Ausgabe 
23.9.1933 Erstes Blatt
 
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habe aber vrrsrühte 2ms». scheidung bedeutet.

ran nur gelernt, um zu lehren, be man sich nur angeeignet, aber L '

iution von 1918 habe sich dar Er- em Gedanken der Lehrerbildung, t abdrängen lassen und zwar nach schen Akademien hin. Da- Mitil vor die Tür gewiesen war- i Universität aber eine politische es bas höchstgesormte Wollen Nation ju vertreten gelle. Die lemlen feien bemgegenüber be- n einem (Experimentieren um seien Brutstätten liberalW^

, btt LchnWung \t\ In der drrung der Lrhrerbil- VinlversU'äl zu sehen. Das M sei mit der Universität zu men weiteren Ausführungen M der Hauptsache von den Dcrh° ' liversität Leipzig aus- Der Äh « zu bestimmten Zeiten BollsMd n - hlfach gestattet, das die Moglichke sich entwickeln zu.lassen

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1,67

1,67

0,70

Heringskartoffeln. Hierzu

werden die

0,70

1,53

1,75

1,60

RM. 0,40 0,80 0,30 0,10 0,05 0,10

RM. 0,50 0,50 0,10 0,12 0,20 0,03 0,15

RM. 1,20 0,30 0,12 0,05

RM. 0,30 0,60 0,12 0,06 0,10 0,10 0,25

Preis:

125 Gramm Butter

8 Eier

375 Gramm Zucker

15 Gramm Mandeln

450 Gramm Kartoffeln

100 Gramm Semmelmehl

Dreis:

1% Pfund Hammelfleisch

2 Pfund Bohnen

3 Pfund Kartoffeln Pfeffer, Salz

Preis:

3K Pfund Kartoffeln

4 Heringe

Saure Sahne und etwas Butter

Das sonntägliche Eintopfgericht

Empfehlenswerte Vorschläge zur Durchführung des Winterhilfswerkes.

Preis:

% Pfund Schweinefleisch % Pfund Rindfleisch

1 Pfund Zwiebeln

3 Pfund Kartoffeln Saure Sahne Salz und Pfeffer Etwas Butter

Eintopfgericht zum Höchstpreis.

Makkaroni ä la Bolognese. Hierzu wird sehr zartes Ochsenfleisch in ganz kleine Schnippelchen geschnitten und in Fett mit viel Zwiebeln und reich« lich Tomaten, Pfeffer und Salz weich gedämpft. In« zwischen kocht man auch Spaghetti in Salzwasser gar, schüttet das Wasser ab und vermengt die Spa­ghetti mit der in ziemlich viel Tunke schwimmenden Fleischmenge. Man kann dieses Gericht sofort an- richten und reicht dann als Zugabe geriebenen Käse, man kann es ober auch in eine Form tun, geriebenen Käse und kleine Butterflöckchen darüber geben und alles zusammen im Backofen durchziehen lassen.

Preis:

3 Eier

2 Pfund Pilze

Yi Pfund Mehl % Liter Milch Etwas saure Sahne Etwas Reibkäse Salz, Pfesfer, Fett

dieser Speise möglichst vermeiden.

Preis:

3 Pfund Kartoffeln

K Pfund Speck

4 Pfund Weißkraut

Pfeffer, Salz, Lorbeer, Zwiebeln

Amtsgericht Gießen.

Der in Gießen wohnhafte W. R. erhielt im Juni dieses Jahres einen Strafbefehl, weil er einen Hund mit seinem Fahrrad überfahren haben sollte. Nach Vernehmung einiger Zeugen beantragte der Amts­anwatt eine Geldstrafe von 20 Mark. Das Gericht erkannte entsprechend dem Antrag des An- klagevertrerers. Die Kosten des Verfahrens trägt der Angeklagte.

RM. 0,12 0,30 0,20 0,08

RM. 1,10 0,12 0,25 0,20

Preis:

1K Pfund Schweinsrippe

3 Pfund Kartoffeln

1% Pfund Aepfel Pfeffer, Salz, Fett

Das Eintopfgericht des Vegetariers.

