Ausgabe 
30.3.1933 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

K«n «mt ^Iper.

b-'i- ArMchukm't l-a. mit sofortiger N»r Koch dos Lei- 'rwach, dem Aeklor «r Ballonschule in

in Offen- wrLagner das Qn' 3t«bui)86lai in ulangdasAmtols W ^l'cnbach. dm Diehl die Leitung 3 Kr TerMchule in azbenderdieLei- kMffcnbach. 2e- - ®pt in Offtnbad) i®Uing der Dekor- an^Friedrichsplah, nil der Leitung der Wirthwein, 01» Allgemeinen und der KriMchule cm fitan« ich, Dekor Zahn in nt ljkr Dernardschule

ntoS?1^

''eIMgente

SSkS^WuItot Schulrat Aaufck bttLS?1 Dr- Wue M Ätei8|6ui, 'L.Ktten, Lchrer

l.

' ?°nn#*e .bei Ei,, ?lIPieÜ)Q e vor rrkipr feien auf . Utt«n ruku- r.W w. v, V? '20 Ainat» ?^.r

ns

«®s

aussagk'

: ihren euteadere .^ejte fließ' An ihrer Aem»° ' KÜSS *SS-s5>.

,9 Sinn-JjB»

-

iii Eiehen. 3n dem Tie Wird) Umbau ein «fchassen. Nachdem t> jeflt dos Haus Lahm >, für bit Verlegung festDcg 2, umgtbaut. Ä zum Abbruch ge> modernes Dahn- und li io'd.

ifchine geraten. t KMrige Schreiner fM Düdelsheim (Kreis Mgifche Klinik cinge M Hand in die Hobel- '^schwere Verletzungen )ilj< leistende Arzt die Mcanlahte. Das Be- t den Umstanden ent»

M

Runter Vieler W lf die Redaktion dem slei föeranliDortunfl.) et Südanlage. > ^edierte aus W S in der Südanla/- ,.ti-kren Teil der An Är umlagert* j i«(» die draußen man- .

Jah oder der . W*.* w

Xefartioa.

X *^S'

TA

Oberhessen.

Giaatsminister Dr. Müller Ehren­bürger der (-tadt Alsfeld.

W Alsfeld. 30. März. In der gestrigen Stadtvorstandssitzung wurde auf Antrag der Bürgermeisterei der hessische Staats- ministerDr. MüllerzumEhrenbürger der Stadt Alsfeld ernannt. Dr. Müller war biS zu seiner Ernennung zum Minister Amtsvorstand des Finanzamtes Alsfeld und wirkte drei Jahre hier. Durch sein Verständnis für die Aotlage der landwirtschaftlichen Bevöl­kerung in bezug auf die steuerliche Behandlung und durch seinen strengen Gerechtigkeitssinn ver­stand er eS, sich allgemeine Hochachtung und Wertschätzung zu erwerben. Sein Weggang von Alsfeld wird allgemein bedauert.

In der gleichen Sitzung kam ein Antrag der bürgerlichen Fraktion des Stadtvorstan- deS zur Beratung, der dahin ging, daß der Rat bei der Regierung seine Auflösung bean­tragen foue, da feine gegenwärtige Zusammen­setzung nicht mehr dem Vollswillen entspreche. Der Antrag wurde einstimmig angenom­men. Bürgermeister Dr. B ö l s i n g erklärte da­zu, dah in Kürze Anordnungen der Regierung über die Neubildung der Gemeindeparlamente aus Grund des letzten Reic^stagswahlcrgebnisses zu erwarten feien.

