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Gewußt das Geschenk M». wir zu Hause in der Famui am Tische oder in lustiger l-e- ielplaijeje[ien, lochl uns l» Ue an. Sfrebenbes, bränga* ba entgegen unb, wenn rz biefen meinen einmal Gose daß das Kind Wch/ u* agenblick, da mir \m \wyi )e Doll hrtzlüstn vir bk ML fettere erfüll» b 'Betreuung unserer Sinkt, die Keimzelle für den fiulhit- t unb höhe unserer Dlichri gesät, wird in Jahren schon, jahrzehnten, geerntet. An um an guten Wünschen und stor> m Kinde zu verankern und zi später noch, wenn die Elim i, bei ihnen zu Gaste sein kann, der Tisch der Jugend, wird zur die kommenden Jahre. Wurde frühen Tagen nichts vorgeschl d Verantwortungsgefühl, ai eberkommenen unb Stolz ou| kann es auch Wr nicht s Lrbe auf bie geistige Mitgift , heute geschasst, Wad morgen Mme enthalt, wird au M derselben Stärke weder leben, 5 Vermächtnis unserer seM
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auf den Stopf der
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1928
1929
1930
1931
1932
Mk. könnte befel« der Reichsverord-
Gießen Worms Offenbach Darmstadt Mainz
584 550 1
555 341 , 486 490 „
271 405
219 082 „
Darmstadt Mainz Offenbach Worms Gießen
437 „
der Stadt Gießen von
zogen ist — betrugen im
1930 (Rechnung)
1931
1932 (Voranschlag)
1933
Jahre
5,6 Millionen RM.
4,9
4,6
4,2
Aus dem Gebiete der städtischen Real- steuern kann bei der Grundsteuer unter Beibehaltung der bisherigen Steuersätze mit einem um 40 000 Mk. höheren Steucrerträgnis gerechnet werden. Andererseits bleibt bei der Gewerbesteuer die Steuereinnahme um etwa 50 000 Alk. gegenüber dem vorjährigen Voranschlag zurück, da nach Alitteilung des Finanzamtes die Steuerwerte vom Gewerbeertrag sich vermindert haben.
Die Ablieferungen der städtischen werke (Llek- trizitäts-, Das-, Wasserwerk) an die Sladtkasse sind mit insgesamt 763 295 R2TI. etwas höher wie im vorjährigen Voranschlag; die geringeren Ablieferungen des Gaswerks und des Wasserwerks werden durch die größere Ablieferung des Elektrizitätswerks mehr als ausgeglichen.
Bei Abschluß der Gesamteinäahmen und Gesamtausgaben verbleibt im Voranschläge ein Fehlbetrag von 142 767 Alk., der sich durch die nach Aufstellung des Voranschlages beschlossenen Einsparungen für den Rest des Rechnungsjahres 1933 auf rd. 1 1 8 000 Alk. vermindert. Cs betragen die Fehlbeträge in den Städten
Die Bürgermeisterei hat jetzt den Etadtrats- mitgliedern und der Presse den Haushaltsvoranschlag der Stadt Gießenfür das Rechnungsjahr 19 3 3 übermittelt. Dazu hat Oberbürgermeister Dr. Kell e r ..Vorbemerkungen zum Voranschlag" beigesügt, die folgenden Wortlaut haben:
Der Voranschlag der Stadt Gießen für das Rechnungsjahr 1933 schließt in der Betriebsrechnung in Einnahme und Ausgabe ab mit 5 487 195 Alk-
Die Gesamtausgaben sind um 494 566 RM. geringer als im Vorjahr vorgesehen; damit sind die in den letzten Jahren verfolgten Mah- nahmen größter Sparsamkeit weiter fortgesetzt worden. •
Die Ausgaben der Stadt Gießen — ohne die Ausgaben für die Wohlfahrtspflege, deren Höhe durch die jeweilige Wirtschaftslage bedingt und darum der Einwirkung der Stadtverwaltung ent*
680 RM.
644 „
575 „
458 ,,
Nie Finanzlage der Stadt Gießen
Cftne Uebersicht der Stadtverwaltung zum neuen Voranschlag.
Woli A irtb erfreute die Turnerschac durch einen schönen Segelflug über dem Eannftutter Wajen und landete dann mitten aus der Festwiese.
ausgleichen.
Die Stadtverwaltung lehnt es jedoch ab, von der durch die Reichsverordnung vorn 31. Rlärz 1933 gebotenen Möglichkeit einer Realsleuererhöhung
Gebrauch zu machen.
