Donnerstag, 30. März 1933
183. Jahrgang
Nr.s7b Erstes Blatt
nur2251.
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n 11686.
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Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und^ür denAn« zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in (Siegen.
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
lind Verlag: vrLhl'sche Univelsttäls-Vuch- und Sidnömderei R, Lanze in Stetzel Schristleitung und Geschäftsstelle: 7.
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Ans! rich
Gegen die Greuelyetze.
Der selige Lord Rorthclifse wird sich vor Neid im Grabe h^rllmdrehen. Alle die Lügen von den abgcbadten Hängen, den ou3gcftod)cncn Augen, den öffentlich e 5)inrid)tuagcn und Massenauspeit- schungen R>Ä,wieder außgejrabcn worden und vergiften die Wcltuieinung. Die Front der Entwurzelten hatKVe Gnttanäle gegen die deutsche Revolution geöfsüet und versucht, das deutsche Ansehen in HÜ7VM herabzumindern. In zwei Kolonnen hat sich diese Front zum Angriff aus Deutschland formiert, in der Kolonne des internationalen Marxismus und in der Kolonne des entwurzelten Melljudentums. Der seiner Rasse und seines Doltstums bewußte Jude weist — wie die Erklärungen der großen jüdischen Verbände in Deutschland Ä «Weisen mit allem Rachdruck diese GrcuellUe'Mrüct. Cs sind jedoch land- und volkssremde^VLNllen jüdischer Abstammung und es ist das ppoletarisierte Ostjudentum in den Elendsvierteln ?on Deuyork und London, das immer nod) die Lügsthetze weiter betreibt.
Gegen die Gründe :sehe nationalen Anstands haben auch Künstler uird Gelehrte gröblich verstoszen^^H^ jahrlang die deutsche Gastfreundschaft üi Anspruch genommen haben und jetzt schleunigst d.m Siaub Deutschlands von ihren Füßen geschulte t naben. Was soll man dazu sagen, wenn Professor Albert Einstein es von Paris aus in^ll«L«fentIichen Erklärung begrüßt, daß sich daS,®'trafen aller Länder gegen ein Deutschland ■eb», in dem brutale Gewaltakte vorgekommen'seien und noch vorkämen. So etwas kann nicht damit beschönigt werden, daß der große Gelehrte ein gvch größeres politisches Kino sei.
Man darf sich edvch darüber keiner Täuschung hingeben, daß bi; Lügenpropaganda von dieser Güte mit sehr materiell gerichteten Strömungen zusammenfl.eßt, d'e sich die künstliche Erregung unter den Juden im Ausland zunutze machen, um ihr eigenes HHHchen zu scheren. Da gibt cs sehr handfeste 3 ttereffen des amerikanischen Handel., die den Feldzug gegen uns unterstützen und auch in manchem Engländer regt sich das alle ReHgefühl gegen den deutschen Konkurrenten WM MW-Weltmarkt, dem man bei dieser GelegenMnt-Mirch Duldung und tatkräftige Förderung.Aer^Lügenheye eins auswischen mochte. Es ist beinahe schon so, daß das, waS wir in dsir^ehtM vierzehn Tagen erlebten, die Zeiten zu^ Beginn des Krieges Überboten hat. Die Dinge, me man uns nachsagt, sind so geschmacklos, daß sie sich zum großen Teil der Wiedergabe entziehen..Die Amerikaner, bei denen doch auch heute noch, gelegentlich der Richter Lynch dusch die Lande reitet und einen Reger, ohne nach..,seiner Schuld zu fragen, am nächsten Morgen aufhängi oder in noch weniger menschensreunollWWWßise vom Leben zum Tode bringt, fühlen ihr M.tleidiges Herz llopsen und wenden sich vor Hnträslung von dieser deutschen ..Kulturlosigkeit"^^ Die Engländer, die kaum mit der Wimper gezuckt haben, als die spanische RevolEftt sich nicht mit der Verwüstung von Kirchen, und Klöstern begnügte, sondern auch mit MensHevleben gerade nicht sonderlich schonend Umging, entdecken wieder ihre völkererziehende Mission und spitzen ihre Federn, um gegen die ..Hunnen" einen Papierkrieg zu führen, ohne es.»«ch>tupt der Mühe für wert zu hallen, vorher 'enmal sestzustellen, ob auch nur ein Wort von all dem Unsinn wahr ist.
