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n, 26. Sept. Im Zeichen erhielt der B a sattste in- mhere Aufträge. Wenn auch er beschMgt werden, so ist daß in Kürze weitere Ein- icrbings wurden auch in der Schürfungen vorgenommen, t für Llraßenpflaster lagert, ert zwischen Nieder-0hmen iur Zett das Innere ber rrtfemt und soll durch neue n. -
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Kür den Büchertisch
Deutsche Erzähler.
— Siegfried non Degesack: „Blum» betast) o f". Der Roman einer Kindheit. 222 Seiten. Pappe 3,50 Mark, Seinen 4,50 Mark. Universitas Deutscher Derlags-AG-, Berlin W 50. — (332.) — In dieser Geschichte einer Kindheit wird die idyllisch-patriarchalische Atmosphäre eines alt- livländischen Herrenhauses lebendig, eine Welt von wunderlichen Tanten, Onkeln, Hauslehrern, Gouvernanten und schrullenhaften Käuzen. Daneben ersteht vor uns die nordische Landschaft, der endlosen Wälder, der einsamen Hochmoore und hellen Sommernächte, der Elchjagden und Schlittenfahrten. Hier wächst der Knabe Aurel in verträumter Geborgenheit auf. Aber auf die helle und heiter besonnte Kindheit fallen schon früh die Schatten von schmerzlicher Trennung und Tod, und unter aller Heiterkeit und Sorglosigkeit schwingt ein dunkler Unterton verhalten mit: man spürt, daß diese baltisch-aristokratische Welt unwiederbringlich dem Untergang geweiht ist. — „Blumbergshof" ist der erste, selbständige Band einer Trilogie des baltischen Deutschtums, an der Vegesack gegenwärtig arbeitet, einer Trilogie, die die Schicksale dieses versprengten Teiles des deutschen Volkes vor der Vergessenheit bewahren soll.
— Henry vonHeiseler: WawasEnde. Ein Dokument. Albert Langen / Georg Müller, München 1933. (Die Kleine Bücherei Nr. 19.) Preis 80 Pf. — (319.) — Die schlichte Geschichte eines russischen Offiziers, der in die Hände der Tscheka fällt. Was darin erzählt ist, ist uns Deutschen leider nichts Neues mehr, es ist nur ein weiteres Dokument der unsäglichen Barbarei, der unmenschlichen Grausamkeiten, die im Namen der kommunistischen Welterlösung geschehen sind und immer noch geschehen. Aber rote das erzählt ist, das beweist das hohe Können dieses Dichters, der in seiner Einsamkeit unbeachtet starb. So wird seine Erzählung in ihrer jede Phrase vermeidenden Schlichtheit zum stillen Heldeneoos eines Menschentums, das die Gemeinheit der Welt und die Schrecken des Todes überwindet und mit sieghaftem Lächeln dem Ende entgegenschreitet.
— Eduard Reinacher: Herr Wilhelm und sein Freund. Ein Elsässer Totentanz. (Die kleine Bücherei Nr. 22.) Albert Langen / Georg Müller, München 1933. — (322.) — Reinachers Geschichten um den Tod sind in der Hand dieses Meisters deutscher Sprachkunst etwas völlig Eigenes geworden, sie sind gar keine Geschichten meyr, sind Lieder und Hymnen geworden. Jedes Wort ist gewogen und abgemessen und nach seinem Gewicht an seine Stelle gesetzt. Die unheimliche Macht des Todes verliert ihr Grauen, wir fühlen die Einheft von Leben und Tod, so wie es Herrn Wilhelm von Grallenfels geschah, der sich von seinem Freund bis zu jener Pforte leiten ließ, von der es keine Rückkehr mehr gibt.
— Paul Barsch erzählt aus seiner Kindheit und Jugend. Mit einem Vorwort von Daul Keller. 187 Seiten, Seinen 3,50 Mark. Bergstadtverlag, Breslau I. — (183.) — Was der Dichter in dem neuen Buche erzählt, sind Ereignisse aus seiner Heimat und Erlebnisse aus feiner Kindheit und Jugend, die für den werdenden Menschen bedeutungsvoll gewesen sind. Seine Erzählung schuf plastische Bilder schlesischer Menschen und schlesischer Landschaft, die der junge Paul als Handwerksbursche durchwanderte unb verließ, um in anderen Gauen deutschen Landes eine neue Heimat zu suchen, zu finden — und zu verlieren. Denn der dem Menschen innewohnende Zug nach der Heimat, an die jeder durch irgendwelche Fäden für immer verknüpft bleibt, führte auch den jungen Handwerksburschen zurück, um langsam unb stetig, burch die vielen Erlebnisse tiefer Not unb Entbeh- rungen reif unb still geworden, zu einem Dichter von besonderer Eigenart zu reifen.
