Ausgabe 
1.7.1935
 
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Don den für andere wissenschaftlich gebildete Bewerber ausgeschriebenen Preisen erhielt Dr. Pe­ter Imhoff in Siegburg für seine Arbeit:We­sen und Krankheitsbild der Urämie" einen halben Preis.

Se. Magnifi-enz beglückwünschte alle Preisträger namens der Landesuniversität, gab aber seinem Bedauern darüber Ausdruck, daß für einige wei­tere Aufgaben keine Arbeiten eingegangen feien.

In seinen weiteren Darlegungen betonte der Redner, daß das Zusammensein in verschiedenen Arbeitslagern eine Erneuerung der Lehre aus dem Geiste des Nationalsozialismus gebracht habe. Nicht von der Strenge der wissenschaftlichen Lehre sei dabei verloren gegangen, aber viel gewonnen wor­den. In den Lagern habe der Lehrer das Gesicht des Studenten besser kennengelernt als je zuvor. Die Lehrer grüßten den neuen deutschen Studenten, der ein politischer Student sei. Leidenschaftliche Fragen seien vor die Lehrer gebracht worden und das habe nach beiden Seiten bereichert. Die Phr-ase fei in diesen Lagern gestorben, die Kritik ernst und ehrlich geworden. In den heutigen Studenten seien Wissenschaftsdienst- und Wehr­dienst-Bereitschaft völlig erfüllt. Dem individua­listischen Spießer, der nur den Dauerlauf zur staat­lichen Futterkrippe kenne, der nichts von Gemein­schaft wissen wolle, sei der Kampf angesagt. Kampf sei dem geschworen, der noch immer nicht begreifen wolle, daßFreiwilligkeit" dieWilligkeit" als Kern haben müsse. Die Forderungen unserer Zeit müßten erkannt werden.

Dank sagte der Rektor dann dem Hochschulgrup­penführer Stenger, der die Spannungen in der

Studentenschaft des Reiches der Gießener Stuben- tenschaft fernhielt, bescheidene Mitarbeiter um sich sammelte und vollwertige Arbeit in feinem kleinen Raum leistete. Die Männer, die er um sich gesam­melt habe, werde man eines Tages im großen Raum einsetzen können. Dank sagte der Rektor fer­ner den Kräften des Büros und der Kliniken, die die anfallende große Arbeitslast willig übernahmen. Dank sagte er außerdem den Vertrauensleuten der DAF., die sich als Förderer der Volksgemeinschaft erwiesen hätten. Durch die Uebernahme der Hoch­schulverwaltung in das Reichskultusministerium sei unsere Hochschule in den großen Zusammenhang der Reichsreform hineingestellt worden. Eine einheitliche Ordnung fei allen Hochschulen gegeben. Die Ver­wirklichung der damit verbundenen Neuordnungen könne aber nur an der Front jeder einzelnen Uni­versität geschehen. Es heiße zusammenstehen, wenn dem Buchstaben des Gesetzes Leben eingehaucht werden solle. Im vergangenen Jahre sei zugegriffen worden. Die Rede des Führers vom 21. Mai habe uns klar das wahre Führertum gezeigt. Führertum dürfe nur mit den größten auffindbaren Maßstäben gemessen werden. Das Große in unserem Vaterland habe allein Adolf Hitler vollbracht. Unsere Arbeit sei Handlangerdienst; nicht weniger und nicht mehr. Der Führer sei unsere Ehre. Mit dem Treugelöbnis fei hie Arbeit vor einem Jahre begonnen worden. Mit einem Treugelöbnis zum Führer solle die Jah­resarbeit enden.

Mit einem vielstimmig aufgenommenen Sieg-Heil klang die Rede des Rektors und damit auch die Feier aus.

Mit dem Ll-Boot zum Nordpol...

Kapitän Wilkins will seine abenteuerliche Fahrt wiederholen.

Von Or. Werner Hitlbring.

Vor einigen Jahren tauchte dieser Name zum erstenmal auf Kapitän Wilkins, der Mann, der den Nordpol zum erstenmal in der Geschichte der Polarforschung mit einem ganz neuen tech­nischen Mittel erobern wollte! Dieser Mann war nach einem aufregenden Leben voll toller Sen­sationen auf den Gedanken gekommen, m i t einem U-Boot zum Nordpol vorzudrinaen. Es schien ein tollkühnes Unterfangen, die Wissen­schaft machte Einwände, die Laien faßten sich an den Kopf. Viele hielten diesen Wilkins für einen hoffnungslosen Phantasten, für einen Don Quixote der Polarforschung aber Wilkins war nicht der Mann, um vor der öffentlichen Meinung die Waf­fen zu strecken.