Pilz-Pfannkuchen. Man bereitet einen guten Eierkuchenteig, backt nicht zu dünne Pfann- kuchen und legt damit eine Form aus. Inzwischen hat man Pilze geputzt, geschnitten, in Fett ange- dünstet, gepfeffert und gesalzen und mit etwas Mehl sämig gemocht. Diese Pilzfarce gibt man auf die Eierkuchen, deckt nun wiederum mit solchen zu, gibt etwas sauren Rohm, geriebenen Käse und Butter­flöckchen drauf und läßt das Gericht etwa 20 Minuten in der Röhre schmoren.

Bohnentopf mit Hammelfleisch. Ham­melfleisch wird in Stücke geschnitten und mit Wasser, Salz und Pfeffer aufgesetzt, -sobald das Fleisch an­fängt weich zu werden, gibt man die geschnippelten Bohnen nebst etwas Bohnenkraut hinein. Eine halbe Stunde vor dem Anrichten legt man die geschätten Kartoffeln dazu und läßt sie weich dämpfen.

Das vom Reichspropagandaminister Dr. Goebbels bei der Kundgebung Aum Kampf gegen Hunger und Kälte" erwähnte Eintopf-Gericht soll am 1. Oktober zum erstenmal auf allen Mittagstischen in Stadt und Land erscheinen.

Wieder einmal ist un» Hausfrauen eine Gelegen­heit gegeben, uns zu beweisen. Drehten sich bisher die Kränzchenunterhaltungen vielfach um Kuchen­bocken oder Süßspeisen, so ist jetzt das Stichwort ein anderes.Eintopfgericht" heißt die Losung. Ich will heute einige Eintopfgerichte vorschlagen, die vielleicht der einen oder anderen Hausfrau Anregung geben können.

Die dabei angegebenen Mengen beziehen sich je­weils bei gutem Appetit für v i e r P e r s o n e n, die S werden selbstverständlich in den verschiedenen trichen kleinen Abweichungen unterworfen sein. Daß bei den meisten Gerichten die H ö ch st g r e n z e von 5V Pfennig pro Kopf nicht annähernd er­reicht wird, sollte für die Spende gegen Hunger und Kälte eine gute Vorbedeutung sein. Ich schlage vor:

Kür größte Sparsamkeit.

Deutsches Weißkrautgericht. Hierzu wird ein Viertelpfund Speck in feine Würfel geschnit­ten, mit etwas Zwiebeln angebraten, darauf das in nicht zu kleine Stücke geschnittene Weißkraut hinein- gegeben, etwas Salz, Pfeffer, ein Lorbeerblatt hin­zugefügt und alles zusammen gedämpft, bis das Kraut halbweich ist. Zuletzt kommen die geschälten Kar­toffeln darüber, der Topf wird wieder gut ver­schlossen und so lange auf kleinem Feuer gelassen, bis die Kartoffeln weich sind. Man sollte das Umrühren

K a r t o f f e l - A u f l a u f. 125 Gramm zu Sahne geriebene Butter, 8 Eidotter, 375 Gramm Zucker, 15 Gramm gestoßene Mandeln, darunter 5 Stück bittere, evtl, auch etwas Zitronenschale, werden gut gemilcht und eine Weile gerührt, dann 450 Gramm am Tage vorher in der Schale beinahe gar gekochte abgezogene und geriebene Kartoffeln und 100 Gramm geriebenes Weißbrot durchgerührt, und zuletzt der feste Schaum der Eier durchgezogen. Man lägt den Auflauf eine Stunde backen.

Kartoffeln in der Schale gekocht und abgezogen, He­ringe werden zerkleinert. Dann füllt man eine Auf­laufform abwechselnd mit einer Schicht Kartoffeln,

Die deutsche Rundfunkindustrie kann mit dem Er­folg der diesjährigen Funkausstellung zufrieden sein. Die große Werbeaktion für den nattonalsozialisti- schen Rundfunk, den die offüteHe Rundfunkfuh- runa vor der Funkausstellung eingeleitet hatte, und die selbst heute noch mit der gleichen Intensität fort- geführt wird, hat das Interesie derjenigen Volks- kreise, die in den vergangenen Jahren noch abseits standen, in hohem Maße dem Rundfunk zugewandt.

