aber uns sind für unser ewlg Ziel drei Tatsachen gewiß. Zunächst diese, daß jenes Land der Seele Gottes Land ist. Dort findet einst Erfüllung, was wir hier ersehnen: die Gemeinschaft der Seele mit Gott. Und Gemeinschaft mit Gott ist nichts anderes, als was wir Himmel nennen, so wie Gottesferne nichts anderes ist als die Hölle. In dieser Gemein- schäft mit Gott werden alle Zweifel zerfließen und alle Dunkelheiten ein Ende hoben
„Da werd ich das im Licht erkennen, wqs ich auf Erden dunkel Iah, und wunderbar und heilig nennen, was unbegreiflich hier geschah "
Zum anderen ist das Land der Seele das Land Jesu. Er ist uns in dieses Land oorangegangen. Er ist unser großer Quartiermacher in jenem großen, freien, schonen Vaterhaus
„Dort hat der Herr uns allen, die wir auf ihn getauft, in Zions goldnen Hallen das Heimatrecht erkauft."
Er ist der Bürge unserer Seligkeit. Darum ist endlich da» Land der Seele unser Land. In diesem Land wissen wir geborgen die Menschen, die glaubensstark den Erdenosad mit uns gingen und deren Entwicklung — menschlich gesprochen: allzu früh — durch den Tod abgebrochen wurde Dort im Land der Seele erlebt auch ihre Seele herrlichste Reife und ewige Vollendung. Dorthin schauen wir voll Sehnsucht, aber auch voll Gewißheit als Bürger zweier Welten und sprechen am Himmelfahrtstage aufs neue voll Glauben:
„O du Land des Wesens und der Wahrheit, unvergänglich für und für, mich verlangt nach dir und deiner Klarheit, mich verlangt nach dir!"
Eingaben und Gesuche nur an die zuständigen Stellen!
Don der Reichskanzlei wird mitgeteilt: Wie bereits wiederholt durch die Presse mitgeteilt worden ist, haben die dem Herrn Reichskanzler aus dem Reich und dem Auslande täglich zugehenden Eingaben und Gesuche von Privatpersonen, Vereinen und Verbänden einen so starken Umfang angenommen, daß es dem Herrn Reichskanzler und den Beamten der Reichskanzlei gar nicht möglich ist, neben ihren dringlichen Dienstgeschäften alle diese Schreiben zu lesen. Troy des Hinweises, daß die Ginaaben, für die die Reichs- fanxlei nicht unmittelbar zuständig ist, an die jeweils zuständigen Verwaltungsbehörden des Reiches und der Länder abgegeben werden müssen, hat die Zahl der Eingänge nicht nur nicht obgenommen, sondern ständig zugenommen. Die Reichskanzlei sieht sich daher bei der ständig angespannten Geschäftslage, die eine weitere De- einträchtiaung dringender Dienstgelchäfte nicht ^u- läßt, in Zukunft genötigt, alle nicht unmittelbar zur Zuständigkeit des Herrn Reichskanzlers ge- hörigen Eingänge dem Absender mit dem Anheimgeben wieder zurückzusenden, sich erforderlichenfalls an die für die Bearbeitung der Sache zuständige Stelle des Reichs oder des Landes zu wenden, lieber die jeweils zuständige Behörde wird die Ortsbehörde dem Absender auf Anfrage jederzeit gern Auskunft erteilen.
Dom Gau Heffen-Naffau der NSDAP.
lieber die Gaueinleiluna der NSDAP, sind in der Öffentlichkeit verschiedenartige Veröffentlichungen herausgekommen. Um eventuelle Zweifel zu beheben, wird noch einmal ausdrücklich estgeftellt, daß d,e bisherigen Gaue Hefsen-Darm- tadt und Hessen-Nassau-Süd zu dem Gau Hes- e n - N a s s a u zusammengefaßt worden sind
Die Gaupropagandaleitung der NSDAP. (Bau Hkssen-Nassau-Süd gibt folgendes bekannt: Die Z u . schriften und Besuche häufen sich in der Gau- Propagandaleitung derart, daß jede geregelte Tätigkeit und die Erledigung notwendigster Arbeiten da- durch gefährdet wird. Es ist dringend wünschens- wert, daß nur die Propaganda der Partei betreffende Angelegenheiten vorgetragen werden. Persönliche Anliegen, Streitigkeiten zwischen Geschäftsleuten, Stellenvermittlung usw. sind ausschließlich den örtlichen Dienststellen zuzuweisen. Anfragen dieser Art werden in Zu- kunft nicht mehr beantwortet.
