Ausgabe 
24.6.1933 Erstes Blatt
 
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Wer Heimatblatt: Der Gießener Anzeiger!

t ne Stimme aus dem ländlichen Leserkreis.

Bon einem langjährigen Abonnenten des Gießener Anzeigers" in einem Dorfe der Wetterau, der feit Jahren Mitglied der NSDAP ist, geht uns unaufgefordert fol­gende Zuschrift mit der Ditte um Deröffent- lichung zu. D. Red.

MS überzeugter Rationalfozialtst.^er in feinem ganzen Leben nie nach links abwich und schon zu Otto Böckels Zeiten mit unserem verehrten Staatspräsidenten Dr. Werner Schulter an Schulter kämpfte, ist es mir ein Herzensbedürfnis, eine Lanze für unser liebes Heimatblatt den ,Gießener Anzeiger" zu brechen. Ich be­tone Herzensbedürfnis nicht etwa be st eilte Arbeit denn das würde gegen meinen Charakter gehen Wir Leser sind mit diesem Blatte so verwachsen, daß es uns (ich weih, daß sehr viele genau so denken» unver- stündlich ist, wenn man es in letzter Zeit heftig bekämpfte. Die Bolksgemeinschaft hat doch wirklich ein Anrecht daraus, daß man eine Zei­tung, die sich immer für die nationale Sache einsehte und sich nie in marxistischem Sinne betätigte, nicht/ schädigen und damit die Existenz eine großen Anzahl guter nationaler Elemente vernichten darf. Unser Führer Adolf Hitler betonte wiederholt, daß man das guteAlte" heibehalten will, und schon aus diesem Grunde hat das Blatt seine volle Berechtigung.

Nehmen wir einmal Verleger und Schriftleiter unter die Lupe, so haben wir es mit den Rach- ffcmmen von feit Jahrhunderten rein arischer und gut evangelischer Volksgenossen zu tun, die das Ehrenschild ihrer Familie stets rein und unbefleckt bewahrt haben. Der Heimatgedanke, den der Gießener Anzeiger vertritt, fußt auf demselben Grunde, auf dem wir Aationalsozia- listen stehen. Die Beilage .Heimat im Bild" bringt so schöne Bilder unserer engeren Heimat, wie sie die besten illustrierten Blätter nicht voll­kommener bringen können, und die wirklich gut ausgewählten Artikel lassen jeden auf seine Rech­nung kommen. Für uns ländliche Bewohner ist die Beilage .Die Scholle" ein unentbehr­liches Not- und Hilfsbüchelchen geworden, das sich mit jedem landwirtschaftlichen Fachblatt messen kann. Die überaus regen Anfragen sind hierfür ein unumstößlicher Beweis.

Alan macht dem .Gießener Anzeiger" den Dor­wurf, daß er sich so spät u m g e st e l l t habe. Daraus möchte ich nur anführen, was unser gro­ßer Führer und seine treuesten Bannerträger

ebenfalls schon oft aussprachen, man solle den guten Kräften nicht den Weg zum neuen Staat erschweren, denn olle, die später kommen, kommen aus wirklich inne­rer Lieberzeugung. Unter Heimatblatt war immer unparteiisch rechts eingestellt und es steht auch heute s e st hinter der nationalen Regie­rung. Wir wollen heute unser ganzes Volk zu- sammenscyließen und freuen uns, daß sich unser Heimatblatt voll und ganz hinter unseren großen Führer Adolf Hitler stellt and dadurch uns noch näher kam, als es schon seither der Fall war. Wir erbliden in der Anfeindung auch nicht eine solche von feiten der nationalfozialistischen Par­tei, sondern totr sehen hier nur den Konkur­renzkampf verschiedener Zeitungsverleger.