Besonders die großen Feiertage der Nation, die Höhepunkte in unserem politischen und geistigen Leben, wie der 21. März, der 1.2Hal, wie die Wellsendung von Bayreuth oder der Nürn­berger Parteitag, hoben die Mehrzahl unserer

Volksgenossen für den Rundfunk aktiviert.

Heute kann dementsprechend ohne Uebertretbung eingestanden werden, daß die Produktion der deut- schen Funkindustrie in stetigem Steigen begriffen ist. In den vergangenen Wochen konnten verschiedene Firmen eine Erhöhung ihrer Belegschaft durch Ein- stellung von etwa 400 bis 600 Arbeitern melden und damit beweisen, daß die nationalsozialistische Rundfunkpropaganda auch den großen sozialpoliti- schen Zweck der Produktionssteigerung und der Ar- beitermehrbeschästigung erfüllt.

Naturgemäß wird der erhöhte Absatz von Rund­funkgeräten noch dadurch gefördert, daß die deutsche Funkindustrie vom Volksempfänger an bis zu ihren großen Standardmarken durchgängig Empfänger von höchster und oft bewunderungswürdiger Lei- stungsfählgkeit, natürlich ihren Klassen entsprechend.

Kartoffeln, Schweinsrippe und Aepfel. Man setzt in einer etwas flachen Brat­pfanne ein Stück Schweinsrippe, zur Hälfte mit Wasser bedeckt, und etwas Salz auf nicht zu starkes Feuer, deckt die Pfanne fest zu und läßt das Fleisch 1% Stunden mäßig kochen und gelblich braten. Als­dann nimmt man es heraus, belegt die Pfanne mit kleinen, rund geschälten Kartoffeln, streut ein wenig Salz darüber, legt die Rippe darauf, und zwar die offene Stelle nach oben, füllt die Höhlung derselben mit geschälten, in vier Teile xerfdjnittenen sauren Aepfeln, gibt eine Tasse Wasser hinein deckt die Pfanne wieder zu und läßt die Kartoffeln darin langsam weich und gelb braten, während man sie einmal umdreht. Dieses Gericht ist am besten im Bratofen zu bereiten.

herausgebracht hat. Diejenigen Volksgenossen, für die die Parole von Dr. Goebbels, zunächst die heutige Zahl der Rundfunkteilnehmer zu verdop- peln, ein unbedingter Befehl ist. und die infolge- dessen Rundfunkhörer werden, können sich heute hundertprozentig auf die Qualität der deutschen Rundfunkgeräte oerlasien. Diese Tatsache ist für Apparatebesitzer ja längst eine Gewißheit.

Gerade diese Apparatebesitzer, die mil ihren Geräten gute und hervorragende Erfahrungen gemacht hoben, werden auch die besten Werber für neue Rundfunkhörer fein.

Bekanntlich wird sich der Erfolg der Rundfunk- ausfteUung erst in seiner ganzen Größe bis Weih- nachten hin ouswirken. Es hat schon heute den An- schein, als ob bei dem Einkauf zum Weihnachtsfest die Rundfunkgeräte die erste Stelle einnehmen werden. Und das ist gut so, nicht nur hn Interesie der Funkindustrie, die sich ernsthaft bemüht, für ge­ringes Geld Höchstwertiges zu leisten, sondern auch im Dienst der neuen Staatsidee, für Die alle ihre Kräfte einzusetzen auch oberstes Gesetz der Funk­industrie ist.

So bleibt also zu wünschen, daß die Produktions- fteigerung innerhalb der deutschen Funkindustrie von Woche zu Woche und von Monat zu Monat noch zunimmt, damit wirklich eines Tages das große Ziel erreicht ist, daß die

Mehrzahl des deutschen Volkes Rundfunkhörer ist und durch den Rundfunk in inniger Verbindung mit dem Willen und den Worten des Führers steht.

Das deutsche Volk laust Rundfunkgeräte

Don Karl Hintze, geschäffssührendem Vorstandsmitglied der Nationalsozialistischen ZRunbfuntfammer.

