Ausgabe 
25.4.1933 Erstes Blatt
 
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weise auf 6 bis 8 Prozent stellen würbe. Der Geschäftsführer Werner wurde beurlaubt, der 1 Vorsitzende Jäger verhaftet. Werner hat dar­auf Selbstmord begangen. Mit der kommissari­schen Geschäftsführung wurde Diplomkaufmann Mück (RSDAP.) beauftragt. Don den Gesamt- einnohmen des vergangenen Jahres in Höhe von 4.0 000 Mk- wurden rund 100 000 Mk. für Gehälter, Pensionen und llntoftcn der Geschäfts- sichrer verbraucht.

Kunst und Wiffenschast.

Eine Erklärung

de» Rektor» der Berliner Universität.

Berlin. 2.5. Sprit (CND. Funkspruch.) Zu Blättermeldungen über einen Konflikt an der Ber- liner Universität wegen der Stellungnahme des R e k t o r s .Professor Dr. Kohlraufch zu dem von ber Berliner Studentenschaft anaeichlagenen zwölf SätzenWider den undeutschen Geist" über­gibt Professor Kohlrousch der Oeffentlichkeit eine Er­klärung, in der es heißt: Als am vergangenen Frei- tag die Vertreter der Deutschen Studentenschaft be­antragten, das Plakat im Vestibül der Universität auszuhängen, habe ich den Aushang wegen zweier Sätze beanstandet. Als der Aufruf trotz Versagung der Genehmigung angebracht wurde, habe ich den Studierenden meine Bedenken über seinen Inhalt nicht verhehlt. Ich erklärte, daß ich, da der Anschlag nun einmal angebracht sei, darüber, ob er wieder obzunehmen sei, die Entscheidung des cherrn Ministers einholen werde, der für einige Tage von Berlin abwesend war. Die Mittei­lung, daß ich das Rektorat des Aushangs wegen niedergelegt hätte, trifft nicht zu.

Kulturpolitische Arbeitsgemeinschaft deutscher Hochschullehrer.

Die Ansana März in Frankfurt gegründete Kul­turpolitischer Arbeitsgemeinschaft deutscher Hochschullehrer, die als eine Gesinnungs-, Arbeits- und Kampsgemeinschaft auf völkischer Grundlage gedacht ist, hielt in der Frank­furter Universität ihre erste Tagung ab. Einleitend stellte Prof. Ernst K r i e rf vor den 123 Teilneh­mern aller deutschen Hochschulen, zu denen auch ein Vertreter der Deutschen Studentenschaft geladen war, fest, daß die Arbeitsgemeinschaft keine Kon­junkturpolitik treiben wolle, sie wolle nur durch Aussprache die positive Aufbauarbeit an der neuen deutschen Hochschule fördern. Zum ThemaDie Erneuerung der deutschen Hochschule" entwickelte Prof. Klausing, Frankfurt a. M., eine Reihe von Leitsätzen. Die Erneuerung ist un- obweisbar, heißt es darin, sie burf aber nicht revo­lutionäre Vernichtung bes unersetzlichen alten Be- stondes an Einrichtungen versassunas- und verwal- tungsmäßiger Art, an Arbeitsweisen unb Ergeb­nissen wissenschaftlicher Forschungs- unb Lehrtätig, feit bebeuten: insoweit ist bie Erneuerung durch planvolle Um. und Fortbildung des Vorhandenen anzustreben. Die einheitliche Ausrichtung von For- . schung und Lehre sowie aller Bildungsarbeit auf die Werte des Volkstums, auf die Heranbildung einer sittlich, geistig und körperlich hochstehenden und wehrhaften Jugend und die Schaffung einer völkischen Gemeinschaft aller Deutschen und eines innerlich gefestigten, nach außen unabhängigen, deutsche Eigenart verkörpernden Staatswesens ist aus dem Bereich gefühlsbetonter Ueberzeugung in das wissenschaftliche Bewußtsein zu heben unb mit den Mitteln der Wissenschaft planmäßig zu ver­wirklichen. Volkstum und Staat bedeuten eine Er­weiterung der hochschulmäßigen Arbeit auf Lebens- erscheinungen bis zu den Grenzen menschlicher Er­kenntnis. Lehrer unb Schüler haben in geistiger Grundhaltung und Lebensführung sowie in den äußeren Gestaltungs- und Betätigungsformen der gesamten Hochschule den Gedanken ihrer Volksverbundenheit vorbildlich zu ver­körpern: sie können nur hieraus den Anspruch auf Führerschaft im Volk rechtfertigen. Bei der Zulas- sung zum Hochschulstudium ist den Hochschulen eine stärkere Mitwirkung bei der Auslese als bisher zu ermöglichen. Neben ber körperlichen Ertüch - tigung ber studierenden Jugend und ihrer Erzie­hung zur Wehrhaftigkeit hat die Hochschule aus un­gemein wichtigen volks- und staatspolitischen Grün­den alle Veranlassung, sich der W e h r f r a g e auch nach ihrer wissenschaftlichen Seite auf allen Gebie­ten ihrer Tätigkeit anzunehmen. Die Hochschule muß Vorsorge treffen, daß wehrwissenschastliche Fragen künftig in zulänglichem Umfang und mit der erforderlichen Vertiefung behandelt werden. Die Hochschulen sind in erhöhtem Maße zu geschlos- fenen Selbstverwaltungskörpern im Rahmen der gesamten SelbstverwaltungseinrichtunLen zu ma- chen. Der Gedanke einer Nichtzuständigkeit des Staates in den Fragen der Wissenschaft und ihrer Lehre ist abiulehnen. Vielmehr gebührt dem Staat im gesamten Hochschulwesen bie ober ft e Führung. Sämtliche Hochschulen sind zu einem einheitlichen Gesamtocrband zusammenzuschließen. Ihm ist die deutsche Studentenschaft ein- ober we­nigstens anzugliebern.