Das LebensinteDU^M Nation macht es der Re- gferuna zur gebiett^chm Pflicht, gegen diese Dinge mit allen oerfügbl*n Möglichkeiten den Abwehr- kamps zu eröffnet^ Sdweit die Hetze im Aauslund wirklich aus einem-%iÄberftanbenen Gefühl der Verbundenheit ftanfniL muß dem Ausland die Augen darüber geöffnet Werften, daß es den deutschen Juden nur helfen kann, we»m cs die Greuelpropaganda und die Deutschenhe« sofort a b ft o p p t. Es wäre sehr zu wünschen, daß die Drahtzieher der Hetze die AnkünbiglttHen der Regierung und der nattonalfozialistischtn Var tri als das erkennen, was sie sind, nämlich als ein Ultimatum, zu dem man sich nicht leichten Herzens entschlossen hat. Die amtliche Mitteilung sagt ausdrücklich, daß die Hetze in der Hauptsache von ehemals in Deutschland beheimateten Juden betrieben werde. Diese Leute haben sich in den Rassegenossen ihrer Heimat am allerschwersten versündigt. Hoffentlich kommt ihnen noch rechtzeitig diese Erkenntnis, bevor die ihnen zugebilligte Bewährungsfrist abläuft Es ist gesagt worden, daß die angekündigten Bonkottmaßnahmen sich auf die gesetzlich zulässigen Möglichkeiten bekrönten soll. Regierung und Parteileitung der NSDAP, lehnen strikte jebe persönliche Gewaltanwendung ab und erwarten höchste Disziplin von allen Kämpfern der nationalen Revolution. Deutschland muß wissen, daß in diesen Tagen die Augen der ganzen Welt nach dem Herzen Europas gerichtet sind.
Das englische Scho des Boykotts.
London, 29. März. (ERD. Funkspruch.) Der bereits als begonnen gemeldete ..unoffizielle Boykott" gegen Juden in Deutschland wird von der Presse in großer Aufmachung angekündigt. Die Blätter veröffentlichen Meldungen über angebliche Terrorakte, z.2- müßten Juden sich von llcberfällen durch Geldsummen los- kausen, so . durch die Zahlung von 1030 Wk- an Razi-Bezirksführer. Rur wenige Blätter, wie „bvening Standard", betonen, daß die Lage in großem Ausmaße durch die übertriebenen Berichte über angebliche Greuel- ^aten geschaffen worden fei. Die Rationckl- fozialisten hätten es in ihrer Macht, den Juden in Deutschland weit größere Leiden zuzufügen.
Aufgabe und Arbeitsweise des Reichsministenums für Vottsaufklärung und Propaganda.
Berlin, 30. März. (CNB. Funkspruch.) Der Reichspressechef und Staatssekretär im Reichsmini- terium für Dolksausklärung und Propaganda, Funk, gewährte einem Vertreter des „Völkischen Beobachters" eine Unterredung, in der er sich über Zweck und Aufgabe des Ministeriums äußerte. Der Staatssekretär erklärte u. a.: Die Propaganda ist das modernste Macht- und Kampfin- trument für die Staatspolitik. Die Errichtung res Propagandaminifteriums ist lebensnotwendig, denn das nationalpolitische Wollen der neuen Staatsführung soll Allgemeingut des gan- zen Volkes werden. Deshalb muß das gesamte wlitische, künstlerische, kulturelle und seelische Leben )er Nation auf eine Linie gebracht und von einem Zentralpunkt aus geleitet werden.
lieber die innere Organisation des Propaganda- Ministeriums machte Staatssekretär Funk u. a. folgende Angaben: Die Propagandaabteilung, die die engste Berührung mit dem Volke hat, wird vor allem dafür zu sorgen haben, daß die Absichten des Propagandaministeriums im ganzen Re i ch nach einheitlichem Plan durchgeführt werden. Sache der P r e f f e a b t e i l u n g ist die Beeinflussung der Pressepolitik im ganzen Reich. Propaganda muß mit sachlicher Aufklärung verbunden fein. Aufklärung kann aber nur ftattfinben a u f Grund einesumfafsendenNachrichten- dienstes. Aus der Preffeabteilung soll allmählich ein großer Nachrichtenapparat herauswachsen, dessen Ausbau unter weitgehender Heranziehung bereits be st ehender Organisationen erfolgen soll. In der Rund- funtabteilung ist künftig der gesamte Rundfunk einheitlich zusammmigesaßt. Die Beeinflussung des Kinowesens geht gleichfalls auf das Pro- paganbaminifterium über. Als nächstliegende Aufgabe betrachtet bas Ministerium die Einflußnahme auf die Gestaltung ber politischen W o - chenschauen. Bezüglich ber Abteilung „Theater" ist zu sagen, baß sich bas Reichspropagcmba- ministerium in eine einheitliche Stil - und Geschmacksbilbung unter bem Gesichtspunkt bes nationalen Interesses kümmern wirb.
