Im roten Arbeiterparadies
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terbunben, und es wurde ein drahtloser Notverkehr eingerichtet. Die Mehrzahl der Bahngebäude ist ebenfalls ein gestürzt. Die vom Erdbeben betroffenen Gebiete sind unbewohnbar geworden. Die Behörden sind eifrig mit der Durchführung von Rettungsarbeiten, der Entsendung von Hilfszügen und Flugzeugen mit Proviant und Arzneimitteln beschäftigt. Auch in anderen Bezirken der Provinz Sindh wurden Erdersckütterun- gen verspürt, doch liegen Verlustmewungen noch nicht vor.
Das englische Luftministerium veröffentlicht eine offizielle Liste der 34 englischen Flieger, deren Tod bisher festgestellt worden ist. 12 weitere Mitglieder der Fliegertruppen werden für tot gehalten. Nach einem im'Indien-Ministerium eingegangenen Bericht ist beinahe die gesamte Polizeitruppe von Quetta ums Leben gekommen. Die Todesfälle unter dem Militär dagegen sollen gering sein.
Der König von England hat an den Vizekönig von Indien und an den Luftfahrtminister Beileidstelegramme gerichtet. Nach weiteren Meldungen liegt das Erdbebenzentrum zwischen der fast völlig zerstörten Stadt Quetta und der weiter südlich liegenden Stadt Kalat, die ebenfalls in einen Trümmerhaufen verwandelt worden ist. In dem gesamten Erdbebengebiet zwischen Quetta und Kalat sollen vier Fünftel der Bevölkerung getötet worden sein. Die Stadt Quetta hat 34 000 Einwohner. Sie liegt etwa 1800 Meter über dem Meeresspiegel. Quetta ist ein bedeutender Handelsplatz und gilt als wichtiger militärischer Stützpunkt an der Nordwestgrenze
bestätigen... Es sind reiche Russen, „reich" in der Sowjetbedeutung, „reich" auch im Verhältnis, und die feiern nun ihre Feste von ihrem „Reichtum" im Moskau von heute..
Die natürliche Ungleichheit der Menschen hat eine Ungleichheit der Einkommen in der Sowjetunion von heute verursacht, die sich nicht viel von der Ungleichheit in kapitalistischen Ländern unterscheidet... Hier ist das Moskau der „sozialistischen
Dem Gedächtnis der Helden vom Skagerrak
Scherl-Bildmaterndiens i
ein Begrüßungsabend statt. Am Freitagvormittag wurde der Skagerrak-Gefallenen an ihren Gräbern mit einer Gedenkfeier gedacht. Mittags wurde für die Teilnehmer an der Fahrt des DDAC. und des NSKK. die S i e g e r v e r k ü n d u n g und Preis- Verteilung vorgenommen. Im Mannschaftskampf verteidigte die NSKK. -Staffel Il/M. 27 Köniaswusterhausen den Goldpokal der Marinestation der Nordsee siegreich. Zweiter Sieger wurde die Standarte 13 7, Magdeburg, die ein Bild von der Skagerrak-Schlacht erhielt. An dritter Stelle lag der Motorsturm XVI/M. 62 Bremen. Außerdem erhielten 24 Wa- genfahrer Preise. Der beste von ihnen, Werner Kruse aus Berlin, mit 4810 Punkten, erhielt ein Relief des Führers als Ehrengabe des Präsidenten des DDAC. Sonderpreise erhielten ein Fahrer, der aus Kowno nach Wilhelmshaven gefahren war, für die größte zurückgelegte Strecke, ebenso ein Motorradfahrer aus Aurich, der die Skagerrakfahrt von Aurich nach Mailand und zurück gefahren war. Um 13 Uhr begann die große Parade der See - und Landftreit- "kräfte Dabei wurden 12Reichskriegsflaggen der Kaiserlichen Marine die Ehrenkreuze angeheftet. Der Stationschef der Marinestation der Nordsee, Vizeadmiral Schultze, hielt eine Ansprache.
