Ausgabe 
29.7.1933 Erstes Blatt
 
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Das Dritte Reich und der Kapitalismus.

Die Wirtschaftspolitik heißt: Arbeit schaffen!

Frankfurt a. M., 28. Juli. (WSN.) In einer noch dem Palmengarten einberufenen Kundgebung sprach nach kurzen Einleitungsworten des Gauwirt­schaftsleiters Eckardt der -Leiter der Kommission für Wirtschaftspolitik der Reichsleitung, Bernhard Köhler, über das ThemaDas Dritte Reich und der Kapitalismu s". Er sagte u. u.: Der Nationalsozialismus wolle dem Volk kein ausgeklü­geltes Wirtschaftssystem aufzwingen. Diese irrige Befürchtung habe nur in Köpfen entstehen können, die das Primat der Wirtschaft im Volksleben aner­kannt hätten. Dieses Ueberwuchern der Wirtschaft, das ein Kennzeichen für den Kapi­talismus sei, könne nur durch den starken Staat beseitigt werden.

Dieser, der nationalsozialistische Staat, gestehe der Wirtschaft zu, was der Wirtschaft gehöre: das Privateigentum, das Erfolgstreben. Wichtig sei indessen die Erkenntnis, daß als der eigent­liche Boden des Wirtschaftens das Recht, die sittlichen Auffassungen angesehen werden müssen. Die Rücksichtnahme auf den allgemeinen Ruhen liege letzten Endes auch wieder im Interesse der Einzelnen, deren Verstöße gegen diese For­derung sich vielleicht erst nach Generationen, aber bestimmt an irgendeinem Zeitpunkt rächen.

Werde jedoch jener Grundsatz verwirklicht, so sei kein künstliches Wirtschaftssystem not­wendig. Nicht die Anerkennung des Privateigen­tums mache den Kapitalismus aus, sondern die Herrschaft des Kapitals über ein Volk. Letzten Endes stelle der Kapitalismus eine Enteignungswirtschaft dar, die Millionen von Menschen ihr Recht auf Eigentum, auf Arbeit, vorenthalten habe. Daher er­kläre sich auch die Feindschaft des deutschen Arbei­ters gegen ihn. Es sei kein Wunder, daß der deut­sche Arbeiter kein Vaterland habe kennen wollen, an dem ihm kein Anteil zugesprochen wurde.

Das Dritte Reich brauche keine Kapitalisten, hingegen sei der fähige Unternehmer als Mit­arbeiter willkommen. An Stelle des vertrauens des Weltkapitals, das noch vor einem Iahre als notwendig hingestellt wurde, konnte das ver­trauen des deutschen Volkes gewonnen werden. Run habe der Unternehmer seine Pflicht bei der Arbeitsbeschaffung zu erfüllen!Ieht bestimmen wir über die w i r t s ch a f t s p o l i t i k, und die heitzt: Arbeit schaffen!"

Aber nicht die Tatsache der Beseitigung der Arbeits­losigkeit mache den Sozialismus aus, sondern die tiefe Ueberzeugung, daß es ein Unrecht sei, einen Menschen ohne Arbeit zu lassen

Das amerikanische LuftschiffMcon" kommt nach Europa

DieM a c o n", das neueste Luftschiff der bereinigten Staaten und das größte der Welt, wird demnächst eine Europareise unternehmen.

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Kunst und Wissenschaft.

Götterdämmerung" in Bayreuth.

Eine deutsche Torpedobootsflottille unter dem Befehl des Kapitänleutnants zur See v. Mooh traf am Donnerstag in Helsing- f o r s ein. 2lm Nachmittag wurden die Gräber der im Iahre 1918 gefallenen Finnlandkämpfer besucht.

des früheren Fraktionsgeschäftsführers, Pressechef Alfred Weidlich, entsprechend ist diese Summe im Einvernehmen mit dem früheren Fraktionsfüh­rer Reichsstatthalter Sprenger der Stiftung für die Opfer der Arbeit überwiesen worden.

Das dänische Königspaar traf gestern um 11 Uhr mit seiner neu erbauten JachtDane- brog" in Warnemünde ein. Im Auftrag der meck­lenburgischen Landesregierung und des Reichsstatt­halters begrüßte Major Mussäus das dänische Konigspaar.

