baltischen Fürsten Lieven stanöen. Durch ehe- malige Kriegsgefangene aus deutschen Lagern verstärkte sie sich allmählich auf einige Tausend. Auf Befehl der Entente wurde diese kleine Armee des Fürsten Lieven nach dem Fall Rigas gezwungen, sich nach Estland zu der russischen Armee des Generals Judenitsch abtransportieren zu lassen. Als Fürst Lieven dieser Forderung sofort nachgab, verweigerte ihm der Oberst Fürst Awaloff-Bermondt den Gehorsam und unterstellte sich mit einem beachtlichen Teile der Lievenschen Truppen dem Schuhe des deutschen 6. Rcservekvrps, das bei Mitau lag. Fürst Awaloff, der heute in Berlin lebt, hatte die Haltung Englands vollkommen richtig erkannt, er wußte, daß England an einer Wiederauferstehung des zaristischen Rußland nichts gelegen war. darum schloß er sich b'r „Eisernen Division" an, deren vornehme Ehrlichkeit im Kampfe gegen den Bolschewismus er bewundernd anerkannte. Er war es auch, der die Lieberzeugung aussprach, daß nur i'm gemeinsamen Kampf mit den Deutschen die bolschewistische Gefahr abgewendet werden könnte. Während einzelne lose angeschlossene Truppenteile unter dem dauernden drohenden Drängen der deutschen Regierung sich von der „Eisernen Division" lösten und dem Befehl zum Abtransport Folge leisteten, wurde nach dem Muster der Korps Keller, das Fürst Awaloff führte, auch das Korps Wirgo- litsch aufgebaut. Fürst Awaloff verhandelte unterdessen mit Litauern und Letten, um in der Gegend von Jakobstadt seine Truppen gegen die Bolschewiken an der Seite der Litauer und Letten einsetzen zu können. Die Letten jedoch unterbanden diese Berhandlungen, für die die Litauer günstig gestimmt schienen, und riefen im Rücken der russischen und deutschen Truppen zum Franktireurkrieg auf. Dieser Aufruf war indirekt durch den Präsidenten illman veranlaßt worden, durch den wiederum die hohe englische Politik zu Worte kam. Es ging darum, jede Einflußstärkung, die die Deutschen I allenfalls gewinnen konnten, zu verhindern, es ।
ging schließlich darum, die deutschen Truppen und die mit ihnen verbundenen antibolschewistischen russigen Formationen so sehr zu isolieren, daß sie schließlich, nur von Feinden umgeben, von ihrem Borhaben von selbst ablassen würden, sich auflösen und heimkehren würden, um die baltischen Ostseeprovinzen dem unumschränkten Einfluß Englands dann doch zu überlassen. Die beiden höchsten Offiziere Englands in Lettland — und das dürfte bezeichnend sein für die Ziele, die die englische Politik dort vornehmlich verfolgte — waren e i n Flachs Händler und ein Holzhändler.
Die „Eiserne Division" hatte ihr Augenmerk nun vornehmlich auf die Letten zu richten. Die Litauer sind ein kleines und unkriegerisches Volk, die Esten lagen wegen Grenzstreitigkeiten mit den Letten in zunehmender Feindschaft und hielten sich darum von den geplanten Aktionen gegen die deutschen Baltikumkämpfer auffällig zurück. Der lettische Aufmarsch aber an der neutralen Zone und das Wühlen der lettischen Banden im rückwärtigen Gebiet bedrohte die „Eiserne Division" und die ihr angeschlossenen russischen Formationen, die sich zur russischen Westarmee konsolidiert hatten, lebhaft. Durch passiven Widerstand der lettischen Bevölkerung entstanden in der Rahrungsmittellieferung Lücken, durch immer weiter fortschreitende Aufhetzung wurde die Einstellung der Bauern im Hinterlande der deutschen Front immer feindseliger. Die Lage wurde mit der Zeit dadurch so unhaltbar, daß sich Fürst Awaloff gezwungen sah, das in seinem Rücken befindliche Gebiet als Etappengebiet der russischen Westarmee zu bezeichnen. Ein Zentralrat, der aus Russen, Letten und Balten zusammengesetzt war, übernahm die Regierungsgewalt, und die „Eiserne Division" sowie die zu einer deutschen Legion zusammengeschwcißten Freikorps und die Gruppe Plehwe unterstellten sich dem Befehl des Fürsten Awaloff. Das geschah am 6. Oktober 1919. Dieser Zusammenschluß erhielt den umfassenden Ramen: Russische Westarmee. (Fortsetzung folgt.)