Nicht jedem Menschen liegt die Politik: dem größ­ten Teil unserer ländlichen Frauen ist solche gerÄezu ein Greuel, besonders wenn sie zur Wahlurne schreiten müssen. Ihr Volk und Vaterland ist das deutsche Heim und die deutsche Familie; trotzdem erfreut es sie, wenn Vater und Kinder in der Hitlerbewegung stehen und für die große Idee ihres Führers kämpfen. Für sie gilt, was unser großer deutscher Dichter sagt:Glückliches Volk der Gefilde, noch nicht zur Freiheit erwacht, teilst du mit deiner Flur, fröhlich das enge Gesetz. Deine Wünsche be­schränkt der Ernte ruhiger Kreislauf; wie dein Tage­werk gleich, windet dein Leben sich ab."

Die aanze Aufmachung des G. A. wird von vie­len Lesern dankbar Empfunden. Ganz besonders trägt der Umstand zu seiner Beliebtheit bei, daß er den Lokalnachrichten seines Leserkreises be­sondere Aufmerksamkeit widmet. Ein Blatt, das ub.r ein Menschenalter die heimatliche Bevölkerung erfaßt hat und im besten und edel st en Sinne Dien st an der Heimat leistete, muß zum Segen unserer heimischen Bevölkerung und zur Ankurbelung der Wirtschaft unter allen Umständen erhalten und lebensfähig bleiben.

Wir alten Leser, Die wir heute fast durchweg auf nationalsozialistischem Boden stehen, werden unse­rem alten, lieben Heimatblatte Sie Treue wahren, denn wir wissen, daß sich un­ser Führer auf den Gießener Anzeiger verlassen kann.

Wir halten es daher für eine Ehrenpflicht, auch weiterhin diesem Blatte die Ge­sa l g s cha f t z u i e i ft e n , da wir sonst eine große Anzahl Volksgenossen um ihre Existenz bringen würden. Heil Hitler!"

Oer Weg zum Qualitätsobst.

Besichtigung der Schädlingsbekämpfungsversuche der Landwirtschastskammer in Konradsdorf.

Die Hessische Landwirtschastskammer hatte dieser Tage au einer Besichtigung der obstbaulichen Spritz- versuche in Konradsdorf eingeladen. Ungefähr 160 Lanidwirte und Obstzüchter aus den Kreisen Bü­dingen und Schotten hatten sich zu dieser Besichti­gung eingefunden.

In der großen Goldparmänenanlage der Do­mäne Konradsdorf hat die Hessische Land- Wirtschaftskammer durch ihren Obstbauinspektor be­reits im Vorjahre ausgedehnte Schädlingsbekämp- futtdsversuche ausführen lassen, die im Zusammen­wirken mit Domänenpächter Ho 1 zriter und dem Kreisobstbauoerein Büdingen, noch weitere drei Jahre durchgeführt werden sollen.

Diese Versuchs- und TUusterfprihungen dienen einerseits dazu, für die vorliegenden Verhält­nisse bl« besten Spritzmittel ausfindig zu machen, anderseits soll den Obstzüchtern der Umgegend der praktische Erfolg einer rationel­len Schädlingsbekämpfung vor Augen geführt werden.

Obstbauinspektor E n k l e r Gießen teilte in einem einleitenden Vortrag den Besichtigungsteil­nehmern das Wichtigste.über die Versuchstätigkeit der Landwirtschaftskammer auf dem Gebiete der obstbaulichen Schädlingsbekämpfung mit. Unter einer Führung wurden dann die Versuchs- pritzungen besichtigt. Die etwa 600 Gold- mrmänen enthaltende Anlage zeigte einen sehr be- riebigenben Qbftbebang. Die Teilnehmer waren von bem ausgezeichneten Stanb der Bäume sehr überrascht. Unbehandelt gebliebene Kontrollreihen, welche mit den Nestern der Apfelbaumgespinstmotte bedeckt und schon stark vom Schorf befallen waren, dienten als vorzügliches Vergleichsmaterial.