Es darf erhofft werden, daß der nicht erhebliche voranschlagsmähige Fehlbetrag im Lause des Rechnungsjahres beseitigt werden wird infolge von Mehreinnahmen, die sich angesichts des zunehmenden Aufschwungs des Wirtschaftsleben- von selbst ergeben werden.
Wettervoraussage.
Sehr rasch ist vom Atlantischen Ozean nach den britischen Inseln eine neue Störung vorgedrungen. Deren Riederfchlagsseld sich bereits bis nach Nord- srankrcich erstreckt. Auch unsere Wetterlage wird durch das Drucksallgebiet beeinflußt, so daß unter südwestlichen Winden zunächst Eintrübung, Erwärmung und Niederschläge auftreten. Alsbaldiger Nachschub kühler Luft wird dann die Wolkendecke wieder aufreißen, etwas wechselhaftes Wetter verursachen und gleichzeitig zur Bildung von gewittrigen Schauern führen.
Aussichten für Dienstag: Zunächst Eintrübung mit Niederschläaen, wärmer, dann wieder wechselnd wolkig, südwestliche Winde.
Aussichten für Mittwoch: Wechselnd wolkig mit Aufheiterung, etwas kühler, einzelne teils gewitterhafte Schauer, westliche bis nordweft- liche Winde. „ .
Lufttemperaturen am 30. Juli mittags 19,2 Grad Genius abends 14,2 Grad: am 31. Juli: morgens 13,6 Grad. Maximum 20,8 Krad, Minimum 9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm liefe am 30. Juli: abends 24,3 Grad; am 31. Juli: morgens 17,7 Grad Celsius. — Niederschläge 0,3„mm. — Sonnenscheindauer 9H Stunden.
Es ist für die Finanzlage ... -
großem Vorteil und hat das Anwachsen der schulden verlangsamt, daß auch in den letzten schwierigen Jahren die nötigen Rücklagen in die E r - neuerungsstöcke der städtischen Betriebe vorgenommen worden sind, so daß
lustigen, die die Durchfahrenden freudig begrüßten. Grünberg war besonders geschmückt. Jede Straße, säst jedes Haus zeigte die Flaggen des Dritten Reiches. Helle Begeisterung lag aus allen Gesichtern und Heilrufe klangen aus jedem Fenster aus Tür und Tor. Während der Fahrt waren die Korps Lollar, Londorf, Grünberg und Gedern zugestoßen.
Unb nun wand sich schier endlos die Reihe der Kraftwagen durch die kurvenreichen Straßen des Vogelsbergs nach dem Hoherodskopf, dem Zielpunkt der Fahrt, zu. Rach einer kurzen Rast auf dem Berge tarn es zu einer machtvollen
Kundgebung am Hitler-Gedenkstein, dem Platz, von dem aus Adolf Hitler im Jahre 1932 Oberhessen aufrief. Rachdem Adjutant L o t h das angetretene ASKK. gemeldet hatte, begrüßte Dezirksführcr L oj) r jLfl die an der Fahrt teilnehmenden Gäste und führte u. a. folgendes aus: „Zum letztenmal wird Sturmsignal geblasen!" Ost habe man dieses Lied gesungen. Es zittere durch unser Blut, wenn man es singe oder fingen höre. Immer muhten die Männer im Braunhemd zu neuem Sturm antreten. Immer wieder sei die große Volksbewegung unterdrückt und beschimpft worden. Immer wieder ertönte aber das „zum letztenmal" und die braune Schar eilte unaufhaltsam von Sieg zu Sieg. Dem Marxismus habe man den Rachwuchs genommen, die deutsche Frau bekannte sich au Adolf Hitler. Ucbctall erklinge Horst Wessels Sturmsignal. Das Volk sei ausgestanden von seinen Leiden und schüttele die Ketten ab.
Deutschland komme wieder zu Ehren, weil es sich zu dem Arontsoldaten Adolf Hitler bekannte.