An dem Standortsappell auf dem Kasernenhof Kiel-Wik nahmen alle Landmarineteile, Seestreitkräfte sowie Abordnungen des Fliegerhorstes Holtenau teil. Der Chef der Marinestation der Ost. fee, Vizeadmiral Albrecht, hielt eine Ansprache.
Gegen Mittag fand im Marineheim die Einweihung des Ehrenmals der Stadt Kiel für ihre im Weltkrieg gefallenen Söhne statt. Der Oberbürgermeister der Stadt Kiel hielt die Weiherede.
In Stettin lagen am Skagerraktag 11 deut» sche Kriegsschiffe im Hafen, ein Flottenbesuch, wie ihn Stettin seit der Vorkriegszeit nicht mehr gesehen hat. Die Schiffe waren am Mittwoch and Donnerstag eingelaufen. Unter ihnen befindet sich auch das Panzerschiff „Admiral Scheer" mit dem Flottenchef Vizeadmiral F o e r - ft er. Der Flottenbesuch erreichte seinen Höhepunkt bei der Skagerrak-Gedenkfeier, die mit einem Feldgottesdienst auf dem Skagerrakplatz begann. Nach einer Totenehrung gab der Oberbürgermeister bekannt, daß die schönsten Straßen und Plätze nach dem Ehrentage der deutschen Marine benannt worben seien. Vizeadmiral Förster dankte im Namen der Kriegsmarine.
Die Hauptstadt von BrilischBelulschistan, Quetta, die ein wichtiger eisenbahntechnischer und militärischer Knotenpunkt ist, wurde von einem schweren Erdbeben heimgesucht. Das erste Beben wurde am Freitag, um 2.45 Uhr Ortzeit, verspürt. Bach den jüngsten Meldungen ist nahezu die ganze Stadt Quetta dem Erdboden gleichgemacht. 20 000 Menschen find ums Leben gekommen; nach einer unbestätigten Zeitungsmeldung wird die Zahl der Taten sogar mit 30 000 angegeben. Die Verluste der Europäer betragen etwa 100 Tote und 200 Verletzte. Bisher sind 50 Europäer und 153 Inder lebend aus den Trümmern geborgen und ins Krankenhaus gebracht worden. Nach bisher unbestätigten Meldungen steht der Hauptbasar im Zentrum von Quetta i n Flammen, die durch einen heftigen Sturm an- gefacht werden. Die 60 Meilen nordöstlich von Quetta liegende Grenzstadt Tschaman soll durch das Erdbeben dem Erdboden gleich gemacht sein. Auch die Ortschaften Kalat und Mustang sind zum großen Teil zerstört. Auf den offenen Plätzen in Quetta werden Zelte für die Obdachlosen errichtet. Von Karachi sind Sonderzüge und Flugzeuge unterwegs, um Hilfe zu bringen.
In Quetta sind sämtliche Flughallen der dortigen britischen Luftstreitkräfte eingestürzt, wobei 43 Flie- gersoldaten getötetund 26 Flugzeuge von insgesamt 30 zerstört wurden. Durch den Einsturz des Telegraphenamtes ist jeder Telegraphenverkehr un-
Furchtbares Erdbeben in VrUch-Velulschistan
20000 Menschen umS Leben gekommen? Oie Hauptstadt Quetta dem Erdboden gleichgemacht.
setzungen.
