistung verzichtet? Sie hat Dem Kunstsammler behutsam Den AbschieD gegeben, sie hat auch seinen letzten Scheck nicht einlösen wollen, aber eine FreunDin hat ihn eingelöst, und Das roirD Der armen Valerie fast zum Ver- hängnis. Da kommt auch schon der Abschiedsbrief, mit Schreibmaschine geschrieben, sie braucht ihn gar nicht aufzumachen, sie weiß, was darin steht... ach, sie weiß es nicht: keine Absage, sondern eine Einladung und ein Wiedersehen und eine Rechtfertigung und ein großes Glück. Eine zarte, gütige Hand hat noch einmal die schon hoffnungslos verstrickten Fäden entwirrt* —
Die Spielleitung (im Programmheft nicht na- mentlich erwähnt) hat den gefährlichen Stoff, her so leicht abgleiten und entgleisen konnte, sehr behutsam und sehr geschickt behandelt; sie hat die Umwelt, weniger landschaftlich als sozial, einzufangen und nachzubilden verstanden, in der eine Episode dieser Art sich anspinnen konnte von heute auf morgen; sie wechselt schnell und dennoch übersichtlich die Schauplätze und zieht die Verbindungslinien zwischen den handelnden Personen wie ein engmaschiges Netz; sie geht auf Einzelheiten ein, wenn sie wichtig werden im Gesamtbild, sie verliert nichk den Sinn für Humor und für den gehackten Rhythmus von 1922, aber sie läßt sich auch Zeit, einer Stimmung nachzugehen und sie ausschweben zu lassen...
Was uns zum andern an der Episode vor dreizehn Jahren heute noch wesentlich vorkommt, das ist, wir sagten es schon, die Darstellung, die ein Dutzendschicksal ins Persönliche und allgemein Menschliche erhebt. Die W e sse ly als Valerie Gärtner setzt diesmal, der Rolle entsprechend, mit einem Tempo und einem flackernden Temperament ein, daß man um den Fortgang zunächst besorgt wird. Aber sie hat sich in her Gewalt und sie ist ihrer Möglichkeiten ganz sicher. Der heftige Ausbruch zu Anfang wird überstrahlt von der zärtlichen Melodie der Liebe zuletzt: gar keine große ober auffallend geschulte Stimme, aber sie drückt alles aus, was zu sagen ist. Zwischen diesen beiden Szenen ergibt sich eine Fülle darstellerischer Töne und Halbtöne, die doch alle verbunden sind durch ihre Herkunft aus einem erfrischend unkomplizierten natürlichen Empfinden: nichts wirkt schauspielerisch ober absichtlich; mit einer Neigung bes Kopses, einem Heben her Hanb ist oft schon alles gesagt.
Der auch im Tonfall wienerisch akzentuierten Erscheinung her Wessely gegenüber wirkt Carl Lubwig Diehl noch norbbeutscher als sonst, im Ganzen burchaus als her Mann, her hier gemeint war: ernst, reserviert, untabeiig in her Haltung, manchmal fast ein wenig sorgenvoll, aber hoch auch mit hem warmen Gefühlston, ohne ben bie Figur unbenfbar wäre. Otto Treßler (wir kennen ihn von her „Insel" her) gibt sehr fein unb sympathisch ben Torresani, mit einem diskreten Humor nebenbei, eine durch und durch österreichische Erscheinung, übrigens aufs vorteilhafteste ergänzt von feinen Söhnen Hans-Jürgen und Wolf-Dieter. Von den übrigen Darstellern sind namentlich Erika von Wagner und Friedl C z e p a hervorzuheben. —
*
Im Beiprogramm sieht man außer einem Kulturfilm eindrucksvolle und aktuelle Aufnahmen vom Parteitag und von der Nürnberger Reichstagssitzung. . —r —
Fliegen und Trompetenblasen
Bei einem großen Flugtag, der kürzlich in der an der Themsemünbung gelegenen Stabt Souths cnb ftattfanb, würben zwei Trompeter mit beson- berem Beifall bedacht. Sie hatten es übernommen, zum lustigen Teil her Vorführungen beizutragen unb in biefem Rahmen zu beweisen, baß auch bie Ritter her Lüfte einen Trompeter nicht zu entbehren brauchten. Sie setzten sich in eine offene Maschine und währenb her Pilot bas Flugzeug tief über ben Köpfen der Zuschauer dahingleiten ließ, stimmten sie ein Konzert an, das überaus erheiternd wirkte. Da kam der Pilot auf einen listigen Einfall. Wenn die Trompeter unter allgemeinem Beifall und jubelnden Zurufen zeigen durften, was sie konnten, so war ihm nicht übel zu nehmen, baß ex auch seine Kunst unter Beweis stellte. So stieg er plötzlich in die Höhe, um dort unerwartet bas Flugzeug auf ben Kopf zu stellen. Die Zuschauer waren begeistert; unter allgemeinem Gelächter stellten sie fest, baß einer her Trompeter verstummt war. Um so größere Anerkennung fanb fein Kamerab, her sich auch burch diesen „Luftsprung" des Piloten nicht aus seiner Ruhe bringen ließ, sondern im schönsten Wirbel gelaßen weiterblies, als befände er sich auf sicherem festem Grund. Zwar waren ihm ein paar falsche Töne aus Der Trompete gerutscht, aber bie hatte man im Sausen bes Propellers überhört. Seine luftige Weise schwebte wieher über hem Flugplatz hin, bis her Pilot seine beiben musikalischen Fahrgäste sanft auf bie Erbe setzte. Fliegen unb Irompetenblafen finb also burchaus keine Gegensätze, sondern ver. tragen sich, wie in Soufhenb erwiesen würbe, rechr gut miteinanber. Manchem Trompeter geht aller- bings mitunter hoch in ben Stiften hoch bie Puste
1 ~us.


