Me Stubienanstalt, bk Wohnungsmieten für städtische Häuser, Kanal- und StrahenreinigungS- gebühren, sowie Gemeinde-, Kreis- und Provinzialumlagen zur Zahlung bis 7. März angemahnt.
•• Stadttheater-Abonnement. Die Einlösung des 6. Abschnitte- des Stadttheater- Wonnements betrifft eine Bekanntmachung in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die Interessenten besonders hingewiesen seien.
•• Eine Siebzigjährige. Frau Maria Gehrke, geb. Laudon, Marktplatz 17, kann am morgigen Sonntag in körperlicher und geistiger Frische ihren 70. Geburtstag feiern.
* Besuchszeiten der Museen. Die Museen und Sammlungen im Alten und Neuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.
— Beschränkte Sportmöglichkeit auf dem Hoherodskopf. Die Schneeverhältnisse auf dem Hoherodskopf sind nicht ideal. 2m Walde liegen 15 Zentimeter Schnee, und die Sportmöglichkeit ist dort gut, zum Teil sehr gut. Aus der Heide ist der Schnee stark verweht. Abfahrt ist aber bis Michelbach möglich. Es herrschen 10 Grad Kälte. Das Wetter ist klar.
' Städtische Brennholzver st eige- tun g. Bei der gestrigen Brennholzversteigerung in den Waldungen der Siadt Gießen (Försterei Rödgen Stolzenmorgen) wurden bet sehr großer Beteiligung folgende Preise erzielt: Hainbuchenscheiter 8,60 Mk. per Raummeter. Cichenscheiter 1. Kl. 7,60 Mk.. 2. Kl. 6,40 Mk., Kiefernscheiter 6,20 Mk., Lärchenscheiter 5,20 Mk., Fichtenscheiter 1. Kl. 6,00 Mk., 2. Kl. 4,00 Mk., Cichenscheiter 6,00 Mk., Duchenknüppel 7,60 Mk., Hainbuchenknüppel 6,80 Mk., Kicsernknüppel 5,60 Mk., Lär- chenknüppcl 5,00 Mk., Ahornknüppel 5,20 Mk., Eichcnknüppel 1. Kl. 5,00 Mk., 2. Kl. 4,00 Mk., Fichtenknüppcl 1. Kl. 4,00 Mk., 2. Kl. 3,60 Mk., Gichenknüppel 6,00 Mk., Alpenknüppel 6,00 Mk.. Eichennutzscheiter 1. Kl., 1,25 Meter lang, 15,20 Mark, Eichenstöcke 5,00 Mk. per Raummeter, Hainbuchenreisig 17,00 Mk. per 100 Wellen, Eichenreisig 15,00 Mk., Kiefernreisig 14,60 Mk. per 100 Wellen, Fichtenderbstangen 1. Kl. 1,20 Mark per Stück, 2. Kl. 1,00 Mk., Fichtenreisstan- aen 4. Kl. 0,30 Mk., 5. Kl. 0,20 Mk., Cichenderb- stangen 2. Kl., Deichseln, 2,40 Mk., Eichcnderb- stangen 2. Kl., Deichseln, 1,90 Mk. per Stück.
"Zur Berufswahl der Abiturienten. Bon der Industrie- und Handelskammer Gießen wird uns geschrieben: Die durch die Wirtschaftskrise bedingte allgemeine Llnsicherheit der Aussichten im Berufsleben und nicht zuletzt die starke Heberfüllung der akademischen Berufe wird Sewiß manchen der diesjährigen Abiturienten der öheren Lehranstalten vom Besuch der Hochschule zurückhalten und ihn veranlassen, einen praktischen Beruf zu ergreifen. Denjenigen unter ihnen, die sich eine gediegene kaufmännische Ausbildung aneignen und sich damit zugleich eine gute Grundlage für einen anderen, nicht ausgesprochenen kaufmännischen Beruf verschaffen toollcn, fei der Besuch der Höheren Handelsschule, deren Trägerin die Kammer ist, angeraten. Der Weg zum kaufmännischen Beruf hat sich gegen früher wesentlich veränderte die neue Zeit stellt neue und höchste Anforderungen. Ein gutes Rüstzeug in diesem Kampf ist eine gediegene Borbildung, welche sich der Abiturient in der Höheren Handelsschule erwerben kann. Der Lehrplan umfaßt alle Wissensgebiete, welche den jungen künftigen Kaufmann befähigen sollen, alle betriebs- und volkswirtschaftlichen Borgänge in ihren Ursachen und Zusammenhängen zu erkennen und in seinem Beruf nutzbringend zu verwerten. Man beachte die Anzeige.
