Ausgabe 
1.2.1935
 
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gekommen. Die Aufführung des Musikdramas gestaltete sich zu einem der größten Erfolge des Hessischen Landestheaters in der letzt n Zeit. Vor den stimmungsvollen Bühnenbildern Max Fritz­sches steigerte der Spielleiter Bruno Heyn die Oper zu ihrem tragischen Höhepunkt. Dank der aus­gezeichneten Besetzung der Hauptrollen mit Heinrich Bla sei, der den Feldhauptmann Johannes A

Pro darstellte, Regina Harre als fein Page Wer­ner, Hermann Schmid-Berikoven als Bullo und Erna von Georgi als Bianca fand die Auf­führung unter der ausgezeichneten Stabführung von Generalmusikdirektor Karl Friderich eine be­geisterte Aufnahme. Der Komponist und die Haupt­darsteller wurden vielfach vor die Rampe gerufen und mit Blumen überschüttet.

Wirtschaft.

Warum Zinssenkung?

Länger als ein Jahrzehnt war die Welt an hohe Zinssätze gewöhnt. Es war aber von vornherein klar, daß diese Erscheinung, die sich als Folge der ungeheuren Werteoernichtung im Kriege überall herausgebildet hat, nicht von langer Dauer sein würde, daß vielmehr das niedrigere Zinsniveau der Vorkriegszeit wieder erstehen würde. Schon bei Ausbruch der großen Weltkrise hat ein bekannter englischer Nationalökonom prophezeit, daß in weni­gen Jahren der hohe Kriegs- und Nachkriegszinsfuß in der ganzen Welt den Todesstoß erhalten würde. Er hat damit recht gehabt. Ueberall in der Welt sind in der letzten Zeit die Zinssätze vor allem für langfristige Kredite stark heruntergegangen. In zahl­reichen Ländern, so in England, Holland, Frankreich, Italien usw., sind in riesenhaftem Maße Anleihen und andere festverzinslicke Werte, so z. B. auch Pfandbriefe,konvertiert^ worden, d. h. man hat den Besitzern dieser Wertpapiere einen Umtausch in niedriger verzinsliche Papiere gleicher Art ange­boten, und sie haben darin eingewilligt. Durchweg ist diese Zinsherabsetzung, die nur Ausdruck des Absinkens des natürlichen Zinsfußes in der ganzen Welt ist, völlig reibungslos gelungen. Heute be­gnügen sich z. B. Anleihebesitzer in England mit einem Zinssatz von 2,75 bis 3 v. H. pro anno. In dem kapitalärmeren Italien sind allgemein die Pfandbriefzinsen auf 4 v. H. gesenkt worden.

An Deutschland ist das Absinken der Zinssätze in der ganzen Welt nicht spurlos Dorübergegangen, obwohl unser Land durch gewaltige Tributleistungen und durch die Inflation seinen früheren Kapital­reichtum verloren hat. Die Senkung der Zinssätze vollzog sich bei uns aber nicht gleichmäßig. Sie erfolgte zuerst auf dem wichtigen Gebiet des Spar- einlagen^inses bei Banken, Sparkassen und Kredit­genossenschaften, der schon seit längerer Zeit nur noch 3,50 bis 4 v. H. im Durchscknitt beträgt. Da­gegen hat die Senkung der Zinsen für öffentliche Anleihen, Pfandbriefe, Kommunal-Obligationen usw. infolge der Störungen durch die Brüningschen Zwangseingrifse auf sich warten lassen. Die dabei i,emachten üblen Erfahrungen hat der National- ozialismus berücksichtigt. Er hat mit der Zins- enkung bei allen diesen festverzinslichen Wertpapie­ren gewartet, bis die Zeit dafür reif war, bis also der natürliche langfristige Rentenzinsfatz auf etwa 4,5 v. H. heruntergegangen war. Tatsächlich sind in der letzten Zeit 4^prozentige Wertpapiere auch an der Börse beinahe bereits ebenso hoch bewertet worden, wie die öprozentigen Papiere. Die neue Reichsanleihe konnte bei einem Zinssatz von nur 4,5 v. H. zum vollen Pariwert bei den Sparkassen fest untergebracht werden.

