Ausgabe 
26.8.1933 Frühausgabe
 
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Oie letzten Anordnungen zum Landestreffen der NSBO.

Frankfurt a.M., 25.Aug. (MSN.) Der Abmarsch findet nicht um 14 Uhr, sondern bereits um 12,8 0 Uhr statt.

*

Die Direktion des Zoologischen Gar­tens Frankfurt a. M. teilt mit, daß sie an die Besitzer von Festabzeichen für das Landes- trefsen der NSBO. am Samstag, 26., sowie am Sonntag, 27. August, 50 Prozent Ermäßi­gung für den Besuch des Gartens gewährt.

*

Absperrmaßnahmen a m Main: Den Abschluß des Landestreffens der NSBO. bildet bekanntlich ein großes Feuerwerk am M ai n. Es wird hierzu folgendes Gebiet abgesperrt: Beide Uferseiten des Mains von der Adolf-Hitler-Brücke bis zur Obermain­brücke. Die NSBO.-Formationen stehen auf der Frankfurter Seite von der Adolf-Hitler- Brttcke bis zur neuen Brücke: auf der Sachsen­häuser Seite 100 Meter rechts und links des Eisernen Stegs. Für die Besitzer von Festab­zeichen ist die Adolf-Hitler-Brücke, sowie beide Mainuferseiten (soweit diese durch NSBO.-

Formationen nicht besetzt sind) bis zur Ober­mainbrücke reserviert.

Bcrkaufsplätze für Festabzeichen zum Feuer­werk befinden sich zu beiden Seiten des Mains, an der Adolf-Hitler-Brücke, an der Neuen Brücke, sowie an der Obermainbrücke.

Zugänge für das Publikum befinden sich auf der Frankfurter Seite an Langestraße, Fahr- gasie, Neue Mainzer Straße. Auf der Sachsen­häuser Seite an der Schweizerstraße, Schul- straße, Schifferstraße, Brückenstraße und Fran- kensteinerplatz.

Die Zugänge für Inhaber von Sitzplatzkar- ten und von Zulaßkarten für den Eisernen Steg befinden sich auf der Frankfurter Seite am Fahrtor, auf der Sachscnhäuser Seite am Aufgang zum Eisernen Steg.

*

Es wirb darauf hingewiesen, daß für Kriegsbeschädigte sowohl im Stadion, wie auf dem Eisernen Steg nur soviel Plätze vorhanden sind, wie Karten ausgcgcben wur­den. Die Karten wurden der offiziellen Natio­nalsozialistischen Kriegsbeschädigtenorganisa­tion übergeben.

Aus der Provinzialhaupistadt.

OerZernsprech AnschlußderNSOAP.- Gauleitung Heffen-Naffau.

Das Gaupresfeamt der NSDAP, teilt mit:

Die neue Fernsprechnummer der NSDAP.- Gauleitung Hessen-Nassau. Frankfurt am Main, Gutleutstraße 8/12, ist für alle Abteilungen die Sammelnummer 30381.

Untermieter?

Das Wohlfahrtsamt bittet uns um Aufnahme fol­gender Zeilen:

Immer wieder werden Klagen darüber erhoben, daß in unserer Stadt die Abgabe von möblierten Zimmern auch von solchen Wohnungsinhabern er­folge, die nach ihrem Einkommen auf diese Neben­einnahme sehr wohl verzichten könnten. Dagegen gibt es eine große Zahl von Mitbürgern, die in­folge des wirtschaftlichen Niederganges darauf an­gewiesen sind, durch Untervermietung eines Zimmers wenigstens einen Teil der Wohnungsmiete aufzu­bringen.

Für eine große Zahl alter oder alleinstehender Personen bedeutet die Einnahme aus Untervermie­tung sogar die einzige Erwerbsquelle. Wenn jedoch solchen minderbemitteUen Personen diese Erwerbs­möglichkeit dadurch genommen wird, daß auch wohl­situierte Familien Zimmer vermieten, so müssen dem Wohlfahrtsamt Mehraufwendungen entstehen, die im Interesse der Eindämmung der öffentlichen Unter­stützungslasten unbedingt zu vermeiden sind.

