Don den für andere wissenschaftlich gebildete Bewerber ausgeschriebenen Preisen erhielt Dr. Peter Imhoff in Siegburg für seine Arbeit: „Wesen und Krankheitsbild der Urämie" einen halben Preis.
Se. Magnifi-enz beglückwünschte alle Preisträger namens der Landesuniversität, gab aber seinem Bedauern darüber Ausdruck, daß für einige weitere Aufgaben keine Arbeiten eingegangen feien.
In seinen weiteren Darlegungen betonte der Redner, daß das Zusammensein in verschiedenen Arbeitslagern eine Erneuerung der Lehre aus dem Geiste des Nationalsozialismus gebracht habe. Nicht von der Strenge der wissenschaftlichen Lehre sei dabei verloren gegangen, aber viel gewonnen worden. In den Lagern habe der Lehrer das Gesicht des Studenten besser kennengelernt als je zuvor. Die Lehrer grüßten den neuen deutschen Studenten, der ein politischer Student sei. Leidenschaftliche Fragen seien vor die Lehrer gebracht worden und das habe nach beiden Seiten bereichert. Die Phr-ase fei in diesen Lagern gestorben, die Kritik ernst und ehrlich geworden. In den heutigen Studenten seien Wissenschaftsdienst- und Wehrdienst-Bereitschaft völlig erfüllt. Dem individualistischen Spießer, der nur den Dauerlauf zur staatlichen Futterkrippe kenne, der nichts von Gemeinschaft wissen wolle, sei der Kampf angesagt. Kampf sei dem geschworen, der noch immer nicht begreifen wolle, daß „Freiwilligkeit" die „Willigkeit" als Kern haben müsse. Die Forderungen unserer Zeit müßten erkannt werden.
Dank sagte der Rektor dann dem Hochschulgruppenführer Stenger, der die Spannungen in der
Studentenschaft des Reiches der Gießener Stuben- tenschaft fernhielt, bescheidene Mitarbeiter um sich sammelte und vollwertige Arbeit in feinem kleinen Raum leistete. Die Männer, die er um sich gesammelt habe, werde man eines Tages im großen Raum einsetzen können. Dank sagte der Rektor ferner den Kräften des Büros und der Kliniken, die die anfallende große Arbeitslast willig übernahmen. Dank sagte er außerdem den Vertrauensleuten der DAF., die sich als Förderer der Volksgemeinschaft erwiesen hätten. Durch die Uebernahme der Hochschulverwaltung in das Reichskultusministerium sei unsere Hochschule in den großen Zusammenhang der Reichsreform hineingestellt worden. Eine einheitliche Ordnung fei allen Hochschulen gegeben. Die Verwirklichung der damit verbundenen Neuordnungen könne aber nur an der Front jeder einzelnen Universität geschehen. Es heiße zusammenstehen, wenn dem Buchstaben des Gesetzes Leben eingehaucht werden solle. Im vergangenen Jahre sei zugegriffen worden. Die Rede des Führers vom 21. Mai habe uns klar das wahre Führertum gezeigt. Führertum dürfe nur mit den größten auffindbaren Maßstäben gemessen werden. Das Große in unserem Vaterland habe allein Adolf Hitler vollbracht. Unsere Arbeit sei Handlangerdienst; nicht weniger und nicht mehr. Der Führer sei unsere Ehre. Mit dem Treugelöbnis fei hie Arbeit vor einem Jahre begonnen worden. Mit einem Treugelöbnis zum Führer solle die Jahresarbeit enden.
Mit einem vielstimmig aufgenommenen Sieg-Heil klang die Rede des Rektors und damit auch die Feier aus.
Mit dem Ll-Boot zum Nordpol...
Kapitän Wilkins will seine abenteuerliche Fahrt wiederholen.
Von Or. Werner Hitlbring.
Vor einigen Jahren tauchte dieser Name zum erstenmal auf — Kapitän Wilkins, der Mann, der den Nordpol zum erstenmal in der Geschichte der Polarforschung mit einem ganz neuen technischen Mittel erobern wollte! Dieser Mann war nach einem aufregenden Leben voll toller Sensationen auf den Gedanken gekommen, m i t einem U-Boot zum Nordpol vorzudrinaen. Es schien ein tollkühnes Unterfangen, die Wissenschaft machte Einwände, die Laien faßten sich an den Kopf. Viele hielten diesen Wilkins für einen hoffnungslosen Phantasten, für einen Don Quixote der Polarforschung — aber Wilkins war nicht der Mann, um vor der öffentlichen Meinung die Waffen zu strecken.
