Mitglieder der Presse als Gäste, um ihnen einen Ueberblick über das Wesen und Werden der Potsdamer Modellbauschule zu geben.
Oie erste seegehende Modellflotte der Welt.
Max Bartsch, der sich, als Seemaler im Nebenberuf, seine Schiffsmodelle selber baute, hat nach dem Kriege versucht, dieses Interesse und diese Fähigkeiten unter ein größeres Ziel zu stellen. Zu einer Zeit, da die deutsche Jugend arbeitslos und arbeitsscheu auf den Straßen lag, gelang es ihm, in Dresden vierzehnjährige Jungen für seine Sache anzuregen und zur freiwilligen Arbeit heranzuziehen. Es ging um nicht mehr und nicht weniger als um das Vorhaben, die erste seegehende M o d e l l f l o t t e der Welt, die in einheitlichem Maßstab hergestellt war, zu bauen. Was bisher an Modellsammlungen existierte, stand lediglich im Glaskasten zur Schau und wurde niemals lebendig. Außerdem hatte man überall auf einen einheitlichen Maßstab verzichtet.
»Mutti Hamburg" und ihr »Baby".
Ohne jede behördliche Unterstützung fing Bartsch an, etwa vierzig Schüler und Gehilfen in der Theorie des Schiffbaues und in allen nötigen manuellen Fähigkeiten unterrichten. Es kam auf gründliche und vielseitige Durchbildung an. Nach sechs Jahren wurde das erste fertige Modell- schiff, die „Hamburg", vom Stapel gelassen und den überraschten Dresdenern oorgeführt. Es folgte die „Columbus". Beide Modellschiffe erschienen eines Tages zusammen in der Hamburger Alster, und die großen Reedereien zeigten sich so begeistert über diese .Konkurrenz", daß sie die Besatzung für ein paar Tage zu Gaste luden.
Es war ein reizendes Schauspiel, als die kleine „Hamburg" einmal auf die Unterelbe hinausfuhr, um die heimkehrende große „Hamburg" feierlich einzuholen. „Mutti Hamburg" begrüßte ihr „Baby" mit ihrem lauten Heuler, und das „Baby" antwortete mit seinem „Kinderstimmchen", so schrieben damals die Zeitungen.
übertragen. Dann geht es an die praktische Arbeit. Die Junaen bekommen nichts in die Hand, was nicht vorher theoretisch begründet wurde. Daß die 14= bis 17jährigen Schüler verschieden vorgebildet sind, ist kein Hindernis im Unterricht. Alle elf Jahre hindurch hat es Bartsch verstanden, über Unterschiede der Bildung und über politische Differenzen hinweg die Jungen zu einer Arbeits- a e m e i n s ch a f t zusammenzuhalten, in der gegenseitiger Austausch des Wissensstoffes stattfindet und dauerhafte Freundschaften geschlossen werden.
Nicht zum wenigsten werden die Jungen durch die gemeinsame Notlage miteinander verbunden. Es handelt sich zum Teil um ganz mittellose Jungen, der Unterricht ist kostenlos, und so muß sich die Schule die Mittel für ihre Arbeit zusammenbetteln. Ab und zu wird dann die Parole ausgegeben: „Langsam arbeiten! Jetzt müssen wir erst wieder etwas verdienen!" Dann erinnert sich Bartsch an sein Mallalent und erbittet sich von seinen Freunden ein paar Aufträge; durch Vorträge und Reisen wird für die Schule geworben, und der Verkauf von Postkarten bringt kleine Einnahmen.
»Bremen" - das „Hotelfchiff".
Alle Schiffe der Modellbauschule haben einen halben Meter Tiefgang und werden elektrisch betrieben. Sie sind so stabil gebaut, daß die: vier Mann Besatzung, die jedes Schiff durchschnittlich erfordert, beim Einlaufen in den Hafen auf einer Seite, die Hand an der Mütze, stramm stehen können. Alle Manöver können lebenswahr ausgeführt werden.
