Ausgabe 
31.7.1933 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

WM

Gewußt das Geschenk M». wir zu Hause in der Famui am Tische oder in lustiger l-e- ielplaijeje[ien, lochl uns l» Ue an. Sfrebenbes, bränga* ba entgegen unb, wenn rz biefen meinen einmal Gose daß das Kind Wch/ u* agenblick, da mir \m \wyi )e Doll hrtzlüstn vir bk ML fettere erfüll» b 'Betreuung unserer Sinkt, die Keimzelle für den fiulhit- t unb höhe unserer Dlichri gesät, wird in Jahren schon, jahrzehnten, geerntet. An um an guten Wünschen und stor> m Kinde zu verankern und zi später noch, wenn die Elim i, bei ihnen zu Gaste sein kann, der Tisch der Jugend, wird zur die kommenden Jahre. Wurde frühen Tagen nichts vorgeschl d Verantwortungsgefühl, ai eberkommenen unb Stolz ou| kann es auch Wr nicht s Lrbe auf bie geistige Mitgift , heute geschasst, Wad morgen Mme enthalt, wird au M derselben Stärke weder leben, 5 Vermächtnis unserer seM

^"Neister

Äs .Ztzrü-Z len und h89,en blirb nach j. Mutßu

n. und N ?. 5)er Äi»

Der ben m D^e Gd, Swei QiuQ.rf^ungiüj? S"5-1 !n- Die ßeiA, Mir? 'en bi5Wn Äanh S ^stmoN ^Ut! ?r5ffiirö «in! RH durch

b ^.^uwetter,

nnen. Sie y°nta9 nr > und 3eto %Strf(2tior 'ud schweres Ma ö Satbout JAenÖ 2k blander §unb reut war ' toDIUb«^

Ellern in Neunork.

n

PZL ßLW Klassen. Die uL 2and>ten war eine TiA rn?O lic! uahm sofort die suhrer aus, die jedoch biShn ^Msche Oessentlich. U,.^r.täglich Mehmendni -Elch durchgreifende MH

*

e war ihr wie jugefAnürt i des Mahls erhob sie sich- ühre, gibt es noch aM bigte sie ihren schnellen Ms nii unb Werner!' be» sie gut aufg^en K ' es hier W K ;e waren unsistNsg' wenn es zum E, SqUC

gute Nacht s*

len ReisekoW

n fein Herz. Bugrt

.Äs?X

ist spät u^for?!>nd> eunLLÄbei^ Ws

ini . nb ®ie(en' bßrft al5J >er und ^n. ®%iii^ getauch . ein qung (f Dicn?rme sie höchst munter1* itnahsne (ie das ;chwe>geu v

auf den Stopf der

Werbesahri desTISKK.durchOberheffen

1928

1929

1930

1931

1932

Mk. könnte befel« der Reichsverord-

Gießen Worms Offenbach Darmstadt Mainz

584 550 1

555 341 , 486 490

271 405

219 082

Darmstadt Mainz Offenbach Worms Gießen

437

der Stadt Gießen von

zogen ist betrugen im

1930 (Rechnung)

1931

1932 (Voranschlag)

1933

Jahre

5,6 Millionen RM.

4,9

4,6

4,2

Aus dem Gebiete der städtischen Real- steuern kann bei der Grundsteuer unter Bei­behaltung der bisherigen Steuersätze mit einem um 40 000 Mk. höheren Steucrerträgnis gerechnet werden. Andererseits bleibt bei der Gewerbesteuer die Steuereinnahme um etwa 50 000 Alk. gegen­über dem vorjährigen Voranschlag zurück, da nach Alitteilung des Finanzamtes die Steuer­werte vom Gewerbeertrag sich vermindert haben.

Die Ablieferungen der städtischen werke (Llek- trizitäts-, Das-, Wasserwerk) an die Sladtkasse sind mit insgesamt 763 295 R2TI. etwas höher wie im vorjährigen Voranschlag; die geringeren Ablieferungen des Gaswerks und des Wasser­werks werden durch die größere Ablieferung des Elektrizitätswerks mehr als ausgeglichen.