Mit dem U-Boot zum Nordpol? Er wollte der Welt beweisen, daß er alles eher war als ein Phantast. Die amerikanische Marine überließ ihm gegen einen Dollar Entschädigung (!) ein ausgedientes Unterseeboot, jenes Boot, das unter dem Namen „Nautilus" später eine fragwürdige Berühmtheit erlangen sollte. Die Welt verfolgte die Vorbereitungen zu dieser unterseeischen Entdeckungsfahrt mit atemloser Spannung. Hunderte von Opfern hatte der Dämon Nordpol im Laufe der Jahrhunderte gefordert. Mutige Männer, die furchtlos auszogen, um den Nordpol zu erobern, endeten ihr Leben unter unsäglichen Qualen und Entbehrungen in den Stürmen des ewigen Eises. Tausende von Schiffen waren in die erbarmungslose Umklammerung des treibenden Eises geraten und mit Mann und Maus zugrunde gegangen. Hunderte von Flugzeugen lagen zerschellt zwischen den Klüften und Schründen der endlosen Eis- wüste ...
Auch Wilkins scheiterte. Es hätte nicht viel gefehlt und auch er hätte bei diesem waghalsigen Unternehmen den Tod gefunden. Wilkins mußte nach einem kurzen Spaziergang in die nördlichen Eisregionen umkehren — die Macht des Eises war größer als seine Energie. Der „E i s b o h r e r", mit dem Wilkins die gefährliche Glescherdecke an den dünnen Stellen durchstoßen wollte, erwies sich als zu schwach. Ein weiteres Vordringen hätte den sicheren Tod bedeutet. Das Ende dieser tollkühnen Expedition verlief recht kläglich. Vor der Küste Norwegens wurde der „Nautilus" versenkt... Doll stolzer Hoffnungen war man ausgezogen, enttäuscht kehrte man zurück. —
Aber Wilkins, der in seinem Leben schon viele Gefahren erfolgreich bestanden hatte, ließ sich nicht entmutigen. Mit dem U-Boot zum Nordpol... Dieser phantastische Gedanke war seinem Gehirn entsprungen. Er ist der Anfang und das Ende seiner Forscherträume. Dor dem Kriege schon hatte ihm diese Idee als Ziel seines Lebens vorgeschwebt.
Nun will er in zwei Jahren zum zweiten- m a I den sensationellen Versuch wagen. Seit dem ersten mißglückten Unternehmen wurden in aller Stille die Vorbereitungen für das neue Wagnis getroffen. Wilkins, der sich feit einigen Tagen in Berlin aufhält, berichtet von feinen Plänen und Absichten. Er ist fest überzeugt, daß nur die
mangelhafte Konstruktion und Ausrüstung des „Nautilus" an dem Fiasko schuld war. Das neue Boot „Nautilus II", wird eine ganz besondere Konstruktion besitzen und mit den neuesten technischen Instrumenten ausgestattet fein. Wilkins will den unterseeischen Kampf gegen die Eisberge mit eigens für diesen Zweck erfundenen Sägen und Kreiselbohrern aufnehmen. Im neuen Nautilus — das Boot wird dreißig Meter lang und sieben breit sein — werden höchstens zehn Personen Platz haben. Der stark gepanzerte Nautilus, der für eine mögliche Tiefe von hundert Metern gebaut wird, wird jedoch, da nach der Auffassung Wilkins die Eisdecke sogar am Nordpol nicht stärker als zehn Meter ist, wahrscheinlich nur in einer Durchschnittstiefe von fünfzehn Metern fahren.
Es ist hier nicht der Platz, dieses utopische Unterseeboot in allen technischen Einzelheiten zu schildern. Nach den Andeutungen des australischen Polarforschers ist 'ein wahres Wunderboot im Werden, ein Monstrum modernen Erfindergeistes mit allen möglichen Neuerungen, die speziell für diese ungewöhnliche Reise unter den Eisschollen des Polargebietes erdacht sind: mit „Tastorganen" und Apparaten für die Messung der Eisdicke.
