ihr. 150 Erster vla«
185. Jahrgang
Montag, 1. Zuli 1955
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JürWiederherstelluagdesGoldstandards
Entschließungen der Internationalen Handelskammer.
egoistrsche IHK. hat
Zmerstanzöflsche Spannungen.
Die Krisis der Radikalsozialistischen Partei.
der kürzlich in einer . , Sozialisten und einem Kommunisten gegen en.. Diktatur von rechts und für die Diktatur von l'.nks
gierung zum Eingreifen aufaefordert. Der Vorstand der radikalsozialistischen Partei tritt am Mittwoch zur Beratung zusammen. Auf der Tagesordnung steht angeblich auch die Frage, ob ein Bruch innerhalb der Partei vermieden werden kann. „Le Jour" erinnert daran, daß
Mittel, um den natürlichen Kräften zu ermöglichen, eine allgemeine Besserung des Preisniveaus herbeizuführen.
4. Die Vertagung der Währungsftabilifierung, bis wieder ein Ausgleich von Innen- und Außenpreisen erreicht ist, muß zu einer Verschlimmerung der Lage führen, da der fehlende Ausgleich selb st weitgehend eine Folge der mangelnden Stabilität der Währungen und der daraus entstandenen Beschränkungen ist.
5. Die endgültige Währungsstabifierung ist praktisch nur durch Wiederher st ellung eines internationalen Goldstandards zu erzielen.
Ser nächste Kongreß 1937 in Berlin.
Sie Fühlungnahme der Frontkämpfer.
50 deutsche Kameraden begleiten ihre Stuttgarter Gäste nach Paris zurück. Stuttgart, 30.Juni. (DNB.) Nach einem abwechselungsreich gestalteten Aufenthalt in Deutschland verließen am Sonntagvormittag die 4 4 französischen Frontkämpfer, die acht Tage als Gäste von Robert B o s ch in Stuttgart weilten, wieder die württembergllche Hauptstadt. Der Aufenthalt war ein eindringliches Erlebnis auch für die deutsche Bevölkerung, mit der die Gäste überall in herzliche Berührung ka- men. Die französischen Gäste haben nur einen guten Eindruck von der Ruhe und Sicherheit und dem Willen des neuen Deutschland nach Frieden und Verständigung mit seinen Nachbarn bekommen. Am Samstagabend nahmen sie auf einemKa- meradschaftsabend in Eßlingen herzlichen Abschied von ihren deutschen Kameraden. Bei ihrer Abfahrt am Sonntagmorgen, zu der sich eine große Menschenmenge eingefunden hatte, nahmen sie fünfzig deutsche. Kriegs- verletzte als ihre Gäste nach Frankreich mit. Die Heimfahrt in großen Omnibussen geht durch den Schwarzwald nach Freiburg über Breisach und den Wasgau nach Paris.
Die Deutschen verdienen Vertrauen.
Baldwin und Neville Ehamberlain über das deutsch-britische Ilottenabkommen.
„Mut zum Vertrauen."
Paris, 1. Juli. (DNB. Funkspruch.) Einige französische Blätter beschäftigten sich in der Morgenpresse mit der Frage unmittelbarer deutschfranzösischer Verhandlungen. Dabei wirft „Le Jour" die Frage auf, ob Frankreich nicht Gefahr laufen würde, durch Verhandlungen mit Deutschland den Bruch der Front von S t r e f a zu bestätigen. Der Berliner Berichterstatter des gleichen Blattes schreibt, es fei nicht klar, was Deutschland an positiven Beiträgen für eine deutsch-französische Aussprache mitbringen könne. Ein Abkommen ähnlich dem mit England sei wohl unmöglich, Hitler habe zwar in seiner Rede vom 21. Mai gewisse Vorschläge für eine Rüstungsbeschränkung gemacht. Aber sie seien allgemein gehalten und könnten nicht als ausgesprochen deutsch-französisches Problem gelten; und was die deutsche Heeres stärke anlange, sehe man keine Möglichkeiten. Unter diesen Umständen könne sich eine deutsch-französische Aussprache nur auf allgemein europöi- s ch e Fragen erstrecken. Angesichts der Einstellung Deutschlands zu diesen Fragen sei es aber zweifelhaft, daß eine unmittelbare Aussprache bessere Ergebnisse zeitigen würden, als Verhandlungen auf diplomatischem Wege.
