Ausgabe 
23.1.1933 Erstes Blatt
 
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Gießen, den ri. Januar 1933

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Verantwortlich für Politik:

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6rüne Heringe und Seefische treffen täglich irisch ein; heutiger Preis lPfd.l6-4,3Pfd.454

5 Pfund 70 4.

Schellfische

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Fifi" .Pfd.ff8-- Die Fische werden genutzt geliei. srrv k Koch NaWer Blänsbnrg 15,Tel.3S12

[Verschiedenes!

Welche Firma gibt arbeitslosem jungen TchlofferGelegenh., sich Kenntnis«e m elektrisch. Arbeiten anzueign/ohneVer- gütung). Schr.Ang. u.0476 a.d. GießÄ.

Evangel. Frauenverein

Versammlung der 6'ießener und

Oberhessischen Fraucn-Vereine

Fre:tag, den 27. Januar, nachm. 3 Uhr, im Caf6 Leib. Walltorstraße 38:

Filmvorführung

Der große Strom

mit Einführung von sieD

Pfarrer Llc. Hermenau, Potsdam

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Wirtschaft.

Frankfurt still und freundlicher.

F r a n k f u r t a. M., 23. Ian. (WTD.) Draht- Meldung.) Zu Beginn einer für die innerpoliti­sche Weiterentwicklung entscheidenden Woche herrschte an der Dürfe wieder etwas stärkere Zurückhaltung, zumal Anregungen fehl- ten und auch das Publikum nur sehr Herne Or­ders an den Markt gelegt hatte. Die Stimmung war nach dem relativ ruhigen Verlauf der gestri­gen Demonstration in Derlin nicht unfreund- lich.

Das Kursniveau zeigte eher kleine Avancen, die bei einigen Speztalwerten bis §u 1 Prozent, im übrigen 0,25 bis 0,50 Prozent betrugen. Das Geschäft beschränkte sich fast ausschließlich auf die Kulisse und war sehr klein. Im Vordergründe des Interesses standen wieder Montanwerte, wobei erneut Reprivatisierungsgerüchte für das Gelsen­kirchenpaket des Reiches von Anregung waren. Es eröffneten Gelsenkirchen 1,75 Prozent, Bu­derus unter mehrfachen Schwankungen schließlich 2 Prozent, und die übrigen Werte bis zu 1 Pro­zent fester. Am Chemiemarkt eröffneten IG. mit 104 Prozent knapp behauptet und bröckelten spä­ter 0,25 Prozent ab. Scheideanstalt waren dagegen weiter befestigt und 0.75 Prozent hoher. Deutsche Erdöl waren mit 89,50 Prozent unverändert. Don Elektrowerten kamen Siemens gegen den Wochen- schluh (Derlin schloß wesentlich höher) 3,50 Pro­zent fester zur Notiz, AEG., Dekula und Ges- fürel waren gut behauptet. Sonst lagen Holz­mann und Aschaffenburger Zellstoff je 0,25 Pro­zent höher, Zellstoff Waldhos, Aku und Deutsche Atlanten Telegraf waren unverändert, dagegen

auf denen Llnterschriften von Genossen standen, I deren Echtheit von diesen bestritten wurde. Der Angellagte bestreitet jede Verfehlung. Lieber den Verbleib der Gelder und der fehlenden Ware kann er keine bestimmte Auskunft geben, er ver­mutet, daß der eine oder andere Angestellte ihn geschädigt habe. Zwecks Aufklärung der Sache hat sich die Vernehmung eines großen Zeugen­aufgebotes als notwendig erwiesen, außerdem ist ein Schriftsachverständiger und ein Duchsachver- ständiger zugezogen. Die bisher vernommenen Zeugen, Mitglieder der Genossenschaft, bekunden meistens, daß sie an den Angeklagten die Gelder bezahlt hätten. Der Schriftsachverständige, der die bestrittenen Delege eingehend geprüft hat, ist der Lieberzeugung, daß die beiden Mitglieder der Genossenschaft, deren Llnlerschi-ift die Delege tra­gen, diese Llnterschriften bestimmt nicht'geleistet haben, daß aber alles dafür spricht, daß die ge­fälschten Linterschriften von der Hand des Ange­klagten herrühren, was dieser entschieden in Ab­rede stellt. Infolge der vorgerückten Stunde wurde am Freitagabend die Weiterverhandlung auf nächsten Mittwoch vertagt.

