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22/05/1933 Frühausgabe
 
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Nr. m KvühauSsabe

185. Jahrgang

Montag, 22. Mai 1935

Erschein» täglich, autzn Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte (Lietzener Familiendlätter Heimat im Bild Die Scholle Monat»-Vezugsprelr:

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General-Anzeiger für Oberhessen

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Chefredakteur

Dr. Fnedr. Will). Lange. Verantwortlich sör Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.TKynot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für denAn. zeigenteil i.D.Th.Kümmel sämtlich in Bietzen.

Wirtschaftszweigen.

Die

den am

Worten, die unser Führer Adolf Hitler Tag der deutschen Arbeit verkündete, das deutsche Bauerntum.

Stärkung des Binnenmarktes durch Wiederaufbau der Landwirtschast.

Grundlegende Reden bei der Eröffnung der Landwirischastsausstellung

Rom. 21. Mai. (IU.) Ministerpräsident (Bo­ring hat am Sonnfagoormittag nach Ijtngigem Aufenthalt in Rom zusammen mit dem Prinzen Philipp von Hessen Rom mit dem Flugzeug verlassen. Zum Abschied halte sich Luflsahrtminister Dalbo und der deutsche Botschafter eingesunden, mit dem Göring noch am Bormittag eine eingehende Unterredung gehabt hat. Göring ist vom König von Italien das Großkreu; des Mauritius­ordens verliehen worden.

Zum Besuch des Reichsministers Göring hört man an unterrichteter Stelle, da st bei den diplo­matischen Verhandlungen der letzten beiden läge auf Grund der durch die Kanzlerrede und die Botschaft Roosevelts entstandenen Besse­rung der internationalen Atmosphäre die Frage des Abschlusses des vom italienischen Regie­rungschef Mussolini vorgeschlagenen Bieter- Paktes in bemerkenswerter weise gefördert werden konnte. Rach dem Berlauf der hiesigen Be­sprechungen der italienischen Regierung mit Reichs- minifter Göring und den Botschaftern Eng­lands und Frankreichs darf man mit der Möglichkeit rechnen, dast der B i e r e r p a k t schon

seine erste Reichstagung ab. Am Samstag sand im großen Saal bei Stroll in Anwesenheit von Behördenvertretern und sührenden Persönlich­keiten der großen landwirtschaftlichen Organisa­tionen die ilcbergabc des Bundespräsidiums an den Reichsbauernführer Darre statt. Nachdem der mit dem Neuaufbau des Deutschen Land- Handelsbundes beauftragte Veschäftssührende Borsitzende des Bundes Eichinger, München, die älebcrgabe des Präsidiums vollzogen hatte, nahm Präsident Darr6 das Wort, um etwa folgendes auszuführen:

Wenn man ein liberaler Mensch ist, ist man wohl außerstande, zu verstehen, was in dieser Stunde hier vor sich geht. Wir wollen ganz offen

9er Neuaufbau der deutschen Veamtenschast.

Eine Rede des deutschen Beamtenführers, Reichsstatthalters Sprenger.

in der nächsten Zeit unterzeichnet wer­den kann, wenngleich die weiteren Berhandlungen und die Entscheidung vollständig bei den beteiligten Regierungen bleibt.

Reuter meldet aus Rom: Es verlautet, dast zum Abschluß des Biermächtepaktes nur noch das formale Einverständnis der beteilig- t e n Mächte aussteht.

Wieder in Berlin.

Berlin, 21. Mai. (WTB.) Ministerpräsident Göring ist heute nachmittag um 19.25 Uhr von München kommend aus dem Flughafen Tempelhof gelandet.

Am Montag außenpolitische Rede Mussolinis.

