Ausgabe 
1.8.1935
 
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übernommen,

Aus -er Provinzialhauptstadt

Amerikanische Leichtathleten gingen vor 15 000 Zuschauern in Göteborg an den Start. Das bemerkenswerteste Ergebnis war der Sieg des Finnen Hockert über 1500 Meter, der den Ameri» kaner Denzke in 3:56 Minuten um Brustbreite schlug. Moreau-USA. durchlief die 110 Meter Hürden in 14,3 Sekunden und blieb damit nur eine Zehntelsekunde unter dem bestehenden Welt­rekord.

Deutschlands Fußball Expedition nach Island ist am Mittwoch nach vierwöchiger Abwesenheit und siebentägiger Seefahrt wieder in Hamburg eingetroffen.

Für die Internationalen Tennis­meisterschaften von Deutschland, die am Wochenende in Hamburg entschieden werden,

Nach der Ouvertüre zur OperRienzi" von Richard Wagner wird das Festspiel mit einem Vorspruch eingeleitet, der ganz auf das Grund- tberna der Darbietung eingestellt ist. Dann folgen

Gamstag, 3. August

Wahrend des ganzen Tages Austragung der Wettkämpfe auf den Kampfplätzen vor der Volkshalle. 15 bis 19 Uhr: Konzert der Kapelle des Infanterie-Regiments Gießen unter Leitung von Obermusikmeister Krauhe. 20.15 Uhr: Jeftfplel ..Deutsches Wollen Deutsche Kraft- von Heimatdichter Georg Heß. (Spielleitung Anton Reuhaus.)

Sonntag, 4. August.

Sprechrolle des Bauern übernommen. Don den weiteren Mitwirkenden seien genannt: der Musik-

am kommenden Samstagabend in der Dolkshalle aufgeführt wird. Georg Hetz hat bei diesem neuen Werk seiner heimatlichen Dichtungen teilweise auch neuzeitliche Arbeiterdichter nut zu Wort gebracht.

Bei der Aufführung, die vom Landschastsbund Volkstum und Heimat" (Rheinfranken-Nassau- Hessen) in Gemeinschaft mit der NSG. .Kraft durch Freude" veranstaltet wird, werden insgesamt rund 400 Personen Mitwirken. Die Spielleitung hat der erste Spielleiter des Gießener Stadttheaters, Hans Neuhaus, --77 ebenso die Rolle des Hauptsprechers. Vom Stadt-

Das Festprogramm zum 1. Gaufest desRfL

Freitag, 2. August.

Deutsches Wollen - deutsche Kraft

6in Festspiel zum Saufest.

des unaufhaltsamen Niedergangs vor der Macht-1 Übernahme durch Adolf Hitler. Nach einem Sprech- tor und dem Badenweiler Marsch hört man einen itlerjungen und ein BdM.-Mädel, Arbeiter, Hand­werker und Bauern marschieren zu dem Liede Brüder in Zechen und Gruben" auf der Stilbühne auf, dann hort man die Sprechchöre der Werkleute aus allen Berufen, in denen das gewaltige und hohe Lied der deutschen Arbeit erklingen wird. Den Ausklanß dieses Teiles bildet die Mahnung, zugleich ein Gelöbnis:

Wohlan ans Werk, wer will noch abseits stehn? Ein neues, großes Deutschland soll erstehn!

Der Führer ruft und wir stehn Hand in Hand, Gott schütze ihn und unser Vaterland!"