Die Parzelle 1. die eine Spritzung mit Kupfer- kalk-Wacker und Bleiarsen erhalten hatte, wies bei dem augenblicklichen Entwicklungszustand der Bäume den besten Stand auf. Die mit Bleiarsen behandel­ten Bäume waren in allen Versuchsparzellen ganz frei von den Nestern der Gespinstmotte. Die unbe­handelten Sergleidjsbäume waren sehr stark von Gespinstmotten befallen.

In einer kurzen Ansprache führte Domänenpäch- ter Holzrichter aus, daß er auf Grund der bei den Versuchen im Vorjahre gesammelten Er­fahrungen die ganze Anlage, mit Ausnahme des Versuchsfeldes, einer 3- bis 4maligen Behandlung mit Kupferkalk Wacker und Bleiarsen-Paste unter­ziehe. Es war interessant zu hören, baß auch die

im Jahre 1932 behandelten und tragbar gewesenen Dbftbäume 1933 wieder tragen.

Es zeigt sich also, bah durch eine orbnungs- mäßig ausgeführte Schäblingsbekämpfung eine befsere Verteilung ber Obsternten zu erzielen ist.

ObstbauinspSktor M e 11 e r n i ch-Bübin- machte noch einige interessante Feststellungen i. Schäd­lingsbekämpfung und sprach der Hessischen Land­wirtschaftskammer den Dank des Kreisobstbauver- eins Büdingen für die Durchführung der Versuche in Konradsdorf aus. Diesen Ausführungen schloß sich im Auftrage der Besichtigungsteilnehmer der Bürgermeister von Selters an.

Obstbauinspektor En Iler von der Hessischen Landwirtschaftskammer bezeichnete die Erzeu­gung von Qualitätsobst heute mehr denn je als eine vaterländische Pflicht. Sie Qualitätsobsterzeugung sei aber ohne rationelle Schädlingsbekämpfung nicht möglich. Die Hessische Landwirtschastskammer berate die Obstzüchter nicht nur mit Worten, sondern auch durch die Vorführung praktischer Beispiele.

Strafkammer Gießen.

* Gießen, 23. Juni. Ein Chauffeur von Bad- Nauheim hatte sich im Jahre 1929 mit einer Hotel­köchin verlobt. Da er sein altes Auto verkaufen und ein neues kaufen wollte, erhielt er von feiner Braut und deren Schwestern einen Betrag von etwa 2600 Mark. Der Verkauf des alten Autos kam nicht zu­stande. Bei dem Kaufabschluß über bas neue Auto zahlte er 1600 Mark an, bie restlichen 1000 Mark oerroenbete er angeblich, um bie Restschulb für bas alte Auto abzubecken. Das Amtsgericht Bad-Nau­heim hatte hierin eine Unterschlagung erblickt, da ihm seine Braut das Geld nur als Anzahlung für bas neue Alto gegeben haben wollte. Nach umfang­reicher Beweisaufnahme sprach ihn bie Strafkam­mer, dem Antrag der Staatsanwaltschaft entspre­chend, mangels ausreichenden Beweises frei

Eine Arbeiterin von Ilbenstadt hatte im Winter 1932 füt eine Wöchnerin bei der Ortskrankenkasse in Frankfurt a. M. die Wochen- und Stillgelder ab- geholt und hiervon jeweils Beträge von einigen Mark unterschlagen. Die von dem Amtsgericht Friedberg erkannte Freiheitsstrafe wurde mit Rück­sicht auf die seitherige Unbestraftheit der Angeklag- ten und sonstige Milderungsgründe in eine Geld- [träfe von 60 Mark umgewandelt.

Reichsstaifhalier Sprenger in Mainz.

Mainz, 23 Juni tWSA.) Gestern nach­mittag fand in dem mit dem VUdnis des Reichs­kanzler- und mit den Fahnen schwarz-tveih-rot und Hakenkreuz gefd;müdtcn großen Saale des Stadthaufes die erste Sitzung des neuen StadtrateS statt, zu der der Reichsstatthalter Sprenger fein Erscheinen zugefagt hatte.

