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Zur Erstattung mehr oder minder langfristiger Schulden der Volkswirtschaft zur Verfügung zu stellen. Eine solche Politik mache das zentrale Rotenbankinstitut handlungsunfähig. Der übermäßige Transfer habe die Reichsbank außer Gefecht gesetzt. Sie könne, obwohl sie die Mark durch die Devisenzwangswirtschaft stabil Halle, wegen ihres Mangels an Gold- und Devisenreserven den Geld- und Devisen- luurkt nicht regulieren. Eine manövrierunfähige Rotenbank liefere aber — dies sei die schlimmste Wirkung der ganzen Entwicklung — ein Land jedem Zufall aus.
Dr. Schacht wies zum Schluß darauf hin, daß nach Abzug des am 1. Juli fälligen Golddiskontbunk- kredites die Reichsbankreserve unter 3 00 Millionen gesunken, die Deckung mithin auf 8 o. H. gefallen ist. Es bestehe Gefahr, daß die Reichsbankreserve auf Rull -zusam- menschrunipfe. Dr. Schacht schloß: „Wenn wir die Dinge weiter laufen lassen, kommt die Reichsbank in Gefahr, den Verkauf von Reichsmark im Auslande nicht mehr verhindern zu können, d. h. wir kommen mit Sicherheit in ein offizielles Disagio der Reichsmark hinein und erleben eine neue Entwertung der Reichsmark, die eine noch größere Katastrophe bedeuten würde als die von 1923, eine Katastrophe, die die Reichsbank weder zuzulassen, noch zu verantworten gewillt oder in der Lage ist."
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Die Ausführungen des Reichsbankpräsidenten haben in unterrichteten Kreisen einen außerordentlich günstigen Eindruck hinterlassen. Man begrüßt es insbesondere, daß die Leitung der ^Reichsbank die Dinge nicht treiben läßt, sondern ihrerseits die Initiative ergriffen und die Gläubiger auf den E r n st der deutschen Devisenfituation hingewie- sen hat. Man bezeichnet die Ausführungen des Reichsbankpräsidenten als eine geradezu befreiende Tat. Die eindeutige Erklärung, daß die Reichsbank eine KatastropA, ähnlich der des Jahres 1923, nicht zuzulassen und zu verantworten gewillt ist, dürfte in Verbindung mit der ernsten Mahnung an das Ausland, auch seinerseits in die erforderlichen Maßnahmen einzuwilligen, ihre Wirkung nicht verfehlen.
Vor Paraphierung des Viermächtepakts.
Einigung zwischen allen Beteiligten.
London, 29. Mai. (111.) In London wird bestätigt, daß eine Einigungüberden Musso- linischen Viermächtepakt zustandegekom- men ist, und daß a u ch D e u «s ch l a n d s e i n e Z u- siimmung zu dem letzten Textentwurf gegeben hat. Man erwartet, daß, falls die Aussprache in der französischen Kammer ohne Zwischenfälle verläuft, die Paraphierung des Vertrages am Dienstag in Rom ftaltflnden wird. Englische Stellen machen nunmehr keinen hehl daraus, daß England sich mit der Einbeziehung eines Hinweises auf den Sanktionsartikel 16 des Völkerbundsstatuts in den Mussolinipakt einverstanden erklärt hat. Die Nachricht, daß dem Pakt ein Protokoll beige- fügl werden soll, in dem die französischen Vorbehalte in Bezug auf seine Verpflichtungen gegenüber seinen Verbündeten enthalten sind, scheint sich n i ch t zu bewahrheiten.
Auch in pariser gut unterrichteten Kreisen rechnet man mit Bestimmtheit damit, daß die Paraphierung des Viermächtepaktes späte- stens am Mittwoch mittag erfolgen wird. Eine Stunde später ist die Veröffentlichung des Wortlautes gleichzeitig in den vier beteiligten Hauptstädten vorgesehen. Ministerpräsident Daladier soll am Montagnachmittag in den Wandelgängen der Kammer erklärt haben, daß die A n t e r z e i ch - nung des Vertrages aber nicht vor dem 9. Duni stattfinden werde.
Reichsbifchof von Bodelschwingh über seine Absichten und Pläne.