Darauf wird das Deutschlandlied gesungen. Wäh­rend dieses Gesanges betritt ein auslandsdeutscher Turner die Bühne als Sprecher, es folgt ein kurzer Dialog mit dem Schmied, dann treten Turner und Turnerinnen mit gymnastischen Hebungen und rhythmischen Tänzen auf, ein Bauer und eine Gruppe von Bauern sprechen, dann erscheinen die Trachtengruppen mit ihren Volkstänzen in viel­fältiger Gestaltung. Den Ausklana des Festspiels bilden Gemeinschaftsaesänge aller Trachtengruppen,! eindrucksvolle Worte des Schmieds, ein Männerchor- Volkslied aus Oberhessen, ein Lied sämtlicher Mit­wirkenden mit Orchester,Auf Brüder folget den Fahnen", Dichter Georg Heß, eine Deklamation eines auslandsdeutschen Turners, und zum Schluß ein Nachspruch des alten Deutschen mit dem an­schließenden gemeinsamen Gesang des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liebes. Die musikalische Lei­tung der Aufführung hat SA.-Musikzugführer Hermann.

Das Festspiel ist ein außerordentlich wuchtiges und eindrucksvolles völkisches Bekenntnis; man darf es als eines der besten Werke unseres Georg Heß bezeichnen. Dieser Aufführung mit den vielen stimmungsvollen Bühnenbildern beizuwohnen, sollte sich kein Volksgenosse entgehen lassen.

Mercedes-Benz und Auto-Union ha­ben ihre Meldungen für das am Sonntag ftatt- findende 1. Großglockner-Rennen zurückgezogen, um sich ganz den Vorbereitungen für die Coppa Acerbo widmen zu können. Auch DKW. und NSU. wer­den mit ihren Fabrikfahrern nicht am Großglock­ner, sondern beim Hockenheim-Rennen am Start fein.

Deutscher Automobil-Straßenmei- ft e r 1935 wurde Rudolf Caracciola (Mercedes- Benz) mit neun Punkten aus drei Rennen vor den beiden Auto-Union-Fahrern Stuck und Rose- meyer mit je vier Punkten.

Tausend fleiß'ge Hände regen ...

Das Getreide ist geschnitten. Auf allen Feldern sehen wir die langen Reihen der Fruchthaufen stehen. Aber schon rasseln die großen Leiterwagen heran, um die Ernte zu bergen. Hochbeladen schwanken sie zur Scheuer.

Aber nicht alle Wagen fahren zur Scheune, denn draußen auf dem Felde, dicht beim Dorfe, stehen die Dreschmaschinen und brummen ihr eintönig Lied den ganzen Tag. Sie haben eben viel Arbeit, denn alle kleinen Bauern dreschen hier ihre Flucht, ehe sie das Stroh in die Scheuer und die Körner auf den Speicher bringen. Die Zeiten, in denen unsere Väter mit dem Flegel bas Getreide ausdruschen, sind vorbei. Im Winter haben die Bauern andere und nötigere Arbeit, als den Flegel zu schwingen. Die Dreschmaschine ist eine der ersten und eine der wichtigsten Maschinen im bäuerlichen Betrieb. Sie , leistet in einem Tage mehr, als die fleißigsten Dre- i scher in einem Monat.

Berliner Tennis - Mannschaftsmei» st e r wurde wieder Rotweih, das am Mittwoch gegen Blauweiß Berlin einen überraschend hohen 8:1-Sieg errang. G. v. Gramm schlug bei dieser Gelegenheit Werner Menzel mit 6:1, 6:3. Beutner errang den einzigen Gutpunkt für Blauweiß durch einen 6:4-, 4:6-, 7:5-6ieg über Pachaly.

Unser Heimatdichter Georg Heß, Lechgestern, hat dem I. Gaufest des Reichsbundes für Leibesübun­gen in Gießen ein FestspielDeutsches Wollen Deutsche Kraft", geschenkt, das

theater wird ferner Gert Geifer als Sprecher Mitwirken. Der Autor Georg Heß hat selbst die

19 Uhr: Abholen de, Dl.-Caubonner, am Lahnhof. 19.30 Uhr: Festerössnung. Vannerwelhe und Vannerübergabe auf Oswaldsgarlen. Anschließend gemeinschaft­licher Marsch nach der Volkshalle. Kranzniederlegung am Gesallenen-Denkmal auf dem Landgras-Philipp-Plah, Zahngedenken am Zahnstein an der Bergstraße. 20.45 Uhr: Vegrühungs- und Kameradschaftsabend in der Volkshalle.