Bei Abschluß der Gesamteinäahmen und Ge­samtausgaben verbleibt im Voranschläge ein Fehlbetrag von 142 767 Alk., der sich durch die nach Aufstellung des Voranschlages beschlosse­nen Einsparungen für den Rest des Rechnungs­jahres 1933 auf rd. 1 1 8 000 Alk. vermindert. Cs betragen die Fehlbeträge in den Städten

Die Bürgermeisterei hat jetzt den Etadtrats- mitgliedern und der Presse den Haushalts­voranschlag der Stadt Gießenfür das Rechnungsjahr 19 3 3 übermittelt. Dazu hat Oberbürgermeister Dr. Kell e r ..Vor­bemerkungen zum Voranschlag" beigesügt, die folgenden Wortlaut haben:

Der Voranschlag der Stadt Gießen für das Rechnungsjahr 1933 schließt in der Be­triebsrechnung in Einnahme und Ausgabe ab mit 5 487 195 Alk-

Die Gesamtausgaben sind um 494 566 RM. geringer als im Vorjahr vorgesehen; damit sind die in den letzten Jahren verfolgten Mah- nahmen größter Sparsamkeit weiter fortgesetzt worden.

Die Ausgaben der Stadt Gießen ohne die Ausgaben für die Wohlfahrtspflege, deren Höhe durch die jeweilige Wirtschaftslage bedingt und darum der Einwirkung der Stadtverwaltung ent*

680 RM.

644

575

458 ,,

Nie Finanzlage der Stadt Gießen

Cftne Uebersicht der Stadtverwaltung zum neuen Voranschlag.

Woli A irtb erfreute die Turnerschac durch einen schönen Segelflug über dem Eannftutter Wajen und landete dann mitten aus der Festwiese.

ausgleichen.

Die Stadtverwaltung lehnt es jedoch ab, von der durch die Reichsverordnung vorn 31. Rlärz 1933 gebotenen Möglichkeit einer Realsleuererhöhung

Gebrauch zu machen.

Es darf erhofft werden, daß der nicht erheb­liche voranschlagsmähige Fehlbetrag im Lause des Rechnungsjahres beseitigt werden wird infolge von Mehreinnahmen, die sich angesichts des zu­nehmenden Aufschwungs des Wirtschaftsleben- von selbst ergeben werden.

Wettervoraussage.

Sehr rasch ist vom Atlantischen Ozean nach den britischen Inseln eine neue Störung vorgedrungen. Deren Riederfchlagsseld sich bereits bis nach Nord- srankrcich erstreckt. Auch unsere Wetterlage wird durch das Drucksallgebiet beeinflußt, so daß unter südwestlichen Winden zunächst Eintrübung, Er­wärmung und Niederschläge auftreten. Alsbaldiger Nachschub kühler Luft wird dann die Wolkendecke wieder aufreißen, etwas wechselhaftes Wetter ver­ursachen und gleichzeitig zur Bildung von gewitt­rigen Schauern führen.

Aussichten für Dienstag: Zunächst Ein­trübung mit Niederschläaen, wärmer, dann wieder wechselnd wolkig, südwestliche Winde.

Aussichten für Mittwoch: Wechselnd wolkig mit Aufheiterung, etwas kühler, einzelne teils gewitterhafte Schauer, westliche bis nordweft- liche Winde. .

Lufttemperaturen am 30. Juli mittags 19,2 Grad Genius abends 14,2 Grad: am 31. Juli: morgens 13,6 Grad. Maximum 20,8 Krad, Minimum 9 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm liefe am 30. Juli: abends 24,3 Grad; am 31. Juli: morgens 17,7 Grad Celsius. Niederschläge 0,3mm. Sonnenschein­dauer 9H Stunden.

