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— T a g e s ka l e n d e r für Montag: Ortsgruppe Gießen-Süd: 20.30 Uhr im Studentenheim öffentliche Versammlung der Ortsgruppe. — Licht-
Ieder will an feiner Stelle feinen Teil am Aufbauwerk des Führers leisten.
stehen.
(Ein Wille, ein Wollen, ein Ziel beherrscht uns
Bunter Abend des Reichssenders Frankfurt in Gießen.
Zum ersten Male hielt der Reichssender Frankfurt a. M. in Verbindung mit der Ortsgruppe Gießen des Reichsoerbandes der Rundfunkhörer einen Bunten Abend am Samstag in Gießen ab. Die schön geschmückte Volkshalle, von der aus die Darbietungen auf den Sender in Frankfurt übertragen wurden, war von etwa 3500 Personen besucht.
Um die Bestreitung des unterhaltsamen Programms machte sich neben den vom Reichssender verpflichteten Kräften auch der Musikzug der SA.- Standarte 116 sehr verdient, der unter Leitung von Musikzugführer V. Herrmann wiederum prächtig konzertierte und den Abend mit der Ouvertüre zur „Leichten Kavallerie" einleitete- Die Vortragsfolge brachte eine Fülle der unterhaltsamen Darbietungen, geriet aber mit rund vier Stunden reichlich lang.
Der Reichsender Frankfurt hatte einige recht gute Kräfte für diesen Abend verpflichtet, und zwar die Parodistin Lena Haustein, die Sängerin Erna Schubert, den Rezitator Erwin Eckersberg, den Universalimitator G a r r i ck und den Humoristen Richard Kautz aus Köln.
Richard Kautz rückte seine Kolleginnen und Kollegen -zunächst mit seinen Ansagen in das rechte Licht, er erwies sich aber auch selbst als ein Humorist von Qualitäten und brachte seine eigenen dichterischen Erzeugnisse unter die Leute. Seine lustigen philosophischen Ergüsse lösten viel Heiterkeit aus, in seinen Wortspielereien, in denen er sich besonders gefiel, war viel Situationskomik enthalten. Erna Schubert brachte einige Liebeslieder zum Vor
soll in jeder Landgemeinde ein Obst- und Gartenbauverein geschaffen, unter Umständen mehrere Ortschaften zusammengefaßt werden.
Den Höhepunkt der Tagung bildet ein Vortrag von Landwirtschaftskammerrat Pfeiffer von ber Landesbauernschast Hessen-Nassau in Frankfurt am Main über das Thema „Umstellungen im Obstbau". Ziel der Obstbauvereine muß sein, mehr Obst zu erzeugen, damit die Einfuhr von Obst die 1934 noch über 300 Millionen an Devisen erforderte, unterbunden wird. Wie in der Landwirtschaft im allgemeinen, so soll auch im Obstbau darauf hingezielt werden, durch gleichmäßige Ernten vom ersten Frühobst bis zum späten Lagerobst, den Obstbedarf des deutschen Volkes zu decken. Es geht nicht, wie manche Eiferer fordern, einfach die Einfuhr ausländischen Obstes zu verbieten, aber dis wirtschaftsschädigenden Auswirkungen der Einfuhr, namentlich im Gemüsebau, müssen unterbunden werden. Als erste Maßnahme erfolgte die Regelung der Baumschulartikel, wodurch in Zukunft nur allerbeste Ware als Pflanzgut zur Verwendung gelangen wird. Rur in Ausnahmefällen darf neben der Markenetikette noch erste und zweite Qualität zum Verkauf gebracht werden. Wichtig ist auch eine sachgemäße Düngung. Die Regelung der Grenzab, stände vom Nachbar soll durch Ortssatzungen erfolgen. Die Polizeiverordnung über Schädlingsbekämpfung soll in allen Gemeinden eingeführt werden Zur Baumpflege sind vor allem die geschulten Baumwärter, die Pioniere des Obstbaues, heranzuziehen. Die in ' Bälde herauskommende neue Marktordnung für Obst wird größere Aenderungen in bezug auf Ernte und Sortierung des Obstes bringen. Die Sortenbeschränkung muß weiter gefördert werden. Der Liebhaberobstbau bleibt hiervon unberührt. Die Obstausstellungen der Vereine werden aufhören. Obstschauen, die der Sortenkenntnis, Sortierung und der Vorführung der kaufgefälligen Verpackung dienen, werden an deren Stelle treten. Dabei muß das Leistungsprinzip im Vordergrund stehen und prämiiert werden. Die neue Marktregelung wird allen Obstoerkauf über die Bezirksabgabestellen und über Schlußscheine lenken, damit die Obstmengen picht wahllos auf den Markt geworfen werden. Es werden Pflücktermine bestimmt und Verkaufsbeschränkungen eingeführt. Dadurch soll das vorzeitige Ernten unterbunden und den Behörden ein Ueberblick über die anfallenden Erntemengen gegeben werden. Der Redner sprach die Bitte aus, willige Streiter des Führers zu sein, der unser Volk einer besseren Zukunft entgegen führen wolle. Die Versammlung dankte mit reichem Beifall für die lehrreichen Ausführungen.
