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Aus der provinzialhaupistadt
losen materiell behilflich zu sein, sondern, bah man ihnen auch beruflich weiterzuhelfen bemüht sei.
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mit einer Ausführung des Schauspiels: „Gestern und heute" von Christa Winsloe in Gießen. Schüler» karten haben an diesem Abend keine Gültigkeit. Wohl aber hat die Intendanz Schülerkarten für gültig erklärt am Mittwoch zur Erstaufführung der Operette „Dreimäderlhaus" und zur „R.>ßl"-Auf- sührung am Sonntagnachmittag, 12. Februar.
Der Dorsitzende der Gießener Ortsgruppe des Bildungsverbandes, Herr Köhler, dankte dem Arbeitsamt für diese Förderung und gab der Hoffnung Ausdruck, daß der kommende Kursus ebenfalls gute Früchte zeitigen mochte Herr Scheiffele, der Leiter des Entwurfskursus, sprach in kurzen Ausführungen über die Art und den Aufbau der Arbeit. Mit einigen Hinweisen auf den neuen Kursus wurden die Anwesenden zugleich auf das Ergebnis des abgeschlossenen Kursus aufmerksam gemacht. Ein Gang durch die Ausstellung lieh erkennen, dah man den Erwerbslosen in ve.antwortungsbewußter Aufbauarbeit neue Lebensenergie zuführen will.
" Forstamts-Prrsonalie. Der För- st er Heinrich Ruppert zu Dieben wurde mit Wirkung vom 1. März 1933 an in gleicher Diensteigenschaft in die Försterei Alsfeld des Forstamts Eudorf zu Alsfeld verseht.
•• Erwerbslosen-FortbildungS- kurse der Buchdrucker. 3n enger Zusammenarbeit von Dildungsverband der Deutschen Buchdrucker (Ortsgruppe Giehen), dem hiesigen Arbeitsamt und dem Verband der Deutschen Buchdrucker konnten in den letzten Wochen zwei gutbesuchte Fortbildungskurse (je einer für Drucker und Seher) durchgesührt tocrDcn. Am Sonntagvormittag lagen die Ergebnisse, insbesondere dcs Setzerlurses vor, die in einer kleinen, übersichtlichen Ausstellung im Krausmüllersaale des Ortsgewerbevereins gezeigt wurden. 3n systematischer Weise wurden den zum Teil schon längere Zeit erwerbslosen Buchdruckern berufliche Kenntnisse wieder nahegebracht. 3n sorgfältigem Aufbau lernten die Teilnehmer Duchstabenkonstruktion, Entwurfstechnik, Einbeziehung der Photographie in den typographischen Entwurf, Plakatentwurf und manches andere. Die Ausstellung bewies, dah in dem sechswöchigen Kursus (wöchentlich acht Stunden) ernsthafte Arbeit geleistet wurde. Der Leiter des Arbeitsamtes, Regierungsrat Dr. B u e s, sprach in einleitenden Worten seine Freude über das Zustandekommen des Kurses und dessen Ergebnis aus, betonte auch, dah dem Arbeitsamt nicht nur daran liege, dem Erwerbs-
Laien für Dienstag, 31. Januar.
1797: der Komponist Franz Schubert in Wien geboren. 1855: der Forschungsre.sende Otto Ehlers in Hamburg geboren. 1866: der Dieter Friedrich Rückert in Reuses bet Koburg gestorben. 1891: der französische Maler Meissonier tn Paris gestorben. _______
Iastnachtszeit begannt...
KL. Roch schafft der Winter Mißvergnügen, da« vielleicht nur nicht von den Kindern geteilt wird Aber dabei spüren wir doch schon, dah Die härteste Kraft dieser 3ahreszeit gebrochen ist. Das Licht der Sonne flutet durch klare Lust, aber sie ist dabei endlich wieder imstande, unS von ihrem unermeßlichen Wärmeschatz abzuzeben. Wir spüren eS schon, so wenig es auch sein mag. Uno Dir lernen daraus, dah alles Unangenehme auch wieder vorübergeht, mag es auch zuerst noch so unerträglich erschienen sein. Mit dieser Erkenntnis sollte auch der Frohsinn zurück.ehren.