Neun Bürgermeister im Kreise Friedberg amtsenthoben. MSN. Friedberg. 29.März. Das Kreis- a m t F r i e d b e r g Hal mit dem heutigen Tage Die Amtszeit nachstehender Bürgermeister für b e» endet erklärt und an ihrer Stelle Kommissare ein- gesetzt: Walther. Asscnheim (kommissarischer Ver­treter: Hermann Melchior), Bausch mann, Dor- heim (Landwirt Karl Faber I.); Butz, Großkarben (Architekt Heinrich Flach): Fritz VII.. Ho.zhausen v. d. H. (Land- und Gastwirt August Schmidt): B a u m a r t, Nieder-Erlenbach (Beigeordneter Fritz Scyneider): Luc. Nieder-Florstadt (Kaufmann Karl Hübner): Welker, Ober-Rosbach (Julius Rothen- Häuser): Ackermann II.. Ossenheim (Landwirt Karl Walther), Moosdorf. Vilbel (Steuerasst- stent Josef Seitz, Bad-Nauheim).

43 Zabre im Schuldienst.

- Lich, 29. März. Lehrer D ärmer konnte ge­stern sein 25jähriges D i e n st j u b i l ä u m als Lehrer an der hiesigen Volksschule feiern. Die Stadt­verwaltung ließ ihm durch Bürgermeister Geil eine Ehrenurkunde überreichen und für seine ver­dienstvolle Tätigkeit herzlich danken. Die Schulklasse hatte zur Feier des Tages den Schulsaal festlich ge­schmückt. Rektor Erb sprach in einer Konferenz des gestrigen Tages dem Jubilar die besten Wünsche der Lchrerschafl aus. Dechanl Kahn überbrachte die Glückwünsche der Evangelischen Gemeinde. Lehrer Börmer begann seine Lehrertätigkeit in Garben­teich wo er 5% Jahre wirkte, in Ettingshausen war er 12% Jahre tätig, so daß er bereits 4 3 Jahre im Dienst ist.

60 Sobrc Krieqerverem £id)

Lich , 26. März. Der hier am 18. Oktober 1873 gegründete K r i e a e r v e r e i n plant den 6 0. Stiftungstag des Vereins am 17. und 18. Juni festlich zu begehen und mit dieser Feier das B e z i r k s k r i e g e r f e st zu verbinden. Auf Einladung des festgebenden Vereins fand in der Wirtschaft Hisgen eine gemeinsame Sitzung der vom geschäftsführenden Ausschuß oorgeschlagenen Mit­glieder der verschiedenen Festausschüsse statt. Der Vorsitzende des Vereins, Stadtrechner Häuser, gab einen Ueberblick über die Art und den Umfang des in Aussicht genommenen Festes. Der erste Fest­tag soll u. a. durch eine Gedächtnisfeier an den bei­den Kriegerdenkmälern von 1870 71 und 1914 18 eingeleitet werden und mit einem Kommersabend feinen Abschluß finden. Für den Hauptfesttag sei ein gemeinsamer Kirchgang, ein historischer Fest­zug, die Festansprache, Platzkonzert, Tanz und Volksbelustigung vorgesehen. Als Festplatz sei die geräumige Turnhalle mit dem anschließenden Turn­platz in Aussicht genommen. Se. Durchlaucht Fürst Reinhard zu Solms-Hohensolms-Lich habe das Protektorat des Festes übernommen. Die Festrede würde vom Kamerad Stiftspfarrer D r a u d t gehalten. Weiter wurden zur Vorbereitung und Durchführung des in Aussicht genommenen Festes ein Finanz-, Bau- und Ausfchreibungs-, Wirt- schafts- und Dergnügungs-, Ordnungs- und Emp­fangs. und Presseausschuß gebildet - Die Veran­staltung war umrahmt von mehreren Gesangsvor- trägen des GesangvereinsCäcilia". Zum Abschluß des Abends sprach Stadtrechner Häuser den Dank des Vereins für die Bereitwilligkeit zur Mitarbeit aus. Der gemeinsame Gesang des Deutschland-Liedes beendete Die Verhandlungen.

Konzert des M G.D. .Cäcilia^'Lich.