Sprengstoffdiebfiahl in Marburg.

H Marburg, 22. Ian. In einer der letzten ; Nächte wurde das in einem Berggarten außerhalb der Stadt gelegene S p r e n g st o f f m a g a z i n einer hiesigen Firma erbrochen. Die einsame Lage des Magazins gestattete es den Dieben, in aller Ruhe die durch mehrere Türen gut gesicherten Eingänge des Magazins zu öffnen und Spreng- material beiseite zu schaffen. Erst gestern, als die Firma ihrem Magazin Sprengstoff entnehmen wollte, wurde der Diebstahl bemerkt. Die Polizei fahndet eifrig nach den Tätern.

Mahnung.

Die Zahlung der für den Monat De­zember 1932 rückständigen Beitrage zur Krankenkasse, Arbeitslosenversicherung und die Abgabe zur Arbeitslosenhilfe wird nut Frist bis zum 31. Januar 1933 gemahnt.

Nach diesem Termin erfolgt Kosten- berechnung und Zwangsbeitreibung.

Samstags können Einzahlungen nicht getätigt werden. 520V

Gießen, den 21. Januar 1933.

Allg. Ortskrankenkasse Lietzen-Land.

Nutz- und Brennholzversteigerung

Montag, den 30. d. M-, norm. 9 Uhr, im GasthausZur deutschen Eiche" in Klein-Linden aus den Forstorten Tann« acker, Fuchsbau, Stempelschlag, Rehloch, Hexenbusch, Tiefental und Wüstung der Försterei Großen-Linden: 521V

Ruhscheiter: Fichte II. Kl. (3 m lang) 16,5 rm; Ruhknüppel: Fichte II. Kl. (3 m lang) 27,1 rm.

Scheiter, rm: 1 Hainbuche, 20 Eiche sgesp.), 164 Kiefer I Kl., 0,6 II. Kl., 1,3 Weymouthskiefer, 44 Fichte I Kl., 19 II. Sri.; Knüppel, rm; 35 Eiche, 24 Kiefer, 35 Fichte I. Kl-, 6 II-Kl. -. Stammreisig. 100 wellen: Buche 4, Kiefer 5, Wey« mouthskiefer 1; Astreisig, 100 ID dl en: Eiche 11, Kiefer 17, Fichte 30; Schlag« reisig: Fichte 700 Wellen (taxiert); Stöcke, rm: 24 Fichte I. Kl., 2 II. ÄL

Vom Brennholz kommen die blau unter« strichenen Nummern nicht zum Ausgebot. Es wird vorherige Besichtigung des Holzes empfohlen.

Gießen, den 20. Januar 1933.

Hessisches Forstamt Schiffenberg.

Nicolaus. ________

Sechs Satire Förderung des Volkssports

Abschluß einer bedeutsamen Vorbereitung des Wehrwillens.

erfuhren am Schiffahrtsaktienmarkt Norddeutscher Lloyd eine Abschwächung um 1 Prozent.