Kunst un- Musik.
— Der neue „Grünewald". Das Kilians- Martyrium von Mathis Gothart-Grünewald im Wagner-Museum ber Alten Universität. Don Dr. Fritz Knapp, Universitätsprofessor in Würzburg. 15 Seiten Groß 8° mit 18 Abbilbungen. Preis 1 — Mk. Verlag Unioersttätsbruckerei H. Stürtz AG., Würzburg. — (265.) — Professor Knapp, Orbinarius für Kunstgeschichte in Würzburg, entdeckte ein neues Werk des großen „Grünewald". Dargestellt ist die Legende des bl. Kilian unb seiner Gefährten; ein Thema, bas der Religiosität der Zeit entsprechend damals öfters als Vorlage zur künstlerischen Betätigung diente. Noch sind die Geister über „Grünewald" sich nicht einig; Ungewißheit und Zweifel verhüllen noch Person und Werk des Künstlers. Wohl ist man sich darüber klar, daß er einer der größten, wenn nicht ber größte Farbenkünstler aller Zeiten war, aber bie Frage bereits bes Woher, ber Namensnennung, ber künstlerischen Ausbildung u. ä. scheidet die Ansichten. An den Fingern einer Hand fast sind die Werke aufzuzählen, bie ihm bis heute einwandfrei zugeschrieben wurden (Lindenhardter Altar, Münchner Verspottung, Baseler Kreuzigung, Jsenheimer Altar, Stuppacher Madonna, Tauberbischofsheimer Altar). Da gewinnt die Wiederauffindung eines weiteren namhaften Werkes erhöhte Bedeutung; es ist ein Jugendwerk des Meisters, noch zart und schüchtern in seiner zeichnerischen Formgebung, in seiner wundervollen Farben-Harmonie aber bereits eine Vorahnung der späteren Stuppacher Madonna. Leben unb Schaffen des Malers lösen sich mit dieser neuen Arbeit weiter aus dem Dunkel und werden deutlicher. Für Professor Knapp gibt es heute kein Grünewald-Problem mehr. Hier begründet er eingehend die Zugehörigkeit des Slttar- gemäldes zu Grünewald und führt den Beweis, daß der Name des Künfllers: Machis Gothart- Neidhardt ist, seine Heimat: Würzburg, das Geburtsjahr: etwa 1475 und feine künstlerische Herkunft: Dürer und Riemenschneider. Bei der Bedeutung der Materie wird das kleine mit 18 Bildern auf Kunstdrucktafeln ausgestattete Büchlein allgemeine Beachtung finden. Mag sich der Optimismus des Verfassers, daß nun alle Gegensätzlichkeiten in ber Beurteilung bes Künstlers ver- schroinben müßten, erfüllen ober nicht: Das „Grüne- walb"-Prodlem wirb durch die Knappsche Entdeckung weiter vorwärts getrieben unb feine Lösung dadurch gefördert werden.
Kampf um deutsche Musik. Eine Schriftensammlung unter dem Titel „Der Aufschwung" von Dr. Karl G r u n s k y, Stuttgart. Umfang 74 Seiten. Kartoniert 1,— Mk. Erhard Walther, Verlag für Nationalsozialistisches Schrifttum, Stuttgart — (205.) — Aus ber musikalischen Reche der
Sammlung liegt als Neuerscheinung eine höchst zeitgemäße Schrift vor, die alles zusammensaßt, was über den Kampf um deutsche Musik notwendig gesagt werden muß. Der Verfasser hat viele ge- schätzte Werke auf musikalischem Gebiet versaßt; auch die zweiklaoierigen Auszüge zu den neun Symphonien Anton Bruckners stammen von chm und haben seinen Namen überall bekannt gemacht. 3n sarkastisch zutreffender, aber immer höflich bleibender Form schildert er bie Zustände, wie sie sich herausbildeten, gibt auch bie Mittel und Meinungen an, welche im Sinne der neu herangebrochenen 3ett helfen unb heften. Für die Maßnahmen der Regierung volles Verständnis zu verbreiten, ist der Zweck der kleinen, gehaltvollen Schrift.
