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24.4.1933 Frühausgabe
 
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GießenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Der Führer Adolf Hiller spricht in München.

Eine große Rede des Kanzlers vor der nalionalfoz-alistischen Führerschaft.

München. 22. April. (XU.) Die Reichs-- Pressestelle der RSDAP. teilt mit Am Samstag­vormittag versammelten sich sämtliche in München anwesenden Führer der RSDAP., die politischen Leiter, sowie die höheren SA - und SS -Führer im Rohmen der Führertagung der RSDAP. zu einer Sitzung im Festsaal des Münchener Rathauses. Als Vertreter Adolf Hitlers war der Vorsitzende der Politischen Zen- tralkommiision der RSDAP., Amtsleiter Heb, erschienen, cls Vertreter der Reichsleitung die Amtsleiter Dr. Ley, Schwarz, Buhler, Frank, Fiehler, Buch und Grimm.

Der Acichsinspckteur der PO., Wagner, er­öffnete die Sitzung mit einem Gedenken an die Toten der Bewegung und mit einem Grub an Öen Führer, dem die Versammelten ein dreifaches Heil darbrachten.

Dann ergriff der Vertreter Hitlers, Hetz, das Wort., Er erinnerte daran, das) feit der letzten in München abgehaltenen Führertagung Ereig­nisse von einer Bedeutung über die politische Buhne gegangen seien, die man in ihrer vollen Drohe heute vielleicht noch nicht ermessen könne.

Mil hiskorischen Token habe die nationalsoziali- stische Bewegung bereits die Junbamenk eines neuen Staates gebaut. Sie fei mif der deutschen Zukunft untrennbar verbunden. Je mehr die nationalsozialistische Bewegung an Kraft ge­winne. desto mehr werde der neue Staat gestärkt. Es folgten Referats über de Gestaltung des 1. Mai zum Tag der Arbeit, sowie über die Aufgaben des Untersuchungs- und Echl'.chtungs- aus'chusses der Partei. Der Leiter dieses Aus- schusurs, D u ch , machte dabei Ausführungen über b:e Schärfe, m.t der gerade jetzt die Siebung der Parte.Mitgliedschaft durchgeführt wird.

Der Slabsleiter der PO.. Dr. Ley, wies dann auf den schweren Kamps hin, der die Bewegung in den letzten 14 Jahren aus kleinsten Anfän­gen zum Siege geführt hat. Der unbedingte Glaub ean die Idee und dos Vertrauen zu der überragenden Persönlichkeit Hitlers habe die Grundlage dieses Sieges geschaffen. Roch sei das Werk nicht vollendet. Mit demselben unerschütterlichen Kampfgeist müsse weitergekämpft werden. Dann werde Deutschland gerettet sein, wenn das deutsche Volk geeint sei.

2lls Vertreter des Stabschefs der SA. sprach der Re chsführer der SA., Himmler, über die Zusammenarbeit zwischen der politischen Lei­tung der Bewegung und der SA. und SS. Der Sieg sei erzwungen worden, weil alle Kämpfer sich immer zuerst als Rationalsozialisten gefühlt hätten.

Die SA. und SS. fei das Schwerk der Be­wegung, dae die Bewegung flärie und sichere. Gemeinsam würden politische Leitung und SA.

und SS. ihre geschichtliche Ausgabe erfüllen.

Mit einem kurzen Referat des Amtsleiters Rosenberg über die Aufgaben des neu ge­schaffnen außenpol t schen Amtes der RSDAP. sand d.e Sitz tng am Vormittag ihr Ende.

Die grohi. Führertagung fand am Samstag- nachmittag durch die Anwesenheit Adolf Hit­lers ihren Höhepunkt. Rahczu sämtliche Führer der Partei waren in dem ehrwürdigen alten Qllün- chcuer Rathaussaal versammelt, von dessen Wän­den zwischen den historischen Fahnen der Zünfte und der Wappen alter Geschlechter die Zeichen des jungen Deutschlands grüßten. Die Versammlung i)er Männer, die an führender Stelle mitgeholsen haben, die deutsche Revolution zu erkämpfen und die nationalsozialistische Bewegung zum tragenden Fundament des neuen Staates zu machen, bot ein eindrucksvolles, unvergeßliches Bild. Während von der Straße herauf die Heilrufe der begeister­ten Menge in den Saal drangen, grüßten die al­ten Kämpfer stumm und in innerer Ergriffenheit mit erhobener Hand den Führer.

