Ausgabe 
1.7.1935
 
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auf hin, daß es jederzeit gelte, alle Kraft für die Arbeit einzusetzen, betonte aber, daß es in der Freizeit nötig fei, einige kameradschaftliche und unterhaltsame Stunden zu verbringen. Der Ver­einsvorsitzende, Herr Theis, ehrte das Mitglied Franz Adam, das sich schon seit 25 Jahren um die Ausgestaltung der Veranstaltungen des Stra- ßenbahner-Dereins stets besonders verdient machte, mit einem Geschenk.

Der Abend, der einen sehr harmonischen Verlauf nahm, brachte neben weiteren schönen musikalischen Darbietungen noch zwei wohlgelungene Theaterauf- führungen, die dank der guten Darstellung und der originellen Handlung viel herzliches Lachen aus­lösten. Der Akend wird den Teilnehmern als schö­nes Erlebnis in Erinnerung bleiben.

Aerordnunq über das Gchornsteinfeger- wesen in Hessen.

Auf Grund des § 51 Abf. 2 der Verordnung über das Schornsteinfegerwesen wird in einer hessischen Durchführungsbestimmung vom 28. Juni 1935 durch den Reichsstatthalter in Hessen Landesregierung angeordnet: Höhere Verwaltungsbehörde ist der Reichsstatthalter in Hessen Landesregierung, untere Verwaltungsbehörde sind die Kreisämter. Gegen den Widerruf der Bestellung zum Bezirks­schornsteinfegermeister ist innerhalb einer Frist von 14 Tagen nach Zustellung die Klage bei dem Ver­waltungsgerichtshof in Darmstadt gegeben. Diese Durchführungsbestimmungen treten gleichzeitig mit der Verordnung über das Schornsteinfegerwesen vom 15. April 1935 in Kraft.

S Die öcutfthc Rrbeitofront y ',!>

n.9.;Gcmcinf(haft «Kraft durch Freude"

Rheinfahrt am 14. Juli.

Der für den 23. Juni geplante Sonderzug an den Rhein ist, wie schon bekannt, auf den 14. Juli verlegt worden. Die Fahrt mit dem Schiff geht nun,'wie ursprünglich vorgesehen, nach Bingen. Es können sich noch einige Volksgenossen melden.

Sonderzug

zu dem Motorradrennen nach Schotten am 21. Juli.

Unter der Voraussetzung, daß eine Gesamtteil­nehmerzahl von 800 zusammenkommt, fährt die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" einen Son­derzug zu dem bekannten Motorradrennen nach Schotten. Die Fahrt geht gegen 7.30 Uhr in Gießen ab. Der Fahrpreis einschl. Eintrittspreis beträgt 2,35 Mark Wir fordern die Betriebswarte auf, in allen Betrieben eine Rundfrage aufstellen zu wollen, damit in kurzer Zeit die nötige Teilnehmerzahl zu­sammenkommt.

Sonderzug an den Kürburgring.

Am 28. Juli findet auf dem Nürburgring das Entscheidungsrennen um den großen Preis von Deutschland statt. Die NS. ° GemeinschaftKraft durch Freude" beabsichtigt, einen Sonderzug laufen zu lassen. Die Fahrtkösten einschl. Eintrittspreis betragen nur 5 Mark. Wir bitten die Kameraden, sich umgehend bei den KdF.-Warten zu melden, da­mit wir einen Ueberblicf bekommen.

Das Schumann-Theater wieder in Gießen.

Am Freitag, dem 5. Juli, gastiert das von feiner letzten Tournee in bester Erinnerung stehende Schumanntheater aus Frankfurt a. M. mit voll­kommen neuem und großem Varietöprogramm im Gießener Stadttheater. Die Preise der Plätze sind sehr niedrig gehalten, so daß es jedem Volksgenos­sen möglich sein wird, diese Vorstellung zu besuchen. Preise der Plätze sind: 0,60, 1, 1,30 und 1,50 Reichsmark. Karten sind u. a. zu haben im Vor­verkauf im Musikhaus Challj.er, Schokoladen­haus H u n t e m a n n , auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, bei Ortswart Pg. Fritz Rich­ter, Feuerbachstraße 10, und bei sämtlichen Be­triebswarten der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude".

Reichswehrkonzert bei Rännlnger.

