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22/07/1933 Erstes Blatt
 
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'" Juli 1933, und der httiDod), S. August in

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ür Samstag-, Stabt* j Die vier Nachkichter: - 20.15 Uhr, TasL Selb, rtrag überDer Dj)3. nt. Turnverein von ler Hof", Mitgiiederver- mographenbund, Abend- * mit Siegerehrung. - >e;Liebelei".

ür Sonntag: Rauf- , 15.30 Uhr, Zommecsest ?fens. - Fünsziger-Der' r Ausslug an die Eiche, tljergemeinbe, 9.30 Uhr, ir, Waidbühne, Mission»' iluft, Konzert und Tanz, rage;Liebelei", ßu/f>frgeme\n\)t. *, vecan(ia((t( 00a »<r ssesl statt, das M Ilten w^ikpelle on»^\axxex Verhold XV in ÜM/g wird die : iprich/ Msstonspsarrer bühne. Das Mistionssest mit einem Dortrag in Mchluh. Aus die Heu-

ug ins Blaue! In amkeit weitester Kreise iisebüro zu lenken und ihren Reisen den kosien- vahlinsormierten Büros Zeltern, wird am Sonn« nderzug ins Blaue ver- ilnehmerpreis nur 1,40 las Programm, das den .ist am Zielart ausge- 1 für diesen Sanderzug r im Tarhäuschen am ?u- heutige gnserat sei

ließen.

.... W van sag. Ittl- S Mahnungen an irifll wner Ausdrücke r Wüon[u(ent ;; ein Menten zu einer ruhe verurteil' wurde, M n hnte, endlich seine ?taÄ rf,S«'Ä abeigilisdriicke verarü \*ä sowie die 5a - MnoerfennbaJar

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zeugung an der Schuld der beiden Angeklagten ge­winnen kannte, van denen der Bater, weil er die Bescheinigungen zu besagtem Zwecke unrichtig aus« stellte, der Beihilfe zum Betrug, der Sohn, weil er diese, wissend, daß sie unrichtig waren, dem Arbeitsamt varlegte, des Betrugs anßeklagt waren. Das Gericht erwog auch, daß der Sohn schließlich -glauben kannte, er sei in keinem Falle selbständig tätig gewesen, weil er stets in der Werkstatt sein« Vaters arbeitet und diese, ganz aus den Vater ein­

gestellt, das Handwerk auch auf seinen Namen ein­getragen war. Es erfolgte Freispruch. Als Geschädigte kommt in derartigen Fällen die Reichs­anstalt für Arbeitslosenunterstützung, also ein ge­meinnütziges Institut, in Betracht. Gerade die Fälle, daß Bater und Sohn, um besagten Zweck zu erreichen, gemeinsame Sache machen, sind durch­aus nicht vereinzelt und mahnen das Arbeitsamt zur Vorsicht.

Saarkimdgebmig der Gießener Sindenienschast.

Die Gießener Studentenschaft veranstaltete Sestern abend in der Neuen Aula der Univer- tat eine Kundgebung für da- Deutschtum im Saargcbiet. Die Korporationen waren mit ihren Fahnen erschienen, di» auf der Empore ausgestellt wurden und so der Kundgebung den würdigen und feierlichen Rahmen gaben. Die Dozenten­schaft war stark vertreten, die Kommilitonen waren in stattlicher Anzahl erschienen. Die Gie­ßener Studentenschaft bekundete mit dieser Ver­anstaltung, daß sie sich dem Deutschtum im Saar­land auf da- engste verbunden fühlt.

Der Führer der Gießener Studentenschaft stud. jur. Adam begrüßte die Teilnehmer, insbe- dere aber den Redner der Kundgebung mit einer herzlichen ernsten Ansprache: Roch l*/i Jahre seien MB zu dem Zeitpunkt, zu dem an der Saar wieder abgestimmt werde. Sache der Deut­schen im Reiche sei es, den Deutschen an der Saar immer wieder wissen zu lassen, daß sich das Mutterland mit ihnen verbunden fühle: dem Ausland aber müsse gezeigt werden, daß man begangene- Anrecht nicht widerstandslos hinnehme. Es gehe nicht um die Schätze im Saarland, sondern um den deutschen Menschen, der dort im Kampfe um sein Volk-tum stehe. Sodann sprach der

Gewerlschastsselreiär Peter Kiefer aus Saarbrücken.

In Not und Gefahr, so führte der Redner u. a. aus, werde die Stimme des Blutes wach, werde die Tradition lebendig und die Muttersprache gewinne einen Klang, der tiefer und reiner sei, pls sonst: es werde das deutsche Lied lebendiger und inhalts- reicher, weil es tiefer erlebt werde. Da werde die Gemeinschaft enger und der Unterschied, der aus einer sozialen oder religiösen Haltung heraus be­stehen könnte, werde unwesentlich, angesichts der Gefahren, die der Gemeinschaft drohten. Pflichten und Verantwortung würden dann tiefer erfühlt, als zu Zeiten der völkischen und nationalen Gebor­genheit. Zwar gebe es auch im Saargebiet Men- scheu, die sich dem Gegner verschrieben haben und Verrat übten an den eigenen Volksgenossen, wenn aber noch ein Funke von Volksverbundenheit in ihnen lebe, so seien sie sich doch stets, von ihrem bösen Gewissen gequält, ihrer Minderwertigkeit be­drückend bewußt. Wohl könne durch den Verstand und durch den Egoismus das völkische Element im Menschen übertönt werden, nie aber sei es völlig zu verleugnen.