Stehend hörte die Versammlung die Degrü- ßungsworte, die der Stellvertreter des Stabslei­ters der PO., Robert Wagner, im Romen der versammelten Führerschaft der nationalsozialisti­schen Bewegung und des gesamten deutschen Vol­kes an den Führer richtete:

Partei und Volk blicken in tiefer Ver­ehrung zu AdolfHitler empor und seien glücklich, von ihm geführt zu werden.

Ein dreifaches Heil war der Gruß der Ver­sammlung. Dann ergriff

der Führer Adolf Hitler

das Wort zu einer von tiefer, innerer Straft und staatsmännischem Geist getragenen Rede. Er wies einleitend darauf hin, daß es gelungen fei, die nationaleReoolution trog der so durch­greifenden Wirkungen auf allen Gebieten des Lebens und im Gegensatz zu allen früheren Revo­lutionen diszipliniert in der H a n d z i e l- bewußter Führung zu halten. Der Grund Dafür liege in der Tatsache, daß frühere Revolu­tionen von indisziplinierten Menschenhaufen ziellos durchgeführt wurden, um dann schließlich in ihr Gegenteil umzuschlagen.

Das Kennzeichen der nationalen Erhebung sei dagegen, daß ihr Träger die in äußerster Dis­ziplin aufgebauke und kampfgesköhlke nafional- soziaklslische Bewegung sei. Wenn ihre Disziplin, ihr Kampfgeist und dos Zielbewußtsein der |

I Führung erhalten blieben, dann würde der Sieg ein vollkommener und dauernder sein. Die Geschehnisse, die sich in Deutschland abgespielt hätten, seien ein einzigartiges, wunderbar elasti­sches Zusammenspiel zwischen der impulsiven Volksbewegung und der durchdachten Leistung durch die Führung. Dos müsse auch in Zukunft der Fall fein. Adolf Hitler erklärk, er müsse stets dos Bewußtsein haben können, daß bei jeder Maßnahme dos ganze Volk in seiner überwältigenden Mehrheit hinter ihm stehe. Die llnüberwindlichleit unserer Macht müsse darin bestehen, daß sich die ganze Ration uns geistig anschließe. Der Führer befaßte sich in diesem Zusammenhang in großen Zügen mit den im Vordergrund stehenden politischen Fragen der Gegenwart. Er legte außen­politisch ein klares Bekenntnis zur Politik des Friedens ab, den Deutsch­land brauche und erhalten wolle. Deutschland aber könne nichtzueinerRationzwei- ten Ranges weiterhin gestempelt, sondern müsse in der IDelf als gleichberechtigter Faktor anerkannt werden. Der Führer be­tonte dabei grundsätzlich, daß Außenpolitik nicht gemacht werde mit der Stirne nach außen, sondern mit dem Dillen nach innen.

Innenpolitisch erklärte er, daß derKamps ge­gen den Marxismus keine Abschwä­chung erfahren werde. Wenn auch der Marxis­mus sich h.-ute bereits tot stelle, so schütze ihn das nicht davor, daß ec endgültig vernichtet werde.

Der Führer wies daran, hin, welche große Auf­gaben damit gestellt seien, die nationalso­zialistische Weltanschauung zum Ge­meingut des ganzen Volkes und die na- nationatsozialistische Bewegung immer mehr zur Trägerin des neuen Staates zu ma­chen, den sie aufgebaut hat. Die Führung ginge Schritt für Schritt systematisch weiter auf dem Wege zum neuen Deutschland. Aufgabe der Par­tei fei, Schritt zu halten und die ganze Ra­tion auch geistig der Führung an» zuschließen.

Die Schlagkraft der Bewegung müsse daher nicht nur erhalten, sondern erhöht werden. Die un­zertrennliche Einheit zwischen Füh­rung und Gefolgschaft müsse die Einheit des Handelns für immer gewährleisten. Er sei stolz darauf, Kanzler zu sein, aber stolzer noch sei er, Führer dieser Bewegung zu sein, die den Sieg über die Verderber des deutschen Volles al­lein ermöglichte.

