Gperrzeit für Tauben
MWM-MMMNl
2041C
Waj Einzahlung auf WW« steigen Lssenstellen, Ueberweisung und Frankfurt a M. 3/210, Kasse des Stadt-. \ Abfuhrtag: Dienstag, den 28. d. 2H. theaters Gießen, erfolgt Uebersendung der Ablauf der Zahlungsfrist für unverbürgte Abonnements^arten. , . « . ... Holzgeldschuld am 15. April l. I. Bei Bar-
Dle zu zahlende siebte Rate betragt für. 3^uting bJ3 15. April 1933 4 0. H. Skonto
10 RM.
10
Nicolaus.
8
5
4700,77
5
6596,38
5457,90
3b, 4a, 4b - 17,53
14831,53
26885,81
7899,88
7231,39
2722,81
19
192,75
hemmam.Freilaufkomvl.Bit. 35.
60. BH. 39
Bamentoö
15967,48
419614
11996,48
89 319
2
3
61
323
324
66
16
2 31
529
5 16
10
9
10
3
1b
2a
2b
3a
Verkaufsstelle I
Verkaufsstelle II
Verkaufsstelle III
4. Immobilien
5. Mobilien
8,81 fm
3,26 Im 13,84 „ 14,15 „
*10,03 fm
15,09 „
5,19 „ ’ 2,82 fm
St., N, „ N, „ N, „ N, „ N,
Gießen, den 24. März 1933.
Bürgermeisterei Gießen. I. 23.: Dr. Seid.
3 „
3 „
25.Abon-
Gießen, den 23. März 1933.
Bürgermeisterei Gießen.
I. 23.: Dr. Hamm.
l.Kasse
2. Warenbestand Derkauss-
17854,08 4000,— 1000,—
500,—
7000,— 6342,61 7500,— 2131,—
Ruhholzversieigerung der Stadt Gießen.
Dicht am i, alter Pavillon, seine
Pflanzen erfüllte die Luft mit jenem eigenen süßen Geruch, der erschlafft und belebt zu gleicher Zeit. Hinteren Ausaang des Parks lag ein kleiner aillon, seine Läden waren geschlossen, aber durch ein winziges Spältchen drang Licht daraus
xjefzt
' Tab^o
Geschäfts-Drucksachen Rechnungen Briefblätter
Briefumschläge Postkarten
bei Brühl, Schulstraße? 6eschättskanen
Reihe 3—4
Sperrsitz Reihe 10—13,1.Rang
Reihe 5—6 und Logenrück- plätze
Sperrsitz Reihe 14—18, II. Rang Vorderplatz Reihe l Mitte
II. Rang Reihe 2—3 und II.
Rang vordere Seitenreihe
II. Rang Reihe 4—5
Die Einlösung muß vor der nementsvorstellung erfolgt sein.
Gießen, den 20. März 1933.
Die Bürgermeisterei.
I. 23.: Dr. Ham m.
ötttenuö (Balte) öo. Bit. 45.-
Bamenraü (Ballon) öo. Bll 49.-
Verland gegen Nachnahme. to»oD
Fr.LinkerHSohn
Gießen, Ludwigstraße 16.
stelle I Verkaufsstelle II Verkaufs-
Die Besitzer von Tauben werden aufgefordert, ihre Tauben während der Saat- 2063C vom 27. März bis 27. April 1933 einschließlich einzubehalten, andernfalls die Taubenhalter zu gewärtigen haben, daß sie bestraft und die Tauben von dem Feldjchutzpersonal abgeschossen werden.
Gießen, den 24. März 1933. Bürgermeisterei Gießen. J.V.: Dr. Hamm.
Die Holzversteigerung in Watzenborn am 8. d- 2TL ist genehmigt. ! Ausgabe der Abfuhrscheine bei den zu-
rm Rollen (2,50 m lang);
rm Rollen (2 m lang);
rm Scheit und Knüppel; 861 rm
Sodbrennen Mägenbesch werden
bei einem Mindcstbetrag von 10 RM. an. Gießen, den 24. Rkärz 1933. (2066D
Hessisches Forstamt Schlffenberg.
Lichen-Stammholz.
St., A, 3. Kl.
„ A, 4. Kl.
„ A, 5., 6. Kl. =
Duchen-Stammholz
St., N, 4. Kl.