Die Fastnachtszeit beginnt, der Fasching, Der Karneval kommt zu Ehren. Diese Zeit werd zwar bei unS in Deutschland nicht einheitlich begangen. 3n einzelnen deutschen Gauen ist die Vorfastenzeit so ziemlich das wichtigste Ereignis tm Oahre. Ein Fest, da« alle Fröhlichen vereint, sie aus den Häusern auf die Straßen zieht undvon dort aus wieder in die Ballsale und Lokale, em Fest, das jeden Mummenschanz erlaubt, das Der Phantasie breitesten Raum gewahrt und daS Menschen die Pflicht zur Verzelhunaauferlegt. wenn ein Uebermütiger seiner tollen Laune allzu deutlichen Ausdruck gegeben haben sollte^ Biele Wochen des an sich so kurzen ScbruarmonatS werden vom FastnachtS)ubel und Trubel de ^Und da in diesem 3ah*e .^oh Rot und Krise vom Rheinland, der betriebsamsten Statte deS Prinzen Karneval, die Parole ausgegangen ist unter allen Umständen fröhlich zu letern, wird sich ein Teil des Frohsinns zweifellos auch m die Gegenden unseres Vaterlandes übertragen, wo die Menschen von Ratur aus ein wenig zurückhaltender und steifer sind, wo sie Nicht so auf Befehl fröhlich sein können. Wenn unS die Zeiten an sich, die Krisenerscheinungen, die Ar- beitsloligkeit auch stark in unserer Freude beeinträchtigen — ein Strahl Frohsinn wollen to t doch aus der Erkenntnis nehmen, dah der ärgste Bann des Winters schon wieder gebrochen ist. Februarfröste mögen unS inzwischen noch stören aber es kommen mit Ende 3anuar und Beginn des neuen Monats wieder Tage, da wärmere Luftströmungen energisch den Kampf mit der Winterlälte aufnehmen. 3eder T^z bringt em bißchen mehr Licht und damit etwaS Hoffnung.
Es liegt etwas in der Luft", so pflegen wir zu sagen. Und das ist richtig beobachtet: 3n den Lüften liegt bereits die erste Frühlingsahnung. Richt lange mehr, und wir werden es auch mit unseren groben Sinnen spüren, dah der Lenz Einzug halten will!
Hilfsmaßnahmen für dieMniernothilfe
Schriftführer H. Heimes. Rach kurzer Aussprache schloh der 1. Vorsitzende die gut verlaufene Versammlung.
•• Bezirks-Lehrerverein Dietzen- Land Die erste Versammlung 1933 des Dezir's- Lch.ecvcre.ns Giehen-Land f^nd am Samstag im Ho.el Kobel statt. Der Vorsitzende. Lehrer Hos - m a n n. Lang-Göns, begrützte die zahlre.ch erschienenen Mitglieder und gedachte in warmen Wo. len DeS vor kurzem verstorbenen LehrerS i. R. Kacl Herbst, der in Lu.ig-Göns starb und in Wahlen (Kreis Alsfeld), in dem Ort. in dem er über 35 3ahre als Lehrer tätig war. beendigt wurde. Rach Erledigung einiger Vereinsangelegenheiten hielt Lehrer Roth. Klein-Lin- dcn. einen inle.essanten und fein durchdachten Vortrag über ..Den Bildungsvorgang im Geschichtsunterricht". Der Vortragende ging auf Die Schwierigkeiten Des Geschichtsunterrichts in Der Volksschule näher ein. erläuterte Die Auswahl Der Stoffe für Die einzelnen Stufen und gab wertvolle Fingerzeige für Den Unterricht. Er wies weiter besonDerS Darauf hin. daß man nicht fo sehr das eigentliche Wissen betonen sollte, sondern sich mehr an das Gefühl Der Schuler wenden müsse. Ein lückenloses Bild der geschichtlichen Vorgänge könne sowieso nicht geboten werden. Da mühten einzelne Bilder an die S'.elle der Vollständigkeit treten. Eine lebhafte Aussprache brachte neue Gesichtspunkte, und zugleich wurde beschlossen, daß der Lehrerverem Giehen-Land sich in diesem 3ahre in Der Hauptsache gerade mit Dem Problem Des Geschichtsunterrichts beschäftigen wolle. Für Die nächste Ve.fammlung übernahm Rektor Petri. Wieseck. einen entfp.echenDen Vortrag. Den Schluß Der anrcgenD verlaufenen Versammlung bildeten einige Mitteilungen des Vorsitzenden.