Vorsitzender Bopp schloß nach der Aussprache über den Vortrag mit dreifachem Sieg-Heil bid Tagung.
Zur Gratisverlosung waren Hochstämme, Beeren- unb Buschobst, Ziersträucher, Hochstammrosen und Rosenbüsche sowie Sämereien, insgesamt 160 Preise^ aus Mitteln des Verbandes zur Verfügung gestellt
Wir in der HI. haben es verstanden, daß man nur dann jenes Ziel, das der Führer uns gestellt hat: die Gemeinschaft der deutschen Jugend, erreichen können, wenn wir uns immer wieder zusarnmensinden zu dem großen Erlebnis der Einigkeit und des gemeinsamen Wollens.
Imitator und Mundharmonikavirtuofe Garrick zu unterhalten, der Tierstimmen verblüffend nach- ahmte; er führte allein mit dem Tirilieren seiner lochenden und weinenden Lerche ohne Zuhilfenahme auch nur eines Wortes eine ganze hochdramatische Liebesgeschichte vor. Außerdem erwies sich der Künstler als Mundharmonika-Virtuose. Er interpretierte Musik verschiedener Völker und spielte außerdem meisterhaft auf einer V/2 cm langen Mundharmonika. Mit einfachen Mitteln spielte er Lylophon, bis er schließlich mit Musik auf dem Schifferklavier seine Darbietungen beschloß.
Die zahlreichen kleinen Pausen zwischen den Darbietungen wurden ausgefüllt mit ausgezeichneter Musik. Der Musikzug der SA.-Standarte und die Tanzkapelle Hauck wetteiferten in ihren musikalischen Vorträgen miteinander. Der Musikzug der SA.-Standarte brachte Orchestermusik, Märsche und Walzer, die Tanzkapelle Hauck moderne Musik im Charakter der Schlager in extravaganter Instrumentation zum Vortrag. Beide Kapellen fanden reichen Beifall.
Den Abschluß des Bunten Abends bildete die Verlosung von drei Volksempfängern, die unter allgemeiner Spannung vor sich ging
NSLB., Bez.-Verein Gießen-Land.
Am Samstag hatten sich die Mitglieder des Bezirksvereins Gießen-Land im Hotel Köhler zur letzten Versammlung im Schuljahr 1934/35 eingefunden. Nach gemeinsamem Gesang des Liedes „Märkische Heide" eröffnete Obmann Rektor Siegfried (Großen-Linden) die Tagung, die im ersten Teil mit geschäftlichen Mitteilungen ausgefüllt war. In einer Aussprache über die Lehrpläne und Stundenverteilung wurde darauf hingewiesen, daß nun auch der Schwimmunterricht Pflichtfach in den Schulen ist und daß beabsichtigt sei, die Kinder der Gemeinden, die keine Badegelegenheiten haben, dorthin führen zu lassen, wo eine solche besteht. Anschließend gedachte die Versammlung noch einmal des verstorbenen Reichsleiters des NSLB., Hans S ch e m m , und hörte von Schallplatten die Wiedergabe der großen Rede, die dieser aus der Reichstagung in Frankfurt a. M. (1935) gehalten hatte. Rektor Siegfried schloß die Tagung mit der Versicherung, daß die Erziehungsgedanken des verstorbenen Reichsleiters im NSLB. weiterleben würden Und daß sie den Lehrern ein Ansporn und ein Wegweiser für die Zukunft sein müßten, um das große Ziel, das uns der Führer gesteckt hat, zu verwirklichen. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer und dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes fand die Versammlung ihr Ende.