^Berlin, 30. Mai. (ERB. Funkspruch.) Der neue Reichsbischof v. Bodelschwingh äußerte sich bei einem Presseempfang über seine Absichten und Pläne. Die Kirche solle die Sprache unserer Zeit reden, sie solle dienen, zum Kampf und wenn es fein müsse, auch zum Leiden bereit sein. Es müsse eine Verbindung zwischen Wort und Tat gesunden werden. Im übrigen werde er dafür rücksichtslose Sauberkeit im
kirchlichen Leben einkehre. Er sei entschlossen allen Kreisen in der evangelischen Kirche, vor allem auch der ©laubensberoeauna „Deutsche Christen" d i e brüderliche Hand zu reichen.
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Wie das VDZ.-Bureau meldet, sind zur Wahrnehmung der religiösen Belange des neuen Staates beim Rundfunk bei oen einzelnen deutschen Sendern besondere Gremien ge
Aus der Provinzialhauptstadt
ten ließ, obgleich die beiden nicht mehr im deutschen Pen°Klub sind, da war die Absicht der Versammlungsmehrheit enthüllt. Es war eine Selbstverständlichleit, daß unter diesen Umständen d i e deutschen Vertreter nach einer mannhaften Abrechnung mit den Franzosen den Kongreß verliehen. Wenn der Pen-Club sich zu einer Gruppe der marxistischen Internationale entwickeln soll, so haben Dichter und Schriftsteller des nationalsozialistischen Deutschland in ihm nichts mehr zu suchen.
Aus aller Welt.
»üjähriges Lrdensjubiläum des Benedit- tincrabts Albanus Schachleiter.
In Feilnbach bei Bad Eibling wurde am Sonntag der bekannte Benedikterabt Aldanus S ch a ch l e i t e r aus Anlaß feines 50jährigen Ordensjubiläums von der Bevölkerung in sinniger Weise geehrt. Die Feier gestaltete sich zu einer großen Treuekundgebung für den Abt. In ihr nahmen SA., Stahlhelm, Hitlerjugend, NSBO. u. a. m. teil. Staatsminister Esser überbrachte dem Jubilar den Dank der bayerischen Staatsregierung für sein mannhaftes Eintreten für die nationale Bewegung. Nach weiteren Glückwünschen hielt Abt Schachleitner eine Dankrede, worin er die Anwesenden aufforderte, sich durch nichts veranlaßt zu sehen, aus der Kirche auszutreten. In ehrenden Worten gedachte der Priester der Helden des Weltkrieges und Der für die nationale Bewegung Gefallenen. Der Abt rief auf zur GefolgschaftfürAdolfhitler, dessen persönliche Glückwünsche ihm eine außerordentliche Freude bereitet hätten. Mit dem Deutschlandlied, dem Horst-Wessel-Lied und einem Sieg-Heil! auf den Reichskanzler schloß die Feier. .
Die Sühne für den Altonaer Blutfonntag.
In dem Prozeß wegen der Vorgänge am Altonaer Blutsonntag beantragte Erster Staatsanwalt Beh -
bildet bzw. noch in Vorbereitung, die den Namen Kirchenpolitische Ausschüsse führen. Für den Deutschlandsender und die Funkstunde Berlin wurde ein gemeinsamer Kirchenpolitischer Ausschuß gebildet, der zugleich die Z e n t r a 1l e 11 u n g der Ausschüsse für die übrigen Sender wahrnimmt. An der Spitze des Zentralausschusses steht der Reichskulturreferent der Glaubensbewegung „Deutsche E h r i st en " Alfred Bierschwale.
Einheitsfront des AahrungS- und Genußmittelhandels.
Unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten des Reichsstandes des deutschen Handels W i l d t (RSDAP.) hat am Sonntag eine eingehende Besprechung der den Rahrungsmittelhandel vertretenden Organisationen stattgefunden. Sämtliche Vertreter des Rahrungsmittelgroßhandels, des Rahrungsmitteleinzelhgndcls und der Rah- rungsmittel-Einkaufsgenossenfchaften verlangten die Durchführung der nationalsozialistischen Wirtschaftsauffassung. Hm die Einheitlichkeit der nationalsozialistischen Auffassung zu bekräftigen, beschlossen die vertretenen Organisationen, sich für die Dauer in aderengfter Gemeinschaftsarbeit zusammenzuschließen und alle Fragen des Berufsstandes stets gemeinsam zu vertreten. 3n Zukunft werden die Einkaufsgenossenschaften des Lebensmittelhandels mit dem Rahrungsmittelgroßhandel in der Waren- beschaffung für den Einzelhandel in Anerkennung der volkswirtschaftlichen Bedeutung und Rotwendigkeit des Großhandels Zusammenarbeiten. .Zum Schluß sprachen die Vertreter des Rahrungsmittelhandels den alten Vorkämpfern des Handels, dem Präsidenten Dr. v. Renteien und dem Vizepräsidenten Erich Wildt vom Reichsstand des deutschen Handels ihr Vertrauen aus, da sie in ihnen die Sachwalter nationalsozialistischen Geistes im Sinne Adolf Hitlers erblicken.