Der Werbe- und Sammelausschuh der Gie- hener Winternothilfe beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung mit einer Reihe von Maßnahmen. durch bie für das Hilfswerk zum Besten der unterstützungsbedürftigen Familien unserer Stadt weitere Mittel verfügbar gemacht werden sollen. Zur Zeit sind mehrere Veranstaltungen vorgesehen, darunter am 13. Februar em 3ugenD- abenD im Stadttheater, ferner ein Konzert des Gesangvereins „Eintracht" und für Mitte Marz (16. März) ein Sinfonie-Konzert unserer Reichswehrkapelle unter Obermus.kmeister Kraust eim Stadtcheater: zu dieser Darbietung unserer 2h i- litärkapclle wird eine ansehnliche Verstärkung Der Musikkorps aus Marburg und Kassel her- angezogen werben, so bah man bei dieser Ge^
•• Borneo-Film ber Basler Mission. Am Sonntag lief in ber Stadtlirche ber grofte Dorneo-Film ber Basler Mission.
Mahr begrüßte bie zahlreich erschienene Ge- meinbe, inbem er hinwies auf bie Notwendig- leit ber Mission, trotz ber Armut unsres Volkes, als ein Zeugnis ber Liebe unb Verpflichtung ber Christenheit gegenüber benen. bie an Lew unb Seele verkommen in ber Rächt des Rberglau- bens. Der Film zeigte wundervolle Landschafts- bilder: eindrucksvoll waren die Flußbilder des stromreichen Landes. Man sah die Bevölkerung in ihren Dörfern, bei ihrer Arbeit, auf ihren Wanderungen durch den Urwald, die Kopfjäger bei ihrer Heimkehr ins Dorf, die Zauberer bei ihren Zeremonien unb fah Die gewichtige Arbeit Der Basler Mission im SchulDienst, in Der Pre- Digt, in Der ärztlichen Mission. Pfarrer G r o h . ehemaliger Missionar Der Basler Mission, gab an Stelle des, erkrankten Missionspredigers L a u k - Frankfurt die nötigen Erläuterungen zum Film: er wuhte aus feinen Erfahrungen in Afrika manches zu lagen, waS die Bilder des Films noch verständlicher machte, und machte Die Herzen warm für das schöne Werk der Mission auf Borneo. Das Schluhwort sprach Pfarrer Mahr als Leiter des Abends.
•• Der Gesangverein „Harmonte- Gemütlichkeit''' Giehen hielt am Samstag im Vereinslokäl Faulstich seine gut besuch e diesjährige Generalversammlung ab. Der zweite Vorsitzende Hch. Kleinhans gab einen kurzen Geschäftsbericht, in dem er hervorhob, dah Der Verein trotz Der schlechten wirtschaftlichen Lage gute Fortschritte zu verzeichnen hat. Der Chor aus 42 aktiven Sängern steht unter Der Leitung des Chormeisters Groh (Wieseck). Der Kassenbericht lieh erkennen, dah ber Verein im letzten 3ahr sehr gut .gewirtschaftet hat, so dah ein kleiner Ueberschliß vorhanden ist. Der Vorstand seht sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Hch. Kleinhans. 2. Vorsitzender L. Schäfer, Kassierer K. D a u b e r t s h a u s e r.