Es ist für die Finanzlage ... -

großem Vorteil und hat das Anwachsen der schul­den verlangsamt, daß auch in den letzten schwierigen Jahren die nötigen Rücklagen in die E r - neuerungsstöcke der städtischen Be­triebe vorgenommen worden sind, so daß

lustigen, die die Durchfahrenden freudig begrüß­ten. Grünberg war besonders geschmückt. Jede Straße, säst jedes Haus zeigte die Flaggen des Dritten Reiches. Helle Begeisterung lag aus allen Gesichtern und Heilrufe klangen aus jedem Fen­ster aus Tür und Tor. Während der Fahrt waren die Korps Lollar, Londorf, Grünberg und Gedern zugestoßen.

Unb nun wand sich schier endlos die Reihe der Kraftwagen durch die kurvenreichen Straßen des Vogelsbergs nach dem Hoherodskopf, dem Zielpunkt der Fahrt, zu. Rach einer kurzen Rast auf dem Berge tarn es zu einer machtvollen

Kundgebung am Hitler-Gedenkstein, dem Platz, von dem aus Adolf Hitler im Jahre 1932 Oberhessen aufrief. Rachdem Adjutant L o t h das angetretene ASKK. gemeldet hatte, begrüßte Dezirksführcr L oj) r jLfl die an der Fahrt teilnehmenden Gäste und führte u. a. fol­gendes aus:Zum letztenmal wird Sturmsignal geblasen!" Ost habe man dieses Lied gesungen. Es zittere durch unser Blut, wenn man es singe oder fingen höre. Immer muhten die Männer im Braunhemd zu neuem Sturm antreten. Immer wieder sei die große Volksbewegung unterdrückt und beschimpft worden. Immer wieder ertönte aber daszum letztenmal" und die braune Schar eilte unaufhaltsam von Sieg zu Sieg. Dem Mar­xismus habe man den Rachwuchs genommen, die deutsche Frau bekannte sich au Adolf Hitler. Ucbctall erklinge Horst Wessels Sturmsignal. Das Volk sei ausgestanden von seinen Leiden und schüttele die Ketten ab.

Deutschland komme wieder zu Ehren, weil es sich zu dem Arontsoldaten Adolf Hitler bekannte.

Auch das Krastsahrwesen sei auferstanden. 3m Gegensatz zu den Automobil-Klubs ringe es mit ver Motor-SA., der SA. und SS. für Deutsch­lands Geist und Freiheit und nur für Deutsch­land. Mit einemSieg-Heil" auf den Führer schloß der Redner seine Ansprache Sodann in­tonierte die RSKK.-Kapelle das Horst-Wessel- Lied, in das die Menge begeistert einstimmte. An­schließend trug der Heimatdichter Georg H e ß in humorvoller Weise eine von ihm verfaßte Lobes­hymne auf Oberhessen, den Vogelsberg und das Hüttenberger Land, sowie ein von ihm verfaßtes Lied für die Standarte 116 vor, die beide mit großem Beifall ausgenommen wurden. Rach einem gemütlichen Beisammensein, bei lustigen Vorträ­gen und den Klängen der RSKK.-Kapelle wurde die

Heimfahrt angetreten, die über Sch otten und Laubach zunächst nach Lich führte.

Es war ein prächtiger Anblick, wie sich die er­leuchteten Wagen unb Krafträber, einer enblofen

Bericht der Staatspolizeistelle G'etzen

Don der Gendarmerie wurde ein Freiwilliger aus dem Arbeitsdienstlager Großen-Buseck scstgenommen und in das Polizcigesangnis einge- liefert, weil er bn Lager kommunistisch agi­tierte. Strafverfahren ist eingeleitet

* Ein Mann aus Gießen wurde festgenommen, weil er durch Aeußerungen in kommunstischem Sinne dem Publikum Anlaß zum Aergernis ge­geben hat.

Ein 16 Jahre alter Russe, der sich auf Wanderschaft befindet, wurde zur Nachprüfung sei­ner Persönlichkeit in Polizeihaft genommen.

hitlerjungen fanden beim Spielen am Eulenkopf 77 Schuß Jnsanteriemunition, die in einer alten Zeitung verpackt, jedenfalls von dem unbefugten Besitzer in einem alten Graben ver­scharrt waren.

