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31.1.1933 Erstes Blatt
 
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Der neue Kurs im Spiegel der presse

Oie Rechte.

Ehre für die Nation.

durchsetzen? Es steht mehr aus dem Spiele, als das Schicksal der beteiligten Parteien und Verbände.

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Die neue Regierung ist ebenso wenig eine <ruv beit wie alle vorhergegangenen Regierungen leit 1918. Wer wird in dieser Regierung der starke Mann sein? Wessen Wirtschastsaussassung wird sich

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Haupt hinaus Deutschlands Größe und Ansehen in guten und schweren Tagen verkörpert hat und itoch heute verkörpert.

Geldtes Aufgabenbereich.

Freiwilliger Arbeitsdienst und Jugend­ertüchtigung.

Berlin. 31. San. (211.) Hinsichtlich der Stellung des neuen Reichsarbeitsministers Franz Seldte seien, wie der Stahlhelm-Pressedienst schreibt, insofern einige Unklarheiten in der Oeffentlichkeit aufgetreten, als man nicht be­achtet habe, daß dieses Ministerium in 3 u tunst wesentlich andere Aufgaben haben werde, wie bisher. Es sei beabsichtigt, die rein wirtschaftlichen Fragen dieses Ressorts, insbesondere die 2arif fragen, künftig dem ReichswirtschaftsmiNl st e - r i u m zuzuteilen. Das Schwergewicht im Reichs- arbeitsministerium werde vielmehr bet der Frage des F r e i w i l l i g e n A r b e i t s d i e n st e s und der Iugcndertüchtigung liegen, also bei Aufgaben, für die gerade der Stahlhelm aut Grund seiner bisherigen Leistungen als besonders befähigt gelten müsse.

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hessischen Ge­spräch 6lu« ingungs» lung". Der ie begriffe: Ausschaukeln wie ein ein- i, bie Schtvin- j bas Ticken hörbar wird, vurde sodann acht und be- jgentlich nur Technik schon d der Dampf- n gelöst hat. chte versuche :m Luftwege: läsvollen 6t* einer Stimm* rtc der Dor* ungsweile der

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offener Konflikte.

Das Zentrum.

Die ,,G e r m a n i a" (Zentrum) schreibt in einem Leitartikel mit der UeberschristSm RampenUmt u a die Zentrumspartei nehme gegenüber dieser ohne ihr Wissen und ohne ihr Zutun vollzogenen Kabinettsbildung eine e ist üh le Ha 11 u n g ein. Sie trage, da man sie über die Doraussetzun nen dieser Regierungsbildung, über die Ziele, Me­thoden und das Programm des neuen Kabinetts in keiner Weise orientiert und ihr auch keinerlei Gelegenheit zu einer Meinungsäußerung gegeben hat, für die jetzt beginnende Entwickelung

Parteiführer und jetzige Staatsmann Hitler. D a s Reich s e l b st muß gerettet werden Diese Rettung erfordert Opfer, und so ist der tnstanmgsts Wunsch eines jeden guten Deutschen gegenüber der Regierung Hitler der: Möge der Reichskanz er Adolf Hitler und möge jeder der neuen Minister den tragischen Mut zu jenen Opfern aufbrintzen, die das Wohl des Reiches von ihnen in den nach- sken Monaten verlangen wird!

Hindenburg und das neue

nicht die geringste Verantwortung. Die Zentrumspartei und an der spitze ihr Rubrer Kaas hätten sich seit Monaten sur die SaUlmlung einer arbeitsfähigen und arbeitswilligen Mehrheit mit grenzenloser Ausdauer und Opserbereitschcht bemüht. Das, was jetzt nach wochenlanger heim lieber Arbeit zustandegekommen sei, sei nicht der A u s d r u d dieser vom Zentrum e rftreb- ten Sammlung. Klugheit und Sachlichkeit geböten, die Dinge in aller Ruhe bis zu dem kurz bevorstehenden Zeitpunkte sich entwickeln zu lassen wo Hitler und Hugenberg dem deutschen Lolke und seiner parlamentarischen Vertretung i1) r j5ro- fl r a m m darlegen wurden und auch das Verhält­nis des Reichspräsidenten zu diesem Kabinett eine deutliche Klärung ' gefunden habe 3enhrum warte bis dahin mit unerschütterlicher Ruhe ab.