Aus aller Welt.

Hitler-Geburtslagsfeier in Reuyork.

Unter starker Beteiligung reichsdeutscher und deutsch-amerikanischer Verbände veranstaltete der Bund der H"ler-Front in Reuyork eine ein­drucksvolle " Hitler-Geburtstagsfeier. Ansprachen hielten Generalkonsul Kiep, der Landesleiter des DundeS der Hitlersreunde, Heinz

Spanknoebel, sowie der Deutsch-Amerikaner Oberst Emerson im Hamen der amerikani­schen Freunde Deutschlands. Unter den Anwe­senden befand sich auch eine Gruppe der .Söhne Italiens", einer italienischen Vereinigung in Reuyork, die ein Bildnis Mussolinis überreichte. Die Versammlung fanbte an den Reichskanzler ein Glückwunsch- und Huldigungstelegramm.

OeiratMufgebot be» Prinzen Wilhelm von Preußen.

DaS Heiratsaufgebot des Landwirts Wilhelm Friedrich Franz Joses Christian Olaf Prinz von Preußen, wohnhaft in Stcrna- liy, KreiS Rosenberg, vor dem Standesamt in Schildberg, Kreis Goldin, mit Fräulein Dorothea v. Salvtati ist am Stadthaus in Bonn aus» gehängt worden. Die Trauung wird, wie man hört, Mitte Mai in Bonn stattfinden, jedoch ist der Tag noch nicht festgesetzt.

Fran von Papen Ehrenoorsttzende des Frauendieustes des VDA. Frau Vizekanzler v. Papen in Berlin hat den Ehrenvorsitz des Frauendienstes des Ver­eins für das Deutschtum im Ausland übernommen.

27. Deutscher 6angerlag in Dortmund.

Die Neuwahlen zum Vorstand des Deutschen Sängerbundes hatten folgendes Ergeb­nis: 1. Bundespräfibent Rektor Brauner- Berlin, stellv. Bundesvorsitzender Stadtrat Dr. h. c. Hans B o n g a r b, Saarbrücken, ber Führer des Deutschtums an der Saar, 2. Bundesvorsitzender Juftizrat Moorharb, Eichstätt, Führer bes Fränkischen Sängerbundes, Schatzmeister Dr. Her­mann, Frankfurt a. M., Obmann bes Musikaus- fchuffes Staatskapellmeister Dr. h. c. L a u g s , Kassel. Um das zwölfte deutsche Sängerbundesfest 1937 bewarben sich bie Städte Leipzig und Bres- lau. Die Versammlung entschied sich aus fultur- politischen Rücksichten und im Interesse der Grenz­landarbeit fast einstimmig für Breslau. Einen brei­ten Raum der Verhandlungen des letzten Tages nahm bie Gleichschaltung der bisher system- treuen Gesangvereine unb Ardeitersängerbünbe mit marxistischen Tendenzen ein. Die Ausnahme solcher Vereine in ben DSB. rief eine lebhafte Aussprache hervor. Man kam überein, die Vereine, bie sich um- stellen wollen, nicht zurückzuweifen, aber alle Vor­sicht anzuwenden. Maßgebend sollen für die Auf­nahme die Richtlinien des Kampfbundes für deut­sche Kultur sein. Das Gleiche müsse gelten für die Chorleiter, die 14 Jahre hindurch mit der Leitung der Arbeiterchöre glänzende Geschäfte gemacht hät­ten, um sich jetzt mit fliegenden Fahnen in das regierungstreue Lager zu schlagen. Weiter wurde beschlossen, Juden als Mitglieder nicht mehr auf­zunehmen und den Deutschen Sängertag 1934 in Saarbrücken unb 1935 in Königsberg abzuhalten.