Vornotizen.
In diesem Sinne veranstaltete der Standort ießender HI. und des BdM. eine I u n g- ~ * ebung im Maschinensaal
wir bald am Ende unserer Kraft — vielmehr müsse der grundsätzliche Weg von Blut und Boden eingehalten werden. Dieses Bekenntnis müßte die Grundlage für unser ganzes Volk werden.
Nur das Bauerntum als Bluterneuerungsquelle und Ernährer des Volkes fei der Garant für die deutsche Zukunft. Auf die inneren Haltung zu weltanschaulichen Problemen komme es an, wenn die Erzeugungsschlacht einen vollen Erfolg bringen solle. Unser Herrgott werde helfen, diese große Aufgabe zum guten Ende zu führen. Seit 400 Jahren sei das deutsche Bauerntum zum ersten Mal wieder frei und könne seine große Aufgabe, den Dienst am deutschen Volk in jeder Form, erfüllen. Nicht darauf komme es an, daß der Bauer jeden Morgen
Kommt alle zu dem
Gport-Werbeabend des BdM. und der Jnngmädel am Dienstag, 2. April, 20 Uhr, im Cafe Leib!
Wenn die dröhnenden Hämmer verklungen find, wenn der tosende Lärm der Maschinen schweigt, dann rauscht gewaltig gleich Sturmeswind eine heilige Melodie und steigt empor, aus Herzen, Geist und Seele zum ewigen Licht in Zeit und Raum ...
Wenn wir eine Veranstaltung zu Ehren Jungarbeiters durchführen, bann gehen wir in keine Parkett- ober Versammlungssäle. Nein, wir gehen dorthin, wo er täglich wirkt und schafft, wo sein Tätigkeitsbereich ist, wo er in harter Arbeit sein Teil zum Wohle des Vaterlandes beiträgt.
Jungarbeiter-Kundgebung in Gießen
Oer Bann 116 her HL. berichtet.
Bezirksobstbauverband Gießen
Oie Jahreshauptversammlung.
Bezirksobstbauverband Gießen (seither Kreis-Obst- und Gartenbauverein) hielt am Samstagnachmittag im Katholischen Vereinshaus zu Gießen feine diesjährige Generalversammlung ab. Neben den Vertretern der örtlichen Obstbau-
Die sich hier versammelt haben, wollen hier den deutschen Jungarbeiter ehren, wollen gleichzeitig den Hauch des hohen Ethos jeglicher Arbeit in sich aufnehmen.
In zwei Säulen ist die HI. einmcstchiert. Links steht der BdM., rechts die HI. Nach der Eröffnung der Kundgebung durch Unterbannführer Schulz und nach dem gemeinsam gesungenen Lied „Brüder in Zechen und Gruben" wurde die Zeit bis zur Uebertragung der Rede des Reichsjugendführers von der Zeche „Friedrich-Ernestine" in Esfen-Stop- penberg durch flotte Märsche des Musikzuges des Bannes 116, sowie durch Sprechchöre und Arbeiterlieder ausgefüllt.
