Ausgabe 
27.3.1933 Erstes Blatt
 
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an die man noch vor

sie

Weiße Zähne: Chlbrddont

wältigende Regierung nie zuvor stellte, das

der nationalen Revolution ein noch dagewesenes Vertrauensvotum aus- der Regierung eine Macht gibt, die über die Machtfülle Mussolinis Hin­

gesetz bekommen hat, wie noch kein« Regierung zuvor. Den großen nationalen Umschwung haben wir der jungen aufstrebenden Bewegung der RSDAP. zu danken, die Dinge vollbracht hat, ... ______ zwei Jahren nicht glaubte

denken zu dürfen. Dafür muß man der RSDAP.

kommen, daß die deutsche bäuerliche Ver­edelungswirtschaft wieder rentabel ist. Ich habe das Vertrauen zu der nationalen Regierung, daß sie die richtigen Wege gehen wird.

Der Bollslreckungvschuh

ist leider sogar von Landwirten und von landwirt­schaftlicher Äreditgeberseite zum Teil falsch beurteilt worden. Der Dollstreckungsschutz ist ein Schutz für die Gläubiger genau so wie für die Schuld­ner. Die Gläubiger sollten sich darüber klar sein, daß der Dollstreckungsschutz mit dazu dient, ihre Forderungen sicherzu st eilen.

Der vollstreckungsfchuh muß aber in eine Umschuldung der deutschen Landwirtschaft übergehen. Diese Umschuldung muh Gesetz sein, ehe der Vollstreckungsschuh abläuft.

Die Umschuldung darf nicht individuell, sondern . muß generell sein, wobei jeder gleichsteht. Der großen Masse der Landwirte muß es möglich ge­macht werden, ihre Scholle zu halten und

sogar noch

ausgeht. Run beginnt die Arbeit auf der ganzen Linie. Wir begrüßen es be­sonders, daß die Regierung schon vor der Wahl angefangen hat zu regieren, anstatt wie die frü­heren Regierungen erst den Wahlausfall abzu-

Wirtschaft.

Frankfurt ruhig, uneinheitlich.

Fr a n k f u r t a. M.. 27. März. (WTB. Draht- Meldung.) Die erste Börse der neuen Woche eröffnete zwar in freundlicher Grundtendenz, doch wa. das Geschäft bemerkenswert klein. Die Kulisse übte nach der Hochbewegung am Samstag Zurück­haltung und schien erst zu Glattstellungen geneigt, während von der Kundschaft nur in kleinem Um­fange Orders Vorlagen. Das Aufmerksammachen vor überhöhten Kursen in den Wochenbetrachtungen der deutschen chandelspresse wird hierbei nicht ohne Ein- fluß geblieben sein, ebenso wie die meist schwächeren Auslandbörsen am Wochenende. Die Kursgestaltung war uneinheitlich. Die Mehrzahl der Papiere lagen aber nur wenig verändert, einige Spezial­werte lagen ziemlich fest, so in erster Linie Siemens mit plus 5 v. Sy und Contigummi mit plus 4,5 v. H., ferner Ilse Bergbau Genuß mit plus 3,75, Gesfürel mit plus 3,65 und Labmeyer mit plus 2,50 v. H. Höher eröffneten außerdem Kali Salzdetfurth (plus 2 v. Sy), Schuckert (plus 1,50 o. H.), Rheinische Elektro Mannheim (plus 1,75 v. H), Reichsbank und Daimler mit je plus 1,75 v. Sy, sowie Klöcknerwerke und Goldschmidt mit Besserungen bis zu 1 v. H. Gut behauptet setzten Schiffahrts- und Derkehrswerte ein. Abschwächungen von 0,50 bis 1 o. Sy verzeichneten Chemie- und Moniankatien, ferner Bauunterneh­mungswerte sowie Deutsche Linoleum und Aku.

«tranffurlcr tarkt.