Der Abschluß des internationalen Wafferbailturniers in Brüssel.

Bei bedecktem und kühlem Wetter ober gutem Besuch wurde am Mittwoch da-Waherball-Turnier um den Klebelsberg-Pokal in Brussel abgeschlossen. Die letzten drei Spiele brachten im allgemeinen die erwarteten Ergebnisse, so daß Unaarn, das Iugo- Hannen mit 5:2 (3:1) besiegte, ohne Spielverlust zum Turniersieg kam. Ungarn setzte sich damit be- reite zum dritten Male in den Besitz des Klebels- berg-Pokals. Deutschland gewann zwar gegen Frankreich mit 5:4 (2:1), kam aber durch eine Fehl- entscheidung des wieder sehr unkorrekt amtierenden belgischen Schiedsrichters D e l a h a y e um den zweiten Platz. Delahaye gab in der letzten Spiel- Minute für Frankreich einen unberechtigten Dier- meterwurf, Den Cuvelier zum vierten Tor für Frankreich verwandeln konnte. Dadurch verschlech­terte sich das Torverhältnis Deutschlands, so daß Belgien, das über Schweden einen 4:2- (1:2-) Sieg davongetragen hatte, den zweiten Platz belegen konnte.

Die Ergebnisse des letzten Spieltages waren also: Ungarn Südslawien 5:2 (3:1); Belgien Schweden 4:2 (1:2); Deutschland Frankreich 5:4 (2:1).

Zweiter unfreiwilliger Ruhetag auf der Wafferkuppe.

Würzburgs Vierermannschaft, bie auf dem Baldenay-See zwei deutsche Meisterschaften erringen tonnte, wurde bei der Heimkehr in ihre Daterstand jubelnd begrüßt. In Anerkennung und Würdigung der Verdienste der Würzburger Mann­schaft machte ihr Reichssportführer von Tschammer! und Osten ein neues Ruderboot zum Geschenkt Dieses Boot wird am 25. August durch Gauleiter Dr. Hellmuth auf den NamenMainfranken" ge­tauft werden.

Der AC. von Frankreich hat beschlosien, 1936 keinenGrand Prix für Automobile zur Durchführung zu bringen. An feine Stelle soll ein Rennen für Sportwagen treten.

13 Ahr: Aefizua. 14.15 Uhr: Gemeinschattslag des Reichsbuades für Leibes­übungen im Gau XII. Der Gerneinfchaftstag bringt Volkstänze der Turnerinnen, Jußballfchule des Jachamtes 2, Staffelentfcheiduugen, Handballspiel Marburg gegen Gießen, Faustballspiel, Schlußspiele des Gautennisturniers ufw. 17.10 Ahr: Mililärsportliche Wettkämpfe des Infanterie-Regiments Gießen. Anschließend Motor- und Segelflugveranstaltung der Landesfliegergruppe Darmstadt. 17.30 Uhr: Gemeinsamer Aufmarsch, Einmarsch der Ehrenabordnungen zur Gefallenen- Lhrung. 17.45 Ahr: Jestsreiübungen der Turnerinnen, Jestfreiübung der Turner, Siegerehrung, Ausklang. Bei einbrechender Dunkelheit: Großes Jeuerwerk.

gezündetes Feuer hat Werte von Tausenden, sr Zehntausenden von Mark vernichtet. Einer Un- achtsamkeit ist der Wald, find viele Kleinvögel ist das hilflose Iunawild, das in den Flammen umkam, zum Opfer gefallen. ,

Ist das nötig? Cs ist in der Tat so: Die aller, meisten Waldbrände entstehen durch Leichtsinn, Un­achtsamkeit und Rücksichtslosigkeit von Spaziergän­gern. Wenn das erste Grün sprießt, ziehen auch die ersten Scharen von Spaziergängern, von Aus- ftügtern und Jugendgruppen in den Wald hinaus. Ihr wollt im Wald die Schönbeit der Natur ge* meßen, Ihr wollt Ruhe und Erholung finden.