Innen sind die Schiffe recht spartanisch ausgerüstet. Die einzige Ausnahme ist die „Bremen", die darum auch das „Hotelschiff" genannt wird. Hier wird aus großer Fahrt elektrisch gekocht und gebügelt, hier gibt es Radio und eine
eigene FernMpfangs-Plattenübertmgung mit vier Lautsprechern. Gewöhnlich werden aber txi-e Meldungen von Schiss zu Schiss durch Winkspruch übermittelt. Zur Mittagszeit wird zum Beispiel signalisiert: „Zur Essenaufnahme bereithalten'" Dann läßt die „Bremen" ein kleines Boot mit dem Mittagessen aufs Wasser und läßt es an einer Schnur die Kiellinie entlangtreiben. Jedes Schiff nimmt sich seinen Anteil heraus, und hat die Besatzung die Mahlzeit beendet, dann wird gewinkt: „Äufgegessen, bitte Geschirr abholen!" Wieder legt dann das kleine Boot längsseit an uni) wird an der Schnur samt Geschirr eingeholt.
Wir durften auf der „Bremen" einen kleinen Trip auf dem Landwehrkanal machen, bewunderten die winzige Küche, fanden den „Salon" etwas eng, aber gemütlich und kletterten nach einer Weile wohlbehalten aus der vorderen Luke wieder heraus, staunend und jubelnd von einer zahlreichen Menschenmenge begrüßt, als kämen wir aus der großen „Bremen" geradeswegs aus Amerika.
Zukunststräume.
Der Ruf der Schule verbreitet sich mehr und mehr. Die Jungen werden später gerne in die Marine ausgenommen, bisweilen schickt man auch in Kiel einen Anwärter zu Oberleutnant Bartsch nach Potsdam, wo er sich die Grundbegriffe der Schiffsbautechnik aneignen soll. Durch das lange Zusammenarbeiten und die Notwendigkeit, fast täglich mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, findet in Potsdam auch eine charakterliche Selbstauslese statt, die überaus wertvoll ist.
Bartsch will demnächst eine dreijährige Lehrzeit mit festem Plan einrichten, die ein staatlich genehmigtes Abschlußzeugnis bekommen soll. Noch fehll es aber an vielem. Bartsch träumt davon, ein Heim zu bauen, in dem fünfzig Schüler wohnen und arbeiten können...
Wirischast.
Etadivorstand in Alsfeld.
Q Alsfeld, 29. März. Zu Beginn der gestrigen Stadtvorstandssitzung gedachte Bürgermeister Dr. V ö l s i n g mit Entrüstung und tiefer Empörung des unerhörten Bluturteils von Kowno und der Leiden der entrechteten und geknechteten deutschen Volksgenossen im Memelgebiet. Er schloß seine eindrucksvollen Ausführungen mit dem Hinweis, daß hoffentlich auch für diese deutschen Volksgenossen der Tag der deutschen Freiheit bald kommen werde.
Als erster Punkt der Tagesordnung wurde der Erlaß der Ortssatzungen über die F i l i a l - und Warenhaus st euer für das Rechnungsjahr 1935 behandelt. Die vorgelegten Entwürfe, wonach die Erhebung der beiden Steuern in Höhe von 200 v. H. der gemeindlichen Gewerbesteuer vorgesehen ist, wurden angenommen.
Die Schlachthofgebühren wurden in Abänderung des Beschlusses vom 26. Februar als Einheitsgebühr für das Rechnungsjahr 1935 wie folgt festgesetzt: für ein Stück Großvieh 6,80 Mark, für Schweine 4,15 Mark für die ersten zehn Stück pro Woche, für jedes weitere Stück 3,15 Mark, für Kälber 1,75 Mark, für Schafe, Ziegen 1,15 Mark, für Lämmer, Ferkel 0,50 Mark.
Für die von der Stadt vorgesehenen N o t - standsarbeiten im Stadtwald Homberg wurde der infolge Herabsetzung des beantragten Förderungssatzes von 3 Mark auf 2,80 Mark für das Tagewerk erforderliche weitere Kredit bewilligt.