S.Jfxfportf
Spielvereimgung 1900 Gießen.
1900 (Liga) — Sportverein Wetzlar (Liga) 2:3 (0:1).
Das schöne Wetter hatte annähernd 1000 Zuschauer zum Sportplatz an die Liebigshöhe gelockt, die einen stets fairen und spannenden Kampf zu sehen bekamen. 1900 erschien in der angekündigten Aufstellung. Wetzlar hatte auch seine z. Z. beste Vertretung zur Stelle, dazu auf Halbrechts eine neue Kraft. Das Glanz- ftück der Wetzlarer ist gegenwärtig die Läuferreihe, die vorzüglich disponiert war und in Abwehr und Aufbau gleich gut spielte. Ihr haben die Gäste in erster Linie den knappen Sieg zuzuschreiben, der auf Grund einer zeitweiligen leichten Feldüberlegenheit verdient war, wenn auch nicht verkannt werden soll, daß der Gießener Sturm die weitaus größere Anzahl der besten Chancen zum Sieg hatte. Die Innenstürmer waren sehr gut aufgelegt, versagen taten dieses- mal, zur allgemeinen Äeberraschung, die Flügel- stürmer.
Das Treffen begann sehr schnell. Abwechselnd kamen beide Tore in Gefahr. Mitte der ersten Spielhälfte ging Wetzlar in Führung, nachdem die Verteidigung mit dem Eingreifen etwas zögerte. Der überraschende wuchtige flache Schuß war unhaltbar. Vorher aber hatte 1900 schon zwei große Chancen durch Fehlschuß und unbeabsichtigtes Handspiel von Mittelstürmer und Halbrechts vergeben. Auch ein Kopfball aus zwei Meter Entfernung fand den Gästehüter mit Glück auf dem Posten. Aach dem Wechsel kämpften die Blau- weißen verzweifelt um den Ausgleich. Aber nochmals rettete die Wetzlarer Querlatte einen sicher erscheinenden Erfolg. Auch entging dem Spielleiter eine glatte Handabwehr des Wetzlarer rechten Verteidigers. Die Gießener Drangperiode führte aber endlich doch zum Ziel. Zweimal war Hofmann erfolgreich. Run führte 1900 mit 2:1. Das Spiel neigte schon bald dem Ende zu, als Wetzlar durch haltbaren Ball erneut (durch ein Abseitstor) ausglich. Auch der kurz darauf folgende Wetzlarer Siegestreffer fiel aus einer nicht klaren Entscheidung. Der Gießener Halbrechte ging mit dem Ball aussichtsreich auf das Wetzlarer Tor los. Wetzlars Mittelläufer versuchte ihn zu behindern. Dor Llnparteüsche unterbrach und diktierte einen Freistoß gegen 1900, d>as ihm ein Pfeifkonzert der Zuschauer eintrug. Der Ball wurde vors Gießener Tor getragen und nach einigem Hin und Her im Durcheinander durch Wetzlars Halbrechten im Aachschuß verwandelt.
Der Sieg war unter diesen Umständen für Wetz
lar nur ein glücklicher. Schiedsrichter war Kunze (Hungen), der int allgemeinen recht gut leitete. Den beiden Mannschaften gebührt für die anständige Spielweise ein Gesamtlob.
1900s untere Mannschaften waren alle spielfrei geblieben.
Iugendklubkampf
Germania Marburg — 1900 Gießen.