Etwas positiver äußert sich der „Quotidien". B r i a n d würde sicher, meint das Blatt, auch mit dem nationalsozialistischen Deutschland verhandelt haben. Die deutsche Presse habe recht, wenn sie von „M u t z u m V e r t r a u e n" spreche. Die letzten Reden Hitlers seien Aufrufe zur Verständigung, aber sie enthielten einige beunruhigende Stellen. Müsse man also Mut zum Vertrauen haben? „Wenn wir", so meint das Blatt, „zunächst einmal mutig sind, um z u u n s selber Vertrauen zu haben, dann dürfen wir annehmen, was Deutschlandunssagen will. Warum feine Worte aus dem Munde der englischen Diplomaten entgegennehmen? Von verwegenem Vertrauen kann keine Rede sein."
Die Floitenbaupläne der Bereinigten Staaten.
Washington, 1. Juli. (DNB. Funkspruch.) Wie aus Kreisen, die dem Marineamt nahestehen, bekannt wird, soll vom Jahre1937 ab jährlich ein Schlachtschiff von 35 0 0 0 T o n - nen gebaut werden. Ein vorläufiger ausgearbeiteter Bauplan sieht den Bau von m i n d e st e n s sieben solcher Schlachtschiffe vor, die möglicherweise auch gebaut werden sollen, falls ein neuer Flottenpakt zustande kommen sollte. Der vorläufige Bauplan für das Haushaltsjahr 1936/37 enthält ein Schlachtfckiff, 12 Zerstörer von 15 000 Sonnen und 6 Unterseeboote.
Der Bau der 35 OOO-Tonnen-Schlachtschiffe wird damit begründet, daß die Vereinigten Staaten nur wenige überseeische Flotten st ütz» punkte hätten, und diesen Mangel d u r ch e i n e entsprechendeAnzahlschwererKriegs- schiffe mit großer Reichweite ausgl eich e n müßten. Die künftigen Schlachtschiffe müßten daher mit weiter reichenden Geschützen, verstärktem Deckpanzer, größerer Schnelligkeit und größerer Reichweite ausgestattet sein, als die jetzt vorhandenen 15 Schlachtschiffe der amerikanischen Flotte.
Abessinien.
London, 30. Juni. (DNB.) Der Kaiser von Abessinien erklärte dem Vertreter der „Sunday Times" daß Abessinien in den letzten Wochen ver» gebliche Versuche gemacht habe, M u n t i o n in Frankreich, Belgien, der Tschechoslowakei und Dänemark zu faufen In einigen Fällen feien sogar die bereits bezahlten Lieferungen in den Häfen angehalten worden. Die belgische Regierung habe z. B. der abessinischen mitgeteilt, daß sie sich nicht den Vorwurf einer Beteiligung an der Aufrüstung Abessiniens aussetzen wolle. Der Kaiser sagte hierzu: „Ist es nicht ein schlimmerer Vorwurf, wenn man die Vollendung des italienischen Programms der Vertragsverletzung und der Zwangsmaßnahmen gegen ein freies Volk erleichtert? Gibt es eine Politik für den Starken und eine für den Schwachen? Der Schwache soll schwach gehalten werden, damit der Starke keine allzugroße Schwierigkeit hat, ihn zu vernichten. Auf welche Weise haben w i r diesen Krieg hervorgerufen? Wenn wir im Recht sind, und wenn die zivilisierten Staaten nicht in der Lage sind, diesen Krieg zu verhindern, so sollen sie uns wenigstens nicht die Möglichkeit zur eigenen Verteidigung verweigern."