Zu der Grund st ücksverpachtung vom 25. März, in der die städtischen Wiesen und Feldwege auf sechs Jahre verpachtet wurden, lag ein Einspruch mehrerer Kleinsiedler vor, die beantragten, die Versteigerung nicht zu genehmigen, sondern die Ausmärker von der Versteigerung auszuschließen. Der Antrag wurde aus grundsätzlichen Erwägungen abgelehnt und die Versteigerung genehmigt.
Verschiedene Einsprüche gegen die Berechnungen der Kanalbenutzungsgebühr (Festsetzung des Gebäudewertes) wurden der allgemeinen Folgen
Leber den großen Teich.
Die kleine „Columbus" fuhr 1929, wohlbehütet an Bord der großen „Bremen", über den Atlantik und zeigte sich den Neuyorkern. Hier erregte das tapfere Schiffchen bei seinen zum Teil recht stürmischen Fahrten auf dem Hudson das größte Aufsehen, und „the little Gulliver Ship" bestand hier auch seine erste Tonfilmprobe. Nicht weniger als 14 Filmunternehmungen rissen sich darum, die kleine „Columbus" aufzunehmen, und jagten das Schiff im Wasser hin und her, um es ja von allen Seiten und in allen Situationen in die Kamera zu bekommen. Das war in derselben Zeit, als in den amerikanischen Zeitungen die deutsche Jugend noch als arbeitsuntüchtig und verroht, zu allem Bösen fähig, hingestellt wurde.
Nelsons Schlachtschiff.
Mit einer kleinen „Europa" besuchte Bartsch Southampton. Die Engländer, von Haus aus Seefahrer, brachten dem Gast ebenfalls lebhaftes Interesse entgegen. Die Besatzung, in schmucke Matrosenanzüge gekleidet, durfte den Hafen besichtigen, unter anderem auch Nelsons Schiff „Victory", ein Nationalheiligtum, das jetzt auf dem Trockendock liegt. Man gestattete Bartsch und seinen Jungen, die „Victory" nachzubauen — ein schönes freundschaftliches Entgegenkommen, gleichzeitig aber auch ein Zeichen dafür, wie weit die Bestrebungen der Modellbauschule von jedem Chauvinismus entfernt sind.
Die Schule, die schon bald nach ihrer Gründung von Dresden nach Potsdam übergesiedelt war, arbeitete eifrig weiter. Jedes Modell wurde besser als das vorhergehende. So entstand, unter Anteilnahme von Reichspräsident von Hindenburg, Admiral Scheer, Großadmiral a. D. Tirpitz und Prinz August Wilhelm, der Schlachtkreuzer „Hindenburg", der Kreuzer „Königsberg" und — in jüngster Zeit — die „Bremen". Die „Bremen" wurde vom Reichsjugendführer getauft, und es stellte sich heraus, daß bei dem Stapellauf des Modellschiffes mehr Fllmoperateure zugegen waren als bei dem der großen Schwester.
Schwierigkeiten.
So verwöhnt die Jungen auf ihren Reifen auch wurden, so gerne kehrten sie immer wieder auf ihre Werft zurück. Ihr Eifer ist so unermüdlich, daß ihr Lehrer und väterlicher Freund Mühe hat, sie um 23 Uhr ins Bett zu treiben. Auf diese Weise bauten zwanzig Jungen die „Bremen" und den Tankdampfer „Franz Klasen" in einem halben Jahr fertig.
Was den besonderen Reiz der Arbeit ausmacht, ist die Möglichkeit, das Werk mit eigener Hand von Anfang bis zu Ende auszuführen. Zuerst werden die großen Baupläne der Werften studiert und in den verkleinerten Maßstab
Oie Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
572: Vorläufiger Abschluß der deutsch-französischen Verhandlungen über die Verlängerung des deutsch-französischen Verrechnungsabkommens. Eine neue Regelung auf vier Monate.