Wilkins hofft, von feiner Entdeckungsfahrt wertvolle ozeanographische und zoologische Ergebnisse heimzubringen. Er steht auch mit dem Berliner Museum für Naturkunde in Verbindung. Manche Anzeichen sprechen dafür, daß die neue Expedition immerhin glücklicher verlaufen wird als die erste...
♦
Die breite Öffentlichkeit vernahm den Namen Wilkins' zum erstenmal, als er mit seinem „Nautilus" zum Nordpol fahren wollte. Sie weiß aber nicht, daß dieser Mann schon vorher als tollkühner Globetrotter, als „Abenteurer mit der Kamera" die unwahrscheinlichsten Erlebnisse hatte. Seine Heimat ist Australien. Er bereifte 30 Länder zwischen Nord- und Südpol und war dabei ein l e i • d e n s ch a f t l i ch e r Amateurphotograph, der vor keiner Gefahr zurückschreckte, wenn es galt, eine interessante Szene zu knipsen. Einmal wäre er beinahe von Eingeborenen zu Tode geprügelt worden, als er sich von einigen ihrer Frauen einen aeheimen kultischen Tanz vorführen' ließ, zu dem sonst nie ein Weißer zugelassen wurde. Wilkins hätte für jein Leben gern von diesem „verbotenen Tanz" eine Aufnahme gemacht. Es gelang ihm, sich hinter dem Rücken der Männer heimlich mit einigen Eingeborenenfrauen in Verbindung zu setzen — sie tanzten eigens für Wilkins! Wilkins mußte sich als Frau verkleiden. Als die Männer von dieser Extravorstellung" erfuhren, drohten sie, Wilkins zu erschlagen und den Frauen die Ohren abzuschneiden ...
Photograph, Elektroingenieur, Polarforscher ... ein Leben der Reisen und Abenteuer. Defter schon unternahm dieser Wilkins gefahrvolle Expeditionen in unerforschte Gebiete. Er flog mit Elis worth und Bernt B a l ch e n zum Südpol, aber das rote Flugzeug wurde vom Eis zerdrückt. Kgum waren
die Cxpeditionsteilnehmer zurück, da wurde ein neuer gigantischer Plan angekündigt: mit dem U-Bot zum Nordpol!
Es gibt kaum ein interessantes Land, das dieser Wilkins nicht kennt. Er hat Dftafien bereift und trieb sich als Araber während der italienischen Tripolis- aftion in Nordafrika herum, er machte während der Balkankriege in den gefährlichsten Situationen tolle Aufnahmen, er war in Westindien und kam schließlich mit der Stefanssonerpedition in Derbinouny. Dieses Ereignis war ausschlaggebend für fein späteres Leben. Wilkins wurde Polarforscher. Der Mann mit der U-Boot-Idee ...
Preußen.
Ein Omnibus verunglückt.
Lpd. Altenkirchen, (Westerwald), 29.Juni. Am Samstagmorgen fuhr der vollbesetzte Omnibus eines Unternehmens aus Mudersbach, der mit Gefolgschaftsmitgliedern der Mudersbacher Konsumgesellschaft und deren Angehörigen besetzt war und sich auf einer Ausflugstour befand, kurz vor dem Ort Zeppenfeld in voller Fahrt gegen einen Baum, der durch die Wucht des Anpralls umgelegt wurde und mit feinem unteren Teil in den Wagen eindrang. Insgesamt wurden 13 Personen verletzt, von denen elf dem Krankenhaus zugeführt wurden. Von ihnen konnten acht Personen im Laufe des Tages wieder entlassen werden. Auch die Verletzungen der übrigen Verunglückten sind glücklicherweise nicht lebensgefährlich.
Kreis DeKlar
Lpd. Altenkirchen, 29. Juni. Beim Baden in der Sieg versank in der Nähe des Kreisortes Frankenthal das 11jährige Töchterchen des Justiz- inspekors Born aus Frankenthal. Ein junges Mädchen bemerkte den Vorfall, sprang kurz entschlossen ins Wasser und brachte das bereits bewußtlos gewordene Kind wieder ans Land. Die sofort vorgenommenen Wiederbelebungsversuche waren erfolgreich.
Dllttreis.