Die Fraktionskasse des früheren Preußischen totaatsrates verfügte noch über einen Betrag von 1370 Mark, der sich aus Beiträgen der Frak- tionsmitglieder angesammelt hatte. Einer Anregung

Der Borstand der Anwaltskammer Berlin hat aus der Sammlung der Berliner Rechtsanwalt­schaft für die Stiftung für Opfer der Ar­beit einen weiteren Betrag von 10 000 Mk. zur Beifügung stellen können, so daß die Gesamt­summe der der Stiftung überwiesenen Beträge bereits 25 030 Mk- ausmacht.

Das eindrucksvolle Bild der Richard-Wagner- Festspiele in Bayreuth wird in den Tagen vom 3. bis 9. August durch die Anwesenheit einer größeren Zahl von Freiwilligen des deutschen Arbeitsdie nstes aus allen Teilen des Reiches eine besondere Rote erhalten. Durch eine dankenswerte Bermittlung des Reichs­innenministeriums wurden dem Leiter der Unter* richtsabteilung in der Reichsleitung des Ar­beitsdienstes für vier Festspieltage insgesamt 200 Karten kostenlos zur Beifügung gestellt.

Die zweisitzige Segelflugzeugmaschine P. A. II Die vom Niederrhein", die Eigentum der Abtei- des Flugoereins Niederrhein e. V. (Dtb.) ist, startete dieser Tage vom Flughafen Duisburg-Neuenkamp aus. Die Maschine wurde von dem Flugleiter Burzlauer gesteuert. Ge- merbeoberlehrer Baumann flog als Orter mit. Das Segelflugzeug wurde im Motorschlepp bis auf

Berlin, 29. Iuli. (ERB. Funkspruch.) . Freitagfrüh wurde auf dem Tempelhoser Felde ein Polizeibeamter von unbekannten

Treuekundgebung für die deutsche Saar.

Zu einer eindrucksvollen Treuekundge­bung für das deutsche Baterland ge­staltete sich am Freitagabend der Aufmarsch der beim Deutschen Turnfest weilenden S a a r t u r - n e r. Die Turner und Turnerinnen von der Saar marschierten mit ihren Fahnen zum Markt­platz, wo nach einem Lied der SängerAn das Baterland" Geheimrat Röchling (Saarbrücken) als Bertreter der Saarländer vom Balkon des Rathauses eine Ansprache hielt.

Im Saarland", so führte er u. a. aus,haben sich Raben niedergelassen, die krächzen:Im deutschen Vaterhaus herrsche Unordnung." Aber die Saarturner, die jetzt Witzeugen der großen Entwicklung sind, werden nach ihrer Rückkehr diesen Raben auf den Schnabel schlagen. Die Saarländer sehnen sich heim nach dem deutschen Vaterlande, mit dem sie für immer verbunden sein wollen."

Begeistert sangen die Saarländer dann das Saar­lied, worauf Staatsrat Spaniol (Saarbrücken) das Wort ergriff. Er wandte sich gegen die im Saargebiet noch über Deutschland umlau­fenden Greuelnachrichten. Reichssportkommissar v. Tschammer-Osten dankte den Saarlän-

Aus aller Wett.

Line neue Hindenburg-Eiche auf dem Tempelhofer Feld.

Nachdem vor kurzem, wie gemeldet wurde, die auf dem Tempelhofer Feld bei Berlin befindliche Hindenburg-Eiche von staatsfeindlichen Elementen zerstört worden war, hat das Gartenamt Tempel­hof jetzt eine neue Hindenburg-Eiche ge­pflanzt.

Um den Erweiterungsbau des Reichsbank­hauptgebäudes.

Der Gutachterausschuß für den Wettbewerb zur Erlangung von Vorschlägen für den Erweite­rungsbau des Reichsbankhauptge­bäudes in Berlin ist zur Schlußsitzung zu­sammengetreten. In der Ausschußsihung wurden im Beisein des Herrn Reichsbankvizepräsidenten Dreyse sowie der Mitglieder des Reichsbank­direktoriums zunächst die vom Gutachterausschuh hervorgehobenen Arbeiten nochmals besprochen. Mit einem zusätzlichen Betrag von 4000 Mk. wurden insgesamt sechs Verfasser ausgezeichnet, und zwar Prof. Fritz Becker, Düsseldorf: Archi­tekt Kurt Frick, Königsberg: Prof. P. Webes und Emmerich, Berlin: Prof. Mies van der Rohe, Berlin: Architekten Pfeifer und Großmann, Mühlheim a. d. Ruhr, und die Archit klen P i n n o und Grund, Dortmund.