Unter diesen Umständen bestand für die Reichs­regierung kein Wagnis mehr, den Umtausch von 6- und mehrprozentigen festverzinslichen Wertpapie­ren in durchweg 4,5prozentige Wertpapiere auf durchaus freiwilliger Grundlage in die Wege zu lei­ten. Es ist kein Zufall, daß der erste Schritt zu einer freiwilligen Zinsermäßigung am Rentenmarkt bei Pfandbriefen, Kommunalobligationen und ver­wandten Schuldverschreibungen gemacht wird. Diese Wertpapiere haben trotz der Auswirkungen der Wirtschaftskrise eine starke innere Stabilität bewie­sen, und sie werden deshalb beim Publikum beson­ders gut bewertet. Nach durchgeführtem Umtausch der Pfandbriefe, Kommunalobligationen usw. wer­den auch bei allen übrigen festverzinslichen Wert­papieren entsprechende Zinsherabsetzungen auf frei­williger Grundlage erfolgen. Es wird bald in Deutschland keine wirklich sichere und unspekulative Spar- und Kapitalanlage mehr geben, die einen höheren Zins als 4,5 v. H. abwirft. Selbst ein sol­cher Zinssatz kann keineswegs als niedrig bezeichnet werden, wenn man sich vor Augen hält, daß in zahlreichen Ländern entsprechend gute Wertpapiere mit einem wesentlich geringeren Zinsanspruch aus« gestattet sind und daß gegenüber verschiedenen Spar­einlagen die Anlage von Geldern in Pfandbriefen, Kommunalobligationen usw. auch nach der Zins­senkung auf 4,5 v. H. immer noch den üblichen Mehrertrag an Zinsen garantiert.

Wer in die Senkung des Zinssatzes einwilligt, was durch Stillschweigen geschieht, sichert sich noch dazu eine Umtauschvergütung von 2 v. H. und bleibt deshalb praktisch für die Dauer von fast 1% Jahren !!? des bisherigen hohen Zinssatzes von 6 v.H. Wer nicht einwilligt, verliert diesen Anspruch auf die Uintauschvergütung, hat aber auch sonst unter Um­

ständen Nachteile zu gewärtigen. Da nämlich die nicht umgetauschten öprozentigen Pfandbriefe, Kom­munalobligationen usw. an Der Börse nicht mehr amtlich notiert werden, kann man sie zu regulären Kursen im Notfall nicht verkaufen. Ebenso fällt für sie die Möglichkeit der Beleihung bei der Reichsbank fort, die bekanntlich besonders erleichtert worden ist.

Ein gesamtwirtschaftlich tragbarer Zins, wie er jetzt auf dem Rentenmarkt angestrebt wird, dient dem Aufbauwerk der Reichsregierung und damit allen Teilen der Wirtschaft. Es kommt nicht zuletzt da­durch auch wieder dem Sparer und Wertpapier­besitzer zugute, dessen Ansprüche vor allem auch an Sicherheit gewinnen. Der deutsche Sparer ist fein Spekulant, der auf Kosten der Sicherheit nur Darauf bedacht ist, untragbare Zinsen aus den Schuldnern herauszupressen. Sein Ja bei der Zinsherabsetzung der Pfandbriefe, Kommunalobligationen usw. wird nicht wenig dazu beitragen, die Gesundung der deut­schen Wirtschaft zu vollenden.

Oie Deutsche Reichsbahn im Dezember 1934

Im Güterverkehr wirkte sich bei der Reichs­bahn das Nachlassen des Herbstverkehrs aus. Der saifonmäßige Verkehrsrückgang erreichte gegenüber dem Vormonat 12,6 v. H. Der Frachtstückgutverkehr war rege, blieb jedoch hinter dem des Vormonats zurück. Die Zahl Der im Schienenersatzverkehr be­triebenen Kraftwagenlinien ist auf 960 (November 939) gestiegen. Der Personenverkehr war in der ersten Dezemberwoche schwach. Mit Dem ersten Geltungstage Der Festtagsrückfahrkarten fetzte ein außerorDentlich starker Reiseverkehr ein. Insgesamt wurDen 5362 überplanmäßige Züge gefahren, gegen 3457 im Dezember 1933.