Um im Laufe ber Zeit das ganze Propaganba- wefen bes Reichs in ber Arbeitsweise zu beschien- nigen, zu vereinfachen und gleichzeitig in der Wirkung zu erhöhen, ist beabsichtigt, sowohl für die Länder als auch für größere Kulturgebiete Außen- b i e n ft ft e 11 e n des Propaganbaminifteriums einzurichten, bie bie Aufgabe erhalten, bie gesamte Volksaufklärung unter Inanspruchnahme ber in ihrem Bereich vorhanbenen Möglichkeiten lokaler Natur systematisch burchzuführen.
Zahlreiche Ehrungen für die Führer der nationalen Revolution.
Reichspräsident von Hindenburg und Reichskanzler Adolf Hitler sind in den letzten Tagen von zahlreichen deutschen Städten zu Ehrenbürgern ernannt worden. Unter den vielen Gemeinden, Die diese höchste Ehre, die sie zu vergeben haben, den beiden Führern des neuen Deutschlands verliehen haben, befinden sich Köln, Dresden, Königsberg, Stettin, Kollbus, Koblenz, Ober- und Nieder-Lahnstein, Aachen, Forst, Hof, Rothenburg
u. a. Die Reichshauptstadt und die Stadt Leipzig planen ebenfalls die gleichen Ehrungen. In vielen Städte:, sind auch Straßen und Plätze nach den Führern der nationalen Revolution, u. a. auch nach den Ministern Göring und Hugenberg und aud) nach den neuen Staatsoberhäuptern der Länder benannt worden.
Die Motorisierung Deutschiands
Ein Aufruf an die Verbände der Kraft- vrkehrswi.tschaft.
Im Einvernehmen mit dem Herrn Reichskanzler hat mich ber Herr Reichsverkehrsminister zum Beauftragten für bas Kraftverkehrs- wesen bestellt. Zweck biefes ehrenamtlichen Auftrags ist, bie Reichsregierung bei ber M o t o r i s i e- rung D e u t f d) ( a n b 5 zu unterstützen. Mit biesem Schrill hat bie Reichsregierung ben weg- meifenben Worten bes Reichskanzlers anläßlich ber Berliner Kraftfahrzeugschau bie erste Tat zur Durchführung einer grunblegenbcn Neuorbnung ber brutschen Kraftverkehrswirtschaft folgen lassen. Die zweite war bie Errichtung einer eigenen Abteilung für ben Kraftverkehr unter bem bewährten Ministerialbirek- tor Hauptmann Branbenburg im Reichsoer-
kehrsministerium, unb bie britte wird die für den 1. Mai d. I. angesetzte Steuerermäßigung sein. Weitere werden nicht auf sich warten lassen.
Hier beginnt die mir von der Reichsregierung gestellte Aufgabe. Weder in den behördlichen Apparat eingeschaltet, noch an den Gewinnen oder Erfolgen privater Verbände oder Llnternehmun- gen persönlich interessiert, betrachte ich mich a l s Treuhänder für die Reichsregierung und als Trommler für die nationale Derkehrswirtschaft. Die Sprengung aller der Zeit nicht mehr gerecht werdenden Ketten und die Reuordnung überalterter Organisationen sowohl bei der Erzeugergruppe wie bei der Derbraucherschaft werden die Grundzüge der Mobilisierung der nationalen Motorfahrt bilden.
Ich bitte alle in den Bereich der deutschem Kraftverkehrswirtschaft gehörenden Verbände und Unternehmungen um ihr Vertrauen und ihre Mitarbeit. Wie in den vergangenen Jahren als Führer der nationalen Motorsahrt wird sowohl mir als Reichsbeauftragtem wie auch meinen beiden Vertretern M ü h l e i n und R o r d der Schuh und die Förderung deutscher Arbeit, deutscher Arbeiter und deutscher Betriebe auch in Zukunft Richtschnur des Handelns bleiben.