— Professor Dr. Joses Müller-Blattau: Johannes Brahms. 88 Seiten. 17 Abb. auf 12 Kunstdrucktafeln, 14 Notenbeispiele. 1,80 Mk. Akademische Derlagsgesellschast Athenaion m. b.H., Potsdam. — (143.) — In gefälliger Form und geschmackvoller Ausstattung, handlich und billig gibt
Prof. D. Heinrich Bornkamm: Die Bebe u t u n g der Reformation f ü r das deutsche Beamtentum. (Schriften des Verbandes deutscher evangelischer Beamtenoereine, Heft 3), Berlin W. 35, 1932. Verlag des Evangelischen Bundes. 20 Seiten. Preis 50 Pfg. — (517) — Die vorliegende Arbeit bildete auf dem letzten deut- fchen evangelischen Beamtentag in Bonn einen der Hauptvorträge. Der Gießener Kirchenhistoriker gibt einen kurzen Ueberblick über die Geschichte des Be- russbeamtentums, das ja älter ist als die Refor- mation, dem aber erst durch die Reformation und durch Luthers grundsätzliche Erneuerung der Begriffe Beruf und Staat der innere Sinn feiner Stellung erschlossen wurde. In der evangelischen Anschauung von Beruf und Staat sind dem Beamtentum von der Reformation her die wesentlichsten Kräfte und Antriebe auch für die Gegenwart mit- gegeben worden. Die Gewissenskonflikte, in die der mittelalterliche Beamte durch die Lösung der ge- schworenen Eide durch den Papst gestoßen wurde, sind heute nicht mehr möglich, auch für den katho- lischen Beamten — das ist eine der vielen stillen aber tiefen Wirkungen der Reformation auch auf die katholische Kirche. Der Beamte tut heute feinen Dienst an Staat und Volk als den Schöpfungsordnungen Gottes mit ungebrochenem Gewissen.
— Heinrich Adolph: Theologie, Kirche, Universität. 0,60 Mark. Verlag I. B. C. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen, 1933. — (229) — der liberale Protestantismus und der autonome Kulturstaat fanden ihre geifte Verzahnung in den theologischen Fakultäten, die gut protestantisch sein wollten und sich daneben als wesensgernähe Glieder ber profan geworbenen universitas literarum emp- fanben. Heute macht bie Kirche einen starken Äon- solidierungsprozeß durch. Sie entfaltet sich zu einem Organismus, der feine sämtlichen Funktionen einem einheitlichen Stilgesetz zu unterwerfen und von einer lebendigen Mitte aus zu regeln sucht. Gleichzeitig erfährt der Staat eine unerhört machtvolle Umbildung aus den Kräften völkischen Lebens. Angesichts dieser Umschaltung der Kultur im Sinne überpersönlicher Ganzheitsformung ist es keineswegs mehr als selbstverständlich zu betrachten, daß ber Schnittpunkt ber beiben großen Sinnkreise Staat unb Kirche gerabe an bem Ort liegt, wo bie theologischen Fakultäten stehen. Dielmeyr erwächst aus
— Don sieben Mann zum Volk, Illustrierte Geschickte ber NSDAP, unb SA., von W i l« heim 5 a n b e r l, Schriftleiter bes .Angriff", Berlin. Verlag Gerhard StaUina, Oldenburg i. 0. 112 Setten mit vielen seltenen Abbildungen. Kart. 2,85 Mark. — (256) — Als im November 1918 die roten Fahnen über Deutschland aufgingen, da dach- ten die wahren Patrioten, daß nunmehr die zwei- tausendjährige Geschichte bes deutschen Volkes rühmlos au Ende gegangen sei, ohne daß unser Volk die Aufgabe erfüllt hatte, für die es im Zentrum Europas berufen schien. Viele Nationalisten, im besten Sinne Männer, die ihr Volk liebten und bie an der Front gestanden hatten, wandten sich mit Protest gegen das Novemberverbrechen. Aber nur