Die 1. und 2. Jugend sowie die 1. Schüler von 1900 trugen am letzten Sonntag die Rückspiele zum Jugendwettkampf Germania Marburg — 1900 Gießen in Marburg aus, den Germania mit 4:2 Punkten für sich entschied. Die erste Jugend von 1900 muhte mit 2 Mann Ersatz antreten und konnte sich auf dem kleinen Platz von Germania nicht zurecht finden. Der Gegner hatte zudem noch 4 aktive Spieler in seinen Reihen. Bei dem- Stande von 1:0 für 1900 wurde von diesem noch ein 11-Meter-Ball verschossen. 1900 verlor das Spiel mit 3:1.
Die 1. Jugend spielte ziemlich lustlos, während die 2. Jugend besser bei der Sache war und ihr Spiel mit 3:1 Toren, Halbzeit 3:0, für sich entschied. Der beste Teil der Mannschaft war die Verteidigung.
Die 1. Schüler verloren ihr Spiel unverdient. Gerrnanias Schüler waren bedeutend größer und kräftiger, während die Schüler von 1900 technisch besser waren. Zwei 11-Meter-Bälle wurden von 1900 verschossen. — Vor den Spielen wurde den 1900ern eine silberne Plakette überreicht. Der Jugendwettkampf soll jährlich wiederholt werden. Llm den Aufstieg zur ^.Bezirksklaffe.
Lollar I — Vissenberg 1 1:1 nach Verlängerung.
Das vor dem Spiel 1900—Wetzlar auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe cingesehte Spiel hat die Entscheidung nicht gebracht, obwohl es verlängert und bis zur längst zulässigen Zeit durchgeführt wurde. Das unentschiedene Resultat wird den gezeigten Leistungen gerecht. Die Gegner waren sich gleichwertig. Beiderseits standen sehr schußschwache Stürmerreihen vor sehr spielstarken Hintermannschaften. Lollar war vielleicht insofern etwas gehandicapt, als drei der besten Spieler ersetzt werden mußten. Außer lobens- toertem Eifer mangelt es den Spielern doch noch allzusehr an Technik und Taktik. Torchancen hatte jeder der Parteien zur Genüge. Die kritischen Situationen wurden aber durch die Schlußleute immer wieder geklärt. Mitte der zweiten Halbzeit verwandelte Bissenberg einen Handfreistoß direkt zum Führungstor und einige Zeit später führte einer der vielen Lollarer Angriffe zum
Ausgleich. So blieb es beim 1:1, obwohl das Spiel 2 mal 15 Minuten verlängert wurde. Gegen Schluß waren beide Mannschaften vollständig abgekämpft. Schiedsrichter Hohmann (1900) stand jederzeit über den Parteien.
VfB. Gießen.
DfD. I — BC. Sinn 4:3 ^0.1).
Die Grün-Weißen weilten am Sonntag im Dillgebiet und trafen im BC. Sinn auf einen äußerst spielstarken Gegner. Meister der 2. Bezirksklasse, hat diese Mannschaft im letzten Jahre auf eigenem Platz nur ein Spiel verloren. Die DfB er mußten, da sie mit Ersah spielten, große Anstrengungen machen, um den Sieg sicherzustellen. Der Kampf war hart und spannend von Anfang bis Ende. Der Gegner spielte ganz aus Sieg, bemerkenswert war das Können und die Schußkraft des Sturmes. Die erste Halbzeit war Sinn durchaus tonangebend. Die Verteidigung
GAG.-Siege i
Verheißungsvoller Auftakt
des Gastgebers machte durch geschicktes Spiel alle Absichten des VfB.-Sturmes zunichte. Sinn kam durch einen verwandelten Elfmeter zum ersten Treffer. Durch Umstellungen kam etwas mehr Schwung in die Reihen der VfB.er, so daß zu Beginn der zweiten Halbzeit der Ausgleich und auch der Führungstreffer erzielt werden konnten. Bei Feldüberlegenheit der Grün-Weißen kamen diese durch Elfmeter gegen Mitte der zweiten Halbzeit zum dritten Treffer. Die Läuferreihe des VfB. ließ merklich nach und die forschen Stürmer des Gegners holten im Au zwei Tore auf. VfB. ließ jedoch nicht locker und bei einem Cckenverhältnis von 6:3 für VfB. konnte Lehrmund auf eine Ecke durch famosen Kopfball das Siegestor erringen.
