Ausgabe 
25.9.1933 Erstes Blatt
 
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Mchsmmister Sr. Goebbels sprich! im Stadion

mer und immer wieder i n d a s

inun«

in der Zeit meines in Deutschland von

Ich bin, meine Arbeiter, Kampfes um die Macht

Die Irrer des ersten Spatenstiches zur ersten Aeichsaulobahn.

Des Reichskanzlers Besuch in Frankfurt.-Oer Arbeiter im neuen Reich.-Oas Werk beginnt

Volksgemeinschaft (Beifall), einer Gemeinschaft, die uns als Volk und als Staat das geben wird, was wir mit Recht auf dieser Welt fordern und verlan­gen dürfen. So bitte ich Sie denn: Gehen Sie jetzt zur Arbeit! Der Ban muß heute beginnen! Das Werk nehme seinen Anfang! Und ehe wieder Jahre vergangen, soll das Riesenwerk zeu­gen von unserem Dienst, unserem Fleiß, unserer Fähigkeit und unserer Entschlußkraft. Deutsche Arbeiter, an das Werk!

Die deuischeLugend der Garant der Ein­heit und Stärke der Nation.

Veichsminister Or. Goebbels spricht am Aiederwald-Oenkmal auf einer Kundgebung für Arbeit und Friede.

wir für Volk und Vaterland unsere Aufgabe er­füllen werden, marschieren wir nun in die Zukunft als Träger des ewigen soldatischen Geistes und als die Wahrer der Rechte des So l d a t e n. Was in der rückliegenden Zeit falsch war, daß der Soldat nur als Soldat anzu­treten hat, das wird geändert werden: in der Zu­kunft wird der Soldat auch politischer Sol- d a t sein und in der politischen Gestaltung seines Vaterlandes mitraten und -taten (Beifall), und dessen Geistesträger sind wir. Wir marschieren g e - schlossen, einheitlich und st art und blei­ben die einfachen, treuen und schlichten Soldaten Adolf Hitlers. (Lebhafter Beifall.) Und nunmehr bitte ich, mit mir das Lied des revolutionären Sol­daten zu singenVolk ans Gewehr", das das ganze deutsche Volk mit dem soldatischen Geist er­füllen soll, wofür wir Jungen kämpfen und dessen Repräsentanten und Kämpfer auch Sie, Männer vom Stahlhelm, sind!

In strammem Paradeschritt defilierten dann die Frontsoldaten vor den beiden Führern Seldte und Röhm, die mit erhobenem Arm die vorüberziehen­den Kolonnen grüßten. Und wieder ziehen die ab- rückenden Kolonnen durch die sonntäglichen Stra­ßen, in denen eine dichtgedrängte Menschenmenge den feldgrauen Gästen einen herzlichen Abschieds- aruß zuwinkt. Der Stahlhelmtag von Hannover ist beendet.

Nation. Die erste Stufe des Freiheitskampfes, das Erringen der inneren Freiheit, hätten wir erreicht, weil die nationalen Menschen in Deutschland sich zusammengetan und nicht, wie so oft in früheren Zeiten deutscher Geschichte, sich im Bruderkampf gegenübergestanden hätten. Das Ziel sei erreicht worden, weil es gelungen sei, die starken nationalen Kräfte unter die Führung Adolf Hitlers zu stellen. Unter seiner Führung würden wir auch die zweite große Stufe, die äußere Freiheit, wiedergewinnen. Die beiden Bedingungen, die man dafür brauche, seien Hingabe und Begei­sterung. Immer geht es um das eine, immer nur um Deutschlands Zukunft.

Mit einem drei achen Sieg-Heil! auf Deutschland und seine Zukun t schloß die Rede des Bundes- führers. Gewaltia klang das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lieb auf.