Am kommenden Mittwoch, nachmittags 4 Uhr, findet im Hof der Fittingsfabrik Bänninger G. m. b. H. ein Konzert unserer Wehrmacht statt. Es wird allen Betriebsangehörigen eine Freude fein, nach des Tages Last und Mühe eine Stunde den Klängen unserer Wehrmachtkapelle zuzuhören. Der Betrieb nimmt geschlossen an dieser Veranstal­tung teil.

Wandern zum Schiffenberg.

Da am Sonntag, 30. Juni, auf dem Schiffenberg ein Volksfest veranstaltet wird, sind nach Möglich­keit Betriebswanderungen so einzurichten, daß das Ziel der Schiffenberg ist. Das Eintreffen der Wan­dergruppen soll am frühen Nachmittag erfolgen.

ASOAV. - Amt für Volkswohlfahrt.

Ortsgruppe Gießen-Süd.

Am Montag, 1. Juli, und Dienstag, 2. Juli 1935, findet in der Ortsgruppe Gießen-Süd durch die NS.-Frauenschaft die Opferringsammlung (Lebens- mittelfammlung) für die NS.-Volkswohlfahrt statt. Es wird gebeten, die Lebensmittelspende (Pfund­pakete) zur Abholung bereit zu halten. Wir machen ausdrücklich darauf aufmerksam, daß dieOpfer- ringsammlung" nicht durch das allgemeine Sam­melverbot berührt wird.

Ortsgruppe Gleßen-Norb.

Betr.: Lebensmittelopferring.

Am Montag, 1. Juli, und Dienstag, 2. Juli, findet die Einziehung des Lebensmittelovferringes statt. Die Hausfrauen werden gebeten, Die Pfundpakete bereitzuhalten und den Inhalt auf den Umhüllungen anzugeben.

Jie£8./ Kreis Gießen.

Fachschaft .Körperliche Erziehung". Bezirk Gießen.

Pflichtarbeitsgemeinschaft am Mittwoch, dem Z. Juli 1935 in der Turnhalle der neuen Pestalozzi- schute. Ä ,

15.30 bis 16.30 Uhr Knabenturnen,

16.30 bis 17.30 Uhr ßeiftungsturnen,

17.30 bis 18.30 Uhr Mädchenturnen.

Besprechungen finden , statt über das Deutsche Ju- gendfeft und die Mannschaftskämpfe der Hessischen Schulen. Zu dem Boxlehrgang sind bis jetzt sehr wenige Meldungen eingegangen, trotzdem auf die Wichtigkeit dieser Sportart hingewiesen wurde. Letzter Meldetermin ist der 2. Juli.

Wasserskisport an der Lahn.

Dor zahlreichen Zuschauern wurden am vergange­nen Samstag an der Lahn unweit der Müllerschen Badeanstalt wieder einmal die Wasserskier, die Er­findung von Geheimrat Professor Dr. Sommer, vorgeführt Der Landschaftsbund Volkstum und Hei­mat hatte hierzu besonders eingeladen. Die Zu­schauer lernten das neue Sportgerät kennen, das wesentlich verbessert erschien, fo dafc sehr wohl die Möglichkeit besteht, den Wasserskisport auf brei­

tere Basis zu bringen. Geheimrat Professor Dr. Sommer trägt sich aus diesem Grunde auch mit der Absicht, einen Wasserski-Sportverein zu grün­den, um auf diese Weise den Wasserskisport ener­gischer fördern zu können. Es ergab sich die Tat­sache, daß sich der Wasserskisport von Jungens und Mädels leicht erlernen läßt und eine gute körper­liche Durcharbeitung mit sich bringt. Professor Dr. Sommer zeigte im Verlauf der Veranstaltung auch noch ein neuartiges Rettungsgerät.

Ein Streckenwärter angefahren und getötet.

Auf der Strecke GießenFrankfurt a. M. ereig­nete sich in der Nacht zum Sonntag ein Unglücks­fall, dem ein wertvolles Menschenleben zum Opfer fiel. Der Streckenwärter Ludwig Weber aus Du­tenhofen, der auf der Strecke zwischen den Bahn­höfen Großen-Linden und Bergwerkswald feinen Pflichten nachging, wurde, da er anscheinend das Herannahen eines Zuges überhört hatte, von der Lokomotive angefahren und dabei tödlich verletzt. Die Leiche wurde später neben dem Gleis liegend aufgefunden. Der Verunglückte hinterläßt eine Frau und zwei unmündige Kinder.