<5p Lich, 29. März. Es mag wohl die Mitglieder des Männergcsangvere nsCäcilia" en leises Bangen beschlichen Huben, nach der 'estr.ichen Woche mit all den Erlebnissen, die an unserem Ohre vorübergerauscht sind, das festgesetzte Chor- und Orchesterkonzert am Sonntagnach- mittag in der Turnhalle abzuhalten. Trotz des Frühlingswetters war die Turnhalle gut besucht, viele auswärtige Sangesbrüder hatten sich dazu eingefunden. Festesstimmung im Rachklang der er­hebenden Tage lag über der Besucherschar, und Obermusikmeister Krautze verstand es, mit dem Musikkorps des I. Batl. 15. Inf.-Regt, zu Gießen durch die erste ProgrammnummerEinzug der Gaste auf der Wartburg" aus Tannhäuser, die Gäste voll und ganz einzustimmen.Grab und Mond", einer der selten gehörten Chöre unseres Altmeisters Schubert, undSie Kapelle" von Kreutzer wurden sodann, im Etimmungsgehalt vom Dirigenten voll erfaßt und von den Sängern dargeboten, zum Bortrag gebracht. Rach der Ouvertüre der romantischen OperSer Waffen­schmied" fang der VereinEine Wiese voll wei­ßer Margueriten" von Heuser. Hierbei kamen die prächtigen Bässe des Chors schön zur Geltung, den aufmerksamen Besucher erfreute die sorgsam ge­pflegte Sprachbehandlung seitens des Dirigenten. Mit den Variationen über das Volkslied kommt ein Vogerl geflogen" von Siegfried Ochs wurde man weiterhin durch die Kapelle er­freut. Den ersten Teil der Vortragsfolge beschloß der Chor rftit OrchesterFestlicher Hymnus" von Otto Siegl. Man muh den Chormeister des Ver­eins, Herrn 2lge, bewundern, dah er diesen schweren Chor in das Programm ausgenommen hat, denn er ist für eine große Sängerzahl gedacht. Doch haben die Tenöre im Wettstreit mit den Bäs­sen die Kraftprobe bestanden und bis zum Schluß

versucht, das Dläserkorps zu übertönen mit dem IubelrufLicht muß wieder werden! Ein neues Licht!" Den zweiten Teil der Vortragsfolge er­öffnete wieder die Musik wirkungsvoll mit der Ungarischen Rhapsodie Rr. 2". Ihr folgten das altniederländische Volkslied .Maienschein" und Sonnenaufgang", von Peter Cornelius vertont. Beide wurden textentsprechend ausgewertet und im Sinne der Komponisten dargeboten. Die letzten Rummern der Vortrags o'ge toaie i ganz auf Wie­ner Musik eingestellt. Den Auftakt übernahm das Musikkorps mitGeschichten von Strauß" von Korngold, ihm folgte mit dem Verein derThe- resenwalzer" von C. Faust, der besonders den Beifall der Besucher fand. Wer wollte sich nicht freuen, wenn diese Tanzkomposition in melodischer Frische und leichtbeschwingtem Rhythmus er­klingt?Servus Wien", das Wiener Liederpot­pourri, folgte, und im Schluß fanden sich der Chor und die Musik noch einmal zusammen, um mit den von Strauh-Werth imRadetzkymarsch" vertonten Worten von Willy LindnerDeutsch das Herz für alle Zeit, treu in Freud und Leid! 3a Soldaten die halten treue Wacht, fürs Vater­land bei Tag und Rächt" dem Werk zum besten Ausklang zu verhelfen. Der Wiederholung des Chores folgte, von Mitwirkenden und Besuchern begeistert gesungen, das Deutschlandlied. Der VereinCäcilia" und das Musikkorps haben den Besuchern einen erhebenden Rachmittag bereitet, für den man den Mitwirkenden Dank zollen muh. Insbesondere verdient die Arbeit des Chorleiters Lchrer Ilge (Butzbach), der als Anreger und Ausgestalter eines solchen Konzertes am Ausbau | unrer nationalen Erneuerung tatkräftig mitwirkt, vollste Anerkennung.

Landkreis Gießen.