Auch das Krastsahrwesen sei auferstanden. 3m Gegensatz zu den Automobil-Klubs ringe es mit ver Motor-SA., der SA. und SS. für Deutschlands Geist und Freiheit und nur für Deutschland. Mit einem „Sieg-Heil" auf den Führer schloß der Redner seine Ansprache Sodann intonierte die RSKK.-Kapelle das Horst-Wessel- Lied, in das die Menge begeistert einstimmte. Anschließend trug der Heimatdichter Georg H e ß in humorvoller Weise eine von ihm verfaßte Lobeshymne auf Oberhessen, den Vogelsberg und das Hüttenberger Land, sowie ein von ihm verfaßtes Lied für die Standarte 116 vor, die beide mit großem Beifall ausgenommen wurden. Rach einem gemütlichen Beisammensein, bei lustigen Vorträgen und den Klängen der RSKK.-Kapelle wurde die
Heimfahrt angetreten, die über Sch otten und Laubach zunächst nach Lich führte.
Es war ein prächtiger Anblick, wie sich die erleuchteten Wagen unb Krafträber, einer enblofen
Bericht der Staatspolizeistelle G'etzen
Don der Gendarmerie wurde ein Freiwilliger aus dem Arbeitsdienstlager Großen-Buseck scstgenommen und in das Polizcigesangnis einge- liefert, weil er bn Lager kommunistisch agitierte. Strafverfahren ist eingeleitet
* Ein Mann aus Gießen wurde festgenommen, weil er durch Aeußerungen in kommunstischem Sinne dem Publikum Anlaß zum Aergernis gegeben hat.
Ein 16 Jahre alter Russe, der sich auf Wanderschaft befindet, wurde zur Nachprüfung seiner Persönlichkeit in Polizeihaft genommen.
hitlerjungen fanden beim Spielen am Eulenkopf 77 Schuß Jnsanteriemunition, die in einer alten Zeitung verpackt, jedenfalls von dem unbefugten Besitzer in einem alten Graben verscharrt waren.
Von der Gendarmerie und Kriminalpolizei in letzter Zeit beschlagnahmte Schußwaffen, Seitengewehre unb Munition konnten in größerer Anzahl wieder an die Abteilung Ma- terial in Darmstadt abgeliefert werden.
In der Nacht vom Samstag zum Sonntag wurden Straßenpassanten, Motorradfahrer usw in Gießen und Umgegend durch Beamte der politischen Polizei nach Flugblättern kontrolliert. Dabei stellte sich heraus, daß die revidierten Personen über die Ausweise der Kriminalbeamten nicht orientiert sind. Wir weisen nochmals daraus hin, daß die Kriminalbeamten sich durch ihre Dienstmarke ausweisen, und dieser Ausweis vollständig genügt.
•• WegenUnterschlagung tm Arbeitsdienstlager verhaftet. Der Polizeibericht meldet: Am Somstagmittag wurde hier der 23- jährige Kaufmann Walter Beckmann' aus Versmold (Krs halle a. d. S) wegen Unterschlagung von 800 Mark die er im Arbeitsdienstlager Kieker- doch bei Bielefeld begangen hatte, in haft genommen Beckmann hatte aus der Kasse der Arbeits- dienstlagerkantine, die er verwaltete, 400 Mark entnommen und außerdem unberechtigterweise 400 Mk. mit einem Scheck erhoben. Darauf ging er flüchtig In einem hiesigen Hotel, wo er sich einlogiert hatte, konnte er ermittelt werden.
Erweiterung der Gewährung von Ehestandsdarlehen.
Zu den Bestimmungen über die Gewährung < von Ehestandsdarlehen ist jetzt eine zweite am 3. Juni 1933 in Kraft getretene Durchführungsverordnung erschienen, bie den Kreis ber Darlehensberechtigten erheblich erweitert. Ehestandsdarlehen werden in Zukunft auch dann ge'vahrt, wenn das mindestens sechsmonatige Arbeitnehmerverhältnis der künftigen Ehefrau ganz oder teilweise in die Zeit zwischen dem 1. 3um 1928 und 31. Mai 1931 fällt. Dabei darf kein Teil des sechsmonatigen Arbeitnehmerverhältnisses in die Zeit vor den 1. Juni 1928 fallen. Die Voraus- setzung für die Gewährung eines Ehestandsdarlehens ist auch dann gegeben, wenn die Ehe m der Zeit vom 1. Juni 1932 bis 3. 2um 1933 geschlossen worden ist, bie Ehefrau noch in einem Arbeitnehmerverhältnis steht, das bereits mindestens sechs Monate währt, unb wenn bie Ehefrau dieses Arbeitnehmerverhältnis vor der Auszahlung des beantragten Ehestandsdarlehens aufgibt. Ehestandsdarlehen werden nicht gewährt, wenn einer der beiden Ehegatten zur Zeit der Antragstellung an Infektionskrankheiten ober sonstigen, das Geben bedrohenden Krankheiten leidet Ein Zeugnis eines beamteten Arztes hierüber ist beizubringen. Die Ausstellung der Zeugnisse ist für die Ehegatten kostenfrei.
