Ausgabe 
1.8.1935
 
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HAUS^GüTEN

geschaffen. Aber sie entsprechen ihren Zwecken und bieten den Schützen angenehmsten Aufenthalt.

Weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus sind in den Kreisen der Schützen die

Sportanlagen des Gießener Schühenvereins bekannt. Auf zahlreichen Ständen für Groß- und Kleinkaliber kann dort in allen Anschlagarten und ' aus die verschiedensten Entfernungen geschossen werden. Ein Wurftauben-Schießstand, ein Keiler­stand, ein Wilddieb- und Fuchs-Stand sind auch vorhanden. Der Schütze kann sich auf diesen muster­gültigen Anlagen universell betätigen. Daß sich das Schußfeld in einer üppigen Vegetation, zum Teil auch in schöner gärtnerischer Gestaltung darbietet, liegt in der Natur der Sache. Das Schußfeld wird ja auch kaum betreten. Es ist fasttabu" auch für Sichel und Sense.

Daß auch die

Volkshalle

zum Sport in enger Beziehung steht, davon sei an anderer Stelle gesprochen.

Wichtige Sportpflegestätten in unserer Stadt stel­len die Bootshäuser der Rudervereine an der Lahn dar. Sie entstanden durch ihre Zweckbestimmung am Wasser. Durch die Notwendigkeit, in ihnen lange Boote unterzubringen, mußten sie sich zu recht respektablen Bauten entwickeln. Zu ebener Erde entstanden so in den

Bootshäusern der Gießener Rudergefellschaft und des ehemaligen Vereins Rudersport 1913 große Hallen. Auskleideräume, Gesellschaftsräume, Sitzungszimmer ufw. mußten ebenfalls berücksichtigt werden. Die Bootshäuser wurden so nicht nur zu sportlichen, sondern auch zu gesellschaftlichen Sam­melpunkten der Ruderer und ihrer Angehörigen, ganz abgesehen davon, daß man sich zu Regatten gerne dort einfindet. Einzigartig ist der beherr­schende Blick, den die Terrasse des Bootshauses der Gießener Rudergesellschaft über die Regattastrecke gestattet. Nicht weniger zweckmäßige Anlagen schuf sich der

Gießener Ruderclubhafsia".

der sein umfangreiches Bootsmaterial in einer ge­räumigen Halle unterbringt, die sich gut in die Landschaft am Fluß einfügt.

In der Reihe der Bootshäuser darf auch

das schwimmende Bootshaus der Universität nicht unerwähnt bleiben, das vor wenigen Jahren von einem Frankfurter Verein erworben wurde und nun den Studenten dient. Zweifellos wurde dadurch auch in den Kreisen der Studenten dem Rudersport mancher Freund gewonnen..

Der Paddelsport hat in Gießen viele begeisterte Anhänger.

Die Paddlergilde Gießen

hat denn auch einen beachtenswerten Mitglieder­stand und einen ebenso stattlichen Bootspark zu verzeichnen. Ursprünglich hatten die Gießener Padd­ler ihren Bootsschuppen und ihren Aufbauplatz an der Puloermühle. Jetzt haben sie sich weiter lahn­aufwärts einen prächtigen Platz geschaffen, und zwar auf der Wiese, die ehemals zum Platz des Vereins Rudersport gehörte. Zwei geräumige Schuppen bergen zahlreiche schnittige Boote, ein großer Aufbauplatz steht zur Verfügung und eine schöne gärtnerische Anlage hebt den Gesamteindruck dieser Sportstätte. Herzlich sind dort stets die aus­wärtigen Wasserwanderer willkommen geheißen.

Seit jeher wurde in Gießen nicht nur von den Einheimischen und den Soldaten, sondern vor ollem auch von den Studenten der Reitsport viel gepflegt. Aus diesem Grunde verdient hier auch die

Reitbahn am Vrandplah

der Erwähnung. Verborgen hinter einer hoben Mauer und versteckt hinter schönen Kastanien, fällt sie zunächst nicht sehr ins Auge, aber in Gießen kennt man sie doch recht gut. Mancher Gießener Junge klettert auf die Mauer und verfolgt mit viel heimlichen Wünschen die Hebungen der Schü­lerinnen und Schüler zu Pferde. Die' Reitbahn am

lescrechlgt. Die Samstag 0 Uhr gelosten fhrön gelten bis Montagmittag 12 Uhr.

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§as Tußba'i-Weffsv'el Gieß-n-Dill.