„ N, 5. Kl.
„ N, 6. Kl.
Lschen-Stammholz.
St., 1., 2. Kl. =
abgegeben.
Es werden gegebenenfalls auch schriftliche Angebote, die bis 3. April 1933, 8 r.hr, bei uns eingegangen sind, berücksichtigt.
Siefern-Abjchnille.
17 St., N, 2a— 4a =
Einzelmöbel
Schrcibschränke, Büfetts, Schreibtische, Bücherschränke, Metallbetten, sowie Kleinmöbel aller Art
Aus eigener Werkstatte
Couches, Chaiselongues, Sessel, Kapokmatratzen, Patentmatratzen
ERNST RAU
Walltorstraße 37 Fernruf 2208
1 69
Durchforstungsreisig (mit Buche gemischt); 379 rm Reisig 3. Kl.
Buche: 360 rm Scheit und Knüppel;
511 rm Reisig.
(Erle: 5 rm Knüppel.
Nadelholz: 105 Stämme Kl. la bis 3b mit
42,84 fm;
898 Derbstangen 1. bis 3. SIL;
80 Stangen 4.Kl.;
56 rm Scheit und Knüppel;
257 rm Nutzreisig (lang eingelegt);
20 rm Kiefernreiser 3. Kl.
Krofdorf, den 24. März 1933. (2070D
Der Gemeindevorsteher.
WilL
131 Stück 3. Klasse.
Loseeinteilung nebst Verkaufs- und Zah- lunnsbedingungen werden unentgeltlich 2072C
Frankfurt am Main
PM-Märkte
TI. Mlrz, 8. Mat.
11 Juni. 16. Juli. 14. August, 1 Oktober. Durchschnittlich Auftrieb 400 Pferde all Rassen, auch Schladitplerde; gröSte Auswahl u. beste Gelegenh. I. Kauf od.Tausch Ein Besuch dies. Märkte ist zu empfehlen. Der Handel Sonntage verboten. 2047 V
Die Einlösung des siebenlen Abschnitts der Abonnements für Dienstag, Mittwoch und Freitag hat an der Theaterkasse, Jo° hannesstratze 3, zu erfolgen und zwar:
Montag, den 27. März 1933, für die Dienstag-Abonnenten.
Dienstag, den 28. März 1933, für die Mittwoch-Abonnenten.
Mittwoch, den 29. März 1933, für die Freitag-Abonnenten
in der Zeit von 10 bis 13 Uhr und von 16 bis 18 Uhr. 2045C
Ruh- und Brennholzverkauf
Aus dem Gemeindewald Krojoorf-Glei- berg kommen am Dienstag, dem 28. d. 2H., vormittags von 9 Uhr an, bei Gastwirt Moos in Krofdorf öffentlich meistbietend zum Verkauf: Distrikt 3 Jungferannen- wald, 4 Eichwald, 7 Seiles. 8 Krokel, 17 Dreiköppel, 25 Kopf und Sammelhieb: Eiche: 24 Stammabschnitte 3. und 4. Kl.
mit 13,65 fm;
Fichten-Derbjtangeu.
.036 Stuck 1. Klasse
149 SL 2. Klasse
e.ngetr. B. m. b. H.
Bilanz zum 31. Dezember 1932.
Aktiva Passiva
6. Beteiligung LHG.
7. Spar- u. Dorschußverein Wieseck Passiva.
1. Baufonds
2. Reservefonds
3. Betriebsrücklage
4. Geschäftsanteile
5. Guthaben der Lieferanten
6. Guthaben der LHG.
7. Gewinn 1932
Zur Lieferung von
Kerden, Oefen, Ersatzteilen oder sonstige in mein Fach einschlagende Artikel horA
Scliornslem-Aölsälze, Barnin rohre usw. usw., im Sinne de> Verordnung für Instandsetzungsarbei ten an Wohngebäuden und Umbauten, gewährleistet durch Reic. s-Zu- schüsse. halte ich mich bestens empfohlen. — Zu fachmännischer Auskunft sowie Angebot, ohne jeglichen Kaufzwang Ihierseits, bin ich jederzeit gern bereit.
Edgar Borrmann
Eisenhandlung • Gießen
stelle III
3. Außenstände
Ruhholzverkauf.
