Ausgabe 
25.11.1933 Drittes Blatt
 
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Den gefallenen Helden!

Bei der morgigen Totengcdenkkeker des Marinesturms vor dem Mnrine-Lootshaus wird das nachstehende Gedicht, das wir auf besonderen Wunsch zum Abdruck bringen, vorgetragen werden. D. Red.

Die für Deutschland starben, find nicht umsonst gestorben:

Sie haben sich ewigen Dank und Ruhm erworben? Unsterblich wurden des großen Kriege» Soldaten! In den Gräben, Im Trommelfeuer der Granaten, zu Lande, zur Lust und auf dem weiten Welten- meer kämpften sie und gaben ihr Letztes ihr Leben her! Dann sank auf viele Jahre Deutschland in tiefe Nacht, und die Todesopfer schienen vergeblich gebracht. Deutschland vergaß seine Toten, vergoß Ehr' und Dank, zerfiel In Parteien und war an der Seele trank! Bis ein Gefreiter des Kriege» zum Kampfe aufrief und Deutschland erwachte, das lange gefesselt schlief. Eitler» Soldaten marschierten in die neue Zett und machten die Straße frei für Deutschlands Einigkeit!

Die nun fielen Im Straßenkarnpf«, im Meuchel­mord starben für uns. Sie leben in unsren Herzen fort! Die Soldaten des Krieges und die der neuen Zelt haben Deutschland erkämpft und haben Deutschland befreit!

Al» die Glocken des 12. November aufsangen, geschah es, daß unsre Herzen zusammenklangen, und es war mir ein gewaltiger Erlösungsschrei: Das Dritte Reich wurde Wahrheit! Deutschland wurde frei!

Wir, die wir In eine hellere Zukunft sehen, Wollen der Toten gedenken, die auferstehen, aus Ihren Gräbern und auf uns Lebende schauen: mahnend und fordernd, daß wir nun das Reich aufbauen, wovon sie träumten, wofür sie litten Not und Tod! Alle, für Deutschland! sei für uns das höchste Gebot!

Alfred P a b ft SA.-Anwärter des Marinesturms Gießen.

Vol -eibencht

der Gtaatspolizeistelle Gießen.

In den letzten Tagen mußten 6 Personen aus dem Kreise Alsfeld wegen ihrer antinationalen Gesinnung in das Konzentrationslager Osthofen eingeliefert werden.

Eine Ehefrau aus Gießen, die sich durch Ihre Sleufoerungen des Vergehens gegen 8 3 der Verord­nung vom 21. 3.1933 schuldig gemacht hatte, wurde vorgeführt. Sie wurde nur aus dem Grunde auf freiem Fuß belassen, well sie in Gießen ihren festen Wohnsitz bat.

Zwei siidische Händler aus Beuern mußten vorübergehend in Schutzhaft genommen werden, weil sie durch ihr Verhalten der Bevölkerung An­laß gegeben hatten, gegen sie vorzugehen. Bel einer Dorgenommenen Haussuchung wurden in der Woh­nung der iüdischen Händler Waisen vorgefunden, die der Ablieferungspflicht unterliegen. Einer der jüdischen Händler Ist auch nachts mit einem Ochsen­ziemer auf der Straße gesehen worden. Der Ochsen­ziemer wurde gleichfalls slchergestellt. Ein Straioer- fahrcn gegen die jüdischen Händler wegen Nicht- ablieserung von Heeresgut und unberechtigten Was- fentrageno wurde eingeleitet.

Ein jüdischer Rechtsanwalt aus Gießen mußte gleichfalls vorübergehend in Echutzhalt genommen werden, weil er sich einem Ehristenmädchen In un­sittlicher Welse genähert hatte.

Gestern wurden 11 Personen durch die Staats­polizeistelle Gießen in da» Konzentrationslager Ost- Haken eingeliefert. Darunter besanden sich troel Männer au» dem Rheinland, die auf d-'r Reise waren und sich geäußert batten, nach Rußland zu gehen, wo weit bessere Arbeitsverhältnisse seien. Ein Melki-r au» Dauernbeim mußte wegen fort­gesetzter Stänkerelen gleichfalls In Schußbaft ge- nomm-'n werden In das Arbeitslager Homberg (Ohm) hatten sich am 1. und 9. November zwei Arbeitswillige anfnebm"n lassen, die sofort mit kommunistischer Wühlarbeit beaanncn und sogar ihre Kameraden aufford-rten, mit nach Rußland zu geben, um dort bessere Zeiten zu genießen Auch sie wurden In da» Konzentrationslager Osthosen ein- geliefert, um ihnen einmal klarzumachen, was Ar- elHblentt bedeutet.