Beim VfB. konnte die rechte Stukmseite gut gefallen. Haas im Tor war sehr gut. Er hielt die überraschend scharfen Schüsse des gegnerischen Sturmes mit großer Sicherheit. Das Spiel wurde ruhig und fair ausgetragen.
n Saarbrücken.
der Gießener Rudersarson.
In aller Stille, vor den Augen nur weniger Unentwegter, die allabendlich an der Lahn erschienen, vollzog sich unter der bewährten Leitung des bekannten Trainers D. Ko llm er das Training der Mannschaften der GRG. Die sportliche Aufwärtsentwicklung der GRG. in den beiden Vorjahren, 1931 nach der Anzahl und 1932 nach der Qualität der Siege, ist noch in bester Erinnerung. Die Leistungen im Vorjahre qualifizierten die Achtermann- schast zum Start der Deutschen Meisterschaft in Passau. Es gelang ihr aber nicht, ihren stärksten Gegner während der ganzen Saison, die Mainz- Kasteler RG., eine Mannschaft von internationalem Ruf, auch nur ein einziges Mal zu besiegen.
Schon die erste Regatta dieser Saison brachte der GRG. den langersehnten Erfolg.
Mil einer voolslänge zurück mußte Mainz- kastel, das in der gleichen Besetzung wie im Vorjahre ruderte, der GRG. im vorrennen zum Großen Achter den ersten Platz überlassen.
Ein harter Kampf vom Start bis zum Ziel! Im anderen Vorrennen zum Großen Achter schlug Kölner El. s. Wassersport die „Undine" Saarbrücken überlegen, in deren Achter die vorjährige Meistermannschaft im Vierer saß.
Mit großer Spannung sah man dem Verlauf des Hauptrennens entgegen. Die Erwartungen auf einen interessanten Kampf wurden nicht enttäuscht. Am Start wurde zunächst von den beiden Mannschaften Köln und Gießen, auf Veranlassung eines Gießener Ruderers, ein kurzes eindrucksvolles Gedenken dem Freiheitshelden Albert Leo Schla- geter gewidmet. Die Ruderer ehrten den ersten Soldaten des Dritten Reiches mit erhobener Hand. Offiziell war dies der Regattaleitung von der Saar- Regierung untersagt.
Rach gutem Start beider Mannschaften wurde das Rennen nach hartem Bord-an-Bord-Kampf bei 1500 Meter vom Schiedsrichter abgebrochen, da beide Boote kollidierten. Der Unterbrechung folgte sofort ein neuer Start von Anfang an. Rach wiederum gut gelungenem Start ging Köln leicht in Führung, Gießen konnte aber bald wieder ausgleichen. Es entspann sich ein harter Bord-an-Bord-Kampf, in dem Gießen die Führung übernahm. Die sehr zahlreich erschienenen Zuschauer sahen einen beispiellos harten Kampf. Unter Aufgebot aller Kräfte versuchte Köln die Spitze zu erreichen, aber Gießen fetzte alles daran, den knappen Vorsprung zu halten.
Unter dem losenden Beifall des Publikums ging Gießen in glänzendem Endspurt mit etwa 3 m Vorsprung als Sieger durchs Ziel.
Als bann bei der Rückfahrt der Mannschaft (Helmut Roll, Karl Timpe, Werner Flimm, Kurt Georgi, Wilhelm Köhler, Willy Becker, Hans Heinrich Neurath, Georg Hartmann, St. Heinz Loh) das Deutschlandlied erklang und die Gießener Mannschaft mit erhobener Hand im Boote mitsang, da reckten sich auch die Arme aller am Ufer stehender Saarländer zum Treubekenntnis für Deutschland.
Durch dieses Erlebnis war man reichlich entschädigt für die Schikanen, die französische Zollbeamte den Gießnern bereiteten, weil sie in einem mit Hakenkreuzfahnen geschmückten Autobus die Grenze des Deutschen Saarlandes passierten.