Am Dienstag, dem 28. d. M., 10 Uhr, werden im Gcmeindewald Fronhaufen 53 Eichenstämme mit 38,5 im Inhalt öffentlich meistbietend an Ort und Stelle verkauft. 210<jD
Bedingungen werden vor dem Termin bekanntgemacht.
Zusammenlunft bei den Hainbuchen.
Der Waldvorstand. Schnabel.
Montag, den !7^März, nachmittags ab 2 zchr, zorts^hung der Versteigerung in der ^udwigstrage 29, im 1. Stock:
1 Speisezimmer, bestehend aus Büfett, Kredenz, Ausziehtisch, 8 Lederstühlen und 1 Stanouhr, 1 Serviertisch, 1 bkähtijch, 1 Lampe, verschiedene Bilder und Gardinen 1 Herrenzimmer, dreitüriger Bücherschrank, Schreibtisch, 1 Tisch, 1 Schreibtischsessel, 2 Klubsessel, 1 Sofa, 1 Lampe, mehrere Bilder, einzelne Möbel: 1 Büfett (schw., Eiche), 1 Bücherschrank mit Vitrine, 1 Sofa, 1 runder Tisch, 1 Sekretär, 1 Kleiderschrank (Kirjchbaum), Bilder, Nipp- und Auf- stcllsachen.
Ferner: 3 Oefen, 1 spanische Rollwand. Versteigerung bestimmt.
Ludwig Harimetz
Auktionator und Taxator.
Neuenweg 28.2083 d
Ranglogen 2—6 und 13—17,
I. Rang Reihe 1—2
Ranglogen 7—8 und 11—12, Proszeniumslogen
Sperrsitz Reihe 1—9, I. Rang
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Speisezimmer Herrenzimmer Schlafzimmer und Küchen
U Grau-u.Weißstück Bausackkalk Düngerkalk 2078 0 beste Qualität, zu ermäßigten, ganz billigen Preisen
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hervor.
In dem Pavillon, der nur mit einigen altmodischen Korbstühlen möbliert war, standen zwei Menschen in inniger Umarmung. Der Mann war sehr groß und fchlank, hatte blondes Haar und graue Augen, seine Züge waren rassig, aber es lag darüber wie ein - Hauch von Derlebtheit. Das Mädchen, das er im Arme hielt, hatte ein unregelmäßiges, hübsches Gesicht, in dem die großen Blauaugen wohl das Schönste waren. Ihr braunes Haar toar weich gelockt und zu einfachem Knoten tief im Nacken zusammengesteckt.
Der Mann ließ die Arme langsam sinken.
„Ich danke dir, Bettina, daß du mir die heutige Zusammenkunft gewährt hast, damit wir uns einmal gründlich aussprechen konnten." Er holte seine Uhr aus der Tasche. „Es fehlen noch dreißig Minuten bis Mitternacht, und es ist also reichlich spät für ein geheimes Stelldichein." Er lächelte: „Dein Pflege- । vater dürfte nichts davon erfahren, denn mit seiner ; Korrektheit wäre er fähig, mir schon aus diesem Grunde deine Hand zu verweigern, weil ick dich zum nächtlichen Rendezvous überredet habe." Er küßte Bettina Claudius mit langem Kuh. „D du, mein süßes Mädel, ich bin ja so unsagbar glücklich darüber, daß du mir gehören willst. Morgen vormittag komme ich dann zu deinem Pflegevater und spreche ihm von meiner Liebe zu dir, und dann heiraten wir bald. So bald wie möglich, denn ich sehne mich ganz toll nach dem Beisammensein mit dir, du Schönste."
Bettina Claudius blickte zärtlich.
„Wulf, du redest dir wirklich etwas ein, aber verliebte gucken wohl immer mit anderen Augen als nüchterne Menschen. Ich bin wirklich nicht schön, höchstens leidlich hübsch."
Er küßte sie abermals. „In meinen Augen gibt es kein Mönchen, das dir an Schönheit gleicht, und ich bin ganz unsinnig stolz darauf, daß du, gerade du, mir dein Herz geschenkt hast." Er nahm ihre Rechte
Oie stummen Gäste I von Zweilinden
Roman von Anny vc npanhuyS.
Copyright by Belletristische Korrespondenz Bechthold,
(Nachdruck verboten.)
1.