3m einfachsten Menschen aber lebe das tiefste nationale Empfinden,

und jene Menschen folgten blindlings ihrem in­nersten Gefühl, handelten mit sicherstem Empfin­den für die Sache ihre- Volkstums. Das habe sich oft genug in erhebenden Beispielen gezeigt. Seit dem 17. Januar 1920 sei die Regierungskommis­sion bemüht, die Kinder der deutschen Bergleute In die französische Schule zu zwingen: jene tap­feren Bergleute aber widerstanden immer diesem Drucke mit unverminderter Energie und mancher habe um seine- und feiner Kinder Deutschtum- willen da- Opfer gebracht, die Arbeitsstätte zu verlieren und sich mit kümmerlichster Unterstützung durch das Leben zu kämpfen. Der Widerstand sei auch heute nicht aufgegeben. Das sei ein stille- nationale- Heldentum. Ihrer keiner verlange, daß davon gesprochen werde.

Das Saargebiet sei heute wieder mehr denn je umstritten. Frankreich wolle das Land annek­tieren mit der Begründung, daß es bereits zwei­mal zu Frankreich gehört habe. Da- entspreche wohl der geschichtlichen Tatsache, niemals aber habe da- Volk an der Saar zu Frankreich gehö­ren wollen. Weiter werde betont, daß im Saar­gebiet 150 000 Saarfranzosen lebten, die derEr­lösung" warteten. Das sei unwahr. Al- im 3abre 1918 die ungeschlagenen Truppen des deutschen Heere- durch die Straßen der saarländischen Städte gezogen seien, da seien die Häuser ge­schmückt gewesen und dankbar jubelten die Saar­länder den Soldaten zu, die das Land vor der Vernichtung geschützt hatten. Niemand aber von jenen angeblich 150 000unerlösten Saarfranzo­sen" begrüßte die bald darauf einziehenden fran­zösischen Truppen, die in äußerlich tote Städte einmarschierten.

1919 sei das deutsche Volk an der Saar mit 89 Prozent für Deutschland zur Wahl gegangen, um Frankreich zu beweisen, daß man deutsch bleiben wolle.

Gegen den Willen der Bevölkerung sei das Land unter die Oberhoheit des Völkerbundes gestellt wor- den. Unter diesen Umständen habe es im Saarland kein Gegeneinander der Parteien gegeben, sondern nur eine gemeinsame Front gegen gemeinsamen Gegner. Alle Bemühungen der völlig unter sranzö- sischem Einfluß stehenden Regierungskommission um die Angleichung der deutschen Bevölkerung an Frankreich seien vergeblich gewesen, ja, das deutsche Zusammenstehen habe sogar erreicht, daß das fran­zösische Militär und der französische Bahnschutz (1925) zurückgezogen werden mußten.

Leider fei diese Front heute nicht mehr so ge­schlossen. Heute arbeite die Sozialdemokratie der Emigranten gegen die deutsche Sache. Sechs Der-

.Grünen Baum" von Wilhelm Weisel cingcla- hen. Der Saal war bis auf den letzten Platz be­seht. Die einleitenden Worte sprach der Ort»- gcistliche Pfarrer E h r i ft i a n. Zum Schluffe sei­ner Ansprache wurde von allen Anwesenden der erste Vers des Deutschlandliede- gesungen. Al- Vortragender für den Abend war Stist-pfarrer D r a u t, Lich. gewonnen, der in längerem 03er­trag über Zweck u. Ziele der.Deutschen Christen" sprach. Seine Ausführungen begegneten bei allen Anwesenden starkem Interesse. Der Vor­trag löste eine sehr rege Aussprache auS. Mit dem Liede .Gin feste Burg i st unser Gott" fand der Abend seinen Abschluß. Zum Schlüsse forderte der Vortragende zur Grün­dung einer Ortsgruppe .Deutscher Christen" auf, der sofort 11 Anwesende beitraten. Die Teller- fammlung für den Kampfbund ,, Deutsch« Christen" erbrachte den Betrag von 15 Mk.

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Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 23. Juli. 6. Sonntag nach Trinitatis.