Rom, 20. Mai. (IU.) Die Kammerdebatte über die auswärtigen Angelegenheiten wird am Mon­tag beendet werden, und zwar nicht, m.c bisher uor- gesehen war, durch eine Rede des Staatssekretärs S u v i ch , sondern durch eine große außen­politische Rede Mussolinis. Die Arbeiten zur Anlage von Rundfunkübertragungsapparalen in der Kammer sind bereits im Gange.

und eindeutig zum Ausdruck bringen, daß die gesamten bisherigen Wirtschafts­führer nicht einmal die Grundlagen der Wirt­schaft gekannt haben, denn sie haben uns in die 3rrc geführt. 3d) weiß, daß die ganz neue Auf­gabe, die jetzt meiner harrt, die verschiede­nen Gruppen des landwirtschaftlichen Be­rufsstandes gegeneinander abzuwägen und miteinander in G l e i ch k l a n g zu bringen, ungeheuer schwierig ist. 3ch werde sie über­nehmen, um damit vor der Welt zu beweisen: Die Menschen der deutschen Scholle unmittel­bar die Bauern und mittelbar diejenigen, die die Landeserzeugnisse zu handeln haben haben den Liberalismus überwunden und sie wollen zusammengehen in nationasoziali- stischen Gedanken unseres Führers Adolf Hitler. (Bravo und Händeklatschen.)

Präsident Darre ernannte dann zu seinem Stellvertreter in der Führung des Deutschen Landhandelsbundes den Neichstagsabgeordneten Daßler. Der geschästssührende Borsitzende des Deutschen Landhandelsbundes, Eichinger, machte dann programmatische Ausführungen über die Aufgaben des Deutschen Landwirtschaftlichen Produktenhandels.

den übrigen

Frankfurt a. M., 21. Mai. (Lpd.) Anläßlich der Weihe von 14 Fahnen der Beamtenfachschaften im überfüllten Frantsurter Zoologischen Garten nahm der Führer von über zwei Millionen deut­schen Beamten, Reichsstatthalter Sprenger, das Wort, wobei er die Revision des Berufs­beamtengesetzes ankündigte. Der Redner führte u. a. aus:

Als mir zum ersten Male der Auftrag zuteil ward, die deutsche Beamtenschaft zu betreuen, in dem Sinne, sie mit dem Werden der Par- t e i neu erstehen zu lassen, konnte ich meine Getreuen im Schatten eines kleinen Baumes ver­einigen. Und klein war der Kreis der Gefolgschaft. Das soll fein Borwurf der Beamtenschaft gegenüber sein, weil auch sie, wie der Arbeiter, vom Volk ge­trennt war, weil auch sie allen Grundsätzen, dem Heiligsten, dem deutschen Boden des Dolkes entfrem­det war. Der deutsche Beamte in seiner Organisa­tion und seiner Mentalität war nicht mehr der Be­amte, der er hätte fein müssen.

Der Zerfall deutschen Denkens und handelns war die Geburtsstunde der Rationalsozialisti­schen Deutschen Arbeiterpartei und diese Grün­dung wiederum die Keimzelle zur Wiedergeburt der deutschen Ration.

3n jener Zeit war es jedoch unmöglich, eine Organisation der Beamten im Nahmen der Par­tei ins Leben zu rufen. Die Rückkehr des deut­schen Beamten zu deutschem Denken und Fühlen wurde durch die Herrscher des Systems unter­bunden, und es gehörte schon eine gehörige Portion Courage dazu, als Beamter, von dem man verlangte, daß er dem System diene, in den Kampf gegen das System zu treten. Aller­dings war es bedauerlich, daß nicht mehr Män­ner diese Courage aufbrachten und gewillt waren, für die Wiederaufrichtung eines wahren Deutsch­land Opfer zu bringen. So mußte ich daran denken, den Beamten einzeln wieder zu erwecken. Dank der Aufopferung meiner alten Mitarbeiter, denen ich aus tiefem Herzen an dieser Stelle danke, wuchs die Zahl der Mitstreiter. 3ch mußte die Abteilungen so einrichten, daß sie äußerlich nichts zu fassen waren, Lind es war durchaus verständlich, daß die Dertreter des Systems be­tonten, daß ihnen die größte Gefahr von der Leitung der Beamtenabteilung drohe. Dank der aufopfernden Arbeit und der straffen Zusammen­fassung der Beamtenschaft, sowie der wohlüber­legten Vorbereitungen war es unmöglich, nach dem 30.3anuar den Vormarsch der national­sozialistischen Revolution aufzuhalten.

städtische Bevölkerung, die man gerade hier in der Reichshauptstadt in großer Zahl zu begrüßen hoffe, solle, wenn sie die Jahresschau der deutschen Bauernarbeit betrachte, zweierlei bedenken.

Was hier zu sehen sei, seien keineswegs nur Spitzenerzeugnisse. Das würde dem Sinn

Der Mempakl vor der Unterzeichnung

Ministerpräsident Göring wieder in Berlin.

