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Selterswefl
Nr. 274 Drittes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen)
Kein Kino, kein Radio, keine Zeitung...
Merkwürdige Menschen auf einer einsamen Insel.
selten anlegenden Dampfern zu senden. Für 150 Bewohner wären bereits 600 Exemplare gekommen!
Die Männer wünschen einige Kisten Tabak, aber — auf Wunsch ihrer Frauen — keinen Tropfen Alkohol, während die Frauen allerdings ein paar Nähmaschinen und etliche hunderttausend Meter
Tristan d a Cunha (sprich Kunja), Inselgruppe im südatlantischen Ozean, südwestlich vom Kap der Guten Hoffnung, besteht aus drei Inseln vulkanischen Ursprungs, deren größte, vorzugsweise Tristen genannt, eigentlich nur ein erloschener Vulkan ist, der bis zu 2600 Meter ansteigt.
Das ist alles, was wir in den Nachschlagebüchern des vergangenen Jahrhunderts über die Inselgruppe finden, und trotz des romantisch klingenden Namens der größten der drei Inseln ist bis jetzt noch nichts über die interessante Geschichte dieser Insel und ihrer merkwürdigen Bewohner in die Oeffentlichkeit gedrungen.
Die Insel verdankt ihren Namen einem Portugiesen, der sie im Jahre 1506 entdeckte und schon damals auf die vortreffliche Lage dieses Eilandes hinwies: die Insel ist f a st kreisrund und ein besonders günstiger Platz für Seefahrer, die abseits der großen Schiffahrtswege den Allantischen Ozean kreuzen und dort Wasser einnehmen können, ohne erst am Kap der guten Hoffnung anlegen zu müssen. Ebenso lohnt sich dort der Schildkrö - tenfang, denn Millionen von Tieren hausen seit Urzeiten auf der Insel. Später gelangte die kleine Insel mit dem romantischen Namen in britischen Besitz. Als Napoleon auf St. Helena gefangen gehalten wurde, besetzte man auch Tristan da Cunha mit britischem Militär, um einen zweiten Fluchtversuch des großen Korsen zu verhüten. Im Jahre 1821 sollte diese Insel wieder verlassen werden und auch für alle Zukunft unbewohnt bleiben, als es dem englischen Korperal William Glaß und zwei Seeleuten gelang, vom Kommandeur die Erlaubnis zum Ansiedeln zu erwirken. Bald darauf legte ein englisches Schiff an der Insel an, um notwendige Geräte und außerdem die Ehefrauen der drei Ro- binsone an Land zu bringen. Sechs Menschen waren es also, die den Mut aufbrachten, ein neues Leben, fernab allen menschlichen Nachbarn, neu zu beginnen. Aber ihr Versuch glückte!
Langsam vermehrte sich die „Bevölkerung" dieses einsamen Eilandes. Die Jungens spielten im erloschenen, wild zerklüfteten Krater der Insel, während die Mädchen in strenger, religiöser Erziehung aufwuchsen. Aus den Jungen aber wurden tüchtige, wagemutige Fischer, die auf ihren kleinen Booten oft tagelang in die See fuhren, um den notwendigen Lebensunterhalt herbeizubringen. Doch auch hier gibt es eine schwarze Seite in der Geschichte dieses kleinen Staates: im Jahre 1885 wurde auch Tristen da Cunha während der Winterstürme von einem furchtbaren Orkan heimgesucht. Ein großer Teil der männlichen Bewohner, die sich gerade auf Fischfang weit draußen im Ozean befanden, kehrte nie wieder in den heimatlichen Hafen zurück. . . -"Selten erhält die Insel Besuch aus „unserer" Welt. Fast zwei Jahre sind vergangen, seit der letzte Dampfer im Hafen festmachte. Der Kapitän dieses Schiffes, der Schwede Lars Christensen, berichtete vor einiger Zeit über diesen Besuch:
„Ich wurde vom Kommandanten der Insel, Glaß, empfangen. Als ich mich bald darauf wunderte, daß es auf der Insel scheinbar nur drei verschiedene Familien gäbe, erhielt ich bald Klarheit. Es waren ursprünglich nur drei Ehepaare gewesen, die vor über hundert Jahren sich hier dauernd niederließen. Ich konnte mich mit den Einwohnern dieser weltabgeschiedenen Insel nur schwer verständigen, obwohl ich ein gutes, akzentfreies Englisch spreche, denn alle Leute sprachen irgendeinen Dialekt, der nun schon seit einem halben Jahrhundert verschollen ist. Die Frauen tragen wahrhaft vorsintflutliche Kleider, und ich möchte fast wetten, daß es heute keinem Schneider auf der Welt mehr möglich ist, ohne genaue historische Kenntnisse derartige Gewänder, die scheinbar überhaupt nur aus Rüschen und halten bestehen, anzufertigen. Die Kleidung der Männer dagegen ist weniger auffallend: auch wir Seeleute „von heute" tragen ja bei schwerem Wetter die gleichen hüfthohen Transtiefel und ebensolche Südwester und Jacken wie unsere Vorfahren. .