Auch der Sonderberichterstatter des „Matin" in Addis Abeba hatte Unterredungen mit dem Kaiser und dem abessinischen Kriegsminister Ras Mulu- gueta. Der Kaiser erhob gegen den italienischen Gedanken einer Ausstoßung Abessiniens aus dem Völkerbund Einspruch. Wenn Italien hoffe, ein M a n- dat über Abessinien zu erhalten, so täusche es sich. Selbst wenn Abessinien eines Tages unter Mandat kommen sollte, so werde nicht Italien die Mandatarmacht sein. Der Ras Mulugueta bezifferte die Stärke des unter den Fahnen stehenden Heeres auf 350 000 Mann. Abessinien könne aber in zwei bis vier Wochen weitere 800 000 bis 900 000 Mann mobil machen. Das Heer werde die taktischen Erfahrungen und die Rüstungen der modernen Zeit sich zunutze machen. Man werde bis zum letzten Mann kämpfen und, wenn es notwendig fein sollte, sterben.
Aushebung der Bankfeiertage in Danzig.
Danzig, 29. Juni. (DNB.) Der Senat hat die Bankfeiertage aufgehoben und bestimmt, daß letzter Bankfeiertag Samstag, der 29. Juni 1935, ist. Damit kommen vom Montag, den 1. Juli, ab die letzten Beschränkungen des Zahlungsverkehrs in Fortfall. Im Interesse eines geordneten Zah- lungsverkehrs sind die in den letzten Wochen erfolgten und wirtschaftlich nicht begründeten Kün- digungen oon Einlagen und Spareinlagen»-, die nur aus der Beunruhigung der Bevölkerung zu erklären waren, rückgängig gemacht und für die Zukunft die in den Satzungen der Sparkassen schon bisher vorgesehenen Kündigungsbestimmungen gesetzlich als allgemeinen Grundsatz für Banken und Sparkassen festgelegt.
Reedereien, Makler, Spediteure, Holz-, Kohlen-, Getreide-, Kolonialwaren- und andere am Transit- Handel und Transitverkehr beteiligte Firmen erhal» : ten eine allgemeine Verwendungsgeneh- i m i g u n g , auf Grund derer sie über die bereits ; in ihrem Besitz befindlichen oder in Zukunft anfal» , lenden Devisen ohne jede Einschrän« । fung verfügen können. Ebenso wird den Banken und Kreditinstituten, die die Finanzierung 1 der vorgenannten Handels- und Verkehrszweige : durchführen, die generelle Genehmigung erteilt, : Währungskredite ohne vorherige Befragung der : Devisenstelle einzuräumen Die Banken sind daher - in der Lage, ohne Rücksicht auf die Devisenbewirt-
gesprochen habe.
Die politisch rechtsstehenden Kreise und Blatter sind darüber um sv erregter, als d'c sogenannte Volksfront für den 14.Juli, den Nationalfeiertag, große Propagand akuno- gedungen planen- Die Gefahr ,^nes Un.stmz- verjuches wird an die Wand gema.t und die Re-
Ist eine direkte Aussprache zwischen Deutschland und Frankreich möglich?
Erörterungen in der französischen presse.
mit die Aufgabe der Regierungen und der ein» chlägigen Wirtschaftsverbände wesentlich erleichtert zu haben.
Zwanzig amerikanische Delegierte begeben sich unter Leitung oon Thomas I. Wat- o n, dem Präsidenten der amerikanischen Landesgruppe, im Anschluß an den IHK.-Kongreß nach Berlin. Der Generalsekretär der IHK. Das- eur schließt sich den Amerikanern an. Die Gäste treffen am 1. Juli in Saarbrücken ein. lieber Trier, Bingen werden sie Köln und Leverkusen besuchen und am 3. Juli nach Berlin fahren.
Paris, 28. Juni. (DNB.) Die Vollsitzung des Kongresses der internationalen Handelskammer hat in einer Entschließung über die Stabilisierung der Währungen erklärt: „Die Internationale Handelskammer sieht in der Stabilisierung der ausländischen Devisenkurse aus Goldbasis ein dringliches Gebot für den Wiederaufbau der Weltwirtschaft. Sie fordert daher die Regierungen auf, Besprechungen zum Zwecke der Ausarbeitung und Inkraftsetzung eines A b - kommens über eine vorläufige Stabilisierung einzuleiten, das die Regierungen in die Lage versetzt, so schnell als möglich alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um in ihrer nationalen Wirtschaft- und Finanzpolitik die Anpaffung vorzunehmen, die einem internationalen Goldstandard ein ungestörtes Arbeiten auf lange Dauer ermöglicht.