Es wird deshalb an das soziale Gewissen aller derjenigen Wohnungsinhaber, die noch über genü­gendes Einkommen verfügen, die Mahnung gerichtet, das Untervermieten künftig ausfchließlich den Mit­bürgern zu überlaffen. die auf diese Einnahme drin­gend angewiesen sind.

Es wird erwartet, daß dieser Aufforderung, die sich auf die Ausführungen des Herrn Reichsstatt­

halters betr. Beseitigung des Doppelverdienertums gründet, allseits entsproßen wird."

Wallfahrt zum hl. Hort nach Trier.

Dom Katholischen Pfarramt wird uns geschrieben: QIm kommenden Mittwoch, 30. Aug., esteht die wahrscheinlich letzte Gelegenheit, mit einem Pilgersonderzug (60 Prozent Fahrpreis­ermäßigung) zum heiligen Dock nach Trier zu fah­ren. Der Pilgersonderzug fährt von Limburg aus. Zubringerkarten von Gießen nach Limburg wer­den ausgegeben. Hinfahrt: Gießen ab 5.38 Uhr: Rückfahrt: Ankunft in Gießen 23.26 Ahr. Der Fahrpreis beträgt für Hin- und Rückfahrt 7,90 Mark. Die Anmeldungen der Teilnehnrer müssen (wegen der Fahrkartenbestellung) bis Sonntag abend beim Katholischen Pfarramt, Liebigstr. 28, abgegeben werden. Die Fahrkarten werden nur beim Katholischen Pfarramt ausgegeben.

Daten für Samstag, 26. August.

1802: der Bildhauer Ludwig von Schwantaler in München geboren (gestorben 1848); 1813: Sieg Blüchers über die Franzosen an der Katzbach und Theodor Körner fällt bei Hof Gadebusch (geboren 1789); 1860: der Komponist Friedrich Silcher in Tübingen gestorben (geboren 1789); 1914: Sieg der Deutschen bei Berdun; der Dichter Ludwig Thoma in Rottach gestorben (geboren 1867).

^omotiAcn.

Tageskalender für Samstag. Ka­tholisches Vereinshaus: 9 bis 19 Uhr, Möbelausstel­lung der Kelkheimer Möbelfabrik. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):Es war einmal ein Musikus".

* Don der Landesuniversität. Don der Pressestelle ber Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Prof. Dr. Wilhelm Kleberger an unserer Landesuniversität hat den an ihn ergan- genan ehrenvollen Rus als ordentlicher Profes­sor für Agrikulturchemie und Direktor des Agri­kulturchemischen Instituts an der türkischen Land­wirtschaftlichen Hochschule zu Ankara abgelehnt.

Der Hessische Heimaibund.

Heimatschuh und Heimatschönheit sollen allen nahegebracht werden. Ein großes Werk nationaler planvoller Aufbauarbeit durch pg. Ministerialrat Ringshausens Initiative.

Von Prof. Dr. Spilger in Darmstadt.

Früher als in anderen deutschen Ländern begann man in Hessen damit, alle Vereinigungen und Ein­richtungen, die sich auf die Erforschung und den Schutz der Heimat sowie auf die Pflege des Heimat­gedankens beziehen, zu einer großen Einheit zu- fammenzufafsen. Es war Ministerialrat Rings- hausen, der bereits im April dieses Jahres alle Kräfte zur Schaffung eines großen Heimatbundes aufrief und fo den ersten Anstoß dazu gab, das be­deutungsvolle politische Geschehen durch eine gleich­große kulturelle Leistung zu vertiefen und zu er­gänzen. Es dürfte von allgemeinem Interesse sein, einmal kurz zusammenzufassen, was in Hessen be­reits sseschassen wurde und nach welchen Richtlinien hier gearbeitet wird, bildet doch die Verwurzelung unserer Kultur in der Heimat einen so wichtigen Grundpfeiler deutschen Wesens und deutscher Art, daß die Vertiefung des Heimatgedankens als grund­legende Kulturarbeit erscheint, die überall ausgenom­men werden muß.