Mit dem U-Boot zum Nordpol? Er wollte der Welt beweisen, daß er alles eher war als ein Phantast. Die amerikanische Marine überließ ihm gegen einen Dollar Entschädigung (!) ein ausge­dientes Unterseeboot, jenes Boot, das unter dem NamenNautilus" später eine fragwürdige Berühmtheit erlangen sollte. Die Welt verfolgte die Vorbereitungen zu dieser unterseeischen Ent­deckungsfahrt mit atemloser Spannung. Hunderte von Opfern hatte der Dämon Nordpol im Laufe der Jahrhunderte gefordert. Mutige Männer, die furchtlos auszogen, um den Nordpol zu erobern, endeten ihr Leben unter unsäglichen Qualen und Entbehrungen in den Stürmen des ewigen Eises. Tausende von Schiffen waren in die erbarmungs­lose Umklammerung des treibenden Eises geraten und mit Mann und Maus zugrunde gegangen. Hunderte von Flugzeugen lagen zerschellt zwischen den Klüften und Schründen der endlosen Eis- wüste ...

Auch Wilkins scheiterte. Es hätte nicht viel ge­fehlt und auch er hätte bei diesem waghalsigen Unternehmen den Tod gefunden. Wilkins mußte nach einem kurzen Spaziergang in die nördlichen Eisregionen umkehren die Macht des Eises war größer als seine Energie. DerE i s b o h r e r", mit dem Wilkins die gefährliche Glescherdecke an den dünnen Stellen durchstoßen wollte, erwies sich als zu schwach. Ein weiteres Vordringen hätte den sicheren Tod bedeutet. Das Ende dieser tollkühnen Expedition verlief recht kläglich. Vor der Küste Norwegens wurde derNautilus" versenkt... Doll stolzer Hoffnungen war man ausgezogen, enttäuscht kehrte man zurück.

Aber Wilkins, der in seinem Leben schon viele Gefahren erfolgreich bestanden hatte, ließ sich nicht entmutigen. Mit dem U-Boot zum Nordpol... Die­ser phantastische Gedanke war seinem Gehirn ent­sprungen. Er ist der Anfang und das Ende seiner Forscherträume. Dor dem Kriege schon hatte ihm diese Idee als Ziel seines Lebens vorgeschwebt.

Nun will er in zwei Jahren zum zweiten- m a I den sensationellen Versuch wagen. Seit dem ersten mißglückten Unternehmen wurden in aller Stille die Vorbereitungen für das neue Wagnis getroffen. Wilkins, der sich feit einigen Tagen in Berlin aufhält, berichtet von feinen Plänen und Absichten. Er ist fest überzeugt, daß nur die

mangelhafte Konstruktion und Aus­rüstung desNautilus" an dem Fiasko schuld war. Das neue BootNautilus II", wird eine ganz besondere Konstruktion besitzen und mit den neuesten technischen Instrumenten ausgestattet fein. Wilkins will den unterseeischen Kampf gegen die Eisberge mit eigens für diesen Zweck erfunde­nen Sägen und Kreiselbohrern aufneh­men. Im neuen Nautilus das Boot wird dreißig Meter lang und sieben breit sein werden höch­stens zehn Personen Platz haben. Der stark ge­panzerte Nautilus, der für eine mögliche Tiefe von hundert Metern gebaut wird, wird jedoch, da nach der Auffassung Wilkins die Eisdecke sogar am Nordpol nicht stärker als zehn Meter ist, wahr­scheinlich nur in einer Durchschnittstiefe von fünf­zehn Metern fahren.

Es ist hier nicht der Platz, dieses utopische Unter­seeboot in allen technischen Einzelheiten zu schil­dern. Nach den Andeutungen des australischen Polarforschers ist 'ein wahres Wunderboot im Werden, ein Monstrum modernen Erfindergeistes mit allen möglichen Neuerungen, die speziell für diese ungewöhnliche Reise unter den Eisschollen des Polargebietes erdacht sind: mitTastorganen" und Apparaten für die Messung der Eisdicke.