Der mächtigste Kapitalist in der Sowjetunion ist d e r S t a a t s e l b st. Dieser. Staat macht Gewinne, und in den letzten 5 Jahren machte der Staat solche Gewinne, daß das Volk an den Rand des Unterganges gebracht wurde, und in diesen 5 Jahren gab der Staat seinen Arbeitern, der Gesamtbevölkerung, weniger Lohn, als sie vom selbstsüchtigsten Prioatkapitalisten empfangen haben rol®irn'finb im Tanzs--°I des Hotels Metropol in Moskau, in der Hauptstadt der 1. Arbeiter- und Bauernrepublik. Im Lande, m dem die Diktatur des Proletariats durch Abschaffung der Gewinne versprochen wurde ... Hier führt d e r Ar b et t er die Herrschaft, - wie er sagt, hier ist eure Regie- rung aufqerichtet im Namen nicht nur des einfachsten Arbeiters, sondern des „gewöhnlichsten Mannes, des unterdrückten, des Arbeiters und des ärmsten Bauern. Wie nun geht es diesem „gewöhn- lichstem Mann" nach 17 Jahren Diktatur? Was kann der europäische Arbeiter lernen aus dem Lose seines russischen Kollegen? Möchte er aus Europa ein Sowjeteuropa machen? , , , ,
Diese Antwort wird uns im Hotel Metropol nicht gegeben. Hier in diesem Tanzsaal bedeutet die Explosion eines jeden Kinderluftballons den Fünf-Stundenlohn-eines Sowjetarbeiters...; oenn jeder K i n d e r b a l l o n kostet 5 R u b e I..., und der Durchschnittslohn in der (Sowjetunion steht auf 1 Rubel die Stunde... n „ s
Was aber find das nun für Menschen? Werden ihr Sekt und ihre Ballönchen ihnen etwa zur -ver- füauna gestellt, weil der Kommunismus versprochen hat. „den Menschen nach ihrer Fähigkeit etwas abzuverlangen und sie nach ihren Bedürfnissen zu belohnen?" Oder sind es Menschen aus kapttali- R Ländern, deren Einkommen groß genug einem Abend den Wochenlohn eines russischen Arbeiters auszugeben? Zu der ersten Gruppe gehören sie nicht, weil es in Rußland keinen Kom- muntsmus gibt, was die Kommunisten selbst eifrigst
Ungleichheit"...
„Daitje Valuta!" bettelt das Kind draußen am Teatranyplein: „Gib mir ausländisches Geld ..." Die Bolschewiken behaupten, das kapitalistische Europa gehe zugrunde, — Bettelkinder in Moskau aber betteln immer noch um ausländische Va- l"Hungerlöhne...: „Nach 17 Jahren Diktatur des Proletariats muß ein Sowjetarbeiter fast 18 Stunden arbeiten, um für seinen Lohn ebensoviel Lebensrnittel kaufen zu können, wie ein amerikanischer Arbeiter nach höchstens 4 Stunden Arbeit..., er muß also viermal länger für die gleiche Menge Lebensmittel arbeiten, um g e- r ade'genug zum Leben zu haben. Der durchschnittliche Arbeitstag tn Rußland ist 7 Stunden durch das Sechstagesystem der Arbeitswoche aber beläuft sich der jährliche Durchschnitt an Arbeitsstunden auf etwa 2100. Der durchschnittliche Arbeitslohn macht somit etwas weniger als einen Rubel aus. v
Die Preise tn Moskau in den Cafes und Gasthöfen betragen für ein Glas Tee 50 Kopeken, für Eier und Schinken 5 Rubel 50 Kopeken. Ein Gericht Eier und Schinken kostet somit fast den Tagelohn eines Arbeiters... Arbeiter würden in solchem Restaurant nicht essen können, aber--es
gibt genug Sowjetbürger.
Im .Gastronom Nr. 1", im früheren Ielassief, wo einst Großfürsten und schwerreiche Großindustrielle kauften, ist zwar alles zu kaufen: Birk- unb Rebhühner, Hasen und Enten, gefrorener und gesalzener Lachs und Delphine, vier Sorten Kaviar und 17 Sorten Brühwürstchen, jeder kann heute in Ielassief kaufen, aber — nur die können dort kaufen, die die Preise an! egen tonnen. Was bedeuten alle diese Waren gegenüber dem, was der Durchschnittsmensch unter der Diktatur des Proletariats in Wirklichkeit ißt?!"
„In einer Wohnung für eine Familie sind 12 bis 16 Personen zusammengepfercht ..:" „Wir haben seit 5 Tagen fein Fleisch gegessen , sagte , die Frau. Ihr Mann war Mechaniker und verdiente 250 Rubel im Monat, den Lohn eines ge-
Beflaggung militärischer Gebäude.