Um 10.30 Uhr begann die Uebertragung von Essen, die durch einen Fanfarenchor des ^Jungvolks eingeleitet wurde. Dann zwangen uns die Worte des chorjschen Spieles „Arbeit" in ihren Bann. Laute Begeisterung verkündeten das Erscheinen des
Reichsjugendführers
der darauf über alle Reichssender zu der deutschen Jugend sprach und uns in packenden Worten die Versicherung gab, daß die neue deutsche Jugend trotz aller ‘ Anfeindungen auf ihrem begonnenen Wege weiterschreiten wolle. Die vielen widerstrebenden Kräfte, die uns heute noch entgegenstehen, würden ebenfalls wie alle Widerstände beseitigt werden.
Die Einigkeit der HI. könne heute durch keine äußeren Einflüsse mehr erschüttert werden.
Nach dem gemeinsam gesungenen Liede der Jugend „Vorwärts, Vorwärts", fand die Kundgebung Ihren Abschluß. Mit neuer Kraft und Zuversicht erfüllt rückten darauf die einzelnen Formationen wieder in ihre Standorte zurück. Der deutsche Jungarbeiter, der heute in der HI. steht, mag die lieber- zeugung gewonnen haben, daß die neue Zeit, und damit auch die neue Jugend weiß, was er innerhalb der deutschen Volksgemeinschaft bedeutet.
K.R.
doch noch gewonnen.
Goethe hatte einmal eine ganze Gesellschaft in den April geschickt. Im Schloß Tiefurt war für ein Frühlingsfest der Tisch gedeckt, ein leckeres Mahl lachte den Gästen entgegen, die jedoch verblüfft feststellen mußten, daß alles nur Attrappe war.
Der französische Zeichner Henry Monier bestieg eine Straßenbahn, die nach Charbonne, dem Ort einer bekannten Irrenanstalt, hinaUsfuhr. Im gleichen Wagen saß ein würdiger älterer Herr. Auf diesen deütend, gab der Zeichner dem Schaffner zu verstehen, daß der Herr sein Vetter und im Kopf nicht ganz richtig sei. Er müsse nach Charbonne hinausfahren, habe aber die fixe Idee, schon unterwegs auszusteigen. Mit einem reichlichen Trinkgeld wurde dann der Schaffner bewogen, den Herrn erst in Charbonne aus dem Wagen zu lassen, was auch versprochen wurde. Monier stieg natürlich schon vorher aus und malte sich noch später mit größter Freude die von ihm geschaffene peinliche Situation aus.
Die Zeitungen übernahmen es später, ihre Leser hinters Licht zu führen. Sie prophezeiten die Wiederkehr des Halleischen Kometen, was bei allen abergläubischen Leuten das größte Entsetzen auslöste, und stellten die eben entdeckte Owiepiektse- Fliege vor, die die Erregerin der .Schlafkrankheit sein sollte. Freilich wurden viele technische Konstruktionen, die das Licht der Welt als Aprilscherz erblickt hatten, später tatsächlich in die Wirklichkeit übersetzt.
l irnt für Beamte, Kreis Gießen.
Die Diensträume des Amtes für Beamte und des Reichsbundes der Deutschen Beamten, Kreis Gießen, befinden sich ab 1. April 1935 im Hause der Arbeit, Schanzenstraße, Hintergebäude.
Sprechstunden: Dienstags und Freitags von 18 bis 20 Uhr.
Reichsbund Volkstum und Heimat.
Ortsring Gießen.
Heute abend um 21 Uhr, Erklärung des Sternhimmels durch Herrn Universitätsprofessor Dr. Henneberg. Treffpunkt auf dem Vahnhofsplatz vor Cafe Schwarz. Mitglieder und Gäste willkommen!
Mittwoch, 3. April, 20.15 Uhr, Heimatabend in Gemeinschaft mit dem „Sängerkranz" im Studentenheim im Leihgesterner Weg. Lichtbildervortrag von Herrn Stadtbaurat G r a d e r t über „Alte und neue Straßen um Gießen". Der „Sängerkranz", gemischter Chor, singt Schubert- und Volkslieder, und Eberhard Scywarz trägt Heimatliches aus eigener Dichtung vor. Eintritt einschließlich Programm für Mitglieder 15 Pf., für Nichtmitglieder 30 Pf.