Wer bars das Fettgel- nehmen?
Berlin, 29. Mai. (VdZ.) Verschiedene Organisationen des gewerblichen Mittel st andes haben beantragt, daß den Großbetrieben des Einzelhandels, insbesondere den Warenhäusern und Einheitspreisgeschäften verboten werde, die Gutscheine zur Verbilligung der Speisefette für die minderbemittelte Bevölkerung in Zahlung zu nehmen. Das Reichsarbeitsministerium wird, um eine einheitliche Handhabung zu gewährleisten, in den nächsten Tagen einen Erlaß herausgeben, der diesen W ü n • f ch e n des gewerblichen Mittelstandes Rechnung trägt. Die- Konsumvereine dürsten jedoch von dem Verbot nicht betroffen werden, nachdem die Deutsche Arbeitsfront die Organisation der Konsumvereine übernommen hat.
Kleine politische Nachrichten.
Reichspäsident v. Hindenburg empfing Vizekanzler v. Papen zum Vortrag, ferner den Reichswehrminister General der Infanterie von Blomberg ebenfalls zum Vortrag.
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In Hamburg wurde der Kampfring junger Deutschnationaler auf Grund der Ver- ordnung des Reichspräsidenten vom 28. Fpbruar 1933 am Montag verboten und aufgelöst.
Die Dundesführer des Rationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes und die Führung des Stahlhelm-Studentenringes „Lange marck" haben nach gemeinsamer Aussprache Vereinbarungen über kameradschaftliche Zusammenarbeit, insbesondere auf dem Gebiete des Wehrsports, getroffen.
Kunst und Wissenschaft.
Die Deulschen verlassen den Kongreß des Pen-Klubs.
Der Pen-Klub ist eine internationale Vereinigung der Dichter und Schriftsteller (Poets, Essayists, Novellists P. E. N.). Er hat jetzt inRa - g u f a getagt. Es war zu erwarten, daß bei dieser Gelegenheit der Versuch unternommen würde, das neue Deutschland vor der Weltöffentlichkeit bloßzustellen. Man hat die warnenden Stimmen überhört, die sich gegen den Versuch einer Einmischung in die Angelegenheiten anderer Länder wandten. Besonders dankbar müssen wir die älnterstühung hervorheben, die die Schweizer, österreichischen und holländischen Abordnungen den deutschen Vertretern zuteil werden ließen. Dabei kam es zu einem bezeichnenden Zwischenfall. Während der Ausführungen des Schweizer Vertreters machte ein Franzose den Zwischenruf: „ilnö Wilhelm Teil?" Der Franzose bekam eine ausgezeichnete Antwort: »Wilhelm Teil sprach nicht französisch, mein Herr." Die Mehrheit der Versammlung in Ragufa sprach allerdings französisch. Der Vorsitzende, H. G. Wells, und die Vertreter Frankreichs, Polens, Belgiens und anderer Trabanten, machtenfranzösischePo- l i t i k im Pen-Klub hinter der Maske der sogenannten Geistigen der Welt. Als man gar noch Ernst Toller und Schalom A s ch als Vertreter der deutschen „Emigranten" auftreten und Heh - red en gegendasneueDeutschland hal
rens wegen gemeinschaftlichen Mor- des und versuchten Mordes, Aufruhrs und Landfriedensbruchs gegen b i e fünf Angeklag - t e n Lütgens, Tesch, Wolff, Moller und Wolters d t e Todesstrafe. Der Strafantrag für die übrigen Angeklagten erfolgt wegen Beihilfe zum Mord und versuchten Mord, sowie schweren Aufruhrs und Landfriedensbruchs. Es wurden beantragt für Wendt, Diehl, Lühnstäden und llhle je 15 Jahre Zuchthaus, gegen Herwig und Sengespeik je 10 Jahre Zuchthaus und gegen Kuhl- mann, Jacob und Wolgast je fünf Jahre Zuchthaus. — Mit dem Urteil ist nicht vor Samstag zu rechnen. Lin nationalfozialistisches Institut für Sfänberocfen.