(gez.) Karl Eduard, Herzog von Sachfen- Coburg und Gotha."
Scharfe Zuspitzung des britisch-russischen Konflikts.
Englische Demarche in der Vickers-Affäre. - Litwinow lehnt Verhandlungen ab.
M o s k a u, 29. März. (WTB-) Der britische Bot- schafter Sir E b m o n b Ovey ist bei bem Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten Litwinow wegen ber Verhaftung unb bes Prozesses gegen bie englischen Ingenieure ber Metropolitan Vickers Electrical Co. Limiteb vorstellig geworben, um ihn von ben Maßnahmen in Kenntnis zu setzen, bie bie britische Regierung zu ergreifen beabsichtigt, falls ber Prozeß nicht beigelegt werbe. Litwinow hat bem Botschafter mitgeteilt, baß ber Prozeß für bie nächsten Tage anberaumt sei unb baß biefer Beschluß nicht rückgängig gemacht werben könne. Im übrigen bürfe ber Botschafter bavon überzeugt sein, baß es gänzlich zwecklos sei, wenn er burch seine Mitteilung über geplante Maßnahmen ber britischen Regierung auf diesen Beschluß einwirken wolle. Die Methoden ber britischen Diplomatie, ein Land von außen unter starken Druck zu setzen, seien bei ber Sowjetunion von vornherein zum Mißerfolg verurteilt. Er lehne es ob, weiter mit bem britischen Botschafter über diese Angelegenheit zu verhandeln.
Droht eine Hungersnot in Gowjetrußland?
London, 30. März. (ERB. Funkspruch.) Der frühere politische Sekretär Lloyd Georges, Gare t h I o n e s , ist auf dem Wege von Rußland nach London in Berlin eingetroffen. Er hatte eine längere Fußreife durch die Tlkraine und andere Bezirke der Sowjetunion unternommen. Er spricht fließend russisch. Der „Reuyork Evening Post" erklärte er, Rußland drohe eine Hungersnot ungeheueren Timsanges, die so schlimm fein werde, wie die Katastrophe von 1921, wo Millionen ums Leben kamen. Diese Hungersnot werde den Beginn ernster Arbeitslosigkeit in einem Lande bedeuten, das sich bisher gerühmt habe, für jeden Menschen eine Beschäftigung zu finden. In der Verhaftung britischer Ingenieure in Moskau erblicke er einZeichen für dieBestürzungder Sowjetbehörden. Er erwähnt« u. a., daß er eine Anzahl Dörfer und zwölf Kollektivbauernschaften besucht habe; überall habe sick der Ruf erhoben: „Wir wollen Brot, wir fterben/ Diefe Schreie habe er allenthalben gehört.
als der jüdische Boykott deutscher Waren den Razis zufügen könne.
Bezeichnend für die politische Ausschlachtung der Terrorpropaganda ist eine Rede des liberalen Plnterhausmitgliedes R a - t h a n, der meinte, die Mächte müßten angesichts -der vorgefallenen Ereignisse von Deutschland Versicherungen verlangen, daß Rassen- und Religionsverfolgungen innerhalb seiner Grenzen nicht geduldet werden. „Deutschland beleidige das Weltgewissen" und könne daher bis auf weiteres kein Entgegenkommen mehr erwarten. — Don anderer Seite wird in gewundener Beweisführung geltend zu machen versucht, daß diePosition der ausländischen Gläubiger Deutschlands durch eine Beeinträchllgung der wirtschaftlichen Interessen des Judentums geschädigt werden könnte.