Merkwürdig aber ist, daß es niemanden auf der Insel gibt, der genau mit der Kalenderrechnung Bescheid weiß und auch die „offizielle" Kalenderrechnung des Kommandanten weicht von der tmfrigen um mehrere Tage ab. Auch in biefem Falle erhielt ich eine Erklärung durch den Allgewaltigen der Insel: es sei oft vorgekommen, daß be: irgendwelchen Anlässen sich mehrere Woch-n hindurch kein Mensch um den Kalender bekümmert hätte — später wäre man dann einfach dort fort
gefahren, wo seinerzeit aufgehört wurde zu rech- rechnen!
Die mittelgroßen Hütten der Einwohner sind fast durchweg auerben Trümmern gestrande- ter Schiffe erbaut — ja, oft hat man einen ganzen Bug ober ein Heck mit Winben hoch auf Strand gezogen unb bas Uebrige einfach baranye- baut, benn hier, über dem 40. Grab süblicher Breite gilt immer noch bas alte Stranbrecht: wer etwas finbet, behält es. An welche Behörbe sollte ber Funb benn auch abgeliefert werben?
Selbstverstänblich besitzt man roeber 3t ab io, noch Kino, n o ch eine Zeitung, bie ja für 150 Bewohner aucy ein Luxus wäre — aber mir würbe ausbrücklich aufgetragen, meine Lanbsleute „ba braußen" zu bitten, keine Bibeln mehr mit ben
Garn verlangten."
Jetzt kommt auch bie Nachricht, baß sich zwei junge englische Stubenten entschlossen haben, freiwillig für zwei Jahre biese Einsamkeit aufzusuchen, um Studien zu betreiben. Es handelt sich um ben 27jährigen Francis K. Pease unb seinen Freunb unb Kollegen Ebwarb D. Marsh, ber erst 21 Jahre alt ist. Um sich ausgiebig ihren meteorologischen unb mineralischen Stubien wibmen zu können, haben sie eine Gelbsammlung mit Erfolg durchge- führt unb sich eine große Anzahl wissenschaftlicher Apparate angeschafft. In ben nächsten Wochen wollen sie an Borb eines Seglers gehen, ber von Southampton aus in See sticht unb auf seiner langen Reise bann auch auf Tristen ba Cunha anlegen wirb — ber einsamen Insel mit ben mertmürbigen Menschen. G. B.
Wirtschaft.
Die Wirischastsbelebung.
Einem Schreiben bes Verbanbes ber beutschen Schieferindustrie an ben Gauleiter entnimmt bas Gaupresseamt folgenbe Zeilen:
„Dank bes besseren Absatzes ist es möglich geworben, auf einer Reihe von Gruben bie Belegschaft zu oerboppeln. Insgesamt ist bie Beschäftigungsziffer auf ben am Rhein unb an ber Mosel gelegenen Dachschiefergruben vom 1. April bis 15. Oktober b. I. um 221 Mann gewachsen. Soweit sich bie Markttage übersehen läßt, kann schon heute gesagt werben, baß bie neueingestellten Arbeiter ben Winter über beschäftigt unb Entlassungen nicht nötig werben, etwas, was feit 1927 nicht mehr vorgekommen ist."
Oie Einlagerunasverpflichtung der Mühlen.