Reichsstatthalter Sprenger begrüßte die Fraktion der ASDAP vor Beginn der Sitzung im Hause der Kreisleitung, worauf er fich nach dem Stadthaus begab, um der Sitzung beizn- wvhnen Außer der Stadtverwaltung mit dem Slaalslommislar und kommissarischen Oberbürger­meister Dr 'Barth an der Spitze waren 16 Ra- tionalsozialisten, 9 Zentrumsleute, ein Mitglied des Christlich-Sozialen Dolksdienstes und ein Mitglied der Deutschen Etaatspartei anwesend.

Staatskommissar Dr. Barth begrüßte den Reichsstatthalter und wandte sich dann den Mit­gliedern des Stadtrates zu, die er darauf auf­merksam machte, daß es einen Gemeinde Parla­mentarismus nicht mehr gebe. Zu parteipoliti­schen Auseinandersetzungen werde in diesem Hause feine Gelegenheit mehr gegeben werden. Dr. "Barth nahm sodann die Einführung und Be­rufung der Mitglieder deS Stadtrates vor. So­dann gab er die personelle Zusammensetzung der Ausschüsse usw. bekannt, wogegen sich kein Ein­spruch erhob. Zum Schluß teilte er mit, daß der Stadtrat in der nächsten Woche wiederum ein­berufen werden wird, um über den Etat von 1933 zu entscheiden

Reichsstatthalter Sprenger begab sich dann auf den Balkon des Stadthauses, von wo er eine tiefgründige Ansprache an das Publikum, die SA. und die SS. hielt. Die Ausführungen des Reichs- statthalters wurden mit stürmischem Beifall auf­genommen.

Nachdem Staatskommissar Dr. Barth dem Reichsstatthalter den Dank der Bevölkerung für feinen Besuch zum Ausdruck gebracht hatte, fand die Kundgebung mit einem Sieg-Heil auf das deutsche Volk, den Reichspräsidenten, den Volks­kanzler und den Reichsstatthalter ihr Ende.

Reichsstatthalter Sprenger besucht die

Frankfurt a. M., 23. Juni. (WSN.) In Be­gleitung des Oberbürgermeisters Dr. Krebs be­sichtigte heute ber Reichsstatthalter in Hessen, Gau­leiter Sprenger, bie Rekosa ". unter ber Führung des Ausstellungsleiters, Direkwr Schulze, unterrichtete sich ber Reichsstatthalter über den Stanb der Lebensmittelversorgung, insbesondere über bie Fortschritte auf bem Wege zur Selbstver­sorgung. U. a. besuchte er auch bie Stäube Ungarns und Lettlands, um ein Bilb über bie wirtschaftlichen Beziehungen biefer beiben Länber zu Deutschland zu gewinnen. Besondere Beachtung widmete der Reichsstatthalter der landwirtschaftlichen Ausstel­lung, die gerade von ber näheren Umgebung reich beschickt ist. Im Verlaufe der Besichtigung wurde ihm ein Bild überreicht, das anläßlich des Besuches der AusstellungHaus, Herd, Technik" in Mainz ausgenommen worden war.

Kundgebung der evangelischen Pfarrer von Starkenburg.

Darmstadt, 23. Juni. (WSN.) Gestern fand hier eine außerordentliche Konferenz evangelischer Psarrer Starkenburgs statt. Nach einleitenden Worten des Superintenden­ten der Provinz, Dr. Müller, sprach Prälat D. Dr. Dr. Diehl eingehend über die kirchliche Lage. In der lebhaften Aussprache der fast voll­zählig erschienenen Pfarrer der Provinz kam der einmütige Wille zum Ausdruck, trotz der Verschie­denheit der Beurteilung ber Lage im einzelnen in fester Gemeinschaft im Dienste an Evangelium, Kirche und Vaterland zusammenzustehen. Das kam auch in einer einstimmig gefallen Entschlie­ßung zum Ausdruck, die folgenden Wortlaut hat:

Die am 22. Juni versammelten Geistlichen der Provinz Starkenburg stellen sich einmütig hin­ter bie Hessische Kirchenbehörbe und billigen ihre Haltung in ber gegenwärtigen Lage ber Erneuerung unserer Evangelischen Kirche. Sie sprechen der gesamten Kirchenbehörde, insbesondere dem Herrn Prälaten D. Dr. Dr. Diehl, ihr oo Uftes Vertrauen aus. Die Pfarrerschaft tritt geschlossen dafür ein:

1. daß die Evangelische Kirche in ihrem refor­matorischen Chrakter rein erhalten und nach den Grundsätzen des Evangeliums, in selbstverständ­licher Treue zum deutschen Volkstum, verbunden mit dem nationalen Staat, weiter ausgebaut wird;

2. daß für unser Gebiet die Großhessische Kirche geschaffen werde;

3. daß die notwendige Reform der hessischen Kirchenverfassung unverzüglich weiter und zu Ende geführt wird.

Die Pfarrerfchaft spricht sich dafür aus, daß dem Herrn P r ä l a t en für diese Aufgaben die weit- gehend st en Vollmachten erteilt werden.

G. A.Spvrt.

Vorbereitungen zum Kreisturnfest in Reiskirchen.

Die Vorbereitungen für bas am 8., 9. und 10. Juli hier ftattfinbenbe Kreisturnfeft des 7. Kreises des Bezirkes Hessen derDT., ber aus dem früheren Lahn-Dünsberg-Gau der ADI. durch die Zusammenlegung ber lurnoerbänbe

gebildet wurde, das mit dem 25jährigen Stiftungs­fest und einer Bannerweihe des hiesigen Turn­vereinsGut Heil" verbunden ist, sind in vollem Gange. Es sind allein für etwa 400 Turner Unterkunft zu schaffen Da sich größere SA.-Abtei­lungen beteiligen, muß ein weiterer Turnplatz in der Nähe des Schießftandes des hiesigen Kriegerver­eins geschallen werden. Das Kreisttirn[est, das ur­sprünglich am 1., 2. und 3. Juli stattfinden sollte, mußte wegen des am gleichen Tage In Alsfeld statt­findenden Gauturnlestes des Gaues Hessen um eine Woche verlegt werden.

öonöboll im (Hau Hessen (O.T.)

To. Heuchelheim 1 Io. Lützellinden I.

Zu einem Gesellschaftsspiel empfängt am kommen­den Sonntag Heuchelheims Erste die gleiche Mann- ((haft vom To. Lützellinden. Die Gäste, bie in letzter Zeil gegen spielstarke Gegner sehr gute Ergebnisse herausholen konnten, verfugen über eine durchlchlag- krastige Els, die den Einheimischen sehr zu schassen machen wirb. Vorher stehen sich Launsbach II und Heuchelheim II gegenüber.

Wirtschaft.

Frankfurter Börse freundlich.

F r a n k s u r t a. M., 24. Juni. (WTB. Drahtmel­dung ) Die Börse quittierte bie heute oorliegenben Anregungen aus ber Wirtschaft an den Aktien­märkten mit freundlicher Haltung. So wirkte der Rückgang ber Arbeitswsenzisfer und bas Straßen- bauprogramm günstig. Von ber günstigen Entwick- lung bei Stahlverein konnten besonders die Mon- tanroertc profitieren. Zu ber Befestigung trug wei­ter bie Nachricht von ber Fortführung der Londoner Konferenz bei, ebenso die heute leichtere Haltung des Dollars. Außerdem war verschiedentlich Deckungs­bedürfnis für Vorverkäufe zu bemerken; bie durch­schnittlichen Besserungen hielten sich allerdings in mäßigem Rahmen. Von Montanwerten gewannen Harpener 0,5 v. H. und Phönix 1 v. H. Nur Buderus gaben 1 v. H. nach. Kali Aschersleben litten unter den Meldungen von starker ausländischer Konkur­renz und verloren 1,5 v. H. Bon Spezialwerten er­höhten IG., Metallgesellschaft, Eonti Gummi und Eonti Linoleum um 0,5 d. Sy, Deutsche Erdöl und Scheideanstalt etwa 1,5 o. Sy Elektropapiere zeigten Schwankungen von 0,25 v. Sy nach beiden Seiten. Bon sonstigen Aktien waren Zellstoff Aschaffenburg und Akkumulatoren Berlin 0,5 bis 1 o. Sy gebessert, während Zellstoff Waldhof 0,75 o. Sy unter dem Ein­satz notierten.