Turnverein 1846:
Empfang der Turnfestsieger.
Der Turnverein 1846 empfängt heute abend die Mitglieder des Vereins, die im Rahmen des Deut- scheu Turnfestes in Stuttgart siegreich waren. Um 18 Uhr treffen sich die Mitglieder des Vereins an der Turnhalle und marschieren gemeinsam zum Bahnhof, um die aus Stuttgart zurückkehrenden Turnfestteilnehmer abzuholen. Der Sonderzug von Stuttgart trifft 18.45 Uhr in Gießen ein. Der Rückmarsch mit den Turnfestsiegern bewegt sich durch die Bahn- hosstraße, durch die Neustadt zum Werner-Wall. Auf die heutige Anzeige sei besonders hingewiesen.
VornoNzeu
— Tageskalender für Montag. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Unter falscher Flagge" mit Charlotte Susa und Gustav Fröhlich.
— Vorführung der Töpferkunst. Don heute ab ist während der nächsten Taae bei der Firma Mettenheimer (am Kreuzplatz 3) Ge legenheit gegeben, das Töpserhandwerk, jenes Handwerk, das auf eine tausendjährige Tradition zuruck- blicken kann, in praktischerxVorführung kennen zu lernen. Eine junge Kunstgewerblerin zeigt.an der Töpferscheibe, wie sie aus Klumpen rohen roten Tons schöne Vasen und Tovfe durch die Geschicklichkeit ihrer Hände entstehen laßt. Mit dieser Vorführung der schätzenswerten Handwerkskunst ist gleich zeitig eine kleine Schau keramischer Gegenstände verbunden, die ebenfalls einiges Interesse für sich beanspruchen darf. Auf die heutige Anzeige fei besonders aufmerksam gemacht.
** Die Leitung der Gießener Werke in einerHand. Nach einer Anordnung der Bürgermeisterei Gießen hat der Leiter des Städtischen Elektrizitätswerkes und der Straßenbahn, Direktor S t o l t e , mit Wirkung vom 1. August ab, auch die Leitung des Gas- und Wasserwerkes und des Volks- bades übernommen. Der bisherige Leiter des Gas- und Wasserwerkes und des Volksbades, Direktor Braubach, tritt in den Ruhestand.
* Der neue Kirchenvorst and der Lukasgemeinde. Bei der Kirchenvorstands- wahl, die gestern in der Lukasgemeinde statt- gefunden hat, wurden durch die Gemeindevertretung die seitherigen Mitglieder Juwelier Karl Roll, Oberforstmeister i-R. Dr. Emil S ch ü z, Reichsbahnamtmann Christian Dörr, Oberpostsekretär i-R. Oskar Bock, Kaufmann Heinrich Erle und Architekt Ludwig W e h r u m wiedergewählt. Die drei zuerst Genannten wurden gleichzeitig als Mitglieder des Gesamtkirchen- Vorstandes wiedergewählt.
*• In den Ruhe st and getreten. Am heutigen Montag tritt Herr Heinrich Rocker aus Rödgen infolge Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand, nachdem er der Stadt Gießen über 40 Jahre lang als städtischer Baumwart treue Dienste geleistet hat.
** Amtsoor st eher-Besprechunaenim Bezirk der Oberpostdirektion Darm- stad t.' Von der Oberpostdirektion Darmstadt mirb mitgeteilt: Im Verlauf der vergangenen Woche nahm der mut Leiter der Oberpostdirektion Darmstadt,
Rach Mitteilung des Ministeriums des Innern kann bie Stabt Gießen für das Dechnungsiahr 1933 mit einer ilebertoetfung von 216 744 Mk. rechnen. Die zu erwartende Besserung ber Wirtschaftslage, insbesondere bie zunehmende Ern- gliederung von Lohnsteuerpflichtigen in Den Arbeitsprozeß, rechtfertigen bie EinstellmA eines etwas höheren Betrages in den Voranschlag.
(Einen noch stärkeren Rückgang zeigen die Ueber- roeifungen des hessischen Staates aus der Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz.