Wollt Ihr den Wald gefährden? Nein, das will wohl keiner! Nun, dann unterlaßt das Rauchen (das : könnt Ihr auch zu Haufe) und jedes Feueranzünden und Abkochen im Walde (Mutters Stullenpakete tun es auch, aber laßt das Papier und die Eierschalen nicht liegen), kurz: unterlaßt jeden Ge­brauch von Feuer im Wald!

Wollt Ihr vielleicht schwer bestraft werden? Wohl nicht! Aber das Rauchen und jeder andere Gebrauch von offenem Feuer oder Licht in oder in der Nähe von Wäldern, Heiden und Mooren ist in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September mit Haft oder hoher Geldstrafe bedroht. Diese Strafen können auch die Eltern treffen, wenn Kinder gegen die zum Schutz des Waldes erlassenen Gesetze verstoßen.

Also: Raucht nicht im Walde, zündet k e i n F e u e r a n! Die Gefahr ist riesengroß. Wie leicht brennt der Wald, und alle Müde des Forst- manns und des Forstarbeiters sind umsonst gewesen. Und jedes Stück Holz, das im deutschen Walde Der- brennt, muß aus dem Ausland eingeführt werden! Darum: Schützt den Wald; Wald ist Volksgut!

Oie Vereidigung der öffentlichen Beamten.

Der Reichsstatthalter in Hessen Landesregie- rung teilt allen unterstellten Behörden, Gemein­den, Gemeindeverbänden und sonstigen Körperschaf­ten des öffentlichen Rechts die nachstehende Verfü­gung des Reichs- und Preußischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung mit:

Ich habe Anlaß, daraus hinzuweisen, daß die Leistung des durch Gesetz vom 20. August 1934 vor- I geschriebenen Beamteneides nach geltendem Recht zu I Den Pflichten des Beamten gehört. Die Eibesver- I Weigerung führt daher zum Ausscheiden aus Dem I Dienst auf Dem Dafür gesetzlich vorgesehenen Wege (Zurruhesetzung, gegebenenfalls Entlassung im I Dienststrafverfahren). Einer Eibesverweigerung I kommt es gleich, wenn ein Beamter Den EiD nur I mit Vorbehalten leistet; Der Schwur der Treue er« I trägt feiner Natur nach keine Einschränkungen. Ein I Beamter, Der trotzdem den Eid nur mit Vorbehal- I ten ober Einschränkungen zu leisten bereit ist, wird l daher als aufrechter Mann selbst die Folgerung zu I ziehen haben, daß er sein Amt zur Verfügung stellt. I lut er Das nicht, hat er Die gleichen Folgerungen I zu gewärtigen, wie Derjenige, der Den EiD vollstem- I big verweigert. Ich ersuche. Die Beamtenschaft hier- I von in geeigneter Form zu unterrichten.

Das Sammelverbot.

Der Reichs- und Preußische Innenminister hat I für die Durchführung Des Sammelnerbots einen I Erlaß an Die Landesregierungen und die beteiligten I Behörden gerichtet, in Dem er Darauf hinweist, daß I unter Das Verbot auch Der Verkauf von Abzeichen, I Karten unD anberen geringwertigen OegenftänDen ! sowie Die Verbreitung von Sammellisten Durch be- I sonders hierzu bestellte Personen fällt. Das Verbot I gilt ferner für Die mündliche Werbung und den Vertrieb von Eintrittskarten unb begleichen. Da­gegen gilt es nicht für Die Genehmigung von Sammlungen burch Postversand von Werbeschreiben lunb Sammellisten sowie burch bie Veröffentlichung Ivon Aufrufen. Ferner finbet es keine Anwendung auf die Genehmigung zur Durchführung von öffent- I liehen Veranstaltungen zu gemeinnützigen ober mild- I tätigen Zwecken unb auf bie Genehmigung bes ! Warenverkaufs für bie gleichen Zwecke.