Wilkins hofft, von feiner Entdeckungsfahrt wert­volle ozeanographische und zoologische Ergebnisse heimzubringen. Er steht auch mit dem Berliner Museum für Naturkunde in Verbindung. Manche Anzeichen sprechen dafür, daß die neue Expedition immerhin glücklicher verlaufen wird als die erste...

Die breite Öffentlichkeit vernahm den Namen Wilkins' zum erstenmal, als er mit seinem Nautilus" zum Nordpol fahren wollte. Sie weiß aber nicht, daß dieser Mann schon vorher als toll­kühner Globetrotter, alsAbenteurer mit der Ka­mera" die unwahrscheinlichsten Erlebnisse hatte. Seine Heimat ist Australien. Er bereifte 30 Länder zwischen Nord- und Südpol und war dabei ein l e i d e n s ch a f t l i ch e r Amateurphotograph, der vor keiner Gefahr zurückschreckte, wenn es galt, eine interessante Szene zu knipsen. Einmal wäre er beinahe von Eingeborenen zu Tode geprügelt wor­den, als er sich von einigen ihrer Frauen einen aeheimen kultischen Tanz vorführen' ließ, zu dem sonst nie ein Weißer zugelassen wurde. Wilkins hätte für jein Leben gern von diesemverbotenen Tanz" eine Aufnahme gemacht. Es gelang ihm, sich hinter dem Rücken der Männer heimlich mit einigen Eingeborenenfrauen in Verbindung zu setzen sie tanzten eigens für Wilkins! Wilkins mußte sich als Frau verkleiden. Als die Männer von dieser Extra­vorstellung" erfuhren, drohten sie, Wilkins zu er­schlagen und den Frauen die Ohren abzuschneiden ...

Photograph, Elektroingenieur, Polarforscher ... ein Leben der Reisen und Abenteuer. Defter schon unternahm dieser Wilkins gefahrvolle Expeditionen in unerforschte Gebiete. Er flog mit Elis worth und Bernt B a l ch e n zum Südpol, aber das rote Flugzeug wurde vom Eis zerdrückt. Kgum waren

die Cxpeditionsteilnehmer zurück, da wurde ein neuer gigantischer Plan angekündigt: mit dem U-Bot zum Nordpol!

Es gibt kaum ein interessantes Land, das dieser Wilkins nicht kennt. Er hat Dftafien bereift und trieb sich als Araber während der italienischen Tripolis- aftion in Nordafrika herum, er machte während der Balkankriege in den gefährlichsten Situationen tolle Aufnahmen, er war in Westindien und kam schließ­lich mit der Stefanssonerpedition in Derbinouny. Dieses Ereignis war ausschlaggebend für fein spä­teres Leben. Wilkins wurde Polarforscher. Der Mann mit der U-Boot-Idee ...

Preußen.

Ein Omnibus verunglückt.

Lpd. Altenkirchen, (Westerwald), 29.Juni. Am Samstagmorgen fuhr der vollbesetzte Omnibus eines Unternehmens aus Mudersbach, der mit Ge­folgschaftsmitgliedern der Mudersbacher Konsum­gesellschaft und deren Angehörigen besetzt war und sich auf einer Ausflugstour befand, kurz vor dem Ort Zeppenfeld in voller Fahrt gegen einen Baum, der durch die Wucht des Anpralls umgelegt wurde und mit feinem unteren Teil in den Wagen ein­drang. Insgesamt wurden 13 Personen ver­letzt, von denen elf dem Krankenhaus zugeführt wurden. Von ihnen konnten acht Personen im Laufe des Tages wieder entlassen werden. Auch die Ver­letzungen der übrigen Verunglückten sind glücklicher­weise nicht lebensgefährlich.

Kreis DeKlar

Lpd. Altenkirchen, 29. Juni. Beim Baden in der Sieg versank in der Nähe des Kreisortes Frankenthal das 11jährige Töchterchen des Justiz- inspekors Born aus Frankenthal. Ein junges Mädchen bemerkte den Vorfall, sprang kurz ent­schlossen ins Wasser und brachte das bereits be­wußtlos gewordene Kind wieder ans Land. Die sofort vorgenommenen Wiederbelebungsversuche waren erfolgreich.