Nach Den vorläufigen Ermittlungen sinD im De­zember 1934 folgende Einnahmen aufgekommen: Personen- und Gepäckverkehr 78,138 Millionen RM., Güterverkehr 173,672 Millionen RM., sonstige Ein­nahmen 40,539 Millionen RM. Das sind zusammen 292,349 Millionen RM. Der Personen- und Gepäck­verkehr brachte im Dezember 1934 gegenüber 1933 eine Mehreinnahme von 7,3 Millionen RM. Die Güterverkehrseinnahmen weisen in der gleichen Zeit eine Verbesserung von 9,7 Millionen RM. auf.

Die vorläufigen Abschlußzahlen für die Einnahmen Des Geschäftsjahres 1934 zeigen folgende UnterschieDe gegenüber 1933: Im Personen- und Gepäckverkehr + 70,4, im Güterverkehr + 324,9, bei Den sonstigen Einnahmen + 8,9 und bei den Ge­samteinnahmen + 404,2 Millionen RM.

lieber die Entwicklung der Ausgabe ergebniffe im Dezember 1934 kann wegen der im Gange be­findlichen Jahresabschlußarbeiten noch kein voll­ständiges Bild gegeben werden. Eine wesentliche Verminderung der Zahl der beschäftigten Personen ist nicht eingetreten.

Die GesellschaftReichs-Autobahnen" Ende Dezember 1934.

Im Dezember wurden 20 Kilometer neu in Bau genommen. Bei den Unternehmern waren 80 294 gegen 83 863 Personen im Vormonat beschäftigt. An Fahrbahndecken wurden im Dezember verlegt 32 978 Quadratmeter Betondecke, 48 150 Quadratmeter Schwarzdecke und 5525 Quadratmeter Pflasterdecke. An Ausgaben sind im Dezember 44,3 Millionen RM. und insgesamt seit Beginn des Baues bis Ende De­zember 1934 201,9 Millionen RM. verrechnet wor­den. Verfügt worden ist insgesamt bis Ende De­zember 1934 über 361,9 Millionen RM., wovon 312,3 Millionen auf Unternehmerarbeiten entfallen. Dagegen find an Einahmen insgesamt seit Beginn des Baues bis Ende Dezember 1934 nur 3,0 Mil­lionen RM. verrechnet worden. Der Personalbestand bei Den Geschäftsstellen Der Reichsautobahn betrug im Dezember 1934 4260 gegen 4100 Kopfe im No­vember. Mit Den bei Den Unternehmern beschäftigten Arbeitern waren unmittelbar bei Den Reichsauto­bahnen im Dezember 84 554 gegen 87 963 Personen im November beschäftigt.

Senkung der St'ckstoffpre se.

Der Reichskommissar für Preisüberwachung teilt mit: Aus Grund Der in den letzten Tagen mit Dem Reichs- und Preußischen Ministerium für Ernäh­rung und Landwirtschaft, Dem ReichsnährstanD und dem Stickstoffsyndikat gepflogenen Verhandlungen ist folgendes festgesetzt:

Zur erfolgreichen Durchführung der Erzeugungs­

schlacht der deutschen Landwirtschaft wird mH sofor­tiger Wirkung für den Rest des Düngejahres ein Sonderabschlag auf den Stickstoffpreis gewährte er beträgt für Stickstoffdünger 5 Pfennig, für Kalk- ftidftoff 3 Pfennig je Kilogramm Stickstoff. Dies bedeutet im Durchschnitt eine Preisermäßigung um etwa 7 v. H.