Er wisse, daß die Bewegung wie bisher sich auch weiterhin ohne Rücksicht auf die kleinen Röte des Alltags vollständig mit seinen höheren Zielen identifiziere. Der Grundsatz der Disziplin sei das Fundament der Bewegung. Als die Aktion zur Abwehr der jüdischen Greuel- und Boykotthetze besohlen wurde, setzte sie schlagartig ein. Als sie beendigt wurde, brach sie ebenso schlagartig ab.

In klaren Worten umriß der Führer das innige Verhältnis und die einander sich ergänzenden Aus­gaben der politischen Leitung und der ER und SS. Die Zusammenarbeit dieser beiden Faktoren der Bewegung habe den Sieg errungen. Sie werde auch der Garant der Zukunft sein.

Roch stünden große und wichtige Aufgaben be­vor. Die Revolution fei erst dann be­endet, wenn die ganze deutsche welk innerlich und äußerlich völlig neu gesfal- t e f sei. Der Führer erklärte dabei:Richt die Lauen und Reutraten machen Geschichte, sondern die Menschen, die den Kampf auf sich nehmen. Dadurch, daß unsere Bewegung im Sturmschritt marschiert ist und marschiert, hat sie die Kraft in sich, sich gegen jeden Feind durchzusehen und den Sieg zu erringen. Die Bewegung hat 2000 3afjre deutscher Geschichte und Kultur übernom­men. Sie wird die Trägerin der deutschen Ge­schichte und der deutschen Kultur der Zukunft werden. Sie wird dafür sorgen, daß neue un­vergängliche Dokumente geschaffen werden, die unser Volk weiter einreihen in die Zahl der großen Kulturvölker der Weltgeschichte, wir arbeiten nicht für den Augenblick, sondern für das Urteil der Jahrtausende."

Der Führer umriß in seinen Ausführungen auch die großen Ausgaben der Kun st, die gelöst werden müssen, um die Nation aus dem rein wirt­schaftlichen Denken herauszuheben und ewige Werte zu schaffen.

Zum Schluß seiner Rede, die immer wieder von begeisterter Zustimmung unterbrochen wurde, er­klärte Adolf Hitler:Ich bitte Sie, meine Führer, I führen Sie Ihren Kamps so, daß die kommenden Generattonen von unserer Bewegung swlz bekennen: Sie war nicht nur groß bis zur E r - reichungder Macht. Sie war noch größer, als sie den Staat in Händen hatte.

Unsere Bewegung ist heule das wunderbarste Beispiel höchster Disziplin, beispklloser Treue, einer einzigen Kameradschaft, wenn sie sich diese Grundlage erhält, bann wird unser Reich be­stehen bleiben, bis in fernste Zeiten. Denn wir kämpfen nicht für uns, nicht für unsere parkt, sondern für das deutsche Volk und für seine lln- sterblichkeit."

Gin dreifaches Sieg-Hell als Dank an den Führer snlloß die Tagung, die in der Geschichte der Bc- wegung und damit Deutschlands als ein Markstein verzeichnet sein wird.

Berlin, 22. April. ($H.) Der Reichs­minister des Innern hat in einem Rund­schreiben an die Obersten Reichsbehörden und die Landesregierungen Richtlinien über die Be­gehung ,dcs Feiertages der nationalen Arbeit in der öffentlichen Verwaltung er­lassen.

Am l.Mai wird im ganzen Reich all­gemein geflaggt. Auf den Gebäuden der Rcichsverwaltung werden die schwarzweißrote und die Hakenkrcuzflagge gehißt. Die Landes­regierungen werden für ihren Geschäftsbereich Beflaggung anordnen. Die Oberbürgermeister, Bürgermeister und Gemeindevorsteher werden die Einwohner ihrer Gemeinden aufrufen, sich mitBeflaggungderPrivathäuser dem Riehen der öffentlichen Verwaltung anzu- schltezm, um barmt d:r inneren Verbun­denheit von Volk und Staat feierlichen Ausdruck zu verleihen. Die Dienstgebäude wer­den mit frischem Birkengrün oder sonstigem Grün in einfacher Weise geschmückt. Schon durch das Aufsehen eines Birkenzweiges auf den Flaggen­mast, oder an besonders hervorstehenden Ge­bäudeteilen kann in jeder Form dem Gedanken der erwachten Ratur, des Frühlings und der Hoffnung Ausdruck verliehen werden.