Ein Privatdozent der Universität Gießen mußte In da» Konzentrationslager Offhnfen kommen, weil er nach dem (Eintritt in die SA R"serve diese in einem Brief an einen Professor Im Ausland In der schmäblichsten Weise heruntcrfehte und selbst von Anordnungen der Universität al» von einem ge­wissen ..Speisezettel" für die Woche sprach.

Bericht berAr'mmalvoiizeiffeNeGiehen

Teilnahmen.

Wegen Erregung öffentlichen Aeraemisses durch nn chtige Handlungen wurde der 44iähriqe Hei p-r W B au« Gießen sestgenommen. Er trieb lein Unwesen In der Räbe der Hek)ligenstaedtsch"n Fabrik Frauen und Mädchen, die In gleich-'r Art belästigt wurden, aber bis setzt noch keine Anzeige erftattri haben, werden ersucht, der Kriminalpolizei­stelle Mitteilung zu machen.

In einer Badezelle des ^olksbades wurden ein Im Ruhestand lebender Eisenhahnschaffner auo K'rin L'nd.-n und ein lunger Mann au» G-- R^h'"nhach bei einem Vergehen nach 8 175 des RS GB h-troffen und festgenommen Nachdem beide die Tat eingestanden hatten und vernommen waren, wurden sie wieder entlassen.

Diebstähle.

In den letzten Tagen wurden in Gießen nach­stehende Fahrräder gestohlen

ein Herrenrad, Marke Exzelsior, gelbe Felgen, rote Bereifung, Lenkstange mit rotem Gummi um­wickelt:

ein Herrenrad, Marke Opel, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, gewöhnliche Lenkstange:

ein Herrenrad, Marke Rodarmle, gewöhnliche Lenkstange, Torpebofrellauf, Sattelseber links ge­sprungen. elektrische Beleuchtung, neuer Dpnamo Marke Radsonne, rote Gummibanbgrisfe:

ein Herrenrad, Marke Torpedo, schwarzer Rah- meii. gewöhnliche Lenkstange ohne (Brille, graue Bereifung und Äometfrellauf;

ein .'Vrrcnrab, Marke Diirkopp. Fabriknummer 3151147. schwarzer Rahmen, gelbe Felgen. Tor- pebofreilauf und gewöhnliche Lenkstange

Ferner wurde eine Fahrradlaterne Marke Balaco für Dynamo und Batterie entwendet.

Wtcfccner WudirnnKirftpreifc.

Gießen, 25 Roo Auf dem heutigen Wachen- Markt kosteten: Süßrahmbutter, da» Pfund 1,58 SRf,

Ausstellung derAliceschule und desFröbelseminars

Großer LlnterhaltungSnachmittag.

Der Saal de» ttaf< Leib war gestern nachmittag mit regstem Leben erfüllt. Die Aliceschule veran­staltete in engster Verbindung mit dem Fröbel- jeminar einen Unterhaltungsnachmittag, mit dem gleichzeitig eine Ausstellung der in den verschiede- nen Fachern des Unterrichts der beiden Institute angefertigten mannigfaltigen Dinge zu sehen waren.

Die Ausstellung

gab einen umfassenden Ueberblick über die Arbeits­gebiete sowohl des Fröbelseminars, wie auch der Aliceschule. Die Aliceschule (vom Saaleingang aus rechte Seite) hatte die Ergebnisie der ver­schiedenen Kurse in jeweils getrennten Kojen aus­gestellt. Die Arbeiten des technischen Lehrerinnen- Seminars, die Ergebnisie Im Schneiderkursus, im Weißnähekursus, die mannigfaltige Betätigung in der hauswirtschaftlichen Fachschule, die stark zweck- betonte Arbeit in der einjährigen und halbjährigen Haushaltungsschule, wie auch in der Kochschule ließen jene Zielrichtung erkennen, die darauf hin- aussührt, den jungen Mädchen all das zu ver­mitteln, was sie einstmals im Leben als zukünftige Hausfrauen und Mütter dringend brauchen werden. Die Aliceschule hat sich darüber hinaus die lobens­werte Aufgabe gestellt, die Mädchen au eigenem Schaffen anzuregen und dabei zur Verwendung deutschen Materials auf deutsche Art (Abwandlung von Volkstrachten in modernem Sinne, Verwen­dung schöner alter volkstümlicher Schmuckmotive) au erziehen. Fast erscheint es überflüssig zu be­tonen, daß die Mädchen auch sehr zur material- gerechten Verarbeitung angehalten werden. Allge­meine Aufmerksamkeit erweckten auch die Ergeb­nisse der Kochschule, die in der appetitlichsten Form zur Schau gestellt waren.