Siadlkirchc. 8 Uhr: Psr. Becker, zugleich Christen- lehre für die Neukonsirmierten der Markusgemcinde; 9.30: Psr. Mahr. 3ohanneskirä)e. 8: Pfarrassi- stent Dör|am; zugleich Christenlehre für die Reukon- firmierten der 3ohannesgemeinbc; 9.30: Psr. Bcch- tolsheimer, 20: Bibelbesprechung im Iohannessaal; Missionar Walther. Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Misfionspfarrcr Gerhold; Christenlehre für die Neukonfirmierten der Luthergemeinde. Pctrus- kapelle. 8.15: Christenlehre für die Neukonfirmierten der Petrusgemeinde: 9.45: Pfarrasfistcnt Surfer. wieseck. 9.30: Hauptgottesdienst: 10.45: Kinderkirche. AUcn-vuseck. 10: Gottesdienst. Großen-vuserf. 10.30: Gottesdienst. Oppenrod. 8.30: Gottesdienst. Albach. 8.30:. Steinbach. 10: Gottesdienst

Katholische Gemeinden.

Samstag, den 22. Juli.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, den 23. Juli.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe, Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre­digt: 11: Messe mit Predigt: 14: Andacht.

Öffentlicher Sonntagsdienst.

Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01.

Feuerwache: Telefon 2244 45, Notruf Tele­fon 02. _

Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.

Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 7 bis 13 Uhr.

Sanitätskolonne: Telefon 2500.

Aerzte: Dr. Wolf, Dr. Ploch.

Zahnarzt: Dr. Petsch.

Apotheke: Engelapolheke.________________

Verantwortlich für Lokales, Provinz, Wirtschaft und Sport: I. V-: H. L. N e u n e r.

schiedene Zeitungen sozialdemokratischer und fron- zösischer Prägung, von französischen Geldern suboen- tioniert, wühlten gegen das Deutschtum. Deutsch geleitete Zeitungen seien stets harten ungerechtfertig­ten Verboten ausgesetzt, während die Regierungs- kommisston den anderen Blättern gegenüber sehr tolerant sei. Dem einfachen sozialistischen Arbeiter dürfe man dabet in der Beurteilung nicht zu hart begegnen; er sei verhetzt. Ihn der Sache des Deutsch­tums zurürfzugewinnen, sei eine dankbare Ausgabe. Dem deutschen Arbeiter im Saarland, der täglich Opfer für sein Volkstum auf sich nehmen müsse, dürfe man es auch nicht verübeln, wenn er heute noch nicht in der NSDAP, stehe. Man müsse aber auch vom Mutterlande aus dafür sorgen, daß jene wertvollen Menschen eines Tages wieder^ganz zum deutschen Vaterlande gehören und die Studenten­schaft habe auch hier ihre Aufgaben, mitzuwirken an dieser völligen Vereinigung Seite an Seite zu stehen mit jenen Männern, die unter Tage schwere Arbeit verrichten, um sich den Lebensunterhalt zu sichern.

Das Saarland müsse wieder zusammenwachsen mit dem vaterlande zu einer unverbrüchlichen Gemeinschaft.

Mit einigen von tiefer Vaterlandsliebe durchglühten Verszeilen schloß der Redner seine häufig durch leb­haften Beifall unterbrochenen und zum Schluß mit anhaltendem Beifall aufgenommenen Ausführungen.

Mit einem Bekenntnis zur Saarbevölkerung, mit dem Wunsche, daß der Redner des Abends das Be­wußtsein mit ins Saarland nehmen möge, daß die deutsche akademische Jugend das Saarland niemals vergessen werde, mit einem dreifachen .Kampf-Heil!" und dem ersten Vers des Deutschlandliedes wurde die von tiefem Ernst getragene Kundgebung von Dem Führer der Gießener Studentenschaft geschlossen.

Oberbeffen.

Blitzschlag in Grebenau.

Sechs Familien obdachlos.

ss. Grebenau, 22. Juli. Gestern abend zwi- lchen 21 und 22 Uhr richtete das Gewitter, das über Oberhessen hinweg zog, in unserem Dorfe scyweren Schaden an. Ein Blitz schlug in das hiesige Ge­meindehaus ein und zündete sofort. Das Haus ging in Flammen auf und die sechs Familien, die das Gemeindehaus bewohnten, wurden obdachlos. Das obere Stockwerk brannte völlig aus und den Fami­lien gelang es nicht, irgend etwas Ihrer Habe zu retten. Etwas glimpflicher tarnen die Bewohner der unteren Stockwerke davon, denn sie konnten wenig> stens einen Teil ihres Besitzes in Sicherheit brin­gen. Die Ortsfeuerwehr griff sofort ein und rief außerdem die Feuerwehren aus den benachbarten Orten Eulersdorf und Wallersdorf zur Unter­stützung herbei. Auch die Motorspritze von Alsfeld wurde alarmiert. Glücklicherweise sind Menschen­leben nicht zu beklagen.

Landkreis Gießen.

Londorf, 22. Juli. Am Montag, 24. Juli, kann Herr Gg. Schneider, wohnhaft Mar­burger Straße bei bester Gesundheit feinen 7 5. Geburtstag feiern.

Kreis Friedberg.

O ® ambad), 21. 3ull. Am Donnerstagabend hatte die GlaubensbewegungDeutsche Christen" zu einem Vortrags- und Aussprache­abend in den großen Saal der Wirtschaft zum

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