ein einziger, ber unbekannte Gefreite Adolf Hiller, brachte bie Kraft und ben Mut auf, mit sechs Frontkameraden dieser neuentstandenen Wett des Liberalismus den Kampf anzusagen unb ihn 14 Jahre lang durchzufechten. Dieser Mann hebt sich kraft seiner schicksalhaften Sendung aus der Masse empor und wirbt eine Gefolgschaft. Die Gefolgschaft fammett er in einer festgefügten Organisation, unb die Organisation stellt er in ben Dienst des Kampfes gegen die bestehende, bereits im Ablauf begriffene Zettcnperiode. Wird feine Organisation stärker als das abfterbenbe System, bann wirb er es stürzen unb feine ihm vom Schicksal ein- gegebene Idee an seine Stelle setzen. Das ist ber Weg, ben ber Nationalsozialismus ging. Vor 14 Jahren noch ein Klub von sieben unbekannten Frontsoldaten — heute im Besitze ber Staatsmacht. Diesen Weg, ber burch Verfolgungen, burch Terror, durch Verbote, durch Verachtung unb Verfemung, durch Gefängnis unb Mord führte, schil- bert bas Buch „Don sieden Mann zum Volk". Reichsminister Dr. Goebbels schrieb das Vorwort dazu.
— Adolf Hitler unb sein Stab, von Erich Czech-Jochberg. Verlag Gerhard Stelling, Oldenburg i. 0. Mit vielen Abbildungen. Steif kartoniert 2,85 Mark. — (228) — Das Leben ber engsten Mitarbeiter Hitlers war reich an Not, reich an Unglück, überreich an Feinden, Haß, Verrat, Verleumdung. Sie haben das Finstere überwunden: Göring, Goebbels, Epp, Heß. Der Führer selbst. Unb dennoch überroanben sie das Unglück alle. Um die Person und das Schicksal Adolf Hft» lers hat Erich Czech-Iochberg eine Reihe von Biographien führender Nationalsozialisten gestellt. Für die Auswahl dieser Ledensbllder waren nicht nur Bedeutung und Rang maßgebend, es war dem Autor vielmehr darum zu tun, typisch nationalsozialistische Schicksale festzustellen. Die interessanten Bilder ergänzen den Text in glücklicher Weise und verstärken den Eindrucks ben ber Leser von ber Lektüre bes Buches erhält.
— „Schriften an bie Nation". Einzel- bände 1,— Mark, Doppelbände 1,50 Mark. Ser
bas oorliegenbe Merkchen eine lebensvolle mit allem Wissen und aller sachlichen Liebe geschriebene Einführung in Brahms Werk und UmroeÜ. Brahms hat längst feinen festen Platz in der deutschen Musikgeschichte. Gerade der junge Brahms ist es, dessen Liedkunst heute jedem zum Herzen spricht. Jene Werdezeit bes Genies, in beren Erlebnis unb Arbeit alles Spätere wie im Keime zusammen- geschlossen liegt, rückt Müller-Blattau roieber stärker in ben Borbergrunb. Don hieraus öffnet er bem Leser auch ben Zugang zum reifen Meister, führt ihn in bie großen Chorwerke, in bie Klavier- unb Kammermusik ein unb bringt chm bie Symphonien unb sonstigen Orchester-Kompositionen nahe. Wie in biesem Merk auf kleinem Raume ber Reichtum ber Brahmsschen Musik deutlich gemacht wirb, wie sich in ber fesselnden Schilderung Müller-Blattaus das Bild der großen Künstlerpersönlichkeit immer klarer heraushebt, bas weist biefer Schrift eine besondere Bedeutung zu.
diesem Sachoerhaft eine reichhaltige Problematik, die schon längere Zeit fühlbar ist, in Zukunft jedoch noch viel schärfer hervortreten wird. Einige Seiten dieser Problematik sollen in vorliegender Schrift von dem Standpunkt der werdenden Kirche aus beleuchtet werden. Dabei ist gerade auch das 23er- hältnis von Theologie und Kirche näher ins Auge zu fassen.