Der vrkv. unter nationalsozialistischer Führung.

In ber letzten Sitzung bes Präsidiums des Ver­bandes reisender Kaufleute Deutschlands wurde es einstimmig begrüßt, daß getreu der Verbands- tradition, die m nahezu 50 Jahren unbeirrbar den Geist der nationalen Gesinnung gepflegt hat der Vorstand sich klar und entschlossen hinter die Regierung der nationalen Erhebung gestellt hat. Das Präsidium billigte die zur Gleichschaltung in den Verbänden der Wirtschaft bisher getroffenen Maßnahmen und beauftragte den Vorstand, für die Durchführung in allen Organen des Verbandes Sorge zu tragen. Die Mitglieder des Präsidiums legten ihre Aemter nieder, nachdem sie mit der Fortführung der Geschäfte das langjährige Mit­glied des Verbandspräsidiums und der NSDAP. Reinhard Sj e t n beauftragt hatten. Die Neuwahl des Präsidiums erfolgt in der am 27. Mai d. I. in Frankfurt a. d. Ober stattfindenden ordentlichen Generalversammlung.

Elnheilsverband der Apothekenbefiher und -angeffcllten.

Die aus dem Zusammenschluß des D e u t s ch e n Apothekervereins und der Rational- sozialistischen Arbeitsgemeinschaft deutscher Apotheker hervorgegangene, Apothekenbesiher und angestellte Apotheker, um­fassende Stondesgemeinschast deut­scher Apotheker veranstaltete in Berlin eine Kundgebung, zu der Apotheker aus allen Teilen des Reiches erschienen waren. Kommissar Dr. Heber erklärte dabei u. a.: Als Voraus­setzung für die Zugehörigkeit zur neuen Standes- gemeinschaft gelte das bestandene Apotheker­examen. Ein Unterschied zwischen Apotheken- besihern und Mitarbeitern werde standesmäßig nicht gemacht. Eine scharse Chrengerichlsbarkeit werde für unbedingte Sauberhaltung des Apo- thekerstandes sorgen. Nachdem ein Vertreter der Deutschen Pharmazeutengesellschaft die Freude des Apothekernachwuchses über die Gründung der Standesgemeinschaft zum Ausdruck gebracht hatte, erklärte der Referent für Apothekenfragen im preußischen Innenministerium und Reichs­fachschaftsleiter der RSDAP., Apotheker Fiel u. a., die Tatsache, daß sich die Apotheker als erster deutscher Stand zu einer wirklichen Stan­desgemeinschaft im Sinne der neuen Zeit zu­sammengefunden hätten, zeige erfreulicherweise, daß im deutschen Apothekerstande noch weit mehr deutsches Empfinden vorhanden sei, als man glaubte, hoffen zu können.

Reichstagung der deutschen versicherungsangestellten.

Der dem Zreihetlich-Rationalen Cewerkschosts- ring Deutscher Arbeiter-, Angestellten- und De-

Gebet und Religions-Llntem'cht in den hessischen Schulen.

Lehrerpersönlichkeit und Llnterrichtsgestaltung.

Darmstadt, 24. April. (WSN.) In einem all­gemeinen Erlaß an bie Schulleiter orbnet ber Minister für Kultus unb Bildungswesen heute an:

Glaube und Vaterlanb sind bie Grunb- lagcn unseres Staates unb bamit auch unserer Schulen.

Da in unserer Jugend ein neues Geschlecht her- anwächst, bas bie beutsche Zu t u n f t im Sinne ber nationalen Revolution m e i ft e r n soll, ruht bas Schicksal Deutschlanbs und damit auch unseres Hessenlandes auf den Schul­tern ber Lehrer unb Erzieher.

Darum sind wir entschlossen, eine Lrzleherwelt Zu schaffen, bie jeglichem Marxismus unb Frei- denkertum feindlich gegenübersteht unb deren letzte Stützen zerbricht.