Am Rentenmarkt waren Altbesitz behauptet. Neudesitzanleihe gaben 0,75 o. Sy nach. Bon Spezial­gebieten lagen Goldschmidt gleichfalls schwächer, da ber Aufwertungssatz als ungenügend angesehen wurde. Reichsschuldbuchforberungen waren im An­gebot und gaben etwas nach, dagegen konnten sich Stahlvereinsbonds um 1 v. Sy erholen. Am Pfand­briefmarkt waren bie Werte der Einheitsgruppe gut gehalten, die ber Frankfurter Institute ziemlich unoeränbert. Don Ausländern waren 5>v. H.-Gold­mexikaner vernachlässigt und 0,30 v. Sy schwächer, Türken waren uneinheitlich. Reichsbahnvorzugs- aktien blieben behauptet. Im Verlaufe konnten sich an den Aktienmärkten bie Kurse nicht voll behaup­ten, vielmehr machte sich infolge der Geschästsstille und wohl auch in Anbetracht ber abbröckelnden Kurse am Aktienmarkt Einbußen bis zu 1 d. Sy bemerkbar. Tagesgeld war zu 3,5 v. Sy unverändert.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 25. Juni. 2. Sonntag nach Trinitatis.

Stabtkirche. 8 Uhr: Pfr. Becker; zugleich Ehristen- lehre für die Neukonfirmierten der Markusgemeinde; 9.30: Pfr. Weiß (Darmstadt); 11: Kinderkirche für die Matthäusgcmeinde. Dohanneskicche. 8: Pfr. Ausfeld; zugleich Ehristenlehre für die Neukonfir- mierten ber Iohannesgemeinde; 9.30: Pfr. Bechiols- heimer; 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinde; Pfr. Bechtolsheimer; 20: Bibelbesprechung im Io- hannessaal; Pfr. Bechtolsheimer. Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; zugleich Ehristen- lehre für die Neukonfirmierten der Luthergemeinde; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Kandidat Heinemann. pelruskapelle. 8.15: Ehristenlehre für die Neukonfirmierten der Petrusgemeinde; 9.45: Pfarrassistent Surfer. Saal der Neuen Krippe. 11: Kinderkirche für die Iohannesgemeinde; Psr. Ausfeld. wieseck. 9.30: Hauptgottcsdienst, 10.45: Kinderkirche. Grohen-Buseck. 10.30: Gottesdienst; 11.30: Ehristenlehre. Oppenrod. 8.30: Gottes­dienst. Albach. 8.30. Steinbach. 10. Klein- Linden. 8: Gottesdienst; 10: Kindergottesdienst.

katholische Gemeinden. Samstag, den 24. Juni.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, den 25. Juni. 3. Sonntag nach Pfingsten.

Gießen. 6.15 Uhr: Messe; 6.30: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hoch­amt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 14: An­dacht. Echzell. 11: Messe mit Predigt.

Oeffentlicher Sonntagsbien st.

Polizei: Telefon 2751, nur in bringenden Notfällen Telefon 01.

Feuerwache: Telefon 2244'45, Notruf Tele­fon 02.

Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.

Stabtpoftamt: Für Schließfachabholer 7 bis 13 Uhr.

Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte: Dr. Geyer, Dr. Neumann-Spengel. Zahnarzt: Jäger.

Apotheke: Hirschapotheke.

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des Landwirtschastskammer-Ausschusses für die Provinz Oderheffen auf dem Prämien- markt in Alsfeld am Montag, dem 10. Zull

Zum Ausgebot kommen:

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