Ausgabe 
22.11.1933 Drittes Blatt
 
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Selterswefl

Nr. 274 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen)

Kein Kino, kein Radio, keine Zeitung...

Merkwürdige Menschen auf einer einsamen Insel.

selten anlegenden Dampfern zu senden. Für 150 Bewohner wären bereits 600 Exemplare gekommen!

Die Männer wünschen einige Kisten Tabak, aber auf Wunsch ihrer Frauen keinen Tropfen Alkohol, während die Frauen allerdings ein paar Nähmaschinen und etliche hunderttausend Meter

Tristan d a Cunha (sprich Kunja), In­selgruppe im südatlantischen Ozean, südwestlich vom Kap der Guten Hoffnung, besteht aus drei Inseln vulkanischen Ursprungs, deren größte, vorzugsweise Tristen genannt, eigentlich nur ein erloschener Vulkan ist, der bis zu 2600 Meter ansteigt.

Das ist alles, was wir in den Nachschlagebüchern des vergangenen Jahrhunderts über die Inselgruppe finden, und trotz des romantisch klingenden Namens der größten der drei Inseln ist bis jetzt noch nichts über die interessante Geschichte dieser Insel und ihrer merkwürdigen Bewohner in die Oeffentlichkeit gedrungen.

Die Insel verdankt ihren Namen einem Portu­giesen, der sie im Jahre 1506 entdeckte und schon damals auf die vortreffliche Lage dieses Eilandes hinwies: die Insel ist f a st kreisrund und ein besonders günstiger Platz für Seefahrer, die ab­seits der großen Schiffahrtswege den Allantischen Ozean kreuzen und dort Wasser einnehmen können, ohne erst am Kap der guten Hoffnung anlegen zu müssen. Ebenso lohnt sich dort der Schildkrö - tenfang, denn Millionen von Tieren hausen seit Urzeiten auf der Insel. Später gelangte die kleine Insel mit dem romantischen Namen in britischen Besitz. Als Napoleon auf St. Helena gefangen ge­halten wurde, besetzte man auch Tristan da Cunha mit britischem Militär, um einen zweiten Fluchtver­such des großen Korsen zu verhüten. Im Jahre 1821 sollte diese Insel wieder verlassen werden und auch für alle Zukunft unbewohnt bleiben, als es dem englischen Korperal William Glaß und zwei See­leuten gelang, vom Kommandeur die Erlaubnis zum Ansiedeln zu erwirken. Bald darauf legte ein englisches Schiff an der Insel an, um notwendige Geräte und außerdem die Ehefrauen der drei Ro- binsone an Land zu bringen. Sechs Menschen wa­ren es also, die den Mut aufbrachten, ein neues Leben, fernab allen menschlichen Nachbarn, neu zu beginnen. Aber ihr Versuch glückte!

Langsam vermehrte sich dieBevölkerung" dieses einsamen Eilandes. Die Jungens spielten im erlo­schenen, wild zerklüfteten Krater der Insel, während die Mädchen in strenger, religiöser Erziehung auf­wuchsen. Aus den Jungen aber wurden tüchtige, wagemutige Fischer, die auf ihren kleinen Booten oft tagelang in die See fuhren, um den notwendi­gen Lebensunterhalt herbeizubringen. Doch auch hier gibt es eine schwarze Seite in der Geschichte dieses kleinen Staates: im Jahre 1885 wurde auch Tristen da Cunha während der Winterstürme von einem furchtbaren Orkan heimgesucht. Ein großer Teil der männlichen Bewohner, die sich gerade auf Fischfang weit draußen im Ozean befanden, kehrte nie wieder in den heimatlichen Hafen zurück. . . -"Selten erhält die Insel Besuch ausunserer" Welt. Fast zwei Jahre sind vergangen, seit der letzte Dampfer im Hafen festmachte. Der Kapitän dieses Schiffes, der Schwede Lars Christensen, berichtete vor einiger Zeit über diesen Besuch:

Ich wurde vom Kommandanten der Insel, Glaß, empfangen. Als ich mich bald darauf wunderte, daß es auf der Insel scheinbar nur drei verschiedene Familien gäbe, erhielt ich bald Klarheit. Es waren ursprünglich nur drei Ehepaare gewesen, die vor über hundert Jahren sich hier dauernd niederließen. Ich konnte mich mit den Einwohnern dieser welt­abgeschiedenen Insel nur schwer verständigen, ob­wohl ich ein gutes, akzentfreies Englisch spreche, denn alle Leute sprachen irgendeinen Dialekt, der nun schon seit einem halben Jahrhundert verschol­len ist. Die Frauen tragen wahrhaft vorsint­flutliche Kleider, und ich möchte fast wetten, daß es heute keinem Schneider auf der Welt mehr möglich ist, ohne genaue historische Kenntnisse der­artige Gewänder, die scheinbar überhaupt nur aus Rüschen und halten bestehen, anzufertigen. Die Kleidung der Männer dagegen ist weniger auffal­lend: auch wir Seeleutevon heute" tragen ja bei schwerem Wetter die gleichen hüfthohen Transtiefel und ebensolche Südwester und Jacken wie unsere Vorfahren. .

Merkwürdig aber ist, daß es niemanden auf der Insel gibt, der genau mit der Kalenderrech­nung Bescheid weiß und auch dieoffizielle" Ka­lenderrechnung des Kommandanten weicht von der tmfrigen um mehrere Tage ab. Auch in biefem Falle erhielt ich eine Erklärung durch den Allgewal­tigen der Insel: es sei oft vorgekommen, daß be: irgendwelchen Anlässen sich mehrere Woch-n hin­durch kein Mensch um den Kalender bekümmert hätte später wäre man dann einfach dort fort­

gefahren, wo seinerzeit aufgehört wurde zu rech- rechnen!

Die mittelgroßen Hütten der Einwohner sind fast durchweg auerben Trümmern gestrande- ter Schiffe erbaut ja, oft hat man einen ganzen Bug ober ein Heck mit Winben hoch auf Strand gezogen unb bas Uebrige einfach baranye- baut, benn hier, über dem 40. Grab süblicher Breite gilt immer noch bas alte Stranbrecht: wer etwas finbet, behält es. An welche Behörbe sollte ber Funb benn auch abgeliefert werben?

Selbstverstänblich besitzt man roeber 3t ab io, noch Kino, n o ch eine Zeitung, bie ja für 150 Bewohner aucy ein Luxus wäre aber mir würbe ausbrücklich aufgetragen, meine Lanbsleute ba braußen" zu bitten, keine Bibeln mehr mit ben

Garn verlangten."

Jetzt kommt auch bie Nachricht, baß sich zwei junge englische Stubenten entschlossen haben, frei­willig für zwei Jahre biese Einsamkeit aufzusuchen, um Studien zu betreiben. Es handelt sich um ben 27jährigen Francis K. Pease unb seinen Freunb unb Kollegen Ebwarb D. Marsh, ber erst 21 Jahre alt ist. Um sich ausgiebig ihren meteorologi­schen unb mineralischen Stubien wibmen zu können, haben sie eine Gelbsammlung mit Erfolg durchge- führt unb sich eine große Anzahl wissenschaftlicher Apparate angeschafft. In ben nächsten Wochen wol­len sie an Borb eines Seglers gehen, ber von Sout­hampton aus in See sticht unb auf seiner langen Reise bann auch auf Tristen ba Cunha anlegen wirb ber einsamen Insel mit ben mertmürbigen Menschen. G. B.

Wirtschaft.

Die Wirischastsbelebung.