Der Deutsche" (christl. Gewcrksch.) schreibt: Ein Kabinett der Harzburger Front von Hugcn- berg. Papcn und den Großagrariern zustande gebracht, damit ist alles gesagt. Und damit Rcht fest, wohin der Kurs dieses Kabinetts gehtt Die­sem Harzburger Kabinett stehen die Gewerk schäften mit größtem Miß trau enl ge­gen ü b e r. und sie werden einen Kurs im Geiste der Harzburger, der jetzt zu ertoarten ist. mit allen Mitteln bekämpsen. Eben so we nifl wie Hugenberg ist Seldte ein Frmind der Ge­werkschaften. Beide sind ausgesprochene Gegner der Gewerkschaften und des sozialen BolksstaateS. Wir fürchten. Hitler wird der Gefangene Hugen-

i Retchsprailoemen von j^inueiiuuiy und auf den jungen Führer der nationalsozialistischen Bewegung Adolf Hiller mit einem dreifachen Hell! I

Minister Göring vor dem Mikrophon.

Berlin. 31.3an. (LAD.) Der Vorbeimarsch der SA.-Formationen und des Stahlheln^ wurde durch Funkreportage verbreitet. Zum Schluß er­griff der kommissarische preußische Innenminister G o er ing das Wort. Er führte u. a. aus:

Während ich hier am Mikrophon stehe, drän­gen sich draußen vor den Fenstern der Reichs­kanzlei Hunderttausende von Menschen, eine Stimmung, wie sie nur mehr zu vergleichen ist mit jenem A u g u st 1914. da ebenfalls eme Aation aufgebrochen ist. alles, was sie besah, zu verteidigen. Der 30. Januar 1933 wird m der deutschen Geschichte als der Tag bezeichnet wer- den. da die Nation sich wieder zurückgefunden hatte, da eine neue Ration aufbrach und abtat alles an Qual, Schmach und Schande der letzten 14 Jahre. Heute wird der Tag sein, an dem wir das Buch deutscher Geschichte der letzten Jahre der Rot und Schande schließen und «in neues Kapitel beginnen, und auf diesem Kapitel wird stehen die Freiheit und die Ehre als das Fundament des kommenden Staats. Wir danken heute nicht nur dem Führer dieser großen Bewegung, wir danken auch dem greisen Generat- seldmarschall v. H i n d e n b u r g. der heute mit der jungen Generation einen Bund geschloßen hat. So steht der ehrwürdige Feldmarschall aus dem großen Krieg, der Führer Deutschlands, an seiner Seite und unter ihm der junge Führer Deutschlands, der nunmehr wieder Bolt und Reich neuen, besseren Zeiten entgegenführen wird. Möge das deutsche Volk den heutigen Tag ebcmso freudigen Herzens aufnehmen, wie dort draußen vor den Fenstern die Hunderttausende es tun. die mit neuer Hoffnung, mit neuern Glauben de- seelt einer besseren Zukunft entgegensetzen. Dann werden sich wieder alle Hände rühren, Ver­trauen wird zurückkommen, und so können und dürfen wir hoffen, daß die Zukunft das bringen wird worum vergebens gerungen wurde: Brot und Arbeit für den Volksgenossen, Freiheit uno

Kabinett.

