Ausgabe 
22.9.1933 Erstes Blatt
 
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Teilnehmer an geheimen kommuni st ischen Versammlungen in Schutzhaft genommen und unverzüglich in ein Konzentrationslager verbracht werden. Die benutzten Radiogeräte werden beschlagnahmt und eingezogen.

Kasseler Sondergerichi.

WSR. Kassel, 20. Sept. Das Sonderge» richt in Kassel verhandelte am Dienstag gegen den 22 Jahre alten Arbeiter Kraus, den 35jähri- gen Kupferschmied Georg Ebert und den 22jähri- gen Arbeiter Heinrich Kraft, sämtlich aus Ha­nau. Sie waren beschuldigt, illegale Druckschriften in größerem Umfange verbreitet zu haben, wobei Ebert als der geistige Urheber galt. Kraus und Ebert wurden zu je zwei Jahren, Kraft zu vier Monaten Gefängnis verurteilt.

Der zweite Fall betraf den 30 Jahre alten Di­plom-Ingenieur Ludwig Balzer aus W a l l a u (Kreis Biedenkopf), der in einem Brief an einen früheren Chef beim Elektrizitätswerk in Eberswalde sich in einer ätzenden Kritik gegen die Reichsregie­rung und besonders gegen den Reichskanzler aus­gelassen hatte. Das Sondergericht nahm grob­fahrlässige Beschimpfung der Reichsregierung an und erkannte auf eine Geldstrafe von 7 0 0 Mark, zahlbahr in Monatsraten von je 50 Mark.

Heiratsbeihilfe bei der Dunlop- Compagnie in Hanau.

Hanau, 21. Sept. (WSN.) Die Deutsche Dunlop Gummi Compagnie in Hanau hat sich die Rückführung weiblicher Arbeitskräfte in die Familie besonders angelegen sein lassen und selbst da Männer eingestellt, wo weibliche Hand­geschicklichkeit sonst den Ausschlag gab. Das Werk hat weiterhin beschlossen, seinen weiblichen Werksangehörigen, wenn die Vorschriften über die Gewährung der Reichshilfe erfüllt sind, eine Heiratsbeihilfe in Höhe von 3 0 0 Mark zu zahlen, wenn diese mindestens ein Jahr im Hause beschäftigt gewesen sind und die Eheschließung zwischen dem 1. Oktober d. I. und 31. März 1934 erfolgt. Auch die hierdurch frei­werdenden Arbeitsplätze sollen mit Männern besetzt werden. Im übrigen ist der Personalstand gegen­über Jahresbeginn um rund 20 v. H. erhöht und wird voraussichtlich auf dieser Höhe gehalten wer­den können, nötigenfalls während der Winter­monate unter Beschränkung der Arbeitszeit auf 32 Stunden in der Woche.

Von der Beerdigung in den Tod.

Marburg, 21. Sept. (WSR.) Auf der Dorf­straße in W a l l a u bei Biedenkopf rannte gestern abend ein aus der Richtung Laasphe kommendes, mit zwei Personen besetztes Motorrad mit voller Wucht gegen einen Lastkraft- wagen. Roch im letzten Augenblick hatte der Führer des Lastkraftwagens versucht, seinen Wagen soweit wie möglich rechts herumzureißen, wobei ein Gartenzaun in Trümmer ging. Er konnte das Un­glück jedoch nicht mehr verhüten. Der Fahrer des Motorrades, der Musiker Ludwig Henkel aus Weifenbach, der von einer Beerdigung in Laasphe kam, erlitt eine gefährliche Schädelverletzung, an deren Folgen er kurz nach seiner Einlieferung in die Marburger Klinik starb. Sein auf dem Sozius­sitz mitgefahrener Bruder liegt mit erheblichen Ver­letzungen an Gesicht und Unterlippe in der Klinik.

Kreis Wetzlar.

0 Wetzlar, 20. Sept. Der Landrat hat an­geordnet, daß die alljährlich im Herbst stattfindende Hauptkörung der Bullen in diesem Herbst a u s f ä l l t. Die Körung wird, wie dies im Regie­rungsbezirk Wiesbaden üblich ist, im Frühjahr vor­genommen. Alle Bullen, die bis zum Herbst an- gekört sind und weiter gehalten werden sollen, gelten bis zum Frühjahr 1934 ohne weiteres als aekört. Die Körung für Ersatzbullen er­folgt außerterminlich durch das Tierzuckt­amt. Für die Körung der Eber gilt dieselbe An­ordnung sinngemäß.