4s Fachamt II Fußball läßt es sich nicht neh. ipei auch bei dem Gaufest mit einer guten Mann- schct auf dem Plane zu sein. Es svielt eine Aus- aa Mannschaft der Kreise Gießen-Dill gegen eine fok des Kreises Friedberg. Fast alle Spieler diek Mannschaften sind Nachwuchsspieler des

Oer Aemeinfchnflstag des Hf£.

Der Festsamstag ist bekanntlich der Tag der Wettkämpfe. Der Festsonntag führt dann nach dem Festzuge am Nachmittag zum Höhepunkt des Festes mit den großen Gemeinschaftsdarbietungen des RfL. Daß diese Darbietungen noch durch ' m i I i t ä r sportliche Wettkämpfe des Infanterie - Regiments Gießen und eine Motor- und Segelflugveranstaltung der Landesfliegergruppe Darmstadt bereichert wer­den, gibt dem Nachmittag noch eine ganz besondere Note.

Mannschaften sind Nachwuchsspieler des Gcus XII und haben unter der Leitung des DFB.- Fwallsportlehrers ßeinberger einen Lehr- kuvs mitgemacht. Mehrere dieser Spieler haben sch!i in Gaumannschaften mitgespielt und sich gut b.chhrt. Lippert 1900 Gießen war aufgestellt zu de Länderspiel in Frankreich. Es ist also mit eittn auf technischer Höhe stehendem Sviel zu regen. Der Anfang des Spieles ist auf 16.15 Uhr fchfetzt.

ie Mannschaft des Kreises Gießen stebt wie fotz Hechler (VW.-R.); Leutheuser (VfB -R.), Liiert <1900); Heil (Dillenburg), Heilmann (1900), He (VfB.-R.): Meirner (Dillenburg). Bing-l (Bis. senrg), Wohlgemuth (05 Metzlar), Lang (Watzen. bo-Steinberg), Szponik (VfB.-R.).

satz: Knaus (VfB.-R.), Fett (Watzenborn-Stein. des, Stumvf (Garbenteich). Schiedsrichter Hoh- mn n (Gießen) wird das Spiel leiten.

^gen 14.15 Uhr führt der Gau XII eine Fuß. bcwrperschule vor, an der 7 Gruppen jugendlicher Sjler des Kreises Gießen mitwirken.

Je Mannschaftsaufstellung des Kreises I e d b e r g liegt zur Zeit noch nicht vor.

Okko Luh bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin.

n Sontag finden in Berlin die Deutschen Leicht, astikmeisterschaften statt. Im vorolympischen Jahr wen die Kämpfe wohl noch heißer werden als fa Jeder Teilnehmer weiß, daß ihn nur ein Er- fonuf den Meisterschaften in die engste Wahl zur T ahme 1936 bringen kann. Otto Luh, der in dhi Jahr stark nach vorn gekommen ist. hat also e, sehr schweren Stand. Wenn auch seine seit.

Form befriedigend war, so muß er doch in Bn über 15 Meter stoßen, um ein Wort mitreden nnen. Luh und somit auch dem VfB.-Reichs- wäre ein großer Erfolg zu gönnen, denn Luh ist eßener und als Jugendlicher aus dem VfB. G n hervorgegangen.

Es besteht immer noch die irrige Meinung, die Eintrittspreise seien zu hoch, während in Wirklich, feit für dezi Sonntagnachmittag durchaus volks­tümliche Preise angesetzt sind. Man kann mit der Karte zum einmaligen Besuch des Fest. Platzes (60 Pfennig einschl. Sportgroschen) sämt­lichen Darbietungen am Sonntagnachmittag bei» wohnen. Die Tageskarte für den Sonntag kostet 1,10 Mark einschl. Sportgroschen.

Billige Fahrt zum Gaufest.

Die Reichsbahn gibt zum Besuch des Gaufestes in Ließen an allen Bahnhöfen des Gaugebiets Somtagsrückfahrkarten aus, die von Samstag Ufr ab gelten. Außerdem ist den Vereinen des

tfß. üe 50prozentige Ermäßigung gewährt worden. )ie jßjreine, die davon Gebrauch machen, müssen einisiösen der Karten einen Ausweis des Vereins- ähr/rs vorlegen, der die Zugehörigkeit zum R^L. efaeihigt. Die Samstag 0 Uhr gelösten Sonntags-

Die älteste Gießener Stätte der Leibesübungen: Die

Strömung der Lahn den Wettkampfoeranstaltungen nicht sehr günstig ist, so laßt man sich dessen nicht verdrießen und bemüht sich doch immer wieder ein­mal um die Ausrichtung schwimmsportlicher Ver­anstaltungen.