Durch bie Verorbnung vom 5. November 1933 ist bie Einlagerungsverpflichtung für bie Mühlen geregelt. Das Gesetz ist am 8. November 1933 in Kraft getreten, sonach ist ber erste Einlagerungstermin ber 18. November 1933. An biefem Tage müssen von ber Lagerverpstichtung 35 v. H. gemäß bem Wortlaut bes Gesetzes erfüllt sein. In § 20 Absatz 4 ist ben Mühlen eine Melbepflicht für bie eingelagerten Mengen auferlegt. Die Mengen finb an ben einzelnen Stichtagen unter Angabe ber Einlagerungsstellen ber „Wirtschaftlichen Vereinigung ber Roggen- unb Weizenmühlen" ober einer von ihr bezeichneten Stelle zu melben. Als Melbestelle für ben Bezirk 3: Baben, Rheinpfalz, Hessen, Hessen-Nassau (Regierungsbezirk Wiesbaben) ist bie Süddeutsche Mühlenvereinigung G. m. b. $)., Mannheim, Prinz-Wilhelm-Straße 10, als Bezirksgeschäftsstelle 3 ber „Wirtschaftlichen Vereinigung ber Roggen- unb Weizenmühlen" bestimmt. Die Mühlen werben hierburch aufgeforbert, ihre Melbungen unverzüglich an biese Stelle zu erstatten.
Frankfurter Börse.
Mittagsbörse fest.
Frankfurt a. M., 21. Nov. Obwohl befonbere sachliche Motive nicht vorlagen, setzte bie Börse auch heute in fester Haltung ein unb verzeichnete anfangs aufgrund größerer Publikumsaufträge sehr lebhaftes Geschäft, wobei bie letzten günstigen Nachrichten aus ber Wirtschaft nachwirkten. Später würbe es wesentlich ruhiger, ba man im Hinblick auf bie Unterbrechung bes Verkehrs burd) ben morgigen Feiertag gewisse Zurückhaltung betunbete. Verschiedentlich erfolgten auch kleine Realisationen, bie Grunbtenbenz blieb aber fest.
Die Kurssteigerungen nahmen heute nicht so großes Ausmaß an, immerhin ergaben sich durch- schnitttich Befestigungen von 0,50 bis 1 Prozent. Darüber hinaus erhöht waren bei lebhaftem Geschäft IG. Farben, bie um 2,25 Prozent auf 122 Prozent anstiegen unb später 122,25 Prozent erreichten, ferner blieben Metallgesellschaft zu 59,50 Prozen (+ 0,50 Prozent), bann 61 Prozent Gelb gesucht. Zellstoffwerte lagen auf ben günstigen Geschäftsgang unb auf bie Einbeziehung einiger Außenseiter in bas Syndikat unb besten Verlängerung um zwei Jahre sehr fest, Walbhof (+ 2,75 Prozent) unb Aschaffenburg (+ 2 Prozent). Am Kunstseibenmarkt lagen Bemberg mit plus 2 Prozent fest. Elektrowerte verzeichneten Besserungen von 0,40 bis 1 Prozent, Gesfürel gewannen 1,25 Prozent. Montanaktien konnten sich meist um 0,50
bis 1 Prozent befestigen, Mannesmann unb Har- pener erhöhten sieh um bis zu 1,50 Prozent. Schif- fahrts- unb Verkehrswege zogen von 0,25 bis 0,75 Prozent an. Von Bankaktien eröffneten Reichsbankanteile 1,25 Prozent unb Braubank 1 Prozent fester. Schwächer L. Tietz (— 1 Prozent), Phönix unb Laurahütte je minus 0,50 Prozent unb Stahl- oerein (— 0,90 Prozent). Der Verlauf lag im allgemeinen sehr still, bie Kurse bröckelten auf Gewinnmitnahmen überwiegenb um 0,50 bis 1 Prozent ab. Darüber hinaus gaben Deutsche Linoleum 1,75 Prozent unb Lahmeyer sowie Siemens je 2 Prozent nach. Recht fest lagen anbererseits Scheibeanstalt (+ 1,75 Prozent) unb Ilse Bergbau Genuß (+ 1,25 Prozent). IG. Farben schwankten zwischen 121,50 bis 122 Prozent. Am Kassamarkt erzielte eine ganze Anzahl von Papieren Kurs- besserungen von 1,50 bis 3 Prozent, befonbers Bank- unb Hypothekenbankaktien waren gesucht, aber auch Qnbuftriepapiere erfreuten sich größeren Interesses.
