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Wieseck, den 31. Mai 1935.
-Und mii Recht! Denn sie erhalten:
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Berg leches KraftiuUsrwerk Q. m. b. FL, DQeeeldorf-Hafeo
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Allendorf(Lahn). den 1. Juni 1935.
ist nach kurzem, schwerem Leiden von uns gegangen.
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Gießen, den 1. Juni 1935.
Die Beisetzung fand in der Stille statt.
Der Dekan: Sattler, Wieseck.
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Der Dekanatsobm.d.Kircheiichöre:Weisel,Heuchelheim.
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Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme und Aufmerksamkeit bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen den herzlichsten Dank.
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Für die trauernden Hinterbliebenen:
Katharine Weiß, geb. Leib.
Gestern morgen 10 Uhr entschlief nach langem schwerem mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 36 Jahren mein innigstgeliebter treuer unvergeßlicher Mann, unser lieber guter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel
Für die Beweise inniger Anteilnahme sagen wir tiefgefühlten Dank.
3276 V
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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Hans Happet
Wilhelm Schmidt
wohlversehen mit den heiligen Sterbesakramenten.
In tiefem Schmerz i
Anna Schmidt, geb. Pascher Familie Georg Schmidt und alle Angehörigen.
Gießen (Steinstraße 50), den 31. Mal 1935,
Die Beerdigung findet Montag, den 3. Juni, um 3 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt Das Seelenamt findet am gleichen Tage morgens 6 Uhr in der Pfarrkirche zu Gießen statt
Meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, unsere gute rochier und Schwiegertochter
Frau Anna Happel, geb. Waldt
£ Frankenbach, 31. Mai. Wohl noch sah man so viele Menschen, junge und alte, zu Fuß, mit dem Tret- oder Motorrad und Auto nach un-
Heute morgen 31/, Uhr verschied nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im 70 Lebensjahre mein lieber Mann, mein guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel
Philipp Rohm
In tiefer Trauer:
Marie Rohm, geb. Fuchs Familie Otto Rohm.
füllten. Sodann folgte ein Vorbeimarsch der Weh, ren vor ihren Führern. Nachmittags wurde im Saale von Weimer die Delegiertenversammlung ab- gehalten, an der u. a. der Provinzialfeuerwehr, führer Kilian aus Rothenburg, Branddirektor Diehl aus Wiesbaden, und ein Vertreter der Nassauischen Brandversicherungsanstalt, teilnahmen. Kreisleiter Haus richtete bei dieser Tagung eine längere Ansprache an die Feuerwehrkameraden. Oberinspektor Enders von der Nassauischen Brandoersicherungsanstalt zeigte anschließend lehrreiche Lichtbilder mit entsprechenden Erläuterungen. Auf dem großen Festplatz, wo die Turner und Turnerinnen mit ihren Darbietungen zur Bereiche- rung des Tages beitrugen, wickelte sich dann froh- gestimmtes, kameradschaftliches Volksfesttreiben ab.
Tragisches Ende
eines Himmelfahrtsausflugs.
Wetzlar, 31. Mai. (LPD.) Auf einem Mor- genspaziergang am Himmelfahrtstag wurde das dreijährige Söhnchen des Arbeiters Karl Rühl aus Dutenhofen von einem Auto üb ersah r e n und auf der Stelle getötet. Der bedauerliche Unfall ist um so tragischer, als er sich vor den Augen des Vaters abspielte, der es nicht verhindern konnte, daß das Kind im letzten Augenblick versuchte, vor dem heranfahrenden Auto die Straße zu überqueren.
EinMädchen vom Felsen hinabgeworfen
L i m b u r g, 31. Mai. (LPD.) In der Nacht zum Donnerstag wurde aus bisher unbekannten Gründen ein junges Mädchen von zwei älteren Burschen die Felsen am Steinbruch auf dem Schafsberg hinuntergeworfen, wo es besinnungslos liegen blieb. Mit schweren inneren und äußeren Verletzungen wurde es in das Krankenhaus eingeliefert Die beiden Täter konnten am Donnerstagvormittag verhaftet werden.
Todesopfer einer gefährlichen Kurve.
LPD. Frankfurt a. M., 31. Mai. In der Kurve der Alten Mainzer Straße am Bahnhof G o l d st e i n , in der sich wegen der Unübersichtlichkeit schon zahlreiche Unglücksfälle ereignet haben, stieß am Donnerstagnachmittag ein Motorrad mit einem Personenkraftwagen aus Heidelberg zusammen. Der Fahrer des Motorrades, der 28jährige Fritz Döhring aus Mitteldick, wurde vom Rade geschleudert und erlitt einen so schweren Schädelbruch, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Ein Mitfahrer, der 38jährige Rudolf Weber aus Okriftel, trug einen Unterschenkelbruch und Verletzungen am Kopf davon.