Diel zu bedeuten haben wird, in seinem Oberbau eine Kombination von Kleinauto, Fahrrad und Radio, bei der die Funkempfangsanlage der Fernsteuerung, wie sie bekanntlich bei dem ferngesteuerten Zielschiff „Zährinaen" der Reichsmarine schon seit langem in Gebrauch ist, größte Bedeutung hat. Ueber diese Funkempfangsanlage wird die vom Elektrizitätswerk aus bediente Fernsteuerung wirksam; sobald die Stromtaste im Elektrizitätswerk angeschlagen wird, springt die Welle auf die Funkanlage des Wasserfahrrades über, setzt dort einen winzig kleinen Motor und das große Triebrad in Bewegung, wodurch schließlich dank einer sinnreichen Kuppelung die Schwimmer des Apparates selbst ihren vorwärts- schreitenden Gang antreten. Der Apparat kann auch in jeder beliebigen Wendung nach rechts ober nach links fahren, er kann in Rückwärtsfahrt gesteuert werden und sogar ansehnliche Achterschleifen vollbringen. Der Erfinder dieser einzigartigen Neuheit ist in Gießen sehr bekannt, sein Name kann aber heute noch nicht. genannt werden, bevor nicht ber für heute nachmittag angesetzte erste Versuch als geglückt betrachtet werben kann. Man barf biefem Versuch zweifellos mit starkem Interesse entgegen»
Wegener im Grönlandeis" von Berg-Ingenieur Kurt Herdemerten. — 16 Uhr: Praktischer Schulungskursus im Garten Borrmann (hinter Wäscherei Edelweiß — 20 Uhr: Lichtbildervortrag über „Neuzeitliche Bodenbearbeitung in Garten und Feld" von Dr. agr. Fronau, Betzdorf, im „Bayerischen Hof", Bahnhofstraße.
— Sie Vortragsoereinigung (Goethe- Bunb und Kaufmännischer Verein) veranstaltet heute abend den Lichtbildervvrtrag des Expeditions-Ingenieurs der Alfred-Wegener-Grönland-Expedition Kurt Herdemerten. Der Vortragende erzählt seine Erlebnisse in Grönland. (Siehe heutige Anzeige.)
** Die Vorerhebung zur Boden- benutzungsaufnahme 19 3 5 betrifft eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei in unserem heutigen Anzeigenteil. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen.
** Die Gießener Frühjahrsmesse hatte gestern zu ihrem Beginn wenig erfreuliches Wetter. Der Regen tat dem von den Schaustellern erwarteten Massenbesuch erheblich Abbruch, immerhin bewegte sich am Nachmittag und auch in den Abendstunden doch eine ansehnliche Menschenmenge auf dem Messeplatz hin und her. Besondere Anziehungspunkte waren die Achterbahn und das große Zeppelin-Karussell, daneben wurde aber auch
vereine waren die Vertreter der Obstbauinspektion Gießen-Friedberg und der Bäuerlichen Werkschule und Beratungsstelle erschienen.
Der von der Landesbauernschaft Hessen-Nassau neu ernannte Vorsitzende, Erbhofbauer Ferdinand Bopp (Bellersheim), richtete herzliche Worte der Begrüßung an die Mitglieder und Gäste und versprach, seine ganze Kraft zur Förderung des heimischen Obstbaues einzusetzen. Er wolle an dem Alten, Bewährten und Erprobten sesthalten, daneben aber den neuen Maßnahmen zum Erfolg verhelfen und dem Führer treue Gefolgschaft leisten. Er gedachte dann des auf tragische Weise ums Leben gekommenen Kreisbauernführers A. Dörrschuck, dessen Andenken von der Versammlung in üblicher Weise
arbeiter-Kundg der Schaffstäbtschen F« _ „ mag manchem von uns etwas sonberbar erschienen sein. Eine große Halle mit Maschinen unb Werkplätzen, ber Ort emsiger Arbeit. Heute stehen bie Maschinen still. Ein anberer Geist ist in diesem Saal eingezogen. Ein Geist, ber von einer neuen Weltanschauung kündet, dessen Träger die deutsche Jugend ist. Heute hält nicht ber Arbeiter innerhalb seiner Gruppe seine Kundgebung ab. Klassengeist und Klassenhaß, die in den Jahren nach dem Kriege herrschten und das Volk zerrissen, sind verschwunden. Dem deutschen Arbeiter wurde vom Führer die Ehre roiebergegeben. Er marschiert heute im gleichen Schritt in unseren Reihen, in benen Kameraden aus allen Schichten unseres Volkes
uciii uorigen Scyaustellern anjehnllcher Zujprucy zuteil. Im ganzen gesehen muß jedoch noch allerlei Schwung hineinkommen, wenn die Schausteller ihre Hoffnungen erfüllt sehen sollen.