— Das Wiedererwachen des Glaubens in der Gegenwart. Don D. Dr. Otto Sibelius, Generalsuperintendent der Kurmark. Verlag Buchholz & Weißwange GmbH., Berlin-Charlottenburg 2. Preis 75 Pfg. — (20) — In tiefgründiger Untersuchung analysiert der Verfasser die heutigen Geistesströmungen und kommt zu dem Schluß, daß das Leben unserer Zeit zwar noch immer in einem Prozeß der Verweltlichung begriffen ist, daß wir aber bereits ein Ende dieser Epoche absehen können. Der Verfasser weist an den historischen Tatsachen der letzten anderthalb Jahrzehnte die Unmöglichkeit nach, bas religiöse Leben auszurotten.
— Aus bem Verlag ber Christengemeinschaft GmbH., Stuttgart, liegen uns folgende Broschüren vor: August Pauli: Blut und G e i st. Dölki- scher Glaube und Christentum. (0,80 Mark.) Die Schrift ist eine Auseinandersetzung mit dem völkischen Rassegedanken, der hier mit dem christlichen Menschheitsgedanken konfrontiert wird. — Dr. Friedrich Ri11elmeyer: Der Deutsche in seiner Weltaufgabe zwischen Ruß- land und Amerika. (0,80 Mark.) In einem Ueberblick über die deutsche Geschichte und Gegenwart soll gezeigt werden, wie der Deutsche seine Wellaufgabe zwischen den änderen Völkern zu erkennen und zu erfüllen vermag. — Eduard Lenz: Gegner des Christentums. Zur Gott- lofenberoegung. (0,70 Mark.) Hier wird aufgezeigt, welches die historischen unb zeitlichen Voraussetzungen ber von Sowzetrußlanb ausgehenben ©ottlofenpropaganba find. — Dr. Alfred Heide n r e i ch : Weltkirchenpläne. (0,70 Mark.) Die Schrift schildert die Grundprobleme unb Aussichten ber englischen Wettkirchenpläne im Zusammenhang mit ber religiösen Wettaufgabe bes deutschen Geistes. — (48/51)
lag Gerhard Stelling, Oldenburg i. 0. — (138- 139) — Unter der neuen Herausgeberschaft von Werner Beumelburg erscheint Vizekanzler von Papens „Appell an das deutsche Gewissen" (Reden zur nationalen Revolution) ein Bekenntnis zum neuen Staat und zu einer neuen konservativen Gesinnung, die sich vor allem an die junge Generation wendet. Papens Reden haben im deutschen Volke einen ungeheuren Widerhall gesunden. Ihren Wert zu erhallen und zu vertie- tiefen, ihren hohen geistigen Schwung nutzbar zu machen für den Aufbau ber Nation ist bie Aufgabe dieses Bandes. Der Herausgeber Werner Beumel- burg entwirft in dem Band „Arbeit ist Zukunft" (Bd. 20) ein lebendiges Bild der ideellen und materiellen Grundlagen des deutschen 21r- beitsbienftes. Nachdem die nationale Regierung sich zu dem Grundsatz des Arbeitsdienstes bekannt hat, ist es Pflicht aller, die Quellen dieses neuen Ethos von der Arbeit zu erkennen, ein Bild zu gewinnen von dem praktischen Betrieb des Arbeitslagers und teilzunehmen an diesem Werk der Versöhnung ber Klassen unb Stänbe.
— Gustav Stresemanns Vermächtnis. Der Nachlaß in drei Bänden, herausgegeben von Henry Bernhard unter Mitarbeit von Wolfgang Goetz und Paul Wiegler. Band III. Von Thoiry bis zum Aus klang. (Ullstein-Verlag, Berlin.—(72)—Mit diesem letzten Band liegt uns die Sammlung Stress- mannscher Dokumente zrtr Zeitgeschichte abgeschlossen vor. Ihre Bedeutung als Quelle historischer Bekenntnis ist durch die großen polittschen Ereignisse der letzten Monate nicht geringer geworden, wenn ihre Veröffentlichung auch begreiflicherweise von ihnen überschattet werden und mancher beim Durchblättern dieses umfangreichen Bandes Mühe haben wird, sich in Zusammenhänge einer Zeit zurückzu- versetzen, die doch in Wahrheit erst wenige Jahre zurückliegt. Thoiry bedeutet die große Enttäuschung in der der Herstellung eines modus vivendi dienenden deutsch-französischen Aussprache, deren Exponenten Briand und Strefemann waren. Und Thoiry steht auch als Symbol über der ganzen Politik dieser letzten Lebensjahre, die Stresemann, der Patriot von untadeliger Gesinnung, der heimtückischen Todeskrankheit mit zäher Energie und leidenschafllicher Hingabe an seine politische Arbeit abrang. Immer störender werden die Hemmungen, die von ber verworrenen innerpolitischen Lage aus, in ber kleinliche Parteiinteressen und Rücksichten des parlamentarischen Kuhhandels alle höheren Gesichtspunkte zurückdrängen, den leitenden Staatsmann lähmen. So ist Stresemanns Vermächtnis auch von dem heute gewonnenen Stanbpunft aus aufschlußreich und des Studiums wert. Daneben rückt gerade dieser Band auch den Menschen Stresemann näher in unfern Gesichtskreis.