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Das Jahresfest der Evangelischen Kirchengesangvereine des Dekanats (Ziehen findet Sonntag vor Pfingsten, den 2. Juni, als
Doppeltest in Beuern u. Burkbardsfelden
statt.
Beginn der Hauptprobe pünktlich 12‘/2 Uhr Beginn des Festgottesdienstes l'/a Uhr
Festprediger in Beuern ist Dekan Sattler, Wieseck, inBurkhardsfeldenProbstTrommershausen,Frankfurt a.M. Die Nachfeier beginnt pünktlich 3l/s Uhr,
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Neuer Pfarrer in Krofdorf-Gleiberg.
(D Krofdorf, 31. Mai. Durch die Versetzung von Pfarrer Wiebel am 1. Oktober vorigen Jahres nach Gerolstein in der Eifel war die Pfarr- stelle Krofdorf-Gleiberg-Kinzenbach acht Monate vakant, und sie wurde während dieser Zeit durch die Pfarrer Lindenborn (Odenhausen) und H e i d e r (Dorlar) betreut. Nunmehr hat die Besetzung der Stelle stattgefunden, nachdem der aus der Reihe der Bewerber — von denen etliche' Probepredigten gehalten hatten —. am 25. Januar dieses Jahres gewählte Pfarrer Lic. Ernst Teichmann aus Kaltwasser im Kreise Lübben in Schlesien von dem Rheinischen Konsistorium in Düsseldorf bestätigt wurde. Am vorigen Samstag ist der neue Seelsorger mit seiner Familie im Pfarrhaus eingezogen. Die feierliche Amtseinführung erfolgte am gestrigen Himmelfahrtstage in dem gut besuchten Krofdorfer Gotteshaus, wo auch die Presbyter und der erweiterte Kirchenvorstand von Kinzenbach zugegen waren. Superintendent Schmidt (Wetzlar) zeichnete nach der Liturgie in einer Ansprache das, was zu wahrer Gemeinschaft zwischen Pfarrer und Gemeinde führen soll, unter Zugrundelegung des Textes aus dem Evangelium des Johannes 12, Vers 32: „Und ich, wenn ich erhöhet werde von der Erde, so will ich sie alle zu mir ziehen". Dann nahm er die Verpflichtung vor. Pfarrer Lic. Teichmann predigte über Kap. 2 aus dem ersten Brief des Petrus: Jesus, der gute Hirte, als der Führer, Erlöser und Herr der Seinen. Pfarrer Teichmann steht im Alter von 34 Jahren und hat seine theologischen Studien an der Universität Gießen erledigt, wo er auch einige Zeit an der Bibliothek tätig war.
Segelflugzeug „Frankenbach" startbereit!
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Die Beerdigung findet Sonntag, den 2. Juni, ll/e Uhr vom Sterbehause Gießener Straße 156 aus statt
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erlebt habe, allen Schichten der Bevölkerung Anerkennung zolle für ihre Anteilnahme an der Entwicklung des Baues. Mit Zähigkeit habe man erst die Werkstatt und dann das Flugzeug geschaffen. Dafür sage er den Dank der gesamten Fliegerei. Weiter sprach der Redner über Zweck und Ziel der Luftfahrt. Luftsport und Segelfliegerei seien aus der Not geboren. Dem Schandvertrag von Versailles zu Trotz habe einst der Rhönvater Ursinus gesagt: „Wenn sie uns nicht mit Motor fliegen lassen wollen, dann fliegen wir eben ohne Motor". Das Ausland sehe mit Achtung auf unsere segelfliegerischen Leistungen und damit auch auf die Leistungen unserer Industrie. Sportlich gesehen sei ein Stamm junger Männer zur Fliegergemeinschaft erzogen, deren höchste Tugenden sind: Fleiß, Unterordnung, Beharrlichkeit, Mut, Kameradschaft. Unser Führer habe den Deutschen nun wieder die Luftgeltung verschafft. Der Luftsportverband sei sich der Größe seiner Aufgaben bewußt. Was heute hier zu sehen wäre, hätte mit nervenkitzelnder Sensation nichts zu tun, vielmehr müsse man zu erkennen vermögen, wie die aus dem Volke gesammelten Gelder praktische Anwendung fänden. Jeder solle den Glauoen an die deutsche Luftgeltung mitnehmen, was über manche Klippe hinweghilft. Ein freudig aufgenommenes Sieg-Heil auf den Führer^ Adolf Hitler und auf den Luftfahrtminister Göring beendete die Rede.
Es wurden nun ein paar kleine flache Startflüge ausgeführt, die die Lufttüchtigkeit des Flugzeuges unter Beweis stellten und den Zuschauern ein gutes Bild der Start- und Flugtechnik veranschaulichten. Auch der Start einiger Segelflugmodelle wurde beifällig beobachtet. Währenddessen kreiste ein Motorflugzeug aus Wetzlar mehrere Male über dem Platz, um durch Flugblätterabwurf fliegerkameradschaftliche Grüße zu übermitteln.