Von den Schulturnhallen, die ja als selbstver­ständlich zu den Schulen gehörig zu betrachten sind, braucht kaum die Rede zu sein. Dagegen sei aber die stattliche

Turnhalle des Turnvereins 1846 Gießen erwähnt, die seit über vier Jahrzehnten, seit dem Jahre 1891, der ernstesten turnerischen Uebungs- arbeit dient, in der die Turner aber auch schon manche erhebende und festliche Stunde verlebten. Wie oft und gerne und wie begeistert sah man den Darbietungen der Geräteturner auf der Bühne zu.

Eine weitere Turnhalle wurde vor etwa zwei Jahren in den Dienst an der Ertüchtigung unserer Jugend gestellt. Der damalige

Reichsbahn-Turn- und Sportverein

schuf sich in einer der Hallen der früheren Reichs­bahn-Reparaturwerkstätte eine glänzend eingerich­tete Turnhalle, in der auf die mannigfachste Weise Leibesübung getrieben werden kann.

Turnhalle des Turnvereins 1846 an der Steinstraße

torrädern. Man mag den Radfahrern nur wün­schen, daß sie es eines Tages wieder zu einer Rad­rennbahn bringen möchten.

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Die Uebersicht über die vielen Gießener Sport­stätten läßt erkennen, daß man in unserer Stadt sehr dem Zuge der Zeit folgte und nach besten Kräften Gelegenheiten schuf, vielen Volksgenossen die Leibesübung zu ermöglichen. Die Erfolge in sportlicher und turnerischer Hinsicht sind denn auch nicht ausgeblieben. Schon mancher Gießener Tur­ner und Sportler, der auf hiesigen Sportstätten seinen Körper und seine Fähigkeiten im Training stählte, griff ein in die Kämpfe unter den Besten im Reich.

Zahn und Hitler verleihen der neuen Lrzlehungssorm der Leibesübungen eine unüberwindliche Kraft, durch die deutsche Jünglinge und Männer zu einsatz­bereiten Staatsmännern erzogen werden.

von Tschammer und Osten.

Trinkt das gute

Hring-Melchior-Mer

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Brandplatz ist wohl eine der am zentralsten gelege­nen Sportstätten unserer Stadt

Viel beneidet ist unsere Stadt um bit Schwimmhalle im Volksbad.

Zwar wird sie von den Schwimmerinnen und Schwimmern, den Studenten, von der SA. und von Soldaten, wie auch von den Turn- und Sport­vereinen im Winter viel in Anspruch genommen, weite Kreise unserer Bevölkerung machen aber noch keinen Gebrauch davon. Die Schwimmhalle war in den Wintermonaten auch schon häufig der Schau­platz heftiger Schwimmwettkämpfe und hartnäcki­ger Wasserballspiele Im Dienste der Volksgesund­heit darf die Bedeutung einer solchen schönen Ein­richtung nicht verkannt werden

Zur Sommerszeit ist die

Müllersche Badeanstalt

alltäglich der Sammelpunkt der Schwimmer. Abend für Abend wird dort trainiert, und wenn auch die

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geht weist

Nehmen sie bitte diese vorteilte Kaufgelegenheit wahr.

Eine der idealsten und schönsten Sportstätten in Gießen ist die Eisbahn des Gießener Eisoereins. Es mag jetzt nicht an der Zeit erscheinen, davon zu sprechen, es soll aber doch nicht unerwähnt blei­ben, daß sich die Gießener Jugend mit ganz beson­derer Vorliebe und auch sehr zahlreich dem Eislauf hingibt. Die große Fläche, die im Winter der Gie­ßener Jugend zur Verfügung steht, gehört zu den größten Eislausflächen, die es in Sudwestdeutsch- lanb für diesen Zweck gibt. Ein schmuckes Häuschen, das der Eisverein aus Anlaß seines 50jährigen Bestehens schuf, erhöht die Vollständigkeit dieser Sportstätte.

In memoriam sei noch an einen weiteren Sport­platz erinnert, der zum Bedauern der Radsport­freunde den Umständen zum Opfer fiel:

die Radrennbahn an der Hardt!

Sie mar eine derschnellsten" in Deutschland und sah manchen rassigen Kampf auf Fahr- und Mo-

mit seinen außerordentlich

günstigenreisvorteilen, seiner gro^n Auswahl bei zuvorkommende Bedienung.

Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde

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