Lehrer, die freidenkerische und marxistische Grund­gedanken inner» oder außerhalb der Schule offen ober geheim zur Auswirkung zu bringen wagen, können mit Ausübung ihrer Lehrtätigkeit an hessischen Schulen nicht mehr rechnen. Wir [tnb auch überzeugt, daß man feine weltan­schauliche Einstellung, befonbers wenn sie noch burch entsprechenbe j)anblungen erhärtet würbe, nicht wechseln kann, wie ein Hemd. Da ber Lehrer in erster Linie Erzieher sein soll, so beachte ich vor allem seine Seelen- unb Geisteshaltung unb sein von glühenber Liebe zu Gott, Volk und Vaterland getragenes ernstes Wollen.

Mir wollen Eharaktere formen, und darum ist Voraussetzung, daß die Lehrer selbst charakter- volle Persönlichkeiten sind. Sie müssen als solche die Hochachtung ihrer Gemeinde und die Liede ihrer Schüler besitzen.

Der Staat wird mit allen Machtmitteln die Grund­festen unseres Staatslebens: die Wehr, bie Ehre, bie Vaterlandsliebe, ben Go11esglau - ben, die Vater- unb Mutterliebe im Kinde zu verankern wissen. Ich ordne daher an:

1. der Tagesunterricht hat von nun an

in allen hessischen Lehranstalten mit Gebet z u beginnen und mit Gebet oder Lhoral zu enden. 3m Schulgebet soll die Bitte um bas Gelingen der Arbeit unseres Volkes, um ben Wie­deraufstieg des geknechteten Vaterlandes, die Für­bitte für die verantwortlichen Männer ber Ration, mithin für Reichspräsident und Reichs­kanzler. und endlich der Dank an den Sch ö p - f e r und Erhalter der Völker für die Hilfe an unserem Volke tag 1 lich zum Ausdruck kommen. Dem religiösen und na­tionalen Lehrer wird es gelingen, das Schulgebet nicht zu einer leeren schematischen Formel herab­sinken zu lassen.

2. Der Religionsunterricht ist von jeglichem in- tellektualistischen Betrieb freizuhalten. Religi­onsunterricht i st Dienst an derSeele des Kindes. Gottesglaubc und Persönlich­keitswert des Lehrers unb Erziehers müssen in einem lebenswahren, von religiöser Innigkeit er­füllten Unterricht zum Ausdruck kommen. Bei ber Unterrichts- und Erziehungsarbeit hat sich gebüh­rend ber hohe Wert ber beiden christlichen Kon­fessionen, ihre Bedeutung für das deutsche und hessische kulturelle und religiöse Leben der Ver­gangenheit, Gegenwart und Zukunst auSzuwirken. Die Unterrichtszeit für die evangelische und ka­tholische Konfession liegt vormittags, alle übri­gen Aeligionsstunden sind auf die Rachmittage möglichst auf Mittwochs und Samstags zu verlegen.

Unserer Parole entsprechend: .Rnsere Religion heißt Christus, unsere Politik heißt veutfch-

lanb, reichen sich in christlichem Sinne beide Konfessionen die Hand zu gemeinsamer kultu­reller Aufbauarbeit und zum Dienst für da» Ganze, für Gott und Volk, und damit im Kamps gegen den golf- und volkszerstörenden Marxis­mus und Bolschewismus.

Thristentum und Deutschtum sind die obersten Gesetze jeglichen Unterrichts.

amtenverbände angcschlossene Allgemeine Verband der Dersicherungsange- stellten hielt in Eisenach eine außerordentliche Führertagung ab. Es wurde erneut ein ernstes Bekenntnis zum nationalen und sozialen Staat abgelegt unb unter Beibehaltung ber bisherigen Ge- schästsführung eine weitgehende personelle Umgestaltung in den leitenden Der- bandsinstanzen vorgenommen, um unter ausschlaggebender Mitarbeit führender national- sozialistischer Kollegen eine Übereinstim­mung mit den Zielen der Reichs» regierung auch in ber praktischen Derbands- arbeit zu gewährleisten.

Korruption beim Landesfinanzamt Düsseldorf.

Der Obersteuerinspektor Lindemann vom Finanzamt Düsseldorf-Wettmann, ber vor Mo­natsfrist beurlaubt worben war, ist jetzt betrü­gerischer Machenschaften mit Steuer­schecks überführt worden. Er hatte eineSpar­und Darlehnskasse Düsselborf-Rord" gegründet, in der er viele ihm unterstellte Kollegen mit uiibeschränkter Haftung einzubeziehen verstand, die nun auf Jahre hinaus eines Teiles ihres Gehaltes verlustig sind. Lindemann hatte durch seine Hände gehende Eteuerschecks. die zur Ab­deckung von Steuerschulden dienen sollten, auf daS Konto seiner in Schwierigkeiten geratenen Darlehnskasse überweisen lassen. Eine Rücküber- weisung der in die Tausende gehenden Deträge an die Finanzkasse ist nicht erfolgt. Lindemann wurde auf Veranlassung der RSDAP.-Gaulei­tung in Haft genommen.