Das Fröbelseminar trug in seiner Aus­stellung den besonderen Erfordernissen der Er­ziehungsziele für Kindergärtnerinnen und Kinder­pflegerinnen Rechnung. Da sah man vor allem viel Spielzeug aus z. T. wertlosem Material ge­fertigt, eigenwillig, aber doch sicher gestaltet, zweck­mäßig und manches dieser Dinge unverwüstlich, für Kinderhände geschaffen. Ganze Puppenstuben waren ausgestellt, viele Tiere aus allem möglichen Material, ein schönes Modell eines Gartens, das mit viel Liebe hergestellt war und die Erfüllung eines Wunschtraumes en ministure darstellte. Auch Kinberwäsche war zu sehen unb verriet nicht nur guten Geschmack, sondern auch technische Fertig­keit. Kindliche Arbeiten aus dem Kinderhort des Instituts gefielen ebenfalls sehr gut. Eine besondere Bereicherung erfuhr die Ausstellung durch ein Kasperl-Theater unb die originellen Spiele (Schnek- fenrennen unb Ballspiele), die nach eigenen Ge­danken gefertigt unb der Jugend hier zur Ver­fügung gestellt wurden.

Das Programm der Rachmiilagsunterhaliung

war überraschend vielseitig. Schon kurz vor 14.30 Uhr hatten sich viele Kinder eingefunden, um in das Kasperltheater zu kommen, das in einem der Ne- benräume untergebracht war. Die Kinder folgten natürlich auch hier wieder den alten lieben Scherzen des Kasperl mit größter Aufmerksamkeit unb eigner Mitwirkung. Daneben gab es einige andere Spiele, bei denen man sogar schöne Preise gewinnen konnte.

Gegen 17 Uhr begannen dann die eigentlichen Vorführungen. Unter den GrundgedankenDeutsche Heimat",Deutsches Material",Alle Trachten- ormen",A u s Alt mach üleu!' wurden von >en Schülerinnen der Aliceschule und des Fröbel- eminars alle möglichen Kleidungsstücke zur Vor- ührung gebracht unb zwar in jener Ordnung, wie ie Im Ablauf eines Tages getragen werden. So sah man Kleidung für den frühen Morgen, für den Vormittag, zweckmäßige Kleidung für die Küche, Nachmittagskleider, Kostüme, Kostümmäntel, Män­tel, Hauskleider, Schürzen, Röcke und Blusen, Strick- oullover, schließlich Abendkleider unb Schlafanzüge, Die in einer recht originellen Parade gezeigt wur­den. Auch Sportkleidung durfte nicht fehlen. Die einzelnen Vorführungen wurden durch gesangliche Darbietungen von Schülerinnen des Fröbelseminars abgelöst, so daß sich den Besuchern immer wieder neue Eindrücke boten. Mit großer Freude wurden turnerische Vorführungen ausgenommen. Reigen in einfachen Formen gefielen gut.

Da» Fröbelseminar bereicherte das Programm durch einige improvisierte Kinderspiele, die aller- liebst bargeboten wurden und die Kinder mit gro­ßer Freude bei der <5adje sahen. Den Höhepunkt und Abschluß der glänzend gelungenen Veranstal­tung bildete eine Märchenspiel, das die Kinder sym­bolisch als die Bringer von Fröhlichkeit und Freude scheinen ließ. Einleitende Erzählung, schöne Dekora­tion, Gesang unb Reigenspiel unb musikalische Be- fGeltung das alles von den Mädchen des Fröbel- eminars selbst ausgedacht gaben diesem Mär­chenspiel da» Gepräge.