Deutsche Anleihen eröffneten bei ruhigem Geschäft uneinheitlich. Altbesih mit plu» 0,13 Pro­zent, Neubesitz minuS 0,13 Prozent, späte Reichs- schuldbuchforderungcn pluS 0,25 Prozent. Stcchl- vereinsbonds und Reichsbahnvorzugsaktien blic­hen etwa behauptet. Von Auslanoswerten waren Türken erneut 0,25 bis 0,50 Prozent höher, 4pro- zentige Einheitsrumänen waren etwa gehalten. Im Freiverkehr lagen Serben weiter fest, Talon­serben zu 3,50 Prozent plu» 0,75 Prozent. 1909er Serben zu 6,75 Prozent plus 0,65 Prozent. 21m Psandbriefmarkt blieben die Kurse meist unver­ändert, teilweise ergaben sich Erhöhungen von V* bis % Prozent. Deutsche Anleihen und spate Reichsschuldbuchforderungen lagen im Verlaufe meist schwächer, und zwar Neubesitz Alt« bcsitz % und späte Schuldbücher % Prozent. Am Aktienmarkt kamen noch einige anfangs nicht notierte Werte meist höher zur Notiz, so Daimler, Reichsbank und Süddeutsche Zucker mit bis plus 1 Prozent, dagegen Lahmeyer, Schuckcrt mit minus y, Prozent. In der zweiten Börsenstunde bröckelten die Kurse infolge der Geschäftsstille und einer g e wissen Unsicherheit allgemein von K bis % Prozent ab. Nur Siemens blieben fest, wobei man auf die in Kürze stattsindende Bilanzsitzung ver- wies. Tagesgeld war zu 3% Prozent unverändert.

Frankfurter «chlachtvtehmarkt.

Frankfurt a. M., 23. Jan. Auftrieb: 1508 Rinder, Darunter 360 Ochsen, 126 Bullen, 510 Kühe, 416 Färsen; 682 Kälber, llu Schafe, 4016 Schweine. Es kosteten: Ochsen, vollfleischige, ausgemästete, hoch- stens Schlachtwerts, jüngere 24 bis 27, ältere 21 bis 23, sonstige vollfleischige, jüngere 18 bis 20 URL; Bullen, jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 24 bis 26,sonstige vollfleischige oder ausgemastete 20 bis 23 Mark; Kühe, jüngere, vollfleischige, hock» (ten Schlachtwerts 21 bis 23 Mark, sonstige vollst, oder ausgemästete 18 bis 20, fleischige 15 bis 17, gering genährte 12 bis 14 Mark; Färsen, vollst , ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 26 bis 28, voll« »: 23 bis 25, fleischige 20 bis 22 ML; Kälber, ast- und Saugkälber 31 bis 35, mit«. Mast- und Saugkälber 26 bis 30, geringe Kälber 21 dis 25 Mark; Schafe, Mastlämmer und jüngere Most- hämmel, Weidemast 24 bis 27, mittlere Mastlam« mer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 21 bis 23 Mark; vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 37 bis 39, von etwa 200 bis 240 Pfund 37 bis 40, von etwa 160 bis 200 Pfund 36 bis 39, fleischige von etwa 120 bis 160 Pfund 34 bis 37 Mark. Marktverlauf: Rinder schleppend, Ueberftanb, Kälber und Schafe mittelmäßig, geräumt, Schweine mittelmäßig, aps« verkauft.

Frankfurter Getreidebörse.

F r a n k f u r t a. M.. 23. Ian. (WTD. Draht- melduna.) Die Getreidebörse verkehrte infolge des schleppenden Mehlabsahes in seh r still e r Haltung. Obwohl die Mühlen zum Teil die Preise ermäßigt hatten, war die Llnternehmungs- lust außerordentlich gering, so daß selbst das kleine Angebot auf die Preise etwas drückte. Haser und Gerste waren außerordentlich still. Futtermittel waren, begünstigt durch das an­haltende Frostwetter, etwas lebhafter und um 0,15 bis 0,25 Mk. fester.

Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs 199 bis 200, Roggen 162,50, Sommergerste für Brauzwecke 130 bis 132,50, Hafer,inländischer 130 bis 135, Weizenmehl, südd. Spezial 0 28 bis 29, niederrheinisches 28 bis 29, Roggenmehl 22,25 dis 23,25, Weizenkleie 7,40 bis 7,50, Roggenkleie 7,85 bis 8, Soyaschrot 10,30 bis 10,75, Palmkuchen 8,65 bis 8,75, Erdnußkuchen 12,25 bis 12,50, Heu, jüdd., gut, gesund, trocken 4,60 bis 4,80, Weizen und Roggenstroh drahtge« preßt 2,25 dis 2,50, gebündelt 2,25 dis 2,50, Treber, getrocknet 10,75 dis 10,85 Mark.