Anläßlich der Schlageter-Gedenkfeier trat am Sonntag der G a u w i r t f ch a f t s r a t der RSDAP. Düsseldorf zu einer Sitzung zusammen, zu der auch Industrielle, der Regierungspräsident, Staatssekretär a. D. Schmid und der Düsseldorfer Oberbürgermeister Dr. Wagenführ erschienen waren. Der Wirtschaftsbeauftragte der RSDAP., Dr. Klein, wies auf die umfassenden berufsständischen Vorarbeiten hin, die besonders im westdeutschen Industriebezirk, von Düsseldorf ausgehend, geleistet worden seien. Die Ergebnisse der bisherigen Arbeiten verpflichteten dazu, die neue Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung aus dieser Zelle zu entwickeln, die als Muster für ganz Deutschland dienen solle. Dr. Klein gab dann die Gründung eines nationalsozialistischen Instituts für Ständewesen in Düsseldorf bekannt.
Autounglück in den Karpathen. — Sieben Tote, 28 verletzte.
In ber Nähe von Sinaia in den Karpathen ereignete fick ein schweres Automobilunglück. Ein Autobus mit 35 Insassen stürzte in einen Abgrunb. Sieben Personen würben getötet, die übrigen schwer verletzt.
feit haben, an ber Psingsttagung des deutschen Volkes teilzunehmen.
Nachmeldungen, sowie etwaige Abmeldungen müssen sofort, spätestens bis 1. Juni 1933, bei dem hessischen Fahrtleiter, Dr. Simon, Offenbach, Kaiserstraße 31, vollzogen werden.
Nun auf zur Tat! Deutscher Einheitswille und deutsche Organisationsgabe werden auch die augenblicklichen, aus den-Zeitverhältnissen erwachsenen Schwierigkeiten sieghaft überwinden und die Passauer Tagung zu eindrucksvollster Kundgebung gestalten. Volk-Heil!
Generalversammlung desGleibergvereln-
Der Gleibergverein hielt am Samstag auf Burg Gleiberg seine diesjährige ordentliche Generalversammlung ab. Der 2. Vorsitzende Direktor Menken, begrüßte die Erschienenen, insonderheit galt sein Gruß Regierungsassessor E n g f e r, Wetzlar, als den Vertreter der preußischen Staats-Aufsichtsbehörde, und Oberforstmeister R i c o l a u s , Gießen, dem Vorsitzenden der in ihren Zielstrebungen dem Gleibergverein gleich- gearteten Heimatvereinigung Schiffenberg. Des weiteren führte Direktor M e n k e n aus, daß die sonst übliche Rechnungsablage des vergangenen Iahres bereits in der vor einiger Zeit stattgefundenen außerordentlichen Generalversammlung erledigt worden sei, so daß sich die Versammlung lediglich mit dem Hauptpunkt der Tagesordnung: Zukunftsaufgaben des Vereins, zu beschäftigen habe. Tleber dieses Problem referierte in eingehender Weise der Schriftführer Ed- ler v. G r a e v e. Das Aufgabengebiet des Vereins solle eine Erweiterung erfahren insofern, als nicht nur, wie bisher, der Erhaltung der Burgruine Aufmerksamkeit geschenkt wird, sondern daß der Verein eine Heimatvereinigung im besten Sinne des Wortes darstelle, die ihr oberstes Ziel darin sehe, auf dem alten schönen Gleiberg eine Stätte der Erbauung und völkischer Erweckung und Erziehung zu schaffen, um sich damit einzugliedern in die große deutsche Arbeitsgemeinschaft positiver Aufbauarbeit. Der Redner unterbreitete der Versammlung zweierlei Voraussetzungen für die kommenden Aufgaben, einmal entsprechende Abänderung der Sahungsparagraphen und zum andern auf der Burg vorzunehmende Mmbauarbei- ten. Der sehr baufällige Teil im ersten Stock des Albertusbaues sollte nicht, wie bereits projektiert, zu Fremdenzimmern ausgebaut werden, sondern zu Tlnterkunftsräumen für Schulungslehrgänge aller Art hergerichtet werden, um Behörden, Organisationen und die weitesten Kreise der Bevölkerung daran zu interessieren. Für die Arbeiten selbst soll das Iugendnotwerk in Anspruch genommen werden. Ungefähr 20 junge Handwerker werden unter fachmännischer Aussicht den Ausbau tätigen.