Um die Abnehmer der zu Dezember- und Januar­preisen vom Stickstoff-Syndikal bezogenen Dünge­mittel vor unmittelbaren Verlusten zu schützen, ge­währt Das Stickstoffsyndikat auf Diese Mengen inso­weit eine Vergütung, als der Februar-Preis ab­züglich Des Sonderabschlages unter den Dezember- und Januar-Preisen liegt. Darüber hinaus wirb eine Rückvergütung nicht gewährt. Im Zusammen­hang hiermit wird die Varzahlungsvergütung auf l1/» v.H. festgesetzt.

Die deutsche Landwirtschaft kann auf die Weiter­gewährung der Preisverbilligung für das Dünge- wirtfchaftsjahr 1935/36 nur dann rechnen, wenn eine wesentliche Absatzsteigerung der stickstoffhaltigen Düngemittel erreicht wird.

Rhein-Mamrsche Mittagsbörse.

Tendenz: uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 31. Jan. Entgegen den Er­wartungen machte sich der Ultimo an der heutigen Börse doch noch leicht fühlbar, wenn auch größere Realisationen bzw. Glattstellungen nicht erfolgten. Bei der Zurückhaltung der Großbanken und der Kulisse traten sie etwas mehr in Erscheinung, so daß die ersten Kurse zwar uneinheitlich, aber meist etwas schwächer lagen. Die Publikumsbeteiligung blieb recht klein, lediglich für einige Spezialwerte zeigte sich weiteres Kaufinteresse. Die im ganzen widerstandsfähige Haltung erfuhr durch günstige Wirtschaftsnachrichten eine gute Stütze.

Am Aktienmarkt lagen Bergwerkswerte nach der lebhaften Bewegung in den letzten Tagen meist etwas niedriger, so Gelsenkirchen, Harpener, Phönix und Rheinstahl mit je minus 0,50 v. H., Klöckner und Mannesmann mit je minus 0,75 v. H. Buderus blieben auf die Ankündigung der Wieder­aufnahme der Dividendenzahlung mit voraussicht­lich 4 v. H. zu 92,50 v. H. gut behauptet, Stahlver­ein lagen noch 0,25 v. H. freundlicher. Von Elektro­aktien eröffneten Siemens 0,65 v. H. und AEG. 0,13 v. H. leichter, während Schuckert zu 100,50 (100) gefragt waren, Geffürel zogen 0,13 v. H. an. Am Chemiemarkt blieben IG. Farben unter Schwankungen mit 143 bis 142,75 bis 143 und Scheideanftalt mit 206 behauptet, Deutsche Erdöl verloren 1 v. H., Metallgesellschaft 0,25 v. H., da­gegen waren Rütgerswerke zu 104 (102,75) gesucht. Für Schiffahrtspapiere ' machte sich wieder mehr Interesse geltend bei anziehenden Kursen; Hapag 30,75 (30), Nordd. Lloyd 33,75 (33,13). AG. für Verkehrswesen ließen aber 0,50 v. H. nach. Nied­riger setzten außerdem Neichsbankanteile mit minus 1,25 v. H. und Daimler mit minus 1 v. H. ein, fer­ner lagen Zellstoff Waldhof und Moenus Maschinen nur knapp gehalten. Fest notierten andererseits Südd. Zucker mit 169 bis 169,50 (166), auch Zell­stoff Aschaffenburg und Cement Heidelberg lagen je 0,50 v. H. höher.

Der Rentenmarkt hatte weiterhin nur klei­nes Geschäft. Altbesitzanleihe gaben auf 113,50 (113,75) nach, Zinsvergütungsfcheine, Kommunal- Umfchuldung und späte Reichsschuldbuchforderungen blieben etwa behauptet. Etwas höher lagen Stahl­verein-Bonds mit 96,40 (96,25) und Reichsbahn- Vorzugsaktien mit 119,25 bis 119,13.