Wettervoraussage.

Der hohe Luftdruck hat sich weiter erhalten und läßt das starke Frostwetter zunächst fortbestehen, wenn auch von Island her milde Luft nach Skandi­navien fließt, habet dort den hohen Luftdruck ab­baut und Frostmilderung verursacht. Bei der über Deutschland herrschenden Nord- bis Nordostwindströ« mung besteht weiterhin die Möglichkeit zu verein- gelten Schneefällen, die aber nicht in größeren Men­gen auftreten.

Aussichten für Dienstag: Dewolkt und auf klarend, noch strenger Frost, nur vereinzelt leichter Schneefall.

Lufttemperaturen am 22. Januar: mittags4,5 Grad Celsius, abends7,0 Grad; am 23. Januar: morgens 9,1 Grad. Maximum 2,0 Grad, Mi­nimum10,0 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22. Januar: abends3,1 Grad; am 23. Januar: morgens 5,4 Grad Celsius.

Am Samstagnachmittag versammelten sich Im Offizierheim zu Gießen zahlreiche Vertreter von Ortsgruppen bes Verbandes zur rung d e s Volkssportes in und Nassau, um in gemeinsamer Beratungs­arbeit die Tätigkeit dieses Verbandes abzuschließen. Vertreten waren neben der Ortsgruppe Gießen noch Ortsgruppen aus der Provinz Oberheffen, aus dem Lahn- und Dillgebiet und aus dem Maingau.

Der Vorsitzende des Vorstandes, Bankdirektor Grießbauer, Gießen, leitete die Beratungen mit geschäftlichen Mitteilungen ein, denen sich der Be­richt des Rechners, Privatier Schwan, Gießen, und der Bericht des Vertreters des Kuratoriums, Verlagsbuchhändler Dr. Töpelmann, Gießen, über das Ergebnis der Rechnungsprüfung anschlos- fen. Die Rechnungsablage des Rechners wies einen guten Stand der finanziellen Verhältnisse des Ver­bandes aus, der Rechnungsprüfer hatte gegen die Rechnungsführung nichts zu Erinnern. Daraufhin wurde der Rechnungsabschluß genehmigt.

Hierauf beschäftigte man sich mit dem Antrag des Vorstandes auf Auflösung des 2 e r - b a n d e s. Der Vorsitzende betonte, die Aus­lösung erfolge nur deshalb, weil die Destre- bungen des Verbandes zur Weckung und Stär­kung des Wehrwillens und des Wehrsportes mittlerweile durch die Reichsorganisatlon, das Reichskuratorium, übernommen worden seien und ein Nebeneinander der Arbeit nicht im In­teresse der Sache liege. Anschließend gab der technische Leiter der Verbandsarbeit. Oberst a.D. Kock. Gießen, einen Lieberblick über die Ent­stehungsgeschichte des Verbandes und den erfolg­reichen Verlauf seiner Arbeit. Der Verband wurde am 9. Juli 1927 gegründet und hatte sich die Förderung des Volkssports im Sinne der Wehrertüchtigung unserer Jugend in Hessen und Nassau zur Aufgabe gemacht. Anschließend an den Dericht des technischen Leiters wies der Vor­sitzende rückblickend auf mancherlei Schwierigkeiten hin, die bei der Organisation der Verbands­arbeit zu überwinden waren, die aber doch dank opferfreudiger und hingebender Mitarbeit zahl­reicher Männer, die von der hohen nationalen Aufgabe der Verbandstätigkeit sich durchdrungen sühlten. das Werk nicht beeinträchtigen konnten. Im Verbandsgebiet wurden 22 Ortsgruppen ge­gründet, die rege, zum Tell sogar vorbildlich ar­beiteten. Die Arbeit des Verbandes erstreckte fuf) auf die Förderung jeglicher Art von Volkssport, die mit der Wehrcrtüchtigung unserer Jugend in Zusammenhang gebracht werden konnte; ins­besondere wurden die Sportschulen in Landau und Oershausen eingerichtet und mit Llmsicht ge­führt. ferner das Kleinkaliberschießen, der Reit-, Fahr- und Flugsport usw. kräftig gefördert. Durch die Opserbereitschast zahlreicher privater Spen-