Massenbrandstifter in Pommern verhaftet.

Der Landeskriminalpolizei ist es endlich ge­lungen, den Brandstifter, der in den letzten zwei Jahren die pornrnerfchen Kreise Greifen ha- gen und P y r i h unsicher machte, in der Person des 27 Iahre alten landwirtschaftlichen Arbeiters Emil Fechtner in Borin zu verhaften. Fechtner hat zugegeben, 5 1 Brand st iftun- g e n durch die 125 Gebäudeeingeäschert tourten, begangen zu haben. Der von ihm ange- beläuft sich schätzungsweise auf 1 1 2 5 0 0 0 Mark. Bei seiner Vernehmung gab er aner habe nun einmal Freude am Feue r".

Steuer Weltrekord im Segelflug mit Passagier.

Xätern angeschossen. Das Geheime Staatspolizeiamt hat für Mitteilungen, die zur Ergreifung der Schützen führen können, eine Be­lohnung von 1000 Mk. ausgesetzt.

3m Verlauf ter Fahndungsmahnahmen ist gleichzeitig in der Rächt vom Freitag zum Sams­tag vom Geheimen Staatspolizeiamt unter Be­teiligung ter Kriminalpolizei, SS., SA. und des Hilfspolizeikommandos ZBV. in Tempelhof an drei verschiedenen Stellen eine große Ak­tion durchgeführt worden, da bestimmte Spuren darauf Hinweisen, daß es sich bei den K o m -

traute. Der Mannenchor war wie immer in sei­ner wuchtigen Ausdruckssteigerung ein Glanzpunkt des zweiten Auszuges. Für das Schlußbild hatte man auf die frühere Inszenierung zurückgegriffen. Alle übrigen Bühnenbilder waren neu. Man konnte sie im allgemeinen gelten lassen, zumal kubistische Exra- oaganzen vermieden waren. Reichskanzler Adolf Hitler wohnte wie allen vorangegangenen so auch dieser Vorstellung mit Reichsminister Dr. Goeb­bels bei und beteiligte sich gleichfalls an den Bei­fallsbezeugungen. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß die Wiedergabe des Rings gesanglich und orchestral wieder eine Reihe fesselnder und be­lebender Eindrücke vermittelte. Die neuen szenischen Bilder und die Kostümentwürfe stammen von Pro­fessor Preetorius, München.

Fremdenstatistik der Bayreuther Festspiele.

Der Fremdenzustrom in Bayreuth hält weiter an. Von den bisher angekommenen auswärtigen Gästen sind 414 Besucher Mit­wirkende, darunter 13 Ausländer. Rach den bis­her erschienenen Fremdenlisten trafen insgesamt 1853 Festspielbesucher in Bayreuth ein. Davon sind 1388 Deutsche und 475 Ausländer. Am stärksten vertreten sind die Amerikaner mit 103 Personen, ihnen folgen die Engländer mit 91, die Schweizer mit 61 und die Franzosen mit 55 Personen, dann 26 Holländer, 20 Italiener. 19 Oesterreicher, 17 Belgier, 13 Tschechen und 10 Dänen. Aus 30 verschiedenen Ländern wurden bisher Gäste ausgezeichnet. Indien, Iapan, Ka­nada, Algier stellten die Gäste aus Uebersee. Der bisherige Prozentsatz an Ausländern ent­spricht ungefähr dem Gesamtdurchschnittssatz des Festspieljahres 1931.

AeMganisation der KPD. entdeckt

23 Verhaftungen in Schaumburg-Lippe

I munisten um Schützen hantelt, die vermut­lich auch die Hindenburg-Eiche auf dem Tempelhoser Feld abgesägt haben.

Die Aktion begann mit einer Durchsuchung des Lauben geländes am Priesterweg, er­streckte sich dann auf den eigentlichen Tatort östlich vom Zentralflughafen und wurde mit einer Razzia auf dem Laubengelände, südlich vom Flughafen, in Tempelhof und Mariendorf beendet. Reben einer Anzahl Waffen wurden ge­setzwidrige Druckschriften in großer Menge be­schlagnahmt. Mehrere Personen wurden f e st - genommen.

Todesurteil und Zuchthausstrafe gegen Kommunisten

wegen eines Feuerüberfalles auf Stahlhelmer.