£ QBiefed, 30. März. Unsere zweitälteste Mitbürgerin Frau Katharine Weller Wwe., geb. Sommerlad, vollendet am Freitag, 31. März, ihr 8 7. Lebensjahr. Frau Weller erfreut sich noch voller geistiger Frische.

f. A l l e n d o r f (Lahn), 28. März. Am ver­gangenen Samstag hielt die Oberklasse der hie­sigen Volksschule im Henkelmannschen Saale ihre diesjährige Schulentlassungsfeier ab. Lehrer Kimmel wandte sich in seiner An­sprache an die Eltern mit der Bitte, die Schule bei dem schweren Erziehungswerk zu unterstützen und auch nach her Schulentlassung ein wachsames Auge auf ihre Kinder zu haben, da allenthalben Gefahren auf die jungen und unerfahrenen Men­schen lauerten. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß sich Deutschland nun feinen Platz an der Sonne wieder erringe und auch dann unserer Jugend bessere Tage bescheden sein möchten. Chöre der Oberklasse und einige Theater stückchen füllten den Abend aus, wobei alle Kinder ihr Bestes gaben. Da der Saal die Teilnehmer an einem Abend nicht alle fassen konnte, fand am Sonntagabend eine Wiederholung der Feier statt, welche den gleichen Besuch aufwics.

<£ Reiskirchen, 26. März. Ein langgehegter Wunsch unserer Gemeinde dürfte jetzt in Erfüllung gehen. Kürzlich fand eine gemeinsame Besprechung Der Kirchen- und Gemeindevertretungen, an der auch der Hessische Denkmalpfleger, Geheimrat Walde- Darmstadt, teilnahm, wegen einer Kir­chenheizung statt. Da unsere Kirche unter Denkmalschutz steht, dürfen bauliche Veränderungen in und an der Kirche nicht oorgenommen werden. Man einigte sich daher auf die Anlegung einer sog. Grubenheizung. Die Kosten hierfür im Betrage von über 1000 Mark sind in den letzten Jahren sicher- gestellt worden. Die Kosten für die Montierungs­arbeiten sollen durch Haussammlungen eingehen.

L i ch, 29. März. Der Verkehrs- und Vers.chönerungsverein Lich ließ an dem früheren Pfarrhaus (jetzt Wohnung des Herrn Zimmer) zur Erinnerung an den früheren 2. Pfarrer Frank, dahier, eine Gedenktafel anbringen, die folgende Inschrift hat:Hier wohnte Stiftspfarrer Georg Frank von 1830 bis 1840 Vater des hessisch-preußischen Zollver­eins, und Ehrenbürger von Lich." Die im vorigen Iahre am Waldrand auf der Hardt errichtete S ch u h h ü 11 e wird in dankbarer Er­innerung an den im Weltkrieg gefallenen ein­zigen Sohn des verstorbenen Fürsten Karl zu Solms-Hchensolms-Lich mit Genehmigung der Fürstin-Witwe Karl zu Solms-Lich den Ramen ..Erbprinz-Philrpp-Hütte" tragen. Die Winterhilfe an den Schulkindern wurde abgeschlossen. Aus Mitteln des Roten Kreuzes und einer Sammlung der Winterhilfe konnte an 65 vom Schularzt ausgewöhlte Kinder in der Zeit vom 15-Dezember 1932 bis 25. März 1933 ein Milchfrühstuck verabreicht werden. Es kamen 034 Liter Milch und 4641 Brötchen zur Aus­gabe. Die Bautätigkeit scheint in diesem Iahre etwas reger zu werden. An der Hungener und Gießener Straße wird je ein neues Wohn­haus errichtet, der Dau eines weiteren Hauses ist in der Amtsgerichtsstrahe geplant.

Kreis Friedberg.

pb. Butzbach, 29. März. Im sog. Zipfen- w a l d brach gestern zwischen 16 und 17 Uhr ein Waldbrand aus, der sich über eine Fläche von zirka 250 bis 300 Quadratmeter ausbreitete. Dem raschen Eingreifen der Feuerwehr sowie von Mann­schaften der Schutz- und Hilfspolizei ist es zu danken, daß kein größerer Schaden entstanden ist. In dec Hauptsache verbrannte Gras und Laub, Jungholz wurde weniger beschädigt. Spielende Kinder, die vermutlich auf dem Schrenzerberg Reste von Fackeln, die beim Abbrennen des Freudenfeuers um Dienstag vor acht Tagen liegengeblieben waren, gefunden hatten, hatten diese angezündet und da­durch den Brand verursacht,

Kreis Büdingen.