Heringsstückchen, Butterflöckchen und saurem Rahm, gibt auch zuletzt noch etwas Butter und sauren Rohm darüber und läßt die Speise im Backofen schmoren. RM. 0,10 0,20 0,40

Die kräftige Einiopfspeise.

Möhren im Sonntagsgewand. Ein Pfund Schweinebauch wird m kleine Würfel ge­schnitten und mit reichlich Zwiebeln hellbraun an­gebraten, etwas Wasser, Salz, Pfeffer, ein wenig Peter ilie und die Möhren dazu gegeben und ge- dämp t. Wenn die Möhren halbweich sind, kommen noch Die geschälten, in Scheiben geschnittenen Kar­toffeln hinzu, und das Ganze wird langsam gar­gekocht.

Preis: RM.

1 Pfund Schweinebauch 0,80

2 Pfund Möhren 0,18

3 Pfund Kartoffeln 0,12

Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Petersilie, Fett 0,20

1,30

Spanisch F r i c o. Man nimmt zu gleichen Teilen Schweinefleisch und mageres Rindfleisch und schneidet es in dünne Scheiben. Ebenso schneide man geschälte rohe Kartoffeln und Zwiebeln. Eine Bub­bingform wirb bann ausgeschmiert und lagenweise mit Fleisch- und Kartoffelscheiben gefüllt und jede Schicht mit Zwiebeln, Salz, Pfeffer und kleinen Bitt- terstückchen belegt. Zuletzt gießt man etwas saure Sahne darüber, schließt die Form und kocht das Ganze 2H Stunden im Wasserbad.

unbestreitbaren Vorzügen der Lehrerbildung an einer Universität sei allerdings auch eine Gefahr verbunden: die eines möglichen Dualismus. Diese Gefahr müsse aber in nationalsozialistischem Seist zu bannen versucht werden. Zum Seminar zurückzukehren sei undiskutabel. Er empfehle, die notwendigen Dozenten der Universität für die Lehrerbildung und die Dozenten des pädagogischen Instituts zusammenzuführen. Es fei außerdem not­wendig, den Besuchern des pädagogischen Instituts die UniDerfitätsinftitute unmittelbar Augängllch zu machen. Nur dadurch seien wertvolle Arbeitsgemein- thasten au schaffen. Es könne bei dieser Serbin- ung gleichzeitig ein lebendiges Band vom Dozen­ten der Hochschule bis zur Schulklasse geschlungen werden. Mit der organisatorischen Umbildung an der Universität Leipzig gehe auch eine Umbildung des zu lehrenden Stoffes einig. Religion, Deutsch und Geschichte stünden nunmehr im Vordergrund. Die Reformen der Lehrerbildung feien ohne große Kosten durchführbar.

Die deutsche volksschullehrerbildung müsse, so wolle es auch bet Führer, auf das Engste mit der Universität verbunden werden, denn für den Volksschullehrer im nationalsozialistischen Staate sei die beste Ausbildung gerade gut genug.

(Lebhafter Beifall!)

Kreisschulrat Dr. H e ä ß dankte dem Redner für seine Ausführungen und bc bauerte im Zusammen­hang damit den bevorstehenden Weggang Prof. Dr. Sanders (dessen Arbeiten der Redner ver­schiedentlich erwähnte) von Gießen. Der Redner wies bann darauf hin, daß er leider im Orchester, wie auch Im Chor bzw. in der Arbeitsgemeinschaft für das deutsche Lied, keinen der Herren Studien­räte beteiligt sehe. Es gehe nicht un, baß sich einzelne Herren von ber Mitarbeit ausschlösien. Man bulbe keinen Standesbünkel. Eine Volks­gemeinschaft Im nationalsozialistischen Sinne werbe man unter Umständen, wenn es notwendig werde, zu erzwingen wissen. Wer sich von der Arbeit in den Arbeitsgemeinschaften ausschließe, müsse damit rechnen, daß ihn eines Tages auch der Staat nicht mehr kenne. Nachdem das Orchester ein Konzert­stück von Torelli wiedergegeben und ber Chor ein schönes Volkslied gesungen hatte, sprach