Es wurden ber Stabt Gießen seitens bes hessischen Staates für Wohnungsbauzwecke überwiesen im Jahre:
Oberpostrat Jacobi, Gelegenheit, mit den Post- amtsvorstehern der drei hessischen Provinzen in Darmstadt, Mainz und Gießen gemeinsame Bespre- chungen abzuhalten. Oberpostrat Jacobi eröffnete die Tagungen mit einem kurzen Rückblick auf die große Zeitwende und wies auf die Aufgaben und Pflichten der Berufsbeamten im dritten Reich hin. Gegenstand der Erörterungen war vor allem die Durchführung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums, ferner wichtige Angelegen- heilen des Betriebs- und Verwaltungsdienstes. Der Leiter der Oberpostdirektion faßte die Ergebnisse der Besprechungen zum Schluß zusammen und beendete die Tagungen mit einem Treugelöbnis zum Reichspräsidenten von Hindenburg und zum Dolks- kanzler Adolf Hitler.
Mieterjubiläum. Reichsbahnfekretar Ludwig Sann wohnt am morgigen 1. August fett 30 Jahren im Hause von Frau Architekt I. Stein W w e., Seltersweg 85. Die lange Dauer des Mietverhältnisses ist ein Zeichen besten Einverneh- mens zwischen der Hausbesitzerin und dem Mieter.
die Stabt zur Zeit über Lrneuerungsrucklagen von insgesamt mehr als 2 Millionen RM.
verfügt.
Auch in Zukunft muß es das vornehmste Bestreben der Finanzpolitik der Stadt sein, eine Steigerung der Schuldenlast zu vermeiden. Nach dem Willen der Stadtverwaltung sollen die Schulden mit Wirkung vom 1. April 1932 ab „stabilisiert fein. Dies ist nicht nur durchgeführt, sondern es ist auch erreicht worden, daß in dem Zeitraum von April 1932 bis April 1933 die Schulden um 300 000 RM. vermindert worden sind.
Aus ber Linnahmeseite bes Voranschlags ist bemerkenswert, baß bie ber Stabt Gießen überwiesenen Anteile an ber Reichseinkommen, unb körperschastssteuer in ben letzten Jahren sehr zurückgegangen sinb.
Es wurden der Stadt überwiesen im Jahre:
Das Jubiläum ehrt beide Teile in gleichem Maße. Die Vermieterin übermittelte dem Mieter aus Anlaß des Jubiläums eine Ehrung.
" Ganöcßfiellc H e s f e n - R a s f a u für Volksaufklärung und Propaganda. Die Geschäftsstelle der Landesstelle Hclsen- Aassau für Vollsaufklärung und Propaganda befindet sich ab Dienstag, 1. August 1933, in der Bü.gerstr.h 9-11 zu Frankfurt am Main, 3. Stock tints. Telephon 33 331. Empfang von Besuchen nur noch telephonischer oder schriftlicher Anmeldung.
"Schriftverkehr mit den Behörden. Das Kreisschulamt Gießen weist in einer Bekanntmachung im längsten Amtsoerkündigungsblatt darauf hin, daß Eingaben an bas Hessische Kultus- minifterium bie Aufschrift: „An das Hessische Staatsministerium, Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum" tragen müssen und aus der ersten Seite nur zur Hälfte beschrieoen sein dürfen. Es darf nur Normalsormat verwandt werden.
Das NSKK. Oberbesfen veranstaltete gestern eine großzügige Werbcsahrt durch Oberhessen. Das NSKK. hat sich aus kleinsten Anfängen heraus in zäher Kleinarbeit zu einer machtvollen und starken Formation entwickelt, die jedoch ihren Höchststand an Mitgliedern wohl noch nicht erreicht haben dürfte. Das NSKK. hat mit seiner gestrigen Werbesahrt bewiesen, daß es nicht nur gewillt ist, alle diejenigen, die noch abseits stehen, in seine Reihen aufzunehmen, sondern auch seinen Platz in der deutschen Kraftfahrt zu verteidigen und zu behaupten.
Oie Auffahrt.