Stabschef Röhm

führte dann aus: Sie, meine Kameraden vom Stahl­helm, sind zu einem Teil ganz in unsere Reihen ein­getreten, nämlich vom Wehrstahlhelm in die SA., und ich als vom Führer bestellter Ehef des Stabes reiche Ihnen die Hand und begrüße Sie in unseren Reihen a l s gleichberechtigte K ä m p sie r. (Lebhafter Beifall.) Als Grenze ist das Alter von 35 Jahren vereinbart worden. Die a l t e n Frontsoldaten sollen in erster Linie in den

denen, die selbst vorgaben, Arbeilerinteressen zu verlrelen, oft angegriffen worden mit dem Hin­weis auf meine Herkunft. Damals pflegte man zu sagen: Vas will denn der ehemalige Bau­arbeiter oder Anstreicher eigentlich? Ich bin glücklich und stolz, daß mich das Schicksal ge­zwungen hat, diesen Weg zu gehen. So habe ich vielleicht mehr als andere Verständnis be­kommen für den deutschen Arbeiter, für fein Vesen, für sein Leid, aber auch für seine Le- bensnotwendigkeiten (Bravorufe). Wenn wir dieses Werk heute beginnen, dann tue ich es aus diesen Gefühlen, aus diesen Erfahrungen meines eigenen Lebens heraus; ich weiß da- her auch, daß das, was heute mit einem Jeff beginnt, für viele hunderltausende Mühe und Schweiß bedeuten wird. Ich weiß, daß dieser Tag des Festes vergeht, daß die Zeiten kom­men, da Regen, Frost und Schnee dem Ein­zelnen die Arbeit sauer und schwer machen werden. Aber es ist notwendig, diese Arbeit muh getan werden; uns hilft niemand, wenn wir uns nicht selbst helfen.

Wenn Ihr heute eine schwere Arbeit übernehmt und in den harten Zeiten des Herbstes, des Winters und des Frühjahrs weiter führen müßt, dann sorgt Ihr dafür, daß durch eure gesteigerte Konsumkraft wie­der Hunderttausend andere in Fabriken und Werk­stätten Arbeit bekommen. Es ist u n s e r Z i e l, d i e Konsumkraft der Massen langsam zu heben, und auf diesem Wege die Produktions­stätten mit Aufträgen zu versehen und die deutsche Wirtschaft wieder in Bewegung zu bringen. Ich bitte euch daher, stets au bedenken, daß es heute nicht in unserem Ermessen steht, welche Arbeit wir zu wählen haben. Ich bitte euch zu bedenken, daß wir in einer Zeit leben, die das Wesent.liche in der Arbeit an sich sieht, daß wir einen Staat aufbauen wollen, der die Arbeit schätzt um ihrer selbst willen und der den Arbeiter achtet, weil er eine Pflicht an der Ration erfüllt, einen Staat, der durch seinen Arbeitsdienst jeden erziehen will, jedes Söhnchen auch hochgeborener Eltern zur Achtung der Arbeit, zum Respekt vor der körperlichen Tätigkeit im Dienste der Volksgemein­schaft. (Beifall.) Wir wollen unser Volk erziehen, daß es sich entfernt von dem Irrsinn der ständischen Ueberhedlichkeit des Standesdünkels, der Einbil­dung, daß nur die geistige Arbeit zu schätzen märe, daß das Volk begreife, daß jede Arbeit, die not­wendig ist, ihre Träger adelt und daß nur etwas schändet, nämlich nichts beizutragen zur Erhaltung der Volksgemeinschaft, nichts beizutragen zur Erhaltung des Volkes. Indem wir Hunderttausende ansetzen für große monumentale, im möchte sagen Ewigkeits­werte in sich tragende Arbeiten werden wir dafür sorgen, daß das Werk sich nicht mehr trennt von Denen, die es geschaffen haben. Man soll in Zukunft nicht nur an die denken, die es projektiert ober die es als Ingenieure in Pläne brachten, sondern auch an die, die durch ihren Fleiß und ihren Schweiß die Pläne und die Gedanken verwirklichen zum Nutzen des ganzen Volkes.