rund 120 Trachtenträger aus bem ganzen Gauge­biet, aus Riebelsborf (Schwälmer), aus Wallau, Buchenau und Dexbach (Kreis Biedenkopf), aus Ruhlkirchen (Katzenberg im Kreis Alsfeld), aus Hartershausen (Kreis Lauterbach), aus Gersfeld (Rhön), aus Nieder-Kleen (Hüttenberg, Krs. Gie­ßen) und eine Obenwälbergruppe aus Reichenbach im Obenwalb.

I Der Minister ersucht die Polizeibehörden, auf die --- *? ! Innehaltung des Sammelverbots genauestens zu

> I achten und Uebertretungen strafrechtlich zu oer«

H8iuu7UMpi|iuvi.

Bauer hat Hilfe. Niemand ist da untätiger Zu- Reichsschatzmeister der NSDAP. Don diesem Wider- schauer. Jeder greift zu, um zu helfen. Pausen gibt ruf werden nicht erfaßt der Verkauf von Karten es nicht. Kaum ist der eine Wagen leer, fährt schon oder Gegenständen zum Eintritt zu einer ofsenttichen der nächste vor, unb wenn es biefelbe Getreideart Veranstaltung, sofern der Verkauf m den Geschäfts- ist, acht Der Ausdrusch ununterbrochen weiter. räumen Der zuftanDigen Dienststellen, am Orte Der

steht Der Bauer an den Säcken unb sieht, wie bie

golbenen Korner in die Säcke rinnen. Schon ist *Rei(6£teidCttfUttl Uttö Dürtti.

wieder einer gefüllt. Die Klappe wirb für einen .

Augenblick geschlossen, ein neuer Sack angehängt. Der Reichsiustizmittifter tettt einen Erlaß des Der Nachbar kommt unb fragt, wieviel Garben er Reichsfinanzministers mit, in dem es u. a. heißt: auf bem Wagen gehabt hätte. Der Besitzer nennt Im Einvernehmen mit dem Stellvertreter des eine Zahl. Der anbere nickt, zeigt auf bie Säcke unb Führers unb dem Stabschef Der SA. ordne ich meint:Ja, ber Weizen hat biefes Jahr gut ge- für bie Ueberlaffung von Reichseigentum an die geben." NSDAP., Die SA. unD bie SS. folgenbes an:

Der Wagen ist leer. Schrill pfeift die Maschine. Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Für einen Augenblick hort bas Brummen auf. Rasch g^ciß Reichsgesetz vom 1. Dezember 1933 eine wirb noch Stroh weggetragen, bie Sacke sind schon Körperschaft des öffentlichen Rechts. Hinsichtlich Der aufgelaben, bie Spreu rotrb noch weggekehrt, ber Benutzung von Reichseigentum gelten gegenüber Maschinist sieht bie Räber und Riemen nach, unD NSDAP, unb ihren Gliederungen einschließlich schon kommt ber nächste an bie Reihe. Das ift ber SA. und SS. Die gleichen Grundsätze, wie sie Arbeit am laufenden Band. allgemein bei ber Ueberlaffung von Gegenständen

Jeder Bauer ist froh, wenn bie Dreschtage vor-1 bes Reichs an bie ßänber, Gemeinden oder andere über sind, wenn alles schön trocken in die Vorrats- Körperschaften bes öffentlichen Rechts zu beachten räume gekommen ist. Dann kann er sich etwas sind.