Pünkllich um 11.45 Uhr fuhren die ersten Wagen in Richtung Ludwigstraße—Ludwigsplatz auf. Die Aufmarschleitung lag in Händen von Bezirksachu- tant Hartmann Loth, deren Durchführung in mustergültiger Ordnung und tadelloser Disziplin sich vollzog. Angefahren waren vier Korps von Gießen, ein Korps von Lich und ein Korps von Lang-Göns. Nachdem sämtliche Wagen aufgefahren und in schnurgerader Linie ausgerichtet waren, ließ Adjutant Loth die NSKK.-Männer antreten, die einen vorzüglichen Eindruck machten unb den Beweis erbrachten, daß die „Benzinkutscher" nicht nur gut fahren, sondern auch gut marschieren können. Unter den Klängen der NSKK.-Käpelle schritt dar- aufbin Bezirksführer Kohr e s die Front der NSKK.-Männer ab, Die er mit einem „Heil!" begrüßte. Dann hielt der Bezirksführer eine kurze Ansprache an das USKK: „Das NSKK. steht am Beginn seiner vierten Fahrt durch das Standarten- gebiet 116. Es gilt, eine kleine Feuerprobe zu bestehen. Das NSKK. wird alle sich ihm bietenden Schwierigkeiten mit dem alten 116er-Geist der Ordnung und Disziplin, der Exaktheit und bes Gehorsams überwinden. Heil Kameraden!" Dann ging es an bie Fahrzeuge.
An der Fahrt nahmen teil Standartenführer Lutter, Standartenadjutant M ü n k e r, Vertreter der Motorstaffel 116, die Standerabordnung der aktiven Motor-SA. M 1/116 mit Sturmführer Weber, der Vertreter des Po- idirektors Oberinspektor Hofmann, Ver- tcr der Kreisleitung, sowie Vertreter der SS.- Standarte. Zahlreiche Zuschauer hatten sich zu der Auffahrt eingefunden, die mit lebhaften Heil- rufen das ASKK. begrüßen.
Bald waren die Straßen erfüllt von dem Motorengeknatter der Motorräder und Kraftwagen. Während es zunächst leicht regnete, ließ der Wettergott aber bald lachenden Sonnenschein erstrahlen.
In mustergültiger Fahrbisziplin ging es burch bie Straßen Gießens nach Lollar zu, an ber herrlichen Burg Staufenberg vorbei, durch bie Rabenau über Lonborf nach Grünberg.
Die Ortsstrahen, vorzüglich gesichert durch SA. und Gendarmerie, waren gesäumt von Schau-
Bei der Ausgabeseite des neuen Voranschlags ist hervorzuheben, daß seit Jahren zum ersten Male ein Rückgang der Ausgaben für die Wohlfahrtspflege zu verzeichnen ist, die bei vorsichtiger Schätzung rund 42 000 Mark geringer angesetzt werden können. Hier kommen die verdienstvollen Maßnahmen zur Auswirkung, die Reichskanzler Adols Hitler zwecks Beseitigung der Arbeitslosigkeit energisch und mit großem Erfolge in die Wege geleitet hat. Auch die teils schon erfolgten, teils werter zu erwartenden Maßnahmen zur Senkung der Zinsen beeinflussen die Ausgabeseite des Voranschlags in günstigem Sinne, da die für die Verzinsung der Kapitalschulden aufzuwendenden Beträge sich vermindert.
Der Schulbenstand der Stabt Gießen ist mit runb 9 Millionen RM. beim vergleich mit anberen Stäbten ein nichtiger.
Es betragen in den 5 größten hessischen Stäbten die Schulden aus den Kopf der Bevölkerung in
Mainz - 689 RM.
Worms - 539 „
Offenbach -- 517 „
Darmstadt -- 497 „
Gießen - 248 „
Dabei ist von Interesse, daß die Stadt Gießen, die heute den niedrigsten Schuldenstand aufweist, im Jahre 1914 den h ö ch st e n Schuldenstand zu verzeichnen hatte Denn es betrugen in 1914 die Schulden auf den Kopf der Bevölkerung in
Der Fehlbetrag von 118000 tigt werden durch Anwendung .. nung vom 31. März 1933. welche eine Erhöhung der Realsteuersätze um höchstens ein Fünftel über den Landesdurchschnitt zuläht. Diese Erhöhung würde für die Stadt Gießen eine Mehrein- - nähme an Rcalsteuem von 153 000 Mk. ergeben, mithin den Fehlbetrag von 118 000 Mk. mehr al8
Bevölkerung
5 400000 RM.
59,79 RM.
4 300 000 „
30,29 „
3 200 000 „
39,69 „
1600 000 „
31,29 „
118 000 „
3,03 „
1928
574 000 Mk.
1929
546 000 .
1930
423 600 ,
1931
61600 „
1932
61 600 .