Niederkleen, 21. Sept. Durch Verfügung des Regierungspräsidenten zu Wiesbaden wurden der Amtsangestellte Karl R e i n e ck zum Standes­beamten und der Ortsbürgermeister Heinrich Ohly zum Standesbeamten-Stelloertreter für den die Ge­meinden Niederkleen, Ebersgöns und Oberkleen umfassenden Standesamtsbezirk ernannt.

oo Niederkleen, 21. Sept. Einem hiesigen Landwirt wurde dieser Tage zu abendlicher Stunde sein Fahrrad, daß er am Dorfausgang nach Lang-Göns abgest^llt hatte, g e st o h l e n. Von dem Täter fehlt jede Spur.

0 Niederkleen, 21. Sept. Am vergangenen Samstag und Sonntag hielt der Sturm 13/2.33 in unserem Ort ein S p o r t f e st ab. Samstag um 19 Uhr erfolgte der Einmarsch des Sturmes unter seinem Sturmführer Weber (Hörnsheim) unter Vorantritt des Musikzuges des Sturmes. Nach der Quartieroerteilung trat der Sturm um 20.15 Uhr auf dem Biwakplatz an und versammelte sich dort um die Feuer. Parteigenosse Mack hielt eine An­sprache. Mit dem Zapfenstreich, gespielt von dem Musikzug des Sturmes unter Leitung von Karl Bonn (Groß-Rechtenbach), wurde der Biwakabend beschlossen. Am Sonntagmorgen um 10 Uhr war Antreten zum Feldgottesdienst, bei dem der Ortsgeistliche Pfarrer K u l k e die Predigt hielt. Anschließend fanden sportliche Darbietungen, spä­ter Verlosung um das Bild des Führers und ge­mütliches Beisammensein statt.

<> Dornholzhausen, 21. September. Die älteste Einwohnerin des Ortes, Witwe Anna Elisabeth Beppler, feierte am Dienstag ihren 8 8. Geburtstag. Aus diesem Anlaß fand abends im Hause der Jubilarin eine Feier statt, in welcher der kirchliche Frauenchor einige Lieder vor­trug und der Ortsgeistliche, Pfarrer Schneider (Hochelheim), eine Ansprache zu Ehren der Ge­feierten hielt. Die Jubilarin dankte bewegten Her­zens für die Ehrung; sie ist seit ihrem 43. Lebens­jahre Witwe. Zu ihren Nachkommen zählen 3 Kin­der, 6 Enkel und 6 Urenkel.

Dillkreis.

< Weidenhausen 20. Sept. Der persön­lichen Initiative des hiesigen Bürgermeisters Pg. Jung ist es zu verdanken, daß nunmehr auch in unserer Gemeinde der Arbeitslosigkeit Ab­bruch getan und der Gemeinde in finanzieller Hinsicht wieder geholfen wird. Ein langgehegter Wunsch, die Salzböde zu regulieren, geht in Erfüllung. Die alljährlichen Ueberschwem- mungen werden durch diese Maßnahme vermieden. Die Regulierung erstreckt sich vorläufig auf das Gebiet der Gemeinde Weidenhausen. In den näch­sten Jahren sollen weitere Teilstrecken reguliert werden. Vorerst muß man aber wegen der finan­

ziellen Verhältnisie davon Abstand nehmen. In unserer Gemeinde und in angrenzenden Orten ist die Kartoffelernte nahezu abgeschlossen. Die Ernte ist als gut zu bezeichnen, obwohl man mit einem besseren Ergebnis gerechnet hatte. Die Wasserleitungsarbeiten schreiten sehr gut voran, so daß in wenigen Wochen der Wassermangel behoben sein wird.

Jugendliche Diebesbande unschädlich gemacht.

WSN. Worms, 21. Sept. Der Kriminalpolizei gelang es in den letzten Tagen, eine f ü n i k ö p - ft g e jugendliche Diebesbande unschäd- lich zu machen. Es handelt sich um Burschen von 15 bis 20 Jahren aus Worms. Hauptsächlich hatten sie es auf Motorräder und auf parkende Autos abgesehen, die nicht verschlossen waren und die beraubt wurden, während sie die Motor­räder zu Spritzfahrten benutzten. Die Maschinen ließen sie einfach dort stehen, wo das Benzin aus­ging. Auch als Fassadenkletterer traten die Spitzbuben auf, indem sie an dem Haus eines Kleidergeschäftes emporkletterten und sich ^mittels schweren Einbruchs Mäntel, Sportgürtel und Auto­brillen aneigneten.