Von der Gendarmerie und Kriminalpolizei in letzter Zeit beschlagnahmte Schußwaffen, Seitengewehre unb Munition konnten in größerer Anzahl wieder an die Abteilung Ma- terial in Darmstadt abgeliefert werden.

In der Nacht vom Samstag zum Sonntag wur­den Straßenpassanten, Motorradfahrer usw in Gießen und Umgegend durch Beamte der politischen Polizei nach Flugblättern kontrolliert. Dabei stellte sich heraus, daß die revidierten Personen über die Ausweise der Kriminalbeamten nicht orientiert sind. Wir weisen nochmals daraus hin, daß die Kriminalbeamten sich durch ihre Dienst­marke ausweisen, und dieser Ausweis vollständig genügt.

WegenUnterschlagung tm Arbeits­dienstlager verhaftet. Der Polizeibericht meldet: Am Somstagmittag wurde hier der 23- jährige Kaufmann Walter Beckmann' aus Vers­mold (Krs halle a. d. S) wegen Unterschlagung von 800 Mark die er im Arbeitsdienstlager Kieker- doch bei Bielefeld begangen hatte, in haft genom­men Beckmann hatte aus der Kasse der Arbeits- dienstlagerkantine, die er verwaltete, 400 Mark ent­nommen und außerdem unberechtigterweise 400 Mk. mit einem Scheck erhoben. Darauf ging er flüchtig In einem hiesigen Hotel, wo er sich einlogiert hatte, konnte er ermittelt werden.

Erweiterung der Gewährung von Ehestandsdarlehen.

Zu den Bestimmungen über die Gewährung < von Ehestandsdarlehen ist jetzt eine zweite am 3. Juni 1933 in Kraft getretene Durchführungsver­ordnung erschienen, bie den Kreis ber Darlehens­berechtigten erheblich erweitert. Ehestandsdar­lehen werden in Zukunft auch dann ge'vahrt, wenn das mindestens sechsmonatige Arbeitneh­merverhältnis der künftigen Ehefrau ganz oder teilweise in die Zeit zwischen dem 1. 3um 1928 und 31. Mai 1931 fällt. Dabei darf kein Teil des sechsmonatigen Arbeitnehmerverhältnisses in die Zeit vor den 1. Juni 1928 fallen. Die Voraus- setzung für die Gewährung eines Ehestandsdar­lehens ist auch dann gegeben, wenn die Ehe m der Zeit vom 1. Juni 1932 bis 3. 2um 1933 ge­schlossen worden ist, bie Ehefrau noch in einem Arbeitnehmerverhältnis steht, das bereits min­destens sechs Monate währt, unb wenn bie Ehe­frau dieses Arbeitnehmerverhältnis vor der Aus­zahlung des beantragten Ehestandsdarlehens auf­gibt. Ehestandsdarlehen werden nicht gewährt, wenn einer der beiden Ehegatten zur Zeit der Antragstellung an Infektionskrankheiten ober son­stigen, das Geben bedrohenden Krankheiten lei­det Ein Zeugnis eines beamteten Arztes hier­über ist beizubringen. Die Ausstellung der Zeug­nisse ist für die Ehegatten kostenfrei.

Turnverein 1846:

Empfang der Turnfestsieger.

Der Turnverein 1846 empfängt heute abend die Mitglieder des Vereins, die im Rahmen des Deut- scheu Turnfestes in Stuttgart siegreich waren. Um 18 Uhr treffen sich die Mitglieder des Vereins an der Turnhalle und marschieren gemeinsam zum Bahn­hof, um die aus Stuttgart zurückkehrenden Turn­festteilnehmer abzuholen. Der Sonderzug von Stutt­gart trifft 18.45 Uhr in Gießen ein. Der Rückmarsch mit den Turnfestsiegern bewegt sich durch die Bahn- hosstraße, durch die Neustadt zum Werner-Wall. Auf die heutige Anzeige sei besonders hingewiesen.

VornoNzeu

Tageskalender für Montag. Licht­spielhaus (Bahnhofstraße):Unter falscher Flagge" mit Charlotte Susa und Gustav Fröhlich.