3n der Lahn ertrunken.

Am gestrigen Sonntagmittag forderte die Lahn ein Opfer. Der 22jährige Sohn der Kriegerwitwe Margarete Hofmann aus Alten-Bufeck, der mit noch zwei Kameraden in der freien Lahn oberhalb der Badenburg badete, versank plötzlich, obwohl er des Schwimmens kundig war, und ertrank. Erst geraume Zeit später konnte seine Leiche geborgen werden.

Bornotizen

Tageskalender für Montag: NSDAP., Ortsgruppenwaltung Gießen-Oft: 20.30 Uhr in der Gastwirtschaft Burckhardt, Kaiserallee, monatlicher Appell sämtlicher Block-, Zellen- und Betriebswalter. NSG.Kraft durch Freude": 18 bis 19.45 Uhr: Schwimmen in der Badeanstalt des Männerbadevereins. 21 bis 22 Uhr: Reiten, Reitschule Schömbs. 18 bis 20 Uhr: Tennis auf den Plätzen am Schützenhaus. Lichtspielhaus, Bahnyofftraße:Der Kampf mit dem Drachen". Gustav-Adolf-Frauenverein: 20 Uhr in der Turn­halle am Oswaldsgarten Heimatabend deutscher evangelischer Kinder aus Polen.

** Eine öffentliche Mahnung zur Zah­lung der Rückstände der Kanal-, Straßenreinigung- und Müllabfuhrgebühren 1935 (1. Ziel) und der zweiten Rate der Bürgersteuer für 1935 befindet sich im heutigen Anzeigenteil. Es sei besonders darauf hingewiesen.

* Geschäftsjubiläum. Der Spenglermel- fter Heinrich Blum von hier, Grabenstraße 9, kann am heutigen 1. Juli das 25jährige Bestehen seines Geschäfts feiern. Der Jubilar ist seit 25 Jah­ren Leser des Gießener Anzeigers.

** Mieter-Jubiläum. Am heutigen Montag sind 25 Jahre verflossen, seitdem Frau Maria Neumann, Witwe, im Hause des Herrn Heinrich D e b u s , Ebelstraße 23, wohnt. Freud und Leid sind in diesem Hause stets in bestem Ein­vernehmen getragen worden. Im vorigen Jahre konnte bereits eine Familie dieses Hauses das gleiche Jubiläum begehen. Frau Neumann ist jeit über 40 Jahren treueste Leserin desGießener Anzeigers". _ , v , ,,

** Militärkonzert am Stadttheater. Am kommenden Mittwoch, 3. Juli, in der Zeit von 17 30 bis 18.30 Uhr findet am Stadttheater ein Konzert des Musikkorps unserer hiesigen Garnison statt zu dem folgendes Programm vorgesehen ist: 1. Aufbruch der Nation! Marsch, Stiberitz; 2. Fri-

DieLagd imZuli.

Der Monat Juli pflegt in seiner ersten Hälfte ein jagdlich ruhiger Zeitabschnitt zu sein. Zwar ist die Jagd auf den roten Bock offen, doch steht der Waldfreiherr in seiner Feistzeit, geht wenig um sich und hat vielfach seinen Einstand in den Riesen­dickungen unserer Getreidefelder genommen, wo ihm nur schlecht beizukommen ist. Emgestreute Wie­sen und Kleeäcker bedürfen der besonderen Beach­tung des Jäaers, Feldwege und Grabenraine liebt der Bock besonders, wenn nach ausgiebigem Ge­witterregen die Aecker klatschnaß sind, und er sich dann die Decke in der Sonne trocknen will. Dort im Feld entzieht sich gar mancher Bock, der un­bedingt abgeschossen werden müßte, der Kugel und tritt mit ein in die Blattzeit. Denn um die Monats­mitte setzt in unserer Gegend die Brunft des Reh­wildes ein, um bis zur Mitte des Augusts zu dau­ern. Böcke, die wochenlang verschwunden waren, werden nun wieder sichtbar, und der Waidmann wird alles daran setzen, möglichst bald noch die Art­verderber zu erwischen, die sich seither immer in Sicherheit zu bringen wußten. Der gute, starke, jagdbare Bock dagegen soll sich zunächst noch ver­erben, um dann, soweit der Abschußplan es ge- tattet, durch seine Krone den Waidmann zu er- reuen. Im Kreise Gießen hat der Kreisjägermei- ter die bestimmte Erwartung ausgesprochen, daß eine Jäger alles daran setzen, jene abkömmlichen Böcke im Interesse einer baldigen Ausartung der Rehstände vor der Brunft zu strecken, den starken Bock jedoch vor dem 25. Juli nicht zu besagen. Die Trophäenschau im kommenden Winter wird zeigen, inwiefern die Jägerschaft es verstanden hat, sich auf ihre Aufgabe einzustellen