** Hauswirtschaftliche Ausbildung junger Mädchen. Man schreibt uns: Mehr denn je ist es notwendig, der Heranwachsenden weiblichen Jugend eine gründliche Ausbildung in Hauswirtschaft und allen Gebieten hausfraulicher Betätigung zu geben. Die seit über 50 Jahren bestehenden Lehranstalten des Alice-Echulvereins
bieten hierzu eine vortreffliche Gelegenheit. Reben den Seminaren, welche techn.sche Lehrerinnen ausbilden, bestehen auch Kurse in Weißnähen, Schneidern. Bügeln und Sticken. Diese Kurse dauern ein halbes Jahr, doch können sie auch nach Verabredung aus kürzere Zeit belegt werden. Da die Kurse für Weißnähen und Schneidern von geprüften Meisterinnen geleitet werden, können auch Lehrlinge für diese Zweige angenommen werden. Hingewiesen sei auch auf die zweijährige hauswirtschaftliche Fachschule, deren Besuch als Ersah für den der dreijährigen Fortbildungsschule gilt. 3m neuen Schuljahr wird auch, vielfach geäußerten Wünschen entsprechend, ein hauswirtschaftlicher Kurs für Abiturientinnen eröffnet. Auswärtige Schülerinnen erhalten gute und billig« Unterkunft in dem Internat des Dereins. Die Preise sind gegen früher ermäßigt worden. Siehe heutige Anzeige.
** Vortragsabend derHausfrauen- Beratung. In der Hausfrauenberatung sprach — wie man uns berichtet — Frau Johanna Kalbfleisch am Donnerstag über die Sojabohne und ihre Verwertung. Die Sojabohne (Glycine hispida), so führte die Vortragende aus, sei japanischen Ursprungs, werde hauptsächlich in der Mandschurei gezogen, erfordere aber sorgsame Pflege. An sich giftig, müsse sie durch ein besonderes Verfahren entbittert und entgiftet werden. Durch den Anbau in Deutschland habe sie viel von ihrer Bitterkeit verloren. Die Volkswirt- schaftler interessierten sich für den Anbau der Sojabohne, weil man hoffe, in ihr ein Volks- nahrungsmittel gefunden zu haben, das den Verbrauch an Kartoffeln herabzusetzen geeignet sei. Die Sojabohne komme hauptsächlich aus Amerika, da man dort mit dem Anbau der Bohne gute Erfolge erzielt habe. D:r Wert der Sojabohne liege in ihrem hohen Eiweißgehalt. Gebäck aus Sojamehl mit Weizen oder Roggen gemischt, sei sehr nahrhaft. (Frau Kalbfleisch hatte verschiedene Gebäcksorten mit Zusatz von Sojamehl hergestellt, die sehr schmackhaft waren.) Sojamehl brauche nur einen ganz geringen', Fettzusah und
erspare vollständig die Sier. 1 Pfund Sojamehl koste 45 Pf. In Eier umgerechnet würde das Ei 2 Pf. kosten. Vs liege auf der Hand, daß das eine große Ersparnis bedeute. Ihn ein Beispiel für weitere Verwendungsmöglichkeiten des Sojamehls zu geben, hatte Frau Kalbfleisch Königsberger Klops ohne Ei und ohne Weckmehl, allein' mit Zusatz von Sojamehl hcrgestellt, der ganz vorzüglich war, ferner Pfannkuchen mit -/3 Mehl und i/3 Soja usw.
•• Opel-Unfollhilfs^ienst. Die Motorwagen - Verkaufsgesellschait n.. b. S). (Großhändler der Adam Opel AG.), Gießen, führte gestern vor» mittag vor dem Kreisamt einen Unfauhilfsdienst» wagen vor. Vertreter der Kreisbchörde, der Polizei, der Gendarmerie, Herren des A. o. D. u. a. m. halten sich dazu eingefunden. Der Wagen fuhr nach kurzer Alarmierung an, traf in wenigen Minuten von der Frankfurter Straße her vor dem Kreisamt ein, und sehr schnell war von flinken Arbeiterhänden ein bereitstehender verunglückter Personenkraftwagen, dem die Vorderräder fehlten, zum Abschleppen fertig gemacht. Der Hilfswagen ist sehr universell ausgestattet. Ein auf den Hilfswagen montierter fester Auslegekran ermöglicht es, in kurzer Zeit das Vorderteij selbst sehr schwerer Wagen vom Loden zu heben und ihn transportfähig zu machen. Der Hilfswagen ist ferner mit viel Handwerkszeug, Hand- feuerlöschern, Stützstangen usw. ausgerüstet und kann bei den verschiedensten Autounfällen wertvolle Hilfe leisten. Im Rahmen einer anschließenden kurzen Besprechung, die im Unterrichtsraum des Polizeiamts stattfand, begrüßte zunächst Polizeidirektor Dr. Kayser die von der Firma Opel geschaffene Neuerung. Der Geschäftsführer der Motorwagen- Verkaufsgesellschaft, Läszlü RLnay, erläuterte die technischen Einzelheiten des Wagens und die Organisation des Hilfsdienstes. Der Wagen solle bei Autounfällen im Raume Marburg-Niederwöllstadt und Lauterbach—Weilburg bei Tag und Nacht angefordert werden können. Polizei und Gendarmerie können den Wagen ohne Unkosten nach Bedarf anfordern, wenn es notwendig sei, dafür zu sorgen, daß die Straße für den Verkehr freibleibe.