Vorführung der Töpferkunst. Don heute ab ist während der nächsten Taae bei der Firma Mettenheimer (am Kreuzplatz 3) Ge legenheit gegeben, das Töpserhandwerk, jenes Hand­werk, das auf eine tausendjährige Tradition zuruck- blicken kann, in praktischerxVorführung kennen zu lernen. Eine junge Kunstgewerblerin zeigt.an der Töpferscheibe, wie sie aus Klumpen rohen roten Tons schöne Vasen und Tovfe durch die Geschicklich­keit ihrer Hände entstehen laßt. Mit dieser Vorfüh­rung der schätzenswerten Handwerkskunst ist gleich zeitig eine kleine Schau keramischer Gegenstände verbunden, die ebenfalls einiges Interesse für sich beanspruchen darf. Auf die heutige Anzeige fei be­sonders aufmerksam gemacht.

** Die Leitung der Gießener Werke in einerHand. Nach einer Anordnung der Bür­germeisterei Gießen hat der Leiter des Städtischen Elektrizitätswerkes und der Straßenbahn, Direktor S t o l t e , mit Wirkung vom 1. August ab, auch die Leitung des Gas- und Wasserwerkes und des Volks- bades übernommen. Der bisherige Leiter des Gas- und Wasserwerkes und des Volksbades, Direktor Braubach, tritt in den Ruhestand.

* Der neue Kirchenvorst and der Lukasgemeinde. Bei der Kirchenvorstands- wahl, die gestern in der Lukasgemeinde statt- gefunden hat, wurden durch die Gemeinde­vertretung die seitherigen Mitglieder Juwelier Karl Roll, Oberforstmeister i-R. Dr. Emil S ch ü z, Reichsbahnamtmann Christian Dörr, Oberpostsekretär i-R. Oskar Bock, Kaufmann Heinrich Erle und Architekt Ludwig W e h r u m wiedergewählt. Die drei zuerst Genannten wur­den gleichzeitig als Mitglieder des Gesamtkirchen- Vorstandes wiedergewählt.

* In den Ruhe st and getreten. Am heu­tigen Montag tritt Herr Heinrich Rocker aus Rödgen infolge Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand, nachdem er der Stadt Gießen über 40 Jahre lang als städtischer Baumwart treue Dienste geleistet hat.

** Amtsoor st eher-Besprechunaenim Bezirk der Oberpostdirektion Darm- stad t.' Von der Oberpostdirektion Darmstadt mirb mitgeteilt: Im Verlauf der vergangenen Woche nahm der mut Leiter der Oberpostdirektion Darmstadt,

Rach Mitteilung des Ministeriums des Innern kann bie Stabt Gießen für das Dechnungsiahr 1933 mit einer ilebertoetfung von 216 744 Mk. rechnen. Die zu erwartende Besserung ber Wirt­schaftslage, insbesondere bie zunehmende Ern- gliederung von Lohnsteuerpflichtigen in Den Ar­beitsprozeß, rechtfertigen bie EinstellmA eines etwas höheren Betrages in den Voranschlag.

(Einen noch stärkeren Rückgang zeigen die Ueber- roeifungen des hessischen Staates aus der Son­dersteuer vom bebauten Grundbesitz.

Es wurden ber Stabt Gießen seitens bes hessi­schen Staates für Wohnungsbauzwecke überwiesen im Jahre:

Oberpostrat Jacobi, Gelegenheit, mit den Post- amtsvorstehern der drei hessischen Provinzen in Darmstadt, Mainz und Gießen gemeinsame Bespre- chungen abzuhalten. Oberpostrat Jacobi eröffnete die Tagungen mit einem kurzen Rückblick auf die große Zeitwende und wies auf die Aufgaben und Pflichten der Berufsbeamten im dritten Reich hin. Gegenstand der Erörterungen war vor allem die Durchführung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums, ferner wichtige Angelegen- heilen des Betriebs- und Verwaltungsdienstes. Der Leiter der Oberpostdirektion faßte die Ergebnisse der Besprechungen zum Schluß zusammen und beendete die Tagungen mit einem Treugelöbnis zum Reichs­präsidenten von Hindenburg und zum Dolks- kanzler Adolf Hitler.