Ruhe gönnen, denn nun kommt eine Zeit, in der gür Ueberlaffung von Grundstücken, Ge- bie Aroeit nicht so brängt. I häuben unb beweglichen Gegenständen zum Ge-

Doll Dank unb Stolz überschauen die Bauern das brauch ist daher grundsätzlich Miete ober eine Ge- Ergebnis ber Ernte. Sie können in biefem Jahre drauchsvergütung zu zahlen, es sei denn, daß es zufrieben sein unb ein frohes Erntedankfest feiern, sich um Gegenstände handelt, für bie eine anber- B. roeitige ertragbringenbe Verwendung für absehbare

Wald ift Dal,-gut! MuÄ

Darum: Helft Waldbrände verhüten! ruflicher Weise unter Uebemahme sämtlicher Kosten Alljährlich werben große Flächen deutschen Wal- unentgeltlich gestattet werben.

bes burch Feuer vernichtet. Das bebeutet einen Die Hohe ber Miete ist nach den Verhältnissen Riesenve^ust an wirtschaftlichem Wert. Aber wohl bes Einzelfalles zu bemessen. Bei GruMtucken und ebenso sehr berührt {eben Naturfreund, der einmal Gebäuden ist ^ sni^estens in einer solchen Hohe Zeuge eines Waldbrandes war, oder der eine ab- festzusetzen, daß sämtliche auf dem.^^^6enstanD gebrannte Waldfläche mit eigenen Augen sah, der ruhenden Steuern, Abgaben und Lasten ihre Eindruck der durch die Gewalt des Elements ver- Deckung finden. Ebenso hat Den^ laufenden Bau nichteten Naturschönheit. Wo noch vor kurzem grüne unterhalt sowie oüe 'Lc

Schonungen standen, in denen sich das Dunkel der stehenden Kosten, wie z. B. Beheizung, Beleuchtung Kiefern mit bem lichten Grün ber Birken mischte, usw., ber Nutznießer zu tragen.

wo Gras unb Blumen am Boden blühten, wo bie In federn Fall ift Dem Reich das Recht Der Der Vogel fangen unb Hase und Reh, Kaninchen und tragslösung innerhalb angemeffener 9nft für Den Fuchs dem stillen Wanderer zu Gesicht kamen, da Fall vorzubehalten, daß Der ©egenftanb für un- liegt eine schwarz verkohlte rauchende Fläche, auf Der mittelbare 3merfe Des Reiches gebraucht wud.

alles Leben vernichtet ist. Was vorher eine Freude Irn Hinblick auf bie ®tetluna Der 9^52)21^. un bes erholungfuchenben Städters, der Stolz des Staate und ihre unlösliche Derbmwenheit mit Detfl Forstmannes war, liegt in Asche. Staat ist ihren Wunden auf Ueberlasiung von

Unb woburch? Ein achtlos fortgeworfenes Zünd- Reichseigentum unter Beachtung obiger ©runDfäfet Holz, ein Zigarettenstummel, ein leichtsinnig an-»tunlichst zu entsprechen.

Die wenig günstige Wetterlage am Mittwoch, bie keinen Flugbetrieb zuließ, machte ben 11. Wettbe­werbstag zum zweiten Ruhetag ber biesjährigen 16. Rhön . Im Fliegerlayer Wasserkuppe herrschte aber trotzbem emsige Tätigkeit. Die Fliegermann­schaften arbeiteten an ben Maschinen, um sie für die noch zur Verfügung stehenben letzten vier Wett- beroerbstage, an benen unsere bewährten Piloten noch einmal ihr großes fliegerisches Können unter Beweis stellen werben, herzurichten.

Von ben in ben letzten Tagen immer wieber in Der Tschechoslowakei gelandeten Maschinen werben noch insgesamt fünf zurückerwartet, nachdem Bräu-

b« Barbietung eingestellt ift Dann fotaen

Es sei in diesem Zusammenhang darauf hinge­wiesen, daß die Erledigung der üblichen Formali­täten mit ben tschechischen Behorben bank ber Un­terstützung ber beutschen amtlichen Stellen in den meisten Fällen anstandslos vor sich ging. Uebri» gens nahm in den letzten Tagen auch der Besuch von Vertretern ausländischer amtlicher Luftfahrt­stellen zu.