Selbst derjenige Jäger, der nur einen geringen Bockabschuß durchzuführen hat, ihn vielleicht über­haupt schon beendete, sollte in derBlattzeit" sein Revier recht oft aufsuchen. Denn beimBlatten" lernt man seine Böcke kennen, kannInventur" machen und sich ein wahrheitsgetreues Bild davon machen wie es im Revier überhaupt aussieht. Die Blattzeit wird um so interessanter werden, je größer die Zahl der Böcke und je geringer die der Ricken wird. Man muß dazu die Schilderungen deutscher Jäger gelesen haben, die in anderen Teilen der Erde das Reh jagten, wo das Geschlechtsverhältnis 1:1 beträgt, ja mitunter sogar die Böcke überwie­gen. Sehr zu empfehlen ist das Blatten von der Leiter oder dem Hochsitz. Während beim Blatten vom Boden das Wild den Jäger doch recht bald er­äugt und das Anfprechen erschwert ist, gestattet das Sitzen außer Wind meist ein Ansprechen des Ge­hörnes bis in alle Einzelheiten. Gar manche Ricke wird dabei als geringer Bock erkannt von der Sorte, die keine Anlage zu guter Gehörnbildung besitzt, und wird deswegen mit besonderer Genugtuung auf die Decke gelegt. Doch nicht alles, was springt, ist Bock. Das soll sich der Anfänger und schuß- hitzige Waidmann wohl merken. Sonst kann er Schürzenjäger" werden.

Es empfieht sich auch, daß man sich in Revieren mit stärkerem Rickenabschuß unter der Hand einst­weilen merkt, wo geringe Schmalrehe oder einzel­gehende Ricken, auch Mütter sehr geringer Kitze stehen. Denn wenn am 15. September der Abschuß des weiblichen Rehwildes beginnt, kann dieser sich zunächst weder auf führende Stücke noch auf wirt­schaftlich völlig minderwertige, nämlich Kitze, er­strecken. Es werden vielmehr zunächst jene allein gehenden Stücke zum Abschuß heranzuziehen fein. Die Erfahrung zeigt, daß das viel leichter geht, wenn man sich schon während des Sommers Ein­stand und Wechsel merkt und im Herbst weiß, wo­hin man zu gehen hat.

Rotwild und Damwild haben noch Schon­zeit. Die Hirsche beginnen mit dem Fegen.

Das Schwarzwild hat reich gedeckten Tisch. Suhlen werden gern angenommen. Der Ansitz an ihnen kann zum Erfolg führen. Führende Bachen find noch durch das Gesetz geschützt.

Hasen trifft man in allen Größen an. Die Jungen des ersten Satzes rammeln bereits selbst schon.

Rebhuhn und Fasan führen ihre Jungen.

Am 16. Juli beginnt überall im Reich die Schuß­zeit der Wildente. Man sollte dabei allerdings nicht wahllos Jungenten abfchießen, die vielleicht noch gar nicht vollwertig sind. Bei heißem Wetter müssen Enten rasch ausgezogen werden, da sie sehr leichtgrün" werden. Der Erpel kommt in die Schwinaemauser und ist dann fluaunlähig. Ein solcher Rauherpel weiß sich vor dem Hund sehr gut zu drücken und offene Wasserstellen untergetaucht, nur mit der Schnabelsvitze über Wasser, zu durch­rinnen. Der häutig nicht ganz leichte, rasche Schuß macht bann besondere Freube.

Die Fuchsgehecke finb meist ausgelaufen und stecken bis zur Ernte in Feldnotbauen ober im (Be­treibe. Es wurde beobachtet, bah diesjährige Jnng- füchfe bereits stark von der Räude befallen sind. Solche Stücke müssen unter allen Umständen abge­schossen und tief oeraraben ober besser noch ver­brannt werden. Sonst breitet sich diese ekelhafte Krankheit noch weiter aus.