4c R i d d a , 27. März. In unserer Stadt wurde die Feier der Reichstagseröffnung in besonders eindrucksvoller Weise begangen. Die Schulen hörten die ^Übertragungen von Potsdam im Gambrinussaale an. Den Glanzpunkt der hie­sigen Feier bildete ein großartiger Fackelzug. der sich unter dem Geläute sämtlicher Glocken der evangelischen Kirche und dem Iohanniterturm durch die Straßen dec Stadt bewegte. Die Reiter des Reitervereins und die FeuerwehrkapeUe hat­ten die Führung. Einen Festzug von solcher Gröhe hat man hier seit vielen Iahren nicht gesehen. Alle Vereine unserer Stadt und zahl­reiche Bewohner von Stadt und Land nahmen teil. Die Festrede hielt auf dem Marktplatz Dr. med. Fritz Koch. In eindrucksvoller Weise schUderte et die aus der Rot des Volkes ent­standene große nationale Bewegung und ihre

Bedeutung. AIS zweiter Redner sprach noch Studienassessor L a m p a s von hier.

£. Bleichenbach, 28. Mär,. Dieser Tage wurde Der hier im Ruhestand lebende Lehrer Georg August Kraft zur letzten Ruhe gebracht. Der Ver- ftorbene war hier im Jahre 1861 geboren, besuchte von 1881 bis 1884 das Friedberger Seminar und wirkte bann kurze Zeit als Verwalter einer Lehrer- stelle in Rixfeld, Kreis Lauterbach. Don 1884 an war er ununterbrochen bis zu feiner Ruhestandsver- setzung in Ortenberg tätig und siedelte dann nach Bleichenbach über. Eine Grippe mit Lungenentzün­dung warf den 72jährigen Mann aufs Sterbelager. Pfarrer Freitag schilderte den Heimgegangenen am Grabe als treuen, sorgsamen Familienvater und Lehrer. Der Krieger- und Militärverein Bleichen­bach feuerte seinem verstorbenen Mitglied die drei Üblichen Ehrensalven übers Grab, der Kriegeroerein Ortenberg, dessen Vorstand der Entschlafene lange Jahre angehörte, war vollzählig erschienen und ließ durch seinen Vorsitzenden unter ehrenden Worten einen Kranz nieöerlegen. Lehrer Häuser, der Ob­mann des Bezirks-Lehrervereins Ortenberg, rief dem treuen Freunde, mit dem er 42 Jahre in innigster Freundschaft verbunden war, ehrende Worte ins Grab, betonte besonders den Eifer des Verstorbenen im Vereinsleben, feine Treue im Berufe und das harmonische, jahrelange Zusammenleben mit seinem etwas älteren Freunde und Kollegen Philipp K ö h - l e r. Der Zweigoerein Büdingen des Jungdeutfchen Ordens widmete dem eifrigen, treuen Mitarbeiter herzliche Worte des Gedenkens.

Kreis Schotten.

§ Ulrichstein, 27. März. Die nationale Erhebung wurde auch hier durch eindrucksvolle, würdige Veranstaltungen gefeiert. Samstag, 18. März, zogen die beiden Schulklassen mit ihren Lehrern und dem Schulvorstand in langem Zuge im Schmuck zahlreicher schwar-w itzroier und Ha- kenkreuzfahncn durch die Hauptstraßen zum Schul- Hos. Von Schulkindern wurden geeignete Gedichte, sowie ein Sprechchor vorgetragen, die beiden Leh­rer Valentin und Kammer wiesen in An­sprachen, die sich an die Erwachsenen und an die Schulkinder richteten, auf die große Bedeutung des Tages hin. Das Horst-Wcssel-Lied und das Deutschlandlied wurden begeistert gesungen. Am