Schöffengericht Gießen.

Gießen, 22. Jan. Arn Mittwoch begann die Verhandlung in einer umfangreichen Straf­sache gegen den langjährigen Rechner einer länd­lichen Spar- und Darlehnskasse, die außer der Vermittlung von Spar- und Darlehensgeschäften auch den Dezug landwirtschaftlicher Betriebs­stoffe und den Absatz landwirtschaftlicher Erzeug­nisse für die Genossen vermittelte. Der Rechner ist der Unterschlagung, der schweren Llrkunden- sälschung und eines Vergehens gegen das Ge­nossenschaftsgesetz angeklagt. Nachdem mehrere Jahre keine Schuldanerkenntnisse an die Ge­nossen versandt worden waren, der Rechner _aud) die wiederholt verlangte Vorlage der Bücher zwecks Nachprüfung immer wieder hinausschob, wurden Ende 1930 "durch den Vorstand und Auf- sichtsrat sämtliche Bücher und Delege an die Landesgenosscnschaft nach Darmstadt zwecks Postenweiser Revision gesandt. Diese ergab einen Fehlbetrag von mehreren tausend Mark. Zahl­reiche Einnahmen, über die die Genossen Emp­fangsbescheinigungen vorlegten, waren nicht ver­bucht, in der Kasse fehlten diese Gelder. Der Ver­bleib eines Teils der Ware, die die Genossen­schaft bezogen hatte, konnte nicht nachgewiesen werden. Es fanden sich einige Ausgabebelege,.

Bestreben des Bereinsmitgliedes Graf Georg 5rteb- rid] zu Solms-Laubach. dem Uhu, der einzigen Groß- eule Deutschlands, die wie anderwärts meist auch im Vogelsberg ausgerottet worden ist, wieder eine Freistatt zu bieten. Nachdem alle Voraussetzungen dafür feit Erscheinen des hessischen Naturschutzgesetzes und durch einen besonderen Ministerialerlaß erfüllt finb kann nunmehr bie Verwirklichung beginnen. Dem Wunsche bes Instituts, wie auch bes Grafen Solms, den Einbürgerungsoersuch ideell zu unter- stützen und sich durch Aufklärung und in anderer Meise für den Schutz desKönigs der Nacht ein« »usctzen, wird der Verein gern seiner allgemeinen Einstellung zum Naturschutz entsprechend gerecht werben unb ebenso wie bie ..vberhessisch. Gesell «chaft für Natur- unb Heilkunbe , für die Professor Dr. Henneberg sprach, sich an einemAufruf an die Oefsentlichkeit beteiligen. Dr. F > s ch e r mürbe für feinen heroorragenben Vortrag herzlicher Dank zuteil. Dom Jäger, her bas Gamswild des Hoch- gedirges nur in der Theorie kannte und zur Aams brunft Ende November in das Revier Es früheren Hubertusmitgliedes fuhr, um dort «men sehr guten Bock auf die schwarze Decke zu legen plauder^ unter dem ThemaAus Bartgams m Tiro Mitglied Hammermann jun. m hochinteressanter und bunwrDotkr JBeife. S° H»rte I«fl« MS

lung einen verheißungsvollen Auftakt für die Arbeit im Jahre 1933.