Die gesamte Veranstaltung ist von den Mädchen der beiden Instituten unter Der Leitung ihrer Leh­rerinnen bestritten worden. Alles hotten die Mäd­chen mit einfachen Mitteln selbst gefertigt unb da­durch ihre Freude an dieser Art des Schaffens be­wiesen, gleichzeitig erkannte man aber auch, daß die beiden Schulen eine Arbeit leisten, die mehr und mehr in die Breite wirken wird.

Die gesamte Nachmittags-Unterhaltung wird mit vollständigem Programm heute wiederholt. Die Ausstellung wird bis 20 Uhr geöffnet gehalten, so daß jedermann Gelegenheit geboten ist, die Arbei­ten her beiden Schulen eingehend zu betrachten.

ßanbbutter 1,35 bi» 1,40, Kochbutter 1,20 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (in­ländische 15 bis 16, Wirsing, das Pfund 8 bis 12, Weißkraut 6 bis 7, Rotkraut 10, Gelbe Rüben 8 bis 10, Note Rüben 10, Spinat 12 bis 15, Römisch- kohl 10, Unterkohlrabi 6 bis 7, Grünkohl 12 dis 15, Rosenkohl 20 bis 25, Feldsalat 80 Pf. bis 1 Mk., Zwiebeln 8bis 10, Meerrettich 25 bis 50, Schwarz­wurzeln 20 bis 25, Kürbis 6 bis 8, Kartoffeln, das Pfund 3 bis 3H Pf., der Zentner 2,50 bis 2,80 Mk., Aepfel, das Pfund 10 bis 18 Pf, Birnen 10 bis 15, Nüffe 40 bis 60, Honig 40 bis 45, junge Hähne 70 bis 75, Suppenhühner 60 bis 65, Gänse 60 bis 70, Blumenkohl, das Stück 25 bis 50, Endivien 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 5 bis 25 Pf.

Freiwillige Gailsche Feuerwehr Gießen

Man berichtet uns: Nach Beendigung des Som­merhalbjahres, In dem die Mannschaften der Feuerwehr im Praktischen ausgebildet werden, ver­wendet die Freiwillige Gailsche Feuer­wehr die Zeit im Winterhalbjahr dazu, die Wehr­leute im Theoretischen zu schulen.

Am vergangenen Montag fand im Saale ihres ältesten Feuerwehrkameraden Jean Arnold (Schipkapaß) die zweite Monatsversammlung statt. Der 1. Kommandant Münch begrüßte die sehr zahlreich erschienenen Kameraden, u. a. auch den Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier, der zugleich 2. Kommandant der Wehr ist.

Hierauf hielt das Vorstandsmitglied Brclther einen Vortrag über das ThemaLuftschutz". Der Redner führte u. a. aus: Gegen die Gefahren von Luftangriffen wurden früher keine Vorkehrun- a ii getroffen. Dank unserer heutigen Regierung hat man in den letzten Monaten den passiven L'Nlschutz organisiert und für Aufklärung gesorgt. Dies ist nicht zuletzt das Verdienst des Luftfahrt­ministers Göring, der bekanntlich im Weltkrieg ein bedeutender Kampfflieger war Durch das Dik­tat von Versailles ist uns Deutschen jegliche Ab­wehr durch Flugzeuae, Kanonen ufro. unterlagt, so daß uns nur der passive Luftschutz übrig bleibt, um die deutsche Bevölkerung einigermaßen gegenüber den Luftangriffen der Feinde mit ihren bekannten Rüstungen nach dem Kriege zu schützen. Das Reich kann den gesamten Luftschutz nicht übernehmen. Daher teilt man den Luftschutz in zivilen Luft­schutz, d i. Schutz der zivilen Bevölkerung ufro., und In industriellen Luftschutz, d i. Schutz der wichtigen industriellen Betriebe und W"rke. Den zivilen Luftschutz übernimmt die Verwaltung durch die Polizei, Feuerwehr, Sanitätskolonne und Technische Nothilfe. Man hat einen großen Drga- nisatlonsplan ausgestellt, der die Tätigkeit und den Einsatz der einzelnen Formationen, das Verhalten d-r Bevölkerung und die Alarmierung regelt. Den Selbstschutz vorbereiten helfen, muß jedem Deutschen zur Pflicht gemacht werden In jedem Hause müssen gegen Einsturz durch Bombenabwurf Schutzräume hergerichtet werden. Ferner müssen Löschmittel bereitgestellt sein, Verbandstoffe und sonstige Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Die industriellen Verbände haben Richtlinien über die Durchführung des organisierten industriellen Luftschutzes erlassen Jeder Deutsche muß wissen, daß unsere Feinde die verichiedenortigsten Bombech hcrftellen, so z. B. leichte Bomben (Brand­bomben), die bis zu 2000 Stuck in einem Flugzeug befördert und obgeworfen werden können und schwere Bomben fSprengbomben), die o(t ein Gewicht bi» zu 1 800 Kilogramm haben. Wenn ein Flugzeuggeschwader eine Anzahl der­artiger Bomben abroirft. kann man sich vorstellen, welche unheilvolle Wirkungen diese verursachen und wenn dann noch eine große Anzahl Gasbomben zur Erpkosion gebracht werden Der Schutz gegen Bomben, die mit Gas oder gosöhnllchcn Kampf­stoffen gefüllt sind, ist leichter und mit wesentlich er­