Bestätigtes Todesurteil.

Das Reichsgericht bestätigte das vom Schwur­gericht Altona gegen den 33jährigen Kaufmann Albert Schmitz in Elmshorn wegen Mordes verhängte Todesurteil. Der Angeklagte hatte 1931 den 2. Vorsitzenden des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbands (DHV.) in Elms­horn, den Kaufmann Rikolaus Petersen, durch Kopfschuß getötet. Die Leiche hatte er im Bei­wagen seines Motorrades durch die Stadt gefah­ren und dann in einen Abzugskanal geworfen. Schmitz gab die Tat zu. Er will vom Haß über­mannt worden sein, da ihm Petersen lange zu­rückliegende Unregelmäßigkeiten in ber Verbands­kasse nachgewiesen und ihn am Mordabend zur Rückzahlung des Fehlbetrags aufgefordert habe.

Erdbeben auf der Insel kos. 30 Tote, über 100 verletzte.

Auf ber italienischen Insel Kos im Aegäischen Meer hat sich ein schweres Erdbeben er­eignet. wobei 30 Personen getötet und über 100 verletzt wurden. Mehrere hundert Häu­ser wurden schwer beschädigt. Einige Häuser stürzten e i n und begruben die Insassen unter sich.

Berliner Borer in Notwehr erschossen.

Der Berliner Boxer Erwin Volkmar wurde im Verlause einer Schlägerei in Neukölln n i e ber­ge f d) o l f e n unb so schwer verletzt, baß er

kurz barauf im Krankenhaus ft a r b. Der Angreifer behauptete, er sei von Volkmar so hart bedrängt worden, baß er in ber Notwehr zur Waffe gegriffen unb geschossen habe. Der Täter wurde vorläufig feftgenommen.

Weitere Bürgermeifterernennungen in Hessen.

WSR. Darmstadt, 24. April. Die Presse­stelle ber Staatsregierung teilt mit: Die Amts­zeit nachstehender Bürgermeister wurde für be­endet erklärt und sie wurden durch folgende kommissarische Bürgermeister erseht: Bensheim: Beigeordneter P. Krenkel (be­soldet) durch Fritz Obst, Bensheim, (unbesoldet): Beigeordneter Hemmes durch I. Stoll (unbe­soldet), Gewerbelehrer in Bensheim; Lampert­heim: Be'geor^nrtec Kretschmar d-rch Schmiede- meister Zöller, Lampertheim; Zwingenberg: Bürgermeister Ehrhardt durch Diplomingenieur Georg Kessel; Elms-Wilmshausen: Bür­germeister Kaffenberger durch Landwirt Ludwig Walter; Oberbeerbach: Bürgermeister Bur­ger durch Beigeordneten Peter; Gronau: Für den verstorbenen Beigeordneten Keil ist H. Al­pers, Klausenmühle einzusehen; Seidenbuch: Beigeordneter Thaler durch Georg Fleischmann; Bensheim: Die Dienstzeit für den Bürger­meister Dr. Angermeier ist beendet; Lampert­heim: Die Dienstzeit für den Bürgermeister Keller ist beendet.

Keine Rabattmarken mehr.

WSR. Schotten, 22. April. Die in der Rabatt-Vereinigung Schotten zusam- mengeschlossenen hiesigen und auswärtigen Ge­schäfte haben den Beschluß gefaßt, vom Montag, 24. April, ab Rabattmarken nicht mehr auszugeben. Die Einlösung der bisherigen Rabattsparbücher wird bis zum 30. April er­folgen.

Wettervoraussage.

Heber Zentraleuropa hat sich im Lause der letzten Rächt ein ziemlich kräftiges, geschlossenes Hochdruckgebiet entwickelt, das sich von Skandi­navien südwärts bis über ganz Deutschland er­streckt. Obwohl die neue Ozeanstörung über den Britischen Inseln und Frankreich weiterhin ver­breitete Riederschläge verursacht hat, wird sie bei uns vorerst nicht zur Geltung kommen. Viel­mehr wird sich der hohe Druck zunächst be­haupten und meist aufheiterndes Wetter verur­sachen. Die Tagestemperaturen werden dabei sehr hohe Werte erreichen.

Aussichten für Mittwoch: Stellenweise etwas dunstig, sonst vielfach aufheiternd, tags­über sehr warm, trocken.

Aussichten für Donnerstag: Zunächst noch Fortdauer der Wetterlage.

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