Wirtschaft.
Berlin uneinheitlich, aber freundlich.
Berlin, 25. Febr. (WTB. Funkspruch.) Die Aktienmärkte lagen bei Heineren Umsätzen im allgemeinen recht freundlich. Anregungen stellten die Be» ruhigung der Auslandbörien «insbesondere die Erholung in Neuyork sowie das fast völlige Aufhören der Prämienverkäufe dar. Die Spekulation bekundete etwas Deckungsneigung so daß die Anfangsnotierungen durchschnittlich bis zu 0,50 v. H., teil- weise bis zu 1 o. H. über dem Vortag lagen. Die Bantschwierigkeiten in den USA. sowie der kleine Beschäftigungsrückgang im Januar überraschten nicht mehr besonders und wirkten sich auf di^Kursgestal- tung kaum aus. 1 bis 1,50 o. H. höher setzten Rheinische Braunkohlen, Bubiag, die Werte des Salzdet- furtb-Konzerns, Chadeaktien, RWE., Aktiengesellschaft für Verkehrswesen, Bemberg und Schubert & Salzer ein. Dortmunder Union gewannen sogar 2,50 v. H. Auf der anderen Seite waren auch vereinzelt kleine Rückgänge festzustcllen. Etwas stärker gedrückt waren Rheag, Ilse Bergbau und Deutsche Eisenhandel, die 1 bis 1,50 o. H. verloren. Bei Montanen waren kleine Veränderungen nach beiden Seiten festzustellen. Am Markt der Akkumulatorenfabrik bewirkte ein Angebot von 4000 Mark, daß der erste Kurs 2,75 v. H. unter dem gestrigen Schluß lag. Im Verlaufe zog dieses Papier jedoch erneut um mehr als 6 o. H. an, so daß sich selbst gegen den Vortag ein beachtlicher Gewinn ergab. Weiter lagen Stöhr im Verlaufe sehr fest. Hier regte die günstige Lage des Unternehmens an, so daß der Kurs bis auf 63 v. H. anzog. Auch sonst ergaben sich für Spezial- werte bei zeitweilig etwas lebhafterem Geschäft
Besserungen bis zu 1 v. H. Siemens gewannen in Erwartung der Generalverfamnuung fast 2 v. H.
Deutsche Anleihen lagen freundlicher. Altbesitz gewannen insgesamt fast 1 v. H. Variable Industrieobligationen blieben, wohl schwankend, gut gehalten. Reichsschuldbuchforderungen zogen leicht an. An den übrigen festverzinslichen Märkten ergaben sich bei geringem Samstaggeschäft kleine Veränderungen nach beiden Seiten. Don Ausländern war die Oesterreich,- sche Staatsrente von 1914 nochmals um 1 o. H. befestigt.
Geld war vor dem Ultimo natürlich in sich weiter verknappt, doch blieben die Sätze unverändert. Privatdiskonten lagen eher weiter im Angebot, und in Reichswechseln per 24. Mai und in Reicysschatzanwei- sungen per 16. Oktober konnte sich angesichts des bevorstehenden Ultimos kein nennenswertes Geschäft entwickeln.
Sranffurter Börse still, aber freundlich.