So kann ich mir in dieser Stunde nichts Schöneres denken, als daß sie nicht nur eine Stunde der Ein­leitung zu dem Bau dieses größten Straßennetzes der Welt, sondern daß diese Stunde zugleich wie­der ein Markstein sei für den Bau der deutschen

morgen nach Genf abfahren muß, um in einer fremden Umgebung die Sorgen, die Röte und Bedrängnisse der deutschen Ration darzulegen und der Welt klar zu machen, daß der Zustand, in dem Deutschland sich augenblicklich befindet, internatio­nal gesehen f a ft unerträglich ist, daß Deutsch­land fein Recht auf Arbeit und Brot fordern muß, daß wir den Frieden wollen, daß wir den Krieg zu verhindern bestrebt sind, daß wir nur einen Krieg zu führen uns entschlossen haben: den Krieg gegen die Rot und gegen d i e Arbeitslosigkeit. Von dieser Stunde, in der ich auf diese Rielenmasse herabsehe, empfange ich die Zuversicht, mit Der ich mich wapp­nen will, wenn ich zum erstenmal als nationaler Sozialist auf internationalem Parkett meines eige­nen Volkes zu vertreten beauftragt bin.

Das weiß die Regierung allzu gut, jeder Versuch, Volk und Reich zu retten, wäre zur Ergebnislosig­keit verurteilt, wenn hinter diesem Versuch nur die Regierung, nicht aber das Volk stünde. Darum hoben wir um dieses Volk, um sein Herz, um seine Seele gerungen, darum sind wir den schweren Problemen der Zeit nicht ausgewichen, sondern haben Gegenmaßnahmen gegen die Rot getroffen. Und heute können wir feststellen, daß Die Zahl der Arbeitslosen, die, als wir die Macht übernahmen, sieben Millionen betrug, nach und nach auf vier Millionen herabgedrückt wurde. Wenn behauptet wird, daß unsere Gegner das Gleiche hätten er­reichen können, wenn sie über die gleichen Mittel verfügt hätten, so müssen wir dem entgegenhalten, daß es ihnen an drei Hauptpunkten ge­fehlt hat: 1. an Intelligenz, 2. an Mut und 3. an Verachtung der Korruption. Von diesen drei Tugenden hatten unsere Gegner so gut wie nichts» An Intelligenz hatten sie nichts auszuweisen. An Mut gebrach es ihnen vollkommen. Die Korruption lernten sie nicht verachten, sie war ihr Lebens* element. Man macht uns zum Vorwurf, es bestehe! keine Meinungsfreiheit. Die Freiheit der Meinung hat 14 Jahre lang geherrscht, und bei diesem System der Freiheit der Meinung hat sich das Volk für uns entschieden. Warum futtert wir noch einmal von vorn anfangent Die nationalsozialistische Bewegung hat nicht bii Absicht, zu fackeln, wenn es sich um die Belangs des deutschen Volkes handelt. Das deutsche Volk braucht Ruhe, um arbeiten zu ton« nen. Die Arbeit geben wir ihm. Wenn behauptet wird, daß im Winter die Ziffer der Arbeitslosen wieder ansteigen wird, dann erklären wir, daß mir mit allen Kräften.dafür sorgen werden, und es auch bestimmt erreichen werden, daß im Laufs des Winters die Zahl der Arbeitslosen nicht unt einen Kops wieder anwächst. In diesem Winter wird kein Mensch hungern ober frieren. Mit einem dreifachenSieg Heil!" auf den Führer, auf bis Bewegung und Das deutsche Volk schloß der Reichs- minifter seine Ausführungen,

Rüdesheim, 24. Sept. (Lpd.) Dem Gau Hes­sen-Nassau gab das 50jährige Bestehen des Natio­naldenkmals auf dem Niederwald Gelegenheit zu einer Kundgebung, die als ein Appell an das Volk, der Einheit des Deutschen Reiches zu gedenken und der Welt die Parole des Führers von Arbeit und Friede zu künden.