Im Verlaufe war die Haltung noch uneinheitlich, doch machte sich eine festere Tendenz bemerkbar. Er­holt waren vor allem Reichsbank mit 164,50 ( \ auch einige Montanwerte zogen bis 0,50 an .3 Farbenindustrie fliegen bis auf 143,75, dann wieder 143,50. Weiter fest lagen Schiffahrtswerte, Hapag bis 31,50, Nordd. Lloyd bis 34,65. Gefragt waren außerdem Holzmann mit 85 (84,75) und im Frei­verkehr Neue Ballgesellschaft Wayß & Freytag mit 90,50 (89,25). Etwas niedriger lagen nochmals Moe­nus Maschinen, ferner Westdeutsche Kaufhof, AKU. und Bemberg und Deutsche Linoleum. Der Kassa­markt blieb fest. Großbankaktien waren gesucht, ins­besondere Berliner Handelsgesellschaft auf Abschluß­erwartungen. Von Industrie-Aktien waren Dürr» werke Ratingen (Taxe 55, 1. K. 50,50), Hartmann & Braun T 65 (60), Andeae-Noris Zahn T 122 (120) gesucht.

Der Rentenmarkt blieb vernachlässigt. Späte Schuldbücher und Kommunal-Umschuldung bröckel­ten weiter ab, Altbesitz lagen behauptet, Stahl- vereins-Bonds noch etwas höher. Goldpfandbriefe und Stadtanleihen konnten sich meist gut behaupten, Liquidationspfandbriefe und Kommunal-Qbligatio- nen gaben teilweise bis 0,25 v. H. nach. Von Indu­strie-Obligationen waren Hartmann & Braun ange­boten. Tagesgeld blieb trotz des Ultimos zu 3 v. H. unverändert.

Abendbörse: fest, aber ruhig.

An der Abendbörse nahm das Geschäft kein grö­ßeres Ausmaß an, Die TenDenz blieb aber fest. Für einige Spezialwerte war weiteres Kaufinteresse vor- han'Den, so für Schiffahrtsaktien bei etwas regerem

Umsatz und bis 0,40 v. H. höheren Kursen, Daneben blieben AG. für Verkehrswesen beachtet und auch IG. Farben lagen etwas fester. Mvntanaktien lagen dagegen still und nicht immer voll behauptet, später konnten sich einige Werte wieder erholen. Im übrigen war Die Kursgestaltung nicht ganz einheit­lich, Die Veränderungen gegenüber Dem Berliner Schluß betrugen aber nur Bruchteile eines Pro­zentes. Holzmann lagen allerDings 0,75 v. H. schwä­cher, ferner gaben Gebr. Junghans 1 v. H. und Reichsbank 0,50 v. H. nach. Am Kassamarkt blieben Bankaktien unverändert, nur Berliner Handels­gesellschaft waren auf Dividendeerwartungen erneut um 1 v. H. auf 113 v. H. erhöht.

Am Rentenmarkt blieb die Haltung sehr ruhig. Die Kurse lagen aber nicht mehr schwacher. Altbesitz waren gegen Den niedrigen Berliner Schluß mäßig höher, Stadtanleihen bröckelten z. T. noch leicht ab, Pfandbriefe lagen unverändert. Von Auslands­werten blieben 4 v. H. Schweizer Bundesbahn mit 160 und 3,50 v. H. mit 152 behauptet. Im Frei- verkehr gelten Wayß & Freitag etwa 90,50, Adler­werke Kleyer 87 Geld.