Am Rentenmarkt eröffneten beutsche Anleihen lebhaft unb fest. Altbesitz 90,75 bis 91,50 Prozent, Neubesitz 15 bis 14,90 bis 15,10. Späte Reichsschuldbuchforderungen zogen zunächst um 0,50 auf 92,50 Prozent an unb fliegen später fast bis auf 93 Prozent. Stahlverein-Bonbs waren weiter erholt, 51,50 (> 2 Proz.). Reichsbahnvorzugsaktien fchwankenb 104,75 bis 105 bis 104,90 bis 105 (+ 0,50 Prozent). Am Pfanbbriefmarkt waren Oolbpfanbbriefe unb Kommunal-Odligationen ge- sucht unb meist um 0,50 Prozent bzw. 1 Prozent befestigt. Liquibationspfanbbriefe lagen sehr ruhig unb ziemlich unoeränbert. Stabtanleihen lagen vereinzelt von 0,25 bis 0,50 Prozent, auch Staats- unb Länderanleihen erhöhten sich um 0,50 bis 1 Prozent. Steuergutscheine waren außer von 1934 (unv. 102 Praz.) in allen übrigen Jahrgängen um 1 Prozent erhöht unb rationiert. Der Durchschnittskurs zog auf 92,40 (91,30) an. Auslanbsrenten waren vernachlässigt. Tagesgelb 3 Prozent.
Abendbörse: fest.
Die Abendbörse hatte gegenüber dem Berliner Schluß auch weiterhin überwiegend leichte Kursbesserungen zu verzeichnen, da seitens der Kundschaft noch einige Kauforders zur Ausführung gelangten. Die Stimmung blieb fest. Das Geschäft war aber in Anbetracht der morgigen Feiertagsunterbrechung sehr still, zumal die Kulisse sich nur wenig betätigte. Die neuesten Erhebungen vom Arbeitsmarkt entsprachen mit ihrer leichten Zunahme den Erwartungen. Am Rentenmarkt setzten deutsche Anleihen etwas höher ein, während späte Reichsschuldbuchforderungen mit 92,75 bis 92,90 behauptet lagen. Goldpfandbriefe, Kommunal-Obliga- tionen sowie Stadtanleihen notierten vereinzelt 0,50 bis 1 Prozent höher. Der Verlauf zeigte bei weiterhin stillem Geschäft nur minimale Abweichungen nach beiden Seiten. Altbesitz zogen nochmals 0,25 Prozent an. Am Kassamarkt erhielt sich größere Nachfrage nach Hypothekenbankaktien und nach einzelnen Jndustriepapieren.
Mannheimer Biehmarkt.
Mannheim, 21 Nov. Auftrieb: Ochsen 173, Butten 128, Kühe 325, Färsen 355, Kälber 697, Schafe 36, Schweine 2026. Es notierten: Ochsen, vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwertes, 1. jüngere 28 bis 32, 2. ältere 22 bis 24, sonstige volltteischige 24 bis 27; Bullen, jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwertes 26 bis 29, sonstige vollfleischige ober ausgemästete 22 dis 25, fleischige 20 bis
Mittwoch, 22. November 1933
Hitler schafft Arbeit!