5000 Mitglieder der NSBO., 5000 Hitlerjungen und Jungvolk versammelten sich am Niederwalddenk­mal, die einen als Symbol der Arbeit, die anderen, die Jugend, als Symbol des Frie­dens. Schon in den frühen Morgenstunden war in den Orten des Rheingaues kein Fenster ohne Flagge, kein Haus ohne Grün. Man erwartete Reichsminister Dr. Goebbels, der vor seiner Reise nach Genf vom Niederwald aus noch einmal der Welt die Ziele des nationalsozialistischen Deutsch­land verkünden wollte. Reichsstatthalter und Gau­leiter S r e n g e r begrüßte die Reichsminister Dr. Goebbels und Walter DarrS, Staatsminister Jung,

Als der Kanzler nach Schluß seiner Rede den Spaten ergriff, um ben ersten Wurf vorzu- nehmen, ging am Flaggenmast die Hakenkreuzfahne hoch, und die aus der Arbeitsstelle befindliche Loko­motive gab ein lang anhaltendes Pfelfensianal, mit dem die Sirenen der Mainschiffe und schließlich aller Frankfurter Fabriken sich zu einer gewaltigen Symphonie der Arbeit vereinigten. Nachdem der Reichskanzler die Baustelle eingehend besichtigt und Einblick in die Baupläne genommen hatte, erfolgte d i e Rückfahrt nach Der (Stabt zur feier­lichen Weihe des neuen Gauheims. Auf dem Wege dorthin waren die Straßen von dichten Menfchen- massen umsäumt, die dem Führer begeisterte Huldi­gungen darbrachten.

Oie Weihe

des Adols-Hiiter-Hauses.

Im neuen Gauhaus begrüßte Gauleiter Spren­ger ben Führer, biefes Gauhaus fei hervorgegan- gen aus ber Opferwilligkeit ber Parteigenossen. Hier, vor ihm, stäuben sozusagenb i e alten Knoche n" des Gaues, denen der heutige Tag als ein Höhepunkt ihres Lebens in Erinnerung bleiben werde. Der Gauparteitaa des Gaues Hessen- Nassau stehe im Zeichen der ParoleArbeit und Friede", im Zeichen der vierjährigen Wiederauf­bauarbeit des deutschen Volkes. Darauf überreichte Gauleiter Sprenger dem Führer das Ehren­geschenk des Gaues.

Der Führer dankte mit bsn Worten:Mögen Sie Glück haben, möge Ihr neues Gauhaus ber Befestigung unserer Bewegung bienen und damit ber endgültigen Eroberung unseres deutschen Vol­kes!" Der Führer verabschiedete sich darauf, um ben Weiterflug nach Hannover zum Stahlhelmtag an­zutreten.

Darauf marschierte bieAlte Garde" des Gaues, die Parteigenossen von 1925, mehrere Hundert an der Zahl in den Großen Saal des Gauhelmes zur Entgegennahme des vom Gauleiter Sprenger gestifteten Ehrenzeichens. Darbie­tungen ber Hitlerjugenb umrahmten den feierlichen Akt.

WSN. Frankfurt a. M., 23. Sept. Der Platz, auf dem ber erste Spatenstich zu ber Main-Neckar- Autodahn vollzogen wurde, liegt dicht am Ufer des Mains zwischen Niederrad und Schwanheim. Arbeiterhütten, Feldbahnen, ein ausgestelltes Profil für bie Autobahnbrücke über ben Main, sowie ein einziger Fahnenmast, bas ist ber Platz, auf bem ber feierliche Staatsakt vor sich ging, Schon lange vor Beginn ist ber Platz von einer dichten Menschenkette umsäumt. Aus bem Main fährt, festlich geschmückt, die mit vielen tausend Menschen besetzte Mainflottille auf. Endlich bricht auch die Sonne durch den bis dahin grau verhäng­ten Himmel durch. Um 10 Uhr marschieren unter Vorantritt einer SA-Kapelle b i e 7 0 0 neu ein- g e ft eilten Arbeiter mit Hacke unb Schippe über ben Schultern auf der Arbeitsstätte auf. Ihre Angehörigen gruppieren sich dahinter. Allmählich finden sich bereits mehrere Ehrengäste ein, darun­ter der Reichsbankpräsident Dr. Schacht und der Führer der deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, ber mit kräftigem Hänbebruck eine ganze Reihe von Arbeitskameraden herzlich begrüßt.