Frankfurt a. M., 27. März. Auftrieb: 1270 Rinder (365 Ochsen, 97 Bullen, 370 Kühe, 306 Färsen), 556 Kälber, 37 Schafe, 3997 Schweine. Es notierten: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausge- mäftete höchsten Schlachtwerts (jüngere) 28 bis 31 Mark, (ältere) 25 bis 27, sonstige vollfleischige 22 bis 24; Bullen: jüngere, oollsleischige, höchsten Schlachtwerts 26 bis 29, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 22 bis 25; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 23 bis 25, sonstige voll- fleischige ober ausgemästete 19 bis 22, fleischige 15 bis 18, gering genährte 12 bis 14; Färsen (Kal­binnen, Iungrinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 29 bis 32, vollfleischige 25 bis 28, fleischige 22 bis 24;Kälber: beste Mast- und Saugkälber 38 bis 42, mittlere Mast- und Saug­kälber 33 bis 37, geringe Kälber 28 bis 32; Schweine: vollfleischige von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 38 bis 40, von etwa 200 bis 240 Pfund 38 bis 41, von etwa 160 bis 200 Pfund 37 bis 39, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 34 bis 37 Mark. Marktverkauf: Rinder ruhig, ausverkauft, Kälber und Schafe mittelmäßig, geräumt, Schweine schleppend, geringer Ueberftanb.

Die Arbeitslosigkeit muß so rasch und so gründ­lich wie möglich beseitigt werden. Ein künstliches Arbeitsbeschafiungsprogramm ist nur immer ein Rotbehecs ,ut eine llebergangszeit. Dauernde Arbeitsbeschaffung ist nur zu erreichen, indem man Käufer schafft für die Waren, die der Arbeiter Herstellen kann.

Kann die deutsche Arbeiterschaft über den Export oder über die Kaufkraftstärke der Land­wirtschaft wieder Arbeit finden? In den früheren Jahren hat man den Export so stark wie mög­lich gefördert und dabei auf jeden Schuh der Landwirtschaft verzichtet. In dieser Zeit ist die Arbeitslosigkeit von rund 3 Millionen um über 3 Millionen auf rund 6 Millionen Menschen ge­stiegen, da der Verkaufserlös der Landwirtschaft in der gleichen Zeit von 9,2 Milliarden auf 6,5 Milliarden sank, dadurch die Landwirtschaft immer weniger kaufkräftig auf dem Binnenmarkt wurde, infolgedessen der Absatz der Industrie immer mehr zurückging und die Arbeitslosenzahl ständig stieg. Das ist durch Export nicht gut» zumachen. Leider wurde auch die Torheit be­gangen, Fabrikationsmittel zu expor­tieren, mit denen sich das Ausland immer mehr von uns abhängig machte und sich abschloh.

Dir stehen auf dem Standpunkt, daß der Export notwendig ist zur Finanzierung der unerläßlichen Wareneinfuhr, aber der Export muh größer fein als der Import von waren. Da wir den Export nicht mehr wefentlich steigern können, müssen wir die Einfuhr von nicht notwendigen waren abbremsen und dafür die Produktion in der Heimat fördern.

Daher di« Forderung: Schasst dem Land­wirt die Kaufkraft wieder, di« er gern« dem deutschen Volke zur Verfügung stellen wird!

Mit dem Weltmarkt werden wir nicht kon­kurrieren können. Die holländische Butter, die für 80 Pf. pro Pfund auf den Weltmarkt kommt, muß in Holland selbst mit 1,30 bis 1,40 Mk. bezahlt werden. Dazu kommt eine hohe Marga­rinesteuer. Aus diesem Mehrerlös wird dann von Holland der Dutterexport finanziert. In Deutschland sind die Preise für Landwirtschafts­produkte auf 80 Prozent, für Vieh sogar auf 60 Prozent des Vorkriegspreises gesunken, da­gegen sind die Produktionskosten des Landwirts auf 180 Prozent des Vorkriegspreises gestiegen. Zwischen diesen gesunkenen Einnahmen und den stark überhitzten Unkosten muß ein gerechter Ausgleich hergestellt werden. Am schlimmsten sind die Verhältnisse bei der Veredelungs- Wirtschaft und besonders bei der Vieh- Wirtschaft. Hier muß vor allem- die Renta­bilität der Landwirtschaft hergestellt werden. Die deutsche Fettversorgung erfolgte bisher nur zu 40 Prozent aus der deutschen Produktion, zu 60 Prozent aus der Einfuhr. Das ist eins gewaltige Gefahr für die Landwirt­schaft und für das ganze Volk. Dieses Prozentverhältnis muß gründlich verbessert, min­destens umgekehrt werden.

wenn die Schweine- und Kuhhaltung nicht mehr rentabel ist, stirbt der deutsche Bauer, dami verliert das deutsche Bolt durch die Fehler in der Fettoersorgung die Kraft feiner Ackerscholle, damit ist auch die Siedelung * hoffnungslos.

Deshalb ist die raschelnd gründliche Lösung des Fett- und Milchproolems das wichtigste der Landwirtschaft.