Dillenburg, 29. Juni. (LPD.) Am Samstagmorgen fand man auf der Landstraße zwischen
Dillenburg und Sechshelden einen völlig zertrümmerten Kraftwagen. Danken lag blutüberströmt und in bewußtlosem Zustande der Fahrer. Man brachte den Verunglückten sofort ins Dillenburger Krankenhaus, wo man neben einem Schädelbruch, mehrere Knochenbrüche und sonstige schwere Verletzungen feststellte. Es handelt sich bei dem Der- letzten um einen 35 Jahre alten Einwohner von Wahlbach im Siegkreis, der sich auf der Heimfahrt befand.
Kreis Biedenkopf.
m. Gladenbach, 30. Juni. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurde die von der Aufsichtsbehörde empfohlene vorläufige Haupt- fatzung der Gemeinde gutgeheißen. Man beschloß, von den bereits vorgesehenen Strahenverbesserun- gen vorerst die Schulstraße mit einer Kalt-Asphaltdecke zu versehen. Weiter will man mit dem hessischen Plakatinstitut in Gießen in Verhandlungen treten wegen Aufstellung einiger Litfaßsäulen. Die Einziehung der Biersteuer durch die Bierbraueroereinigung und Ablieferung durch diese an die Gemeinde, wurde von den Gemeinderäten gutgeheißen. Mit den gepflogenen Verhandlungen zwischen dem Kulturamt und der Gemeinde zum Zweck der Uebernahme von Verpflichtungen erklärte sich der Rat einverstanden.
Ober-Westerwald.
Marienberg (Westerwald), 29.Juni. (LPD.) In einem Steinbruchbetrieb in Lautzenbrücken, in dem Pflastersteine gewonnen werden, wurde der Arbeiter R ü b s a m e n aus Pfuhl durch herab- fallende Gesteinsmassen so schwer verletzt, daß er bald nach seiner Einlieferung in das Marienberger Krankenhaus verstarb.
THalngau.
Frankfurt a. M., 29. Juni. (LPD.) Am Samstagmittag, kurz nach 12 Uhr, wurde auf einem Bahnübergang in der Nähe des Bahnhofs Hochstadt-Dörnigheim ein Omnibus der Reichs- postlinie Frankfurt a. M. — Hanau von einem Eil- güterzug angefahren. Fünf Insassen des Kraftfahrzeugs wurden leicht verletzt.
Wirtschast.
* Großhandelskennziffer für den 26. Jun i. Die Kennziffer stellt sich für den 26. Juni auf 101,1 (1913 = 100). Sie ist gegenüber der Vorwoche (101,3) um 0,2 v. H. gesunken. Die Kennziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 101,4 (— 0,4 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 90,7 (— 0,1) und industrielle Fertigwaren unv. 119,2.
* Deutscher Brauertag 1 935. Die aus dem Deutscher Brauerbund hervorgegangene Wirtschaftsgruppe Brauerei veranstaltet Anfana Juli in Baden-Baden eine Tagung, auf der besonders die Fragen des Wettbewerbes, der Wirtschaftsorganisation, des bayerischen Bierpreisabschlages und der Ausfuhrförderung behandelt werden.
Rhein-Mainische Mittagsbörse.
Tendenz: fest.
Frankfurt a. M., 29. Juni. Die Börse lag zum Wochenschluß fest. Don der Kundschaft lagen in Auswirkung des Zinstermins einige Anlagekäufe vor, das Hauptgeschäft bestritt indessen die Kulisse, die in Erwartung größerer Publikumsbeteiligung einige Dorkäufe tätigte. Die Haltung erhielt außerdem durch günstige Wirtschaftsnachrichten etwas Anregung.