Weiter errang die GRG. noch durch Friedel I o e d t einen überlegenen Sieg imErstenEiner (Führung vom Start bis ins Ziel), sowie einen Sieg im Zweiten Vierer (Mannschaft: W. Flimm, W. Becker, W. Köhler, K. Timpe, St. H. Loh), der nach siegreichem Vorrennen gegen Kölner El. f. Wassersport, ebenfalls ganz überlegen vor Trier gewonnen wurde. Den Jungmannen (Georg, Hoch- ftätter, Krevert, Schlüter, Schmidt, Weinhold, Eute- neuer, Duill, St.: Breidenbach), die sich wacker schlu
gen und in ihren Rennen nur ktzapp unterlagen, war diesmal noch fein erster Platz vergönnt.
Allen Beteiligten werden die Tage in Saarbrücken unvergeßlich bleiben. Jeder gewann die feste Ueber- zeugung, daß das Saarland deutsch bleiben wird und deutsch bleiben muß.
Ein Sieg
des Vereins Rudersport Gießen 1913.
Bei der Berichterstattung über die Regatta in Saarbrücken unterlief ein Irrtum. Wie uns vom Verein Rudersport mitgeteilt wird, siegte im Ermunterungsvierer nicht der RV. Zell, sondern die Mannschaft des Vereins Rudersport Gießen 1913 (Jmmel, Fröhlich, Wellhöser, Steuer: Günther). Zell wurde auf den zweiten Platz verwiesen
Wirtschaft.
* Deutsche Bau- und Siedlungsgemeinschaft, Darm st ad t. Die Deutsche Bau- und Siedlungsgemeinschaft e. G. m. b. Sy, Darmstadt, hat für das Jahr 1932 einen Rückgang ihrer Mitgliederzahl auf 35 000 (37 000) aufzuweisen. Die eingezahlten und gutgeschriebenen Geschäftsguthaben beliefen sich am 31. Dezember 1932 auf 6-10 000 (780 000) Mk., die noch nicht eingezahlten Geschäftsanteile auf 120 000 (170 000) Mk., die Haftsumme auf 3 510 000 (3 710 000) Mk. Die Sparguthaben der nicht zugeteilten Dausparer hatten eine Höhe von 28 860 000(25 970 000), der zugeteilten Bausparer eine solche von 1010 000 Mk. (im Vorjahre nicht gesondert ausgewiesen). Forderungen der Bausparer aus Tilgungserlaß betrugen 4 540 000 (3 780 000) Mk. Demgegenüber stehen Aktivhypotheken von insgesamt 31 630 000 (30 600 000) Mk., flüssige Mittel 1 410 000 (1 700 000) Mk. Aach 70 000 (74 000) Mk. Abschreibungen wird ein Gewinn von 18 030 Mk. ausgewiesen (im Vorjahre war die Erfolgsrechnung ausgeglichen).
frankfurter Abendbörse geschästslos.
Frankfurt a. M., 30. Mai. An der Abendbörse entwickelte sich infolge fehlender Anregungen und nur kleiner Orders seitens der Kundschaft ein unbedeutendes Geschäft. Gegenüber den Berliner Schlußkurfen ergaben sich nur geringprozentige Veränderungen, doch lagen die Papiere meist nicht ganz behauptet. Am Montanmarkt konnten Rheinstahl aus die 3prozentige Dividende noch leicht anziehen, auch Licht & Kraft lagen am Elektromarkt um 0,75 Prozent fester.
Am Rentenmarkt war die Tlmsahtätig- keit bei behaupteten Kursen ebenfalls nur gering. Aeubesitzanleihe 12,10, Altbefihcmleihe 75,13, Schuhgebietsanleihe 7,50, Reichsbank 125, Gelsenkirchen 62,50, Harpener 100,25, Kali Aschersleben 131,75, Mannesmann 68,75, Rheinstahl 95, Stahlverein 41,50, Aku 41,75, Bekula 111,75, Conti- Gummi 145, Scheideanstalt 169, Licht & Kraft 116,75, JG.-Farben 130,75, gelten 56,75, Lah- meyer 122,50, Siemens 157, Aschaffenburger Zellstoff 24, Hapag 19, Norddeutscher Lloyd 19,90.