Weitere bewilligte Maßnahmen Im Arbeitg- beschaffungsprogramm:
Tagewerke
auf der
Baustelle:
Straßenverlegung, Pflasterungen sowie >.einbejchassung an verschiedenen Land- strahenstrecken im Regierungsbezirk Kassel 25300
Ackerdränage Gemeinde Herold 1750
wiesendränage Gemeinde Ergeshausen 1000
Ackerdränage Gemeinde Gitkenroth 650
Ackerdränage Gemeinde Klingelbach 2050
Dränage Gemeinde Katzenelnbogen 2700
Dränage Gemeinde Berndroth 2400
Wiesendränage Gemeinde Bürgeln 820
Ackerdränage Gemeinde Reckenroth 1300
Entwässerung von Miesen und Ackerland
Gemeinde Weidenhahn 2200
Ackerdränage Gemeinde Alpenrod 1600
Ackerdränage Gemeinde Freiendiez 820
Ackerdränage Gemeinde Meudt 900
Dränagen Gemeinde Frickhofen 4400
Dränagen Gemeinde Steinbach 5000
Dränagen Gemeinde Eisighofen 6000
Znstandsehungsorbeiten an verschiedenen
Gebäuden in Bensheim 3200
Erweiterung des Gas-, Wasser- und
Stromnetzes In Sprendlingen 300
Jnstandsehungsarbeiten an städtischen Gebäuden in Bad-Nauheim 3000
Instandsetzung von Wohngebäuden, Bür
gerliche Hospizen Main; 2400
Verwertung der Bauhofkaserne in Mainz 3570 Umbau des Kreiskrankenhauses in Langen 7000 Umbau und Erweiterung der Leichen
hallen in Wiesbaden 700
Instandfehungsarbeiten an städtischen Gebäuden in Wiesbaden 10800
Wiederaufbau des Städtischen Festhauses in Worms 10000
Bau einer Talsperre bei Driedorf 80000
23; Kühe, jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwertes 22 bis 26, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 18 bis 22, fleischige 14 bis 18, gering genährte 11 bis 14; Färsen, vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwertes 30 bis 32, vollfleischige 25 bis 28, fleischige 22 bis 24; Kälber, beste Mast- und Saugkälber 40 bis 42, mittlere Mast- und Saugkälber 34 bis 38, geringere Saugkälber 28 bis 32, geringe 21 bis 25; Schafe, beste Schafe 22 bis 27; Schweine, vollfleischige, 240 bis 300 Psd. Lebendgewicht, 50 bis 53, vollfleischige, 200 bis 240 Psd. Lebendgewicht, 49 bis 52, vollfleischige 160 bis 200 Psd. Lebendgewicht, 47 bis 51. Marktverlauf: Großvieh ruhig, gute Tiere gesucht, Ueberftanb; Kälber und Schweine ruhig, langsam geräumt.
Mamzer Schlachtviehmartt.
Mainz, 21. Nov. Austrieb: 30 Ochsen, 19 Bullen, 534 Kühe oder Färsen, 234 Kälber, 50 Schafe. Marktoerlauf: Großvieh anfangs belebt, später abflauend, langsam geräumt. Kälber rege, ausverkauft. Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 30 bis 32, b2) 22 bis 26. Bullen c) 24 bis 26. Kühe a) 23 bis 27, b) 18 bis 22, c) 11 bis 17. Färsen a) 28 bis 32. Kälber c) 28 bis 34, d) 23 bis 28. Schafe nicht notiert.
Kölner Buttermarkt.
Köln, 21. Nov. Die Kölner Warenbörse stellte folgende Großhandelspreise für 100 Pfund einfchl. Faß ab Versandstation in Mark fest: deutsche Markenbutter 133 bis 136 (zuletzt 133 bis 136), deut- sehe Molkereibutter 1. Qualität 132 (132), 2. Qualität 127 (127).
Schwcinemarkt in Butzbach.
* Butzbach, 22. November. Auf dem gestrigen Schweinemarkt waren 295 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte 8 bis 11 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 11 bis 13 Mark, 8 bis 13 Wo- chen alte 13 bis 17 Mark; ältere Springer bis zu 38 Mark. Der Verlauf des Marktes war lebhaft, so daß der Auftrieb vollständig geräumt wurde.
Daten für Mittwoch, 22. November.
1767: Andreas Hofer in St. Leonhard geboren (gestorben 1810); — 1780: der Komponist Konradin Kreutzer in Meßkirch geboren (gestorben 1849).
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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
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Amtlich? Notierung
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Amtliche Notierung
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21-11
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Budapest ... Sofia ......
Holland .... Oslo......
Kopenhagen. Stockholm... London .....
Buenos Aires Neuvork .... Brüssel.....
Italien.....
Paris ...... Schweiz .... Spanien.... Danzig.....
Japan......
Rio de Jan. . Jugoslawien. Lissabon....