VotschaflerSattett warnt vor vor- ejligerVerurieiiung Deutschlands
R e u y o r k, 30. März. (WTB. Funkspruch.) .Time s" bringt ein Interview Botschafter Sacketts, in dem dieser nachdrücklichst die Rotwendigkeit betont, daß man in seinem Urteil über die Ereignisse in Deutschland zurückhalten müsse. Als er in der letzten Woche Deutschland verlassen habe, habe er den Eindruck gehabt, daß die Demonstrationen vorüber seien. Soweit sich die Kundgebungen gegen politisch Unbeteiligte gerichtet hatten, seien sie ohnedies nur sporadischer Ratur gewesen. Die wenigen Fälle, die zur Aufmerksamkeit des Botschafters gebracht worden, und in denen Amerikaner die Opfer gewesen seien, seien alle durch besondere Umstände veranlaßt gewesen unb die deutsche Regierung habe sich beeilt, Abhilfe zu schaffen. Es wäre bedauerlich, tocrai diese Fälle zum Anlaß einer allgemeinen Derurteilung der deutschen Regierung genommen würden und wenn infolge einer solchen
Derurteilung eine wirkliche antisemiti- scheBewegungin Deutschland entstehen sollte. Die weitere Entwickelung hänge in hohem Maße von der Freiheit und dem Einfluß a b, den Deutschland auf der Weltwirtschaftskonferenz erhalte.
Regierung undKongreß derVereinigten Staaten rücken von der Greuelhetze ab
R e u h o r k, 30. März. sWTB. Funkspruch.) Im Einwanderungs-Ausschuß des Repräsentantenhauses zu Washington war von dem Abgeordneten Samuel D i ck st e i n beantragt worden, die Einwanderungsbestimmungen im Hinblick auf die religiöse und politische Derfolgung in Deutschland zu mildern. Unter st aatsse- kretär Carr wandte sich energisch gegen diesen Antrag. Er erklärte, das große Publikum würde die Annahme der Resolution als einen Versuch des Kongresses auffassen müssen, Leute zuzulassen, die in Deutschland angeblich einer Derfolgung ausgesetzt seren. Auch Brown-Benton, der Dertreter der Dater- ländischen Derbände Amerikas, legte gegen eine Annahme des Antrages Derwahrung ein.
Schuhhästlinge bestätigen gute Behandlung.
Oranienburg, 29. März. (CRB.) Ueber das Korrzentrationslager in Oranienburg sind in verschiedenen Zeitungen Rachrichten verbreitet worden, die von Mißhandlungen der Insassen des Lagers sprechen. Rachdem diese Mittellungen denJnhaftiertenvor- Belesen waren, haben diese geschlossen folgerrde
r k l ä r u n g abgegeben:
Unaufgefordert und ohne jeden Zwang erklären wir Schutzhäfllinge aus dem Korrzentrationslager in Oranienburg, daß die Behauptungen von Seiten der Bevölkerung bezüglich roher oder schlechter Beharrdlung seitens der Wachen auf Unwahrheit beruhen. Dielmehr erklären wir, daß Wir durchaus menschlich
I behandelt werden und daß die Derpfle- gung gut und reichlich ist. — Unter dieser Erklärung stehen 75 Unterschriften von Insassen des Lagers.
Keine Verteuerung der Futtermittel.
Berlin, 29. März. (TU.) An die Hereinnahme der eiweißhaltigen Futtermittel in das Maismonopol sind Erörterungen geknüpft, die das Reichsernährungsmtniste- rium zu folgender Aeußerung veranlassen: Eine Verteuerung der Futtermittel, die irgendwie zu Buch schlägt, ist nicht geplant. Andererseits wird das Monopol dazu dienen, die völlig unberechtigte Einfuhr der letzten Zeit, die schon stark den Charakter von Doreinfuhr trage, zu beenden. Es liegt kein innerer Grund dafür vor, daß Deutschland heute mehr ausländische Futtermittel «ingeführt werden, als in vergangenen Jahren, insbesondere besteht für die nächsten Monate so gut wie gar kein Einsuhrbedarf. Die Weidezeit steht kurz bevor. Die Dorräte im Inlands sind noch beträchtlich. Was noch darüber hinaus an Futtermitteln notwendig ist, kann ohne weiteres durch die Oehlmühlen geliefert werden. Ratürlich wird durch die Sperrmaßnahmen des Monopols manchem Spekulanten — der sich jetzt Dorräte hinlegen möchte, um sie später mit Gewinn zu verkaufen — auch manchem landwirtschaftlichen Spekulanten das Konzept verdorben. Das liegt aber durchaus im Sinn des Reichsernährungsministe- riums.
Oer hessische Stahlhelm zu den Braunschweiger Vorfällen.
WSR. Darmstadt, 29. März. Die Taupressestelle Hessen des Stahlhelm 2. d. teilt