©.jf.-Jportf

19001. gegen Postsportverein FrankfurtI.6:7(3:3).

Vor einer stattlichen Zuschauermenge wurde am Sonntag auf dem Platz der Spielvereinigung 1900 ein Klasse-Handballspiel gezeigt. Die 1. Handball­elf der Spielvereinigung 1900 hatte die bekannte Handballmannschaft des Postsportvereins Frankfurt zu einem Freundschaftsspiel zu Gast gebeten. Die Gäste erschienen und enttäuschten nicht. Auch die Blauweißen waren in ausgezeichneter Form und lieferten dem Gegner einen völlig gleichwertigen Kampf. Beide Mannschaften traten in stärksten Aufstellungen an. Flott begann das Spiel. Der Kampf wurde von Anfang an in raschem Tempo begonnen und bis zum Schluß ebenso durchgeführt.

Die, Gäste gingen zuerst in Führung, aber bald darauf konnten die 1900er ausgleichen. Das Tempo wurde schärfer. Beide Torhüter hatten öfters Ge­legenheit, große Paraden zu zeigen. Die Hinter­mannschaften bekamen immer viel Arbeit. Ein An­griff auf der einen Seite löste einen Gegenangriff auf der anderen aus. Den Frankfurtern gelang es abermals mit einem Tor in Führung zu gehen. Aber die 1900er blieben den Ausgleich auch dies­mal nicht lange schuldig. Hart wurde um weitere Torerfolge gekämpft. Die Gäste konnten ein drittes Mal ein Tor vorlegen, denen aber die Platzbesitzer wiederum den Ausgleich entgegenstellten. Erneut begann der Kampf um die Führung. Mit 3:3 ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel rissen die Gäste wieder die Führung an sich. 1900 konnte durch seinen Halb­rechten bald wieder gleichziehen, bis dann schließlich durch einen Fehler der Hintermannschaft wiederum ein Tor für die Frankfurter fällig wurde. 4:5! Um die Tordifferenz nicht größer werden zu lassen, raffte sich der 1900er-Sturm energisch auf, schuf sich einigen Feldvorteil und belagerte geraume Zeit bas Frankfurter Tor. Mit viel Glück wehrten sich die Frankfurter und es konnte leicht fein, daß die Führung gerade in dieser Zeit eindeutig an die Platzbesitzer übergegangen wäre. So aber blieb es zunächst beim Ausgleich, dem bald auch das Füh­rungstor für die Spielvereinigung folgte. Das Glück blieb aber den Frankfurtern treu. Sie konnten durch ein kleines Mißverständnis nun ihrerseits zum Ausgleich kommen, und fast mit dem Schlußpfiff fiel ihnen noch der knappe Sieg zu. Ein Unent­schieden hätte dem Spielverlauf entsprochen. Der Kampf wurde sehr fair ausgetragen. Der Schieds­richter hatte ein leichtes Amt und waltete korrekt. Die Zuschauer verließen sehr befriedigt den Platz. Die 2. Handballmannfchaft der Sieloereinigung ver­lor das Spiel gegen Holzheim I mit 7:4 Toren.

Handball im Gan XII der DT.

hausen I Garbenteich I 1:8 (0 :3).

Beide Mannschaften traten zu diesem Gesell­schaftsspiel mit viel Ersatz an. Trotzdem bot die Gästemannschaft in der ersten Hälfte schöne Lei­stungen und kam auch zu drei verdienten Erfolgen, während die Platzmannschaft trotz guter Torchancen zu keinem Erfolg kam. Nach dem Wechsel kam Hausen zunächst mächtig auf, konnte aber nicht verhindern, daß die Gäste zuerst einen vierten Er­folg erzielten, ehe ihnen das Ehrentor gelang. In Den letzten 10 Minuten fielen die Platzbesitzer stark ab, so daß es den Gästen ohne große Anstrengung gelang, das Resultat auf 8:1 zu stellen.

Dorlar I Tv. Ahbach I 3:5 (1:3).

Zu einem Gefellschaftsrückspiel trafen sich beide Mannschaften in Dorlar und lieferten sich einen scharfen Kampf, den die Gäste erst in der zweiten Hälfte verdient zu ihren Gunsten entscheiden konnten. Die Platzbesitzer gaben einen weit stärkeren Gegner ab als im Vorspiel, in dem sie mit 8:2 in Atzbach unterlagen.