Möge der Tag ein verheißungsvoller Auftakt für die Arbeit und Erfolge des Fliegerstützpunktes Frankenbach sein.
Feuerwehrtag in Waldgirmes.
1 Waldgirmes, 29. Mai. In unserem Orte fand am Sonntag der Kreisfeuerwehrtag statt, an dem von 87 Wehren des Kreises rund 1100 Feuerwehrleute teilnahmen. Die Veranstaltung begann vormittags mit einer Schulübung der Freiwilligen Ortsfeuerwehr unter ihrem Kommandanten Schmidt in Gegenwart des Kreisfeuerwehrführers Dietz und anderer Ehrengäste. Die Hebung wurde allgemein mit starkem Interesse beobachtet und fand mit Recht volle Anerkennung. Hierauf folgte eine Brandübung zwischen der Kirche und der alten Schule, bei der die Feuerwehrmannschaften ihre Aufgabe ebenfalls in bester Weise er-
serem kleinen Dörfchen kommen, als am gestrigen Himmelfahrtstage. Auf dem Flugplatz, der südöstlichen Anhöhe vor dem im Tale liegenden Ort, umgeben von den Bergen des Hinterlandes, unter denen der Dünsberg sich besonders hervorhebt, versammelten sich viele hundert Neugierige zu einem bunten Gemisch vom Städter bis zum einfachsten Bauersmann und Hessenmädchen in an- ' sprechender Tracht', das Ganze eine Volksgemeinschaft, wie sie vielseitiger nicht sein konnte. Und
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alle beseelt von dem gleichen Geist: au sehen und zu erleben ein Stück oeutscher Wehrhaftigkeit und deutschen Vorwärtsstrebens. Auch überall außerhalb des abgesperrten geräumigen, reichgeschmückten Platzes lagerten in kleinen und großen Gruppen die Schaulustigen. Mitten auf dem Platz stand der Stolz Frankenbachs, das neue Segelflugzeug, durch dessen Bau der Name unseres Ortes weithin in aller Munde ist. Recht schnittig sah der Vogel in seinem hellen Gewände mit all den Bespannungsdrähten aus; kein Wunder, daß er dauernd von der Menge, besonders von der Jugend, bestaunt und bewundert wurde.
Trompetensignale riefen zum Beginn der Tauf- oeranstaltung herbei. Als erster sprach der Leiter des Fliegerstützpunktes Frankenbach, Lehrer Wirth, unter dessen Leitung das Flugzeug gebaut wurde. Aus seinen Worten klang die Freude über das gelungene Werk, zu dessen Vollendung über 100 Bastelstunden mit seinen Schülern nötig waren. Mit Recht kennzeichnete er den Tag als einen Höhepunkt für die Gemeinde, die, den Bau unterstützend, nun die Frucht des Beginnens erlebe. Er begrüßte die Menge, besonders die Vertreter der Behörden, an der Spitze den Vertreter des Landrates, Regierungsrat Dr. Weiß- Wetzlar, weiterhin den aufmarschierten Fliegersturm Wetzlar.
Dann hielt Regierungsrat Dr. Weiß eine kurze Ansprache, in der er seiner Freude und Genugtuung über das Geleistete in einer vom Verkehr abseits liegenden kleinen Gemeinde hervorhob. Der Kreis Wetzlar sei stolz auf das neue Fliegerdorf, das für Nah und Fern ein hohes Vorbild neuzeitlichen deutschen Geistes darstelle. Besondere Anerkennung zollte er der Gemeinde für ihre der Fliegersache ideell und finanziell dargebrachte Unterstützung. In festem Zusammenstehen habe die Bevölkerung Frankenbachs gearbeitet; die gebrachten Opfer hätten nun auf das beste ihre Belohnung gesunden. Ihm, dem Redner, sei es eine angenehme Pflicht, das Flugzeug auf den Namen „F r a n k e n b a ch" zu taufen, durch dessen Inbetriebnahme ein wertvoller Beitrag zu unseres Vaterlandes Wehrhaftigkeit geschehen werde. Unter hellem Klang zersplitterte am Flugzeug die Flasche, womit das Symbol des Taufaktes beschlossen wurde.
Aufmerksame Zuhörer fand dann mit bemerkenswerten Ausführungen der Vertreter der Fliegerortsgruppe Wetzlar, Fluglehrer K i 11 n e r. U. a. sagte er, daß er, der die kleinen und großen Nöte beim Bau dieses Segelflugzeuges in einer nicht gerade mit Glücksgütern gesegneten Gemeinde mit-
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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen
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Die trauernden Hinterbliebenen.
Großen-Linden, am 1. Juni 1935