Kirchliche Nachrichten.
Donnerstag, 1. Juni.
Gießen. 17.30: Beichte.
Freitag, 2. Juni.
Gießen. 6.30: Segensamt. — Lich. 6.15: Segensmesse.
Samstag, 3. Juni.
Gießen. 9: Aus Anlaß des 50. Stiftungsfestes der katholischen Studentenverbindung Hasso-Rhenania: Amt für die verstorbenen Mitglieder.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben öle Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 4 o. H.. Lombardzinsfuß 5 o. H.
Franksuri u. Ml.
Serin,
Frankfurt a.m.
Berlin
Schluß« kurS
Echlußk. Abend- börse
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Echlußk. mittag« börse
Schluß- kurS
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Schluß!, mittag-
Oatutn
29-5 j 30.5.
29.5.
30.5-
Datum
29.5.
30-5-
29.5.
30.5.
C% Deutsche tHetdioanieihe v. 1921 6% chcm.7% Dl. Reichsanl. v. 1929 5y2% Doung Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mli
AuSIos.-Rechten ............
Desgl. ohne AuSIos.-Rechte......
6% ehern. 8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)...........
83
91,4
86
74,75
12,3
67
82
85,5
68
82,75
82,25
82,5
85,9
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84
85,5
1.75
6,4
6,45
83
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12,1
67
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68
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82
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84
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16
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l
7,95
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6,4
4% desgl. Serie II ............
6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4Zr%Rumän.vereinh.Nentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente . 3%% Anatolier ..............
Hamburg-Amerika-Paket .....<
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa Dampfschiff...........o
Norddeutscher Lloyd .........o
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und DtSconto-
Gesellschaft................o
Dresdner Bank..............o
Reichsbank ................. j
A.E.G.................... ,
Clektr. Lieferungsgesellschaft ... b Licht und Kraft .............c
Felten & Guilleaume ........ o
Gesellschaft für Elektrische Unter- nehmungen.............. §
Rheinische Elektrizität ........&
Schucken S Co..............o
Siemen« L HalSke .......... -
6,5
5,5 10,25 4,65
28,65
19
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53 92,25 50,25
53
52
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25
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77 116
62,5
100,25
117 61
68,75
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4,55
28,65
19
32,5
27,25
19,9
52,75
93
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52
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101
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157
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H5,5
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70,4
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19
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19,9
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53
52
125
24,25
100,9
116
57,75
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96,4
107,75
Oberheilen Provinz-Anleihe mb Auslos.-Rechten ............
6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12..........
6%% Hess. Lande» Hypolheken- bank Darmstadt Liaui .....
Deutsche Komm. Eammclab I.An leihe Seriel mit Auslos.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 15 unkündbar 618 1935
6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Banl Goldvse. 16 unkündbar bis 1936 6¥z% ehem. 4’/i% Frantz. Hyp.
Bank-Liqu.-Pfandbriefe .....
6%% ehem. -l'/:% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.goldpse. ...
6% ehem. 8% Pr. Landospfand briesanstalt, Pfandbriefe »1. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand briesanstalt. Pfandbrtcso R. 1<
Verrechnungskurs...... ....
4% Oesterreichtsche Goldrente...
4,20% Oesterreichilche Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
4V2% deSgl. von 1913..........
Lahmeyer LEo..............io
Buderus ..................
156,75
122
77,25
116
62,65
100,5
74,75
117,5
61
69
Deutsche ErdSl .............4
Gelsenkirchener..............0
Harpener...................0
Harsch Eisen—Köln-Neuessen.. 0
Ilse Bergbau ..............7
Ilse Bergbau Genüsse........ 7
Klöcknerwerke............0
ivtannesmann-Rohren........C
6% abgest) Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Aagdaodahn-Anleih.
Serie l....................
Franl'uri a. m.
Berlui
Schluß- kurö
Echlußk. Abcnd« börse
Schluß« lurS
Schluß!, mittag» börse
Datum
29.5.