Berlin, 31. Mai. (DNB.) In Zukunft wird die gesamte Jugend des nationalsozialistischen Deutschlands die Schule der Wehrmacht durchlaufen. Der Reichs- kriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht hat daher angeordnet, daß künftig neben d e r Reichskriegsflagge auch die Hakenkreuzflagge zu setzen ist. Gebäude mit drei Flaggenmasten setzen in der Mitte die Reichskriegsflagge, rechts und links die Hakenkreuzflagge. Bei zwei Masten wird, vom Innern des Gebäudes aus gesehen, rechts die Hakenkreuzflagge, links die Reichskriegsflagge gefetzt. Bei Gebäuden mit einem Mast bleibt es bet der bisherigen Regelung, daß nur die Reichskriegsflagge gesetzt wird. Die Neuregelung entspricht den Anordnungen, die vor kurzem vom Reichsinnenminister für die Beflaggung staatlicher Gebäude gegeben wurden.
Berlin, 31. Mai (DNB.) Am heutigen Skager- rak-Tage wurden 63 frühere Reichskriegsflaggen der Kaiserlichen Marine, die in Gefechten und bei kriegerischen Unternehmungen des Weltkrieges geweht haben, mitdem Ehrenkreuz für Frontkämpfer ausgezeichnet. In Berlin nahm der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Admiral Dr. h. c. R a e b e r, im Lichthof bes Zeughauses die Schmückung ber folgenden 13 Reichskriegsflaggen vor: Zwei Flaggen des Panzerkreuzers „ M o l t k e " , von denen eine bei ber Beschießung von Lowestoft 1916 unb bie anbere beim Oesel-Unternehmen 1917 gesetzt war, je eine Reichskriegsflagge bes Panzerkreuzers „Scharnhorst", ber Kreuzer „Emden" und „Karlsruhe", der Unterseeboote U 20, UB 126, UC 23, des Marineluftschiffes L 63, des Minenlegers „Hertha", eines V o r • poftenbootes sowie der türkischen Kriegsflaggen des Panzerkreuzers „Soeben" und des Kreuzers „Breslau". Zur Verleihung der Ehrenkreuze war eine Ehrenkompanie der Marineunter. offiziers-Lehrabteilung Friedrichsort angetreten. Ferner nahmen Abordnungen des NS. Deutschen Marinebundes, der Marine-SA., ber Marine-HI., bes Reichstreubundes ehemaliger Berufssolbaten unb des NSDFB. (Stahlhelm) an der Ehrung teil, ferner als Ehrengäste u. a. Admiral a. D. S o u ch o n , im Kriege Chef der Mittelmeerdivision, mit seinem Ches des Stabes, Kapitän z. S. a D. Busse, Admiral a. D. B e h n ck e , Vizeadmiral a. D. von Trotha, ber Führer bes Reichsbunbes deutscher Seegeltung, Konteradmiral a. D. von Lützow, owie ber t ü r k i s ch e Militärattache, Oberst- leutnant Chevbet (Sepier.
Rubel (= 20 Pfund Fleisch für diese Familie) $uf Kartoffeln waren 9 Rubel nötig, für verschiedene Rübensorten 10 Rubel, für Zucker 5,70 Rubel, für Kandiszucker 8 Rubel, für 700 Gramm Butter (im ganzen Monat!!!) 7 Rubel (also fast einen Tage- lohn!!), für Tee 0,70 Rubel, Hering 3,75 Rubel und frischen Fisch 2,25 Rubel. Der Mann ah dazu einmal im Tag im Eßsaal der Fabrik und bezahlte dafür durchschnittlich 25 Rubel im Monat. Seme Staatsanleihe kostete ihn monatlich 14 Rubel. Insgesamt waren das 180 Rubel. Es blieben ihm daher 70 Rubel, um alles andere zu kaufen. „Ist das nicht genug?" fragte ich. „Nein", sagte die Frau überzeugt. „Wir bekommen nicht Milch genug für das Kind und keine Eier, und wir haben nichts für Spielsachen übrig und praktisch nichts für Kleidung. Sobald das Kind etwas alter ist, gehe ich aus zur Arbeit, um ein besseres Leben zu bekommen."
3n den Standorten der Reichsmarine.
Die Skagerrak-Gedenkfahrt des DDAC und des NSKK.