Umzug ber Gießener Nationalsozialisten
Veranlaßt durch bie Ernennung des national- ozialistischen Parteiführers Adolf Hitler zum Reichskanzler veranstalteten bie Gießener National- ozialisten gestern abend einen Unuug durch die Stabt, an dem etwa 1000 Personen sich beteiligten. An der Spitze marschierte die SA., ihr folgten in Marschformationen viele Gesinnungsfreunde in Zi» oil, darunter eim großer Teil weiblicher Personen: der zivile Teil b« Umzugs 'war zu beiden Seiten von der SS. eskortiert. Der Marsch begann auf dem Seltersweg von dem nationalsozialistischen Derkehrslokal Soldan aus, das feit gestern neben der nationalsozialistischen Fahne auch mit den alten Neichssarben schwarz weiß-rot geflaggt hat, und ging bann durch die Frankfurter Straße, Liebig- trahe, Bahnhofstraße, Marktstraße, Kirchenplatz, Walltorstraße, Landgraf - Philipp - Platz, Sonnenstraße, Seltersweg, Wolkengasse, Bahnhofstraße, Neustadt zum Oswaldsgarten. Studienrat Dr. Blank hielt hier eine Ansprache, in der er über bie Bedeutung des Monats Januar in der Geschichte Preußens und Deutschlands sprach, bann den 30. Januar 1933 als unvergeßlichen Gedenktag in der deutschen Geschichte aus Anlaß der Ernennung des Führers Adolf Hitler zum Reichskanzler bezeichnete, den aufrichtigen Wünschen unb zuversichtlichen Hoffnungen für Hitlers Arbeit als deut- scher Führer, der unser Volk einer besseren Zukunft entgegenführen könne, Ausdruck gab und mit hege ift er t aufgenommenen dreimaligen Heil-Rufen i auf den Führer unb Reichskanzler Adolf Hitler schloß. Nach dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes als Ausklavg der Kundgebung erfolgte der hv° marsch der Menschenmenge durch die Kirchstraße, Schulstraße, Sonnenstraße, Seltersweg bis zum Lokal von Soldan, wo sich der Zug aufloste. Da die Absicht dieses Umzuges in den Abendstunden bekannt geworden war, hatten sich in einer ■netbe von Straßen zahlreiche Neugierige ausgestellt. Die Polizei hatte alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um legliche Störung der öffentlichen Ordnung von vornherein auszuschalten. Ersreulicherwe.se kam es denn auch sowohl wahrend des Umzuges, wie im weiteren Verlauf des Abends unb der Nacht zu keinerlei unliebsamen Zwischenfällen.
Gießener W chcnm.rr. reise.
• Gießen, 31. 3an. Cs kosteten auf Dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 110 biS 12). CanDbuttcr 100 bi« 110, Kochbutter 83 bis 90 .Matte 20 bis 25 Pf. bas Pfunb, Käse 5 bis 10, Eier, inlänbische, 11 Pf. das Stuck, Wirsing aelb 10 bis 12. grün 18 bis 20, Weißkraut 8 bis fo. Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Rüben 10 bi8 12. Rote Rüben 10. Spinat 30 bis Anter-Kohlrabi 6 bis 8. Grünkohl 15, Rosenkohl 30, Feldsalat 150. Zwiebeln 10, Meerrettich 30 bi8 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30. Kartoffeln, neue. 3. Llepfel 18 bis 30. Dörrobst 35 bis 40. Honig 40 bi« 45, Hüffe 40, 3unge Hähne-70 bis 90 Suppenhühner 70 bis 80 Pf. bas Pfunb, Tauben 40 bis 60, Blumenkohl 30 bis 60, Endivien 20 biS 30. Lauch 5 bis 10. Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bi« 30 Pfennig bas Stück: Kartoffeln 2,50 Mk. per Zentner.
Vornotizen.
— Tageskalender für DienStag:: Stabttheater. 20 bis 22 Ubr,.,2:2 unentschieden. Oberh. Kunstverein, Turmhaus am Brandplah, 15 bis 17 Ühr, Ausstellung. — DHB.,^20.30 älhr, Cafe Leib, Vortrag-über .Die Kräfte Der Staatsführung". Lich^i:lhaus, Bahnhofstraße: .Mamsell Ritouche". m t
- Hauswirtschaftlicher Dortr a g Am morgigen Mittwoch, 1. Februar, 16 und 20 Uhr, finden im Saale des Hotels Schütz Dortrage ü.er die moderne Heißluftküch, statt. Es werden Koch-, Back-, Brat- und Grilloersuche vorgenommen, sowie neue Wege zur Bereitung von Fisch', Fleisch- unb GemiUegrichten gezeigt. Näheres ist aus der.heutigen Anzeige ersichtlich. *
•• Rollenumbesetzung im Stabt- theater. Man schreibt uns: Herr Bruck der in der letzten „Hamlet"-Aussührung infolge Erkran- kung nicht auftreten konnte, wird bie Titelpartie ab Freitag wieder spielen.