U. a. notierten: 5,50 v. H. Pounganleihe 102,25, Altbesitzanleihe 112,90, 6 v. H. Stahlverein 96,50, 6 v. H. Stadt Heidelberg 91,75, 6 v. H. Stadt Mainz von 1928 82, 6 v. H. Frankfurter Hypotheken-Bank Gold R 1 bis 4 96,25, 5,50 v. H. Liquidation 99, Adca. 72,50, Braubank 114,50, Berliner Handels­gesellschaft 113, Commerzbank 80,75, DD.= Bank 82,50, Dresdner Bank 83,50, Reichsbank 164, Bude­rus 92,25, Gelsenkirchen 74, Klöckner 88,25, Mannes­mann 81 bis 81,13, Phönix 58,40, Stahlverein 48,75 bis 49, Zement Heidelberg 110,75, Scheideanstalt 206, Licht und Kraft 119, IG. Farben 143,25 bis 143,50, Geffürel 117,25, Holzmann 85,50, Junghans 77, Metallgefellschaft 94,75, Rütgerswerke 105, Sie­mens 146, Aschaffenburger Zellstoff 72,50, Oben« wälder Hartstein 94,50, AG. für Verkehrswesen 88,75, Hapag 31,50 bis 31,65, Nordd. Lloyd 34,50.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 31. Jan. Auftrieb: Rinder 25 (gegen 53 am letzten Donnerstagmarkt vom 24. Jan.), darunter 10 Ochsen, 6 Bullen, 7 Kühe, 2 Färsen. Zum Schlachthof direkt wurden zugeführt: 1 Bulle und 31 Kühe. Kälber 965 (954), Schafe 114 (135), Schweine 400 (350). Notiert wurde pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber Son­derklasse, andere a) 44 bis 50, b) 37 bis 43, c) 30 bis 36, d) 22 bis 29; Hämmel b2) Weide­mast 35 bis 37, c) mittlere Mastlämmer 32, bis 34; Schafe e) beste 30 bis 31, f) mittlere 26 bis 28, g) geringe 22 bis 24; Schweine al), a2), b) 51 bis 53, c) 48 bis 52, d) 46 bis 51. Im Preisvergleich zum letzten Donnerstagsmarkt zogen Kälber bis 2, Hämmel und Schafe um 1 und Schweine bis 3 Mark an. Marktverlauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft; Schweine lebhaft, ausverkauft.

Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung des Fleischgroß­marktes: 1020 Viertel Rindfleisch, 144 ganze Käl­ber, 9 ganze Hämmel, 599 halbe Schweine. Preise pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 56 bis 60, c) 52 bis 56; Bullenfleisch b) 56 bis 58; Kuh- steisch b) 44 bis 50, c) 30 bis 40; Färsenfleisch b) 56 bis 60, c) 52 bis 56; Kalbfleisch b) 62 bis 70; c) 56 bis 62; Hammelfleisch b) 70 bis 75; Schweine­fleisch b) 70 bis 75. Fettwaren: Roher Speck aus hiesiger Schlachtung unter 7 Zentimeter 68 bis 72, Flomen 80 bis 85. Marktverlauf: mittelmäßig.

Rundfunkproqramm.

Samstag, 2. Februar.

6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik I. 6.30: Gymnastik II. 6.55: Morgenspruch Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.30: Gymnastik. 9: Nachrich- ten. 9.15: Konzert. 10: Nachrichten. 11: Werbekon- Zert. 11.45: Sozialdienst. 12: Konzert. 13: Saar- dienst, Nachrichten. 13.15:Schall und Platt" packen aus! 14.15: Nachrichten. 14.30: Quer durch Die Wirtschaft. 15: Nachrichten. 15.15: JugenDfunk. Ein Hörspiel. 16: Zur Grünen Woche. Nachmittagskon­zert Des kleinen Funk-Orchesters. 18: Stimme Der Grenze. 18.20: Stegreifsendung. 18.35: Wir schalten ein! Das Mikrophon unterwegs. 18.50: Kammer­musik. 19.45: Der Zeitfunk bringt: Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Frühlingsluft. Operette in 3 Akten. 22: Nachrichten. 22.15: iltachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20:Wintersport - Echo aus Garmisch-Partenkirchen". Kurzberichte und Ergeb­nisse. 22.35: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert.

Daten für den 1. Februar 1935.

1814: Sieg Blüchers über Napoleon bei La Ro- khiere; 1905: der Maler Oswald Achenbach in Düsseldorf gestorben (geboren 1827); 1910: Der Dichter Otto Julius Bierbaum in DresDen gestorben (geboren 1865); 1933: Auflösung Des Reichstags.

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2N.

30.3<muar

31.Januar

Amtliche -Notierung

Amtliche Jlotieruna

Geld | Brief

Geld

Brief

2.513

Berlin, 31. Januar'

Geld

Brie

Die hinter Den Papieren

Die

Der

rn

5 v.H.