Dienstagabend formierte sich an der Molkerei ein stattlicher Fackelzug, wie er wohl seit Iahr- zchnten hier nicht gesehen wurde, unter Teilnahme sämtlicher Vereine und der Schulklassen unter Füh­rung ihrer Lehrer. Er zog unter den Weisen einer starken Musikkapelle, darunter mehrerer auswärti­ger Musiker, zum Marktplatz am sog. 3immens der künftigAdo lf - Hitler-Platz" heißen wird. Bürgermeister Geiß und Pfarrer Trapp gaben hier dem, was alle bewegte, in tief emp­fundenen, von hinreißender nationaler Begeiste­rung getragenen Ansprachen Ausdruck, ferner sprach noch kurz in Vertretung des verhinderten Dr. Lorenz (Bobenhausen) SA.-Führer Tier­arzt MeiSki. Machtvoll erklangen das Deutsch­land- und das Horst-Wessel-Lied. Der vom Ge­sangverein vorgetragene ChorWo gen Himmel Eichen ragen" beschloß die eindrucksvolle nationale Feier unter dem gestirnten Rachthimmel.

Kreis Alsfeld.

4 Rieder-Gemünden, 28. März. Auch in unserer Gemeinde feierte man in würdiger Weise die nationale Erhebung. Ein langer F a ck e l z u g bewegte sich durch die Straßen unseres Dorfes. Voran schritt die hiesige SA., gefolgt von der Schul­jugend, dem Kriegerverein, Gesangverein, der Dorf» fügend und zahlreichen Einwohnern. An der zu Ehren der beiden Führer Hindenburg und H i t l c r und zum Andenken an die deutsche Wiederge­burt gepflanzten Eiche auf der Turnwiese hielt Bürgermeister Wittich eine Ansprache. Sodann bewegte sich der Zua auf die Höhe zu dem auf dein -Kammberg unterdessen in Brand gesetzten Freuden- feuer. In einem Prolog gab zunächst Frl. E. G o n - ter der Bedeutung der Feierstunde Ausdruck. Zwei SA.-Mitglieder wiesen in Gedichtvorträgen auf die geschichtliche Stunde hm und brachte u. a. auch den Dank dafür zum Ausdruck, daß der Gemeinderat unseres Dorfes den Reichskanzler Adolf Hitler einstimmig zum Ehrenbürger unseres Ortes ernannt hat. Im Anschluß daran hielt Lehrer Lotz eine längere Ansprache. Es gälte, so betonte der Redner, in diesen Tagen deutscher Er­neuerung einig und treu hinter die von bestem oa- terländischen Wollen beseelte Regierung zu treten. Ein dreifaches Hoch auf das deutsche Vaterland be­schloß die würdig verlaufene Feier

Wirtschaft.

Reform des lantwirtsckastichen Marktwesens.

Wie WTD.-Handelsdienst erfährt, besteht die Absicht, im Zuge der Reform des gesamten landwirtschaftlichen Warktwesens auch die Märkte für Butter, Kartoffeln, Ge­müse, Eier usw., soweit für diese Produkte Preisnotierungen vorgenommen werden, neu z u organisieren und im Inte, esse derProdukt on amtlich zu überwachen. Die Vorarbeiten hierfür sind seitens des Reichsernährungsministeriums ausgenommen worden. Was die Reform der Pro­duktionsbörsen und Getreidemärkte anbelangt, so sind bekanntlich auf organisatorischem Gebiete, in Preußen bereits einschneidende Maß­nahmen vorgenommen worden. Es wird nun auch in dieser Hinsicht in Fortführung der er­griffenen Maßnahmen eine einheitliche Regelung für das gesamte Reichsgebiet angestrebt werden.