Den Dachs zu beobachten, wenn er bei sinkender Sonne mit seinen Jungen auf dem Bau spielt oder -zu Feld rückt, ist immer eine Freude. Vielen Jägern ist es nicht bekannt, daß Dachs und Marder jetzt in der Ranzzeit sind. Bei ihnen finden wir genau so wie beim Reh eine Eiruhe, b. h. bie befruchtete Eizelle beginnt erst später mit ihrer Entwicklung. So kommt es, baß z. B. gerabe während der Blatt­zeit des Rehwildes öfters sich jagende Marder beobachtet werden.

Der Jagdschutz erstreckt sich vor allem neben den zweibeinigen Räubern auf Hund und Katze. Meist trifft man auch ganze Krähenfamilien zusammen an. Der Abschuß der Jungkrähen ist nicht schwer. Man sollte die Patrone nicht sparen.

Hubertus.

dericiana! Ouvertüre, Zimmer; 3. Zwei ungarische Tänze Nr. 5 und 6, Brahms; 4. Don Wien durch die Welt. Operretten-Revue, Hruby; 5. Marsch der Landsknechte aus dem 15. Jahrhundert und Trink­lied aus dem 16. Jahrhundert, bearbeitet von Schreck.

** Ehrliche Finderin. Die Wartefrau Luise Müller fanb am letzten Viehmarkttage eine Brief­tasche mit Geldbeträgen und Wertpapieren in Hohe von 1000 RM. und sämtlichen Ausweispapieren. Der Verlierer, ein Händler aus Münchholzhausen, der feinen Verlust erst auf der Heimfahrt im Zuge bemerkt hatte, erhielt bei feiner Rückkehr nach dem Gießener Bahnhof den Fund wieder zugestellt.

** Kameradschaftsabend im Sturm­bann IV /11 6. Der Sturmbann IV/116 vereinigte eine große Anzahl Kameraden am Samstag zu einem Kameradschaftsabend amFelsen". Der Platz am Felsen und die Halle waren zu diesem Zweck prächtig geschmückt morden. Der Festplatz bot mit feinen vielen bunten Lichtern einen schonen Anblick. Dem eigentlichen Kameradschaftsabenb, an dem auch Obersturmbannführer Münker teilnahm, ging eine Flaggenhissung voraus, die unter den Klängen des Horst-Wesfel-Liedes und des Deutschland-Liedes geschah. Der Sturmbannführer Hobel umriß kurz den Sinn des Abends, der darin zu sehen sei, insbesondere nach der Neugliede­rung, die Kameradschaft neu zu festigen. Aufgabe des Abends sei ferner, für einige Stunden des All­tags vergessen zu lassen und echte Kameradschaft zu pflegen. Mit dem Gelöbnis, daß die SA. stets be­reit fein werde, den Geist und das Ideengut des Führers unverfälscht und rein zu erhalten und mit einem dreifachenSieg - Heil!" auf den Führer schloß er seine Ansprache. Musikalische Darbietun­gen des Musikzuges des Sturmbannes IV/116 und ein Wasserreigen verschönten den Abend.

** Der Gießener Eisverein hielt dieser Tage im Vereinsheim an der Mvltkestraße eine außerordentliche Mitglieder-Versammlung ab, bie von dem stellvertretenden Vereinsführer Dr. Fi­scher eröffnet wurde. Zur Verhandlung stand in erster Linie die Wahl eines neuen Vorsitzenden. Nachdem bereits vor einiger Zeit in einer Sitzung des engeren Vorstandes Universitäts-Bibliothekar Dr. W a l b r a ch vorgeschlckgen worden war, wurde er nunmehr von der Versammlung bestä­tigt. Der neugewählte Vereinsführer sprach seinen Dank für bas Vertrauen aus, und wies darauf hin, daß er bemüht sein werbe, bas Amt im Sinne bes verstorbenen Dereinsführers zu verwalten. Die Versammlung wurde in der üblichen Weise ge­schlossen.

** Befreiung der Heime der Hitler- Jugend von Rundfunkgebühren. Im Einvernehmen mit den am Rundfunk beteiligten Reichsministerien hat der Reichspvstminister der Hitler-Jugend unter gewissen im Amtsblatt des Reichspostministeriums veröffentlichten Bedingungen Befreiung von den Rundfunkgebühren gewährt.