Am Aktienmarkt ergaben sich durchschnittliche Befestigungen von etwa 1 o. H. Lebhaft gefragt waren auf Anlagekäufe Reichsbankanteile mit 188,75 bis 190,50 (188,50), außerdem setzte sich die Befestigung der Reichsbahn-DA. auf 122,75 (122,50) aus dem gleichen Grunde fort. Am Chemiemarkt waren Farbenindustrie 0,40 o. H., Rütgerswerke 2,25 v. H. höher. Don Elektrowerten gewannen Lah- meyer 1,50 o. H., Siemens 1,65 v. H., Bekula und RWE. je 0,25 v. H., Schuckert 0,50 v. H., ©effürel lagen - unverändert. Am Montanmarkt traten Klöckner mit plus 1,25 v. H. mehr hervor, lebhafter waren Stahlverein mit 84,13 (83,75). Rheinstahl zogen 0,75 v. H. und Mannesmann 0,13 v. H. an. Zellstoffaktien lagen fest, Aschaffenburger plus 1,75 v. H., Waldhof plus 0,75 v. H. Auch für Schiffahrtspapiere trat wieder erhöhtes Interesse auf, Hapag plus 0,50 v. H., Norddeutscher Lloyd plus 0,75 v. H. Sonst setzten fester ein: Deutscher Eisenhandel auf die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit plus 1 v. H., ferner Daimler 1,13 v. H. und Hanfwerke Füssen plus 0,25 v. H.
Der Rentenmarkt wurde ziemlich vernachlässigt und brachte meist nur knapp gehaltene Kurse, so für Altbesitz, späte Reichsschuldouchforderungen und Zinsoergütungsscheine, die bis 0,13 v. H. niedriger lagen. Kommunal-Umschuldung lagen unver
ändert. Etwas fester lagen im Freiverkehr Mark- Obligationen.
In Verlaufe blieb die Tendenz, fest. Das Geschäft vermochte sich aber nicht stärker zu beleben. Die Kurse lagen in den meisten Fällen nochmals um 0,25 bis 0,50 höher, bei manchen Werten führte die Materialknappheit zu stärkeren Erhöhungen. Linoleumwerte fetzte ihre Befestigung auf Dividendenerwartungen kräftig fort, Deutsche Linoleum 169,50 (166,75), Conti Linoleum Zürich etwa 176,50 (letzter Kurs in Frankfurt a. M. am 27. Juni 165). Deutsche Erdöl gewannen 2,50 v. H. auf 111, Deutscher Eifenhandel fliegen auf 96,75 bis 97 (95,50). Etwas leichter lagen Rütgerswerke mit 120,75 nach 121.
Am Rentenmarkt gingen Altbesitz auf 113 (— 0,40 v. H.) zurück, sonst zeigten die variablen Werte keine Veränderung. Am Pfandbriefmarkt war das Geschäft etwas belebter, und die Kurse zogen vielfach um 0,13 bis 0,25 v. H. an. Stadtanleihen sowie Staatsanleihen lagen still und zumeist unverändert. Industrie-Obligationen notierten nicht ganz einheitlich. Von fremden Werten lagen Ungarn bis 30 Pfennig höher, wogegen Rumänen und Mexikaner nur knapp gehalten waren. Vier- prozentiae Schweizer Bundesbahn lagen mit 190 unverändert.
Frankfurter Schlachtviehmarkt
Frankfurt a. M., 1. Juli. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 565 Rinder (32 Ochsen, 15 Bullen, 311 Kühe, 172 Färsen), 576 Kälber, 37 Schafe, 3487 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 40 bis 42 Mark, Bullen 36 bis 42, Kühe 20 bis 42, Färsen (Kalbinnen) 36 bis 42, Kälber 28 bis 58, Hämmel 35 bis 38, Schafe 28 bis 35, Schweine 36 bis 50 Mark. — Marktverkauf: Rinder sehr lebhaft, Kälber, Hämmel und Schafe ruhig, Schweine schleppend.
Büchertisch.
— „Die Uringer." Erzählungen aus unserer Dorzeit. Don Heinrich E i b m a n n. Mit Zeichnungen von Heinr. P a u f e r. Wittichs Verlag, Darmstadt. 1935. Geh. 40 Pf. — (152) — Heinrich Eidmann ist uns durch zahlreiche Beiträge zur Heimat- gcschichte kein Fremder mehr. In dem vorliegenden Bändchen aus unserer Vorzeit versucht er nun. in kindertümlicher Form jene ersten Tage der Besiedlung unserer Heimat zu schildern. Die kleinen Erzählungen spielen in der Gegend Darmstadts, sind aber natürlich auch für alle andern Kinder von größtem Reiz. Das Büchlein eignet sich auch als Klassenlesestoff. Hfm.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt 0.2JL
Berlin
Schlußkurs
Echlußk. Abend- börse
Schluß» kurs
Schlußk. Mittag- börse
Oofum
28.6
29.6.