Kreisschulrat Or. Henß

überDas Wesen und Wollen des NS.- Lehrerbundes im neuen <5taa t". In unseren Tagen werde, so führte er u. a. aus, Ge­schichte gemacht. Für die Zukunft habe der Er­zieher große Aufgaben zu erfüllen. Der größte Er- zieher in unserem Volke sei ber Führer unb Dolks- kanzler Aböls Hitler. Erzieher sein heiße: wach­sen lassen. Der Samen, Der ausgestreut werbe, gelte bem Wachstum ber Seele. Eine trübe Zeit liege hinter uns. Vor Jahren fei ber Intellektualis­mus gesät und die Seele dabei verdorben worden. Adolf Hitler habe nun gesät in den Ackerboden der deutschen Seele.

Volk unb Gott, bas seien ble zwei großen Richtungspunkle geworben.

So wie aber das Samenkorn erst Wurzeln in die Tiefe schicke, um sich zu verankern, so habe sich auch bas Samenkorn, die große Idee des Führers, ver­ankert. Nun werde die Idee wachsen müssen. Immer tiefer habe sich das Samenkorn des National­sozialismus in die Seelen gesenkt, um immer neue Kraftquellen zu erschließen. Erziehertätigkeit dürfe in Zukunft nur noch im Sinne der nationalsozia­listischen Weltanschauung geschehen. Der National­sozialismus wisse aus jede Frage des Lebens eine Antwort. Adolf Hitler habe von der Raffe her Geschichte gemacht. Ein Volk, das sich auf feine eigenen Kräfte besinne, werde nicht zu überwinden fein. Rafsebewußtsein und Dolkwerdung erschließen immer neue Kräfte. Der Erzieher habe deshalb auch eine große Verantwortung vor ber Geschichte. Der Erzieher müsse sich darüber klar (ein, daß eine falsche Erziehung das Beste verschütten könne. Es sei deshalb ein einheitlicher Erzieherstand notwen­dig. Auch aus dem Gebiete ber Erziehung gelte es noch viel Feld umzupflügen. Im NS.-Lehrerbund wolle man, wie überall, organischen Ausbau. Auf dem Feld» der Erziehung dürften aber nur ein­heitliche Bäume gepflanzt werden, und zwar die Eiche, als das Symbol ber Kraft. Deshalb müßten auch an Stelle ber Heilstätten (bie burchaus kein Zeichen ber Kultur eines Volkes feien) bie Turn­hallen unb Sportplätze treten. Rassestolz unb Rasse- dewußtsein müßten außerbem auch schon im Schüler wachgerusen werben. Das müsse auch in ben Lese­büchern berücksichtigt werben. Im Kampf um seine Ehre müsse bas Volk auch wehrhaft fein, benn: Setzet ihr nicht bas Leben ein, nie wird Euch das Leben gewonnen fein!", sage der Dichter.

Der Träger der Neugestaltung des Erzieher- stanbes sei ber NS.-Lehrerdund.

Es könne fein Nebeneinanber verschiedener Erzieher- organifationen mehr geben. Eines Tages würden die Ländergrenzen verschwinden und nur noch die Einteilung nach Gauen Geltung haben. Eine ein­heitliche Regelung ber Lehrerdilbung werbe dann im ganzen Reiche geschaffen werben können. Der N2.-Lehrerbunb werbe ber Träger bfc ErAiehungs» willens fein müssen unb die schöpferischen Anregun­gen zu geben Haden. Der NS.-Lehrerbund trage bann auch alle Verantwortung. Wiberstände müß­ten zur Kenntnis genommen werben. Man glaube an die Bewegung des Erzieherstandes, man glaube an die Ewigkeitsdauer des Nationalsozialismus. So wie Berlin immer ber Sitz ber Regierung sei, Mim- chen ber Sitz ber Parteileitung, Nürnberg ber Ort ber Reichsparteitage, so werbe

Bayreuth der geistige Mittelpunkt für den Erzieherstand

werden. Dort solle das Haus der deutschen Erzieher erbaut werden und es solle zum Denkmal ber Be­wegung werden, bas als Zeichen einer großen Zeit für die Zukunft bestehen werde. Im Vertrauen auf den Führer und Dolkskanzler Adolf Hitler werbe man ben großen Ideen zum Siege verhelfen. (Leb- Hafter Beifall!)