Mieterjubiläum. Reichsbahnfekretar Ludwig Sann wohnt am morgigen 1. August fett 30 Jahren im Hause von Frau Architekt I. Stein W w e., Seltersweg 85. Die lange Dauer des Mietverhältnisses ist ein Zeichen besten Einverneh- mens zwischen der Hausbesitzerin und dem Mieter.

die Stabt zur Zeit über Lrneuerungsrucklagen von insgesamt mehr als 2 Millionen RM.

verfügt.

Auch in Zukunft muß es das vornehmste Bestreben der Finanzpolitik der Stadt sein, eine Steigerung der Schuldenlast zu vermeiden. Nach dem Willen der Stadtverwaltung sollen die Schulden mit Wir­kung vom 1. April 1932 abstabilisiert fein. Dies ist nicht nur durchgeführt, sondern es ist auch erreicht worden, daß in dem Zeitraum von April 1932 bis April 1933 die Schulden um 300 000 RM. vermindert worden sind.

Aus ber Linnahmeseite bes Voranschlags ist bemerkenswert, baß bie ber Stabt Gießen über­wiesenen Anteile an ber Reichseinkommen, unb körperschastssteuer in ben letzten Jahren sehr zurückgegangen sinb.

Es wurden der Stadt überwiesen im Jahre:

Das Jubiläum ehrt beide Teile in gleichem Maße. Die Vermieterin übermittelte dem Mieter aus An­laß des Jubiläums eine Ehrung.

" Ganöcßfiellc H e s f e n - R a s f a u für Volksaufklärung und Propaganda. Die Geschäftsstelle der Landesstelle Hclsen- Aassau für Vollsaufklärung und Propaganda be­findet sich ab Dienstag, 1. August 1933, in der .gerstr.h 9-11 zu Frankfurt am Main, 3. Stock tints. Telephon 33 331. Empfang von Be­suchen nur noch telephonischer oder schriftlicher Anmeldung.

"Schriftverkehr mit den Behörden. Das Kreisschulamt Gießen weist in einer Bekannt­machung im längsten Amtsoerkündigungsblatt dar­auf hin, daß Eingaben an bas Hessische Kultus- minifterium bie Aufschrift:An das Hessische Staats­ministerium, Ministerialabteilung für Bildungs­wesen, Kultus, Kunst und Volkstum" tragen müssen und aus der ersten Seite nur zur Hälfte beschrieoen sein dürfen. Es darf nur Normalsormat verwandt werden.

Das NSKK. Oberbesfen veranstaltete gestern eine großzügige Werbcsahrt durch Oberhessen. Das NSKK. hat sich aus kleinsten Anfängen heraus in zäher Kleinarbeit zu einer machtvollen und starken Formation entwickelt, die jedoch ihren Höchststand an Mitgliedern wohl noch nicht erreicht haben dürfte. Das NSKK. hat mit seiner gestrigen Werbesahrt bewiesen, daß es nicht nur gewillt ist, alle die­jenigen, die noch abseits stehen, in seine Reihen auf­zunehmen, sondern auch seinen Platz in der deut­schen Kraftfahrt zu verteidigen und zu behaupten.

Oie Auffahrt.

Pünkllich um 11.45 Uhr fuhren die ersten Wagen in Richtung LudwigstraßeLudwigsplatz auf. Die Aufmarschleitung lag in Händen von Bezirksachu- tant Hartmann Loth, deren Durchführung in mustergültiger Ordnung und tadelloser Disziplin sich vollzog. Angefahren waren vier Korps von Gießen, ein Korps von Lich und ein Korps von Lang-Göns. Nachdem sämtliche Wagen aufgefahren und in schnurgerader Linie ausgerichtet waren, ließ Ad­jutant Loth die NSKK.-Männer antreten, die einen vorzüglichen Eindruck machten unb den Be­weis erbrachten, daß dieBenzinkutscher" nicht nur gut fahren, sondern auch gut marschieren können. Unter den Klängen der NSKK.-Käpelle schritt dar- aufbin Bezirksführer Kohr e s die Front der NSKK.-Männer ab, Die er mit einemHeil!" be­grüßte. Dann hielt der Bezirksführer eine kurze Ansprache an das USKK:Das NSKK. steht am Beginn seiner vierten Fahrt durch das Standarten- gebiet 116. Es gilt, eine kleine Feuerprobe zu be­stehen. Das NSKK. wird alle sich ihm bietenden Schwierigkeiten mit dem alten 116er-Geist der Ord­nung und Disziplin, der Exaktheit und bes Gehor­sams überwinden. Heil Kameraden!" Dann ging es an bie Fahrzeuge.