Theologische Gchristen.
Politik und Geschichte.
Verschiedenes.
— 150 Jahre EIw ert' sche U ntoerfi« täts» u nd Verlagsbuchhandlung in Marburg, 1 7 8 3 bis 193 3. Herausgegeben von dem derzeitigen Inhaber Gottlieb Braun, 1933. Der Verlag Elloert in Marburg kann heuer auf 150 Jahre feines Bestehens zurückblicken. Die vorliegende kleine Iubiläumsschrift (30 Seiten mit mehreren Bildnis-Photographien) gibt einen Rückblick auf die Geschichte des Verlages, einen Rechenschaftsbericht über seine Arbeit im Dienste ber Wissenschaft und eine Würdigung der Persönlichkeiten, die das Unternehmen geleitet haben und noch leiten. Die Schrift ist gleichzeitig als Einleitung zu dem stattlichen Jubiläums - Verlagskatalog gedacht, der einen ausführlichen Ueberblick über die Verlagsproduktion seit dem Jahre 1870 vermittelt. — (261/62) —
— Bridge. Einführung für Anfänger und Regeln für ein zweckmäßiges Spiel von H. v. Da- zur. Verlag Dto Maier, Ravensburg. Preis 1,50 Mark fort, 2 Mk. gebunden. — (12) — Dieses neue Lehrbuch bes Bridge zeichnet sich aus durch knappste Behandlung des Stoffes und Klarheit feiner Sprache. Der Stoff ist in zwei Grundabschnitte geteilt: für beginnende Spieler unb für Fortgeschrittene. Beide Abschnitte sind nirgends mit dem Wust an Fachaus- drücken belastet, ber es sonst meist dem Bridgespieler — selbst wenn er schon einige Erfahrung hat — unmöglich macht, sich durch ein Bridgebuch durchzuarbeiten. Diese Schlichtheit macht die Ausführun- gen der Baronin Dazur zu einer wirklichen Bridge- fibel und damit zu dem Bridge-Einmaleins, das eigentlich bisher in der umfangreichen Bridgelitera- tur fehlte. Das Buch ist unter Berücksichtigung de? neuesten internationalen Bridgegesetze vom 7. November 1932 verfaßt.
— „W er ist das?" Ein Spiel aus 120 Kurz- biographien mit einer (Einleitung von Arthur Rundt. 161 Seiten. Verlag E. P. Tal & Cv^ Leipzig, Wien, 1933. — (196) — Dies ist eine lehrreiche Lektüre, zugleich ein anmutiges Gesellschaftsspiel in Buchform. Der Verlag Tal, aus dessen Produktion wir früher schon ähnliche Deröftentlichungen unter dem Titel „Frag mich was!" und „1235 — das sind Sie!* angezeigt haben, greift hier auf den amüsanten Einfall des Amerikaners Frank P. Foster zurück: der kam auf die Idee, kleine Bio- graphien zu erzählen, ohne den Namen des Helden zu nennen; ber Leser sollte erraten, um wen es sich handelt. Also: eine Prüfung in Allgemeinbildung, gemildert durch die gesellige und unterhaltsame Form eines gemeinsamen Spiels. Die Regeln finb einfach: die Dreiteilung der winzigen Lebensgescyichten trägt zur Erhöhung der Spannung bei.