Die stand es in Hessen seither mit der Heimatarbeit?

Es muß anerkannt werden, daß auf vielen Gebieten mit großem Eifer zum Teil sogar mustergültig ge­arbeitet und so im einzelnen viel Wertvolles ge­schaffen wurde. Schon seit einem Jahrhundert be­fassen sich wissenschaftliche Gesellschaften mit der Er- forschung der Natur und Geschichte unserer Heimat. Heimatmuseen sind bereits vor dem Kriege in be- trächtlicher Zahl ins Leben getreten. Ucberall stan­den tüchtige Persönlichkeiten, vor allem ßehrer und Pfarrer, im Dienste der Heimatbewegung. Als nach dem Kriege die Verwüstungen der heimatlichen Na­tur und die Zerstörungen des Landschaftsbildes einen immer bedrohlicheren Umfang annahmen, fehten sich weite Kreise unseres Volkes spontan für die Schaffung eines Naturschutzgesetzes ein. Aber so bedeutungsvoll die geleistete Einzelarbeit auch viel­fach war, so konnte sie doch nie zur rechten Wirkung kommen, da große e i n h e i t l i ch e G e s lchts - punkte zur gleichmäßigen zielbewußten Gestal­tung der ihrer Natur nach vielgestaltigen Heimat- arbeit fehlten. In der Heimatforschung herrschte unötige Doppelarbeit, verbunden mit gleich­zeitiger Vernachlässigung einzelner Forschungsge­biete. Staatliche Institute sammelten wertvollen Rohstoff, ohne den ein geordnetes Wissen von un­serer Heimat undenkbar ist, aber er blieb zum Teil unveröffentlicht in den Archiven liegen, und nie­mand wußte, wo da die den verschiedensten Behörden angegliederten staatlichen Stellen nebeneinanderher

arbeiteten. Die Heimat, und Heimatschutzvereinigun- gen waren zu unbedeutend, sie umsahten nicht alle Dolkskreise und konnten sich darum nicht durchsetzen, außerdem hatten sie weder mit der Forschung noch mit der praktischen Heimatarbeit genügend innige Fühlung. Wir haben zwei Heimatzeitschriften, ein Unding für ein kleines Land wie Hessen, ihre längst als notwendig empfundene Vereinigung scheiterte an kleinlichen äußeren Schwierigkeiten. Daneben war eine solche Fülle kleiner heimatkundlicher Blätter ins Leben getreten, daß kein Mensch mehr einen Ueber- blicf über die von diesen geleistete Kulturarbeit hatte. Diese Verworrenheit konnte im Dritten Reich nicht länger geduldet werden. E s war eine kultu­rell bedeutungsvolle Tat, daß

der Leiter der THlnifferialabteilung für Bil- dungswescn, Kultus, Kunst und Volkstum, Ministerialrat Ringshausen

schon bald nach seiner Amtsübernahme die Anregung gab zur planmäßigen Zusammen­fassung aller heimatkundlichen Vereinigungen und Einrichtungen zu einer einheitlichen, von nationalsozialistischem Geist und Wollen ge­tragenen Organisation, dem neuen großen H ei m a t b u n d c.

wie ist der neue Heimatbund gestaltet?

In welcher Weise wird sich in Zukunft in ihm die Arbeit an der Heimat vollziehen? Die Mannigfaltigkeit der heimatkundlichen Bestre­bungen macht eine Gliederung des Bun­des in verschiedene Arbeitsringe notwendig, die organisch miteinander verbun­den sind.