573: Inkasso von Kupons, Zinsen und Bonus für ausländische Rechnung.
574: Studienaufenthalt und Schulbesuch im Ausland.
575: Ausländer-Sonderkonten für Jnlandszahlun- gen im Warenverkehr mit England.
Errichtung einer neuen Opelautomobilfabrik in Brandenburg an der Havel.
In enger Fühlungnahme mit maßgebenden Kreisen der Reichsregierung hat sich die Opel A G., Rüsselsheim a. M., entschlossen, in Brandenburg a. d. Havel eine neue Fabrik zu errichten, weil die volle Produktionskapazität in Rüsselsheim ausgenutzt ist. Die Fertigstellung der Baulichkeiten ist für den 1. Oktober 1935 vorgesehen, um rechtzeitig für das 1936er-Programm in Rüsselsheim Platz zu schaffen. Wie der Fwd. ergänzend hört, dürfte der Monat März mit einer Herstellung von 11500 Wagen, wovon 10 v. H. - 1150 Wagen 3iir Ausfuhr gelangten, den Rekordmonat in der Produktion von Opel bringen. Damit isr die Kapazität der Rüsselsheimer Vierte — die Belegschaft von 18 000 Mann arbeitet in zwei Schichten — bis zum äußersten angespannt, so daß sich die Adam Opel AG. zu der erwähnten Errichtung einer neuen Fabrik in Brandenburg entschloß. Die vor einer Woche im Geschäftsbericht für 1934 der Adam Opel AG. ausgesprochene Zuversicht eines weiteren Aufschwunges der deutschen Kraftverkehrswirtschaft im laufenden Jahre, deren Schlüsselstellung zugleich der Wirtschaftserfolg zahlreicher Vorindustrien und ausgedehnter Dertriebsorganisationen verbürgt, hat sich damit überraschend voll bestätigt.
Nhein-Mainiscke Mittagsbörse, lleberwiegend fest.
Frankfurt a. M., 30 März. Bei im Gesamtausmaß kleinen Umsätzen eröffnete die Wochenschlußbörse in überwiegend fester Haltung. Die Kulisse nahm einige Deckungen und Meinungskäufe vor, zumal der Quartals-Ultimo als überwunden galt. Daneben boten einige günstige Nachrichten aus der Wirtschaft der Haltung eine gute Stütze. Die Kundschaft beteiligte sich nur in kleinem Umfang am Geschäft, wobei sie sich mehr dem deutschen Nentenmarkt zuwandte, an dem weitere Kaufaufträge für Goldpfandbriefe Vorlagen.
Am Aktienmarkt verzeichneten Montanaktien lebhaftes Geschäft und kräftige Kurserhöhun
gen. Etwas Anregung bot hierbei die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung die der Stahlverein- AG. nahestehende Thyffen-Rheinstahl-AG., Frankfurt a. M., mit 5 v. H. Speziell Rheinstahl waren gesucht und auf 105 bis 106,25 (103,50) erhöht, ferner gewannen Klöckner 1,65, Buderus 1,75, Mannesmann 2 und Stahlverein 1 v. H. Auch Harpe- ner lagen mit 104,50 (102,50) fest. Am Chemiemarkt fetzten IG.-Farben mit 144 um 1,25 v. H. Deutsche Erdöl mit 103,25 1 v. H. fester ein. Elektrv- aftien lagen etwas uneinheitlich, wobei AEG. 0,65 und Siemens 1 v. H. nachgaben, dagegen Schuckert 0,65 v. H. anzogen. Fest lagen außerdem Reichsbank mit 160 (158), Zellstoff Waldhof mit 115,50 (114,50). Von Schiffahrtswerten wiesen Hapag mit 34,25 bis 34,40 (34) einiges Geschäft auf, AG. für Verkehrswesen gewannen 0,50 v. H. auf 81,50. Auf den übrigen Marktgebieten lagen erste Kurse noch nicht vor, immerhin ergaben sich ebenfalls Befestigungen von etwa 1 v. H. im Durchschnitt.