Die genaue Strecke, die Heini D i t t m a r auf seinemConbor" beim ersten Fluge außer Kon­kurrenz zurücklegte, betrug etwa 420 Kilometer. Seine ßanbung erfolgte in der Nähe von Deutsch- brot in der Tschechoslowakei.

Kurze Sportnotizen.

Nur wenige Wochen stehen die Maschinen im Felde. Es gilt also, rasche Arbeit zu leisten. Schon früh am Morgen, wenn noch Dämmerung herrscht, pfeift Der Heizer zum Beginn, unD abends, wenn »Die Glocken zur Ruhe mahnten, brummen aschinen im FelDe immer noch. In langen Reihen haben die Bauern ihre mit Frucht belade- nen Wagen angefahren. Sie wissen ungefähr, zu welcher Stunde siedrankommen". Sie können ihre _______,......--------------- , Vorbereitungen treffen, denn ein Aufenthalt ist im- haben insgesamt 17 Nationen Meldungen abgegeben. mer ärgerlich für alle unb wirft bas Tagespro- heer* gramm über ben Haufen. Allein kann ber Bauer

OpOnTUnC rWÖH Dura) .vreuoe nicht dreschen, auch wenn alle Familienangehörige

Achtung! Verlegung von Sportkursen. mitangreifen. Da müssen Leute auf ben Wagen, Während der 6» wert.« fMM. Wn

in die Turnhalle der Schillerjchule, Schiller ^lber). andere müssen bie Spreu wegbringen, und straße, verlegt ... aud) das Stroh muß seitwärts aus einen S) auf en

Donnerstags von 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr: aut ,inen r,,r,n jßaoen ae-

Fröhliche Gymnastik und Spiel«, nur für Frauen: 9er°8'";rh° auf etnen keren Ä8n flC freitags oon 20 bis 21 Uhr: Allgemeine Körper- w $cr.

schul-, für Frauen und Manner: Samstags von Bekannte, Nachbarn und gute Freunde

17 b.s IS Uhr : Le,chtathletik Der Kursus muß roar gemi6 nid)t ,^cht, draußen

wegen des Saulestes am Samstag, den 3.8., aus-1 0""'^ ge(bm, lm "grellen Sonnenschein, die fallen. Frucht zu schneiden unb zu binden. Das kostete

Schwimmen. I Schweiß und viel Mühe. Aber die Arbeit bei ber

Für Frauen unb Männer gemeinsam. Dreschmaschine ist doch noch unangenehmer. Zu der Montags von 18 bis 19.15 Uhr: Badeanstalt des Hitze kommt nun auch der Staub, der ringsum auf- Männerbadevereins; Mittwochs von 20 bis 21 und wirbelt. Wie sehen bte Gesichter der Arbeitenden 21 bis 22 Uhr- Volksbad. aus! Sie sind überdeckt mit einer Staubschicht, durch

Ab Dienstag, 6.8., von 19.30 bis 20.45 Uhr: die der Schweiß in «einen Bächlein rinnt. Aber Hallenbad Wetzlar; von 20.45 bis 22 Uhr: Hatten- unentwegt wirb geschafft, bad Wetzlar Da muß ein Wagen voraeschoben, da muffen

Samstags von 16 bis 17.30 Uhr: LahnbadLollar.»Säcke weggefahren werden. Ein Blick nur, und der

iug ber.-Stanbarte 116; ber Ardeitsbienst, ber ämtliche in bem Festspiel auftretenben Derufsgrup- )en in ben verschobenen Berufstieibungen stellt, »arunter auch eine Gruppe 2kbeitsbienftmänner mit Spaten, insgesamt etwa 70 Mann; SA. unb SS. in Stärke von etwa 60 Mann; als Sänger etwa 70 Mitglieder von Gießener Gesangvereinen; weiter etwa 80 Sportler, Turner, Turnerinnen;