Einem Schreiben bes Verbanbes ber beutschen Schieferindustrie an ben Gauleiter entnimmt bas Gaupresseamt folgenbe Zeilen:

Dank bes besseren Absatzes ist es möglich ge­worben, auf einer Reihe von Gruben bie Beleg­schaft zu oerboppeln. Insgesamt ist bie Beschäfti­gungsziffer auf ben am Rhein unb an ber Mosel gelegenen Dachschiefergruben vom 1. April bis 15. Oktober b. I. um 221 Mann gewachsen. So­weit sich bie Markttage übersehen läßt, kann schon heute gesagt werben, baß bie neueingestellten Ar­beiter ben Winter über beschäftigt unb Entlassun­gen nicht nötig werben, etwas, was feit 1927 nicht mehr vorgekommen ist."

Oie Einlagerunasverpflichtung der Mühlen.

Durch bie Verorbnung vom 5. November 1933 ist bie Einlagerungsverpflichtung für bie Mühlen geregelt. Das Gesetz ist am 8. November 1933 in Kraft getreten, sonach ist ber erste Einlagerungs­termin ber 18. November 1933. An biefem Tage müssen von ber Lagerverpstichtung 35 v. H. gemäß bem Wortlaut bes Gesetzes erfüllt sein. In § 20 Absatz 4 ist ben Mühlen eine Melbepflicht für bie eingelagerten Mengen auferlegt. Die Mengen finb an ben einzelnen Stichtagen unter Angabe ber Ein­lagerungsstellen berWirtschaftlichen Vereinigung ber Roggen- unb Weizenmühlen" ober einer von ihr bezeichneten Stelle zu melben. Als Melbestelle für ben Bezirk 3: Baben, Rheinpfalz, Hessen, Hessen-Nassau (Regierungsbezirk Wiesbaben) ist bie Süddeutsche Mühlenvereinigung G. m. b. $)., Mann­heim, Prinz-Wilhelm-Straße 10, als Bezirksge­schäftsstelle 3 berWirtschaftlichen Vereinigung ber Roggen- unb Weizenmühlen" bestimmt. Die Mühlen werben hierburch aufgeforbert, ihre Melbungen un­verzüglich an biese Stelle zu erstatten.

Frankfurter Börse.

Mittagsbörse fest.

Frankfurt a. M., 21. Nov. Obwohl befonbere sachliche Motive nicht vorlagen, setzte bie Börse auch heute in fester Haltung ein unb verzeichnete anfangs aufgrund größerer Publikumsaufträge sehr lebhaftes Geschäft, wobei bie letzten günstigen Nach­richten aus ber Wirtschaft nachwirkten. Später würbe es wesentlich ruhiger, ba man im Hinblick auf bie Unterbrechung bes Verkehrs burd) ben mor­gigen Feiertag gewisse Zurückhaltung betunbete. Verschiedentlich erfolgten auch kleine Realisationen, bie Grunbtenbenz blieb aber fest.

Die Kurssteigerungen nahmen heute nicht so großes Ausmaß an, immerhin ergaben sich durch- schnitttich Befestigungen von 0,50 bis 1 Prozent. Darüber hinaus erhöht waren bei lebhaftem Ge­schäft IG. Farben, bie um 2,25 Prozent auf 122 Prozent anstiegen unb später 122,25 Prozent erreich­ten, ferner blieben Metallgesellschaft zu 59,50 Pro­zen (+ 0,50 Prozent), bann 61 Prozent Gelb ge­sucht. Zellstoffwerte lagen auf ben günstigen Ge­schäftsgang unb auf bie Einbeziehung einiger Außenseiter in bas Syndikat unb besten Verlänge­rung um zwei Jahre sehr fest, Walbhof (+ 2,75 Prozent) unb Aschaffenburg (+ 2 Prozent). Am Kunstseibenmarkt lagen Bemberg mit plus 2 Pro­zent fest. Elektrowerte verzeichneten Besserungen von 0,40 bis 1 Prozent, Gesfürel gewannen 1,25 Prozent. Montanaktien konnten sich meist um 0,50