Am Rentenmarkt waren Altbesitzanleihe mit 112,13 (112) leicht gefragt, auch Kommunal-Um- schuldung und Zinsvergütungsscheine lagen mäßig fester. Späte Reichsschuldbuchforderungen blieben zu 97,95 v. H. gut behauptet.
Im Verlaufe blieb die Börse fest und die Umsatztätigkeit verhältnismäßig lebhaft. Besonders Stahlverein und Rheinstahl waren gefragt, aber auch die übrigen Montanaktien zogen meist nochmals 0,50 bis 0,75 v. H. an. Fester waren ferner Reichsbank bis 161, Scheideanstalt 210 (209,50), Deutsche Linoleum 149,50 (147,50), Zellstoff Aschaffenburg 81,90 (80,50), Gesfürel 118,50 (118) usw. Leicht nachgebend waren AKU. mit 52,75 (53,25). Conti Gummi lagen mit 155 unverändert.
Am Kassamarkt waren Großbankaktien stark gefragt und fest, speziell Commerzbank mit etwa 87,50 bis 88 (85,75). Hypothekenbankaktien lagen dagegen meist etwas schwächer, ausgesprochen schwach Pfälz. Hyp.-Bank mit etwa 90,50 (96,50) bei starkem Angebot (etwa 50 000 Mark).
Am Rentenmarkt zogen Altbesitz auf 112,25 an, 6- und 5proz. Stahloerein-Bonds waren leicht befestigt. Am Pfandbriefmarkt lagen einige Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen bis 0,13 v. H. höher, Liquidationspfandbriefe und Stadtanleihen lagen gut behauptet. Von Auslandrenten lagen Schweiz. Bahnanleihen 1 bis 3 v. H. schwächer.
Tagesgeld wurde auf- 3,50 (3,25) erhöht.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 1. April. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Aufgetrieben waren 1150 Rinder, darunter 305 Ochsen, 159 Bullen, 411 Kühe, 275 Färsen, 525 Kälber, 35 Schafe, 3767 Schweine. Es kosteten: Ochsen 28 bis 40, Bullen 28 bis 40, Kühe 16 bis 38, Färsen 30 bis 40, Kälber 26 bis 54, ' Hämmel 37 bis 37, Schweine 38 bis 52 Mark. — Marktverkauf: Bei allen Gattungen mittelmäßig.
wegen als unbegründet abgelehnt.
Die Müllabfuhr für das Rechnungsjahr 1935 wurde dem Ernst Arnold zu feinem Angebot für 20 Mark pro Woche übertragen, wobei die Stadt einen städtischen Arbeiter zur Bedienung stellt.
Auf Grund eines vorliegenden Baugesuchs ist die Festsetzung von Straßen- und Baufluchtlinien an dem Verbindungsweg zwischen Der Junkergartenstraße und dem Klostermauerweg notwendig geworden. Die Festsetzung erfolgte nach den Vorschlägen des Hochbauamts. Gleichzeitig wurde der für die Bebauung dieses Stadtteils vor- gelegte Entwurf eines 9. Nachtrages zum Ortsbaustatut der Stadt Alsfeld genehmigt.
In nichtöffentlicher Sitzung wurde der Ankauf des Anwesens der hiesigen Kasino- gesellschaft Concordia durch die Stadt eschlossen. Die Verwendung des Gebäudes erfolgt zu gemeinnützigen Zwecken.
Rundfunkprogramm.
Dienstag, 2. April.