Alle Arbeit an der Heimat hat eine allser- tigc, wissenschaftlich genaue Kenntnis der Heimat nach Natur, Geschichte, Kunst und Volkstum zur Voraussetzung. Die Aufgabe der Erforschung der Heimat über­nimmt

der Forschungsring.

Er gliedert sich naturgemäß nach den verschie­denen Forschungszweigen in ebensooiele Un­terabteilungen (Landeskunde, Geologie, Geo­graphie, Botanik, Zoologie, Geschichte, Volks­kunde usw.). Ueberall wird in Zukunft nach einheitlichen, in gemeinsamer Beratung der Forscher aufgestellten Planen gearbeitet werden. Verschiedene rein wissenschaftliche Zeitschriften, zwischen denen eine Arbeitstei­lung zum Teil bereits verabredet ist, zum

Teil noch einsehen wird, stehen zur Veröffent­lichung der wisienschastlichcn Arbeiten zur Verfügung. Da Hessen weder natürlich noch kulturell ein einheitliches Gebiet barstellt, ist ein Zusammenarbeiten mit den Wissenschaft lichen Kreisen benachbarter Länder allgemein in Aussicht genommen. Die Schaffung einer allgemeinen hessischen landes­kundlichen Biograp hi c nach den Plä­nen von Direktor Tr. Eppelheimer ist bereits in Angriff genommen worden und soll beschleunigt durchgeführt werden. Eine in allen Einzelheiten vollwertige und umfassende Zu sammcnschau des gesamten heimischen Natur- und Kulturlebens muß das Ziel der Heimat­forschung bilden.

Als einer der wichtigsten weiteren Ringe im Rahmen des großen Heimatbundcs er­scheint

der Volksbildungsring.

Was die Heimat für unsere gesamte Kultur wie für jeden einzelnen bedeutet, was die Forschertätigkeit erarbeitet, welche sittliche Forderungen der Heimatschuh an jeden Volks genossen stellt, das muß klar hcrausgeschält und jedem Kind unserer Heimat deutlich zum Bewußtsein gebracht werden. Was die For­schung über die Eigenart unsrer Heimatnatur, über unsre Vorfahren, ihre Sitten und Ge­bräuche, ihre Taten im Krieg und Frieden ermittelt hat, das muß in geeigneter Weise in das entfernteste Dörflein hinausgetragen wer­den, so daß auch der

letzte Taglöhner vom warmen Gefühl für die Schönheit feiner Heimat und von Stolz auf seine Vergangenheit erfüllt

und sein Wille gestärkt wird zu Taten der Heimatliebe und des Heimatschutzes. So hat also der Volksbildungsring die Aufgabe, die Ergebnisse der wisienschaftlichen Heimatfor­schung volkstümlich zu gestalten und das ganze Volk, vor allem auch die Jugend im Sinne des Heimatgedankens zu erziehen.

Alle Bildungseinrichtungen des ganzen Landes, die Schulen von der Hochschule bis zur Volksschule, die Büchereien und Museen, die gesamte Presse und vor allem die volkstümlichen Heimatzeitschriften, Rund­funk, Film und Bildstellen, sowie die Volks­hochschulen sind planmäßig in den Volköbildungsring einzuglie­dern und im Dien st e der Heimat­bewegung weiter auszubauen. Wie dies gedacht ist, mögen einige Beispiele zei­gen. Unsre Bildstellen verfügen bereits über reiches Material volkskundlicher Lichtbilder. Ihre Sammlungen sind nach der geographi­schen und naturkundlichen S«ite zu ergänzen. Ein photographisches Bildarchiv muß geschaf­fen werden. Alle Bilder von Ereignissen, die für das ganze Land oder für einzelne Orte bedeutungsvoll erscheinen, sind hier zu sam­meln. Den Vereinigungen der Liebhaber­photographen eröffnet sich hier ein weites Betätigungsfeld. In den großen und kleinen Museen muß der Heimatgedanke mehr als seit­her und alle Gebiete des heimatlichen Natnr- und Kulturlebens gleichmäßig umfassend zur Geltung kommen. Bestimmte Teile der Mu­seen sind ferner so einzurichten, daß sie ohne weiteres bei Tagungen oder örtlichen Festlich­keiten zumal an kleineren Orten Verwen­dung finden können. Eine im großen Stile auszubauende Heimatzeitschrift wird regel­mäßig über den Stand der Heimatarbeit und die Behandlung zeitgemäßer Fragen berich­ten.