Wir müssen jetzt auch zu Handelsverträ­gen kommen, durch die die Veredelungs- wirtschaft geschützt wird. Die Regierung muß sich bei den kommenden Handelsvertrags­verhandlungen nicht nur einen hohen Zoll- s a tz zum Schutze der Landwirtschaft schassen, sondern sie muß sich auch weiter die Hände frei­halten. Ein Teil der Zölle wird jetzt noch nicht frei. Wir erwarten von der Regierung, daß diese Handelsverträge auch allmählich gelöst wer­den, damit

der Iollfchuh für die Landwirtschaft auf der ganzen Linie frei wird.

Solange das noch nicht der Fall ist, müssen wir ein Kontingentierungssh st em zur Hem­mung der Wareneinfuhr haben. Andere Völ­ker haben das gleiche für sich getan.

Auch auf steuerlichem Gebiet kann viel getan wer­den, um den Verbrauch der deutschen landwirt­schaftlichen Produkte zu fördern, ohne den Städter allzu sehr zu belasten. Vor allem ist ein Abbau der heutigen Doppelbesteuerung durch die Umsatz- (teuer namentlich auf dem ersten Wege der Ware vom Produzenten zum Konsumenten zu fordern. Weiter fordern wir:

Deg mit der Zuckersteuer, her mit dem Südfrüchtcmonopott

Bei dem Bezug der Südfrüchte können d i e Länder besonders behandelt werden, die für uns politisch interessant sind. Besser man besteuert das Volk dort, wo es sich einen Genuß leistet, als dort, wo es einen zwingenden Bedarf deckt! Ebenso fordern wir die Beseitigung der Schlacht st euer, das sie nur das Fleisch aus der deutschen Scholle verteuert.

Wenn in dieser Weise gearbeitet wird, so werden wir in nicht allzu langer Zeit auch wieder dahin

Am Samstagnachmittag sand in Alsfeld im 8rohen Saale des Hotels »Deutsches Haus" aus iinladung des Hessischen Land bundes eine eindrucksvolle Bauernkundgebung unter der Leitung des Landbund-Vorsitzenden im Kreise Alsfeld, Lutz, Klein-Felda, statt. Der Tagung wohnten u. a. Kreisdirektor Dr. Stammler, Aegierungsrat Strack und Ases- sor Dr. Gros vom Kreisamt Alsfeld, ferner Landbund-Vertreter aus Starkenburg und Rhein­hessen und viele Landwirte aus den Kreisen Als­feld unb Lauterbach bei. Der mit den Fahnen Schwarz-Weih-Rot und Rot-Weih, sowie mit der Hakenkreuzsahne geschmückte große Saal war dicht beseht.

Oer Vorsitzende Lutz-Kle:n-Felda betonte in seiner Erösfnungsansprache nach herzlichen Begrüßungsworien an den ersten Prä­sidenten des Reichslandbundes, Grafen Kalck- r e u t h , den Landesvorsitzenden Sr. von Hel- mol t, die Behördenverlreter, den Reichstagsabg. Dr. Wagner (RSDAP.), die Presse und die bäuerlichen Derusskollegen u. a. mit großer Ge­nugtuung, daß nun endlich ein anderer Wind über Deutschland weht, Schwarz-Weiß-Rot und das Hakenkreuz als nationale Freiheitssymbole ausgezogen sind. (Lebhafter Beifall.)

Die Bauern schließen sich mit vollem Ber­bauen unb mit Begeisterung der nationalen Regierung an unb wollen Mitarbeiten an dem Wiederaufbau des deutschen Baterlandes.

Dem Reichslandbund und insbesondere dessen ersten Präsidenten, Graf Kalckreuth, gebührt der Dank der Bauern dafür, daß sie durch die be­kannte Entschließung den Stein zum Umschwung durch den Rücktritt des Kabinetts Schleicher mit ins Rollen brachten. Run liegt es am Bauern­stand, von sich aus alles erforderliche zu tun.^Aber auch das ganze Volk muh sich bewußt sein, daß

ohne eine rentable Landwirtschaft das deutsche Bolt nicht wieder hochkommen kann.