* Rheinmetall erwirbt Borsig. Nach­dem anderweitige Verhandlungen gescheitert sind, hat ein Konsortium unter Führung der Rheinischen Metallwaren- und Maschinenfabrik die Anlagen der 21. Borsig G. m. b. H. erworben zwecks Weiter­betrieb des alten angestammten Geschäftes der Firma Borsig, besonders im Interesse des deutschen Exports. Rheinmetall interessiert sich hauptsächlch für das von Borsig hergestellte Eisenbahnmaterial. Die Firmierung der Gesellschaft wird sein: A. Borsig AG. Im Aufsichtsrat der Gesellschaft wird auch die Familie Borsig vertreten fein. Die Betriebe in Düsseldorf werden durch die Transaktionen nicht berührt.

Berlin knapp behauptet, später schwächer.

Berlin, 30. März. (WTB. Funkspruch.) Die Tendenz war am Vormittag ziemlich gehalten, an der Vorbörse aber sprach man die Kurse durchweg niedriger. Die ersten Notierungen wiesen gegen die Vorbörse durchweg Erholungen auf und stellten sich ungefähr auf Basis der gestrigen Frankfurter Abend­börse. Das Geschäft war im allgemeinen sehr ruhig. Man beobachtete auch heute, wie schon ge­stern, verschiedentlich kleine Abgaben zu Geldbeschaf­fungszwecken vor dem Ultimo. Der lustlosen und eher schwächeren Neuyorker Börse standen einige günstigere Nachrichten aus der deutschen Wirtschaft gegenüber, so vor allem die Abschlüsse verschiedener Gesellschaften. Zu erwähnen sind hierbei die Ab- scklüsse der Maximilianshütte und der Mitteldeut- scyen Stahlwerke, sowie der Eontigummi-Werke. Der Bericht des Institutes für Konjunkturforschung hat gleichfalls eine gute Aufnahme gefunden, vor allem von seinen Betrachtungen über den Ausblick der Börse.

Im allgemeinen waren gegen die gestrigen Mit- tagsschlußkurse Verluste bis zu 1 v. H., vereinzelt 4)is zu 2 v. H. festzustellen, darüber hinaus büßten Stöhr und Kaliwerte bis zu 2,50 v. H. ein. Farben, die man zunächst recht schwach tariert hatte, eröff­neten ziemlich widerstandsfähig auf gestriger Abend­basis. Ausgesprochen fest lagen Contigummi auf den bereits erwähnten Abschluß mit einer Besserung um 3 v. H., ferner Fellen, Mansfelder, Klöckner, Holz- mann, Feldinühle und noch einige andere Werte, die bis zu 1 o. H. gewannen, während Bemberg sogar 1,50 v. H. anziehen konnten.

Der Rentenmarkt war kaum gehallen. Die Att- besitzanleihe büßte 0,75 v H. ein. Im Verlaufe der Börse tarn in Farben, Siemens und BMW. wieder Material heraus, und es setzten infolgedessen auch auf anderen Märkten Glattstellungen ein, so daß allgemein die ersten Kurse nicht behauptet blieben und meist Rückgänge eintraten.

Am Geldmarkt blieb die Situation weiter ange- pannt, doch erfuhren die Kurse keine Veränderung ;egen gestern. Tagesgeld stellte sich also auf 4.75 ;zw. 4,65 v. H. an der unteren Grenze Privatdis­konten waren zwar vor dem Ultimo noch angeboten, doch konnte man im freien Markt auch Käufer fest- stellen. In Reichswechseln per 25. Juni und Reichs­schatzanweisungen per 15. November fanden kaum Umsätze statt.

Frankfurt schwächer.

F r a n k f u r t a. M., 30. März. (WTB. Draht­meldung.) Der Abgabedruck, der rn den letzten

Tagen auf fast sämtlichen Märkten lastete, scheint sich im heutigen Mittagsverkehr etwas abge­schwächt zu haben. Größeres Angebot war ledig­lich in einigen Spezialwerten zu beobachten, das hier Rückgänge bis zu 2 Prozent zur Folge hatte. Im allgemeinen hielten sich fedoch die Ab­schwächungen im Rahmen von 1 Prozent. Das Geschäft war sehr gering, da sich die Spekulation sehr zuruckhielt und auch das Publikum kaum am Markte war. Die Abschlüsse ekliger Industrie­gesellschaften (wie Contigummi, Maximilianshütte, Mittelstahl und andere) sanden zwar günstige Aufnahme, konnten aber keinen belebenden Ein­fluß hinterlassen, da diesem Moment die meist schwächeren AuSlandbörsen gegenüberstanden und sich das Interesse der Börse hauptsächlich auf die innerpolilische Lage konzentrierte.