Die Träger der ganzen Volksbildungsarbeit sind naturgemäß in erster Linie die Lehrer. Es ist nun hierfür von ganz besonderer Be­deutung, daß die gesamte Lehrerschaft Hessens bereits in der mächtigen Organisation des gleichfalls von Ministerialrat Ringshau­sen geschaffenen

NalionalsoziaNstischen Lehrerbundes zusammengeschlossen ist, in den sich auch die Geistlichen noch einfügen. Der RSLB. ist in einzelne Arbeitsgemeinschaften gegliedert, die sich, was die verschiedenen Gebiete der Volks» bildungsarbeit anlangt, vollkommen mit ben gleichen Organisationen des Vvlksbildungs- ringes decken, so daß hier sruchtbarste, von nationalsozialistischem Geiste getragene Zu­sammenarbeit von selbst sich ergibt. Bon aus­schlaggebender Bedeutung aber ist es, daß im NSLB. mit seiner glänzenden Organisation das beste und zuverlässigste Werkzeug für die Propagierung des Heimatgedankens und das Hinaustragen aller ethischen Werte in das Volk gegeben ist.

Ter Heimatbund umfaßt ferner zwei Ringe, deren Arbeitsgebiet die einzelnen Zweige praktischer Heimatarbeit bilden. Von diesen ist der Tierschuhring

bereits gegründet, der Naturschutzring wird in nächster Zukunft ins Leben gerufen werden. Um mit dem letzteren zu beginnen, so hat sich die Hessische Forstbehörde bereit erklärt, ihn zu beraten, da sie es ist, der bei uns die prak­tische Naturschutzarbeit untersteht. Eine beson­dere Ausgabe der Naturschutzringe besteht darin, die für den Naturschutz nötigen Mit­tel zu befchaffen. Da Hessen erst seit wenigen Jahren ein Naturschutzgebiet besitzt, müssen eine derartige Menge von wichtigen Ausgaoen in der nächsten Zeit verwirklicht iverden, daß die vom Staat hierfür zur Verfügung stehen­den Drittel nicht entfernt ausreichen. Verschie­dene große Verbände wie der Vogelsberger Höhenklub, der Odenwaldklub, der Hessische Jagdklub u. a. haben sich aber bereits dazu be­reit erklärt, den Naturschutzring mit beträcht­lichen Mitteln finanziell zu unterstützen, so daß u. a. die Herausgabe einer Abbildungs­tafel der in Hessen geschützten Pflanzen, sowie die Einrichtung größerer Naturschutzgebiete nicht mehr aus Schwierigkeiten stoßen wird.

Der große sittliche Gedanke der Ehrfurcht vor allem Leben, der dem Naturschutz seine ethische Berechtigung verleiht, kommt in der gleichen Weise auch im Gebiete des Tier­schutzes zur praktischen Auswirkung. Ein be­sonderer T i e r s ch u tz r i n g , der sich vor allem mit der Pflege aller mit dem Menschen, in Berührung kommender Tiere, mit der Ver­hütung von Quälereien aller Art, mit der ethischen Beeinflussung der Jugend und des ganzen Volkes zu befassen, darf darum im Heimatbund nicht fehlen. Der Tierschutzverein für Hessen wird mit seiner gesamten Orga­nisation ganz in diesem Ringe aufgehen und dadurch seine Arbeitsziele ebenso erweitern wie vertiefen. Tie verschiedensten Vereine und Verbände, die sich wirtschaftlich oder züchte­risch mit einzelnen Tiergruppen befassen, so­wie die Hessische Bauernkammer haben durch korporative Vereinigung mit dem Tierschutz­ring wie durch das Zusammenarbeiten mit ihm bewiesen, daß auch für sie der Schutz gott geschaffenen Lebens Hochziel und heimatliche Notwendigkeit darstellt.