— Schülerkarten im Stadttheater. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben' Das Ensemble des Stadttheaters Koblenz gastiert auf dem Wege des Austauschgastspiels am Donnerstag
angezogen werden, so daß man bei dieser Ge- i legenhe.t ein Groß-Konzert zu hören bekommen wird. Der Ertrag dieser Veranstaltungen ift für die Wintemothilse bestimmt: ein Teil des Ueber- fchusses des Militärkonzerts wird wahrscheinlich auch dem Riobe-Fonds zugeführt werden. Ferner ist eine Haus-Geldsammlung für die Winternothilfe für die Zeit vom 6. bis 11. März geplant. Später soll dann noch eine Kleider- und Haus- ratsammlung durchgcführt werden. Man hofft auf allseitige rege Unterstützung dieser Hilf8- Maßnahmen, damit dem Werk der Rächstenliebe neue ansehnliche Verstärkung zuteil werden kann.
Zwei Kinder durch Kohlengase vergiftet.
WSR. Raunheim, 30. 3an. 3n der Rächt »um Montag wurden die beiden Kinder de« in Raunheim wohnenden Arbeiters Max D i t s ch tot aufgefunben. Die Eltern hatten ben Kindern wegen der Kälte die Betten in der Küche gemacht. Des Rachts drangen aus dem Kuchenosen giftige Gase, wodurch die Kinder getötet wurden. Es handelt sich um K i n d e r bon Heben Wochen unb eineinhalb 3 a hr e n.
Papierfabrik in Stammen
WSR. Bensheim, 30. 3an. 3n Der Pappefabrik Tempel in Eimshausen. die etwa 30 Arbeiter beschäftigt, brach heute morgen F eu e r aus. Die Feuerwehr mußte sich auf den Schutz des Wohnhauses beschränken, das aber von Den Flammen schon ersaßt war. Der Brand konnte erst am Rachmittag gelöscht toerDen. Außer Dem ungebrannten Wohnhause konnte nut noch ein alter Lagerschuppen gerettet werben. Alle übrigen ©ebäubc würben ein Raub ber Flammen, ba bas Feuer an Den Pappe- unD Papiervorräten reichlich Rahrung sanD. Der Sohn De« Fabrikbesitzers, Der sich bei BraiiDausbruch im Büro befanD, konnte sich nur D u r ch e i n e n S p run g aus Dem Fenster retten. Die verkohlten Papierreste flogen kilometerweit Durch Die Luft. Der SachfchaDen wirb auf. etwa 80000 bis 100000 Mark geschäht. Zahlreiche Feuerwehren ber Umgegenb erschienen an ber Brandstätte unb griffen mit ein.
Lnefkasten ber Redaktion.
(Rkchtsgutachten sind ohne Lerbtndlichkeit der Schriftleitung )
ft. D. in B. Nehmen Sie gegen den Eigentümer des Autos einen Zahlungsbefehl auf Höhe des Ihnen durch die Sachbeschädigung entstandenen Schadens. Der Vater hastet in diesem Falle füf den Sohn. Eine Verjährung des Anspruchs ist noch nicht eingetreten.
$. D., G. Wir raten Ihnen, bei dem Amtsgericht einen Sühneoersuch zu beantragen, falls Sie aber hierbei nichts erreichen, alsdann den schriftlichen Mietvertrag wegen Irrtums u|ro. anzufechten und Rückzahlung der zuviel bezahlten Betrage zu verlangen, vorausgesetzt, daß es sich um eine Wohnung handelt, die rod) der Zwangsbewirtschaftung unter liegt. Letzteres tonnen Sie auf Dem Städtismen Wohnungsamt, falls erforderlich, erfragen. Für ben Prozeß würde vielleicht das Armenrecht bewilligt.
Sprechstunden der Redaktion.
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