Harburg-Wilhelmsburg, 29.Juli. (WTB. Funkfpruch.) Wegen eines am 31-Januar im Stadt­teil Wilhelmsburg verübten Feuerüberfalles auf Stahlhelmer verurteilte das Sondergericht den Bäcker H o tz e wegen Rädelsführerschaft beim Landfriedensbruch zu neun Jahren Zucht­haus und zehn Jahren Ehrverlust und den Arbei­ter Richard Ira m genau, der überführt worden war, bei dem Ueberfall geschossen zu haben, wegen versuchten Mordes zum Tode.

Vreitscheil) ttnll im französischen Außenministerium arbeiten!

Berlin, 28. Juli. (ERB.) Nach einer Meldung desVölkischen Beobachters" hat der frühere sozial­demokratische Reichstagsabgeordnete Rudolf Breit- scheid sich in Paris um eine Anstellung im französischen Außenmini st erium be­warben. Im Zusammenhang mit dieser Meldung gibt derVölk. Beobachter" eine Charakteristik Breitscheids, in der er nachweist, daß Breitscheid in seinem ganzen Leben sich nur von seinem eigenen Vorteil h a t bestimmen lassen. Er habe ganz rechts angefangen und sei über die Nationalliberalen, Nationalsozialen, Freisinnigen und Demokraten allmählich bei den Sozialdemokra­ten gelandet. In dieser Partei habe er die Funktion des Außenpolitikers übernommen. Seine Außen­politik sei aber immer f r a n z o s e n f r e u n d l i ch gewesen. So habe dieRote Fahne" am 6. April 1932 geschrieben, daßHerr Breitscheid in auswär­tigen Dingen wie nur irgend ein spezieller Vertrauensmann der Entente handeln würde". Bereits 1918 habe 5) e i l m a n n in der Internationalen Korrespondenz" geschrieben:Wir müssen politisch feststellen, daß er (Breitscheid) ein so offenbarer Feind d e s Volkes ist, daß selbst Karl Radek in derBerliner Tagwacht" einen Protest dagegen veröffentlicht hat, daß Breit­scheid unter Vorgeben des Kampfes gegen den deut­schen Patriotismus lediglich den französischen Patriotismus förder e."

I Unter Generalmusikdirektor Elmendorffs schwingter, dem Abschluß des Ring-Dramas mit stei­gender Kraft zustrebender Wiedergabe derGöt­te r b äm m e r u n g" wurden die mancherlei Schat­ten, die über den vorhergegangenen Abenden lagen, zerstreut. Getragen wurde Die ausverkaufte und mit lebhaftem Beifall aufgenommene Vorstellung in er« fter Linie von Max Lorenz, der stimmlich und darstellerisch einen frischen Siegfried auf die Bühne stellte, und von Frieda Leider, deren großzügige Brünhilde fesselte, ohne indes die Bayreuther Vor­bilder ganz zu erreichen. Prohaska gab dank fei­ner fundierten stimmlichen Mittel einen männlichen Gunther. Hervorzuheben find noch Käthe Heider - bad) s Gutrune und Siegrid Onegins Wal-

Deutschlands größter Krafitahrerverband.

Das Nationalfozialistifche Kraft- fahr-Korps mit den Motorstürmen der SA. und SS. hat nach den vorliegenden Julimeldungen den Mitgliederbestand von Hunderttausend er­reicht und inzwischen bereits weit überschrit­ten, zumal nunmehr auch die Reichs-Kraftfahr- staffel des Stahlhelms eingegliedert wird. Damit ist das NSKK. auch ziffernmäßig

Deutschlands größte Kraftfahrerorganisation

geworden, deren Stärke um so entscheidender her- oortritt, weil die Kampskraft unserer Jugend dop­pelt hoch zu werten ist. Nicht die Zahl allein, son­dern unsere weltanschauliche Festigkeit und das in­nere Verbundensein unseres Korps geben den Aus­schlag! Unser Wille und Ziel gelten allzeit dem