bis 1 Prozent befestigen, Mannesmann unb Har- pener erhöhten sieh um bis zu 1,50 Prozent. Schif- fahrts- unb Verkehrswege zogen von 0,25 bis 0,75 Prozent an. Von Bankaktien eröffneten Reichsbank­anteile 1,25 Prozent unb Braubank 1 Prozent fester. Schwächer L. Tietz ( 1 Prozent), Phönix unb Laurahütte je minus 0,50 Prozent unb Stahl- oerein ( 0,90 Prozent). Der Verlauf lag im all­gemeinen sehr still, bie Kurse bröckelten auf Ge­winnmitnahmen überwiegenb um 0,50 bis 1 Pro­zent ab. Darüber hinaus gaben Deutsche Linoleum 1,75 Prozent unb Lahmeyer sowie Siemens je 2 Prozent nach. Recht fest lagen anbererseits Scheibeanstalt (+ 1,75 Prozent) unb Ilse Bergbau Genuß (+ 1,25 Prozent). IG. Farben schwankten zwischen 121,50 bis 122 Prozent. Am Kassamarkt erzielte eine ganze Anzahl von Papieren Kurs- besserungen von 1,50 bis 3 Prozent, befonbers Bank- unb Hypothekenbankaktien waren gesucht, aber auch Qnbuftriepapiere erfreuten sich größeren Interesses.

Am Rentenmarkt eröffneten beutsche An­leihen lebhaft unb fest. Altbesitz 90,75 bis 91,50 Prozent, Neubesitz 15 bis 14,90 bis 15,10. Späte Reichsschuldbuchforderungen zogen zunächst um 0,50 auf 92,50 Prozent an unb fliegen später fast bis auf 93 Prozent. Stahlverein-Bonbs waren weiter er­holt, 51,50 (> 2 Proz.). Reichsbahnvorzugsaktien fchwankenb 104,75 bis 105 bis 104,90 bis 105 (+ 0,50 Prozent). Am Pfanbbriefmarkt waren Oolbpfanbbriefe unb Kommunal-Odligationen ge- sucht unb meist um 0,50 Prozent bzw. 1 Prozent befestigt. Liquibationspfanbbriefe lagen sehr ruhig unb ziemlich unoeränbert. Stabtanleihen lagen ver­einzelt von 0,25 bis 0,50 Prozent, auch Staats- unb Länderanleihen erhöhten sich um 0,50 bis 1 Prozent. Steuergutscheine waren außer von 1934 (unv. 102 Praz.) in allen übrigen Jahrgängen um 1 Prozent erhöht unb rationiert. Der Durchschnittskurs zog auf 92,40 (91,30) an. Auslanbsrenten waren ver­nachlässigt. Tagesgelb 3 Prozent.

Abendbörse: fest.

Die Abendbörse hatte gegenüber dem Berliner Schluß auch weiterhin überwiegend leichte Kurs­besserungen zu verzeichnen, da seitens der Kund­schaft noch einige Kauforders zur Ausführung ge­langten. Die Stimmung blieb fest. Das Geschäft war aber in Anbetracht der morgigen Feiertags­unterbrechung sehr still, zumal die Kulisse sich nur wenig betätigte. Die neuesten Erhebungen vom Ar­beitsmarkt entsprachen mit ihrer leichten Zunahme den Erwartungen. Am Rentenmarkt setzten deutsche Anleihen etwas höher ein, während späte Reichsschuldbuchforderungen mit 92,75 bis 92,90 be­hauptet lagen. Goldpfandbriefe, Kommunal-Obliga- tionen sowie Stadtanleihen notierten vereinzelt 0,50 bis 1 Prozent höher. Der Verlauf zeigte bei wei­terhin stillem Geschäft nur minimale Abweichungen nach beiden Seiten. Altbesitz zogen nochmals 0,25 Prozent an. Am Kassamarkt erhielt sich größere Nachfrage nach Hypothekenbankaktien und nach ein­zelnen Jndustriepapieren.

Mannheimer Biehmarkt.