Dun heiht es vor allem einig sein und die Streit­axt begraben, großzügig denken und handeln wie die Männer in der Reichsregierung. Wirtschasti.cy kommt es für den Bauernstand vor allem daraus an, daß die Zinsen-, Sozial- und Steuerlast ge­senkt und der Vollstreckungsschutz durch eine Re­gelung ersetzt wird, die es ermöglicht, dah der Dauer auf seiner Scholle bleiben und existieren kann. Für dieses Ziel und damit zugleich für den Bestand des deutschen Vaterlandes werde auch der vberhessische Dauer gerne sich einsehen. (Starker Deifall.,

Graf Kalckreuth,

erster Präsident des Neichslandbundes, sagte in seiner gut einstündigen Rede u. <l: Die Schlacht ist geschlagen, der Sieg ist errungen. Der Kampf hat mit der vorgestrigen wundervol­len Rede des Reichskanzlers Adolf Hitler zu­nächst seinen Abschluß gefunden. Roch nie ist eine Rede eines Reichskanzlers so wert gewesen.

Gemeingut des ganzen Volke- zu werden, wie diese Rede des Kanzlers der nationalen Regie­rung. (Deifall.) Mit Freude sahen wir die über- Mehrheit des Reichstages, die der

warten.

Der Reichslandbund Hal sich der nationalen Regierung unter Schwarzweihrot und dem Hakenkreuz vertrauensvoll zur Verfügung ge­stellt. Unsere eifrige Mitarbeit Ist heute not­wendiger denn je, denn jede Regierung, auch die nationale, braucht enge Fühlung in das Bolt hinein, und wenn das Parlament nicht mehr zur Berfügung steht, dann gewinnen die berufssiändifchen Organisationen an Be­deutung.

Die bevorstehende Arbeit ist ungeheuer schwer. Riemand kann erwarten, dah nun ein neuer Gar­ten Eden sich auftut. Die Verhältnisse von 1914 vor dem Kriege sind auf Jahre hinaus verloren. Was wir in Zukunft erreichen wollen ist, daß der Dauer wieder die Hand freibekommt und sich auf seiner Scholle wieder regen kann. Wir wollen eine Wirtschaftslage wieder herbeiführen, in der der Tüchtige auch wieder vorwärtskommen kann. Dabei ist zu beachten, dah das Interesse des einzelnen mit dem S t a a t s i n t e r e s s e parallellaufen muß. Wir begrüßen es, daß der Herr Reichskanzler die Rotwendigkeit der Gesundung des Bauernstandes besonders herausgestellt hat; dafür sind wir dem Herrn Reichskanzler besonders dankbar.

Ohne rentable Bauernwirtschaft kann Deutsch­land nicht wieder hochkommen, können die Arbeitslosen nicht wieder ausreichend Arbeit und Brot erhalten.

und ihrem Führer danken.

Der Redner betonte dann, daß es jetzt daraus ankomme, frühere Meinungsverschiedenheiten in den Wahlkämpfen endgültig zu begraben und sich f e st zu gemeinsamer Arbeit zu ver­bunden, zumal sich der Landbund mittler­weile aus der Politik zurückgezogen und sich auf eine rein neutrale, berussständcsche Grundlage gestellt habe.

Bon diesem Boden aus werde der Landbund auch in Hessen unter Führung der nationalen Regierung gern Mitarbeiten zum Dohle der Landwirtschaft und darüber hinaus des ganzen

Bolte».

Wilhelm Fenchel-Ober-Hörgern Provinzialvorsitzender des Landbnndcs in Ebcrlicticn,

dankte dem Grafen Kalckreuth für seine aus­gezeichneten Darlegungen und für seine hervor­ragend« Tätigkeit bei der Aktion des Reichsland­bundes, die zum Sturz der Regierung Schlei­cher und des damaligen Ernährungsministers von (Braun führte. Mit Genugtuung wies der Redner u. a. darauf hin, daß dabei auch die süd­deutsche Landwirtschaft und der Hessische Land- bund der Reichsführung unverbrüchliche Stühe ge­wesen sind. Weiter dankte der Redner dem Vize­präsidenten des Hessischen Landtages Kloster- m a n n für sein unermüdliches Wirken für die hessische Landwirtschaft, ferner noch dem Sprecher der Starkenburger Bauernschaft für die Bekun­dung der unverbrüchlichen Einigkeit zwischen Star­kenburg und Oberhessen, die er in einer Ansprache betont hatte.

Landesgeschafissührer Dünias-Darmstabt

beschloß 'die Tagung mit einem eindrucksvollen Schlußwort, in dem er zu einigem Zusam - men stehen und zu großzügiger Arbeit aller Bauern und Berufsstände nach den großen Vorbildern des Reichspräsidenten von Hin­denburg und des Vol.s anzlers Adolf Hitler aufforderte.