Frankfurt a. M., 25. Febr. (WTB. Drahtmeldung.) Die Wochenschlußbörse eröffnete in durchaus freundlicher Grundstimmung, obgleich keine besondere Anregung und auch kaum Orders der Kundschaft Vorlagen. Das Geschäft war weiterhin sehr klein. Die Erholungen an der gestrigen Reuhorker Börse fanden zwar etwas Beachtung, einen nennenswerten Einfluß auf die Kursgestaltung hatten sie aber nicht. Im Zusammenhang mit der heutigen Prämienerklärung bestand starke Zurückhaltung, da man mit einigem Angebot rechnete. Da dies aber bisher nicht der Fall war. schritt die Spekulation zu Meinen Deckungen, so daß gegenüber der Abendbörse meist
Besserungen von 0,25 bi- 0,50 Mk. zu verzeich- nen waren. Darüber hinaus konnten sich Spezialwerte wie Reichsbank und AEG. um 1,25 Proz. bzw. 1 Prozent befestigen. Arn Chemicmarkt blieben 2.-G.-Farben mit 109 Prozent gut behauptet, Deutsche Erdöl lagen 0,75 Prozent höher. Am Montanmarkt eröffneten Rheinstahl 0,39 Prozent höher, während Stahlverein nur knapp behauptet blieben. Kali Aschersleben gewannen 0,50 Proz. Sonst lagen noch Licht & Kraft um 0,25 Prozent, Siemens um 0,50 Prozent gebessert, während 21 tu um 0,39 Prozent, und Rütgcrswerke um 0.65 Prozent rückgängig waren. Schiffahrtsaktien blieben gehalten.
Arn Rentenmarkt war das Geschäft zwar klein, bei Altbrsltz konnte sich aber eine Besserung von 0,5 Prozent und bei Rcichsschuldbuch- foederungen eine im gleichen Ausmaß durchsetzen. 2leubesitzanleihe blieben mit 8,95 Prozent unverändert. Bon Ausländern waren Türken nicht ganz gehalten. Am Pfandbriefmarkt war die Kursgestaltung nicht ganz einheitlich, doch überwog m meist He'ne Abschwächungen von 0.25 bis 0,5 Prozent. Auch Stadtanleihen waren überwiegend bis zu 0 5 Prozent niedriger, denen nur wenig Besserungen gegenüberstanden. 2m übrigen lagen festverzinsliche Werte sehr still. 2m Verlaufe halte die Börse nur noch wenig Bewegung zu verzeichnen, die Kurse bliebe.« meist gut behauptet. Teilweise ergaben sich auch infolge der Geschäftsstille kleine Abbröckelungen. Tagesgeld war im Hinblick auf den Ultimo zu 4 Prozent gesucht.
Spiclplau der Frankfurter Theater.
Opern hau s. Sonntag, 26. Febr.: Der Freischütz, Anfang 14.30 Uhr: Die Csardasfürstin, Anfang 19.30 Uhr. 27.: Geschlossen. 28.: Der Zi- geunerbaron: Anfang 19.30 Uhr. 1. März: Die Zauberflöte: Anfang 19.30 Uhr. 2.: Der Postillon von Lonjumeau und Die Puppenfee: Anfang 20 Uhr. 3.: Zar und Zimmermann: Anfang 20 Uhr. 4.: Der Troubadour: Anfang 20 Uhr. 5.: Par- fifal; Anfang 17 Uhr. 6.: Geschlossen.
Schauspielhaus: Sonntag, 26. Februar: Moral, Anfang 16 Uhr: Amphitryon, Anfang 20 Uhr. 27.: Die 2oumaliften; Anfang 20 Uhr. 28.: Eva hat keinen Papa, Anfang 20 Uhr: Fasching im Schauspielhaus, Anfang 23.15 Uhr. 1. März: Lulu: Anfang 20 Uhr. 2.: Amphitryon: Anfang 20 Uhr. 3.: Kollege Crampton: Anfang 20 Uhr. 4.: Eva hat keinen Papa: Anfang 20 Uhr. 5.: Die 2oumalisten: Anfang 19 Uhr. 6.: Amphitryon: Anfang 20 Uhr.
Wettervoraussage
Da über Deutschland noch ein Kaltlustherd lagert, in dem Temperaturen von mehr als minus 10 Grad herrschen, kann sich das neue Tief über den britischen Inseln nicht recht auf das Festland ausbreiten. Immerhin wird durch seine Vorderseite milde Luft heranbefördert, so daß am Tage die Temperaturen ansteigen und über den Gefrierpunkt zu liegen kommen. Rachts tritt weiterhin Frost auf. Durch das Aufgleiten der Warmluft entstehen Dunst- und Wolkenbildungen, wobei vereinzelt etwas Riederschlag möglich ist.
Aussichten für Sonntag: Roch Racht- frost, tagsüber milder, dunstig und bewölkt mit Aufheiterung, zeitweise Reigung zu Riederschlägen.
Aussichten für Montag: Weitere Mil- derung, vielfach dunstig und bewölkt, vereinzelte Riederschläge.
Lufttemperaturen am 24. Februar: mittags —0,7 ©rab Celsius, abends —6 Grad: am 25. Februar: morgens —9,2 Grad. Maximum 0 Grad; Minimum —10 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. Februar: abends —0,8 Grad: am 25. Februar: morgens —2,9 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 2¥i Stunden.
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