0.632

58.29 0196

3.053

54-60 81-38

12-235 540

16 45 168-72

2134 0.712 5.661

61.46 49.05

11.10

63.05 80 88

34.09 10-42

Buenos Atre>.

Brüssel ....

Rio de Jan.

Sofia.....

Kopenhagen Danzig ....

London.... HelsingforS.

Paris.....

Holland ...

Italien.... 3<wan.....

Jugoslawien Oslo.....

Wien......

Lissabon...

Stockholm.. Schweiz ...

Spanien....

Prag.......

Budapest ...

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Frankfurt a-M.

Berlin

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Berlin

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Berlin

Schluß« hird

Schluß:. Abend« börse

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Schluß^ Abend­börse

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Schluß!. Mittag«

xJatum

30.1- i 3L1

30.1.

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Datum

30 1.

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Datum

30-1-

| 31-1

30.L

31.1-

6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927 6% ef)em.7% Dt. Reichsanl.v. 1929 6Vi% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

AuSlos.-Rechten .............

Desgl. ohne Auslos.-Rechte.....

6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929

(rückzahlb. 102%) ............

6% Hess. Landesban! Darmstadt Gold R. 12.................

6Vi% Hess. Landes-Hypothekn- oant Darmstadt Ltqui.........

Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auolos.-Rechten ............

Deutsche Komm. Sammelabl. An­leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten

6% ehcm. 8% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

6% ehem. 7% Franks. Hqp.-Banl Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936

6¥t% ehem. 4%% Franks. Hyp..

Bank-Ltqu.-Pfandbrtese......

6H% ehem. V/t% Rheinische Hyp.-Bank-Ligm-Äoldpfe.....

6% ehem. 8% Pr. Landespfand.

briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehcm. 7% Pr. Landespfand-

brtefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs

4% Oesterretchifche Goldrente.... 4,20% Oesterreichische SUberrente *% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatörente v. 1910 44% deSgl. von 1913..........

6% abgell. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe

Serie 1.....................

99

102 113-75

99.25

96

99

114.4

96.25

96-25

99-25

99.75

97

97

104.5

1.2

8.25

8.3

8.3

10.75

8

99-75

102.25

1129

96

98.75

114.4

96.25

96.25

99

99.5

97

97 104.5

28 1-2 8-13 7.85 8.13 10-75

8

99.25

102-25

113.65

99-2

114-4

99-5

97

97 104-5

1-25 82 8.4 8.2

11

99.4 102-25

112-75

98.75

114.4

96

99.5

97

97 104-5

28.5

1.25

8.13

10.9

4% desgl. Serie 11 .............

6% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4)4A>Rumän.vereinh.Rentev.l918 4% Rumänische vercinh. Rente .. Ltz% Anatolier ...............

Hamburg-Amerika-Paket .....o

Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0

Hansa°Dampfschtfs.........o

Norddeutscher Lloyd .........o

A.G. für Berke brswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 4

Commerz, und Privat-Bank ... 0

Deutsche Bank und Disconto»

Gesellschaft................o

Dresdner Bank...............

Reichsbank ................ zz

A.S.G.......................

Bekula.................. o

Elektr. LteferungSgesellschaft... e

Licht und Kraft .......... 6

gelten & Guilleaume......... o

GeseUsch.f.Elektr.Unlernehmung. 5

Rheinische Elektrizität .......U 5

Schuckert S Co........ 5

Siemens L Halske.............

Lahmeyer L Co............. 10

Vuderus ...................0

Deutsche Erdöl...............

Gelsenkirchener...............

Harpener....................