*’•' Kreishandwerkerschaft Gießen (Lah n). Ab 1. April sind bie Bienftftunben ber Kreishanbwerkerschaft Gießen täglich von 7 bis 15 Uhr, Samstags von 7 bis 12 Uhr. Sprechstunben finden statt von 8 bis 13 Uhr, Samstags von 8 bis 12 Uhr.
** Ein Wasserfahrrad mit Fernsteuerung, das in diesen Tagen ber mit mancherlei Neuheiten auf Oswalbsgarten weilenben Messe besondere Aufmerksamkeit verdient, wird am heutigen Montag zwischen 16 und 17 Uhr (4 bis 5 Uhr nachmittags) auf der Lahn zwischen ber Brücke an der Neustadt und der Müllerschen Badeanstalt im Betrieb vorgesührt werden. In seinem schlitten- artigen Unterbau hat dieses Wasserfahrrad eine gewisse Ähnlichkeit mit den vor einiger Zeit auf der Lahn praktisch vorgeführten Wasserschuhen, mit denen vekanntlich mehrere junge Leute von Gießen aus einen erfolgreichen Wasserschuhlauf nach Wetzlar unternahmen. Dagegen ist der neuartige Wasserfahrrad-Apparat, der für den Wassersport wohl noch
bestimmt.
Die Rechnungsablage erfolgte durch P. Happel (Watzenborn-Steinberg). Bei einer Einnahme von 1899,56 Mark und einer Ausgabe von 1026,58 Mark ergab sich ein Ueberschuß von 872,02 Mark. Das verzinslich angelegte Barvermögen beläuft sich auf 3112,68 Mark. Die Rechnungsprüfung erfolgte durch die Beiräte R e h n e l t (Gießen) und B e p p l e r (Wiefeck) und konnte als in jeder Beziehung mustergültig angesprochen werden. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt.
Der Voranschlag für 1935 schließt mit 2250 Mark in Einnahmen und Ausgaben ab und sieht auf der Sollseite erhöhte Ausgaben für Vorträge, Versammlungen, Beihilfen und Prämien an die Ortsvereine vor. Außerdem wurde ein Betrag von 200 Mark zur Weiterbildung der Baumwarte und Baumpfleger vorgesehen. Da der Mitgliederbestand im dauernden Steigen begriffen ist — die Zahl 2000 ist bereits überschritten —, konnte der Beitrag zum Bezirksverband von 50 auf 40 Pf. je Mitglied gesenkt werden. Darin ist auch der Beitrag an den Landesobstbauverband enthalten.