Nachdem Kreisschulrat Dr. Henß noch ein drei- fachesSieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler ausgebracht hatte, in das die Derfammlungsteilneh- mer einmütig einstimmten, wurde die Versammlung mit dem Horst-Wessel-Lied geschlossen.

Preis: RM

1 Pfund Spaghetti 0,75

K Pfund Gulasch 0,74

1 Pfund Tomaten 0,15

Schweizerkäse zum Reiben 0,20

Salz, Pfeffer. Zwiebeln, Fett 0,15

2,

So, das wären einige Vorschläge, die etwas außer­halb der allgemein bekannten Eintopfgerichte stehen. Ein jeder suche sich aus, was für ihn am geeignet- ften ist. MileBee.

Oberbeffen.

Landkreis Gießen.

X 20 i e f c cf , 22. Sept. Seinen 8 2. Q e b u r t s t a g begeht morgen <n geistiger Frische der Land- wirt Heinrich Lepper. Er wurde zu Beuern ge­boren und hat den Krieg 1870/71 mitgemacht: nach­dem er vor vier Jahren bei einem Sturz in der Scheune das Becken gebrochen hatte, verlebt er nunmehr feinen Lebensabend im Hause seines Schwiegersohnes.

* Heuchelheim, 22. Sept. Der Tumver- ein Heuchelheim hielt gestern eine außer­ordentliche Mitgliederversammlung ab, die einen sehr starken Besuch aufwies. Der Vorsitzende Otto Rinn erstattete Bericht über bas Gau-Frauen- Turnen, das tm August hier stattfand. Er konnte feftfteQen, daß das Fest in allen seinen Teilen einen glänzenden Verlauf nahm und auch finanziell ein günstiges Ergebnis zeitigte. Allerdings war der befriedigende Abschluß nur dadurch zu erreichen, daß sich alle Mitglieder zu achtstündiger Hilfelei­stung bei den Vorbereitungen verpflichteten. Der Bezirksvorstand hat dem Verein unb ber Bevölke­rung Heuchelheims feinen Dank schriftlich zum Ausdruck gebracht, den ber als Gast anwesende Bezirksoberturnwart Paul noch einmal bekräftigte. Er gab auch die neue Gaueinteilung bekannt und ihre Rückwirkungen auf unfern Bezirk. Unter dem Beifall der Versammlung ermahnte er die Jugend au fleißigem Turnen. An dem Staffellauf nach Dem Niederwald werden 22 Mann teilnehmen, die am Vorabend bie Strecke Klein-Linben Duten­hofen laufen. Schließlich gab Dr. Reibt noch in einem einstündigen Vortrag einen eindrucksvollen Bericht über das große Deutsche Turnfest in Stuttgart.

= Au 5 dem Lumdatal, 22. Sept. Die K a r t o f f el e r n t e ist in unserer ganzen Gegend in vollem Gange. Durch das seither günstige Wetter machte sie rasche Forffchritte. Der Ernteertrag ist einer guten Mittelernte vergleichbar. Die Kartoffel­knollen sind ausnahmslos gesund. Der Kartoffel­markt ist bis jetzt wenig lebhaft. Endgültige Preise werden noch nicht genannt. Der Futtermangel macht sich jetzt empfindlich bemerkbar. Die trockene Nach- sommerwitterung kam den Schädlingen im Gemüse­bau, besonders den Raupen des Kohlweißlings sehr zu statten. Sie treten stellenweise Dermaßen stark auf, daß vielfach auf den Krautbeeten nur noch die Krautstrünke und die Rippen ber Blätter übrig­geblieben sind. Allgemein werden Klagen laut über das geradezu seuchenhafte Auftreten der W u r z e 1 k r a n k h e i t bei den Kohlarten. Die Hinweise der Reichsregierung, daß bie Landwirte wieder mehr Aum Rapsanbau zurückkehren sollen, werden allerorts in die Tat umgesetzt. Das erste Herb st ob st wird gegenwärtig geerntet. Der Birnertrag überwiegt die ilepfelernte. Die Zwet- schenbäume sind gut behangen. Die Preise für dieses Steinobst betragen zur Zeit 4 bis 4,50 Mark pro Zentner.