Dllttreis.

Dillenburg, 29. Juni. (LPD.) Am Sams­tagmorgen fand man auf der Landstraße zwischen

Dillenburg und Sechshelden einen völlig zertrüm­merten Kraftwagen. Danken lag blutüberströmt und in bewußtlosem Zustande der Fahrer. Man brachte den Verunglückten sofort ins Dillenburger Krankenhaus, wo man neben einem Schädelbruch, mehrere Knochenbrüche und sonstige schwere Ver­letzungen feststellte. Es handelt sich bei dem Der- letzten um einen 35 Jahre alten Einwohner von Wahlbach im Siegkreis, der sich auf der Heimfahrt befand.

Kreis Biedenkopf.

m. Gladenbach, 30. Juni. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurde die von der Aufsichtsbehörde empfohlene vorläufige Haupt- fatzung der Gemeinde gutgeheißen. Man beschloß, von den bereits vorgesehenen Strahenverbesserun- gen vorerst die Schulstraße mit einer Kalt-Asphalt­decke zu versehen. Weiter will man mit dem hessi­schen Plakatinstitut in Gießen in Verhandlungen treten wegen Aufstellung einiger Litfaßsäulen. Die Einziehung der Biersteuer durch die Bierbrauer­oereinigung und Ablieferung durch diese an die Gemeinde, wurde von den Gemeinderäten gut­geheißen. Mit den gepflogenen Verhandlungen zwischen dem Kulturamt und der Gemeinde zum Zweck der Uebernahme von Verpflichtungen er­klärte sich der Rat einverstanden.

Ober-Westerwald.

Marienberg (Westerwald), 29.Juni. (LPD.) In einem Steinbruchbetrieb in Lautzenbrücken, in dem Pflastersteine gewonnen werden, wurde der Arbeiter R ü b s a m e n aus Pfuhl durch herab- fallende Gesteinsmassen so schwer verletzt, daß er bald nach seiner Einlieferung in das Ma­rienberger Krankenhaus verstarb.

THalngau.

Frankfurt a. M., 29. Juni. (LPD.) Am Samstagmittag, kurz nach 12 Uhr, wurde auf einem Bahnübergang in der Nähe des Bahnhofs Hochstadt-Dörnigheim ein Omnibus der Reichs- postlinie Frankfurt a. M. Hanau von einem Eil- güterzug angefahren. Fünf Insassen des Kraftfahr­zeugs wurden leicht verletzt.

Wirtschast.

* Großhandelskennziffer für den 26. Jun i. Die Kennziffer stellt sich für den 26. Juni auf 101,1 (1913 = 100). Sie ist gegenüber der Vorwoche (101,3) um 0,2 v. H. gesunken. Die Kennziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 101,4 ( 0,4 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 90,7 ( 0,1) und industrielle Fertig­waren unv. 119,2.

* Deutscher Brauertag 1 935. Die aus dem Deutscher Brauerbund hervorgegangene Wirt­schaftsgruppe Brauerei veranstaltet Anfana Juli in Baden-Baden eine Tagung, auf der besonders die Fragen des Wettbewerbes, der Wirtschaftsorga­nisation, des bayerischen Bierpreisabschlages und der Ausfuhrförderung behandelt werden.

Rhein-Mainische Mittagsbörse.

Tendenz: fest.

Frankfurt a. M., 29. Juni. Die Börse lag zum Wochenschluß fest. Don der Kundschaft lagen in Auswirkung des Zinstermins einige Anlagekäufe vor, das Hauptgeschäft bestritt indessen die Kulisse, die in Erwartung größerer Publikumsbeteiligung einige Dorkäufe tätigte. Die Haltung erhielt außer­dem durch günstige Wirtschaftsnachrichten etwas Anregung.