Mannheim, 21 Nov. Auftrieb: Ochsen 173, Butten 128, Kühe 325, Färsen 355, Kälber 697, Schafe 36, Schweine 2026. Es notierten: Ochsen, vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwertes, 1. jüngere 28 bis 32, 2. ältere 22 bis 24, sonstige volltteischige 24 bis 27; Bullen, jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwertes 26 bis 29, sonstige vollflei­schige ober ausgemästete 22 dis 25, fleischige 20 bis

Mittwoch, 22. November 1933

Hitler schafft Arbeit!

Weitere bewilligte Maßnahmen Im Arbeitg- beschaffungsprogramm:

Tagewerke

auf der

Baustelle:

Straßenverlegung, Pflasterungen sowie >.einbejchassung an verschiedenen Land- strahenstrecken im Regierungsbezirk Kassel 25300

Ackerdränage Gemeinde Herold 1750

wiesendränage Gemeinde Ergeshausen 1000

Ackerdränage Gemeinde Gitkenroth 650

Ackerdränage Gemeinde Klingelbach 2050

Dränage Gemeinde Katzenelnbogen 2700

Dränage Gemeinde Berndroth 2400

Wiesendränage Gemeinde Bürgeln 820

Ackerdränage Gemeinde Reckenroth 1300

Entwässerung von Miesen und Ackerland

Gemeinde Weidenhahn 2200

Ackerdränage Gemeinde Alpenrod 1600

Ackerdränage Gemeinde Freiendiez 820

Ackerdränage Gemeinde Meudt 900

Dränagen Gemeinde Frickhofen 4400

Dränagen Gemeinde Steinbach 5000

Dränagen Gemeinde Eisighofen 6000

Znstandsehungsorbeiten an verschiedenen

Gebäuden in Bensheim 3200

Erweiterung des Gas-, Wasser- und

Stromnetzes In Sprendlingen 300

Jnstandsehungsarbeiten an städtischen Ge­bäuden in Bad-Nauheim 3000

Instandsetzung von Wohngebäuden, Bür­

gerliche Hospizen Main; 2400

Verwertung der Bauhofkaserne in Mainz 3570 Umbau des Kreiskrankenhauses in Langen 7000 Umbau und Erweiterung der Leichen­

hallen in Wiesbaden 700

Instandfehungsarbeiten an städtischen Ge­bäuden in Wiesbaden 10800

Wiederaufbau des Städtischen Festhauses in Worms 10000

Bau einer Talsperre bei Driedorf 80000

23; Kühe, jüngere vollfleischige höchsten Schlacht­wertes 22 bis 26, sonstige vollfleischige oder ausge­mästete 18 bis 22, fleischige 14 bis 18, gering ge­nährte 11 bis 14; Färsen, vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwertes 30 bis 32, vollfleischige 25 bis 28, fleischige 22 bis 24; Kälber, beste Mast- und Saugkälber 40 bis 42, mittlere Mast- und Saug­kälber 34 bis 38, geringere Saugkälber 28 bis 32, geringe 21 bis 25; Schafe, beste Schafe 22 bis 27; Schweine, vollfleischige, 240 bis 300 Psd. Lebend­gewicht, 50 bis 53, vollfleischige, 200 bis 240 Psd. Lebendgewicht, 49 bis 52, vollfleischige 160 bis 200 Psd. Lebendgewicht, 47 bis 51. Marktverlauf: Groß­vieh ruhig, gute Tiere gesucht, Ueberftanb; Kälber und Schweine ruhig, langsam geräumt.

Mamzer Schlachtviehmartt.

Mainz, 21. Nov. Austrieb: 30 Ochsen, 19 Bul­len, 534 Kühe oder Färsen, 234 Kälber, 50 Schafe. Marktoerlauf: Großvieh anfangs belebt, später abflauend, langsam geräumt. Kälber rege, ausver­kauft. Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 30 bis 32, b2) 22 bis 26. Bul­len c) 24 bis 26. Kühe a) 23 bis 27, b) 18 bis 22, c) 11 bis 17. Färsen a) 28 bis 32. Kälber c) 28 bis 34, d) 23 bis 28. Schafe nicht notiert.