Um 10.45 Uhr verkünden Heil-Rufe die An­kunft des Führers. Langsamen Schrittes schreitet er mit feiner Begleitung dem Platze zu unb reicht Dr. Schacht, Dr. Dorpmüller unb vielen anberen bie Hand. Eine Gruppe Kinder überreicht dem Führer prächtige Blumensträuße, für bie er sichtlich bewegt bankt unb jebem ber Kinber bie Hand schüttelt. In der Begleitung des Kanzlers befanden sich ber Reichswehrminister Generaloberst von Blomberg, ber Chef ber Marineleitung Admiral Räder, Staatssekretär Körner als Vertreter des preußischen Ministerpräsidenten, der Stellvertreter des Führers, Heß, der Reichsfinanz­minister Graf Schwerin-Krosigk und der Verkehrsminister Frhr. Elz von Rübenach.

Nun eröffnet der Leiter der Landesstelle Hessen- Nassau des Reichsprapagandaministeriums, Mül­ler-Scheid, den feierlichen Festakt. Es fei für Frankfurt eine besondere Genugtuung, daß heute hier die erste Reichsautabahn eröffnet werden könne, da ber Gebanke ber Reichsautobahnen schon seit oielep Jahren von einem Frankfurter Partei- ?enossen, Generalbirektor Hof, gepflegt unb ge- örbert worben sei.

Der Reichsstatthatter in Hessen, Gauleiter Sprenger, begrüßt ben Führer im Namen aller, bie von jenem Geist erfüllt sinb, ben ber Führer zuerst ge= prebigt habe: Oft sinb Sie zu uns gekommen und haben uns durch Ihr persönliches Beispiel Mut ge­geben und uns den^Glauben erhalten, daß letzten Endes Ihr Wille in Deutschland zum Siege ge­lange, baß bas beutsche Volk sich letzten Enbes zu Ihnen, zum Nationalsozialismus, bekennt. Wir alle sinb uns bewußt, baß sich burch Ihre Tatkraft Mil­lionen Hänbe regen in allen Gauen. Allenthalben dankt bas beutsche Volk es Ihrer Tatkraft, daß es nun ans Werk gehen kann. Wir sind uns bewußt, daß die Autobahn, die heute begonnen wird, ein Denkmal sein wird für den Führer, eine Tat Ihres hohen Willens und ein Ansporn unserer Nachfahren zu neuen Taten. Ich schätze mich glücklich, als Reichsstatthalter in Hessen Ihnen, mein Führer, mitteilen zu dürfen, daß der Grund und Boden zu diesem Werk kostenlos zur Verfügung gestellt wer- den wird. So sollen alle tätigen Anteil haben unb alle in ber Fortsetzung biefes herrlichen Werkes in Arbeit kommen. Daß Sie, meine Volksgenossen, das tun wollen unb in unverbrüchlicher Gefolg­schaft und Treue zum Führer stehen, jeher fein bestes einsetzes will, um bas Werk zu vollenben, das schworen wir mit einem dreifachen Sieg-Heil!

Hierauf meldete der Generalinspektor für das deutsche Sstaßenwesen D r. To d t dem Führer die Arbeitsbereitschaft der ersten deutschen Reichsautobahn. Die Arbeiter seien angetreten, um auf den Befehl des Führers die Arbeit zu begin­nen. Der Vorsitzende des Vorstandes der Reichs­autobahn, Generaldirektor ber Reichsbahn Dr. 2) orp müll er, überreichte nun bem Führer ben Ehrenspaten mit folgenben Worten:Wir stehen beute am Beginn einer sehr großen Arbeit. Sie hat ihre große Bebeutung nicht nur für bas beut­sche Verkehrswesen, sondern im weitesten Sinne für bie beutsche Wirtschaft unb wirb erst in späte­ren Jahrzehnten oollstänbig geroürbigt werben. Ich danke dafür, daß Sie die deutsche Reichsbahn und die deutschen Autobahnen zusammengeschlossen ha­ben zum Nutz und Frommen unseres Vaterlandes." Unter Heilrufen ergriff darauf ber Reichskanzler das Wort.

Oie Rede des Führers.