Noch nie hatte die Skagerrakfeier in der Marine- stadt Wilhelmshaven so viele Gaste aus dem Reich gesehen, wie in diesem Jahre. Die Skagerrak-Gedenkfahrt des DDAC. und des NSKK. hatte allein 1000 Teilnehmer nach Wil- helmshaven befördert. Sie brachten über 3 0 0 Skagerrak-Kämpfer mit. Am Himmel- sahrtstag fand bereits ein großer Zapfenstreich und
chulten Arbeiters, 100 Rubel mehr als der inbu- trielle Durchschnittslohn. Sie kochte mit fünf an» lern Hausfrauen auf einem (!) gemeinsamen Primuskocher ..., die Küche war nur für eine Familie gedacht... Die Hauptnahrungsmittel bestanden aus Brot und Kartoffeln.
Drei bis vier Menschen leben, essen, schlafen und verrichten alles, was zum Haushalt gehört, in einem einzigen Zimmer 12—16 Menschen sitzen beieinander gepfropft in einer Wohnung, die nach den Plänemachern des Fünfjahresplanes für eine einzige Familie, bestehend aus Mann, Frau und 1 Kind, bestimmt waren.
So lebt ein kommunistischer Arbeiter, wie seine Frau auseinandersetzte: Wohnung, einschl. Feuerung, Elektrizität, Rundfunk und Wasser: 20 Rubel. Das ist schon ein geringer Vorteil, da ein Nichtparteimitglied auf 25 Rubel kommt. Lampenöl, Brot unb Fleisch verlangen 15 bzw. 45 bzw. 15
Vergleicht man die Besetzung ber einzelnen Altersklassen in Polen, Deutschland und Frankreich, so erkennt man deutlich, daß das französische Volk älter ist als das deutsche, denn die Zahl der Personen im Alter über 60 Jahre ist in Frankreich sehr viel größer als tn Deutschland und vor allem in Polen, wogegen der Anteil der Kinder unter 15 Jahre und ber jugendlichen Personen (15 bis 30) in Deutschland und in Polen erheblich größer ist, als in Frankreich. Polen seinerseits hat eine erheblich größere Zahl von jugendlichen Personen als Deutschland, während die Zahl ber 30 bis 60 und der über 60- jährigen in Polen geringer ist als In Deutschland, so daß sich die polnische Nation im Ganzen als jünger als die deutsche darstellt.
Wenn wir den Altersaufbau der westeuropäischen Völker überblicken, so können wir feststellen, daß außer Frankreich, welches in bezug auf das biologische Alter an der Spitze steht, die Schweden, Esten, Schotten, Iren, Letten, Norweger, Oesterreicher und die Schweizer den am meisten „vergreisten" Altersaufbau haben; eine Erscheinung, die in der Hauptsache eine Folge des Geburtenrückganges und der verhältnismäßig geringen Sterblichkeit in den genannten Ländern ist, denn diese beiden Erscheinungen haben eine Schrumpfung der „Kinderquote" und eine starke Zunahme der „Großelternquote" bewirkt.
Das deutsche Volk steht zur Zeit, was seinen Altersaufbau anbelangt, ungefähr in der Mitte ber westeuropäischen Völker. Bedeutsam aber ist, baß von 1910 bis 1925 (bie Ergebnisse ber Volkszählung von 1933 sind, was ben Altersaufbau an« belangt, noch nicht verarbeitet) eine Schrumpfung der unter 15 Jahre Alten von 340 auf 258 (auf 1000 Einwohner berechnet) erfolgt ist, während gleichzeitig die alten Jahrgänge (bie über 60jährigen) von 79 auf 92 zugenommen haben. Mithin ist in ben letzten 15 Jahren eine Alterung unseres Volkes eingetreten, bie im Laufe ber letzten 9 bis 10 Jahre zweifellos einen weiteren Fortschritt gemacht hat, benn in biefen Jahren ist ber Geburtenrückgang, bis zum Jahre 1934, befon- bers intensiv gewesen, während bie Sterblichkeit, befonbers unter ben alten Leuten, infolge ber fort-
Zurückgekehrte Rußlanbsahrer Haden des öfteren über ihre bösen Erfahrungen in Sowjetrußland berichtet. Nun veröffentlicht der amerikanische Journalist R. H. Knickerbocker, der zum zweiten Male Rußland bereist hat, Reiseberichte, bie beweisen, daß die Darstellung Sowjetrußlands als ausgemachte „Arbeiterhölle" keine deutsche Erfindung ist. Aus ber Feber bieses „Neutralen" stammen bie im nachfolgenden im Auszug wörtlich wiedergegebenen Ueber-
schreltenden Besserung der Gesundheitspflege, ob- 1 genommen hat.