Dem Jahresbericht von Obstbauinspektor R e n i s ch von der Obstbauinspektion Gießen-Friedberg ist folgendes zu entnehmen. Es wurden 21 Vorträge gehalten. In Londorf und Burkhardsfelden würden neue Obst- und Gartenbauvereine gegründet. In 32 Fällen wurden Beihilfen aus Reichsmitteln zu Neupflanzungen mit den vorgeschriebenen Sorten gewährt. Soweit als möglich
geehrt wurde. Herzliche Dankesworte widmete der Vorsitzende dann dem seitherigen kommissarischen Leiter des Kreisvereins, Regierungsrat Dr. Krüger vom Kreisamt Gießen, und er schlug vor, ihn zum ersten Ehrenmitglied der neuen Organisation zu ernennen. Einstimmig wurde dieser Vorschlag von der Versammlung gebiUigt Schon vor drei Jahren wurde Regierungsrat Wolf, jetzt Kreisdirektor in Alzey, zum ersten Ehrenmitglied des Kreisvereins ernannt. Zum neuen Schriftführer wurde Baumwart Adolf Müller (Bellersheim)
trag und fand viel Beifall. Lena Haustein überraschte die Besucher zunächst als kleiner Junge von etwa 12 Jahren und ließ die Zuhörer in einigen Zweifeln über ihre Person. Erst bei ihrem nächsten Auftritt entpuppte sie sich als eine ausgewachsene junge Dame von mondäner Erscheinung, der nur ihre figürliche Winzigkeit die anfängliche Täuschung gestattete. Schon in dem Kinderliederpotpourri bewies sie starke persönliche Eigenart. Das „Sächsische Ehedrama" und zwei Berliner Chansons machten viel Laune. Als einen ganz erstklassigen Rezitator lernte man Erwin Eckersberg-Berlin kennen, der in den Grotesken „Darf eine Dame" und „Der Apfel des Sextaners Platt", bei seinen weiteren Auftritten mit der „Opernparodie" nicht nur sein rezitatorisches Talent, sondern auch seine starken mimischen Fähigkeiten bewies. Seinen Sachsenimitationen mar der Beifall von vornherein sicher. Mit am besten vermochte der humorvolle Universal-
reumütig an feine Brust schlage: Was bin ich |ür ein sündiger Mensch, sondern jeden Morgen und jeden Abend sollte der deutsche Bauer unfern Herrgott um die Kraft bitten, das leisten zu können, was notwendig sei. Dann könne der Mann, der die Fahne trage, fallen, die Fahne selber aber werde über einem freien und starken Deutschland wehen.
Im Anschluß an die Rede des Landesbauernfüh- rers ergriff Kreisbauernführer Geiß das Wort zu einem letzten Appell an die Bauern, den Willen des Führers in die Tat umzusetzen. Kreisleiter Kirchner schloß die imposante Kundgebung mit einer Ehrung für den Führer, an die sich das Horst-Wes- sel-Lied anschloß. Nach Schluß der Kundgebung fand ein Borbeimarsch der Formationen auf dem Marktplatz statt.
April!
Vermutlich wegen der Unbeständigkeit und Launenhaftigkeit des Monats hat man den ersten April zum Anlaß genommen, feine Freunde und Bekannten auf alle erdenkliche Weise hereinzulegen. Der erste April ist ein Festtag für alle Witzbolde, die mit Vorliebe ihren Nächsten einen Streich spielen, je toller, desto besser, und sich hinterher schief lachen wollen, wenn der Gefoppte auf den
Leim geht.
Der Brauch, einen anderen schicken", ist uralt, man hört von den berühmtesten Leuten, die sich solche Scherze mit- ihren Mitmenschen erlaubt haben. Die Scherze der früheren Jahrhundert waren oft recht derb, manchmal sogar roh. Philipp der Gütige von Burgund hat trotz seines ansprechenden Beinamens mit seinem Hofnarren Kölling eine mutwillige Wette abgeschlossen. Der Narr sollte versuchen, den Herzog in den April zu schicken. Bei einem Erfolg sollte er reich beschenkt, bei einem Versagen aber dem. Henker überliefert werden. Dem Herzog gelang es, den Narren trunken zu machen, so daß er den ersten April verschlief. Der Narr mußte also tatsächlich das Blutgerüst besteigen, und der Henker gab ihm einen Schlag ackf den Nacken. Zum Erstaunen des Herzogs ging der Narr auf diesen üblen Scherz ein, stellte sich tot, und erst als der Herzog sich Gewissensbisse machte, sprang Kölling auf die Beine und rief: „April, April!" So hatte er die Wette
spielhaus, Bahnhofstraße: „Der alte und der junge ; König". — Vortragsvereinigung, 20 Uhr in der Neuen Aula: Lichtbildervvrtrag über „Mit Professor