Vornotizen

Tageskalender für Montag: Licht- soielhaus, Bahnhofstraße:Kiki undLiebe und Weltrekord". e

* Der Winter ist da! Seit Samstag hat die Wetterlage bei uns einen scharfen Umschwung erfahren. Es ist sehr kalt geworden, unb auch her Schnee hat sich eingestellt. In Gießen unb in ben in tet Ebene gelegenen oberhessischen Gebietsteilen ist allerdings nur wenig Schnee vorhanden da- gegen wird uns heute früh vom Hoherodskopf mit- geteilt, daß dort feit Samstag 5 Zentimeter Neu- schnee gefallen sind und der Schnee etwa 10 Zenti­meter hoch, im Walde noch etwas höher liegt. Sport- Möglichkeit ist vorhanden.

Staatspolitische Dortragsver- anstaltung. Auf Veranlassung des Kreis- amtcs Gießen findet am kommenden Mittwoch, 25 Januar, im Eafä Leib eine Dortragsveran- ftaltung der Reichszentrale für Heimatdienst statt, au der insbesondere die Dürgermeister, Gendar- merie-Deamte und Lehrer des Kreises eingeladen sind. Cs werden drei Vorträge gehalten. Als erster Redner spricht Dr. W. S ch u l z, Kreuztal, über das Thema »DaS französische und das deutsche Wehrsystem", Dr. F. N i s s e n . Assistent im Wirtschaftswissenschaftlichen Institut oerllni- versität Frankfurt a. M. behandelt daS Thema .Was tut der deutschen Landwirtschaft not? .Als dritter Redner hält Dr. F. König (Gießen) einen Vortrag über .Wir Deutsche und der mit­teleuropäische Raum".

" Derlängnisvoller Sturz vom Fahrrad. Der 47jährige Arbeiter Heinrich Menz von Lumda stürzte am Samstag gegen 14 Llhr mit seinem Fahrrad auf der Landstraße in der Nähe von Grünberg so unglücklich, daß er einen schweren Schädelbruch erlitt und nach der ersten Hilfeleistung durch Dr. Schnabel (Grün­berg) von der Freiwilligen Sanitätskolonne Gie­ßen in die Chirurgische Klinik gebracht werden mußte. Der Verunglückte hat das Bewußtsein noch nicht wiedererlangt. Er liegt in sehr ernstem Zustande darnieder.

der konnten für diese vaterländische Aufbauarbeit ansehnliche Geldmittel verfügbar gemacht wer­den. Alle Mitarbeiter fanden bei diesem Wir­ken eine schön« Tätigkeit, die nicht auf die Er­zielung äußerer Anerkennung eingestellt war. sondern die Befriedigung in stiller, zielbewuhter Arbeit schaffte. Für diese wertvolle Mitarbeit dankte der Vorsitzende allen Helfern; besonders herzlichen Dank stattete er der .eigentlichen Seele des Ganzen". Oberst a. D. K o ck, ab, ferner Herrn Privatier Schwan, der als sorgsamer Schatzmeister seines Amtes waltete, weiter Der- lagc-buchhändler Dr. Töpelmann, dem Vor­stand des Kuratoriums, und der fleißigen Korre­spondentin und Protokollführerin Frl. Eisen- Hardt. Wenn heute die Frage ousgeworsen werde, warum gerade jetzt die Arbeit des 'Ver­bandes eingestellt werden solle, wo der Gedanke des Wehrwillens und des Ausbaues unserer Wehrmacht festere und greifbarere Gestalt an­nehme, so laute die Antwort auf diese Frage, daß gerade deshalb der Verband sich auflöse, weil nach der Vorarbeit im engen Kreis« nun­mehr bei der Arbeit der vom Reich geschaffenen Organisation kein Platz mehr für einen räumlich begrenzten Verband bestehe. Das Ziel des Ver­bandes sei erreicht, der Zweck sei erfüllt!