28-6
29-6.
6% Deutsche Reichsanleche v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6^1% Young-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Wlös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
100,25 97,65 103,9
113,4
100,1
97,5
96,25
100,5
92,25
127
116,13
96
101
101
96,75
96,75
107
34
1,65 11,45 11,25
11,4 13
100
103,75
113
100,25
97,25
96,25
100,5
92,25
127
116,13
96,25
101,25
101,25
96,75
107
34
1,65
11,75
11,25
11,5
13
100,25
113,4
100,13
97
101
96,75
96,75
107
34,25
1,65
11,4
11,13
11,25
13
100,25
97,75
114
113
100
97,25
96,25
116,25
101
96,75
96,75
107
34
1,65
11,7
11,6
12,8
11,75
<*/«% Deutsche Retchspostschatzan-
Weisungen von 1934, 1.......
«% ehem.8°/«> Hess. Volksstaat 1929
(rückzahlb. 102%) ............
4%% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........
6%% ehem. Hess. LandcS-Hypo- chekenbank Darmstadt Liaui ...
4H% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverschr. R.6
Oberhessen Provtnz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten *¥1% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
W/o ehem. *y2o/o Franks. Hyp.- Baak-Ligu.-Pfandbriefe.......
6Vi% ehem. 4yt% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe.....
*¥?% ehem. 8% Pr. Landespfand, briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
4Vi% ehem. 7% Pr. LandeSpsand- bnesansi., Gold Komm. Cbl.VI Stvuergutsch.Berrechnungsk. 35-39
4% Oesterretchtsche Goldrente.... 4,20% Oesterreicytsche Sicherrente 4% Ungarische Goldrente .......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
4>/r% deSgl. von 1913
6% abgest. Goldmexikaner von 99
4% Türkische Bagdaobahn-Anleibe
Serie i.....................
Frankfurt a. M
Berlin
Schluß, kurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß. turs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
286
29.6.
28-6.
29 6
4% deSgl. Serie II ...........
—
—
—
11,8
0% Ruman. vereinh. Rente v. 1903
8
7,9
7,95
8,2
4^%Rumän.vereinh.Ren«ev.i913
10
10,2
4% Rumänische vereinh. Rente
6
5,95
5,9
6,1
3%% Anatolier .............
39
38,95
38,7
38,6
Hamburg-Amertka-Paket .....
0
34
34,5
34
34,65
Hamburg-Südam. Dampfschiff.
0
27,5
28
Norddeutscher Lloyd .........
0
37
38
36,75
38
A.G. für Verkehrswesen Alt. ..
0
89,5
90
89
90 25
Berliner Handelsgesellschaft ...
6
117
116,75
116,5
117
Commerz, und Privat-Bank ...
O
90,25
90,75
90,25
91
Deutsche Bank und DtSconto-
Gesellschaft................
0
91
92
91
92
Dresdner Bank..............
0
91
92
91
92
13
188,5
190,5
188,25
191
A.S.G......................O
Bekula.................... io
Elektr. LieferungSgelellschaft... 6
Licht und Kraft ........... 6%
Felten & Guilleaume......... o
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5
Rheinische Elektrizität ........5
Rhein. Wests. Elektr..........6
Schuckert S Co............... 4
Siemens L Halske............7
Lahmeyer L Co.............. 7
Buderus ....... .. ....... O
Deutsche Erdöl ...... 4
Gelsenkirchener..............0
Harpener...................0
Hoesch Eisen—Köln-Neuesse» .. O
Ale Bergbau .............-
Klöcknerwerke ......... 1
Mannesmann-Röhre»
47,65
48,25
47,13
48,13
140,25
140,5
140
140,13
115
• 116
115,75
117
132
133,25
132
133,5
103
103,13
103
103,9
128
128
128
128,5
——
—
130.5
129,75
129,5
129,75
129
129,75
120,75
121,75
120,9
121,9
176
178
176,5
178,5
130
131,5
130,75
131
104,9
106
105,5
106
108,5
111
110,25
110,75
■■■
112
112,5
112
112,4
—
—
107,25
108,13
158
158
——
__
128,25
129,5
128,5
129,75
. 101
102
101,13
101,9
87,75
88
87,75
88,25
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß- kurs
Schlußk. Mittag, börse
Datum
28.6
29 6
28 6
29.6.