Mit begeisterten Heilrusen auf Hindenburg, Hitler, das deutsche Volk und Vaterland, sowie mit dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes wurde die eindrucksvolle Tagung beendet.

Große Vauemkundgebung in Alsfeld.

Der erste Präsident des Reichslandbundes Graf Kalckreuth als Hauptredner

(Eigener Bericht desGießener Anzeigers".)

auch ihren Verpflichtungen gerecht zu werden. Jeder muß möglichst hoch zu sei­nen Schulden stehen, jedoch muß der Zinssatz gesenkt und annehmbar sein und die Hypothek langfristig gemacht werden.

wir alle wollen mit frischem unb neuem Mut an die Arbeit gehen

und dazu beitragen, daß der große Wert des deut- ichen Ackers für das geliebte Vaterland und das deutsche Volk erhalten und gesteigert wird. (Lang­anhaltender starker Beifall.) Reichstagsabg. Dr. Wagner,

Darmstadt,

Leiter des agra politischen Amtes im Gau Heften der NLTAP., führte in feiner kurzen Ansprache u. a. aus: Der Bauernkanzler des Deutschen Reiches Adols Hitler wird mit energischem Willen dafür sorgen, dah der B a u e r n st a n d in Deutschland trotz aller Widerstände wieder zur Grund­lage der Ration wird. Die Aufgabe der nationalen Regierung wird es sein, nicht nur das Deutsche Volk in seinem zahlenmäßigen Be­stand zu erhalten, sondern auch dafür zu sorgen, daß das Volk in seiner inneren Auffassung wieder erneuert wird und von dieser Grundlage aus zu den Dingen Stellung nimmt. Auch die Er­ziehung der Ration und der Jugend muß von diesem Gedanken aus geschehen.

Ls muh möglich fein, bas gesamte deutsche Bolt von bem Gebauten zu burchbringen, bah das Lanbvolt bas Leben in den Stählen ga­rantiert, dah aber auch der Städter für den Bauer notwendig ist.

Bei diesem Gleichklang der Gesinnung wird es künftig leichter möglich sein, die wirtschaftlichen Maßnahmen der Reichsregierung durchzuführen.

Der Redner beschäftigte sich sodann mit den Bestrebungen des jungen Bauerntums in Hessen auf Erlangung eines angemessenen Anteils an der Führung der öffentlichen Dinge und des wirtschaftlichen Geschehens, insbesondere auf dem Gebiete der Landwirtschaft. Er betonte dabei, daß man an gewissen Veränderungen in den Ministerien (Abteilung für Ernährung und Land­wirtschaft), in der Landwirtschaftskammer, in den Landwirtschaftsämtern und Landwirtschaftsschu­len nicht vorbeikommen werde. Dabei werde aber immer nach rein sachlichen Gesichts­punkten verfahren werden, jedoch lasse sich her bäuerliche Rachwuchs feinen Anspruch auf zinen Teil her Führung nicht streitig machen.

Alle Bauern seien bereit, gemeinsam mit den anderen Berufsständen ans Werk zu gehen, um ein neues Deutsches Reich zu schaffen, in dem der Landwirtschaft der gebührende Platz zuge­wiesen und das zu einem wahrhaft großen na­tionalen Reich gestaltet werde. Mit begeistert aufgenommenen Heilrufen auf das deutsche Va­terland, den Bauernkanzler Adolf Hitler und das Deutsche Volk schloß der Redner seine mit begeistertem Beifall aufgenommene Ansprache.

Dr. von Helmoli,

Landesvorfitzender des Heff. Landbnndcs, sagte in feiner kurzen Rede u. a.: Gott sei Dank weht jetzt ein anderer Wind über Deutschland und wir können nun endlich wieder mit Hoffnung und gewissem Vertrauen in die Zu­kunft blicken. Erfreulicherweise hat zwischen der Führung der agrarpolitischen Abteilung der RSDAP. in Hessen und dem Hessischen Land­bund bisher stets ein vertrauensvolles Zusam­menarbeiten bestanden. Daran muß auch für die Zukunft festgehalten werden, zumal jetzt im deutschen Vaterlande

eine wunderbare Einmütigkeit alle national- gefinnten Menschen ersaht hat, die sich voll freudiger Bereitwilligkeit hinter die Regierung der nationalen Revolution stellen.

Erfreulich ist es, dah die nationale Regierung im Reichstag eine Mehrheit für ihr Ermächtigungs-

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