Kontrolle her Postschließfächer und postlagersendungen.
Amtlich wird aus Berlin mitgeteilt: „Das geheime Staa^polizeiamt hat in der vergangenen Woche in
ganz Preußen eine Kontrolle der Postschließfächer und Postlagersendungen durchgeführt, weil An- Haltspunkte dafür Vorlagen, daß sich der kommu- nistische Nachrichtendienst dieser Einrichtung weitgehend bedient. Aus verschiedenen Anfragen bei den Polizeibehörden geht hervor, daß die von der Ueber- Prüfung betroffenen Postemofänger teilweise in Zweifel darüber find, ob die Veffnung der Post behördlich veranlaßt worden ist. Vom geheimen Ltaatspolizeiamt wird deshalb darauf hingewiesen, daß es sich um eine behördlich angeordnete Maß- nähme handelt, die rein polizeilicher Natur ist. Es ist selbstverständlich, daß der Inhalt der geöffneten Post lediglich politisch-polizeilich ausgewertet wird und das Mitteilungen persönlicher ober rein geschäftlicher Art streng geheimgehalten werden."
Die für Preußen angeordnete Maßnahme hatte auch in Hessen Gültigkeit.
Flaggen herauszurSchlageter-Ehrung!
Die Reichsregierung und der Herr Hesi. Minister- Präsident Dr. Werner haben bekanntlich angeordnet, daß am Freitag, 26. Mai, aus Anlaß der zehnjährigen Wiederkehr des Tages, an dem Albert Leo S ch l a g e t e r fein Leben für die Befreiung der Rheinlande geopfert hat, sämtliche float- lichen und gemeindlichen Behörden die schwarz- weißrote Flagge und die Hakenkreuz- flagge auf Voll mast zu setzen haben. Die Reichsregierung hat der Erwartung Ausdruck gegeben, daß die Bevölkerung sich dieser Flag- aung zu Ehren des deutschen Helden anfchlie- ö e n wird. Unsere Mitbürger seien darauf heute noch einmal besonders hingewiesen
Keine offenen Arbeitslager mehr.
Die Einführung des Arbeitsdienstes geht Schritt um Schritt voran. 3m Bezirk Grohhessen, umfassend den Freistaat Hessen und Heffen-Raf» fau, ist das Kontingent jetzt auf 18 000 Mann festgesetzt. Rach Verfügung der Reichsleitung des Arbeitsdienstes kommen als Dienstträger für den Bezirk nur noch die RS.-Gaue Hessen-Rasfau uni) Kurhesfen und der Stahlhelm B. d. F. in Frage. Dre offenen Lager find jetzt völlig aufgelöst. Die noch bestehenden restlichen geschlossenen Lager anderer als der vorgenannten Organifationen, konfessioneller Verbände usw., müssen spätestens Ende September ebenfalls schließen bzw. werden von den obigen Organisationen übernommen.
Oie Arbeitszeit
im Freiwilligen Aebeitshienft.
Die Reichsleitung des Arbeitsdienstes teilt mit: Wie wir erfahren, wird immer wieder Klage geführt darüber, daß die Arbeitsdienstwilligen von den Trägern des Dienstes über sechs Stunden hinaus in Arbeit gehalten werden. Die Reichsleitung des Arbeitsdienstes hat die Bezirks- leitungen angewiesen, darauf zu achten, daß im Hinblick auf die staatspolitische Erziehung und die Freizeitgestaltung die reine Arbeitszeit nicht mehr als sechs Stunden beträgt.