Sckuh- und polizeihunde- Sporiwettkampf in Lollar.

Am kommenden Sonntag treffen sich die Schutz- unb Polizeihunde-Vereine von Gießen, Wieseck, Lollar und Großen-Buseck in Lollar. Es gelangt ein Sportwettkampf in Spur-, Gehorsams- und Mannarbeit zum Austrag. Jeder der beteiligten Vereine hat drei Hunde zu stellen. Mit der Spur­arbeit wird morgens um 8 Uhr begonnen. Nach­mittags werden die Gehorsamsübungen und der Sicherheitsdienst durchgeführt.

Zührertagung des Wassersportverbandes.

Der Führerschaftsrat und die Fachberater des neuen Deutschen Wassersport-Verbandes hielten am Mittwoch im Berliner Flug-Verbandshaus ihre erste Sitzung ab. Der Führer, Kapitänleutnant Jasper, begrüßte in seiner Eröffnungsrede die vollzählig anwesenden Referenten und forderte diese zur tat­kräftigen Mitarbeit in der großen Organisation, die 250 000 Wassersportvereine umfaßt, auf. In Zukunft wird die gesamte Arbeit bei den vier Verbänden, Rudern, Kanu, Segeln und Motorboot, liegen. Man wird jetzt mit Nachdruck die Werbung bei den bis­her Außenstehenden durchführen und will damit er­reichen, daß möglichst jeder Wassersportler organi­siert wird. Nur die im Wassersportoerband zusam­mengefaßten Mitglieder sollen in Zukunft eine För­derung durch den Staat erhalten. In diesem Zusam­menhang werden Verbandsausweise für jeden Wassersportler ausgestellt. Der kommende Winter soll in erster Linie dazu dienen, den Ausbau des ganzen Hauses jetzt intensiv zu betreiben, damit die neue Wassersport-Saison im nächsten Jahre mit einer in allen Teilen geeinten Organisation rechnen kann. Die Grundpfeiler für den Zusammenschluß sind: Disziplin, Kameradschaft und Vaterlandsliebe.

Kapitänleutnant Jasper ging dann die Auf­gaben der Fachkommissionen durch. Im Vorder­grund steht natürlich die Jugendpflege und Ausbildung, die in enger Zusammenarbeit mit der Hitler-Jugend und der SA. erfolgen soll. Der Rennsport wird besonders im Hinblick auf die Vorbereitung für d i e Olympischen Spiele 1936 gepflegt. Es soll ein Olympia­fonds geschaffen werden, der dazu dienen soll, unse­ren besten Mannschaften Wettkampfgelegenheiten mit guten ausländischen Mannschaften zu geben. Die politischen Referenten werden sich besonders der Ueberwachung der ehemals marxistischen Vereine annehmen, die einstweilen nur als Anhang betrach­tet werden, bis die neuen Richtlinien des Reichs- sportführers erschienen sind.

Deutsche Olympia-Vorbereitungen.

Lin Nachwuchslehrgang für 500 junge Sportler.

In der letzten Sitzung des Deutschen Olympischen Ausschusses gab der Neichssportführer einen Ueber» blick über die von ihm geführten Vorbereitungen für die deutsche Beteiligung an den Olympischen Spielen 1936 in Berlin. Dabei wies er bereits auf den in den Herbstferien stattfindenden Nachwuchs­lehrgang im Deutschen Stadion und Berliner Sport­forum hin. 500 junge Turner und Sportler aus allen deutschen Gauen werden versammelt sein, durch gemeinsame Unterbringung und Verpflegung, Ausbildung und Ausflüge fall ihr Gemeinschafts­geist geweckt und ausgeprägt werden. Alle Sport­arten, die auf dem Olympischen Programm stehen, werden durch ihren Nachwuchs vertreten sein, neben 100 Leichtathleten, 50 Ruderern, mehr als 50 Schwimmern und Fußballern, werden Handballer, Fechter, Ringer, Gewichtheber, Turner, Boxer, Rad­fahrer, Tennis- und Hockeyspieler, Segler und Schießsport-Treibende herangezogen.