Am Aktienmarkt ergaben sich durchschnitt­liche Befestigungen von etwa 1 o. H. Lebhaft gefragt waren auf Anlagekäufe Reichsbankanteile mit 188,75 bis 190,50 (188,50), außerdem setzte sich die Befestigung der Reichsbahn-DA. auf 122,75 (122,50) aus dem gleichen Grunde fort. Am Chemiemarkt waren Farbenindustrie 0,40 o. H., Rütgerswerke 2,25 v. H. höher. Don Elektrowerten gewannen Lah- meyer 1,50 o. H., Siemens 1,65 v. H., Bekula und RWE. je 0,25 v. H., Schuckert 0,50 v. H., ©effürel lagen - unverändert. Am Montanmarkt traten Klöck­ner mit plus 1,25 v. H. mehr hervor, lebhafter waren Stahlverein mit 84,13 (83,75). Rheinstahl zogen 0,75 v. H. und Mannesmann 0,13 v. H. an. Zellstoffaktien lagen fest, Aschaffenburger plus 1,75 v. H., Waldhof plus 0,75 v. H. Auch für Schiffahrts­papiere trat wieder erhöhtes Interesse auf, Hapag plus 0,50 v. H., Norddeutscher Lloyd plus 0,75 v. H. Sonst setzten fester ein: Deutscher Eisenhandel auf die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit plus 1 v. H., ferner Daimler 1,13 v. H. und Hanf­werke Füssen plus 0,25 v. H.

Der Rentenmarkt wurde ziemlich vernach­lässigt und brachte meist nur knapp gehaltene Kurse, so für Altbesitz, späte Reichsschuldouchforderungen und Zinsoergütungsscheine, die bis 0,13 v. H. nie­driger lagen. Kommunal-Umschuldung lagen unver­

ändert. Etwas fester lagen im Freiverkehr Mark- Obligationen.

In Verlaufe blieb die Tendenz, fest. Das Geschäft vermochte sich aber nicht stärker zu beleben. Die Kurse lagen in den meisten Fällen nochmals um 0,25 bis 0,50 höher, bei manchen Werten führte die Materialknappheit zu stärkeren Erhöhungen. Linoleumwerte fetzte ihre Befestigung auf Dividen­denerwartungen kräftig fort, Deutsche Linoleum 169,50 (166,75), Conti Linoleum Zürich etwa 176,50 (letzter Kurs in Frankfurt a. M. am 27. Juni 165). Deutsche Erdöl gewannen 2,50 v. H. auf 111, Deut­scher Eifenhandel fliegen auf 96,75 bis 97 (95,50). Etwas leichter lagen Rütgerswerke mit 120,75 nach 121.

Am Rentenmarkt gingen Altbesitz auf 113 ( 0,40 v. H.) zurück, sonst zeigten die variablen Werte keine Veränderung. Am Pfandbriefmarkt war das Geschäft etwas belebter, und die Kurse zogen vielfach um 0,13 bis 0,25 v. H. an. Stadt­anleihen sowie Staatsanleihen lagen still und zu­meist unverändert. Industrie-Obligationen notierten nicht ganz einheitlich. Von fremden Werten lagen Ungarn bis 30 Pfennig höher, wogegen Rumänen und Mexikaner nur knapp gehalten waren. Vier- prozentiae Schweizer Bundesbahn lagen mit 190 unverändert.

Frankfurter Schlachtviehmarkt

Frankfurt a. M., 1. Juli. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 565 Rinder (32 Ochsen, 15 Bullen, 311 Kühe, 172 Fär­sen), 576 Kälber, 37 Schafe, 3487 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 40 bis 42 Mark, Bullen 36 bis 42, Kühe 20 bis 42, Färsen (Kalbinnen) 36 bis 42, Kälber 28 bis 58, Hämmel 35 bis 38, Schafe 28 bis 35, Schweine 36 bis 50 Mark. Marktver­kauf: Rinder sehr lebhaft, Kälber, Hämmel und Schafe ruhig, Schweine schleppend.

Büchertisch.

Die Uringer." Erzählungen aus unserer Dorzeit. Don Heinrich E i b m a n n. Mit Zeichnun­gen von Heinr. P a u f e r. Wittichs Verlag, Darm­stadt. 1935. Geh. 40 Pf. (152) Heinrich Eid­mann ist uns durch zahlreiche Beiträge zur Heimat- gcschichte kein Fremder mehr. In dem vorliegenden Bändchen aus unserer Vorzeit versucht er nun. in kindertümlicher Form jene ersten Tage der Besied­lung unserer Heimat zu schildern. Die kleinen Er­zählungen spielen in der Gegend Darmstadts, sind aber natürlich auch für alle andern Kinder von größtem Reiz. Das Büchlein eignet sich auch als Klassenlesestoff. Hfm.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt 0.2JL

Berlin

Schluß­kurs

Echlußk. Abend- börse

Schluß» kurs

Schlußk. Mittag- börse

Oofum

28.6

29.6.