«r C -X, ol. Ian. (ERB. Funkjpruch.) ""enn auch das Echo, das die neue Regierung gefunden hat naturgemäß durchaus geteilte Auffassungen zum Ausdruck bringt die Stellungnahme der in Opposition zum neuen Kabinett stehenden Gruppen ist teilweise sogar sehr scharf so wird dem Ka­binett Hiller in politischen Kreisen doch insofern eine günstige Prognose gestellt, als man allgemein damit rechnet, daß das Zentrum in irgend­einer Form zunächst eine -t oj e r t e r u n g » > Politik treiben wird. Diese Auffassung findet

Z e r l i n, 30. Ian. (ERB.) Der Vorbeimarsch der SA.-Abteilungen und der sich immer wieder auf den Anmarschstraßen spontan bildenden Zuge aus dem Publikum 30g sich bis kurz vor 23R0 Uhr hin. Erst um diese Zeit traf der Zug des Stahlhelms vor der Reichskanzlei ein. Er wurde von der Menge auf dem ganzen Weg, vor allen Dingen oon der sich in dichten Scharen vor der alten und der neuen Reichskanzlei drängenden Menschenmasse mi t un- geheueremIubel begrüßt. An den Vorbei­marsch des Stahlhelms schloß sich als Abschluß der Vorbeimarsch der S S. - A b t e i l u n g e n , der nach 24/. Uhr beendet war. Der Reichspra- s i d e n t hat fast die ganze Zeit wahrend des Fackel- zuqs am Fenster gestanden. Die Menge, bie immer wieder erneut in jubelnde Kundgebungen für den Reichspräsidenten ausbrach, brachte ihm nach Schluß des Vorbeimarsches noch einmal langanhaltende Ovationen dar, denen der greife Reichspräsident ge­rührt dankte. Immer wieder mußte er sich nochmals der Menge zuwenden. .

In der neuen Reichskanzlei hatten gemeinsam mit dem Reichskanzler die Reichsminister Go­ring, Seldte, Frick und H u g e n b e r g den Vorbeimarsch abgenommen. Der Reichskanzler, Der gemeinsam mit dem Reichsminister Seldte am Fenster stand, begrüßte mit lebhaftem Winken herz­lichst die vorbeimarschierenden S t a h l h e l wer. 2119 an der Spitze des Stahlhelms die Abteilungen mit der alten Reichskriegsflagge erschienen, brach die Menge spontan in jubelnde Zurufe aus, die sich Dann bei den weiteren Fahnenabteilunaen immer wieder erneuerten. Die Kundgebung schloß mit einer kurzen Ansprache des Berliner Gausuhrers der NSDAP., Dr Goebbels. Er führte u. a. aus:Es ist die Stunde da, daß die machtvolle Kundgebung abge- schwfsen wird. Der Führer hat im Laufe dieser Nacht noch zu arbeiten, und er dankt aus vollem Herzen für Das wundervolle Bekenntnis des nationalen Berlins. Ihr alle tragt die Gewißheit davon, daß das junge Deutschland, die nationale Bewegung. Dem greifen Prafi den t e n die Hand gereicht hat. Der Tag der Wieder­geburt des schwer darniederliegenden DeutfchlanDs ist angebrochen." Dr. Goebbels schloß mit einem Hoch auf Den greisen Reichspräsidenten von Hindenburg

erreicht werden konnte, wenn man den Führunas- anfpruch H tlers nicht erfüllte. Hindenburg hat sich schließlich zu dieser Erkenntnis durchgerungen, spät genug, weil feine schweren Bedenken fast nicht zu besiegen waren. Aber hoffentlich nicht zu spät Das neue Kabinett, das in streng ver- sassungsmäßigcr Weise gebildet wurde kann bei uns auf eine absolut sachliche und wohlwollende Beurteilung rechnen, und die ganze ofientlichc Meinung wird Herrn Hitler die Eb ance nicht verweigern, auf die er als sichrer der größten deutschen Partei Anspruch hat. Emc gewagte und kühne Entscheidung ist. es m ledem Fall und kein verantwortungsbewußter Politiker wird zum Jubeln geneigt sein. Immerhin steht »intet indem Kabinett «ne getoaltige Straft und es erspart uns den unmittelbaren Ausbruch

eine gewisse Bestätigung in Der Stellungnahme der Germania", die zwar von einereiskühlen Hal­tung" des Zentrums spricht, aber durchaus die abwartende Stellung des Zentrums erkennen laßt. Endgültiges wird erst nach der heutigen Be- sprechung des Reichskanzlers mit dem Zentrums­führer Kaas zu sagen fein.