Kölner Buttermarkt.

Köln, 21. Nov. Die Kölner Warenbörse stellte folgende Großhandelspreise für 100 Pfund einfchl. Faß ab Versandstation in Mark fest: deutsche Mar­kenbutter 133 bis 136 (zuletzt 133 bis 136), deut- sehe Molkereibutter 1. Qualität 132 (132), 2. Qualität 127 (127).

Schwcinemarkt in Butzbach.

* Butzbach, 22. November. Auf dem gestrigen Schweinemarkt waren 295 Ferkel aufgetrie­ben. Es kosteten bis 6 Wochen alte 8 bis 11 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 11 bis 13 Mark, 8 bis 13 Wo- chen alte 13 bis 17 Mark; ältere Springer bis zu 38 Mark. Der Verlauf des Marktes war lebhaft, so daß der Auftrieb vollständig geräumt wurde.

Daten für Mittwoch, 22. November.

1767: Andreas Hofer in St. Leonhard geboren (ge­storben 1810); 1780: der Komponist Konradin Kreutzer in Meßkirch geboren (gestorben 1849).

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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Sie hinter Öen Papieren angeführken Ziffern geben die Hohe der zuletzi be.chlossenen Dividende an - Relchsbankdiskont 4 v H-. Lombardzinsfuß 5 v. H

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Prag ......

Budapest ... Sofia ......

Holland .... Oslo......

Kopenhagen. Stockholm... London .....

Buenos Aires Neuvork .... Brüssel.....

Italien.....

Paris ...... Schweiz .... Spanien.... Danzig.....

Japan......

Rio de Jan. . Jugoslawien. Lissabon....

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6,016

6,024 48.05

12,425

3,047 169,08

68.48 60,79 70.23

13.615 0,963 2,537 58,36 22,11

16,40 81,14 34,15 81.52 0,796 0,224

5,295 12.67

6,036 48.15

12,445

3,053 169.42

68.62 60.91 70.37

13,655 0,967 2,543 58,48 22,15

16,44 81,30 34,21

81,68 0.798 0,226 5,305 12,69

6% Deutsche Retchsanlethe v 1927 6%ef)fm.7% Di.Reichsanl.v. 1929 6!/,% Young-Anleihe vun 1930 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Auslos.-Rechien

Desgl. ohne Auelos.-Rechte .....

6% ehern.8% Hess. Bolksltaat 1929

(rüdsablb. 102%)

6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 18

6'/?% Hess. Landes-Hhpotbeken. bank Darmstadt Limit

Oberfjeffen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten

Deutsche komm. Sammel. >. An­leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

6% ehern 8% Arants Hyp.-Bank

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 8% ehern 7% fitanff HyP -Bank

Goldpse 16 unkündbar bis 1936 ehern «!4% fitanff Hllv--

Bank-Liau.-Bfandbriefe ehern 4'/2% Rheinifche

Hrm.-Bank-Ltau.-Goldpse

6% ehern. 8% Pr Landespsand-

brk-fanftalt, Pfandbriefe R 19

6% ehern. 7% Pi Landespfand- oriefanftall, Pfandbriefe R. 10

Sieuetflulfrf) NerrechnunaSfutS

<% Oellerteichlsche Gvldrente 4,20% Oesterreichtfche Silbertente

4% Ungarische Goldtente

4% Ungatische SlaatStente v. 1910 4!4% desgl. von 1913 ......