Mansfelder Bergbau .......
.. 8
117
117,4
116,5
117
Kokswerke ................
.. 5
_
121 25
1?1,75
Phönix Bergbau...........
.. O
—.
—
Rheinische Braunkohlen ....
12
225
226,5
224
226
Rhetnstahl ................
B’/i
114,5
115,5
114,25
114,75
Bereinigte Stahlwerke......
.. O
83,75
84,5
83,75
84,13
Ltavi Minen .............
.. c
17,4
17,25
17 25
17,25
Kaliwerke Aschersleben......
.. 5
124,75
124
124,9
Kaliwerke Westeregeln......
.. 5
121
121
122
122,75
Kaliwerke Salzdetfurth.....
IVi
178,5
179
179
180
I. G. Farben-Jndustris.....
.. 7
150,13
151
149,9
150,75
ScheideanstaU.............
.. 9
232
232
—
Goldschmidt ..............
.. O
103,25
104,5
103,25
105,5
Rütgerswerke .............
.. 4
118,75
119,75
120,5
Merällgesellichaft...........
.. *
106,5
107
106.25
107,5
Philipp Holzmann.........
.. O
90,65
91,5
91,5
93
Zementwerk Heidelberg ....
. 6
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117,5
118
I
—
Schultheis Payenhofer .....
. 4
112,75
112,9
Aku lAllgemeine Kunstseide)
. O
62
63
62,13
62,5
Bemberg.................
. 0
119,5
119
118,75
119
Zellstoff Waldhof ..........
. 0
118,75
119,5
118,75
119,5
Zellstoff Aschaffenburg .....
. 0
85,25
87
85,5
86,65
Dessauer Gas .............
. 7
__
—
139,25
139 9
Daimler Motoren..........
. 0
93
94,13
92,5
93,9
Deutsche Linoleum .........
166.75
169,5
167,75
169,5
Orenstein & Koppel........
. 0
86,75
89
Westdeutsche Kaufhof.......
. 0
36,5
36,5
36
36,13
Chade ....................
Accumulatoren-Fabrü......
12
170J
293171
171
173
Eonti-Gumm«..............
. 8
158,25
158,5
158,75
159,75
Marnkraftwerke Höchst a.OL.
39,9 89
8M
39,5
40
Süddeutscher Zucker....... »
190
189,5!
190
189,5
Banknoten.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 7N.
28.3uni
29-Iuni
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld |
Brief
Geld
I Brief
Buenos Aires
0,658
0,662
0,658
0,662
Brüssel.....
41,885
41,965
41,885
41,965
Rio de Ian. .
0,139
0,141
0,139
0,141
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,54
54,64
54,54
54,64
Danzig.....
46,855
46,955
46,87
46,97
London .....
12,215
12,245
12,215
12,245
Helsingfor»..
Paris ......
5,385
16,39
5,395
16,43
5,385
16,39
5,395
16,43
Holland ....
168,67
169,01
168,71
169,05
.Italien.....
20,42
20,46
20,42
2a, 46
Iavan ......
0,717
0,719
0,718
0,720
Jugoslawien
5,649
5,661
5,649
5,661
Oslo..... :
61,39
61,51
61,39
61,51
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon ....
11,09
11,11
11,09
11,11
Stockholm...
62,99
63,11
62,99
63,11
Schweiz ....
81,06
81,22
81.08
81,24
Spanien....
33,96
34,02
33,96
34,02
Prag.......
Budapest ...
10,35
10,37
10,345
10,365
Neuyork...
2,472
2,476
2,470
2,474
Berlin,29 Iuni
Geld
Sries
Amerikanische 9lottn...... . .. ..
2,422
2,442
Belgische Noten..................
41,72
41,88
Dänische Noten .................
54,33
54,55
Französische Noten ..•••••••••••••
16,33
16,39
Holländische Noten ..............
168,29
168,97
Italienische Noten................
19,86
19,94
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling
Rumänische Noten...............
*■—
Schwedische Noten...............
62,77
63,03
Schweizer Noten»................
gn,R5
81 17
Spanische Noten.................
33,49
33jy
Ungarische Rotel •*••••••••••••••