Bemerkenswert sind die Aeußerungen der na- ttonalfozialistifchen Kreise, die dem Reichsprä­sident en die höchste Anerkennung für Die -Be­trauung Hillers zollen. Der gestrige Fackelzug Der Nationalsozialisten und Des Stahlhelms vor Der Reichskanzlei, Der sich zu einer spontanen macht- nollen Kundgebung zahlloser Tausender jur Hin­denburg und Hitler gestaltete, ließ geradezu igmboh hast die überragende Rolle des greifen Reichspra- fibentei. zum Ausdruck kommen. Die Reckengestalt Des 86jährigen in dem erleuchteten Fenster Der Reichskanzlei, der Stunde um Stunde saft unbe- weglich den Vorbeimarsch entgegennahm, erin­nerte an Das Bild Des Alten Kaisers im histori' chen Eckfenster. Die immer wie­derkehrenden Huldigungen, die dem Gencralfeld- marschall gebiacht wurden, gaben Der ganzen Kundgebung eine Bedeutung, die weit über das parteipolitische Maß hinausging. Denn sie galten | einem Manne, )er über sein Amt als Reichsober

DerVölkische Beobachter nennt den 30. Januar den Grundstein des Dritten Reichs. Nach 14 Jahren unerhörtester Opfer und Arbeit stehe lldols Hitler heute an jener Stelle, die ihm seit langem gebühre. Das ganze junge Deutschland rechne es des greifen Reichspräsidenten von Hindenburg ehr- furchtsvoll zu hoher Ehre an, daß er über manche Mißverständnisse in der Vergangenheit bmroegDie Zukunft seines Volkes im neuen Reichskanzler ZlDoij 5iD"9E¥o6g-ba(bl,e£utld)nati-na[) fa9f. durch du- ganze nationale Deutschland werde ein Aufatmen der Freude gehen. Das ganze nationale Deulfchwnd sei erfüllt von Glauben und Hoffnung. Dieser Glaube und diese Hoffnung der vielen Mil­lionen seien die breite Grundlage, auf der die neue Reichsregierung ihre Arbeit bauen tonne. Sie feien zugleich die gewaltige Verpflichtung, die die neuen Männer vor der Nation und der deutschen Zumnft übernommen hätten. Hindenburg H'ller Hugenberg Seldte, zu einem Ganzen geeint, Das sei Die gewaltige Front, Die Deutschland retten müsse.

° DieKreuzzeilung" (Stahlhelm) spricht von Der Einigung der großen nationalen Front und wur- Digt die Tatsache, daß einerseits.der Re, chs- Präsident, anderseits aber auch Adolf Hit (er Opfer für diese Einigung gebracht hatten. Auch fpr den Bundesführer des Stahlhelms S e l b : e fei Der Eintritt in das Kabinett ein schwerer Entschluß ge- roef - denn damit trete Der Bund Der rZrontsoldaten in ei. em Augenblick i n D ie ftaatli che V e ra n t_ Wartung ein, in Dem wahrlich kein leichter t^r folg und Ruhm liege. Hugenberg endlich habe ein Opfer gebracht, das in ferner Große dem der anderen nicht nachstehe, denn er übernehme das schwierigste Ministerium von allen m öem vollen Bewußtsein Der Gefahr, Daß auf ihn sich Die feinD_ licken Speere in erster Linie richten wurDen und daß ihm die Rolle des Winkelried zufalle, der sich selbst dafür opfere, daß dieser Regierung und unserem Volk der Durchbruch durch Die Not zu einem besseren und freien Dasein gelinge. . .. p h

DieDeutsche Taqesz eit u n g (Land bund) begrüßt die Einigung Mischen den großen nationalen Gruppen, der sich bislang immer neue Schwierigkeiten entgegenstellten und sieyt in Der Bereinigung von Wirtschafts- und Ernah- rungsministerium unter Geheimrat Hugenberg endlich die Möglichkeit der einheitlichen Kon- zeption unserer gesamten Wirtschaftspolitik ge- I geben. Die Berufung Seldtes zum Aeichsarbeits- Minister und die Bestätigung Dr. Gerekes teufen daraufhin, daß das neue Kabinett m der Be­kämpfung der Arbeitslosigkeit eine Hauptaufgabe

Ausklang des Berliner Fackelzugs

Vorbeimarsch des Stahlhelms. - Abschluß der Kundgebung.