5% abgefi. Goldmexikaner von 99 4% lürkijche Rollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdavbahn-Anlelhe

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3,95

3,75

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4,8

4% desgl. Serie II

6% Rumän. vereint). Rente v. 1903 4>/i%Rumän.vereinh.Rentev.l913

4% Rumänische vereint). Rente

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Hamburg-Südam. Dampfschiff O

Hansa-Dampfschiff O

Norbdeuifcher Lloyd ..... O

A G- für BetkehtSwefen Akt. 0

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Commerz- und Privat-Bank O

Deutsche Bank und DiSconto-

Gesellschafi.............. O

Dresdner Bank ............. O

Reichdbank 12

81.I5.1S.................O

Betula ................O

Elektr. Lieferungsgefellfchast 6

Licht und Kraft 6

fielten & Guilleaume O

Gefellsch.f.Eletir.Unieniehmung 6

Rheinische Elektrizität 6

Schucken L Co.......... 6

Siemens L Halske............ 7

Ladmever L Co.............' 10

Buderus ................ O

Deutsche Erdöl .............. 4

Gelsenkirchener ............. C

ßatpenei O

Hoesch EisenKöln-Neuesten .. O

Ilse Bergbau 6

Ilse Bergbau Genüsse ....... 6

Klöcknerwerke ............. k

Mannesmann-Röbren........O

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82 61,75 134,5 105,75 56,9 57,65

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3 23,7

11,65

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90 94,25 135,5

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70,5 100,5 49,25

82

62,75

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106,25

57

58

Mansfelder Bergbau......... O

Kofswerke O

Phönix Bergbau............ O

Rheinische Braunkohlen ..... IO

Rheinstahl ...........O

Bereinigte Stahlwerke........ O

Otaoi Minen O

Kaliwerke Aschersleben........ 6

Kaliwerke Westeregeln........5

Kaliwerke Salzdetfurth..... ?y3

g. G- fiarben-Jnbustrte....... 7

Scheideanktalt............... 9

Goldschmidt ...............O

Rüigerswerke ......... O

'DieiaUflelelKdfaft............. O

Philipp Holzmann ...........0

Zementwerk Heidelberg ......O

Lsmentwerk Karlstadt. ...... O

Schultheis Patzenhoser ...... 0

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O

Bemberg O

Zellstoff Walbhof .......... O

Zellstoff Aschaffenburg .......O

Defsauer Gas 7

Deutsche Linoleum........... 0

Lrensteln & Koppel .......... O

Leonhard Tietz ..... 0

Chads IC

Oltcumulatorcn-fiabril........ C

Lonti-Gummi ...........O

Grltziisl.................... O

Mainfraftwerfe Höchst a.M.... 4

Süddeutscher Zucker .........8

25,5

88,75

190.5

83.5

83.25

10,25

117,5

120

152,5

119.75

180,25

46.5

54,75

59

63

79,5

85

32,9

42,13

40.5

26,5

31

40,5

16,25

130,5

173

139.25

19,25

69

172.75

38,25

192,25

82,25

33

11,25

118

119

158

122

182

46,5

53,5

62

64

79sl

34,75

44,5 43

27

30

39

15,9

132

174,5

140

20,4

173,13

77,4

38,25

190

83

33,25

10,9

120

121

156

119.5

46 54.75

57

64L5

91,5

31,5

41,5

39,25

26,5

111,5

30,65

40,25

31,9

15,9

130

173 139.25

1 19,5 I 173

79J5 38.25 192.5 82.25

33,4 11

116,25

120 156,5

121,75

46,5 54

61

64,5

92,25

33,25

44

42,25 27,5

111.5

30,4 38.65 31,25 15,75

132 175

140

20

171,25

48.15 12.445

3,053

169.42

68.37

60.78

70.12

13.62 0,967

2,573

58.50

22.16 16.44

81.28

34.18

81.63 0,796 0,226

5,305

12.69

Sanknoten

Scrlln, 21 .Tloocmbtr

Seid

«rief

Amerikanische Noten..............

Belgische Noten ................

Dänische Noten ................

Englische Noten .................

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten. ..............

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, 4 1OO Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Spanische Note».................

Ungarische Note»

2,49

58.20

60.53

13,575

16,36

168,66

21,99

68,31

70,06

80,96

34,01

2,51

58.44

60,77

13.633

16,42

169,34

22,07

68,59

-

70,34

81,28

34,15

- .