** Langfristige Gewerbekredite. Die Industrie - und Handelskammer Gie­ßen weist darauf hin, daß die Bank für deutsche Industrie-Obligationen, insbesondere deren Vertre­tung in Frankfurt a. M., Börsenplatz 1, besonders den langfristigen gewerblichen Bankkredit pflegt. Die Bank hat weit über 100 Millionen Mark an Handwerker und mittelständische Handels- und In­dustriebetriebe ausgeliehen. Grundsätzlich erfolgt die Hergabe dieser Darlehen gegen hypothekarische Sicherheiten mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren. Die Nebenbedingungen können von den Interessenten bei der Bank an der oben angegebe­nen Adresse erfragt werden.

(svvvmin- . u Oer Dkönftion.

11.30 Jbis 1230 llhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnad)- mittag geschloffen.

Oberhessen.

Das Hoherobskopffest bed DHE.

LPD. Schotten, 30. Juni. Unter sehr star­ker Beteiligung aller Zweigvereine des Vogelsber­ger Höhen-Clubs aus dem ganzen Gaugebiet unb der Bevölkerung des Vvgelsberges wurde heute das alljährlich einmal stattfindende Hvherobskopf» f e ft gefeiert. Der Zweigverein Lauterbach hatte diesmal die Ausrichtung bes heute schon zu einem allgemeinen Heimatfest der ganzen Bevölkerung. Oberhessens gewordenen Veranstaltung übernom­men und bestens durchgeführt. Vor den Klubhäu­sern bes VHC. war ein großer Festplatz aufgebaut worben, ber bie vielen Hunberte Besucher nicht alle fassen konnte.

Der Dorsitzenbe bes Gesamt-VHC. Dr. Bru ch- Häuser- Ulrichstein gab in seiner Festansprache einen Ueberblicf über bie Geschichte unb bie Bedeu- tung bes Hoherobskopffestes unb erläuterte noch­mals bie bereits seinerzeit bei ber Jahreshaupt­versammlung in Lich bekanntgegebenen großen Straßenbaupläne zur Erschließung bes Hohen Do- gelsberges für Autoverbindungen unb den bamit erforderlich roerbenben Ausbau ber VHC.-Klub- häufer.

Den Höhepunkt ber sehr geschmackvollen unter- haltenben Dortragsfolge bildete bas von bem Mainzer DHC.er Schirrmacher verfaßte Hei­matspielDir mein Vogelsberg", bas bie Schön­heit ber oberhessischen Heimat pries. Der Heimat- bichter Schwarz- Gießen erfreute mit einigen finnigen Munbartgebichten. Im übrigen würbe fröhlich gesungen unb getanzt nach echter Wan- derart.

B»ihschlagineinemarschierendeKoi0nne

Friebberg, 30. Juni. (LPD.) Bei einem schweren Gewitter am Freitag schlug ber Blitz in ber Nähe bes Butzbacher Forstes in eine marschie­ren!) e Kolonne Verschobene Leute würben durch ben Luftbruck zur Seite geschleudert, verletzt würbe jeboch niemanb. Die elektrischen Leitungen im Forst- Haus würben beschäbigt.