DerJuizurVeraniwocking.

schoflen eines Staatsmannes. Staa sfunft uno Kriegskunst vollziehen sichnicht.nnerhalbenes voll kommen übersichtlichen Raumes. Ihre Mittel und . Einsatzkräfte sind nicht berechenbar die großen Un. roapharteiten geben im letzten $en in

hinft ist immer dunkel. Es gehört wenig dazu in der Kritik ober in der Opposition zu sagen. wa besser gemacht werden mußte. Es ist em biU'ges Unterfangen Programmpunkte aufzustellen, ohne vor die Aufgabe gestellt zu fein. Die Bersprechung-n zu erfüllen. Vor allem Volke und n°r Der ®dj®e schichte als Dem Weltgericht ledoch D i e V e r a n t Wartung zu übernehmen, dazu gehört Große Es ist nicht einmal Das fachliche Äonnen, es ist noch weniger der gute Wille allem, der diese Größe ausmacht. Es ist vielmehr D , e G r o h e d e s Charakters und des Herzens, die es auf sich nimmt, eine Aufgabe zu losen dem klaren Bewußtsein, daß bas Ziel vielleicht m unerreichbarer fferne liegt unb baß ber Weg auf bas Ziel in-bie vollkommene Vereinsamung fuhrt unb bie ganze Wucht der Verantwortung auf die eigenen Schultern legt. Das Mittelalter prägte für bie zu emem Amte berufenen Staatsmänner ben Begriff bes Gottes- flnadentumes, unb wenn biefer Begriff eineni Sinn hoben soll, so ist es der, bah bie Straft bes Menschen allein niemals ausreicht, sonbern bah bas mensch­liche Gewissen unb bie Fähigkeit, Iebroeben bitteren Gang bis zum Enbe zu gehen, nur bemiemgen ge­geben sind, der sich als ein Wer kzeug Got- tes fühlt. Als Friedrich ber Große nach Sohn Den- noch ben Krieg fortfefete, als Bismarck bie^ftonflitte ,eit heraufbeschwor, wußten sie beibe, baß letzt ent weder ber Genius ber Nation sie zu leiten hatte, ober aber baß ihr Versuch zum Schafott ober Sum voll- fommenen Zusammenbruch fuhren niußte. Trotz bie- ser tragischen Einsamkeit ber großen Verantwortung finb alle entscheibenben Taten ber Weltgeschichte nur bann immer getan worden, wenn ein Staatsmann den Mut zu dieser tragischen Verantwortung and.

Reichspräsident von Hindenburg trägt die Berantwortung für das Schicksal des Reiches. Möge niemand glauben, daß diesem 86jährigen Greis, der drei Kaisern diente unb in hohem Alter Präsident einer Republik wurde. Deren Berfassung er gewillt ist zu halten, glaube niemand, Daß Dem Führer des deutschen Bolkes in seiner schwersten Siunde seit 1918 das Gefühl für die ungeheure Berantwortung ehlß aus der heraus er Adolf Hitler die Kanzlerschaft über- tragen hat. Cs ist in dieser Stunde nicht an- gebracht, sich in Einzelheiten zu verlieren. Die neue Regierung steht fest, Jie wird getragen von Der Rationalsozialistischen Partei, vom Stahl­helm, dessen Führer, Franz S e l d t e. man nicht unterschätzen möge, von der D e u t s ch n a t i o , , c nalen B o l k s'p a r t e i, die einen Großteil des B ö r s e n z e i t u n g' (Kon--