Berlin, 20. Mai. (WTB.) Auf dem erwei­terten Mefscgelände am Kaiserdamm fand heute in Anwesenheit des Reichspräsidenten die feier» liche Eröffnung der 3 9. Wanderausstel« lung der Deutschen Landwirtschaft s- Gefellschast statt. Die Ausstellung öürije die größte bisher gesehene Schau Berlins sei. 3n 45 riesigen Zelten ist das herrliche Vieh- zuchtmaterial untergebracht. Don der Biene bis zum 25 Zentner schweren Bullen zeigt die Aus­stellung alle Nutztiere der deutschen Landwirt­schaft, daneben sämtliche Maschinen, die zur Be­bauung des Bodens notwendig sind. Ein Wein- kostzelt schenkt deutschen Wein aus, und selbst ein Dorflheater sorgt für Unterhaltung des Publikums.

3n seiner Begrüßungsansprache wies der Vize­präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesell­schaft Rittergutsbesitzer v. Oppen, Dannen- walde, darauf hin, daß der Gau Brandenburg- Pommern-Grenzmark, in dem die Ausstellung stattfinde, dieser ein Stück seiner Wesensart gebe, da die Not der Landwirtschaft um so schwerer gewesen sei, weil die Erzeugnisse der östlichen Gebiete besonders stark dem Preiszerfall unter­worfen gewesen seien. Die heutige Ausstellung biete trotzdem ein Bild von dem ungebro­chenen Selbstbehauptungswillen des deutschen Bauerntums, das unter der Regierung der nationalen Erhebung neue Hoff­nungen auf eine bessere Zukunft für Volk und Vaterland hege. Sodann entbot Oberbürger­meister Dr. S a h m im Namen der Stadt Berlin die herzlichsten Grüße und Wünsche. Dr. Sahm gedachte in seiner Rede auch Max E y t h s , der im Fahre 1882 den Grundstein zur Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft und zu den Wander- ausstellungen gelegt hat.

BeichsmmisterOr. Hugenberg überbrachte die Glückwünsche der Reichsregierung und führte u. a. aus:

Das, was wir in dieser Ausstellung sehen, ist dos Bild eines ungeheuren Fortschritts. Doch wir wissen zugleich, daß diesem fast beispiellosen Aufstieg der Arbeit ein fast ebenso beispielloser A b ° ft i e g in den Lebensbedingungen der deutschen Landwirtschaft gegenübersteht. Zuchlstätten von Welt­ruf mußten ihre Tore schließen, und die Frage wurde immer lauter: Kann man ein Mehr noch wünschen, wenn schon das Vorhandene fast unab­setzbar ist und nur zu Preisen abgegeben roerben fann, die der Arbeit keinen Lohn mehr lassen.

Dieser verhängnisvolle Irrgarlen ist mit dem Antritt der nationalen Regierung verlassen wor­den. Mit unserem F e 11 p l a n haben wir die Dinge an der Wurzel gefaßt. Ls ist damit eine Entwicklung eingeleitet, die allmäh­lich die Preise sämtlicher landwirtschaftlicher Erzeugnisse in ein organisches Berhättnis zu­einander bringen und damit auch die lanöroirt- schasttiche Produktion aus ihrer Fehlentwick­lung wieder heraussühren wird. Rach Iahren fehlgehender agrarpoliticher Bersuche hat die Agrarpolitik hier zum ersten Mal wieder einen vorausgesehenen und mit präziser Genauigkeit eingetroffenen Erfolg.

Alles, was man als unheilvolle Folge entschlosse­ner Agrarpolitik früher an die Wand gemalt hat ich habe cs immer bestritten, ist tatsächlich nicht eingetreten. Im Gegenteil, es zeigt sich schon heute, daß eine klare B i n n e n m a r k k p o l i t i k zu­gleich die beste Grundlage für eine g e = sunde Außenhandelspolitik ist. Der Handelsvertrag mit Holland ist der erste Vertrag feit langer Zeit, der mit einem exportwichtigen Land geschlossen ist, ohne daß die Landwirtschaft ein ihre Lebensinteressen berührendes Opfer ,zu bringen brauchte.