Was nun das kulturelle Alter anbelangt, so stimmt letzteres mit dem biologischen Alter nicht, wenigstens nicht in der Regel, überein. Unter den Völkern Europas, die wir zu den biologisch „alten" zählen muhten, sind Nationen ganz verschiedenen kulturellen Alters vertreten. Während die bio- logisch „alten" Franzosen auch ein sehr altes Kulturvolk sind, das auf dem römischen und keltischen Kulturboden als eine sogenannte „Zweitkultur" erwachsen ist und bereits um das Jahr 1000 nach Christi eine ausgeprägte eigene kulturelle Physio- gnomie aufzuweisen hatte, waren z. B. die biologisch gleichfalls alten Letten um diese Zeit als Volk überhaupt noch nicht vorhanden, und sie sind erst ganz gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts mit einigen selbständigen kulturellen Leistungen auf dem Gebiete der Sprache und der Dichtung in Erscheinung getreten. Anderseits gibt es aber auch alte völkische Kulturträger, die einen ausgesprochen jugendlichen biologischen Altersaufbau aufweisen, wie beispielsweise bie Spanier unb Portugiesen, bie — gleich ben Franzosen — hauptsächlich auf altrömischer kultureller Grundlage, seit Dem Mittelalter ein kulturelles Eigenleben entwickeln unb trotzdem eine verhältnismäßig gute Besetzung ber jugenblichen Altersklassen aufweisen.
In bezug auf bie politische unb kulturelle Geltung und Leistungsfähigkeit eines Volkes ist ber biologische Altersaufbau von sehr großer Bebeutung. Auf bie Dauer ist es einem Volk, bas eine gewisse politische und kulturelle Weltgeltung erlangt hat, nämlich nicht möglich, sich auf der erreichten Höhe zu behaupten, wenn die Grundlage ber biologischen Alterspyramide: die jugendlichen Jahrgänge, infolge anhaltenden Geburtenrückganges, immer schwächer wird, wie bas zur Zeit bei ben meisten westeuropäischen Völkern ber Fall ist. Ein solches Volk läuft Gefahr, von sugenbliche- ren Nationen verbrängt zu werben, bie infolge einer starken natürlichen Vermehrung unter einem Be- völkerungsbruck stehen, ber auch ben Einzelmenschen zwingt, alle Kräfte anzuspannen.
Am E h r e n m a l erfolgte eine feierliche Kranz- niederlegung durch Abordnunaen. ber Marme- kamerabschasten von Groß-Berlin, Der Marme-SA. und der Marine-HI. Konteradmiral von Lutzow gedachte des Opfertodes unserer Helden zur See und knüpfte daran die Mahnung, alle Kraft in ben Dienst ber Nation zu stellen unb in treuer Pflichterfüllung ben Weg zu gehen, ben der Führer vorgezeichnet hat unb vorlebt.
Von der Kaserne des Wachregiments in der Rathenower Straße marschierte bie Marine- wache, die in diesem Jahre von ber Marmeunter- offiziers - Lehrabteilung Friedrichsort gestellt wirb, unter Vorantritt der Kapelle ber V. Marineartillerieabteilung Pillau, begleitet von Hunderten von begeisterten Berlinern, mit klingendem Spiel über den Königsplatz und die Siegesallee durch das Brandenburger Tor zum Ehrenmal. Bei präsentiertem Gewehr wurde das Lied vom guten Kameraden gespielt. Anschließend erfolgte die Vergatterung. Auch vor dem Gebäude der alten Reichskanzlei wurde dem obersten Befehlshaber ber Wehrmacht, dem Führer unb Reichskanz- ein Doppelposten gestellt.
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