Deutschen Bürgertums vertritt. Mit dieser Re- . , schreibt: Jetzt ist Die nationale Front ge-

aicrung ist die Berantwortung lenem Teil des dum Reichspräsidenten gekommen und

deutschen Bolies übertragen worden, der sich mit ,Qt cin Kabinett Vorschlägen können, das m

einem Sammelbegriffnationale Pewe- |einer Zusammensetzung nicht mehr eine Partei- Q u n a nennt. Sichtbare Bercorpe.u.ig dieser na- Kombination, sondern Der 21 usDruck ein e r tiönakn -Bctoegung ist W°N Sitter. QIn ,hm E i n h e i t. em° Idee. i». Der Mann

liegt cs nun zu beweisen, ob er Den Mut zur öic Rationalsozialisten noch vor eineinhalb tragischen Berantwortung besitzt, von ber toir Monaten fast bis aufs Messer bekämpften Herr gesprochen haben. v. Papcn-, steht heute als Bizekanzler neben

Abolf Sy.tler hat Durch bie Uebemahme ber Hitler. Durch nichts tonnte Die vollzogene nationale Kanzlerschaft bewiesen, Daß er gewillt ist, ben I Einigung besser Demonstriert werben, als du^ch ersten Schritt in Die große unD tragische Der- hie Zusammenstellung dieses Zweigespanns. Auch antwor^na hi^in zu tun. Er hat sich lange in wirtschaftlicher Beziehung sehen wir in der hAH'nrn J^ftrnuht s^'ue Bewegung verantwort- ! Rerufung Popens zum Bizekanzler sowie in Der m S fäen oine i'e Smacht aui- Ä?&fowojl das Äirt!ch°!tsm.n,It°r,am xuub ^ Er weih Daß Das Schicksal seiner Be- als auch Das Ernahrungsministerlum m der Hand meauna ^uf Dem Spiel steht, unD Daß der Glaube des Geheimrats Hugenberg vereinigt sind für non im51t Millionen Menschen erschüttert wird, Deutschland nach innen und außen ein ausschlag-

«r er» «s ssäm« ÖUSWSsSS4"tt SÄfÄ8S&SA4. Re cksvräsidenten von Hindenburg, der den Eid versucht werden können.

erttÄt^Die ' Lr°shnung° °,wt°ch"n tzind-nburg

®Qm gleld). wt- der Ärlllch guäläuft. man muß D-chtabew-gung hegt °°r s-,t M°naten war Sitlar Dator danken daß er Den Sprung über es klar. Daß Die EmglieDerung der Balionm- W ebenen Schatten tat und ba3 Gesamtwohl sozialisten in bie Regierungsverantwortung nicht über bas Parteiinteresse stellte.

Denn Die nationale Bewegung, die soeben Die

Regierung übernommen hat, ist nicht Das ganze I durchsetzen? Es steht mehr auf Dem Spiele, a DeutschlanD. Die Arbeiterschaft, ohne die cm bQ5 sA^sal der beteiligten Parteien unb Verbanbe. gtunblcgenDcr Reubau Des Reiches nicht Durch- $5 w mehr auf Dem Spiel als der seitherige geführt werDen kann, steht zu einem großen Telle I - - ------------" Das

abseits oder in Opposition. Das Zentrum uno andere Teile des Bürgertums haben nicht oas Dertrauen, daß bie ncuernanntc 'Regierung zum Sogen des Staates gedeihen werde. Man kann j selbstverständlich, gestützt auf die Machtmittel des I 5 Staates, gegen einen Teil des Dolles regieren. Man kann den Weg in die Einsamkeit geben, unD wer heute erkannt hat, welche ungeheuerlichen Pro­bleme gelöst werden müssen, der weiß, daß icdes- wirllich staatsmännische Werk a u f 3 a b r e b in» aus unpopulär fein wird. Unpopulär nicht nur bei den Gegnern des neuen Kurses, sondern auch bei Den eigenen Massen, Die Jofort Erfolge verlangen. Aber diese sind nicht möglich. Und Adolf Hitler, der getragen wurde von dem Dertrauen unD Der Zuversicht Der Masse, wird seinen staatsmännischen Rang erst Dann unter Be­weis stellen können, wenn er unter Umstanden gegen die Masse handeln muh, die ihn nach oben

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