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12.425
3,047 169,08
68.23
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22.12 16,40 81,12 34,12
81,47 0,794 0,224 5,295
12.67
6,016
6,024 48.05
12,425
3,047 169,08
68.48 60,79 70.23
13.615 0,963 2,537 58,36 22,11
16,40 81,14 34,15 81.52 0,796 0,224
5,295 12.67
6,036 48.15
12,445
3,053 169.42
68.62 60.91 70.37
13,655 0,967 2,543 58,48 22,15
16,44 81,30 34,21
81,68 0.798 0,226 5,305 12,69
6% Deutsche Retchsanlethe v 1927 6%ef)fm.7% Di.Reichsanl.v. 1929 6!/,% Young-Anleihe vun 1930 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechien
Desgl. ohne Auelos.-Rechte .....
6% ehern.8% Hess. Bolksltaat 1929
(rüdsablb. 102%)
6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 18
6'/?% Hess. Landes-Hhpotbeken. bank Darmstadt Limit
Oberfjeffen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten
Deutsche komm. Sammel. >. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
6% ehern 8% Arants Hyp.-Bank
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 8% ehern 7% fitanff HyP -Bank
Goldpse 16 unkündbar bis 1936 ehern «!4% fitanff Hllv--
Bank-Liau.-Bfandbriefe ehern 4'/2% Rheinifche
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6% ehern. 8% Pr Landespsand-
brk-fanftalt, Pfandbriefe R 19
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3,95
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6% Rumän. vereint). Rente v. 1903 4>/i%Rumän.vereinh.Rentev.l913
4% Rumänische vereint). Rente
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Hansa-Dampfschiff O
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81.I5.1S.................O
Betula ................O
Elektr. Lieferungsgefellfchast 6
Licht und Kraft 6
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Gefellsch.f.Eletir.Unieniehmung 6
Rheinische Elektrizität 6
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Siemens L Halske............ 7
Ladmever L Co.............' 10
Buderus ................ O
Deutsche Erdöl .............. 4
Gelsenkirchener ............. C
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Hoesch Eisen—Köln-Neuesten .. O
Ilse Bergbau 6
Ilse Bergbau Genüsse ....... 6
Klöcknerwerke ............. k
Mannesmann-Röbren........O
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5,75 2,8
23,5
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11,65
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90 94,25 135,5
113
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58
Mansfelder Bergbau......... O
Kofswerke O
Phönix Bergbau............ O
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Rheinstahl ...........O
Bereinigte Stahlwerke........ O
Otaoi Minen O
Kaliwerke Aschersleben........ 6
Kaliwerke Westeregeln........5
Kaliwerke Salzdetfurth..... ?y3
g. G- fiarben-Jnbustrte....... 7
Scheideanktalt............... 9
Goldschmidt ...............O
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Lsmentwerk Karlstadt. ...... O
Schultheis Patzenhoser ...... 0
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O
Bemberg O
Zellstoff Walbhof .......... O
Zellstoff Aschaffenburg .......O
Defsauer Gas 7
Deutsche Linoleum........... 0
Lrensteln & Koppel .......... O
Leonhard Tietz ..... 0
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Oltcumulatorcn-fiabril........ C
Lonti-Gummi ...........O
Grltziisl.................... O
Mainfraftwerfe Höchst a.M.... 4
Süddeutscher Zucker .........8
25,5
88,75
190.5
83.5
83.25
10,25
117,5
120
152,5
119.75
180,25
46.5
54,75
59
63
79,5
85
32,9
42,13
40.5
26,5
31
40,5
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173
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69
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118
119
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53,5
62
64
79sl
34,75
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27
30
39
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140
20,4
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10,9
120
121
156
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46 54.75
57
64L5
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1 19,5 I 173
79J5 38.25 192.5 82.25
33,4 11
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121,75
46,5 54
61
64,5
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44
42,25 27,5
111.5
30,4 38.65 31,25 15,75
132 175
140
20
171,25
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34.18
81.63 0,796 0,226
5,305
12.69
Sanknoten
Scrlln, 21 .Tloocmbtr
Seid
«rief
Amerikanische Noten..............
Belgische Noten ................
Dänische Noten ................
Englische Noten .................
Französische Noten...............
Holländische Noten...............
Italienische Noten. ..............
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, 4 1OO Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...............
Spanische Note».................
Ungarische Note»
2,49
58.20
60.53
13,575
16,36
168,66
21,99
68,31
70,06
80,96
34,01
2,51
58.44
60,77
13.633
16,42
169,34
22,07
68,59
-
70,34
81,28
34,15
- .