Der Vormittag dient dem Sport, am Nachmittag werden Ausflüge und Führungen, Vorträge der

Fachschaften und allgemeiner Art wechseln, die die jungen Kämpfer auf ihre Aufgaben vorbereiten. Lehrer für die einzelnen Sportarten stehen zur Ver­fügung, ältere Aktive haben ihre Mitarbeit gugtv sagt. Die Unterbringung wird in Massenlagern des Deutschen Stadions, den Baracken des Deutschen Sportforums und in der Deutschen Turnschule er­folgen. Verpflegung wird in einfachster Form durch Feldküchen ausgegeben.

Der Deutsche Skiverband hat dem Reichssport- führer ein genau vorgezeichnetes Programm vor» gelegt, durch das die Ausbildung der deutschen Ski« sport-Jugend für Olympia 1936 gefördert werden soll. Man verhandelt bereits mit norwegischen Trainern, die in den skisportlichen Brennpunkten Sondierungs­kurse abhalten sollen. In Garmisch-Partenkirchen, dem Gelände der Olympischen Winterspiele, soll eine Art Wanderlager eingerichtet werden, wohin die Anwärter für die Nationalmannschaft geschickt werden.

Sportliche Betätigung der Beamten­schaft der Deutschen Reichspost.

Der Reichspostminister hat in einem Er­laß bas Postpersonal zur tätigen Mitarbeit an dec körperlichen Ertüchtigung der Nation aufgefordert. Der Beamte soll auch auf diesem Gebiet beispiel­gebend vorangehen, zumal ihm durch fein Treue­verhältnis zum Staat die Erhaltung seiner Schal- [enstraft in besonderem Maße geboten ist. Zur För­derung der sportlichen Betätigung des Personals hat der Reichspostminister u. a. bestimmt, daß auf Wunsch jedes Beamten Nachweise über seine sportliche Betätigung in die Perso­nalakten aufzunehmen sind. Bei Anstel­lungen und Beförderungen sowie bei allen sonstigen Anlässen, die eine Beurteilung der Leistungsfähig­keit des Beamten erfordern, soll auf diese Nachweise zurückgegangen werden. Jeder Dienstempfänger ist bei seinem Eintritt darauf hinzuweisen, daß die Reichspost besonderen Wert auf die sportliche Tä­tigkeit ihres Personals legt.

Kurze Sportnotizen.

Hans N ü ß l e i n, der neue Weltmeister der Tennislehrer, wurde für feinen aroßen Erfolg besonders geehrt. Er erhielt ein Buch über die kul­turelle Bedeutung Bayreuths mit einer persönlichen Widmung des Kultusministers S ch e m m als Reichsleiter des nationalsozialistischen Lehrer­bundes.

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Deutsche Sportflieger nehmen gegen­wärtig an einem achttägigen Flugmeeting teil. Es sind dies Fritz Siebet und der bewährte Touri­stikflieger Dr. Schien. Nach der Veranstaltung werden die beiden Piloten auch noch beim Flug- turnier in Köln starten.

Nach 23 Jahren wurde jetzt der Weltrekord im Zweistunden-Laufen verbessert. Der schottische Langstreckenläufer Harper verbesserte die von Green 1913 aufgestellte Höchstleistung um 608 Me­ter auf 33,653 Kilometer.

Rund 20000 Turner werden am Sonntag in einer Riesenstaffel die riesige Strecke von 1600 Kilometer zurücklegen um anläßlich der 50-Jahr» feier des Niederwald-Denkmals dem Führer Adolf Hitler am Denkmal die Staffelurkunden zu über­geben. Von Worms fahren über 150 Faltboote in einer Waffelstaffel zu der gewaltigen Kundgebung.

Jugendführer im Deutfchen Schwimm- Verband wurde Dr. Herbert Kestner (Jena) an Stelle des ausgeschiedenen Dr. Harro Hagen.

Ein neues Schwimmstadion wird in Magdeburg er ft eben, wo mit den Vor­arbeiten schon in den nächsten Tagen begonnen wer­den soll. In dem 50-Meter-Basfin von 21 Meter Breite, zu dem noch ein großes Sprungbecken ge­hört werden die Europameisterschaften 1934 vom 12. vis 19. August ausgetragen.

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Für den Marathonlauf in Turin am 15. Oktober sind auch deutsche Sportler eingeladen worden. Die bedeutendsten europäischen Langstrecken­läufer jede eingeladene Nation darf zwei Läufer entsenden dürften bei dieser Veranstaltung Zu­sammentreffen.

Auch auf der vierten Etappe der Inter­nationalen Motorrad-Sechstage-Fahrt konnten unsere deutschen Fahrer im Kampf um die Internationale Trophäe ihren knappen Punktvorsprung vor der eng­lischen Mannschaft behaupten.