28-6

29-6.

6% Deutsche Reichsanleche v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6^1% Young-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Wlös.-Schuld mit

Auslos.-Rechten .............

100,25 97,65 103,9

113,4

100,1

97,5

96,25

100,5

92,25

127

116,13

96

101

101

96,75

96,75

107

34

1,65 11,45 11,25

11,4 13

100

103,75

113

100,25

97,25

96,25

100,5

92,25

127

116,13

96,25

101,25

101,25

96,75

107

34

1,65

11,75

11,25

11,5

13

100,25

113,4

100,13

97

101

96,75

96,75

107

34,25

1,65

11,4

11,13

11,25

13

100,25

97,75

114

113

100

97,25

96,25

116,25

101

96,75

96,75

107

34

1,65

11,7

11,6

12,8

11,75

<*/«% Deutsche Retchspostschatzan-

Weisungen von 1934, 1.......

«% ehem.8°/«> Hess. Volksstaat 1929

(rückzahlb. 102%) ............

4%% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........

6%% ehem. Hess. LandcS-Hypo- chekenbank Darmstadt Liaui ...

4H% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landesb.Goldschuldverschr. R.6

Oberhessen Provtnz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An­leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten *¥1% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

W/o ehem. *y2o/o Franks. Hyp.- Baak-Ligu.-Pfandbriefe.......

6Vi% ehem. 4yt% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe.....

*¥?% ehem. 8% Pr. Landespfand, briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

4Vi% ehem. 7% Pr. LandeSpsand- bnesansi., Gold Komm. Cbl.VI Stvuergutsch.Berrechnungsk. 35-39

4% Oesterretchtsche Goldrente.... 4,20% Oesterreicytsche Sicherrente 4% Ungarische Goldrente .......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

4>/r% deSgl. von 1913

6% abgest. Goldmexikaner von 99

4% Türkische Bagdaobahn-Anleibe

Serie i.....................

Frankfurt a. M

Berlin

Schluß, kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß. turs

Schlußk. Mittag­börse

Datum

286

29.6.

28-6.

29 6

4% deSgl. Serie II ...........

11,8

0% Ruman. vereinh. Rente v. 1903

8

7,9

7,95

8,2

4^%Rumän.vereinh.Ren«ev.i913

10

10,2

4% Rumänische vereinh. Rente

6

5,95

5,9

6,1

3%% Anatolier .............

39

38,95

38,7

38,6

Hamburg-Amertka-Paket .....

0

34

34,5

34

34,65

Hamburg-Südam. Dampfschiff.

0

27,5

28

Norddeutscher Lloyd .........

0

37

38

36,75

38

A.G. für Verkehrswesen Alt. ..

0

89,5

90

89

90 25

Berliner Handelsgesellschaft ...

6

117

116,75

116,5

117

Commerz, und Privat-Bank ...

O

90,25

90,75

90,25

91

Deutsche Bank und DtSconto-

Gesellschaft................

0

91

92

91

92

Dresdner Bank..............

0

91

92

91

92

13

188,5

190,5

188,25

191

A.S.G......................O

Bekula.................... io

Elektr. LieferungSgelellschaft... 6

Licht und Kraft ........... 6%

Felten & Guilleaume......... o

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........5

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert S Co............... 4

Siemens L Halske............7

Lahmeyer L Co.............. 7

Buderus ....... .. ....... O

Deutsche Erdöl ...... 4

Gelsenkirchener..............0

Harpener...................0

Hoesch EisenKöln-Neuesse» .. O

Ale Bergbau .............-

Klöcknerwerke ......... 1

Mannesmann-Röhre»

47,65

48,25

47,13

48,13

140,25

140,5

140

140,13

115

116

115,75

117

132

133,25

132

133,5

103

103,13

103

103,9

128

128

128

128,5

130.5

129,75

129,5

129,75

129

129,75

120,75

121,75

120,9

121,9

176

178

176,5

178,5

130

131,5

130,75

131

104,9

106

105,5

106

108,5

111

110,25

110,75

112

112,5

112

112,4

107,25

108,13

158

158

__

128,25

129,5

128,5

129,75

. 101

102

101,13

101,9

87,75

88

87,75

88,25

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß- kurs

Schlußk. Mittag, börse

Datum

28.6

29 6

28 6

29.6.