Vorstandsmitglied Mohr erläuterte den Tlm- bauplan näher. Danach ist ein Schulungs- oder Tagungsraum mit Zugang von dem Vorplatz aus m der Gröhe von 9,50 x 6,20 Meter vorgesehen, weiterhin ein kleiner Raum für die Verwaltung, ein Waschraum und anschließend die Schlafräume für 22 Betten mit in die Wand eingebauten Spin-
Arbeit undBrot für die ältesten Kämpfer der NSDAP.
Gauleiter Sprenger veröffentlicht einen Ausruf zur Beschaffung von Arbeit und Brot für die ältesten Kämpfer Der NSDAP. In dem Ausruf heißt es:
Der Staat und die Kommunen, in erster Linie aber die Unternehmer, müssen es als ihre hervorragendste Aufgabe anfehen, die langjährigen Kämpfer um die Wiedergewinnung der äußeren Freiheit wieder in Arbeit und Brot zu bringen. Die Arbeits- Möglichkeit ergibt sich aus der Beschaffung von Arbeit im öffentlichen Dienst, alfo der Kommunen, des Staates in Durchführung des Arbeitsdienstes, den durch den Arbeitsdienst hervorgerufenen Auftrieb in den Unternehmungen und ferner dadurch, daß diejenigen, die gegen die nationale Erhebung durch Wort, Schrift und Tat gekämpft haben, von den Arbeitsstellen entfernt werden. Die Ortsgruppen melden die Parteigenossen mit Mitgliedsnummern 1—200 000 und suchen im Benehmen mit den zuständigen Stellen insbesondere auch mit den Prioat- unternehmen diese Parteigenossen unterzubringen. Die Kreisleiter überwachen die Aktion und melden binnen vier Wochen den Erfolg ihrer Maßnahmen. Ich behalte mir vor, den Kreis der in Arbeit zu Bringenden nach eingehender persönlicher lieber- Prüfung zu erweitern.
Die psingsttagung des VDA.
Der hessische Landesführer des VDA., Staatsrat Block, gibt bekannt.
Die politischen Ereignisse der letzten Tage und die Haltung gewisser Kreise in Oesterreich haben die Reichsleitung des VDA. veranlaßt, die Pfingst- tagung des VDA. von Klagenfurt nach Passau zu verlegen. Sämtliche Einladungen und Zusagen gelten nunmehr für Passau. In Passau wird das Klagenfurter Programm mit kleinen Abänderungen zur Durchführung kommen. Nähere Mitteilungen ergehen in kürzester Frist.
Ich fühle mich eins mit der Reichsleitung in dem festen Willen, in der alten deutschen Bischofsstadt Zeugnis abzulegen von der Einheit und Ganzheit des deutschen Volkes. Mit dem Blick nach Osten und in unlöslicher Verbundenheit mit dem deutschen Volke Oesterreichs wird sich der VDA. zur Wahrung der deutschen Sendung in den Alpen- und Donauländern, zur Schicksalsgemeinschaft aller Deutschen in der Welt bekennen.
Insbesondere rechne ich damit, daß die Schul- gruppen an ihrer Pfingstfahrt festhalten und statt der vorgesehenen Wanderungen im österreichischen Alpengebiet solche in die südöstlichen deutschen Grenz- lande unternehmen (Böhmer- und Bayrischer Wald, Donaudurchbruch, Regensburg, München, Oberbayern).
Ich rechne auch damit, daß die vom hessischen Kultusministerium für die Klagenfurter Tagung gewährte Ferienverlängerung unter den neuen Umstanden aufrechterhalten bleibt, und werde die Zustimmung Der Regierung einholen. Ich hoffe sogar daß infolge der kürzeren Anreise und der damit verringerten Kosten noch mehr Hessen die Möglich-