Auch derdeutscheKonsument wird, wenn er nur etwas Geduld hat, bald ernennen, welcher Segen von einem gesunden Binnen­markt ausgeht. Wo Preistreibereien auftreten es liegen darüber einige Beschwerden vor. haben wir wirksame Mittel des Eingriffs. Die zunehm endeProduttivitätderLand- wirtschaft und die Hoffnung, die sie beseelt, wird auf die anderenBeruss stände über­greifen. Es sind in diesem Frühjahr beispiels­weise 60 000 jugendliche Arbeitskräfte mehr in der Landwirtschaft eingestellt als im Vorjahr. Der Aufwand an Dünger ist gleichfalls gestiegen. Auch die sonstigen Anschaffungen werden zunehmen.

Die Landwirtschaft weiß jetzt, in roeld)cr Rich­tung sie sich zu betätigen hat. Jetzt sehen wir alle ohne viele Worte die großen Produttionsziele:

Mehr Futtermittel.' Mehr Fette.'

Ein weiteres Ziel ist schon abgesteckt. Es gilt, einen Angriff auf d i e ungeheure Ab- hängigkeitDeutschlands von den frem­den Textilrohstoffen zu führen.

So ist der Gedanke, daß in Deutschland Lieber- Produktion herrsche ein Gedanke, der aller Ar­beit ihre Freude nehmen mußte, in wenigen Monaten durch die Tat widerlegt. Nach Jahren des Abwärtsgleitens ist der Weg nach oben wieder angetreten.

Die Preisbildung ist nicht das einzige Mittel zur Gesundung der Landwirtschaft. Daneben steht Die Notwendigkeit der Ausgabensenkung und die organische Gestaltung des Absatzwesens, der Selbsthilfeeinr chiungen und der S.lbstverwaltung der Landwirtschast.

Ein Entschuldungsgesetzentwurf, in dem ich alle auf diesem Gebiet gemachten Erfah­rungen niedergelegt habe, steht zur Entscheidung des Reichskabinetts. Der Zins der Land- Wirtschaft muß, wie es auch früher her Fall war, niedriger sein als der Zins in

Reichssiatthatter Sprenger kennzeichnete in sei­nen weiteren Ausführungen den Ernst und die ungeheuren Schwierigkeiten des vorbereitenden Kampfes und betonte, daß die Beamtenabteilung bewußt den Boden der Mherigen Standesorga- nifationen verlassen habe. Sie wollte nicht kämp­fen um Geld und Beförderungen willen, sondern einzig und allein die Krast des deutschen Be­amten dem Kampf um die Freiheit des gesamten schaffenden Boltes dienlich machen.

,-Heute sehen wir", so erklärte Sprenger,daß dieser Weg der richtige war.

Es hat sich auch erwiesen, daß die N S D A P. nicht wie vielfach behauptet wurde ein Feind des Berufsbeamtentums ist, son­dern sie schuf erst die Grundlage zu einem Staat, der aus dem Bolk beruht, und in diesem Staat, der keine Klassen oder Stände, sondern nur das Bolk kennt, kann sich die Tätigkeit des Beamten segens­reich auswirken.

Im neuen Staat soll der Beamte wie zur Zeit seiner Gründung, ein Bestandteil des Boltes sein, der sich durch freue Pflichterfüllung, Sauberfeit des Lharatters und größte Leiftungs- föhigteit auszeichnet. Der deutsche Beamte muß Diener des Boltes fein, da es die höchste Ehre ist, Beamter zu sein.

Die Zeiten des Doppeloerdienens sind vorbei. Der deutsche Beamte muß sich des Ehrentitels würdig er­weisen. Und deshalb werden in Zukunft die B e - ding un gen für die Aufnahme eines Anwär­ters inden Beamten st and besonders s ch w e r sein. Der Bewerber muß beweisen, daß er etwas leistet, daß er einen tadellosen Charakter be­sitzt und daß er sich des Ehrentitels, deut­scher Beamter zu sein, würdig erweist. Dem Beamten ist keine Stelle versagt, aber er muß sie sich erkämpfen, sich den Aufstieg durch Leistungen erklimmen."

Der Redner berührte dann das Beamtenge s e tz und betonte, daß das Beamtengesetz nur ein Anfang sei. Die nationalsozialistische Revolution werde auch in die Beamtenschaft hineingetragen, das Fenster sei weit geöffnet, auf daß der frische Reoo lutionswind auch den Staub des letzten Aktenbün- bels wegfege.