30.5.
29.5.
30.5.
Manoieldcr Bergbau.......
.. 0
—
25
26
25,5
Kokswerke ................
.. 0
—
84,75
85,9
Phönix Bergbau...........
.. c
43
43
42,5
42
Rheinische Braunkohlen ....
..10
200
198,5
200
Rheinslahi..............
.. 0
93,25
95
93
94,9
Bereinigte Stahlwerke......
.. 0
42
41,5
42,25
41,65
Olavi Minen .............
.. 0
18
17,75
18,5
Kaliwerke Aschersleben......
.. 6
—
131,75
129
132,5
Kaliwerke Westeregeln......
.. 6
130
135,5
130
134,75
Kaliwerke Salzdetfurth.....
.. P
180
178,5
181,75
I ®. Farben-Jndustrte.....
.. 1
130,5
130,75
129,9
131
Scheideonstalt.............
..10
168,5
169
—
Goldschmidt ..............
.. 0
52,65
53
53
53
Rütgerswerke............
.. 0
58
58,5
57,75
59
MelallgeseUichaft...........
34,5
34,25
34,5
34
Philipp Holzmann........
.. 0
56
56,25
56,5
56,5
Zementwerk Heidelberg ....
Cememwerk Karlstadt.......
.. 4
.. 0
75,5
■
-
Schultheis Payenhofer......
.. 0
_
_
126
128,5
Aku (Allgemeine Kunstseide) .
.. 0
41
——
41
41,25
Bemberg...............
.. 0
—
49,5
51
49,4
Zellstost Waldhof..........
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. 0
—
52,5
52,5
52,13
.. 0
—
24
24
25
Dessauer GaS ...........
.. 7
—
111,5
112,75
Daimler Motoren..........
Deutsche Linoleum .....
. O . O
30,75
49,25
31,25
49,5
30,5
31,13
49 65
Crenfiein & Koppel ........
Leonhard Tteh............
. O
19,75
48,25
19,75
49,25
19,75
Chade....................
.12
—
166
165
165
Gritzner...............
Mamkrastwerke Höchst a.M. .
26,25
27
26,25
Süddeutscher Zucker .......
.8
157
157
156
—
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
Banknoten.
29.mal
3O.mai
Amtliche Notierung
Amtliche Dotierung
Geld
I 25rier
Geld
Brie-
Helsingiors.
6,284
6,296
6,269
6,281
Wien......
46.45
46,55
46,70
46,80
Prag......
12,61
12,63
12,64
12,66
Budapest ...
—
—
—
Costa .....
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ....
170,63
170,97
170,68
171,02
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71,93
72,07
71,78
Kopenhagen.
63,34
63,46
63,14
63,26
Stockholm...
72,63
72,77
72,53
72,67
London .....
14,205
14,245
14,155
14,195
Buenos Aires
0,853
0.857
0,863
0,867
Neuyork ....
3,581
3,589
3,561
3,569
Brüssel.....
58,89
59,01
58,89
59,01
Italien.....
21,96
22,00
21,98
22,02
Paris.....
16,61
16,65
16,61
16,65
Schweiz ...
81,72
81,88
81,72
81,88
Spanien....
36,11
36,19
36,14
36,22
Danzig....
82,77
82,93
82,82
82,98
Japan......
0,874
0,876
0,874
0,876
Rio de Ian.
0,239
0,241
0,239
0,241
Jugoslawien
5,195
5,205
5,195
5,205
Lissabon....
12,94
12,96
12,89
12,91
Berlin, 3O.mai
Geld
Brie?
Amerikanische Roten..............
Belgische Noten..................
Dänische Noten ...............
3,525 58,73 62,72
14,115 16,57
170,31 21,86
71,61
2,46 72,35 81.54 36,01
3,545
58,97 63,03
14,175
16,63
170,99
21,94
71,89
2,48
72,65
81,86
36,15
Englische Noten .................
Französische Noten...............
Holländische Notdn...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
Spanische Noten.................
Ungarische Noten................