Es darf mit Genugtuung festgestellt werden, daß seitdem der erste Aufruf NiugshausenS zur Gründung des Heimatbundes durch die Prsse ging, sämtliche Verbände und Vereini­gungen unserer Heimat, darunter auch solche, die wirtschaftliche, sportliche oder andere Ziele verfolgen, mit Freude und Begeisterung sich zur Mitarbeit an dem großen Werke der Hei­matarbeit bereit erklärt haben. Heber die Ein- zelorganisation des Heimatbundes und über seine Weiterentwicklung wird später noch be­richtet werden. Daß die allseitige Pflege des Volkstums, die natur- und kulturwissenschaft- liche Erforschung der Heimat, die Vereinigung aller Kreise unseres Volkes zu einer geistigen Gemeinschaft im Sinne des Heirnatgedank'us auf dem beschrittenen Wege gelingen wird, kann mit Sicherheit erwartet werden.

Nun-funkprogramm.

Sonntag, 27. August.

6.15: Don Bremen: Hafenkonzert. 8.15: Choral- blasen. 8.30: Evangelische Morgenfeier. Veran­staltet von der Evang. Landeskirche Frankfurt am Main. 9.30: Stunde des Chorgesangs. 11: Dom Flugplatz Dödlingen: Deutlchlandslug 1933. Hör­bericht von der Etappe Stuttgart. 11.30: Don Leipzig: Dach-Kantate. 12: Don der Funk-Aus- stesiung: Mittagskonzert der Reichswehrkapellen. 13: Schallplattenkonzert. 14.40: Stunde des Lan­des. 15.30: Stunde der Jugend. Kasperl-Stunde. 16.30: Don Leipzig: Rachmittagskonzert. Das Hallesche Konzertorchester. 18.25: Fröhliches Zwischenspiel. Erwin Eckersberg:Menschliches Allzumenschliches". 18.55: Sportbericht. 20: Abendkonzert des Rundf unk-Orche sters.

Montag, 28. August.

7.10: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert. 14.20: Jeder hört zu! 15.20: Musikalischer Zeitvertreib. 16.30: Rachmittagskonzert. Das Reue Münche­ner Symphonie-Orchester. 18: Edward Durne-Jo­nes. Eine Gedenkstunde. Don Dr. Carl Oskar Jatho. 18.30: 3X5 Minuten. 18.45: Kurzbericht vom Sage. 19: Don Hamburg: Reichssendung: Stunde der Ration. »Das Wappen von Ham­burg." Hörspiel von Robert Walter. 20: Opern­konzert des Frankfurter Rundfunk-Orchesters. 21.25: Derse von SA.-Sturmsuhrer Oskar Wend­nagel. 21.45: Aus dem Saal der Firma Ed. Rold 8t Sohn. (Original-Ausnahmen auf dem Welte- Mignon-Klavier.) 22.45: Don Leipzig: Racht- musik. Sommerabend. Leipziger Symphonie-Or­chester.

Dienstag, 29. August.

7.10: Bad Homburg: Frühkonzert des Kurorche- sters Bad Homburg. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Baden-Baden: Mit­tagskonzert des Städt. Kurorchesters. 14.20: Je­der hört zu! 15.20: Der Hausfrau zur Erholung. 16.30: Rachmittagskonzert. 18: Deutsche Belange in Afghanistan. Ein Dreigespräch zwischen Ed­gar Manfred Eber, Peter Reisdorf und Dr. Lie­big. 18.25:Holzwoll- und Holz-Wirtschaft", Dor- trag von Ernst List, Groh-Ostheim. 19: Don Leip­zig: Reichssendung: Stunde der Ration. Musik im deutschen Haus. 20.05: Franzi wird Zimmer­mann. Hörspiel von Paul Sorembe. 20.50: Die ewige Aufgabe der Ehe. 21.25: Liederstunde. Un­bekannte Loewe-Balladen. 22.45: Rachtmusik.