höhter Aussicht auf Erfolg durchzuführen, wenn es sich nur um Abwurf von Gasbomben handelt. Man schafft Schutzräume für Sammelschutz, Gas­schutzgeräte für Einzelschutz, Raumlüfter, lieber- brurfregclung, ßufterncucrung, gasdichten Abschluß usw. Die Ausgaben für die Vorbereitung derarti­ger Luftabwehrmaßnahmen der einzelnen Organi­sationen, insbesondere auch für die Feuerwehren, find groß. Die gesamte Bevölkerung muß hierbei mltheifen, damit sie einigermaßen gegen heimtücki­sche Angriffe unserer Feinde geschützt werden kann.

Dem Vortragenden wurde für seine interessan­ten Ausführungen reicher Beifall gezollt. Den Aus­führungen des Herrn Architekt Brclther, der Luftschutzwart der Gälischen Werke ist, folgte eine rege Aussprache.

Der 1. Kommandant dankte dem Vortragenden für seinen Vortrag und schloß die Versammlung mit einem dreifachen Sieg-Heil aüf unseren Volks- kanzler Adolf Hitler.

Vornotizcn.

Tageskalender f ü r 6a m » t a g: Stadt- thcatcr, 20 bis 22.30 Uhr,Am Himmel Europas". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße,Verdun". Aftoria-Lichtfpiele, Seltersweg,Abenteuer auf dem Meeresgrund". Bienenzüchteroerein, 15.30 Uhr, Hauotoertreteroersammlung des Hauptvereins, Ho- tel RestaurantHindenburg". Alice-Schule ein­schließlich Fröbel Seminar, EasS Leid, Ausstellung: 14.30 bis 16.30 Uhr Kinderbelustigungen-, ab 16 30 Uhr Vorführungen.

Tageskalender für Sonntag: Stabt- theater, 19.30 bis 21.30 UhrU-Boot 116". Goethe-Bund, 20 Uhr. Neue Aula, Gedenkstunde für Daul Ernst. Physiologisches Institut, 11.30 Uhr, öffentlicher Vortrag von Pros. Dr. Bürker über Die Funktionen des Nervensystems". Turmhaus am Brandolatz. 11 bis 13.30 Uhr, 1. Kunstausstel­lung des Reichskartells der bildenden Künste. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: Irn Zeichen des Kreuzes". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg,Aben­teuer auf dem Meeresgrund".