6 Uhr: Sauern fünf. 6.15 und 6.45: Gymnastik. 6.55: Morgenspruch — Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 9: Werbekonzert. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk — Die Glocke. 11.45: So- zialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittaqs- konzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten. 15.15: Für die Frau. 16: Kleines Konzert. 16.30: 70 Jahre Küstenrettungs- werk der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Ein Vortrag von Kontre-Admiral a. D. Kühlenthal, Frankfurt «M. 16.45: Vortrag: Frau und Kriegsbücher. Eine Betrachtung. 17: Heiteres Chor-Konzert. 18.30: Umkämpftes Land in Zentralasien. Afghanistan und fein nationales Aufbauprogramm. Ein Bericht von Dr. K. Klinghardt, Frankfurt a. M. 18.45: Das Recht am eigenen Bilde. Eine Plauderei für Schnappschußjäger. 19: Tanz der Instrumente. 20: Nachrichten. Anschließend: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15: Stunde der Nation. Das Spiel vom Freien und vom Knecht. Ein Hörspiel. 21: Instrumental-Kabarett mit ©efangseinlagen. 22: Nachrichten.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
Dr. W.» Gießen. Nach § 35 des Entschuldungs- gesehes und Artikel 29 Abs. 1 der 6. Durchführungsverordnung hat auch der M i t s ch u l d n e r des Betrieb sinhabers die. gleiche günstige Rechtsstellung, wie sie dem Bürgen des Betriebsinhabers zugute kommt, und zwar sofern und soweit, als der Mit- schuldner im Falle der Befriedigung des Gläubigers einen Ersatzanspruch gegen Den Betriebsinhaber haben würde.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Berlin
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
97
112
112,4
112
112,5
99,4
99,4
99,5
34,4
34
98,25
98,5
98,25
98,25
150
97,25
97,5
142,75
145
99,9
99,9
209.5
94
94
114,5
114,5
114,5
115,13
88,75
97,5
97,25
9fr, 85
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100
100,13
100,13
100,4
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97,5
97,5
97,5
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7
0
24,5
24,5
24,5 I
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7,05 I
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Silberrente
1,13
102,5
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6,95
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8,25
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155
97,5
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92,75
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87
87
158
95,9
104,4
36,25
227,5
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93,75
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94
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79,9
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7
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124,9
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226
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117,13
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208 103,25 79,65 12,65 107,5 109,5 148,75
37,9 139,65 107,25
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109,75
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35
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82
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94
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.. O
. 5 . 5 IV»
53,25
116,75
114,5
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7
6,8
Siemens L Halske. Lahmeyer L Co. .
Schultheis Patzenhoser 4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O
4% Ungarische Goldrente .......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% desgl. von 1913..........
5% abgesi. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie l.....................
35,4
81
108,25
85,5
7,1
6,5
6,75
10,25
2
Gesellschaft.. Dresdner Bank Reichsbank ...
4% Oesterretchische Goldrente...
4,20% Oesterretchische Silberrenb
7,13
6,5
6,8
10,3
35,65
81,5
107,75
87,75
145,25
210
102
107,5
94,5
A.E.G......................o
Bekula io
Elektr. Lteferungsgesellschast... 5
Licht und Straft ........... 6%
Felten & Guilleaume O
Gesellsch.f.Eiektr.Unternehmung. 5
Rheinische Elektrizität ........5
Rhein. Westf. Elektr 6
SchuckertLCo......... 4
88,75
88,75
160
Philipp Holz mann .... Zementwerk Heidelberg Eementwerk Karlstadt..
Griyner O| 37 I
Mainkrastwerke Höchst a.M>... 4 94
Süddeutscher Zucker ....... 91 163 I
« 123,25 ey« 88,5 .. oj 79,65
Bemberg...........
Zellstoff Waldhof .... Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas.......
Daimler Motoren. ... Deutsche Linoleum ... Orenstein & Koppel .. Westdeutsche Kaufhof. Chade Accumulatoren-Fabrtk Conti-Gummi.......
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 554% Doung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.. Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
*xh% Deutsche Reichspostschatzan- weisungen von 1934, I
6% ehem.Z% Hess. Volksstaat 1929 lrückzahlb. 102%) ...........
*54% ehem. Hessische Landesbank
Darmstadt Gold R. 12 6Va% ehe IN. Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Liaui ...
454% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverschr. R. 6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten ...........
Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
454% ehem.8% Franks. Hyp^Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
554% ehem. 4%% Franks. Hyp.° Bank-Liqu.-Pfandbriefe.......
514% ehem. 4 y.% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe
4%% ehem. 8% Pr. Landespfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19
414% ehem. 7% Pr.Landespfand- briefanst., Gold Komm. Obl.VI
Steuergutsch.Verrechnungsk. 35-39
37,25 1 371
94,25 -
-I 362,51
Amerikanische 9toten.........—...
Belgische Noten..................
Dänische Noten ...........
Englische Noten Französische Noteu Holländische Noten .......
Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten Ungarische Noten ........
8 95
6 -
O —
Hamburg-Amertka-Pakel O Hamburg-Südam. Dampfschiff . O Norddeutscher Lloyd .........O
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz, und Privat-Bank ... O Deutsche Bank und Disconto»
7] 142,75 o|
Datum
Mansfelder Bergbau
Kokswerke ...........
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lornbardzinsfuß 5 o. H
29 3 "~95?5 104,75
87,5 I 89 I 87,75 I 118 118,75 I - — | — | — |
Buderus
Deutsche Erdöl
1 Gelsenkirchener
Phönix Bergbau Rheinische Braunkohlen Rheinstahl...........
Vereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ........
Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth
. 12, 207,75 3 y»1 103,5 .. O- 80 12,4
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen Ilse Bergbau .............
Ilse Bergbau Genüsse Klöcknerwerke Mannesmann°8Ühren......
3. G. Farben-Jndustrte
Scheideanstalt........
Goldschmidt ..
Rütgerswerkc .
Metallgesellschaft
Schlußk. Mittag- börse
30 3
97
106
Frankfurt a.M.
Berlm
Schluß- kurü
Schlußk. Abcnd- börse
Schluß» turs
Schlußk. Mliiag- börle
Oatum
29 3
30.3
29.3
30-3
Frankfurt a. M
Aerlin
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Abend- börse
Schluß» Iure
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Baium
29 3
30 3
29 3
30-3
4% besgl. Serie 11 ............
8,25
8,6
8,7
8,7
5% Rumän. vereinh. Rente ti. 1903
—
4,4
—-
4^%Rumän.vereinh.Rentev.i913
6,9
6,8
6,75
6,6
4% Rumänische vereinh. Rente ..
4
4,2
4,05
4,13
2y*% Anatolier ..............
34
34
33,4
Frankfurt a. M.
Schluß» kurs
Schlußk. Abendbörse
29-3
30-3
29. März
30.März
Amtliche
Geld
Notierung
Brief
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Buenos faire.
0,658
0,662
0,658
0,662
Brüssel ....
—
——
—
Rio de Jan.
0,201
0,203
0,201
0,203
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
53,91
54,01
53,42
53,52
Danzig.....
81,27
81,43
81,25
81,41
London .....
12,07
12,10
11,965
11,995
HeliingforS..
5,335
5,345
5,285
5,295
Paris ......
16,41
16,45
16,41
16,45
Holland ....
168,15
168,49
168,08
168,42
Italien.....
20,58
20,62
20,58
20,62
Japan ......
0,706
0,708
0,700
0,702
Jugoslawien
5,649
5,661
5,649
5,661
Oslo..... :
60,68
60,80
60,13
60,25
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon ....
10,96
10,98
10,86
10,88
Stockholm...
62,25
62,37
61,69
61,81
Schweiz ....
80,72
80,88
80,72
80,88
Spanien....
34,02
34,08
33,97
34,03
Prag.......
10,39
10,41
10,395
10,415
Budapest ...
—
—
Neuyork ...
2,495
2,499
Banfnoten.
2,491
2,495
Geld
Brie!
2,443
2,463
45,91
46,09
53,21
53,43
11,93
11,97
16,35
16,41
167,66
168,34
20,36
20,44
59,92
60,16
—
—
—
—
61,48
61,72
80,34
80,66
33,50
33,64
——