Oie weiblichen Hilfskräfte im Arbeitsdienst.
Der Staatssekretär für den Arbeitsdienst hat an die Bezirksleitungen des Arbeitsdienstes und die übrigen Dienststellen die Anweisung gegeben, die übertriebene Verwendung weiblicher Hilfskräfte im Arbeitsdienst zu unterlassen. 3n der Verfügung heißt es: Die übertriebene Verwendung weiblicher Hilfskräfte in Geschäftszimmern ist unsozial, weil sie dem Manne die Möglichkeit zur Gründung einer Familie erschwert und die Frau von ihrem eigentlichen Berufe entfernt. Außerdem haben Kriegsbeschädigte und Dersorgungsanwärter ein Recht auf Verwendung im Dienst am Staate.
Gictzcner Wochenmarktpreise.
' Gießen, 24. Mai. Cs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Landbutter 120 Pfennig, Kochbutter 110, Matte 20 bis 25, Erbsen 30, Wirsing (grün, neuer) 18 bis 20, rote Rüben 10, Spinat 10 bis 15, Spargel 25 bis 45, Tomaten CO, Zwiebeln 15, Rhabarber 8 bis 10, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Dörrobst 30 bis 35, Kartoffeln (alte) 3 (pro Ztr. 2,30), (neue) 14 bis 18. Kirschen 40 bis 50, Obstmus 40 bis 45, Rüsse 60, Suppenhühner 70 bis 80, junge Hähne 70 bis 90 Pfennig pro Pfd.: Tauben 40 bis 60, Käse 5 bis 10, Eier (inl.) 8. Blumenkohl 40 bis 60, Salat 10 bis 15, Salatgurken 30 bis 45, Oberkohlrabi 15. Lauch 5,
Der Reichskanzler begibt sich mit Admiral Raeoer, dem Ches der Marineleitung, zum Kieler Häfen.
Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 25 Pf. pro Stck: gelbe Rüben (neue) 18, Radieschen 8 bis 10 Pf. pro Bund.
Talen für Mittwoch, 24. Mai
1543: Der Astronom Nikolaus Kopernikus in Frauenburg geft — 1699: Der preußische Retter- general Hans Joachim v. Zielen auf Wustrau geb. — 1826: Ferdinand Götz, Förderer des deutschen Turnwesens, in Leipzig geb — 1848: Die Dichterin Annette v. Drosle-Hülshoff auf Schloß Meersburg am Bodensee geft.
LZornotizen.
— Tageskalender für Mittwoch: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Weiß Ferdl in „Der Meisterdetektiv".
— Tageskalender für Donnerstag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Weiß Ferdl in „Der Meisterdetektiv". — Astoria-Lichtfpiele. Seltersweg: „Sprung in den Abgrund" mit Harry Piel.
*
Eine „Schlageter'-Sonderauf- führung für die Militärvereine. Die Arbeitsgemeinschaft der Militär- und Regimentsvereine unserer Stadt hat für nächsten Montag, 29. Mai, 20 Uhr, im Stadttheater für die angcschlofsenen Wehrvereine und deren Angehörigen eine Sondervorstellung des Schauspiels „Schlageter" von Hanns 3 o h st veranlaßt. Für die Aufführung gelten verbilligte Sonderpreise. Der Verkauf von Eintrittskarten erfolgt gegen Dorzeigen der Mitgliederausweise bis kommenden Samstag an der Theaterkasse. Die Mitglieder der Vereine seien auf diese Sonderaufführung zu verbilligten Preisen besonders hingewiesen.