Meine Herren Minister, meine Herren Präsi­denten ber Reichsbahn unb Reichsbank, meine Herren Statthalter, Gauleiter, Parteigenossen und meine beutschen Arbeiter! Wir stehen heute am Beginn einer gewaltigen Arbeit. Sie wird in ihrer Bedeutung nicht nur für das beutsche Verkehrs­wesen, sonbern in weitestem Sinne für bie beutsche Wirtschaft erst in späteren Jahrzehnten vollständig gewürdigt werden. Dem Verkehr beginnen wir nunmehr neue Schlag- abernzu bauen! Neue Verkehrswege werden nun

sowie die Ehrengäste, unter ihnen ben 85jährigen Graf von K a n i tz, ber vor 50 Jahren bei Der Errichtung bes Denkmals die Ehrenkompagnie be­fehligte.

Reichsminister Or. Goebbels

begann dann: Schon dadurch, daß bie Jugend uns begeistert zuruft, wissen wir, daß unsere Auf­gabe zum guten Ende geführt wird. Nicht wer die Jugend hat, habe die Zukunft, sondern wer die Zu k u njt hat, her habe bie Jugend, das sei die Gewißheit her Regierung. Der National­sozialismus ist geradezu nichts anderes als das poli­tische Bekenntnis der deutschen Jugend zur deut­schen Nation. Deswegen ist es auch kein Zufall, daß die Jugend zur Bewegung kam, denn wir haben den Klassenkampf beseitigt, die Streitigkeiten vom Volke genommen unb die Nation zusammen- geschlossen. Wenn Deutschland von Anfang

WSN. Frankfurt a. M., 23. Sept. Anläßlich des heutigen ersten Spatenstichs zum Bau der Auto­bahnstrecke Frankfurt a. M. Heidelberg und bes Gauparteitags bes Gaues Hessen-Nassau fanb abends im Frankfurter Stadion eine Kundgebung statt, die von etwa 200 000 Menschen besucht war.

Oer Reichsstatthatter in Hessen Gauleiter Sprenger

eröffnete bie Kunbgebung. Dieser erste Gaupartei- tag nach bem Siege ber nationalsozialistischen Revo­lution ist zugleich ber erste Gauparteitag des Gaues Hessen-Nassau. Während bes Kampfes haben bie Gaue bis Ende vorigen Jahres nach eine getrennte Marschrichtung gehabt, allerdings geschlagen haben wir immer vereint. Und wir haben in ganz Hessen- Nassau gut geschlagen. Schon vor der Machtergrei- fung war es uns vergönnt, dem Führer eine Gefolg­schaft zur Verfügung stellen zu können, die mehr als die Hälfte der gesamten Bevölkerung umfaßte. Zur Zeit herrscht nur ein Verfassungsgesetz in Deutschland, das istderWil 1 e unseresFüh- r e r s Adolf Hitler. So wird die Partei Trä­gerin sein der Politik, und alle Maßnahmen werden vorgezeichnet werden durch die Partei. Wenn wir diesen Grundsätzen treu bleiben, dann, glauben Sie mir, bann ersteht hieraus, aus der Revolution zur Evolution, eine Verfassung, bie burch bie Tat bestä­tigt ist, und bie Ewigkeitswerte hgben wird. Ar­beit und Friede, das ist die Parole dieses ersten Gauparteitages Hessen-Nassau. Sie soll unsere Dauer-Parole bleiben. Jedes kleinliche Gezänk, das wir aus ber Vergangenheit kennen, jede Nioalität ber Städte am Main, gewachsen aus der Rivalität und Engstirnigkeit derer, die diesseits oder jenseits ber preußischen unb hessischen Grenzpfähle regierten, biefes Gkgeneinanber, biese Rivalität, ist unb bleibt verschwunden. Wir haben bie Re­volution geführt unb haben sie gewonnen, und nun wissen wir eins schon, wir wollen gemeinsam bie Träger sein des nationalsozialistischen deutschen Vol­kes und Staates. Wir werden treu zusammenstehen; wo der eine notleibet, wirb ber andere helfen. So­lange ich an dieser Stelle stehe, will ich Garant sein unb bleiben bes Auftrags, der mir geworden ist. Treue Fürsorge für alle, die in diesem Gebiet leiden, aber auch Kampf, unerbittlicher Kamps allenGegnern,biedieEinheitjemals wieder stören wollen.