Im Park von Zweilinden feierte der Frühling eines seiner wunderbarsten Nachtseste. Durch die irisch belaubten alten Bäume zog ein leises, geheimnisvolles Raunen, und der Duft der frühlingsfrischen
Gab es denn auf Erden noch etwas Köstlicheres, gab es denn aus Erden noch ein größeres Glück als das?
Und sie sank wirklich in die Knie, flüsterte im Ucberschwang ihrer Gefühle zum Himmel auf: „Ich danke dir, du guter Gott, daß du mein Leben so schön gemacht hast! Ich danke dir für die Liebe des besten und edelsten Mannes."
Sie erhob sich und eilte nun sehr schnell weiter durch den ausgedehnten Park, erreichte das Herrenhaus, aus dem sie sich wie ein Dieb gestohlen hatte. Ein Fenster zu ebener Erde war nur angelehnt. Sie kletterte dort ein, stand dann in einem langen Raum, den man den Dankettsaal nannte. Wohl noch von der Zeit her, als das Haus erbaut worden war. Und darüber mochten schon reichlich zweihundert Jahre vergangen sein.
Vorsichtig schloß Bettina die Läden und das Fenster, tastete sich dann nach dem Lichtschalter, und gleich daraus war der Raum in Helle getaucht. Lange, altmodische Tafeln waren aufgestellt, und die zwei Dutzend Stühle, die es hier gab, waren hochlehnig, trugen oben auf der Lehne das Wappen der Familie: Zwei Linden, deren Aeste sich ineinanderschoben wie die Arme guter Freunde. Ein alter, mächtiger Kredenztisch mit Zinnlannen, antiken Krügen und Gläsern stand an der einen Wand, und darüber hingen Trinkhörner und Geweihe, ein paar Schwerter aus verschollenen Tagen und Reiter- pistolen aus jener Zeit, da noch der Dreißigjährige Krieg das Land mit Blut gedüngt.
Bettina blickte sich um. So — nun war das Schwerste geschafft, sie befand sich wieder im Haus, durch einen schmalen Gang und über eine Treppe würde sie schnellstens ihr Zimmer erreichen. Sie wußte zu genau, ihr Pflegevater würde sehr böse sein, wenn er erfuhr, daß sie sich zu so später Stunde mit Wulf Speerau draußen im Park getroffen, und es war besser, er merkte nichts davon. Er urteilte über manche Dinge sehr hart.
Die hohe Standuhr draußen in der Halle meldete mit etwas heiserer Stimme die Mitternachtsstunde.
Bettina schaltete das Licht aus und holte dann eine kleine elektrische Taschenlampe aus ihrem Man- tel. Eben wollte sie die Linke aus die Türklinke legen, als sie erschreckt aufhorchte und bann, wie von einem Blitzstrahl getroffen, förmlich erstarrte. Sie hörte ganz nahe bei sich die Schritte mehrerer Menschen, hörte kurze Zeit danach Stühle rücken, als ob mehrere Menschen Platz nahmen, und gleich darauf das Zusammenklingen feingeschliffener Weinkelche.
Sie flog am ganzen Leibe. Gütiger Himmel, eben war der Saal noch leer gewesen, außer ihr hatte sich kein einziger Mensch darin aufgehalten.
Mit zitternder Hand schaltete sie das Licht roieber ein und blickte sich mit verstörten Augen um. Niemand war hier, sie befand sich ganz allein, und doch
und führte sie an sein« Lippen. „TMn Leben soll nur dir gehören, und ich will dir alles sirnhalten, was dir Kummer und Sorge bereiten könnte." Er knöpfte seinen langen, dunklen Paletot zu und griff nach dem weichen Filzhut,den er auf einen der Strohsessel gelegt hatte. „Nun pürsche dich nur sachte ins Haus. Für alle Fälle bleibt dir ja die Ausrede, du hättest noch einen kleinen Parkspaziergang gemacht, well du Kopfweh haft."
Bettina wehrte ab: „Nein, Wulf, den Vater zu be- schwindeln, das ist eine schwere Sache, ich möchte es gar nicht erst versuchen. Besser ist es schon, er merkt nichts von meinem kleinen Ausflug." Sie atmete tief auf. „Ich bin froh, daß ich nun bald das Geheimnis unserer Liebe nicht mehr vor ihm zu haben brauche. Es bedrückt mich schon."