Aus dem Stabttbeaterbüro wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr Deutsche Bühne Reihe 2 Grade Mitqliedsnummern: ..Am Himmel Europas" Schauloiel von Schwenzen-Malina Sviel- leltung: Anton Neuhaus. Ende gegen 22.30 Uhr. Sonntag, 26 November, Erstaufführung des Schguspiels:O-Boot 116" von Karl Lerbs: Spiel- Irituna Kurt Lübk e. Außer Abonnement, ermä­ßigte Preise. Svieldauer von 19.30 bis 21 30 Uhr. D;-'nstag, 28. November, 9. Vorstellung im Dicns- too-Ahonnement Erstaufführung de» Schaulnjels: ..Der Strom" von Mar Halbe. Spielleitung: Anton Neuhaus. Gewöhnliche Preise Svieldauer von 20 bi« 22 Uhr. Mittwoch, 29. November. 8 Vorstellung im Mittwoch-Abonnement:U-Boot 116" Schauloiel von Karl Lerbs. Spielleitung: Kurt L ü v k e. Gewöhnliche Prelle. Svieldauer von 20 bis 22 Uhr. Freitag, 1. Dezember, 9. Vorstellung Im Freitag Abonnement:Der Traum der Vilma Kelemen", Gesellschastskomöbie von Franz Molnar: Spielleitung Intendant König Gewöhnliche Preise Spieldauer von 20 bis 22,30 Uhr Samstag, 2 Dezember, Deutsche Bühne Reihe 2: Gerade Mit­gliedsnummern (1 Dezembervvrstellung der Sam»- taasabonnenten) das Volksstück'Wenn der Hahn kräht" von Auaust Hinrich». Svielleitung- Anton Neuhaus Svieldauer von 20 bi» 22 Uhr

Der Goethe-Bund bittet un», an dieser Stelle nochmal« auf hie am morgigen Totensonntag Onftfinbmhe G'henkltunhe für ben großen deutschen Dichter Paul Ernst hinutrorifen und die 0<te- rahirireunbe unterer Stadt zu dieser literarischen Feierstunde auszusordem. (Siehe heutige Anzeige.)

Keine Qu ft barfeiten am Toten­sonntag Da» Staatspresseamt teilt mit: Um einen würdigen Verlauf der Iotenfonntq$i|»leni zu

gewährleisten, sind Lustbarkeiten aller Art an die« fern Tage verbalen. Vorführungen in Theatern unö Lichtspielhäusern können zugelasicn werden, jo. fern sie dem ernsten Charakter des Tages angepaßt find. Sportliche Veranstaltungen finden nach An­ordnung des Reichssponkommijjars nicht statt. Wett­spiele, deren Reinerlös der Winterhiife zugute kommt, sind erlaubt

Die Gottesdienste am Totensonn - tag. Am Totensonntag werden unsre gewöhnlichen Gottesdienste nicht ausreichen, um allen, die an diesem Tage zur Kirche kommen, Gelegenheit zu geben, Gottes Wort zu hören. Deshalb werden neben den üblichen DormiNagsgouesbiensten um 9.30 Uhr und den Abendgottesdiensten um 17 Uhr noch besondere Gottesdienste früh um 8 Uhr in bei­den Kirchen und um 15 Uhr in der Kapelle auf dem neuen Friedhof gehalten Um 20 Uhr veranstaltet der Kirchengesangverein in der Iohanneskirche eine musikalische Feier, bei der u. a die Bachsche Kan- täteJtomm, du süße Todesstunde" gesungen wird.

** Das Amt für Aufklärung und Wer­bung bet Gießener Studentenschaft teilt uns mit:Wir verweisen nochmal» auf die am Totensonntag um 20 Uhr in der Neuen Aula stattfindende Veranstaltung Des Goethebunde» Spre- chcr bei der Paul Emst-Gedenkstunde ist Herr Leon- Hardt Blaß, der früher selbst in Gießen studierte unb ein bekannter Vortragskunstler ist Den Stu- dentinnen und Studenten wird der Besuch diese» Deutschen Abends sehr empfohlen Ermäßigte Kar­ten sind im Kameradschastshaus, Leihgesterner Weg 16, erhältlich.

Spende für d i e NS. -Volkswohl- fahrt, lieber die Gemeindefeier der Markusge- meinbe, bie am vorigen Sonntag alsliutherfeft- tag" in der Turnhalle gehalten wurde, ist bereit» ausführlich berichtet worben. Es fei heute noch er- gänzend vermerkt, daß aus dem Erlös für Kaste» und Kuchen, welche von dem Frauenoerein geboten wurden, der beachtliche Betrag von 104,32 Mark an die NS -Volkswohlfahri Gießen für soziale Hilfe überwiesen werden konnte.

** 3yghalte am Kugelberg Wie der Verkehrsverein uns mitteilt, werden nach einer Er­klärung der Reichsbahnbirektion Frankfurt vom 1. Dezember ab die Personenzüge auf der Strecke GießenFulda Gießen an werktags 6.18 Uhr unb Gießen ab werktags 18.53 UJ)r versuchsweise am Uebergang Licher Straße (also am Kugelberg) zum Aus- und Einsteigen halten.