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M i t 2 : Q geschlagen wurde Donnerstag in Dresden der schweizerische Fußballmeister Seroette Genf durch den Dresdner SC. Dabei wurd der von Rapid Wien entliehene Torhüter der Schweizer, Bu- gala, ziemlich schwer verletzt.

^ieAn^ScMafurkdTlaekl- geopfert ? ! 'lUvruykg.? Trinken Sie

Unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Fran Elisabeth UM, geh. UM ist heute morgen im 71. Lebensjahr sanft in dem Herrn entschlafen.

Die trauernden Hinterbliebenen: Familie August Klein Familie Gerhard Wagenbach.

Klein-Linden, Kinzenbach, Burkhardsfelden, den 21. Sept. 1933, Die Beerdigung findet Samstag, den 23. September, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause Klein-Linden, Wetzlarer Str. 67, aus statt

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WWiiemelu e. D. Siebe»

Einladung

zur ordentlichen Mitgliederversammlung auf Freitag, den 29. September 1933, 17 Ahr, im Sitzungssaal des Stadthauses, Bergstraße 20. 5816C

Tagesordnung:

1. Geschäftsbericht über das Geschäfts­jahr 1932.

2. Rechnungsabschluß über das Geschäfts, jahr 1932.

3. Bestimmung zweier Rechnungsprüfer für die Rechnung des Jahres 1933.

4. Auslosung von Anteilscheinen gemäß § 6 der Satzung.

5. Satzungsänderungen.

6. Neuwahl des Vorstandes.

7. Verschiedenes.

Die Teilnahme an der Mitgliederver­sammlung ist nur gestattet gegen Vorzei­gung der Anteilscheine am Eingang zum Sitzungssaal.

Gießen, den 21. September 1933.

_____Der Vorstand: Dr. Hamm._____

Geschäfts-Drucksachen Rechnungen

Briefblätter

Briefumschläge _ Postkarten

bei Bruhl, Schulstraße 7 ßeschäftskarter)

KarioffeUieferung.

Die Lieferung von etwa 4700 Zentner gelbfleischigen Speisekartoffeln,Industrie", soll im öffentlichen Wettbewerbe vergeben werden. 2700 Zentner find alsbald nach Zuschlag und 2000 Zentner im Frühjahr 1934 zu liefern. 5807D

Kostenfreie Angebote mit der Aufschrift Kartoffellieferung" sind spätestens bis zum Eröffnungstermin am

Dienstag, dem 3. Oktober 1933, 10 Uhr, in verschlossenem Briefumschlag an die unterzeichnete Behörde einzureichen.

Im Angebot selbst muß über Herkunft und Sorte der angebotenen Kartoffeln Aufschluß gegeben werden, ob es sich um Wetterauer Industrie oder um andere Kar­toffeln und aus welchen Gebieten handelt. Teillieferungen, nicht unter 20 Doppel- zentner, sind zugelassen.

Die Bedingungen können während der Dienststunden im Geschäftszimmer des Oekonom eingefehen und das vorgeschrie­bene Angebotsformular ebenda in Emp­fang genommen werden.

Zufchlagsfrift: eine Woche.

Butzbach, den 14. September 1933.

Die Direktion

der hessischen Zellenftrafanftall.

Arbeiisvergebung.

Die Lieferung von Grabeinfassungen für 53 (Einfaffungsgräber auf dem Neuen Friedhof soll öffentlich vergeben werden.

Angebotsoordrucke sind hier erhältlich. Die Angebote sind verschlossen bis zum

Mittwoch, dem 27. September 1933 vormittags 10 llhr

bei der unterzeichneten Dienststelle einzu­reichen. Oeffnung erfolgt im Beisein etwa erschienener Bieter. 5818D

Gießen, den 21. September 1933.

Städtisches Hoch- und Tiefbauamt. __Gravert._________________

AmtsverkimdiguiMN aus den oderhesflschen Kreisen.

Kreis Alsfeld.

Sehr.: Die Errichtung einer Zimmerer« Zwangsinnung für den Kreis Als­feld.

Unter Abänderung der Bekanntmachung vom 11. September 1933 bringt das Kreis­amt zur Kenntnis, daß es Herrn Syndikus Röhr von der Handwerkskammer-Neben­stelle in Gießen zur Ermittlung der Mehr­heit der beteiligten Handwerker als Kom­missar bestellt hat. 5823C

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