Oer Minister für Volksaufklärung und Propaganda Or. Goebbels

dankte zunächst bem Gauleiter Sprenger für bas, was er in seinem Gau geleistet habe. Dann fuhr er fort: Wir empfinben es als tief beglücfenb, im-

Reihen bes Stahlhelms als Teil ber na­tionalsozialistischen Bewegung auch unter bem Befehl Adolf Hitlers ihre besondere Ausgabe für das neue Deutschland der Ehre erfüllen. Wir wollen in ber SA. voran bie Jugend bes ganzen deutschen Volkes zum nationalsozialistischen Staat erziehen unb S i e als bie ruhmreichen Frontsolbaten, bie Sie braußen waren, sollen mit uns fämp- f e n und sollen an Ihrer Stelle bie Aufgabe erfüllen, die wir im deutschen Vaterland« von Ihnen verlan­gen. Vieles, was in den letzten Jahren versäumt und verschüttet worden ist an Soldatentum unb Sol­datengeist müssen Sie an Ihrer Stelle wieber heräusholen und für Deutschland als vollwer­tige Kämpfer auch Ihre Pflicht erfüllen. Unb bann, wenn unsere Aufgaben gegenseitig abgegrenzt find, und wenn jeder einzelne an seinem Platze weiß, was er tun muß, bann kann es auch keinerlei Rei­bungen und Meinungsverschieden­heiten mehr geben, bann ist bie Einheit auch in dieser Richtung gewährleistet. Sie haben so unend­lich viel zu tun, baß Sie uns unsere Aufgabe ruhig überlassen können. In ber einen Kolonne mar- schieren mir mit ber Iugenb, und in der anderen Front marschiert der erfahrene Kämpfer des Weltkrieges. Sie sollen die Tradition weiterbewahren, wir wollen ber deutschen Tradition in unseren Reihen würdig werden.

Mit frischem Mut, mit neuer Kraft, stolzer Be­geisterung und mit der heiligen Ueberzeugung, baß

terzu st eigen, um feine Schmerzen, seine Sehn­süchte unb seine Sorgen kennen zu lernen. Vor allem für mich ist es eine befonbere Freube, ba ich

in ber Gestaltung bes beutschen Autostraßenwesens die gebührende unb notwendige Berücksichtigung finden. In Jahrzehnten wird man bann ben Verkehr abhängig sehen von biefen neuen großen Ver­kehrsstraßen, bie wir nunmehr burch ganz Deutschlanb ziehen wollen. 6400 Kilometer sinb ber erste Beginn biefes Werkes. Ich weiß, baß biese gigantische Arbeit nur benfbar istburch bie Zusammenarbeit vieler, baß biefes Werk nie hätte entstehen können, wenn nicht, angefangen vom Kabinett, ber Reichsregierung, über bie Deutsche Reichsbank unb bie Deutsche Reichsbahn bie Erkenntnis ber Große biefes Werkes Platz gegriffen hätte unb ber Wilke, biefes Werk z u verwirklichen. Wir kämpfen bamit zugleich an gegen bie schwerste Not und das tiefste Unglück, bas über Deutschland im Laufe ber letzten fünfzehn Jahre gekommen ist. Der Fluch ber Arbeitslosigkeit, ber Millionen Menschen au einer unroürbigen unb unmöglichen Lebensfüh- führung oerbammt, muh beseitigt werben. Wir sinb uns herüber klar, baß ber Kampf gegen bie Arbeits­losigkeit nicht von heute auf morgen zum vollen Erfolg führen kann, aber wir sinb uns auch klar barüber, baß bieser Kampf unter allen Um- stäuben burchgesührt werben muß. Wir sinb entschlossen, es zu tun, benn wir haben ber Nation bas Gelöbnis abgelegt, biese Not zu be­seitigen (stürmische Heilrufe). Vier Jahre haben wir uns damals ausgebeten unb wollen biese vier Jahre nützen zum Segen unb Frommen unseres beutschen Volkes unb bamit in erster Linie für ben beutschen Arbeiter