Jeder Beamte müsse sich Har darüber sein, daß die NSDAP, in unverminderter Kraft ihren Weg weitergehe, daß Sonderintercssea nicht

Aufgabe der Wirtschaflspolitil aber ist es, die Landwirtschaft in den Stand zu sehen, einen solchen angemessenen Zins zu zahlen.

In dem Entschuldungsentwurf befindet sich ent­sprechend meinen alten Vorschlägen auch ein Ab­schnitt über die Siedlung.

3n Arbe i t vereint", so schloß der Mi­nister,wollen wir uns durch nichts auseinander­manövrieren lassen.

Der entschlossene Dille der Regierung, die Ret­tung des Bauern durchzuführen, bedarf einer geschlossenen Unterstützung.

Wenn wir von dieser Ausstellung heimkehren, so tun wir es alle mit dem Vorsatz hoffnungs­voller Arbeit.

Im Anschluß an die Ausführungen von Reichs­minister Dr. Hugenberg nahm

Der Präsident des Deutschen LandivirtschastsratsWalterDarre das Wort.

Max Eyth, so führte er u. a. aus, der Gründer der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft, sei einer der ersten Vorkämpfer des deutschen Bauerntums gewesen. Er, der dem Boden des festgewurzelten Schwabenvolks entstammte, erkannte frühzeitig die Bedeutung des technischen Fortschritts für unsere Bauern. Wieviel Kummer und Trübsal durch deut­sche Hadersucht und mangelndes Vertrauen mußte er erfahren, ehe ihm sein Werk gelang. Der zurück­liegende Abschnitt unseres Kampfes um den Lebensraum des deutschen Bauern in seiner Zersplitterung und seiner jahrelangen schein­baren Aussichtslosigteit schien mancherlei Aehnlich- feit aufzuweisen. Diese Zeit sei nun überwunden.

Die Bahn sei frei, um abseits aller Sonder- infereßen den Aufbau des deutschen Dolfs und der deutschen wirtschaft von der einzigen Grund­lage her durchzuführen, welche die Gewähr für einen Aufstieg der Ration biete. Das sei nach

der ganzen Arbeit der DLG. widersprechen. Diese gehe darauf hinaus, nicht einzelne Glanzleistungen hervorzubringen, sondern eine gute gleich­mäßige marktfähige Ware für die Ver­sorgung der städtischen Verbraucher bereitzustellen. Damit werde die Reichs-Jahresschau zu einer Mah­nung an den städtischen Verbraucher, ganz besonders an die Hausfrau, bei allen ihren Einkäufen in ersterLiniediedeutscheBauernarbeit zu fordern.

Und noch etwas anderes müsse angesichts dieser Schau gesagt werden. Aus allem, was zu sehen sei, könne leicht die Ansicht aufkommen, daß es dem deutschen Bauern nicht so schleckt gehe, wie es im­mer heiße. Dem sei aber nicht so.

Wenn der deutsche Bauer trotzdem weitergearbei­tet habe, so in der Hoffnung, daß die Schwierig­keiten überwunden werden. Der 30. Januar habe die Richtigkeit dieser Hoffnung erkennen lassen. Der deutsche Bauer werde weiterarbeiten und weiterkämpfen, wie die politische Staatssührung es von ihm erwarte.

3m Namen der kolonialen Verbände, die auf der Ausstellung eine Kolonialausstellung ver­anstaltet haben, sprach Gouverneur a. D. Dr. S chn c e. Die koloniale Sonderschau solle, so führte er aus, die Lebensnotwendigkeit des eigenen deutschen Kolonialbesitzes vor Augen führen.

Nach einem Schlußwort des Vorsitzenden des Vorstands der D. L. G. Dr. h. c. v. W e b s k y , Kaulsdorf, erfolgte ein Rundgang durch die Aus­stellung.

Oarrepräsideni des Deutschen Landhandelsbundes.

Berlin, 20. Mai. (TU.) Der Deutsche Landhandelsbund, der unter national­sozialistischer Führung zur Gesamtverlretung des bodenständigen deutschen Landhandels ausgebaut worden ist und dem zur Zeit etwa 16 000 Firmen angeschlossen sind, hielt am Samstag in Berlin