Zu dieser Stellungnahme veranlassen die Internationale Handelskammer folgende Erwägungen:
1 Die U n s i ch e r h e i t hinsichtlich der Währungspolitik der wichtigsten Wirtschaftsländer und die mangelnde Stabilität der ausländisch e n D e v i s e n k u r s e hat zum Z u f a m m e n- brud) des Welthandels geführt und mutz weiter zu feiner Zerrüttung beitragen.
2 Die Währungssicherheit und die ilnft-abilität der'ausländischen Devisenkurse führen zwangsläufig au Erscheinungen wie der Einführung von A us gl e i ch's"-Z ölten unb Kontingenten, die den Binnenmarkt gegen das Vordringen von Ländern mit entwerteter Währung schützen fallen. Sie müssen ferner die Stellung langfristiger In- neftitionen, Kapitalflucht und Mnroad^en Ses Umfangs der kurzfristigen internationalen Schulden, Devisenkontrolle und Aufhebung der Freizügigkeit des Kapitals sowie endlich die Hortung von Gold und ausländischen Devisen zur Folge haben.
3 Die Stabilisierung solange zu vertagen, bis das Preisniveau sich wieder gehoben hat kann zu einer Verschlimm e r u n g der Lage führen, da die Unstabilität der Währungen und die Währungsabwertung ihrer Natur nach deflationistische Wirkungen haben müssen. Die Stabilisierung ist eines der am raschesten wirkenden
Herriot und Chautemps bei der Bildung der Regierung Laval dem Ministerpräsidenten erklärt hätten, sie würden beide aus der Par - tei austreten, falls ihre Parteifreunde die Regierung in Schwierigkeiten Dringen sollten.
London, 29. Juni. (DNB.) Ministerpräsident Baldwin erklärte auf einer konservativen Parteikundgebung, England werde auch in Zukunft, ohne zu schwanken, den Weg des Friedens und der Wiederversöhnung gehen. Die Völkerbundssatzung sei der Rettungsanker der britischen Politik, er brauche nicht besonders hervorzuheben, daß Großbritannien die Absicht habe, alle sich aus dem Vertrag von Lo- carno ergebenden Verpflichtungen zu erfüllen. Das Ziel, das man in der Londoner Erklärung vom 3. Februar ins Auge gefaßt habe, bleibe das Programm der Regierung; sie hoffe ernstlich, daß das gesamte Programm verwirklicht werde. Der deutsch-englische Flottenvertrag bedeute kein Abweichen von der Zusammenarbeit zwischen Großbritannien, Frankreich und Italien, wie sie erst kürzlich in S t r e s a bekräftigt worden sei. „Das Flottenabkommen erscheint uns", so erklärte Baldwin wörtlich, „als ein praktischer und geradeaus führender Schritt in Richtung auf die internationale Begrenzung der fRü ft ungen. Ich glaube, daß es d e r erste praktische Schritt zur Abrüstung ist, der seit dem Kriege erzielt wurde. Ich bedauere aus das Tiefste die Erklärungen zweier Mitglieder des Unterhauses, wonach man kein Vertrauen darin setzen könne, daß die Deutschen ihr Wort halten. Wenn man den Versuch macht, eine Abrüstung zu erzielen, was kann man dann tun, wenn man kein Vertrauen hat? Dann kehrt man eben zum Zustand des Dschungelrechts zurück, dann ist kein Fortschritt möglich. Die Deutschen und wir sind in dieses Abkommen, so glaube ich, aus gleich ehrenden Beweggründen hineingegangen.