Mittwoch, 80. August.

7.10: Bad Homburg: Frühkonzert des Kurorche­sters Bad Homburg. 10.10: Schulfunk: Grenzland­kinder Kleine Helden des Weltkrieges. Erinne­rungen aus Lothringen, von Augustine Amann.

10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert. 14.40: Jeder hört zu! 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Don Leipzig: Rach­mittagskonzert. 18: Schriften an die Ration. Be­sprechung von Dr. W. Köniher. 18.25: Zeitfunk. 19: Reichssendung: Stunde der Ration. Lied und Wein in der sonnigen Pfalz. 20: (Leipzig): Das Leben spielt auf. 20.45: L. Boccherini: Konzert für Diolincell und Orchester. 21.35: Klaus Jos. Ahl liest eigene Lyrik. 22: Zeitdienst.

Donnerstag, 31. August.

7.10: Bad Orb: Frühkonzert d?s Kurorchesters Bad Orb. 9: Schulfunk: Auf dem Bahnpostamt einer Großstadt. Ein Hörbericht. 10.45: Prak­tische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mit- tagsronzert. 14.20: Jeder hört zu! 15.30: Stunde der Jugend. Grenzland spricht zu uns. 16.30: Rachmittagskonzert. 18:Autostraßen und Auto­industrie", Dortrag von Dr.-Jng. Karl Kling- hardt, Frankfurt a. M. 18.25:Die neue Stunde der deutschen Kunst." Don Wilhelm Michel. 19: Reichssendung: Stunde der Ration. Aus Jahr­hunderten deutscher Marschmusik. 20: Spessart- geschichten. Don Dalentin Pfeifer. 20.20;Wie soll man reisen?" Plauderei von Dr. Hans Geisow. 20.45: 3x5 Minuten. 21 bis 1: Tanz­abend.

Freitag, 1. September.

7.10: Bad Orb: Frühkonzert. 10.10: Schul­funk: Jungens erzählen aus dem Arbeitslager. Hörfolge. Lockung: Paul Laven. 12: Mittags­konzert. 14.20: Jeder hört zu! 15.20: Musikali­scher Zeitvertreib. 16.30: Äachmittagskonzert. 18: Sinn und ihüinn des Dirluvsentums", Dortrag mit Schallptatten von Dr. Hans Scholz. 18.25: Der Himmel im September." Don Prof. Edmund Sittig. 19: Don Köln: Reichssendung: Stunde der Ration. Beethoven in Bonn. Eine Hörfolge mit der Musik von Beethoven. 20.05: And wie das so geht... Ein Abend mit Musik und heiteren Spielen. 22: Zeitdienst. 22.45: Rachtmusik.

Samstag, 2. September.

7.10: Frühkonzert. 10-.10: Schulfunk: Schleusen­wärter, Weichensteller usw. erzählen über Tag- und Rachtdienst. Leitung: Harry Cobler. 12: Don Miltenberg: Mittagskonzert. 14.30: Kleines Wochenend. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Rachmittagskonzert. 18:Die Preußische Indu­strie- und Handelskammer für das Rhein-Maini- fche Wirtschaftsgebiet", Dortrag von Kammer- Syndikus Diplom-Dolkswirt Karlrobert Ringel. Frankfurt a. M. 19: Dom Deutschlandsender: Reichssendung: Stunde der Ration. Heitere Wil­helm-Busch-Stunde. 20: Unterhaltungskonzert. Große Walzer-Suite. 21.15: Bunter Abend.