In der Reichshauptstadt werden drei große Feiern abgehalten. Im Lustgarten findet nm 10 30 Ufjr ein feierlicher Staatsakt statt, bei dem der Reichsminister für Volksaufklärung sprechen und bei der eine Botschaft des Reichs­präsidenten verkündet werden wird. Um 18 Ufjr werden Abordnungen der Arbeiterschaft aus allen Reichsteilen empfangen. Hm 19.30 Uhr findet eine große Abendfeier auf dem Tempelhofer Feld in Berlin statt. Diese drei Feiern werden durch den Deutschlandsender auf alle deutschen Sender übertragen.

D.e außerpreußischen Landesregierungen wer­den ihrerseits in der Landeshauptstadt einen feierlichen Staatsakt veranstalten, und Ar­beiterabordnungen empfangen.

D.e Schulfeiern werden so eingerichtet,

Paris, 23. April. (TU.) Der französische M'.nrsterpräsident D a l a d i e r hielt am Sonn­tag in seiner Heimatstadt Orange eine grofje pol.t:sche Rede. Daladier schilderte einleitend die Lage, in der er vor drei Monaten die Regierung übernommen habe, ileberaü habe Beunruhigung und Ungewißheit geherrscht. Zu den Haushalts­schwierigreiten der Regierung hatten sich die be­rechtigten Forderungen der Landwirtschaft und der Industrie gesellt.Und zu gleicher Zeit", so fuhr Daladier wörtlich fort,hörte man außerhalb unserer Grenzen den Ruf zur Gewalt. Es bereiteten sich jene Brutali­täten und jene Terrororganisationen vor, die wieder einmal zeigten, wie gebrechlich unsere moderne Zivilisation ist, die wir so fest im euro­päischen Boden eingewurzelt glaubten." Daladier kam dann auf die Außenpolitik zu sprechen.

Frankreich habe niemals irgend etwas von feinen lebenswichtigen Interessen aufgegeben. Die Regierung habe beharrlich das Ideal der Organisierung des Friedens unkr den Völkern verteidigt, das nur aus der allmählichen, gleich­zeitigen und streng kontrollierten Abrüstung und aus dcn Garantien beruhen könne, die die Ach­tung des Rechtes aller Völker auf die Freiheit gewährleisten könnten.

Daladier ging dann kurz auf die letzten E r e i g n i f f e in Amerika ein und betonte in die­sem Zusammenhang, daß der französische Franken nichts zu fürchten habe, weil er die stärkste Golddeckung hinter sich habe. So wenig wie man auf die letzten Ereignisse in Amerika vor­bereitet gewesen sei, so wenig hätte man daran ge­dacht, daß in einem gewißen Lande dec s ch l i m m ft e Nationalismus triumphieren würde. Es tauche nunmehr Die Frage auf, ob man jetzt vor einem neuen Währungskrieg und einem Rüstungswettlauf stehe. Er sei Der Ansicht, daß ntr eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller

Der Abschluß der Tagung. ^München, 24. April. (WTB. Funkspruch.) Di. ubrertag^ng der NSDAP, in München beendete am^SonntagabenD eine Festvorstei« lunqim Staatstheater. Auigesührt wur­den Richard Wagners ,,Meistersinger von Nürn­berg", deren Dritter Akt auch auf den Bayerischen Rundfunk übertragen wurde. Die Karlen für bij Borstellung der ftampibunhbühnc waren schon lange vorher vergriffen. Am Schluß intonierte das Orchester das Deutschlandlied, das die Besucher stehend, mit erhobener Rechte mitfangen.

Vor Dem Nationaltheater Halle sich abends eine große Menschenmenge angesammelt, die Dem Reichskanzler bei seinem Erscheinen zur «xestaufführung zujubeln wollte. Bon SA.-Leuten wurde jedoch mitgeteilt, da Braunen Haus zu a r b e i mehr erscheinen werde.

daß die Schulen mit ihren Leitern und Lehr­kräften die Uebcrtragung des großen Staats­aktes im Berliner Lustgarten durch dcn Schul­funk hören. In Den Schulen, in Denen eine Rund- funkcinr.chtung noch nicht besteht, oder bis zum l.Mai sich noch nicht einrichten läßt, werden die Schulfeiern möglichst in Anlehnung an die Feier im Lustgarten gestaltet werden.