„Denjenigen unter uns — und viele von uns erinnern sich gut daran —, die sich noch an den Rüstungswettbewerb zur See erinnern, der vor dem Kriege zwischen uns und Deutschland gegeben war, und die sich weiter daran erinnern, wie die ganze Atmosphäre durch diese Flottenrivalität vergiftet wurde, muß die Nachricht, daß als Ergebnis von Hitlers An
gebot ein dauerndes und festes Stärkeverhältnis zwischen der britischen und deutschen Flotte oon 100:35 festgesetzt worden ist, als eine große Erleichterung erscheinen. Und die Ankündigung, daß Deutschland unabhängig von der Handlungsweise anderer Mächte niemals wieder zu dem zurückkehren würde, was wir den unbeschränkten U-Boot-Krieg nennen, muß in ganz besonderem Maße befriedigen." Baldwin schloß: „Ich freue mich, wenn ich daran denke, daß die Deutschen ebenso wie wir für die völlige Abschaffung des U-Bootes sind. Bedauerlicherweise gibt es jedoch Völker, die nicht der gleichen Ansicht sind. Aber ich bin froh in dem Gefühl, daß wir nicht das einzige Land sind, das auf der nächsten Flottenkonferenz seine völlige Abschaf f u ng befürworten wird. Ich war auch besonders dankbar dafür, daß dieses Abkommen von dem großen Seemann Lord B e a 11 y gebilligt worden ist, der die Bedingungen des Abkommens unter Einschluß der U-Boot-Klausel einer günstigen Analyse unterzog."
Auch der englische Schatzkanzler Neville Ehamberlain äußerte sich auf einer konservativen Versammlung zum deutsch-englischen Flottenabkommen „Dieses Abkommen bebaute* nicht nur die Begrenzung der Revalität zwischen den Flotten Deutschlands und Englands, es bedeutet eine entscheidende Zunahme des „guten Willens" in Europa. Unsere nächste Aufgabe muß es sein, diese Gesundung noch weiter zu fördern in den Besprechungen, die baldigst unter den europäischen Nationen über andere Gesichtspunkte der Rüstungsfrage stattfinden werden." In der Zwischenzeit fördere England feine Luftrüstungs- pläne, die niemanden in Ruhe versetzen könnten, weil jedermann wisse, daß England keine feindseligen Absichten gegen, irgend jemanden hege. Er habe aber noch nicht die Hoffnung aufgegeben, daß es bald gelingen werde, eine Vereinbarung für eine allgemeine Begrenzung der Luftrüstungen zu erzielen, wodurch eine Durchführung des englischen Luftprogramms unnötig würde.
Der Ehrenpräsident der IHK. und Präsident der deutschen Gruppe Abr. Frowein (Wuppertal-Elberfeld) gab der Uebeneugung Ausdruck, daß die Entschließungen der IHK. dazu beitragen werden, die wirtschaftliche Zu fam- menarbeit zwischen den Volkern und Erdteilen zu fordern, so daß der für 1 9 3 7 in Berlin vorgesehene Kongreß auf einer festen Grundlage der inzwischen ausgebauten internationalen Beziehungen Weiterarbeiten könne. Die praktische Mitarbeit der deutschen Gruppe hat dazu beigetragen, die irrtümliche Auffassung zu ' zerstreuen, daß Deutschland sich von seinen Nachbarn und der übrigen Welt abschließen wolle. Die Worte des Führers, der in seiner großen Friedensrede erklärte, wir seien alle der lieber- aeugunq, daß die restlose Durchführung des Gedankens der wirtschaftlichen Autarkie aller Staaten, die sich heute anzubahnen droht, von einer höheren Warte aus gesehen unklug und in ihrem Ergebnis für alle Völker nur schädlich fein kann, haben einen st a r k e n Widerhall in internationalen Wirtschaftskreifen gefunden. Man hat auch eingesehen, daß ein jedes Land sich an der Auflockerung der gegenwärtigen Lage beteiligen muß und sich nicht auf eine egoistrsche Wirtschaftspolitik beschränken darf. Die IHK. hat sich seit jeher bemüht, der breiten Oeffentlichkeit unb den zuständigen Stellen das Gefühl der wirtschaftlichen Solidarität zu vermitteln und hofft da-
P ar is, 1. Juli. (DNB.-Funkspruch.) Das Blatt Herriots „E r e N o u v e 11 e" gibt offen zu, daß sich die radikalsozialistische Partei in einer ernften Krise befindet. Beispielsweise erhebe sich die Frage, ob die Partei in der Regierungsmehrheit bleiben, ober Anschluß an die anderen linksstehenden Gruppen suchen soll. Dieser Krisenzustand wird nicht zuletzt verschärft durck die Haltung des linken P a r t e i f l ü g e l s unter Daladier, ber kürzlich in einer Versammlung nach einem