Am Chemiemarkt eröffneten Goldschmidt 1,75 Prozent, Deutsche Erdöl 2,75 Prozent, die übri­gen Werte dieses Marktes waren bis zu 1 Pro­zent niedriger. Anfangs schwach lagen noch Gel­senkirchen mit minus 0 5 Prozent, Phönix mit minus 1,50 Prozent, Reichsbank mit minus 1,50 Prozent. Rach den ersten Kursen verstärkt« sich jedoch der Abgabedruck und die Kurse lagen all­gemein sehr schwach. Stärker angeboten waren vor allem IG., die 4 Prozent einbützten, fer­ner Kali Westeregeln mit minus 5 Prozent, Reichsbank mit minus 3 Prozent, Scheidecmstalt mit minus 5 Prozent, Licht & Kraft mit minus 4 Prozent und Schuckert mit minus 3 Prozent. Auf den übrigen Marktgebieten betrugen die durchschnittlichen Verluste bis zu 2 Prozent. Lediglich Schiffahrtswerte waren relativ gehal­ten. Etwas höher eröffneten Holzmann mit plus 1 Prozent.

Am Rentenmarkt lagen Altbesitz 1 Prozent schwächer, späte Schuldbücher gaben 0,75 Prozent nach, während Reubesitz und Schuhgebiets- anleihen kaum behauptet blieben. Später ver­stärkte sich auch hier der Abgabedruck, und die Kurse gingen um 0.25 bis 0,75 Prozent zurück. Am Pfandbriefmarkt ergaben sich durchweg Ab­schwächungen bis zu 1 Prozent. Auch alle übri­gen festverzinslichen Werte lagen im Angebot und schwächer. Don fremden Werten brodelten Zolltürken weiter ab, Rumänen blieben unver­ändert.

Am Geldmarkt bestand im Hinblick auf den Quartalsultimo starke Rachfrage, so dah der Satz um 0,50 auf 4 Prozent erhöht wurde.

Frankfurter' achiviehmarkt.

Frankfurt a. (DL, CO März. Auftrieb: 104 Rinder, ^^22 Kälber, 1^4 Schafe, 541 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 39 bis 43 ML, mittlere Mast- und Saugkälber 35 bis 38, geringe Kälber 28 bis 34. Schase: Mastlämmer und jüngere Maft- hämmel (Weidemast) 25 bis 28, mittlere Mast­lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 21 bis 24. Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 20 J bis 240 Pfund Lebend­gewicht 37 bis 40, von etwa 160 bis 200 Pfund 36 bis 39 Mk. Marktverlauf: Kälber rege: Schafe sehr ruhig, geräumt; Schweine ruhig, nahezu ausverkauft.

Lchweinemarkt in Nidda.

Ridda, 29.März. Auf dem heute hier abgehaltenen Schweinemarkt standen 506 Ferkel und Läufer zum Verkauf. Da viele Kauf­lustige sich eingefunden hatten, die jetzt schon Ferkel zur Weiterzucht für Schlachtschweine und zu Hausschlachtungen einkauften, waren dir Preise verhältnismäßig hoch und der Handel sehr leb­haft. Durchschnittlich kostete das Stück gegen den letzten hiesigen Markt 6 ML mehr. Es wurden bezahlt für ein Ferkel 6 Wochen alt 18 bis 20 ML, 8 Wochen alt 24 ML, 10 Wochen alt 26 bis 28 ML ES verllieb kein äleberstand.

aber mit NIVEA-ÖL

NIVEA

CREME

Schmerzloses Rasieren

urch vorheriges Einreiben mit