Hoesch EisenKöln-Reuessen .. 0

Ilse Bergbau ............... g

Ilse Bergbau Genüsse ........ 6

Klücknerwerke ...............0

Mannesmcmn-Röhrea 0

8

4.6

7 4-3

35.9

30

33.13 87-25

109.75

80

82

83 164.25

30.65 142-5

105.75

119.25

84

116.25

111

100

145,4 121

92-75

104

73.5

101 5

124.5

88 81-25

8 4.65 7-13 4.3 35.4

31.65

34.5 88-75

113 80-75

82-5 83-5

164

31.4 142.65 106-25

119 84.25 117.25

101 146 120-5

92-25 103

74 100-75

124-4 88-25 81-13

7-25 4-2

35 65

30.4 26.25

33.5 86.75 109.75

80

82 83

164

31.75 142-75

107 119.75

84-5 116.9 110.5 100.5

144.25 121.5

92.5 103.25

73.75

101

88 148.25

124 88.25 81-13

4-75

7.25 4-25 35-5

31.25 25-5

34.13

88.4 111-5

80.5

82-5

83.5 164.5

31.4

143 107.25 119-4 85-75

117

110

101 146-5 120-75

92 103.75

74 100-25 88-5

150 124.25 88.25 81-13

Mansfelder Bergbau.........0

Kokswerke.............. 0

Phönix Bergbau.............0

Rheinische Braunkohlen .....10

Rheinstahl ..................0

Bereinigte Stahlwerke........0

Ltavi Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben........6

Kaliwerke Westeregeln........ 5

Kaliwerke Salzdetfurth.....?y2

I- G. Farben-Industrte.......7

Scheideanftalt...............9

Goldschmidt ....... 0

Rütgerswerke...... 0

Metallgefellschaft.............0

PbApp Holz mann........... 0

Zementwerk Heidelberg ......0

Lementwerk Karlstadt.........0

Schultheis Payenhofer .......0

Aku lAllgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg ..................0

Hellstoff Waldhof............0

Hellltoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas........ 7

Daimler Motoren ............ 0

Deutsche Linoleum ...........0

Ctenftetn & Koppel..........0

Leonhard Tietz ....... 0

Ehade......................10

Atkumulatoren-FabiÄ........ 0

Grttzner....................qi

Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4

Süddeutscher Zuck« ......... 8

93

58-13

95-5 48.5 12-5

113 113-5

153

143

206 94-25 102-75 94-75

84.75 109-75

50.5 114-5 53-75

71.5

52 64.5

379

160

146

30 90.5

166

92.75

58.4 215

95 25

49

12.3

112-5

155

143-5

206

95

105

94.75

85.5

110.75

127

49.75

114.4

53-5

72-5

51

63-75

38-25

160.5

146

32-41

901

168.5

93 104.25 58-25

95.75 48-75 12-25

112 113-5 153.5

142.9

94.25 102-5

94.5

85.4

105.13 50-25

116 53-75 72.25 130.5 5b65

64

89

37-75

161

146.5

30 1 1681

93 104-25 58-4 2135 95-25

49 12.5

111 111 154.75

143.13

94.75 105

94.9

86 25

104.9

50.4 114.25 53.13 72-25

130 50.75

63 85.75

38

161.5 145.5

32

170

0-628

0.632

0.628

58.17

58 29

58-17

0.194

0.196

0.194

3-047

3.053

3-047

54 48

54-58

54.50

81-22

81.38

81-22

12-20

12-23

12-205

5.385

5-395

539

16.41

16-45

16 41

168.42

168.76

168.38

21-30

21.34

2130

0.710

0-712

0 710

5.649

5-661

5-649

61.32

61 44

61-34

48-95

49.05

48.95

11-075

11-095

11.08

62-91

63 03

62.93

80-72

80-88

80.72

34-03

34-09

34 03

10-40

10-42

1040

2.505

2

2.511

Zanknoteu.

2.507

Amentamiche Ao len..............

Belgische Roten..............

2-46 57.96 54.29 12.17 16 37

167-96 21-11 61.18

2.48 58.20 54-51 12-21 16.43 168-64 21-19 61-42

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

französische Noten ...............

Holländische Noten...............

Ataltenische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Lesterretch, * 100 Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

62-71 80-44 33-79

62.97

80-76

33-93

Spanische Noten...... . .......

Ungarische Noten