)( Großen-Linden, 23. Sept. Adolf Wei- n a n b t I. oollenbet am morgigen Sonntag fein 80. unb feine Ehefrau am fommenben Montag ihr 81. Lebensjahr. Bor sechs Jahren feierten e Ehe- leute golbene Hochzeit.

sch Watzenborn-Steinberg, 22. Sept. Der hiesige Äriegeroerein hielt in ber Gast­wirtschaftZum golbenen Stern" eine außerordent- liche Generalversammlung zum Zwecke ber Gle..) schattung ab. Nach einer kurzen Ansprache des seit­herigen ersten Vorsitzenden nahm ber Ortsgruppen- führer Ernst Häuser bie Gleichschaltung vor. Er bestimmte zum ersten Führer ben Lanbwirt Carl Andermann, der sodann den weiteren Vor­stand ernannte.

An. Lang-Göns, 22. Seot. Bei der gestrigen und heutigen Gemeindeobstoersteigerung wurden ziemlich hohe Preise erzielt. Es mag das daran liegen, daß es sehr wenig Obst in ber Gemarkung gibt, abgesehen von ben Zwetschen- bäumen, die sehr reich tragen. Aber auch diese waren recht teuer. Im allgemeinen kam der Zent­ner am Baum auf 3,50 bis 4,00 Mark. Aepfel unb Birnen waren entfprechcnb teurer, etwa 8 bis 10 Mark Je Zentner. Das gilt vom Wirtschafts- obst wie auch von den besseren Sorten.

Kreis Schotten.

l. Gedern, 21. Sept. Dieser Tage fand hier eine Versammlung der NSDAP. -Orts­gruppe und ihrer sämtlichen Untergliederungen statt. Die große Turnhalle war überfüllt. Orts- aruppen-Betriebszellenlelter Kauck leitete die Ver­sammlung. Nachdem man ber jüngsten Toten der Partei gedacht hatte, berichtete der Schristwart Heinrich E r k über einige organisatorische Fragen, ber Literaturwart Lehrer Sleinmann referierte über die Ortsgruppenbücherei, der Führer der Hit- -lerjugend, G u l k e , sprach über die Hitlerjugend- Werbung. Frau Höhl kennzeichnete bas Wollen der NS.-Frauenschaft. SA.-Truppführer Höhl unb SA.-Mann Reutzel erzählten von ihren Ein­brücken in Nürnberg, ber Propaganbaleiter Lim - P er t sprach von der Vergangenheit, der Gegen- wart und der Zukunft des nationalen Deutschland und ber Pattei. Ortsgruppenleiter Klein gab seinerseits einen Uebcrbficf über bie Ereignisse in Nürnberg. Nach einer kleinen Pause sprach Orts­gruppenleiter Klein über bie Kommunalpolitik Der Stabt Gebern, von der Schuldenwirtschaft, die leider auch in Gedern getrieben worden fei, unb den Maßnahmen, die es für die Zukunft zu ergrei­fen gelte. Oemeinberatsmitglieb Erk wies auf be­sonders tyoische Fälle hin. Der Ortsgruppenleiter referierte ferner über die Maßnahmen zur B e feitigung der Arbeitslosigkeit in Ge­dern unb über die Möglichkeiten der Sanierung der Gemeindefinanzen. Schließlich wurde noch die Iudenfrage der Stadt Gedern und die Winterhilfe für den kommenden Winter besprochen. Mit einem dreimaligenSieg-Heil!" auf den Führer und Dolkskanzler Adolf Hitler wurde die Versamm­lung geschlossen.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

< Hochelheim, 21. Sept. Unsere Gemeinde läßt folgende Wegebefestigungen als Notstands- arbeiten ousfuhren: 1. Feldwegim Zehnten",