An der Fahrt nahmen teil Standartenführer Lutter, Standartenadjutant M ü n k e r, Ver­treter der Motorstaffel 116, die Standerabord­nung der aktiven Motor-SA. M 1/116 mit Sturmführer Weber, der Vertreter des Po- idirektors Oberinspektor Hofmann, Ver- tcr der Kreisleitung, sowie Vertreter der SS.- Standarte. Zahlreiche Zuschauer hatten sich zu der Auffahrt eingefunden, die mit lebhaften Heil- rufen das ASKK. begrüßen.

Bald waren die Straßen erfüllt von dem Motorengeknatter der Motorräder und Kraft­wagen. Während es zunächst leicht regnete, ließ der Wettergott aber bald lachenden Sonnenschein erstrahlen.

In mustergültiger Fahrbisziplin ging es burch bie Straßen Gießens nach Lollar zu, an ber herrlichen Burg Staufenberg vorbei, durch bie Rabenau über Lonborf nach Grünberg.

Die Ortsstrahen, vorzüglich gesichert durch SA. und Gendarmerie, waren gesäumt von Schau-

Bei der Ausgabeseite des neuen Vor­anschlags ist hervorzuheben, daß seit Jahren zum ersten Male ein Rückgang der Ausgaben für die Wohlfahrtspflege zu verzeich­nen ist, die bei vorsichtiger Schätzung rund 42 000 Mark geringer angesetzt werden können. Hier kommen die verdienstvollen Maßnahmen zur Aus­wirkung, die Reichskanzler Adols Hitler zwecks Beseitigung der Arbeitslosigkeit energisch und mit großem Erfolge in die Wege geleitet hat. Auch die teils schon erfolgten, teils werter zu erwartenden Maßnahmen zur Senkung der Zinsen beeinflussen die Ausgabeseite des Vor­anschlags in günstigem Sinne, da die für die Verzinsung der Kapitalschulden aufzuwendenden Be­träge sich vermindert.

Der Schulbenstand der Stabt Gießen ist mit runb 9 Millionen RM. beim vergleich mit anberen Stäbten ein nichtiger.

Es betragen in den 5 größten hessischen Stäbten die Schulden aus den Kopf der Bevölkerung in

Mainz - 689 RM.

Worms - 539

Offenbach -- 517

Darmstadt -- 497

Gießen - 248

Dabei ist von Interesse, daß die Stadt Gießen, die heute den niedrigsten Schuldenstand aufweist, im Jahre 1914 den h ö ch st e n Schuldenstand zu verzeichnen hatte Denn es betrugen in 1914 die Schulden auf den Kopf der Bevölkerung in

Der Fehlbetrag von 118000 tigt werden durch Anwendung .. nung vom 31. März 1933. welche eine Erhöhung der Realsteuersätze um höchstens ein Fünftel über den Landesdurchschnitt zuläht. Diese Erhöhung würde für die Stadt Gießen eine Mehrein- - nähme an Rcalsteuem von 153 000 Mk. ergeben, mithin den Fehlbetrag von 118 000 Mk. mehr al8

Bevölkerung

5 400000 RM.

59,79 RM.

4 300 000

30,29

3 200 000

39,69

1600 000

31,29

118 000

3,03

1928

574 000 Mk.

1929

546 000 .

1930

423 600 ,

1931

61600

1932

61 600 .