„Närrchen", lachte er nur, und sie sagte weich: „Der Vater ist so gut zu mir, so übergut; ich darf schon deshalb keine Heimlichkeiten vor ihm haben. Du weiht, er behandelt mich wie seine eigene Tochter, und ich bin doch nur die Tochter eines armen Dorf- schullehrers. Als meine Eltern so plötzlich kurz nacheinander starben, nahm mich Frau von Zweilinden zu sich, und seit sie starb, habe ich alle Rechte hier, als wäre ich wirklich die eigene Tochter."
„Die sieht auch jedermann in dir", gab er zurück, „und es fehlt dir nichts dazu, als daß du adoptiert wärest."
Sie nickte: „Vater hätte das auch schon getan, aber weil er noch einen Sohn hat, kann er mich nicht an Kindesstatt annehmen."
Um die Lippen des Mannes zog Hohn. „Nun, Ottfried Zweilindens Name läuft nur noch wie eine alte Sage in unserer Gegend um. Er ist seit zehn Jahren verschollen und wohl auch tot, sonst hätte er längst von sich hören lassen. Aber lassen wir ihn, der es verstanden hat, mit seinem Vater gründlich fertig zu werden. Ich muß jetzt endlich fort, komm, mein Lieb."
Bettina knipste das elektrische Licht aus, das aus einer kleinen, tiefhängenden Ampel Helle gespendet, und dicht aneinandergeschmiegt traten die beiden aus dem Pavillon, gingen nach der kleinen Hinterpforte der Parkmauer. Sie wechselten nur noch einen stummen Händedruck, dann schloß sich das Türchen mit leichtem Knarren hinter Graf Wulf von Speerau.
Bettina zog den Schlüssel ab und huschte auf leichten Füßen durch die Parkwege. Tief sog sie die reine, milde Nachtluft ein, und ein glückliches überströmendes Gefühl war in ihrem Herzen. Hoch oben glitzerten die Sterne wie Juwelen von unerhörter Pracht, und das bewegte Mädchen hätte in die Knie sinken und inbrünstigen, heißen Dank zum Himmel emporstammeln mögen, weil Wulf Speerau sie liebte. Denn das war doch das Herrlichste, was ihr vom Schicksal geschenkt worden war. Und morgen, morgen würde er zu ihrem Vater kommen, um von ihm ihre Hand zu erbitten. Dann wurde sie Wulfs Frau, Wulf Speeraus Frau!
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde jionncn- rvlh für 1953 liegt vom 28. d. M. dis ein- sc,.eßcich 3. k. 2U. auf dem Amtszimmer des Bürgersneisters zur Einsicht offen. Einwendungen hiergegen können innerhalb dieser Frist schriftlich oder zu Protokoll bei der unterzeichneten Bürger- Meisterei vorgebracht werden. 2067D
Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben.
Nonnenrath, den 24. März 1933.
Bürgermeisterei Nonnenroth.
Happel.
hörte sie zum zweiten Male das Aneinanderklingen von Gläsern.
Eisige Schauer überrannen die regungslos Da» stehende. Es ging ihr durch den Kopf: was sie Hüne, war keine greifbare Wirklichkeit. Was war das?
Es waren keine Menschen von Fleisch und Blut, die sich hier damit vergnügten, zu zechen. Was jte vernommen, war der Spuk von Zweilinden, von dem man sich im Dorfe und auf dem Gutshos zuweilen erzählte, es war der Spuk, an den sie nicht geglaubt, den sie bisher verlacht. Und nun hatte sie mit ihren eigenen Ohren gehört, was sie noch vorhin als Aberglaube und Unsinn bestritten hätte.
Sie hatte die stummen Gäste von Zweilinden ge- hört, von denen in der Kirchenchronik von Zwei- linden mehrfach die Rede war und deren Besuch den Familienmitgliedern ein Unheil verkünden sollte. In der Kirchenchronik waren ein paar Belege dafür angeführt, daß den stummen Gästen das Unheil auf dem Fuße zu folgen pflegte.