An den in Berlin stattfindenden drei Feiern soll Die Bevölkerung im ganzen Reich unmittel­bar teilnehmen, indem in allen Orten an geeig­neten großen Plätzen von den Gemeinde­verwaltungen Lautsprecher ausge­stellt werden.

D.e Musikkapellen Der Schutzpolizei, der Feuer­wehr, der SA. und <do., des Stahlhelms, Der Kr.egervereine, Des Kyfshäuserbundes und an­derer Verbände werden Platzkonzerte ver­anstalten. Der Reichswehrminister hat angeord­net. daß an allen Standorten mit Musikkapellen Platzkonzerte stattfinden. Soweit besondere ört­liche Feiern veranstaltet werden, werden diese so gelegt, daß sie mit den drei Übertragungen aus der Reichshauptstadt auf den Deutschlandsender nicht zusammenfallen.

Auch im Samgebiei ArbeiiSruhe am l.Mai.

Saarbrücken, 22. April. (TU., Die Re- gierungskommissiondesSoargebie- tes wird dem Antrag der Christlichen Gewerk­schaften auf Erhebung des 1. Mai zu einem ge­setzlichen Feiertag nicht stattgeben, da es bei der Kürze der Zeit nicht mehr möglich sei. Die für einen solchen Erlaß notwendigen Gut­achten des Landesrates einzuholen. Trotzdem wird der 1. M a i im Saargebiet voraussichtlich ein Ta g der allgemeinen Arbeitsruhe sein. Da Die Gruben an Diesem Tag eine Feier­schicht einlegen unD InDustrie unD Handel von sich aus eine Arbeitspause durchführen. Die Christlichen Eewerischaften wollen die Bedeutung des 1. Mai durch einen allgemeinen Kirchgang ihrer Mitglieder besonders unterstreichen.

Völker Die Leiden heilen könne, von Denen Die ganze Wett befallen sei.

Frankreich werde sein Programm auf Der Lon­doner Deltwirlfchaftskonferenz unterbreiten.

Daladier verurteilte schließlich das Abgehen Ameri­kas vom Goldstandard und erklärte: Frankreich hat Die schmerzhaften Auswirkungen Der Währungs­schwierigkeiten zu sehr am eigenen Leibe verspürt, als daß es ihr Wiedererfcheinen ohne weiteres hin­nehmen würde. Diejenigen, die über Völker regie­ren, müßen verstehen, daß die Wiederher st el- lung des internationalen Vertrauens für die Wiederaufrichtung jedes Landes wichtiger ist, als alle mehr oder weniger künstlichen Maßnahmen, von denen man sich eine Rettung verspricht.

Ein Berliner Kommentar.

Berlin, 23. April. (ERB.) Aus die ausdrück­lich an Frankreich gerichteten Worte unse­res Friedenswillens in des Reichs­kanzlers Reichstagsrede vorn 21. März, hin­ter denen das gesamte Deutsche Volk stand, ant­wortete _ heute der französische Mini­sterpräsident mit einer Rede, die die Grund­linien der französischen Politik der letzten 14 Iahre mit erschütternder Offenheit darlegt.

Frankreich hat in Dieser Zeit nichts von seinen in Versailles einseitag sich selbst zuerkonnkn Vorrechten und Inkressen aufgegeben und will auch weiter an dieser Grundlinie gegenüber Europa und dem zur gleichen Zeit seiner lebens­wichtigsten Interessen beraubten Deutschland feff- halten. Die 14jährigen Bemühungen Europas, von Gewalt und einseitigem Interesfenfiand- punkt zu Recht und Billigkeit zuruckzufinde», bleiben unbeachtet.

Geradezu heraussordernd klingen in diesem Zu­sammenhang die Worte:Die Achtung vor dem Recht aller Doller auf Freiheit

Der Feiertag -er nationalen Arbeit.

Richtlinien des Reichsministeriums des Innern.

ß Adolf Hitler im t e n habe und nickt