* * Stadttheater Abonnement. Die Einlösung be» dritten Abschnitts des Stadttheater- Abonnements betrifft eine Bekanntmachung in un­serem heutigen Anzeigenteil, auf die wir die Inter- essenten besonders aufmerksam machen.

* (5 i n Rinder-Nutzvieh-Markt findet am nächsten Dienstag in Gießen statt. Der nächste Schweinemarkt wird am 13. Dezember abgehalten.

* * Arbeitsvergebungen zum Ausbau der Pestalozzischule betrifft eine Bekannt­machung des Hoch, und Tiefbauamtes in unserem heutigen Blatte. Die interessierten Unternehmungen mögen die Bekanntnwchung nicht übersehen.

* * Die Platzvergebung zum Verkauf von (Ehrt ft bäum en im Hofe der alten Bür­germeisterei wird im heutigen Anzeigenteil aus­geschrieben. Interssienten seien besonder» darauf

agsrückfahrkarten der Reichs­

bahn. Zu Weihnachten und Neujahr gibt bie Reichsbahn roieber Festtagsrückfahrkarten mit einer Fahrpreisermäßigung von 33' , v. H aus Die Karten gelten in der Zeit vom 22. Dezember 0 Uhr bi» zum 2. Januar 24 Uhr an allen lagen zur Hin- und Rückfahrt. In Verbindungen, für die fer­tiggebruckte Sonntagsrückfahrkarten nicht auffiegen, müssen bie Karten spätestens zwei Tage vor Antritt der Reise gelöst ober bestellt werben. Der Vorver­kauf beginnt bereits am 12. Dezember.

* Lebensrnittel - Verdingung. Die Küchenverwaltung unseres Bataillons kündigt heute in einer Bekanntmachung die Vergebung von Le­bensmittellieserungen am 4. Dezember an. Inter- essenten seien auf die Bekanntmachung hingewiesen.

** Keine Geschenke in Gastwirtschaf, ten ! Von der Kreisverwaltung Gießen de» RED. (Reichseinheitsoerbands des deutschen Gaststätten- geroerbe») wirb uns geschrieben: Bon unserer (Rau- Verwaltung in Darmstadt wird uns mitqeteilt, daß sämtlichen Wirten die Abaabe von Geschenkartikeln jeglicher Art, Essen und Freibier ufro an Niko- laus-, Weihnachtstagen, Siloefter und Neujahr untersagt wird und diese kostenlosen Abgaben unter das Zuqabewesen fallen.

Morgen keine kommunalpolitische Tagung der NSDAP, in Frankfurt. Durch eine Verfügung be» Lester» der kommunal- politischen Abteilung im Gau Hessen-Nassau der NSDAP. Pg. Linder ist die für den morgigen Sonntag nach Frankfurt a. M einberufene kom­munalpolitische Tagung abgesagt worden. Voraus­sichtlich wird die Tagung am 10. Dezember statt- finden

Bl» auf weiteres keine Einstel- l u n q s m ö q I i kh k e i t e n bei brr Landes- polizei Das Staatspresseamt teilt mit: Es liegt zur Zeit eine derartig vroße Anzahl von Bewer- bungsgefuchen um Einstellung in die Landespolizei vor, daß weitere Bewerbungen in nächster Zeit leider feine Berücksichtigung finden können. Die Ein- stellungen in die Lanbesvolizei erfolgen am 1 April und 1 Oktober eine» jeden Jahres Zu geeigneter Zeit wird In der Prelle befanntgeaeben werben, wann Bewerbungsgesuch'' mieb-r angenommen wer­den können und in roeldi-m llmanne die Einstel- lung erfolgt Für diesen Fall sind künstln all- Be- roerbunasaesuch- an die Land-svolizeischule Darm­stadt. Holzhofallee 36, zu richten ff* wird aus- dr'"'cklich darauf hinncroiefen, daß die fflnfteffunnen nicht in der Reihenfolge be» Eltmanns d-r Gesuche erfolorn, sondern einzig und allein nach b»-' Ge­eignetheit. Der Bebars an Bewerbern mit höherer

hingewie-sen Festt

besuchte schon 1856 Bad Soden am Taunus. Er kannte und schätzte die Heilwirkung der Mineral- Quellen.