Bettina öffnete die Tür, knipste das Licht aus und verließ, den Strahl der Taschenlampe auffprmgen lassend, fluchtartig den Raum. Sie vergaß völlig, sich besonders leise zu bewegen, aber sie gelangte doch unbemerkt in ihr Zimmer, das sie hastig hinter sich verschloß, als würde sie versolgt. Dem Himmel sei Dank, daß sie sich in den vertrauten vier Wänden ihres Schlafzimmers befand. Sie riegelte auch noch die Tür ab, die zu ihrer Wohnstube führte, denn sie war ganz außer sich vor Grauen, obwohl sie dem Aberglauben noch niemals die geringsten Zugeständ- niffe gemacht hatte.
Sie ließ sich erschöpft, als hätte sie einen weiten, weiten Weg hinter sich, auf das kleine Sofa fallen, das mit seinem buntblumigen Seidenbezug etwas Freudiges hatte. Auf bunte, lichte Farben war das ganze Zimmer abgestimmt, und Bettinas Gesicht, auf dem sich noch eben deutliches Entsetzen gespiegelt, ward Heller, die Augen wurden klarer, und schließlich zog ein Lächeln um den hübschgeformten Mund.
„Ich bin ja verrückt", sagte sie ganz laut in die Stille des Zimmers Hinein, und es tat ihr gut, ihre eigene Stimme zu hören. Sie fuhr sich über die Stirn, hinter der sich die Gedanken allmählich wieder zur Ordnung fügten. Es war ja toll, wie sie sich von irgendein paar harmlosen Geräuschen hatte einschüchtern lassen. Die stummen Gäste von Zweilinden waren weiter nichts als eine jener Sagen, wie sie in alten Schlössern und Herrensitzen Herumgeistern und den Dienstboten mit angenehmem Gruseln die Zeit vertreiben. Don irgendwelchen Zufallsgeräuschen hatte sie sich wie ein richtiger Angsthase, in die Flucht schlagen lassen, statt der Sache auf den Grund zu gehen. Wahrscheinlich war eine von den Katzen in den Bankettsaal gekommen und hatte bei einer Kletterei die Gläser auf dem Kredenztisch geftreift Alles andere hatte ihre Phantasie hinzugefügt.
I (Fortsetzung folgt.)
—BullrichSali
Bekanntmachung.
Betr.: Förderung des Obstbaues durch Vertilgung der Obstbaumschädlinae.
Auf die Bekanntmachung des Kreis- am:es Gießen vom 6. März 1933 — Amtsverkündigungsblatt Nr. 10 vom 17. März 1933 — machen wir hiermit alle Garten- und Baumbesitzer aufmerksam. Die Bekanntmachung ist in den Aushängekästen der Stadt Gießen und an der Ortstafel im Stadthaus, Bergstraße 20, angeschlagen.
55133,41 55133,71
Vorstehende Iahresrechnuna und Bilanz liegt 8 Tage zur Einsicht der Mitglieder in der 'Geschäftsstelle, Kornblumenstraße 12, offen. 2042D
Der Aufsichtsrat. Der Vorstand.
Generalversammlung.
Samstag, den 1. April, abends 8.30 Uhr, Generalversammlung bei Gastwirt Wilhelm Dorfeld.
Tagesordnung:
1. Vorlegung und Genehmigung der Jahresbilanz.
2. Verteilung des Reingewinns.
3. Entlastung des Vorstandes.
4. Beschlußfassung über Geschüfsstelle 3.
5. Verschiedenes.
Der Vorstand.
Bekanntmachung.
Der wochenmarkt beginnt von Samstag, dem 1. April 1933 ab, vormittags um 7 Uhr und endet um 13 Uhr. 2040C
Gießen, den 25. März 1933. Bürgermeisterei Gießen.
I. V.: Dr. Ham m.
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Stock- haujen für das Rechnungsjahr 1933 liegt vom 26. März dis einschließlich 2. April 1933 auf unferejn Büro zur Einsicht der Interessenten und Erhebung von Einwendungen offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. 2057D . Stockhausen, den 24. März 1933.
Hess. Bürgermeisterei Stockhausen.
Jochim.
Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen am Montag, dem 3. April 1933, 10% Uhr, in der Gastwirtschaft „Zur £ie bigshöhe" in Gießen versteigert werden Fichlen-Langhoiz.
St., N, la = 14,81 hn
„ N, 1b = 99,73 „
„ N, 2b = 0,77 „
„ A, 3b, 4a, 4b = 2,67 „
Kieferu-Langholz.
- *' ' 24,14 fm
193,62 „ 283,82 „ 75,03 „