Dienst am Volke

getreu unserem Grundsatz, Männer und Maschinen tat- und opferfreudig einzusetzen für Deutschlands Aufbau, Freiheit und Größe. Abseits von überleb­ten Klubzielen, kleinen wirtschaftlichen Vergünsti­gungen ober sonstigen Halbheiten, nämlich kämp- fenb unb folgenb ber Eroberungskraft unseres Füh­rers, haben wir jahrelang unb urtgeadjtet aller Lasten unb Anstrengungen mit bazu beigetragen, jene neuen Wege zu ebnen, bie heute unb künftig ber gesamten kraftsahrt nützlich

sein unb ihren starken Auftrieb sichern werben. Den so errungenen Vorrang lassen wir uns burch nichts unb von niemanbem entminten! Wir kennen bie hohe Bebeutung, bie unser Führer ter Motorisie­rung beimißt, unb wir sind entschlossen, diesem Wollen in einer bestgeschulten motorisierten Deut­schen Jugenb sichtbaren Ausbruck zu geben. Daher wirb bas NSKK. als

einziger Träger des Kraftfahrsports

in feinen jetzt in allen Gauen entstehenben Krast- fahr-Geländesport-Schulen jene Erziehungs- und Pflegestätten heranbilden, die in selbstloser Hingabe ben technischen Vorbedingungen unb hohen Tugenben ber Motor-SA. entsprechen. Nur so geben wir ber ZahlHunberttausenb" ihren inneren unb höheren Wert! Nur so zeigen wir uns roürbig bes stolzen Begriffs:

Motor-SA. unb RSKK.!

29. Juli 1933.

Der Korpsführer bes NSKK. unb Chef bes Kraftfahrwefens der SA. (gez.) Hühnlein, Obergruppenführer.

dem für ihre Treue, die sie in iy2 Iahren bei ber Abstimmung noch besonders zum Ausdruck bringen werden. Die Kundgebung schloß mit dem Chorgesang:Ein Mann, ein Wort wir wollen deutsch und einig fein."

Kleine politische Rachrichten.

Ministerpräsident G ö r i n g ist mit dem Flugzeug wie -r auf Sylt eingetroffen. Während der Minister- Präsident noch einige Urlaubstage in Campen ver­bringen wird , sind Justizminister Serri und Staatssekretär Freister am Freitagmittag nach Berlin zurückgeflogen.

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Reichsbankpräsident Dr. Schacht ist gestern 15.05 Uhr aus London kommend im Flugzeug auf dem vlughasen Berlin-Tempelhof eingetroffen.

CliÜB-Raucher sind Tabak-Kenner,

denn sie wählen von zahllosen Zigaretten marken die weitaus beste

Stadthagen, 29. Juli. (WTB. Funkspruch.) Zu der K P D. - A f f ä r e in Schaumburg- Lippe wird berichtet: «schon lange Zeit hatte bie Polizei in Stadthagen bie Vermutung, daß bie verbotene KPD. wieder erstanden fei. Es wurde eine große Aktion gegen die Volls- oerräter angesetzt und insgesamt 23 Personen verhaftet.

Zum er st en Male nach ber nationalen Er­hebung konnte ber K P D. eineNeuorganisa- t i o n nachgewiesen werden. Man sand u. a. bie neueste Anweisung, wie imFaschistischen Deutschland" bie proletarische Herrschaft zu organisieren unb burchzuführen sei. Die Schrift Kampferfahrungen", Herausgeber Bezirksleitung ber niebersächsifchen KPD., Blatt 1 (vom Juni 1933), gibt genauen Ausschluß barüber. Weitere Anorb- nungen finb enthalten in denAnweisungen" für die Hauptkassierer. Eigenartig ist, baß sämtliches Material bei allen Funden unter Brennholz v e r st e ck t aufgestöbert wurde.

Alle Verhafteten, darunter auch zwei Frauen, sind geständig. Man fand weiter bei einem der Ver­hafteten eine Geheimschrift, bie entziffert werben konnte unb wertvolle Fingerzeige für das Vorhandensein kommunistischer O r - ganisalionen im Reich gibt. Die schaum- burgisch-lippische Ortsgruppe wurde ins Leben ge­rufen durch kommunistische Funktionäre in Han­nover. Die Verbindung nach Berlin wird bewiesen durch die ZeitungRote Fahne", Ausgabe ber dritten Juniwoche. Bei allen Ortsgruppen konnte bas gesamte Kassenmaterial einschließlich bes Bargeldes beschlagnahmt werden. Abends versammelten sich die einzelnen Mitglieder bei Ge­nossen und hörten im Rundfunk bie Anweisun­gen unb Senbungen aus Moskau.

Die weiteren Untersuchungen ergaben endgültig bas Zusammenarbeit en mit ehemaligen S o- zialbemokraten unb Reichsbannern n- gehörigen, die ebenfalls in Schutzhaft ge­nommen und dem Amtsgerichtsgefängnis zugeführt wurden.

Große Razzw im Berliner Süden.