** Die Reichbahn gewährt Ranziger Wählern 50 o. H. Fahrpreisermäßi- 9 u n g. Danziger Staatsangehörige, die sich im Deutschen Reich aufhalten, erhallen zur Ausübung ihres Wahlrechts für die Wahl des Danziger Volks- tages am 28. Mai 1933 für die Hin- und Rückreise nach Danzitz auf Reichsbahnslrecken 50 v. H. Fahrpreisermäßigung. Gegen Vorlegung des Wahlscheins wird von den Reichsbahnfahrkartenausgaben eine Blankofahrkarte zum einfachen Fahrpreis für den Reichsbahnftreckenanteil ausgegeben. Diese Karle gilt gleichzeitig für die Hin- und Rückreise und ist mit einem entsprechenden Vermerk versehen. Ihre Gültigkeitsdauer beträgt vier Tage. Die Fahrt kann je einmal auf der Hin- und Rückreise unterbrochen werden.
_** Verhaftet und nach Osthofen überführt. Wie der heutige Polizeibericht mitteilt, mürben in den letzten Tagen in Wieseck wieder zwei Personen und in Gießen ein junger Mann wegen kom
munistischer Umtriebe verhaftet. Alle drei wurden heute früh nach dem Konzentrationslager in Osthofen verbracht.
** Handelskamnrerprüfung für ® c» schäftsstenographen. 3m heutigen Anzeigenteil wird eine auf den 18. 3uni anberaumte Handelskammerprüfung für Geschäftsstenographen angekündigt. Wenn schon in früheren 3ahren, so schreibt man uns dazu, das Zeugnis über die bestandene Prüfung ein großer Vorteil für die Stellungsuchenden war, so ist es jetzt geradezu unerläßlich: denn in der sich allmählich wieder neu belebenden Wirtschaft können nur solche Kräfte gebraucht werden, die wirkliche Leistungen nachweisen können. Der beste Beweis für seine Fähigkeiten ist aber bei dem Geschäftsstenographen die bestandene Handelskammerprüfung. Wie aus der Anzeige hervorgeht, wird wieder eine Vor- und eine Hauptprüfung abgehalten. Die Vorprüfung (120 Silben) berechtigt nicht zu einem Zeugnis: der Prüfling erhält, wenn er besteht, lediglich eine diesbezügliche Bescheinigung. Beide Prüfungen bestehen in der stenographischen Ausnahme eines Diktats von zweimal 5 Minuten mit einer Unterbrechung von 1 Minute und in der sofortigen Heber» tragung in Kurrentschrift. Die zulässige Ucbcr- tragungszeit ist bei handschriftlicher ilebertra- gung auf 96 Minuten, bei Maschinenschrift auf 64 Minuten beschränkt.
** Verkehrsunfall durch Reifenpanne. Gestern abend ereignete sich auf der Landstraße Gießen—Marburg bei Lollar ein Verkehrsunfall, der durch eine Reifenspanne entstand. Zwei junge Leute, ein Herr und eine Dame aus Bremen, die sich auf einer Serienreife befanden, kamen dabei mit ihrem Motorrad zu Fall. Der Kraftfahrer, der durch die Panne die Gewalt über das Rad verloren hatte, kam bei dem Sturz ohne wesentlichen Schaden davon, seine Begleiterin mußte jedoch mit einer Kopfverletzung und Hautabschürfungen in das hiesige Evangelische Schwesternhaus eingeliefert werden. Das Befinden der Verunglückten ist den Umständen entsprechend befriedigend.
** Beim Holzhacken verunglückt. Der 59 3ahre alte Maurer Wilhelm Braun von Staufenberg verunglückte gestern abend beim Holzhacken. Gr schlug sich mit dem Beil so unglücklich in die linke Hand, daß er mit einer schweren Verletzung in die Chirurgische Klinik nach Gießen eingeliefert werden mußte.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bi» 12.30 Uhr. 16 bi» 17 Uhr Samstag nachmittag geschiosfen
mit neuen Film-Bildern
Jeder sagt eswj*?i freudestrahlend:
Dies Zeichen trügt nie! Ramses ist die Beste! Dick, rund, ohne Müliästückf^^^äs verschafft sie für wenig Geld t V • .^ Al /'/• • (.
Rauchgenuß. Und dann die Filmbilder! Ge- rade erscheint eine neue Serie! Jetzt \es: Ramses rauchen und vvWerSammelrttö^MW