Die Versammlung verschloß sich nicht der Be­rechtigung biefes Stanbpunktes unb erklärte sich einstimmig mit ber Auflösung bes Verbanbes ein- verstauben. Es würbe jebodj ber Wunsch geäußert, baß bas Reichskuratorium für bie staatliche Jugenb- pflege barauf Bebacht nehmen möchte, auch in Zu- kunst im Bezirke bes Verbanbes bie Bestrebungen Sur Wehrhaftmachung unserer Jugenb mit Eifer zu brbern. Der ansehnliche SJermögensbeftanb bes krbanbes soll, nach einer Ermächtigung bes Dor- stanbes, für biefe Zwecke zur Verfügung gestellt werben.

Im Anschluß an bie geschäftliche Versammlung blieben bie Teilnehmer noch einige Zeit gesellig bei­sammen. Bei bieser Gelegenheit würbe ber um bie Dolkssportbewegung in Hessen unb Nassau hochvcr- biente technische Leiter ber Verbanbsarbeit, Oberst a. D. K o ck, Gießen, vom Dorsitzenben im Namen bes Verbanbes burch bie Ueberreichung einer kleinen Statue, einen Steinbock als Ebelwild bes Hochge­birges darstellend, ausgezeichnet; gleichzeitig wurde vom Vorsitzenden mit herzlichen Worten der vorbild­lichen Wirksamkeit des verehrungswürdigen Reichs- Präsidenten, Generalfeldmarschalls von Hinden­burg und des deutschen Vaterlandes gedacht. Oberst a. D. Kock dankte dem Vorstande und dem Verband herzlich für die erwiesene Ehrung und be­tonte dabei ben hohen ibeeüen Wert der Derbands- arbeit zum Besten der Jugend und zum Wohle des Vaterlandes.

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister, Abteilung A, wurde eingetragen: 529D

Am 27. Dezember 1932 bei ber Firma Sappe & Co., Gießener (Bummiroaren- brit in Gießen: Die Prokura bes Julius Kögler in Gießen ist erloschen, bem Hanb- lungsgehilfen Ebgar Platho in Gießen ist Prokura erteilt, derart, daß derselbe mit dem weiteren Prokuristen der Firma Kon­stantin Klein in Gießen oder mit einem Gesellschafter bie Gesellschaft vertreten kann.

Am 2. Januar 1933 bei ber Firma Her­mann Neumann & Cie. in Gießen: Her­mann Neumann in Offenbach ist aus ber Firma ausgeschieben. Als neue persönlich haftenbe Gesellschafter sind eingetreten: 1. Firma Konzentration AG. Sozialdemo­kratische Druckerei- und Serlagsbetriebe in Berlin SW 68; 2. Wilhelm Widmann, Par- teisekretär in Offenbach am Main.

Am 12. Januar 1933 bei der Firma Hugo Hellwig & Co. in Gießen: Geschäft nebst Firma ist auf Hugo Hellwig Witwe, Anna Helene Elisabeth geb. Wachenschwan in Gießen als Alleimnhaberin überge- gangen Dem Kaufmann Heinrich Wachen­schwan in Gießen ist Prokura erteilt

Gießen, den 20. Januar 1933.

Hessische« Amtsgericht. . <

Bausirauenherato

Kirchenplatz 2

Donnerstag, den 26. Januar nachmittags von 46 Uhr

MmkMM v. Baisers

mit Kaüeestuode 523p

Lagd-Derpachlung.

Am Freilag, dem 27. Januar, nachmik- tags 3 llhr, soll in der Wirtschaft Kretsch- mar die Jagd in der Gemarkung Atzenhain (bestehend aus zirka 738 Hektar Feld und 30 Hektar Wald) auf weitere sechs Jahre verpachtet werden. 532D

Hessische Bürgermeisterei Atzenhain.

Erb.

i tyas bcutälvrte SfandaftdpJuyicüurt \ und unschädliche, ifausniittel

1 In eilen Apotheken efhSItfich tum Pfeile von

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tug aut jede# Packung