* Meyers Lexikon, Band 15 (3.Ergänzungsband: Laichzett bis Zz, mit einem Anhang:
Deutsches Reich — Die nationale Revolution). 1440 Lexikonspatten mit zahlreichen Textabbildungen unb 46 z. T. mehrfarbigen Tafeln, 20 mehrfarbigen Kais ten unb Plänen, 23 Setten Textbeilagen. In Hall'» leder 28 Mark. Verlag Bibliographisches Institut AG., Leipzig. — (331) —
Meyers Lexikon.
Dritter Ergänzungsband! bis zur nationalen Revolution.
Die neue Ausgabe bes Meyerschen fierte f o n s, die vor zehn Jahren mit mehr als 150 Mitarbeitern begonnen wurde, ist in ihrer siebenten Auflage mit 15 starken Bänden jetzt fertig geworden — ein Zeugnis deutschen Wissens und deutschen Werksleißes. Der soeben erschienene letzte (Ergänl zungsband* bringt außer dem Schluß bes Alpha» betes einen Anhang „Deutsches Reich — Die natiol nale Revolution". All das Gewaltige, was wir iN den letzten Wochen und Monaten miterlebt haben, ist hier bereits in die Sphäre zeitloser Gosch ich tsdar« ftcUung gerückt, die nur Tatsachen, Daten und Zah, len sprechen läßt. An die Darstellung der politischen Entwicklung von der Wiederwahl Hindenburgs bis 3um 1. Juni 1933 schließen sich einzelne Abschnitts über die Auswirkungen der nationalen Revolution in bezug auf Reichsreform, Verfassung, Rechtswesen, körperliche Ertüchtigung, Schul- unb Hochschulwesen, Schrifttum, Theater, Kunst, usw.
Blättert man in dem stattlichen fiepfonbanbe rück» roärts, so finbet man auch bei allen übrigen Staaten und Völkern, die zwischen fi und Z eingeordnet sind, einen ebensolchen ergänzenden Bericht. Oesterreich, Schweiz, Tschechoslowakei, Sowjetunion, Vereinigte Staaten usw. In jebem Artikel wird die Entwicklung bis zum Sommer 1933 geschildert. Wie viele neue Begriffe, bie erst in letzter Zeit entstanden sind, ober besondere Bedeutung bekommen haben: sei es die Technokratie oder Staatskapitalismus, Luftschutz oder Schwingachse!
Daneben werden alle früher schon behandelten Ge« biete weitergeführt, vor allem die so rasch vorwärts« drängende Technik, Physik und Chemie, aber auch die Geisteswissenschaften, Literatur, Musik, Bildende Kunst aller Völker. Besonders hervorgehoben seien die reichhaltigen Quellenangaben, die alle wichtigen Neuerscheinungen des In- und Auslandes verzeichnen, ferner die vielen tabellarischen Uebersichten unb zufammenfassenden Textbeilagen über bie Weltwirtschaftskrise, die internationalen Sportverbände, Re» ligionsftatiftif, Gold- unb Silbermünzen aller Staaten usw.
Wo bas Wort zur Erklärung nicht ausreicht, da findet man klare technische Zeichnungen, Tafeln mit instruktiven Photos, übersichtliche Karten und pracht» volle Farbendrucke. Die Dfffettafeln über bie Men« delschen Vererbungsregeln, Posamenten, Marine» uniformen, die Karten über die Waldoerteilung und Landschaststypen in Mitteleuropa, über die Geschichte ber Schweiz und ber USA., bie Eierfarben» brücke über Linoleum und Linkrusta, Temperatur» Wirkungen bei Schmetterlingen, Tiofaite und Teppiche usw. können an Farbenschönheit kaum übertroffen werden. Was bie moderne Photographie für die Veranschaulichung bedeutet, zeigen die Autotypietafeln über Mikrophotographie, Neue Sacklichkeit, Segelflug, Tierphotographie, neue römische Ausgrabungen usw.
Am Schluß gibt eine systematische Uebersicht der 1570 Beilagen, gegliedert in 36 Wissensgebiete, nochmals einen imponierenden Eindruck von dem geroal» tigen Werk unb ein brauchbares Hilfsmittel für ben Benutzer. So ergänzen sich Tabelle, Karte, SMb unb Wort zu einem einheitlichen Ganzen.