Kreis Zriebberg

+ Butzbach, 29. Juni. Im Saale desDeut­schen Hauses" hielt die Freiwillige Feuer­wehr ihre Hauptversammlung ab, bie von weit über 100 Mitglieder besucht war. Dberbranbmeifter unb Führer der Wehr A. Schütz gedachte zunächst der verstorbenen Kameraden des verflossenen Jah­res, woraus die Kapelle bas Lied vom guten Ka- meraben spielte. Die Feuerwehr besteht aus 273 Mitgliedern, und zwar 168 aktive, 59 passive, 34 fördernden und 12 Ehrenmitgliedern. Der Wehr­rechner F ü l l i n g erstattete die Rechnungsablage, die eine Einnahme von 1450 Mark und Ausgaben von 1443 Mark aufweist. Das Vermögen ist am 31. März d. I. auf 323 Mark angewachsen. Die Einnahmen der Musikkasse wiesen 1546 Mark, die Ausgaben 1055 Mark auf, so daß ein Ueberschuß von 451 Mark vorhanden ist. Anschließend brachte der Wehrführer einen Bericht über die Kamerad­schaftshilfe, die im Jahre 1934 eine Erhöhung von 184 Mark erfahren hat und somit 2094 Mark be­trägt. Hierauf nahm Dberbranbmeifter S ch ü tz bie Verleihung der Ehrenzeichen vor. Für 25jähriae treue Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet: K. Schab, K. Reiche, Jak. Euler, K. Schwab, Ehr. ßintmann. Das 40jährige Dienftjubiläum wird der Kamerad Lerch; bas 25jährige H. M ä k- kel, W. Scharre, H. Steinhäuser, W Freitag, W. Renbenbach; das 10jährige K. Adler, W. Heil, K. Berg, W. Keil, O. Linkmann, W. Hadermann, Fr. An­dres, H. Rerner, G. Wassern, E. Kli» schat, W. dichter, H. Zell, K. Schmidt und O. Reudenbach begehen. Gerätemeister Spier erstattete Bericht über ben Zustand der Feuerwehrgeräte, die keinerlei Mängel aufweisen, ebenso sei nach Aussagen des Zeugwartes Fisch ber Kammerbestand auf ber Hohe. Nach Abschluß des geschäftlichen Teiles, schloß sich der unterhal­tende Teil an.

4- Butzbach, 29. Juni. Gestern abend veran­staltete die hiesige Stadtschule einen Eltern­abend. Nach einem einleitenden Marsch bes Schü­lerorchesters wies der Schulleiter, Rektor Bach, auf die bedeutsamen Tage der letzten Monate hin. Die Vortragsfolge zeigte in ihrem ersten Teil die Mutterliebe. In Gedicht- unb Gesangsvorträgen würbe bie Mutter als schützende, aber auch als lei­bende Gestalt ihrer Kinder gepriesen. Im weiteren Verlause des Abends wurde der Jugend wie auch den recht zahlreich erschienenen Eltern der fürs Va­terland in den Tod gegangene Albert Leo S chlä­ge t e r als prächtiges Vorbild eines jeden Deut­schen dargestellt. Lehrer Simon hielt einen form­vollendeten Vortrag über diesen Helden, dessen Lebensbild durch gute Lichtbilder veranschaulicht wurde. Anschließend wurden die sechs Jugendwalter Forbach, Schmidt, Frau R o e s ch e n, Frau Hofmeister, A. Steinhäuser und W a nitzek durch den Schulleiter verpflichtet. Sie sollen nach der Verordnung des Reichserziehungsministers dem Schulleiter innerhalb ber Schulgemeinde treue Mitarbeiter fein. Rektor Bach schloß in vorgerück­ter Stunde den Elternabend mit einem Dank an alle Mitwirkenden und Erschienenen, sowie an den Führer, der der deutschen Mutter wieder den Platz eingeräumt habe, ber ihr gebührt.

4- Nieder-Weisel, 29. Juni. Die Repara­turarbeiten an unserem Kirchturm schreiten rüstig fort. Nachdem vor etwa zwei Wochen bas gesamte Dach abgedeckt morden war, wurden neue Balken eingezogen, unb gegenwärtig wird nach der bereits erfolgten Verschalung der Turm mit einem Schie­ferdach versehen.

Kreis Bübingen.

S Nidda, 29. Ium. Infolge Besuches von 20 deutschen Kindern aus den Evangelischen A n- st alten zu Stanislaus in Polen oeranstal- tete die hiesige evangelische Gemeinde und Frauenhilfe in Verbindung mit der Ortsgruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland in der Turnhalle unter starker Beteiligung der Volksgenossen einen wohlgelungenen Unterhaltungsabend. Die Gäste, unter Führung von Vikar Z ö ck l e r und dessen Schwester, ließen die Zuhörer durch Vortrag von Gedichten, Sprechchören, schwäbischen, pol­nischen und ukrainischen Volksliedern und Tänzen in malerischen Nationaltrachten einen Einblick in ihrem Lebens- unb Wirkungskreis gewinnen. In einem ausführlichen Vortrag führte Vikar Zöck - ter, besten Vater ber Grünber ber Anstalten war, bie Zuhörer im Geiste burch ben Werbegang ber segensreichen Schöpfung.

Kreis Schotten.

Ulfa, 30. Juni. Der hiesige 71 Jahre alte Land­wirt Heinrich Rau erlitt einen Unterschenkel- brud) und mußte in ärztliche Behandlung gebracht werden.