Mansfelder Bergbau .......

.. 8

117

117,4

116,5

117

Kokswerke ................

.. 5

_

121 25

1?1,75

Phönix Bergbau...........

.. O

.

Rheinische Braunkohlen ....

12

225

226,5

224

226

Rhetnstahl ................

B/i

114,5

115,5

114,25

114,75

Bereinigte Stahlwerke......

.. O

83,75

84,5

83,75

84,13

Ltavi Minen .............

.. c

17,4

17,25

17 25

17,25

Kaliwerke Aschersleben......

.. 5

124,75

124

124,9

Kaliwerke Westeregeln......

.. 5

121

121

122

122,75

Kaliwerke Salzdetfurth.....

IVi

178,5

179

179

180

I. G. Farben-Jndustris.....

.. 7

150,13

151

149,9

150,75

ScheideanstaU.............

.. 9

232

232

Goldschmidt ..............

.. O

103,25

104,5

103,25

105,5

Rütgerswerke .............

.. 4

118,75

119,75

120,5

Merällgesellichaft...........

.. *

106,5

107

106.25

107,5

Philipp Holzmann.........

.. O

90,65

91,5

91,5

93

Zementwerk Heidelberg ....

. 6

. 4

117,5

118

I

Schultheis Payenhofer .....

. 4

112,75

112,9

Aku lAllgemeine Kunstseide)

. O

62

63

62,13

62,5

Bemberg.................

. 0

119,5

119

118,75

119

Zellstoff Waldhof ..........

. 0

118,75

119,5

118,75

119,5

Zellstoff Aschaffenburg .....

. 0

85,25

87

85,5

86,65

Dessauer Gas .............

. 7

__

139,25

139 9

Daimler Motoren..........

. 0

93

94,13

92,5

93,9

Deutsche Linoleum .........

166.75

169,5

167,75

169,5

Orenstein & Koppel........

. 0

86,75

89

Westdeutsche Kaufhof.......

. 0

36,5

36,5

36

36,13

Chade ....................

Accumulatoren-Fabrü......

12

170J

293171

171

173

Eonti-Gumm«..............

. 8

158,25

158,5

158,75

159,75

Marnkraftwerke Höchst a.OL.

39,9 89

8M

39,5

40

Süddeutscher Zucker....... »

190

189,5!

190

189,5

Banknoten.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 7N.

28.3uni

29-Iuni

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld |

Brief

Geld

I Brief

Buenos Aires

0,658

0,662

0,658

0,662

Brüssel.....

41,885

41,965

41,885

41,965

Rio de Ian. .

0,139

0,141

0,139

0,141

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54,54

54,64

54,54

54,64

Danzig.....

46,855

46,955

46,87

46,97

London .....

12,215

12,245

12,215

12,245

Helsingfor»..

Paris ......

5,385

16,39

5,395

16,43

5,385

16,39

5,395

16,43

Holland ....

168,67

169,01

168,71

169,05

.Italien.....

20,42

20,46

20,42

2a, 46

Iavan ......

0,717

0,719

0,718

0,720

Jugoslawien

5,649

5,661

5,649

5,661

Oslo..... :

61,39

61,51

61,39

61,51

Wien.......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon ....

11,09

11,11

11,09

11,11

Stockholm...

62,99

63,11

62,99

63,11

Schweiz ....

81,06

81,22

81.08

81,24

Spanien....

33,96

34,02

33,96

34,02

Prag.......

Budapest ...

10,35

10,37

10,345

10,365

Neuyork...

2,472

2,476

2,470

2,474

Berlin,29 Iuni

Geld

Sries

Amerikanische 9lottn...... . .. ..

2,422

2,442

Belgische Noten..................

41,72

41,88

Dänische Noten .................

54,33

54,55

Französische Noten ..

16,33

16,39

Holländische Noten ..............

168,29

168,97

Italienische Noten................

19,86

19,94

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling

Rumänische Noten...............

*

Schwedische Noten...............

62,77

63,03

Schweizer Noten»................

gn,R5

81 17

Spanische Noten.................

33,49

33jy

Ungarische Rotel*